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Letzte Änderung für Artikel Freie Stadt Frankfurt: 23.01.2006 00:00

Freie Stadt Frankfurt

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Die Freie Stadt Frankfurt, gegr√ľndet 1813 , war von 1816 bis 1866 einer von vier Stadtstaaten im Deutschen Bund .

Inhaltsverzeichnis

Koalitionskriege und Wiener Kongress

Frankfurt am Main war seit 1245 eine Freie Reichsstadt im Heiligen R√∂mischen Reich Deutscher Nation und aufgrund ihrer Gr√∂√üe (35.000 Einwohner) und Bedeutung (Handelszentrum, Messestadt, Wahl- und Kr√∂nungsstadt der Kaiser) eine der wichtigsten ihrer Art. Nach der Aufl√∂sung des Reichs 1806 fiel die Reichsstadt zun√§chst an das von Napoleon gegr√ľndete F√ľrstentum Aschaffenburg , das sich seit 1810 Gro√üherzogtum Frankfurt nannte und Mitglied im Rheinbund war.

Nach der Niederlage Napoleons 1813 wurde das Gro√üherzogtum aufgel√∂st und Frankfurt als Stadtstaat wiederhergestellt. Da es kein Reich und keinen Kaiser mehr gab, hie√ü die ehemalige Freie Reichsstadt nunmehr Freie Stadt und war, wie die anderen deutschen L√§nder, ein v√∂lkerrechtlich v√∂llig selbst√§ndiger Staat. 1816 erhielt die Stadt eine Verfassung , die Konstitutionserg√§nzungsakte, die die Macht des seit dem Mittelalter regierenden Gro√üb√ľrgertums einschr√§nkte, ohne den unteren St√§nden wirkliche Verbesserungen zu bringen.

Frankfurt als Bundeshaupstadt

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde die Freie Stadt Mitglied des Deutschen Bundes, der in Frankfurt seinen Sitz nahm. Frankfurt war eine wichtige, aber neutrale Stadt in der geografischen Mitte zwischen den dominierenden Teilstaaten Preu√üen und √Ėsterreich . Der Bundestag hatte seinen Sitz im Palais Thurn und Taxis in der Gro√üen Eschenheimer Stra√üe. Die Mitgliedsstaaten richteten in der Stadt Gesandtschaften ein.

Frankfurt war eines der Zentren der revolutionären Bewegung des Vormärz . 1833 erlebte die Stadtrepublik mit dem Frankfurter Wachensturm im Kleinen eine Wiederholung des Sturms der Pariser auf die Bastille 1789 . Die kleine Armee der Stadt, das Linienregiment, schlägt den vor allem von Studenten getragenen Aufstand nieder. Auch bei der Märzrevolution 1848 war Frankfurt einer der wichtigen Schauplätze. Die Frankfurter Nationalversammlung, das erste frei gewählte deutsche Parlament , tagte 1848/ 49 in der Paulskirche . Die Frankfurter Reichsverfassung von 1849 scheiterte an der Ablehnung des als Kaiser ausersehenen preußischen Königs.

1836 wurde die Freie Stadt als letzter Staat der Region Mitglied im Deutschen Zollverein . 1839 er√∂ffnete als erste Eisenbahnstrecke die Taunusbahn nach Wiesbaden. Der Bau gelang erst nach z√§hen Verhandlungen, da die 40 Kilometer lange Strecke trotz ihrer K√ľrze √ľber das Gebiet von drei Staaten f√ľhrte, die einander im wirtschaftlichen Wettbewerb lagen.

Obwohl die uralte Frankfurter Messe während der freistädtischen Zeit einen Tiefpunkt ihrer Geschichte erlebte, stieg Frankfurt zu einem Handels- und Finanzplatz von europäischer Bedeutung auf. Wichtigste Großbank war das in ganz Europa vertretene Haus Rothschild.

Das Ende der Freien Stadt

Auch wenn die Stadtrepublik im Deutschen Krieg 1866 neutral blieb, gelang es ihr nicht, sich aus den folgenden Verwicklungen herauszuhalten. Preu√üische Truppen okkupierten die Stadt, wenig sp√§ter folgte die offizielle Annexion durch Preu√üen. Zusammen mit dem Herzogtum Nassau, dem Kurf√ľrstentum Hessen und der Landgrafschaft Hessen-Homburg, die das gleiche Schicksal erlitten, wurde die Freie Stadt 1868 Teil der preu√üischen Provinz Hessen-Nassau.

Nach dem Ende von √ľber 600 Jahren als eigenst√§ndige Stadtrepublik verblieben in Deutschland nur noch drei Stadtstaaten: L√ľbeck, das 1937 an Preu√üen fiel, sowie Bremen und Hamburg, die diese alte Tradition bis heute fortsetzen.

Territorium

Das Territorium der Freien Stadt umfa√üte die eigentliche Stadt Frankfurt als ‚ÄěStadtbezirk‚Äú sowie acht D√∂rfer im ‚ÄěLandbezirk‚Äú.

Der Stadtbezirk bestand aus

  • der staufischen Altstadt,
  • der im 14. Jahrhundert gegr√ľndeten Neustadt, beide auf dem rechten Mainufer innerhalb der Anfang des 19. Jahrhunderts zu den Wallanlagen umgestalteten Stadtbefestigung gelegen,
  • des ebenfalls bisher ummauerten Stadtteils Sachsenhausen auf dem linken Mainufer,
  • und den sich allm√§hlich mit Bebauung f√ľllenden Bereich der Vorst√§dte, n√§mlich der heutigen Stadtteile Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallusviertel, Westend, Nordend und Ostend zuz√ľglich des au√üerhalb der Mauern gelegenen Teils von Sachsenhausen.

Der Landbezirk bestand aus den Dörfern

Siehe auch: Geschichte von Frankfurt am Main, Liste der Oberb√ľrgermeister der Stadt Frankfurt am Main

Wikipedia

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