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Letzte Änderung für Artikel Frankfurt am Main: 19.02.2006 01:06

Frankfurt am Main

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Wappen Karte
Wappen von Frankfurt Lage der kreisfreien Stadt Frankfurt am Main in Deutschland
Wahlspruch: Starck im Recht!
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : Darmstadt
Kreis : Kreisfreie Stadt
FlĂ€che : 248,31 kmÂČ
Einwohner : 651.087 (Stand: 30. September 2005)
AuslÀnderanteil : 25,7 % (Stand: 2005)
Bevölkerungsdichte : 2.622 Einwohner je kmÂČ
Arbeitslosenquote : 10,5 % (Stand:31. August 2005)
Höhe : 112 m ĂŒ. NN
Postleitzahlen : 60001 - 60599 (alt: 6000)
65901 - 65936 (alt: 6230)
Vorwahlen : 069, 06109, 06101
Geographische Lage :
Koordinaten: 50° 07' N, 8° 41' O
50° 07' N, 8° 41' O
Kfz-Kennzeichen : F
GemeindeschlĂŒssel : 06 4 12 000
UN/LOCODE : DE FRA
NUTS -Region: Frankfurt am Main
(DE712)
Stadtgliederung: 16 Ortsbezirke,
46 Stadtteile,
118 Stadtbezirke
Offizielle Website: www.frankfurt.de
Politik
OberbĂŒrgermeisterin : Petra Roth ( CDU )
BĂŒrgermeister : Achim Vandreike ( SPD )
Regierende Parteien : CDU , SPD , GrĂŒne , FDP

Frankfurt am Main ist mit 651.087 Einwohnern die grĂ¶ĂŸte Stadt - jedoch nicht Landeshauptstadt - Hessens und nach Berlin, Hamburg, MĂŒnchen und Köln die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Stadt in Deutschland . Frankfurt ist heute eine Weltstadt , eine der reichsten Metropolen Europas und eine Banken-, Literatur - und Kulturmetropole .

Frankfurt zwischen Stadtwald und Taunushöhen
Frankfurt zwischen Stadtwald und Taunushöhen

Seit 1875 ist Frankfurt Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die stĂ€dtische Bebauung reicht weit ĂŒber die eng gezogenen Stadtgrenzen hinaus. Die engere Stadtregion hat etwa 1,8 Millionen Einwohner, die Gesamtregion Frankfurt Rhein-Main ist mit ĂŒber 5 Millionen Einwohnern nach Rhein-Ruhr die zweitgrĂ¶ĂŸte deutsche Metropolregion .

Frankfurt ist Hauptsitz der EuropĂ€ischen Zentralbank und der wichtigste Finanzplatz Kontinental-Europas . Als Messestadt hat Frankfurt weltweite Bedeutung. Zudem ist es einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas . Seit dem Mittelalter gehört die Stadt ohne Unterbrechung zu den wichtigsten urbanen Zentren in Deutschland. Die zentrale Lage von Frankfurt am Main in Europa trug maßgeblich zum Wachstum des Frankfurter Flughafens bei. Dieser ist einer der wichtigsten Passagier- und FrachtumschlagplĂ€tze Europas. Von hier aus bekommt man die grĂ¶ĂŸte Anzahl internationaler AnschlĂŒsse weltweit.

Einzigartig fĂŒr Europa ist die berĂŒhmte Frankfurter Skyline, bestehend aus Wolkenkratzern , die zu den höchsten in Europa gehören.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung: Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler . Er ist in Gold und Grau bewehrt und bezungt.

Bedeutung: Der Adler symbolisiert den ehemaligen Status der Stadt als freie Reichsstadt . In den 1920ern sollte das Wappen durch eine radikal vereinfachte Version ersetzt werden. OberbĂŒrgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich fĂŒr diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung gefiel dieser Vorschlag allerdings nicht, und schnell wurde wieder das alte Wappen eingefĂŒhrt.

Geografie

Geografische Lage

Lage Frankfurts in Hessen
Lage Frankfurts in Hessen
Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains sĂŒdöstlich des Taunus in SĂŒdwestdeutschland zentral zwischen den wichtigsten WirtschaftsrĂ€umen Deutschlands. Im SĂŒden verfĂŒgt Frankfurt ĂŒber den grĂ¶ĂŸten Stadtwald Deutschlands . Ihren höchsten natĂŒrlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger RĂŒcken im Stadtteil Seckbach mit 212 m ĂŒ. NN . Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in

Sindlingen bei 88 m ĂŒ. NN. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.

Nachbargemeinden und Kreise

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (StĂ€dte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (StĂ€dte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg v.d. Höhe ), im Norden an den Wetteraukreis (StĂ€dte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im SĂŒdosten an die Stadt Offenbach am Main, im SĂŒden an den Kreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im SĂŒdwesten an den Kreis Groß-Gerau (StĂ€dte Mörfelden-Walldorf, RĂŒsselsheim, Raunheim und Kelsterbach).
Frankfurt und Nachbargemeinden
Frankfurt und Nachbargemeinden

Stadtgliederung

Stadtteile und Bezirke

Eingemeindungen von Frankfurt am Main
Eingemeindungen von Frankfurt am Main

Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flĂ€chengrĂ¶ĂŸte Ortsteil ist Sachsenhausen-SĂŒd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige StĂ€dte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden wĂ€hrend des rasanten Wachstums der Stadt in der GrĂŒnderzeit . Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg.

Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einer/m Ortsvorsteher/in als Vorsitzende/n haben.

Eingemeindungen

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallusviertel, Westend, Ostend, Riederwald, Sachsenhausen und Teilen von Nordend. Ab 1877 wurden zahlreiche selbstÀndige Gemeinden in die Stadt Frankfurt eingegliedert. Die nebenstehende Graphik enthÀlt leider eine Reihe kleinerer Fehler.

Siehe auch:

Stadtbild

Panorama von Frankfurt
Panorama von Frankfurt

Altstadt und Innenstadt

Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg
Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg

Wie bei vielen anderen deutschen GroßstĂ€dten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geĂ€ndert. Dies war bedingt durch die enormen BombenschĂ€den des Krieges und den darauf folgenden "modernen" Wiederaufbau, dem die Stadt ein "autogerechtes" Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals grĂ¶ĂŸten zusammenhĂ€ngenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig ĂŒbrig, von ĂŒber 4.000 FachwerkhĂ€usern ĂŒberlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden StraßendurchbrĂŒche geschaffen (Braubachstraße) und ganze Quartiere abgerissen ( Judengasse ). Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten StadtplĂ€tze der Bundesrepublik. "Altstadt" ist offiziell das Viertel sĂŒdlich der Zeil, westlich begrenzt durch die Neue Mainzer Straße, östlich durch das Fischerfeld. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berĂŒhmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war MatthĂ€us Merian.

Skyline vom MessegelÀnde aus gesehen
Skyline vom MessegelÀnde aus gesehen

Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegrĂŒndet, erlebte im frĂŒhen 19. Jahrhundert starke VerĂ€nderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und stattdessen die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Das Fischerfeld (östlich der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts , der so genannten Staufenmauer) wurde bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie die Neubauten aussehen sollten. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hĂ€tten. Ein Beispiel fĂŒr den Frankfurter Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dĂŒrfen. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur HauptgeschĂ€ftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, heute die grĂ¶ĂŸte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.
Sonnenuntergang im Winter
Sonnenuntergang im Winter
Sonnenuntergang hinter der Frankfurter Skyline
Sonnenuntergang hinter der Frankfurter Skyline
Blick auf Hauptwache und Zeil mit der Katharinenkirche
Blick auf Hauptwache und Zeil mit der Katharinenkirche

Seit den 50er-Jahren etablierte sich Frankfurt als Hochhausstadt. Der Henninger-Turm in Sachsenhausen war 1960 das erste Frankfurter GebĂ€ude, das an Höhe (120 Meter) den Westturm des Kaiserdoms ĂŒberbot. Die höchsten HochhĂ€user der 70er-Jahre (Plaza BĂŒro Center/ Marriott-Hotel, DG-Bank, Dresdner Bank ) waren mit rund 150 Metern Höhe die höchsten der Bundesrepublik, der Messeturm erreichte 1990 257 Meter Höhe und war das höchste GebĂ€ude Europas, bis es sieben Jahre spĂ€ter vom 300 m hohen Turm (inkl. Mast) der Commerzbank-Zentrale ĂŒbertroffen wurde.

Neben den HochhĂ€usern sieht man aber immer noch die prĂ€chtigen Filialen der BankhĂ€user vom Anfang des 20. Jahrhunderts . Auch die KirchengebĂ€ude kann man noch zwischen den BĂŒrohochhĂ€usern erkennen. Durch einen Hochhausrahmenplan wurde versucht, urbanen "Wildwuchs" zu vermeiden. Allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie zum Beispiel der Neubau der EuropĂ€ischen Zentralbank im Ostend.

Die radikalste VerĂ€nderung außerhalb des Rahmenplans vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit an der Hauptwache auf Europas teuerster Baustelle ein exklusives Einkaufszentrum mit einem Hochhaus- Ensemble auf dem ehemaligen GelĂ€nde der Telekom. "FrankfurtHochVier" wird vom niederlĂ€ndischen Projektentwickler MAB vorangetrieben. Dabei soll auch das Palais Thurn und Taxis (erbaut 1727–1741, zerstört 1944) in einem dem Original Ă€hnlichen Zustand neu errichtet und in das moderne Einkaufszentrum mit First Class-Hotel und BĂŒrorĂ€umen eingefĂŒgt werden.

GrĂŒnderzeitliche Bezirke

Das Stadtgebiet wurde außerhalb dieses Ringes kontinuierlich erweitert und so entstanden seit etwa 1830 die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem GelĂ€nde der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe.

Wohngebiet am Rande der Innenstadt (Westend)
Wohngebiet am Rande der Innenstadt (Westend)

Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten enorm. Die Frankfurter BĂŒrger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal 1 % der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen GrĂŒnderzeit -Stil gebaut - und dabei die GebĂ€ude des Klassizismus grĂ¶ĂŸtenteils abgerissen und ersetzt. Die um 1890 eingemeindeten Stadtteile wie zum Beispiel Bockenheim und Bornheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Um die neuen Grenzen der Stadt zu beschreiben, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts ein zweiter Ring gebaut. Der Alleenring ist heute zu einer stark befahrenen Ringstraße geworden.

Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere GrĂŒnanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmann-Park mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend sind auch der Holzhausenpark und der GĂŒnthersburgpark gelegen. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der GrĂŒneburgpark, im Ostend der Ostpark.

Höchst und die Ă€ußeren Stadtteile

Durch die Regionalplanung vor Bebauung geschĂŒtzte FreiflĂ€chen im Frankfurter Westen, im Hintergrund der Industriepark Höchst.
Durch die Regionalplanung vor Bebauung geschĂŒtzte FreiflĂ€chen im Frankfurter Westen, im Hintergrund der Industriepark Höchst.

In den 20er-Jahren folgten große Wohnsiedlungen von Ernst May außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Die Römerstadt im Norden bei Heddernheim, die große Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Siedlung am Riedhof und die Heimatsiedlung im SĂŒden sind einige Beispiele.

Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist. Das Àlteste GebÀude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche . Die spÀtesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1978 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben wohl am wenigsten mit dem Frankfurter Kerngebiet gemein (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim).


Siehe auch: Liste der HochhÀuser in Frankfurt am Main

Geschichte

Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen fĂŒr das Regensburger Kloster St. Emmeram erwĂ€hnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: "...actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd" - "gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt." Eine kontinuierliche Besiedlung des DomhĂŒgels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches MilitĂ€rlager und in merowingischer Zeit ein frĂ€nkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen . 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt .

Die Goldene Bulle erklÀrte Frankfurt ab 1356 zur stÀndigen Wahlstadt der römischen Könige , nachdem hier schon einige Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, der Letzte war 1792 der Habsburger Franz II. .

Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs trat Frankfurt dem Rheinbund bei und wurde unter dem FĂŒrstprimas Karl Theodor von Dalberg die Hauptstadt eines kurzlebigen ( 1810 - 1813 ) Großherzogtums Frankfurt.

Danach wurde Frankfurt wieder Freie Stadt, diesmal im Deutschen Bund . Dessen Bundestag richtete sich in der Stadt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur MĂ€rzrevolution . Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.

Stadtansicht um 1900
Stadtansicht um 1900

Im Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Meinung stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obwohl es auch in Frankfurt schon lĂ€nger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen GrĂŒnden fĂŒr einen freiwilligen Anschluß an Preußen plĂ€dierten. Am 18. Juli wurde die Stadt von der preußischen Rheinarmee besetzt und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgĂŒltig ihren Status als unabhĂ€ngiger Staat verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Zahlung der Kontributionen erlassen. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.

FĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Annexion vorteilhaft. Frankfurt gemeindete im Laufe der nĂ€chsten Jahrzehnte zahlreiche umliegende Orte ein und verdoppelte seine FlĂ€che gegenĂŒber der Zeit vor 1866. Damit wurde es schließlich sogar Anfang des 20. Jahrhunderts fĂŒr kurze Zeit Deutschlands flĂ€chengrĂ¶ĂŸte Stadt .

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 9.000 Juden aus Frankfurt deportiert . Im Zweiten Weltkrieg zerstörten gezielte alliierte Luftangriffe fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild - in dieser Form bereits damals einzigartig fĂŒr eine deutsche Großstadt - ging aber auch im Zuge eines modernen Wiederaufbaus verloren. Weite Teile der einstigen Altstadt werden heute von Betonbauten der 50er-Jahre geprĂ€gt, wo sich einstmals ein Gassengewirr zwischen eng beieinander stehendem Fachwerk erstreckte.

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone . Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt nur knapp und gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein ParlamentsgebĂ€ude war in Frankfurt bereits gebaut worden und beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1999 Sitz der EuropĂ€ischen Zentralbank.

Mehr zur Geschichte der Stadt unter Geschichte von Frankfurt am Main.

Einwohnerentwicklung

Zur Entwicklung der Einwohnerzahl siehe Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main (Tabelle mit Diagramm).

Religionen

Als multikulturelle Vielvölkerstadt verfĂŒgt Frankfurt ĂŒber zahlreiche religiöse Gruppierungen, von denen lĂ€ngst nicht alle offiziell registriert sind.

Die autochthonen , traditionell vorherrschenden Religionen Frankfurts sind der lutherische Protestantismus und das Judentum .

Obwohl sich die Freie Reichsstadt 1522 der Reformation anschloss, beließ man aufgrund des engen VerhĂ€ltnisses zum ( katholischen ) Kaiserhaus der katholischen Gemeinde die volle Glaubensfreiheit. Sie nutzte den Kaiserdom als ihre Gemeindekirche. 1786 wurden auch reformierte Gemeinden zugelassen. Durch die starke Zuwanderung im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmĂ€ĂŸig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen.

Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), und Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz).

Die sehr alte JĂŒdische Gemeinde Frankfurt ist mit ungefĂ€hr 7200 Mitgliedern neben der in Berlin eine der vier großen Gemeinden in der Bundesrepublik.

Mehr Details siehe unter Religionen in Frankfurt am Main.

Politik

Hauptartikel: Politik in Frankfurt am Main

Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt.

Frankfurt wird zur Zeit von einem ViererbĂŒndnis ( CDU , SPD , GrĂŒne und FDP ) unter OberbĂŒrgermeisterin Petra Roth regiert.

Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind unter anderem der bevorstehende Ausbau des Rhein-Main-Flughafens oder der so genannte Hochhausrahmenplan.

Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto ( FDP ) und Joschka Fischer (GrĂŒne) in den Bundestag ein.

Siehe auch: Liste der StadtoberhÀupter von Frankfurt am Main

StÀdtepartnerschaften

StÀdtepartnerschaften gibt es mit folgenden StÀdten:

  • Lyon , Frankreich , seit 1960
  • Birmingham , England , Großbritannien , seit 1966
  • Mailand, Italien , seit 1971
  • Bild:Flag of the People's Republic of China.svg Guangzhou (Kanton), Volksrepublik China , seit 1988
  • Budapest , Ungarn , seit 1990
  • Prag , Tschechien , seit 1990
  • Granada , Nicaragua , seit 1991
  • Krakau , Polen , seit 1991

Ferner besteht zwischen dem Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre ( Frankreich ) seit 1967 eine Partnerschaft.

FreundschaftsvertrÀge gibt es mit folgenden StÀdten:

  • Kairo , Ägypten , seit 1979
  • Tel Aviv-Yafo , Israel , seit 1980
  • Toronto , Kanada , seit 1989
  • Leipzig, Sachsen , seit 1990 Kooperation
  • Dubai , Vereinigten Arabischen Emirate , seit 2005

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut einer Rangliste der UniversitĂ€t Liverpool kann Frankfurt als die reichste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten; es folgen Karlsruhe, Paris und dann MĂŒnchen.

Frankfurt hat mit 922 ArbeitsplĂ€tzen auf 1000 Einwohner die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 ArbeitsplĂ€tzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern ergibt sich durch die große Zahl der Pendler, wodurch das BIP pro Kopf der ansĂ€ssigen Wohnbevölkerung stark gesteigert wird. Deshalb kann man Frankfurt auch nur tagsĂŒber (an Werktagen und Einkaufssamstagen) als Millionenstadt bezeichnen, andererseits schlĂ€gt sich der oben genannte statistische Reichtum tatsĂ€chlich in den Kassen umliegender StĂ€dte und Gemeinden des " SpeckgĂŒrtels " wie z.B. von Bad Homburg , Königstein oder Kronberg nieder, die von ĂŒberdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Frankfurt hat sogar seit einer großzĂŒgigen öffentlichen Baupolitik in den 80er-Jahren unter den CDU -OberbĂŒrgermeistern Walter Wallmann und Wolfram BrĂŒck die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten ) Deutschlands .


In einer Rangliste der GroßstĂ€dte mit der höchsten LebensqualitĂ€t belegt Frankfurt weltweit den fĂŒnften Platz. Trotzdem hatte die Stadt 2003 die höchste KriminalitĂ€t der deutschen StĂ€dte. Diese Statistik wird jedoch dadurch verzerrt, dass Frankfurt tagsĂŒber aufgrund der vielen Pendler eine Millionenstadt ist, die KriminalitĂ€tsrate jedoch nur mit 650.000 Einwohnern errechnet wird. Zudem fließen sĂ€mtliche Vergehen am Flughafen (wie Schmuggel etc.) mit in die Statistik ein. TatsĂ€chlich ist Frankfurt daher eine sehr sichere Stadt, was Umfragen zur subjektiven Sicherheit der Bevölkerung auch verdeutlichen. Der Frankfurter Flughafen ist die grĂ¶ĂŸte ArbeitsstĂ€tte Deutschlands.

Verkehr

Fernverkehr

Die Stadt Frankfurt am Main ist dank ihrer einzigartigen zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Europa.

Zum einen kreuzen sich am Frankfurter Kreuz, dem meistbefahrenen Autobahnkreuz Europas, die Autobahnen A 5 (Hattenbacher Dreieck - Weil am Rhein) und A 3 ( Arnheim - Passau), zum anderen verfĂŒgt die Stadt ĂŒber den Flughafen Frankfurt , einen der grĂ¶ĂŸten FlughĂ€fen der Welt mit 52,9 Millionen FluggĂ€sten im Jahr 2005.

Der Hauptbahnhof
Der Hauptbahnhof

Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof den nach FahrgĂ€sten (etwa 350.000 pro Tag) grĂ¶ĂŸten Bahnhof Europas. Seit dem Jahr 2002 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrzeit zwischen beiden StĂ€dten auf 1 1/4 Stunden verkĂŒrzt. Nach Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und BrĂŒssel werden die Finanzzentren Frankfurt und London eine direkte Schnellzugverbindung (durch den Kanaltunnel ) erhalten. Zudem wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris derzeit ausgebaut.

Siehe auch Liste Frankfurter Bahnhöfe

Die Bedeutung im GĂŒterverkehr auf der Schiene ist allerdings zurĂŒckgegangen: von den zwei Rangierbahnhöfen ist nur mehr der kleinere in Betrieb (Frankfurt am Main-Ost), wĂ€hrend der grĂ¶ĂŸere (Frankfurt am Main-HauptgĂŒterbahnhof) stillgelegt ist und dessen GelĂ€nde teilweise von der Frankfurter Messe genutzt wird. Zudem soll auf dem Areal das neue "Europaviertel" entstehen. Jedoch ist Frankfurt weiterhin ein zentraler Logistikstandort und bei der Luftfracht europĂ€ischer MarktfĂŒhrer.

In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt ĂŒber den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und ĂŒber den Main-Donau-Kanal mit dem sĂŒdöstlichen Mitteleuropa verbunden.

Westhafen mit WohnhÀusern und Anlagesteg, im Hintergrund der Westhafen-Tower
Westhafen mit WohnhÀusern und Anlagesteg, im Hintergrund der Westhafen-Tower

Frankfurt besitzt nach der Umwandlung des Westhafens in ein Wohn- und BĂŒroquartier noch den Osthafen, den Flußhafen Gutleutstraße und den Hafen des Industriepark Höchst.

Nahverkehr

Das Angebot des ÖPNV in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der teilweise zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Omnibussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Den Hauptbahnhof bedienen alle S-Bahnen, fast alle Straßenbahnen und zwei der sieben U-Bahnen. Weitere wichtige Knotenpunkte sind die Hauptwache, wo sich U- und S-Bahn kreuzen (8 S-Bahnen und 5 U-Bahnen), sowie Konstablerwache (8 S-Bahnen, 4 U-Bahnen und eine Straßenbahnlinie). Dieses sind die zwei Stationen, welche unter der Einkaufsmeile Zeil liegen.

Siehe auch: Straßenbahn, Stadtbahn, S-Bahn-Netz. Als großes, geschichtliches Bauwerk des Nahverkehrs siehe Bockenheimer Depot.

Das grĂ¶ĂŸte Verkehrsunternehmen fĂŒr die lokalen Verkehrsmittel in der Stadt ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH ĂŒbernimmt die Koordination und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der fĂŒr die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zustĂ€ndig ist.

Durch zahlreiche Stadtautobahnen (teilweise als BAB, teilweise als autobahnĂ€hnlich ausgebaute Bundesstraßen) kann die Stadtregion als fĂŒr den Individualverkehr ĂŒberdurchschnittlich erschlossen betrachtet werden.

Elektronische Kommunikation

Auch fĂŒr das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Hier befindet sich der grĂ¶ĂŸte deutsche Internetknoten DE-CIX und die DeNIC , die Domainregistrierungsstelle fĂŒr die Top-Level-Domain „.de“.

Siehe auch: Wichtige Straßen und PlĂ€tze in Frankfurt am Main, Nahverkehr in Frankfurt am Main

Messe

Messeturm und MessegelÀnde
Messeturm und MessegelÀnde

Handelsmessen haben in Frankfurt eine lange Tradition. Nach neuesten Erkenntnissen war Frankfurt mit der Frankfurter Messe die erste Messestadt der Welt. Schon im Mittelalter konnten Handelsreisende hier ihre Waren anbieten. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation (Leipziger Messe), war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden.

Wichtige Messen in Frankfurt sind neben der Frankfurter Buchmesse, der Internationalen Automobilausstellung und der Achema auch die Ambiente Frankfurt , die grĂ¶ĂŸte KonsumgĂŒtermesse der Welt.

AnsÀssige Unternehmen

Entgegen einer landlĂ€ufigen Meinung sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansĂ€ssig. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international fĂŒhrende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Hier findet man unter anderem Chemiekonzerne , Werbeagenturen , Softwareunternehmen und Call-Center . Die Konzernentwicklung sowie weitere bedeutende Abteilungen der Deutsche Bahn befinden sich in der DB-Zentrale im Gallus. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als "Apotheke der Welt". Der Industriepark Höchst ist einer der drei grĂ¶ĂŸten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch VerbĂ€nde wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE) und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptsitz der IG Metall und der IG BAU vertreten.

ZwillingstĂŒrme der  Deutschen Bank
ZwillingstĂŒrme der Deutschen Bank

Frankfurt am Main ist aber vor allem als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltweit bekannt. In der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen drei der grĂ¶ĂŸten deutschen Banken. Die Deutsche Bank AG liegt in der Mainzer Landstraße in der NĂ€he der Taunusanlage. Wenige Straßen weiter stadteinwĂ€rts kann man die Wolkenkratzer der Commerzbank AG erkennen, von denen der höchste fast 300 Meter in die Höhe ragt. Anders als der Name vermuten lĂ€sst, wird auch die Dresdner Bank AG von Frankfurt aus geleitet. Sie gehört jedoch der Allianz AG mit Sitz in MĂŒnchen. Ebenso findet sich die grĂ¶ĂŸte deutsche Direktbank, die ING-DiBa in Frankfurt. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz in Frankfurt, diese sind das Bankhaus Metzler, Hauck & AufhĂ€user , DelbrĂŒck-Bethmann-Maffei und die BHF-Bank .

Zu den großen Privatbanken kommen noch die DZ BANK, die Deka die Frankfurter Sparkasse von 1822 sowie die Landesbank Hessen-ThĂŒringen (HELABA) hinzu. Die meisten der beinahe 300 weiteren Banken sind keine inlĂ€ndischen Unternehmen. Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen „Frankfurter Wertpapierbörse“ und „XETRA“ ist Frankfurt der zweitgrĂ¶ĂŸte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die grĂ¶ĂŸte Börse der Welt.

Staatliche Einrichtungen und Organisationen

Frankfurt am Main ist eine Bankenmetropole, auch in Bezug auf staatliche Banken. Neben der Deutschen Bundesbank und der KfW Bankengruppe haben auch die EuropĂ€ische Zentralbank und das deutsche IFC -BĂŒro (die International Finance Corporation ist Teil der Weltbankgruppe ) ihren Sitz in Frankfurt.

Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Bibliothek, des Hessischen Oberlandesgerichts sowie des Hessischen Landesarbeitsgerichtes und hat ein eigenes PolizeiprĂ€sidium . Die aus einer 1874 gegrĂŒndeten Berufsfeuerwehr und 28 Freiwilligen Feuerwehren bestehende Feuerwehr Frankfurt betreibt 7 Feuerwachen . Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt zudem Sitz des Bundesdisziplinargerichts .

Frankfurt ist zudem Sitz von 88 Konsulaten . Nur New York und Hamburg haben mehr auslĂ€ndische Vertretungen, ohne dabei Hauptstadt eines Staates zu sein. China und Russland haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet. Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Eckenheim ist das grĂ¶ĂŸte US-amerikanische Konsulat der Welt.

Medien

Frankfurt, eine der Ă€ltesten ZeitungsstĂ€dte der Welt, ist Sitz von zwei ĂŒberregionalen Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhĂ€lt sowohl Redaktion als auch Verlagshaus in der NĂ€he der Mainzer Landstraße im Stadtteil Gallusviertel. Die linksliberale Frankfurter Rundschau hingegen hat ihr Verlagshaus mitsamt Redaktion seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zudem erscheint in Frankfurt noch eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung, die Frankfurter Neue Presse, im Verlag der Frankfurter SocietĂ€t in direkter Nachbarschaft zum Verlagshaus der FAZ. In Frankfurt erscheint zudem die neue Tageszeitung NEWS Frankfurt aus dem Handelsblatt-Verlag, die vor allem durch ein neues kleines Format ( tabloid rheinisch ) und ein modernes Layout auffallen möchte.

Neben den Tageszeitungen gibt es in der Frankfurter Medienlandschaft noch einige interessante Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitschrift der Stadt fĂŒr Veranstaltungen, Feste und so genannte Insidertipps. Wie auch die FAZ und die FNP hat das Journal Frankfurt seine Redaktion im Frankfurter Gallusviertel. Auf "ökologische Zeitschriften" hat sich der Öko-Test Verlag in der " GrĂŒnen -Hochburg" Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist darunter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Ebenfalls in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire -Zeitschrift Titanic.

Frankfurts Ă€ltester Rundfunksender war die 1924 gegrĂŒndete private SĂŒdwestdeutsche Rundfunkdienst AG . Heute ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem Funkhaus „Am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen fĂŒr Hörfunk und Fernsehen . Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte , die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste ) ĂŒber ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg TV hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Innenstadt sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group . Auch reine Radiosender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Radiosender ist Radio X. Sein Studio ist unweit der Konstablerwache. Der grĂ¶ĂŸte private Radiosender der Region, FFH, hat seinen Sitz in der nahe gelegenen Stadt Bad Vilbel.

Ebenfalls in Frankfurt beheimatet ist die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland. Sie hat ihre BĂŒros im reprĂ€sentativen Messeturm.

Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von August 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim.

Bildung und Forschung

In Frankfurt am Main befinden sich zwei UniversitĂ€ten sowie mehrere Fachhochschulen. Die bekannteste und Ă€lteste UniversitĂ€t der Stadt ist die 1914 gegrĂŒndete Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad. Daneben gibt es die wissenschaftliche Hochschule der Bankakademie HfB - Business School of Finance & Management , die ehemalige Hochschule fĂŒr Bankwirtschaft mit ihrem Campus im Frankfurter Ostend.

Im kĂŒnstlerischen Bereich verfĂŒgt Frankfurt zum einen ĂŒber die Staatliche Hochschule fĂŒr bildende KĂŒnste , gegrĂŒndet 1817 von Johann Friedrich StĂ€del , die spĂ€ter in Besitz der Stadt gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden KĂŒnste erhoben wurde. Die andere bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegrĂŒndeten privaten Stiftung „ Dr. Hoch's Konservatorium “ hervorgegangene Hochschule fĂŒr Musik und Darstellende Kunst.

Die 1971 aus verschiedenen VorgĂ€ngereinrichtungen gegrĂŒndete Fachhochschule Frankfurt am Main bietet StudiengĂ€nge mit Schwerpunkt in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften.

Eine weitere besondere Einrichtung ist die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen. Die private wissenschaftliche Hochschule in TrÀgerschaft der Deutschen Provinz der Jesuiten sitzt seit 1950 im Stadtteil Sachsenhausen.

Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main - Fachhochschule fĂŒr Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule fĂŒr den gehobenen Dienst in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein.

Des weiteren existieren in der Stadt die Max-Planck-Institute fĂŒr europĂ€ische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung . Mit der UniversitĂ€t eng verbunden ist das Frankfurt Institute for Advanced Studies , eine von zahlreichen institutionellen und privaten gesponsorte interdisziplinĂ€re Einrichtung zur theoretischen Grundlagenforschung in der Physik, Chemie, Biologie, Neurologie und Informatik.

Von der Stadt vergebene Auszeichnungen

  • Otto-Hahn-Preis
  • Frankfurter GrĂŒnderpreis

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

SehenswĂŒrdigkeiten

Altstadt

Enge Gassen in der Altstadt
Enge Gassen in der Altstadt

Drei der wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche.

Der Kaiserdom St. BartholomĂ€us mit seinem markanten spĂ€tgotischen Westturm war die Wahl- und KrönungsstĂ€tte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer fĂŒhrte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Historische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit.

Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert , der frĂŒhgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten HĂ€userzeile auf der Ostseite des Platzes. Zwischen Römerberg und Zeil befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche .

Die Paulskirche ist ein klassizistischer Bau, eröffnet 1789, Ort der Nationalversammlung von 1848/49. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit StraßencafĂ©s.

Die Großmarkthalle (im Dialekt: Gemieskerch) ist ein funktionales GebĂ€ude von klassischer Schönheit von 1928 . Die Kleinmarkthalle Frankfurt ( 1954 ) ist zugleich SpezialitĂ€tenlokal. Weitere Markthallen.

Mainufer und MainbrĂŒcken

NĂ€chtliche Skyline, vom Mainufer aus gesehen
NĂ€chtliche Skyline, vom Mainufer aus gesehen
Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung des Museumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen oder die architektonisch anspruchsvollen MainbrĂŒcken bei. Die Alte BrĂŒcke (1222 erstmals urkundlich erwĂ€hnt) galt jahrhundertelang als bedeutendstes Bauwerk der Stadt. Der Eiserne Steg, eine 1869 eröffnete FußgĂ€ngerbrĂŒcke, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-MainbrĂŒcken auf Altstadt und Skyline wird auch in den Medien gern als Illustration fĂŒr BeitrĂ€ge aus Frankfurt verwendet (siehe auch das Bild am Anfang dieses Artikels).

Zudem wurden in den letzten Jahren zwei große Beachclubs am nördlichen (Galerie Beachclub im Ostend) und sĂŒdlichen (Kingkamehameha Beachclub in Offenbach) Mainufer eröffnet..

Dotationskirchen

Eine Besonderheit Frankfurts sind die Dotationskirchen. Die Stadt ist seit 1802 EigentĂŒmerin aller neun Kirchen in der Innenstadt und der Dreikönigskirche in Sachsenhausen und zu ihrem Unterhalt verpflichtet. Viermal im Jahr, zu den Hochfesten des Kirchenjahres, findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter StadtgelĂ€ut statt.

Siehe auch: Historische Kirchen in Alt-Frankfurt

HochhÀuser

siehe Hauptartikel: HochhÀuser in Frankfurt am Main

Die Skyline im Winter
Die Skyline im Winter

Als einzige europĂ€ische Stadt neben Moskau und London besitzt Frankfurt eine nennenswerte Anzahl von HochhĂ€usern im unmittelbaren Stadtzentrum. Bekannt sind der Messeturm und das Commerzbank-Hochhaus als derzeit zweithöchster Wolkenkratzer Europas, die Konzernzentralen der Dresdner Bank und der Deutschen Bank, ein Zwillingsturm, oder das GebĂ€ude der EuropĂ€ischen Zentralbank (gebaut als BfG-Hochhaus). Als einziges öffentlich zugĂ€nglich ist das derzeit (2006) vierthöchste Hochhaus der Innenstadt: der Maintower mit seiner Aussichtsplattform 200 Meter ĂŒber Straßenniveau. Wegen dieser Skyline wird Frankfurt auch manchmal als Mainhattan bezeichnet - eine Anspielung auf Manhattan in New York City .

Um die HochhĂ€user bauleitplanerisch zu reglementieren, wurde in Franfurt ein Hochhausrahmenplan aufgestellt, der festschreibt, wo und wie HochhĂ€user gebaut werden dĂŒrfen. Der Architekt Jochem Jourdan hat den Auftrag erhalten, diesen Plan zu ĂŒberarbeiten.

Sachsenhausen

SachsenhÀuser Mainufer mit Dreikönigskirche und dem Hochhaus Main-Plaza
SachsenhÀuser Mainufer mit Dreikönigskirche und dem Hochhaus Main-Plaza

Der 1192 erstmals erwĂ€hnte Stadtteil Sachsenhausen auf der sĂŒdlichen Mainseite wird in Frankfurter Mundart auch Dribb-de-Bach genannt, im Gegensatz zur Hibb-de-Bach gelegenen Innenstadt. Seit dem Mittelalter wohnten hier hauptsĂ€chlich Fischer, Landarbeiter und Handwerker, deren derbe Sprache und Umgangsformen sprichwörtlich waren. Im 18. und 19. Jahrhundert siedelten sich zunehmend auch wohlhabende BĂŒrger an. Die SachsenhĂ€user Altstadt wurde ein beliebtes Ausgeh- und Kneipenviertel, dessen AttraktivitĂ€t heute nach Ansicht vieler aber durch ĂŒbermĂ€ĂŸige Kommerzialisierung gelitten hat. Besonders der schmerzhafte BesucherrĂŒckgang nach dem Wegfall der amerikanischen MilitĂ€rstandorte machte dem Viertel zu schaffen. Leerstand und Verfall waren seit dem nicht mehr zu ĂŒbersehen. Es gibt allerdings noch einige traditionelle und teilweise sehr alte Apfelwein-Kneipen. Die Stadt bemĂŒht sich seit einiger Zeit das Viertel wieder voran zu bringen. Dieses Projekt zeigt mit der Renovierung einiger GebĂ€ude bereits erste Erfolge. Ziel ist es neben Kneipen auch kleine GeschĂ€fte und Ateliers zu etablieren um das Viertel auch tagsĂŒber stĂ€rker zu beleben.

Das dominierende Bauwerk am SachsenhÀuser Mainufer ist die 1875 bis 1881 errichtete Dreikönigskirche. Entlang des Mains liegen die Museen des Museumsufers.

Die Altbauten im nördlichen Sachsenhausen rund um den Schweizer Platz sind eines der beliebtesten Wohnviertel Frankfurts und dementsprechend teuer. Hier stimmt die gewachsene Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Neben typischen Apfelweinlokalen wie dem Wagner und dem Gemalten Haus finden sich moderne Cocktailbars. Weiter im SĂŒden finden sich Villenviertel wie der Lerchesberg , der in den 60er-Jahren entstand. Seit den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen SchlachthofgelĂ€nde östlich der SachsenhĂ€user Altstadt das Deutschherrnviertel, das sich inzwischen zum beliebten Wohngebiet entwickelt hat. Wahrzeichen des neuen Viertels ist das Hochhaus Main Plaza.

Auf SachsenhÀuser Gebiet steht auch der Goetheturm, eines der höchsten Holzbauwerke in Deutschland.

Hauptbahnhof und Bahnhofsviertel

Der Hauptbahnhof, eröffnet 1888, ist nach der Anzahle Gleise und am Passagieraufkommen gemessen der grĂ¶ĂŸte seiner Art in Europa. Die riesige fĂŒnfschiffigen Bahnsteighalle, deren Tragewerk und Dach zur Zeit (Ende 2005) fast vollstĂ€ndig restauriert in neuem Glanz erscheinen, das stilgleich erhaltene EmpfangsgebĂ€ude und das unĂŒberschaubare Gewirr ĂŒber- und unterirdischer Anlagen macht ein beeindruckendes Bauwerk aus, das eine SehenswĂŒrdigkeit fĂŒr sich ist.

Das Bahnhofsviertel ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Dort befinden sich in einer ganz eigenen Mischung unzĂ€hlige GeschĂ€fte und Restaurants verschiedenster Art aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Das Bahnhofsviertel lebt 24 Stunden am Tag, nicht nur wegen des Rotlicht-Milieus, das sich um den Bahnhof ausbreitet. Das Viertel kann auch als ein Musterbeispiel fĂŒr urbane GegensĂ€tze angesehen werden, die so eine internationale Endstation mit sich bringt. Bettler, Alkoholiker und Junkies sind dort neben den Strömen angestellter Berufspendler ebenso gegenwĂ€rtig wie Banker im feinen Zwirn, internationale MessegĂ€ste und Tagestouristen vom Lande. Die Kaiserstraße, auf die der Besucher direkt vom Haupteingang des Hauptbahnhofs aus blickt, ist ein stĂ€dtischer Boulevard, auf dem Reichtum und Elend, multikultureller Einzelhandel, moderne BankhochhĂ€user und Rotlichtbetriebe in grĂŒnderzeitlichen Altbauten in nĂ€chster Nachbarschaft zu beobachten sind.

Weiteres siehe unter SehenswĂŒrdigkeiten in Frankfurt am Main.

Kultur

Museen und Galerien

Die Stadt bietet ein vielfĂ€ltiges kulturelles Programm. Dazu zĂ€hlt die einzigartige Museumslandschaft mit ĂŒber 60 grĂ¶ĂŸeren und kleineren Museen und AusstellungshĂ€usern, die sich auf beiden Seiten des Mains angesiedelt hat.

Das Museumsufer auf der SachsenhĂ€user Mainseite umfasst bekannte HĂ€user wie das StĂ€del (GemĂ€lde), das Liebieghaus (Skulpturen), das Museum fĂŒr Kommunikation, das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Deutsche Filmmuseum, das Museum der Weltkulturen und das Museum fĂŒr Angewandte Kunst. Das Museumsuferfest findet alljĂ€hrlich an den Ufern statt und lĂ€dt die Besucher ein, sich mehr mit dem kulturellen Angebot auseinander zu setzen.

Auf der Altstadtseite des Mains befinden sich das JĂŒdische Museum, das ArchĂ€ologische Museum im Karmeliterkloster, das Historische Museum (Stadtgeschichte), die Kunsthalle Schirn und das weltberĂŒhmte Museum fĂŒr Moderne Kunst (MMK), in dem alle bedeutenden KĂŒnstler der Moderne vertreten sind (Picasso, Warhol, Beuys, etc.)

Die Kunstszene trifft man im Frankfurter Kunstverein gegenĂŒber der Kunsthalle Schirn, der StĂ€delschule (Staatliche Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste StĂ€delschule), privaten Kunstgalerien und auch in einer Reihe von alternativen AusstellungsrĂ€umen. Die Galerien zeigen von Alter Kunst ĂŒber verschiedene Spezialgebiete bis zur Gegenwart . Von den alternativen AusstellungsrĂ€umen werden viele von KĂŒnstlern oder jungen Kunstwissenschaftlern betrieben, u.a. die Ausstellungshalle in Sachsenhausen oder der ausstellungsraum EULENGASSE 65 in Bornheim.

Im Westend liegt außerdem das bedeutende Naturmuseum Senckenberg, in dem unter anderen Fossilienfunde aus der Grube Messel bei Darmstadt zu sehen, das Original eines Sauriers mit erhaltenen Hautresten und diverse große Saurierskelette.

Im Nordend ist die EXPLORA, einem Museum fĂŒr optische und andere TĂ€uschungen. Dort sind viele Anaglyphenbilder , Stereobildpaare, SIRDs , Hologramme und andere Formen der optischen Wahrnehmung zu sehen.

Oper, KonzerthĂ€user und BĂŒhnen

Alte Oper
Alte Oper

Neben den zahlreichen Museen existiert in Frankfurt ein erstklassiges Opernhaus, die Oper Frankfurt, die heute zu den weltweit besten HĂ€usern zĂ€hlt und das mehrmals (zuletzt im Jahr 2003 ) die Auszeichnung Opernhaus des Jahres erhielt. Im Opern- und Schauspielhaus Frankfurt sind beide BĂŒhnen vereint. Die Alte Oper, eröffnet 1881, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und wurde 1981 als Konzerthaus wiedereröffnet. Die Alte Oper besitzt einen der schönsten KonzertsĂ€le der Welt und hat heute große Bedeutung als wichtiges Musikzentrum in Europa. Weitere bedeutende KonzerthĂ€user sind die Jahrhunderthalle in Unterliederbach und die Festhalle in Bockenheim. Ein weltweit bekanntes Forum fĂŒr zeitgenössische Musik ist das 1980 gegrĂŒndete Ensemble Modern im Frankfurter Ostend.

Neben dem Tigerpalast, dem Stalburg-Theater , dem Gallustheater , dem Fritz-RĂ©mond-Theater und dem English Theatre finden sich im Bereich Kabarett und Kleinkunst das Neue Theater im Stadtteil Höchst, das TiTS-Theater sowie Die Dramatische BĂŒhne im CafĂ© Exzess.

Das Ballett Frankfurt und das Theater am Turm (TAT) mussten im Jahr 2004 schließen, jedoch das berĂŒhmte Forsythe-Ballet kann man in der Metropole noch erleben. Ein besonderes Kindertheater hatte Frankfurt mit dem Klappmaul -Puppentheater.

Buchmesse

Die seit dem 15. Jahrhundert stattfindende Frankfurter Buchmesse ist nicht nur ein wirtschaftliches (als grĂ¶ĂŸte Buchmesse der Welt), sondern auch ein bedeutendes kulturelles Ereignis. WĂ€hrend der alljĂ€hrlichen Messe finden in Frankfurt zahlreiche Begleitveranstaltungen statt, als Höhepunkt die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche.

Weitere kulturelle Einrichtungen siehe unter Kultur in Frankfurt am Main.
Wissenschaftliche Einrichtungen siehe Abschnitt Bildung und Forschung.

Dialekt

Die Frankfurter Stadtmundart in ihrer ursprĂŒnglichen Form ist einer der Hessisch-Nassauischen Dialekte und zĂ€hlt deswegen zu den RheinfrĂ€nkischen Dialekten. Die eng verwandten Dialekte, die im Rhein-Main-Gebiet gesprochen werden, decken nur einen kleinen Raum ab. Im restlichen Hessen wird merkbar anders gesprochen. Noch bis mindestens in die 1980er-Jahren hinein konnte man bei Ă€lteren Einwohnern deutlich unterscheiden, ob sie aus der ursprĂŒnglichen Kernstadt stammten oder zum Beispiel aus den nördlichen, eingemeindeten Stadtteilen. Es gibt ferner zahlreiche Berichte darĂŒber, dass die Einwohner der Altstadt am Sprachklang hören konnten, ob jemand aus Bornheim stammte oder aus Bockenheim.

Wie in vielen anderen GroßstĂ€dten vermischte sich die Frankfurter Stadtmundart, vor allem infolge der Bevölkerungsverschiebungen nach der vollstĂ€ndigen Zerstörung der Frankfurter Altstadt im 2. Weltkrieg, mit benachbarten Varianten und aufgrund der intensiveren Hörfunk- und Fernsehnutzung seit den 1950er-Jahren auch mit dem Hochdeutschen , wodurch ein Regiolekt entstand, der hĂ€ufig als Neuhessisch oder selbstironisch als RMV-Deutsch (RMV = Rhein-/Main-Verkehrsverbund) bezeichnet wird.

Skurriles

Wie zwischen Köln und DĂŒsseldorf besteht auch seit jeher zwischen Frankfurt und Offenbach am Main eine gutnachbarliche Feindschaft, die ihren Ausdruck in zahlreichen Frankfurt-Offenbach-Witzen findet.

Sport

Frankfurt am Main ist Heimat zahlreicher bekannter Sportvereine:

Bedeutende, jÀhrlich stattfindende, sportliche Ereignisse sind

Die wichtigsten SportstÀtten der Stadt sind

  • die Commerzbank-Arena (Fußball), Spielort der WM 2006 , dann allerdings unter dem Namen "FIFA WM-Stadion Frankfurt am Main", da die Commerzbank kein offizieller Sponsor der FIFA ist.
  • das Stadion am Bornheimer Hang (Fußball und Leichtathletik)
  • die Ballsporthalle Frankfurt am Main (Basketball, Handball)
  • die Eissporthalle Frankfurt (Eishockey)
  • die Galopprennbahn Niederrad (Pferderennen)

Frankfurt ist außerdem Sitz der wichtigsten deutschen SportverbĂ€nde, u.a.:

  • Deutscher Sportbund (DSB)
  • Nationales Olympisches Komitee (NOK)
  • Deutscher Fußballbund (DFB)
  • Deutscher Turnerbund (DTB)

NĂ€heres siehe: Sport in Frankfurt am Main

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

WĂ€ldchestag
WĂ€ldchestag

Die Frankfurter BĂŒrger gelten als sehr gesellig. Aus diesem Grund ist die Zahl der Veranstaltungen relativ hoch. Zu den wichtigsten gehört zweifelsohne die Dippemess ', die in Frankfurt gleich zweimal gefeiert wird. Einmal im FrĂŒhling , fĂŒr gewöhnlich von April bis Mai und dann noch einmal im Herbst , genauer im September . Ebenfalls bekannt ist der WĂ€ldchestag, der immer am Dienstag nach Pfingsten im Frankfurter Stadtwald stattfindet. Das alljĂ€hrliche Musikfestival Sound of Frankfurt ist vor allem bei jĂŒngeren Menschen sehr beliebt. Mit 500.000 Besuchern erreichte das Freiluftkonzert 2003 einen neuen Rekord. Ein besonderes Ereignis ist in Frankfurt das Museumsuferfest. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Musik und Kultur lockt es jeden Herbst an den Wochenenden bis zu 3.000.000 Kulturinteressierte an. Beliebt sind zudem die "Nacht der Museen" und die "Nacht der Clubs". Zu den genannten Festen feiern einzelne Stadtteile noch Eigene wie das Höchster Schlossfest .

In den Jahren 2003, 2004 und 2005 hat das Down-Sportlerfestival in Frankfurt stattgefunden und auch fĂŒr 2006 ist die Veranstaltung, bei der sich mehrere hundert Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) in verschiedenen Wettbewerbssportarten messen können, in Frankfurt geplant (13. Mai 2006).

Kulinarische SpezialitÀten

Persönlichkeiten

Johann Wolfgang Goethe ist in Frankfurt geboren
Johann Wolfgang Goethe ist in Frankfurt geboren

Prominente Bewohner und Söhne und Töchter der Stadt sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Frankfurt am Main aufgefĂŒhrt, EhrenbĂŒrger in der Liste der EhrenbĂŒrger von Frankfurt am Main . Auch liegen viele bekannte Persönlichkeiten auf dem Hauptfriedhof Frankfurt und anderen Frankfurter Friedhöfen.

Literatur

Geschichte

  • Hessisches StĂ€dtebuch; Band IV 1. Teilband aus "Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte" - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1957
  • Ludwig Börne, "Juden in der freien Stadt Frankfurt", 1820, SĂ€mtliche Schriften, Bd. II, DĂŒsseldorf 1964
  • Lothar Gall (Hg.), FFM 1200. Traditionen und Perspektiven einer Stadt, Sigmaringen 1994 (Katalog zur 1200-Jahrfeier 1994 mit wissenschaftlichen AufsĂ€tzen)
  • Waldemar Kramer (Hg.), Frankfurt Chronik, Frankfurt am Main 1964
  • Walter Gerteis, Das unbekannte Frankfurt, 3 Bde. Frankfurt am Main 1960-1963 (populĂ€re, essayistisch-anektodische Stadtgeschichte)
  • Ernst Mack, Von der Steinzeit zur Stauferstadt. Die frĂŒhe Geschichte von Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1994
  • Armin Schmid, Frankfurt im Feuersturm. Die Geschichte der Stadt im Zweiten Weltkrieg, SocietĂ€ts Verlag Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-7973-0420-X
  • Hans-Otto Schembs, Spaziergang durch die Frankfurter Geschichte, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-7829-0530-X

Architektur

  • Heinz Ulrich Krauß, Frankfurt am Main. Daten, Schlaglichter, Baugeschehen, Frankfurt am Main 1997 (Chronik mit Schwerpunkt auf Architektur und Baugeschichte)
  • Dieter Bartetzko, Frankfurts hohe HĂ€user, Frankfurt am Main und Leipzig 2001 (Darstellung des Hochhausbaus in Frankfurt)
  • Ulf Jonak, Die Frankfurter Skyline, Frankfurt am Main und New York 1997 (Kritische Betrachtung des Hochhausbaus)
  • Heinz Schohmann, Frankfurt am Main und Umgebung. Von der Pfalzsiedlung zum Bankenzentrum, Köln 2003 (Dumont KunstreisefĂŒhrer mit Schwerpunkt Architektur)
  • Hugo MĂŒller-Vogg, HochhĂ€user in Frankfurt, Frankfurt am Main 1999 (Vorstellung aller HochhĂ€user in Frankfurt)

Verschiedenes

  • Marco Polo-FĂŒhrer Frankfurt, Mairs Geographischer Verlag, 5. Auflage, Ostfildern 2001 (ReisefĂŒhrer)
  • Barbara M. Henke, Thomas Kirn u. Ruth Rieger, Edition Die deutschen StĂ€dte - Frankfurt. Verlag C. J. Bucher, MĂŒnchen 1994 ISBN 3-7658-0873-3
  • Elisabeth Ehrhorn, Carmen Sorgler u. Renate Schildheuer, (S)Turmspitzen, SocietĂ€tsverlag ISBN 3-7973-0618-0
  • Christian Setzepfandt, Geheimnisvolles Frankfurt am Main. Wartberg Verlag ISBN 3-8313-1347-4
  • Martin Mosebach: Mein Frankfurt. Mit Photographien von Barbara Klemm. Frankfurt am Main: Insel 2002. (Insel-Taschenbuch, 2871) ISBN 3-458-34571-X

Eine thematische Sammlung der Artikel rund um Frankfurt am Main findet sich im Portal:Frankfurt Rhein-Main .

Weblinks

Wikinews: Frankfurt am Main – aktuelle Nachrichten
Commons: Frankfurt am Main – Bilder, Videos oder Audiodateien



Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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Bommersheim 65760 Eschborn http://www.hotel-bommersheim.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 406173 / 6008-00
Steigenberger Frankfurter Hof 60311 Frankfurt am Main http://www.frankfurter-hof.steigenberger.de Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5069 / 2 15-02
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Hotel Hessischer Hof 60325 Frankfurt am Main http://www.hessischer-hof.de  069 / 75 40 0
InterContinental Frankfurt 60329 Frankfurt am Main http://www.frankfurt.intercontinental.com  069 / 2605 0
Le Meridien Parkhotel Frankfurt 60329 Frankfurt am Main http://www.lemeridien.de  069 / 26970
Dorint Sofitel Savigny Frankfurt 60325 Frankfurt am Main   069 / 75330
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Hotel Graf 63065 Offenbach am Main http://www.hotel-graf.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 800 851-0
Parkhotel Lindenhof 63075 Offenbach am Main http://www.parkhotel-lindenhof.de  069 / 986450-0
Hotel Victoria 60329 Frankfurt am Main http://www.victoriahotel.de  069 / 27306-0
Hotel Monopol 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelmonopol-frankfurt.de  069 / 22 737-0
Hotel am Kurpark 61118 Bad Vilbel http://www.kurpark.de  06101 / 600700
Hotel KreilingÂŽs Höfchen 61118 Bad Vilbel http://www.hotel-kreiling.de  06101 / 85516
Nizza 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelnizza.de/  069 / 24 25 38 - 0
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Holiday Inn Frankfurt Airport-North 60528 Frankfurt am Main http://www.frankfurt-airport-north-holiday-inn.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 67 84 0
Best Western Alexander am Zoo 60316 Frankfurt am Main http://bestwestern.de  069 / 94 96 00
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