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Letzte Änderung für Artikel Kassel: 18.02.2006 20:50

Kassel

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Wappen Karte
Wappen Kassels Lage der kreisfreien Stadt Kassel in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : Kassel
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Fläche : 106,79 km²
Einwohner : 193.500 (Januar 2006)
Ausländeranteil : 12,2 % (Januar 2006)
Bevölkerungsdichte : ~ 1.812 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote : 18,6 % (Februar 2006)
H√∂he √ľ. NN : 132,9 m (n√∂rdl. Fuldatal)
166 m (Innenstadt; √ė )
615 m (Hohes Gras; √ė)
Postleitzahlen : 34001‚Äď34134 (alt: 3500)
Vorwahl : 0561
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 19' N, 09¬į 30' O
51¬į 19' N, 09¬į 30' O
Kfz-Kennzeichen : KS
Gemeindekennzahl : 06 6 11 000
Stadtgliederung: 23 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Königsstraße 8
34117 Kassel
Offizielle Webseite: www.stadt-kassel.de
E-Mail-Adresse: info@stadt-kassel.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Bertram Hilgen ( SPD )
Regierende Parteien : SPD

Die Universitätsstadt Kassel (bis 1926 amtlich Cassel ) ist die einzige Großstadt in Nordhessen und nach Frankfurt am Main und Wiesbaden die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Hessen ( Deutschland ).

Die Stadt ist Sitz des Regierungsbezirks Kassel und des Landkreises Kassel. Sie bildet eines der 9 Oberzentren des Landes Hessen.

International bekannt ist Kassel, das zu beiden Ufern der Fulda liegt, vor allem durch den Bergpark Wilhelmshöhe mit den Kasseler Wasserspielen im Habichtswald und die seit 1955 alle 4 bis 5 Jahre stattfindende Kunstausstellung documenta; aus diesem Grund nennt sich Kassel seit März 1999 documenta-Stadt.

Kassels Einwohnerzahl √ľberschritt um das Jahr 1899 die 100.000-Grenze, wodurch sie zur Gro√üstadt wurde; zur Zeit sind es 193.500 (Januar 2006 ).

siehe auch Portal:Kassel

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung: Das Wappen zeigt in Blau einen silbernen Schrägrechtsbalken. Im rechten Obereck befinden sich 6 und im linken Untereck 7 schräglinks gestellte silberne Kleeblätter. Die Stadtfarben sind Weiß-Blau.

Beschreibung: Die Kleebl√§tter als Stadtzeichen sind schon seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar und zwar als Wasserzeichen von Papier. Auch der Schr√§gbalken, der fr√ľher auch als Wellenbalken zu sehen war, ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar und bezieht sich wohl auf die Lage an der Fulda, womit man von einem ‚Äěredenden‚Äú Wappen spricht. Weshalb gerade 13 Kleebl√§tter abgebildet sind, l√§sst sich historisch nicht eindeutig belegen, ebenso wenig wie die Bedeutung der Kleebl√§tter. Hier√ľber gibt es unterschiedliche Ansichten. So sind z.B. einige Experten der Ansicht, der silberne Balken symbolisiert die Fulda und die sechs im oberen und sieben im unteren Teil des Wappens enthaltenen Kleebl√§tter repr√§sentieren die Zahl der Ratsherren auf den jeweiligen Seiten des Flusses. Eine andere Lesart, die Kasseler Sch√ľler fr√ľher lernten, besagt, dass die Kleebl√§tter Fischerh√§user links und rechts der Fulda symbolisierten. ( Weitere Informationen zum Wappen )

Geografie

Der Herkules √ľber den Kaskaden
Der Herkules √ľber den Kaskaden

Kassel liegt geografisch zentral und landschaftlich reizvoll, aber wirtschaftlich peripher. Kassel befindet sich ca. 70 km nordwestlich des geografischen Mittelpunkts von Deutschland . Nach Erfurt und Göttingen ist Kassel damit die am zentralsten gelegene Großstadt Deutschlands.

Die Stadt befindet sich in Nordhessen nahe der Grenze zu Niedersachsen im so genannten Kasseler Becken, das im geomorphologischen Sinn kein Becken ist sondern ein weit ausgedehnter Talkessel, in dem sich insbesondere im Bereich der Karls- und Fuldaaue eine weitläufige Flussniederung der Fulda befindet.

In diesem Talkessel wird die Stadt von den etwas entfernten Langenbergen im S√ľdwesten und dem Habichtswald im Westen (jeweils ein Bestandteil vom Naturpark Habichtswald) sowie von den s√ľdlichen Ausl√§ufern des Reinhardswalds im Nordosten, dem Kaufunger Wald (ein Teil vom Naturpark Mei√üner-Kaufunger Wald) im Osten und der S√∂hre im S√ľdosten und S√ľden eingerahmt. Diese f√ľnf Mittelgebirge sind durch einige H√∂henr√ľcken miteinander verbunden, so dass der Kasseler Talkessel - abgesehen vom Flusstal der Fulda, das diesen von S√ľd nach Nord durchschneidet - rundum durch Bergz√ľge umrundet ist. An das Stadtgebiet grenzen die Mittelstadt Baunatal, die Kleinstadt Vellmar sowie die Gemeinden Niestetal, Fuldatal, Fuldabr√ľck, Kaufungen und Lohfelden an.

Kassel ist verkehrsm√§√üig √ľber 3 Autobahnen , 5 Bundesstra√üen , durch einige Eisenbahn -Hauptverbindungen (darunter auch ICE -Strecken) und auch den wenige Kilometer entfernten Flughafen Kassel-Calden nicht nur an die deutsche Infrastruktur angebunden (siehe dazu hier).

Die n√§chsten Gro√üst√§dte sind - per Luftlinie / Stra√üe gemessen - Hannover (ca. 120/164 km n√∂rdlich) und G√∂ttingen (ca. 40/55 km nord√∂stlich) in Niedersachsen, Erfurt (ca. 115/185 km √∂stlich) in Th√ľringen, Frankfurt am Main (ca. 150/193 km s√ľdlich) in Hessen sowie Siegen (ca. 115/165 km s√ľdwestlich), Dortmund (ca. 145/165 km westlich) und Paderborn (ca. 70/84 km nordwestlich von Kassel) in Nordrhein-Westfalen.

Stadtbild

Typischer Baustil der 50er und 60er Jahre: Der 2005 neu gestaltete Scheidemannplatz.
Typischer Baustil der 50er und 60er Jahre: Der 2005 neu gestaltete Scheidemannplatz.
Die Reste der ehemaligen Garnisonkirche in der Kasseler Innenstadt.
Die Reste der ehemaligen Garnisonkirche in der Kasseler Innenstadt.

Das Bild der Kasseler Innenstadt, in der aufgrund des Wiederaufbaukonzepts nach der Zerst√∂rungen des 2. Weltkrieges nur noch wenige historische Geb√§ude erhalten sind (siehe dazu Geschichte), ist durch typische 50er-Jahre-Architektur gepr√§gt. Im Gegensatz zu vielen anderen St√§dten entschloss man sich in Kassel, den Wiederaufbau gro√üfl√§chig nach damals zeitgen√∂ssischen Vorstellungen zu planen und keine Rekonstruktion des alten Stadtbilds zu versuchen. Die √úberreste vieler historischer Geb√§ude wurden abgerissen. Die Gestaltung orientierte sich an den Grundz√ľgen der Gartenstadt , vor allem vier- oder f√ľnfst√∂ckige Wohnh√§user wurden gebaut. Dar√ľber hinaus wurde die Stadt einerseits bis in den Stadtkern f√ľr den Autoverkehr optimiert, andererseits die erste Fu√üg√§ngerzone der Bundesrepublik angelegt. Sp√§testens in den 1970er Jahren reichte die Kapazit√§t des Stra√üensystems nicht mehr aus, um das schnell wachsende Fahrzeugaufkommen zu bew√§ltigen. Heute ist diese radikale Abkehr von der historischen Bauweise in Kassel umstritten.

Im Kontrast zu den oft dicht bebauten Stadtvierteln birgt Kassel viele Gr√ľnfl√§chen, darunter den Bergpark Wilhelmsh√∂he im Habichtswald und die Karls - und Fuldaaue (siehe hierzu G√§rten und Parks in Kassel. An vielen Stellen im Kasseler Stadtgebiet fallen zahlreiche Eichen auf, die durch den K√ľnstler Joseph Beuys unter dem Motto 7.000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung zwischen 1982 und '87 an Stra√üen und Pl√§tzen angepflanzt wurden.

Kassel wird von der Fulda und den teils innerhalb des Stadtgebiets in diesen Fluss einm√ľndenden Nebenfl√ľssen und B√§chen (darunter Ahne, Drusel (im Unterlauf "Kleine Fulda" genannt), Geile- D√∂ll , Losse, Nieste und Wahle ) durchflossen.

Kassels niedrigste Stelle befindet sich im nord√∂stlichen Fuldatal auf 132,9 m √ľ. NN (Flusspegel etwas n√∂rdlich der Grauen Katze); zieht man noch die etwas abseitige Exklave Kragenhof in diesem Tal mit in Betracht, so befindet sich die niedrigste Stelle der Stadt nur wenige Meter unterhalb der Staustufe an der Stadtgrenze zu Fuldatal- Wahnhausen auf nur noch 131,4 m √ľber dem Meeresspiegel . Die Innenstadt liegt am K√∂nigsplatz 163 m bzw. am Rathaus 169 m hoch und das Schloss Wilhelmsh√∂he steht auf etwa 285 m H√∂he. Die h√∂chste Stelle des zur Stadt geh√∂renden obgleich stark bewaldeten Gebiets befindet sich mit etwa 615 m √ľber Normalnull im Habichtswald am Hohen Gras.

Die h√∂chsten Bauwerke von Kassel sind der alte Kirchturm der Lutherkirche (76 m), der Herkules (70,5 m) und die Doppel-T√ľrme der Martinskirche (69 m), nicht jedoch der 186 m hohe Fernsehturm auf dem Essigberg, weil er au√üerhalb des Stadtgebiets steht.

Nachbargemeinden

Die folgenden St√§dte und Gemeinden grenzen an die Stadt Kassel. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und geh√∂ren alle - mit Ausnahme von Staufenberg, das Teil des Landkreises G√∂ttingen in Niedersachsen ist - zum Landkreis Kassel: Ahnatal, Vellmar, Fuldatal, Staufenberg, Niestetal, Kaufungen, Lohfelden, Fuldabr√ľck, Baunatal, Schauenburg , Habichtswald. Davon wachsen Vellmar und Fuldatal im Norden, Kaufungen im Osten, Lohfelden im S√ľdosten und Baunatal im S√ľden immer n√§her an das Stadtgebiet heran.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Kassel ist in 23 Stadtteile eingeteilt, von denen jeder einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden hat. Die Ortsbeir√§te werden alle 5 Jahre von der Bev√∂lkerung der Stadtteile direkt gew√§hlt. Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Stadtteil ber√ľhren, zu h√∂ren. Die endg√ľltige Entscheidung √ľber eine Ma√ünahme obliegt dann jedoch der Stadtverordnetenversammlung der Gesamtstadt Kassel.

Stadtteile

Neben den historisch gewachsenen Stadtteilen sind einige ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen nach Kassel eingemeindet worden. Das Jahr der Eingemeindung findet sich in Klammern.

  • 13 Fasanenhof (1926)
  • 14 Wesertor
  • 15 Wolfsanger-Hasenhecke (1936)
  • 16 Bettenhausen (1906)
  • 17 Forstfeld
  • 18 Waldau (1936)
  • 19 Niederzwehren (1936)
  • 20 Oberzwehren (1936)
  • 21 Nordshausen (1936)
  • 22 Jungfernkopf
  • 23 Unterneustadt

Innerhalb der Kasseler Stadtteile gibt es zum Teil noch Ortsbezirke oder Siedlungen mit eigenem Namen, etwa Mulang und Wahlershausen die zum Stadtteil Bad Wilhelmsh√∂he geh√∂ren, die etwas abseitige Exklave Kragenhof , die zum Stadtteil Wolfsanger-Hasenhecke geh√∂rt, Osterberg, der zum Stadtteil Jungfernkopf geh√∂rt, oder das Bl√ľcherviertel, das zum Stadtteil Unterneustadt geh√∂rt.

angrenzende Gemeinden

Die Stadt Kassel verf√ľgt √ľber gro√üe angrenzende Gemeinden, was Kassel zur wirklichen Gro√üstadt macht. Diese gehen tats√§chlich direkt in Kassel √ľber.

Flächennutzung

(Stand 2003)

Kasseler Stadtgebiet: insgesamt 106,77 km²

  • 34,5 % Geb√§ude- und Freifl√§che
  • 21,6 % Waldgebiete
  • 17,0 % Landwirtschaftsfl√§che
  • 13,0 % Verkehrsfl√§che
  • 10,0 % Erholungsgebiete
  • 2,0 % Wasserfl√§che
  • 1,5 % Fl√§chen anderer Nutzung
  • 0,4 % Betriebsfl√§che

Geschichte

Kurzabriss der Stadtgeschichte

Stadtplan Kassels von Matthäus Merian, 1648
Stadtplan Kassels von Matthäus Merian, 1648

Die erste urkundliche Erw√§hnung Kassels geht auf das Jahr 913 zur√ľck. Dem ehemaligen fr√§nkischen K√∂nigshof werden 1189 die Stadtrechte verliehen, bevor Kassel 1277 zur Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen wird. Seitdem ist die Stadtgeschichte eng verflochten mit den Geschicken der hessischen Regenten. Anfang des 16. Jahrhunderts entwickelt sich Landgraf Philipp zu einem wichtigen Protagonisten der Reformation . Entscheidend pr√§gte Landgraf Karl das Stadtbild ab 1700 durch seine ambitionierten barocken Bauprojekte, wie die Karlsaue oder den Herkules.

Kurz nachdem Hessen-Kassel zum Kurf√ľrstentum wurde, besetzten 1806 napol√©onische Truppen die Stadt, und machten Kassel bis 1813 zur Hauptstadt des neugegr√ľndeten K√∂nigreichs Westfalen und Residenz von Napoleons Bruder J√©r√īme .

Am Ende des Krieges von 1866 wird Kurhessen, das wie auch das K√∂nigreich Hannover auf der Seite √Ėsterreichs gestanden hatte, Opfer der agressiven Expansionspolitik Preussens und annektiert.

Zwischen 1920 und 1925 war Philipp Scheidemann Oberb√ľrgermeister der Stadt Kassel.

Am Abend des 7. November 1938 wurden die Synagoge und andere j√ľdische Einrichtungen in Kassel verw√ľstet, 2 Tage vor dem 9. November , dessen Pogrome als Novemberprogrome in die deutsche Geschichte eingehen sollten.

Im Verlauf des 2. Weltkrieges zerst√∂rten mehrere Luftangriffe weite Teile der st√§dtischen Bebauung und forderten viele Menschenleben. Das schwerste Bombardement erlebte die Stadt am 23. Oktober 1943 . In dieser Nacht starben √ľber 10.000 Menschen und 80% der Wohnh√§user wurden zers√∂rt. Dadurch, dass Kassel eine Stadt mit vielen Fachwerkh√§usern war, entstand durch das brennende Holz ein Feuersturm , wie z.B. auch in Hamburg, Dresden.

1948 scheiterte Kassel bei dem Versuch die Hauptstadt der BRD zu werden.

Als Begleitprogramm zur Bundesgartenschau von 1955 wurde von Arnold Bode die documenta initiert, die sich seitdem zu der weltweit bedeutendsten Ausstellung moderner Kunst entwickelt hat.

Einwohnerentwicklung

F√ľr detaillierte Einwohnerzahlen siehe den Artikel Geschichte Kassels

1899 √ľberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zur Gro√üstadt wurde. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 216.000. Ende Juni 2005 lebten in Kassel nach Fortschreibung des Hessischen Statistischen Landesamtes 194.176 Menschen mit Hauptwohnsitz. Vom Regierungspr√§sidium Kassel, Abteilung Regionalplanung, wird bis 2020 mit einem R√ľckgang der Bev√∂lkerungszahl der Stadt auf 175.201 gerechnet.

Religionen

Christentum

Kassel geh√∂rte vor der Reformation zum Erzbistum Mainz . 1526 f√ľhrte Landgraf Philipp in Hessen die Reformation ein. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts verordnete der Landgraf von Hessen-Kassel, Moritz der Gelehrte, das reformierte Bekenntnis. Die Kirchenverwaltung der (reformierten) Kirche in Hessen befand sich in Kassel, doch wurden sp√§ter innerhalb des Landes Hessen-Kassel weitere Konsistorien (Kirchenverwaltungsbeh√∂rden) eingerichtet ( 1704 in Marburg , sp√§ter auch in Hanau). Die Kasseler Beh√∂rde verwaltete die reformierten Gemeinden.

Ab 1731 wurde auch den Lutheranern ein eigener Gottesdienst und ein eigener Geistlicher zugestanden, weil sich Hessen seinerzeit mit dem lutherischen Schweden verb√ľndet hatte. Erst nach dem √úbergang des Kurf√ľrstentums Hessen an Preu√üen ( 1866 ) wurde 1873 ein einheitliches Konsistorium f√ľr den gesamten Regierungsbezirk Kassel innerhalb der Provinz Hessen-Nassau eingerichtet (dagegen richtete sich die Hessische Renitenz ).

Ab 1731 gab es auch wieder katholische Gemeindeglieder in Kassel und ab 1776 wurden auch wieder Gottesdienste zugelassen, zumal der damalige Landgraf Friedrich II. selbst katholisch geworden war. Der Anteil der Katholiken vergrößerte sich danach stets, so dass sich bald auch wieder eigenständige Pfarrgemeinden bildeten. Diese gehören seit 1821 zum Bistum Fulda. Innerhalb dieser Diözese gehören sie heute zum Dekanat Kassel innerhalb der gleichnamigen Region .

1907 kam es in der Folge von Predigten des Evangelisten Heinrich Dallmeyer zu einer Erweckungsbewegung , deren Ausw√ľchse zur Ablehnung der aufkommenden Pfingstbewegung durch die evangelikale Gemeinschaftsbewegung f√ľhrt.
siehe Berliner Erklärung + Kasseler Erklärung

Die später mit Evangelische Landeskirche in Hessen-Kassel benannte Kirche vereinigte sich 1934 mit der Evangelischen Landeskirche in Waldeck zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Innerhalb dieser Landeskirche gehören die Kirchengemeinden Kassels - sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören - zu den Kirchenkreisen Kassel-Mitte, Kassel-Ost und Kassel-West (ab 1. Januar 2005: Stadtkirchenkreis Kassel) des Sprengels Kassel.

Judentum

In Kassel findet sich auch die zweitgr√∂√üte j√ľdische Gemeinde Hessens, die heute wieder ca. 1.300 Mitglieder z√§hlt. Vor der Wiedervereinigung waren es nur 80, aber durch den Zuzug j√ľdischer Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion wuchs die Gemeinde enorm. Seit einigen Jahren gibt es auch wieder eine Synagoge und seit kurzem auch wieder einen Rabbiner .

Freikirchen

Eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ) gibt es in Kassel seit 1847 . Heute sind im Kasseler Stadtgebiet drei Baptistengemeinden t√§tig mit insgesamt 550 getauften Mitgliedern. Sie geh√∂ren zur Evangelisch-Freikirchlichen Vereinigung Hessen-Siegerland. In Kassel befindet sich auch der Verlag der deutschen Baptisten, der - nach seinem Gr√ľnder benannt - als Oncken Verlag firmiert.

Politik

An der Spitze der Stadt Kassel stand der Rat. Die B√ľrgermeister vertraten die Gemeinde gegen√ľber dem Rat. Die Zahl der B√ľrgermeister schwankte zwischen 4 und 8. Sie wurden von den Z√ľnften und der √ľbrigen B√ľrgerschaft bestellt. Die B√ľrgermeister hatten Sitz und Stimme im Rat und √ľberwachten das Finanz- und Steuerwesen der Stadt. Im K√∂nigreich Westfalen standen ein Maire und ein Munizipalrat nach franz√∂sischem Vorbild an der Spitze der Stadt. In kurhessischer Zeit trat 1834 die hessische Gemeindeordnung in Kraft. Danach hatte Kassel einen Oberb√ľrgermeister und einen B√ľrgermeister als leitenden und vollziehenden Beamten neben dem Stadtrat als mitverwaltende Instanz .

Stadtoberhäupter

(seit 1821 )

  • 1821 - 1841 : Carl Schomburg
  • 1842 - 1848 : Nicolaus Ludwig Arnold
  • 1848 - 1863 : Heinrich Wilhelm Hartwig
  • 1864 - 1875 : Friedrich August Wilhelm Nebelthau
  • 1875 - 1892 : Emil Weise
  • 1892 - 1898 : Albert Westerburg
  • 1900 - 1912 : August M√ľller
  • 1912 - 1913 : Dr. jur. Ernst Scholz
  • 1913 - 1919 : Erich Koch-Weser ( DDP )
  • 1920 - 1925 : Philipp Scheidemann ( SPD )
  • 1925 - 1933 : Dr. h.c. Hans Herbert Stadler
  • 1933 - 1945 : Dr. Gustav Lahmeyer ( NSDAP )
  • 1945 - 1954 : Willi Seidel ( SPD )
  • 1954 - 1963 : Dr. Lauritz Lauritzen ( SPD )
  • 1963 - 1975 : Dr. Karl Branner ( SPD )
  • 1975 - 1991 : Hans Eichel ( SPD )
  • 1991 - 1993 : Wolfram Bremeier ( SPD )
  • 1993 - 2005 : Georg Lewandowski ( CDU )
  • seit 22. Juli 2005 : Bertram Hilgen ( SPD )

Städtepartnerschaften

Kassel unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:

  • V√§ster√•s , Schweden , seit 1972
  • Rovaniemi , Finnland , seit 1972
  • Jaroslawl , Russland , seit 1988

Wirtschaft und Infrastruktur

Als ehemalige Residenzstadt wurde Kassel sp√§ter Verwaltungs- und Beh√∂rdensitz. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es vor allem Maschinenbau, speziell Lokomotiv- und Waggonbau sowie R√ľstungsindustrie ( Henschel , Wegmann, Cred√©, Bombardier ); Komponenten des Transrapid werden in Kassel gefertigt. Ab 1935 f√ľr einige Jahrzehnte gro√üe Kunstseidenproduktion (Spinnfaser AG).

Kassel wurde relativ spät durchgreifend industrialisiert (ab ca. 1890) und hat seit den 1970er Jahren bedeutende industrielle Großbetriebe verloren. Heute liegt die Arbeitslosenrate in Kassel zwischen 15 und 20 Prozent.

Verkehr

Durch seine zentrale Lage ist diese Stadt gut zu erreichen. Kassel liegt an den Bundesautobahnen A 7, A 44 und A 49 und an der Neubaustrecke Hannover-W√ľrzburg des ICE -Netzes. Neben dem Fernbahnhof Bahnhof Kassel-Wilhelmsh√∂he verbindet die RegioTram am Hauptbahnhof Kassel die Stadt mit dem Umland.

siehe auch: Flughafen Kassel-Calden, Nordhessischer Verkehrsverbund , Herkulesbahn, Hessencourrier, Straßenbahn Kassel

Medien

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine ist die einzige in Kassel erscheinende Tageszeitung . Siehe Hauptartikel: Hessische/Niedersächsische Allgemeine.

Zwei Mal in der Woche wird das Anzeigenblatt Extra-Tip an alle Kasseler Haushalte verteilt. Er finanziert sich nur durch Kleinanzeigen und Werbeeinnahmen und verf√ľgt √ľber einen kleinen stark meinungsbildenden redaktionellen Teil.

Das (K)Magazin erscheint monatlich und berichtet √ľber kulturelle Themen der Region Nordhessen.

Seit 2004 erscheint monatlich die von der IG Metall herausgegebe Nordhessische Neue Zeitung, die in Betrieben und Wohngebieten kostenlos verteilt wird.

Verschiedene Rundfunksender haben Studios in Kassel. Der Hessische Rundfunk betreibt hier sein Studio Kassel. Der Radiosender Sky Radio sendet hessenweit. RTL Television betreibt im Stadtgebiet eine Nebenstelle. Der Radiosender Freies Radio Kassel und der Fernsehsender Offener Kanal Kassel sind zwei nichtkommerzielle B√ľrgersender .

Innenstadt

Die Kasseler Innenstadt mit Fu√üg√§ngerzone hat nach dem schnellen Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg total zerst√∂rten Altstadt in den 1950ern seit Ende der 1980er enorme Umstrukturierungen durch Einkaufs-Galerien bzw. Shopping Malls und internationale Filialketten erfahren. Wie international so auch in Kassel geschieht dieser Innenstadtumbau in Konkurrenz zum 'Speckg√ľrtel' oder Einkaufzentren auf der 'gr√ľnen Wiese' um eine Gro√üstadt und unter Verdr√§ngung sozialer Randgruppen sowie besonders traditionell ans√§ssiger, aber vergleichsweise kleiner Gesch√§fte.

√Ėffentliche Einrichtungen

Kassel ist Sitz folgender Einrichtungen, Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts :auf Bundesebene

Bildung und Forschung

Die 1970 als Gesamthochschule Kassel (GhK) gegr√ľndete Universit√§t Kassel nahm mit dem Wintersemester 1971/72 den Lehrbetrieb auf. 2002 wurde der Name in Universit√§t Kassel ge√§ndert. An 14 Fakult√§ten studieren etwa 16.000 Studenten. Innerhalb der Universit√§t befindet sich in Teilautonomie die 1777 gegr√ľndete Kunsthochschule Kassel. Es bestand bereits zwischen 1633 und 1653 in Kassel eine Universit√§t, ein politisch bedingtes Gastspiel der Philipps-Universit√§t Marburg. Auch die im 19. Jahrhundert bestehende H√∂here Gewerbeschule (Polytechnikum), an der u. a. die Chemiker Friedrich W√∂hler und Robert Bunsen lehrten und forschten kann als Vorl√§uferin der Kasseler Universit√§t angesehen werden.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

‚ÄěStadtverwaldung‚Äú: Eiche von Joseph Beuys vor dem Museum Fridericianum bei Nacht
‚ÄěStadtverwaldung‚Äú: Eiche von Joseph Beuys vor dem Museum Fridericianum bei Nacht

In der Innenstadt sind aufgrund der Kriegszerstörung und der Nachkriegs- Stadtplanung nur noch wenige historische Gebäude erhalten:

Die evangelische Br√ľderkirche ist das √§lteste Kirchengeb√§ubde der Stadt. Im Gebiet der Innenstadt befinden sich weitere historische Baudenkm√§ler. Zusammen mit dem Renthof und dem Rondell , Martinskirche mit den markanten T√ľrmen der fr√ľhen Nachkriegszeit, Ottoneum, Marstall, Ruine des Zeughauses, Karlshospital, Druselturm, Ruine der Garnisonkirche, vereinfacht wiederaufgebaute Karlskirche , Fridericianum mit Zwehrener Turm (zeitweilig als Sternwarte genutzt), Altan des ehemaligen Roten Palais', Kirchturm der alten Lutherkirche mit moderem Beton-Neubau und umgebenden Grabdenkm√§lern des Altst√§dter Friedhofs.

Im Stadtteil West ( Volksmund : ‚ÄěVorderer Westen‚Äú) von Kassel finden sich eindruckvolle Jugendstil -Geb√§ude; dabei handelt es sich zumeist um Mietswohnh√§user mit vielf√§ltig gestalteten Fassaden.

Die Architektur der 1950er ist mit zahlreichen Beispielen vertreten, zum Beispiel: Kopfgebäude des Hauptbahnhofs, ehemaliges Hotel Hessenland, Haus der Jugend, Treppenstraße.

Hauptartikel: Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Kassel

Theater

Staatstheater Kassel
Staatstheater Kassel
Ottoneum (√§ltestes feststehendes Theatergeb√§ude Deutschlands; links), Staatstheater (rechts), T√ľrme der Martinskirche (Hintergrund)
Ottoneum (√§ltestes feststehendes Theatergeb√§ude Deutschlands; links), Staatstheater (rechts), T√ľrme der Martinskirche (Hintergrund)
  • Kasseler Figurentheater - Ein Zusammenschluss professioneller Figurentheatergruppen
  • Aktionstheater Kassel - Das Theater bietet ‚Äěanspruchsvolle Produktionen im √úbergangsbereich zwischen Theater und Bildender Kunst‚Äú
  • Flinntheater
  • ImproKS - Improvisationstheater
  • Theater Chaosium - Theater mit und ohne Psychose-erfahrenen Menschen
  • kleine b√ľhne 70 - Das Amateurtheater bietet unter anderem Sketche, Kom√∂dien, Dramen, M√§rchen, Kriminalst√ľcke etc.
  • Spielraum Theater Kassel - Mobiles Kinder- und Jugendtheater
  • Staatstheater Kassel (Oper, Operette, Musical, Schauspiel)
  • TAF - Theater Am Fluss, entstanden 1999 unter dem Namen Theater Neue Arbeit
  • theater im centrum
  • Wehlheider Hoftheater - Amateurtheater
  • Kom√∂die Kassel

Musik

Kassel verf√ľgt √ľber beachtliche private sowie staatlich gef√∂rderte Musikeinrichtungen. Als Beispiele sind zu nennen: das Staatsorchester Kassel (am Staatstheater), der B√§renreiter-Verlag, der Fachbereich Musik der Universit√§t Kassel, die Musikakademie, der Kammermusikverein, das Musikzentrum im Kutscherhaus, das Dock 4, das Kulturzentrum Schlachthof, der F√∂rderverein Kasseler Jazzmusik, das Rockb√ľro Kassel, Drum und Brass Band kassel 1967 g.V. und der Musikbunker, u. a.

Museen und Galerien

Die Stadt Kassel verf√ľgt √ľber eine Anzahl von bedeutenden Museen und Galerien. Grundlage der heutigen Museeumslandschaft in Kassel waren die Sammlungen der Landgrafen und Kurf√ľrsten von Hessen-Kassel. Das Fridericianum, am heutigen Friedrichsplatz gilt als der erste √∂ffentliche Museumsbau auf dem europ√§ischen Kontinent.

Hauptartikel: Museen in Kassel

Bibliotheken

Die Universitäts-Bibliothek Kassel ist ein Bibliothekszusammenschluß aus Landes- und Murhardbibliothek der Stadt Kassel und den eigentlichen Bibliotheken der Universität.

Die Stadtbibliothek ist mit zahlreichen Zweigstellen √ľber das Stadtgebiet verteilt.

Gärten und Parks

Bergpark Wilhelmshöhe

Wasserspiele mit Kaskaden und Herkules (Bergpark Wilhelmshöhe)
Wasserspiele mit Kaskaden und Herkules (Bergpark Wilhelmshöhe)
Blick von S√ľden auf den Lac; im Hintergrund Schloss Wilhelmsh√∂he
Blick von S√ľden auf den Lac; im Hintergrund Schloss Wilhelmsh√∂he

Der Bergpark Wilhelmshöhe, der sich im westlichen Stadtgebiet Kassels im Habichtswald befindet, ist eine Parkanlage von Weltgeltung bzw. besonderer Schönheit. Darin befinden sich das Schloss Wilhelmshöhe, die Löwenburg (Kassel) und der Herkules, das Wahrzeichen der Stadt.

Um 1700 wurde der Bergpark von Landgraf Karl als barocke Parkanlage begonnen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde er teilweise zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet. In den Sommermonaten finden dort 2mal wöchentlich die sehenswerten Kasseler Wasserspiele statt.

Karlsaue und Fuldaaue

Die Orangerie in der Karlsaue
Die Orangerie in der Karlsaue

In der Kasseler Fulda- Niederung befinden sich die Karlsaue und die Fuldaaue . Gemeinsam bilden diese beiden unmittelbar benachbarten Parks eine der größten innerstädtischen Parkanlagen und eines der weitläufigsten parkartigen Naherholungsgebiete Deutschlands , in dem 1955 (Karlsaue) und 1981 (Karls- und Fuldaaue) jeweils eine Bundesgartenschau stattfand.

Die Karlsaue, befindet sich im Gebiet des Stadtteils S√ľdstadt , sie ist eine urspr√ľnglich barocke , innerst√§dtische Parkanlage am westlichen Fuldaufer, die bis an die Innenstadt von Kassel bzw. an den Friedrichsplatz heranreicht. Die historisch √§u√üerst beeindruckende Parkanlage, die auf dem flachen Gel√§nde einer ehemaligen Fuldainsel angelegt wurde, beinhaltet zahlreiche k√ľnstlich angelegte Gew√§sser, wie Teiche, Seen und Gr√§ben, die die barocke Grundkonzeption der Anlage heute noch veranschaulichen. Auf chaussierten Wegen kann man die Anlage durchwandern. √úber Fu√üg√§ngerbr√ľcken gelangt man in die Fuldaaue. In der Karlsaue befinden sich die Orangerie mit dem Museum f√ľr Astronomie und Technikgeschichte und dem Marmorbad. Die Blumeninsel Siebenbergen kann wartet im Sommer reichhaltiger Blumenpracht auf.

Die Fuldaaue -gebr√§uchlicher Buga, nach der Bundesgartenschau- befindet sich der Karlsaue am anderen Fuldaufer gegen√ľber. Sie wurde zur Bundesgartenschau 1981 auf dem Gel√§nde alter Kieswerke angelegt. Die modern gestaltete Parkanlage, beinhaltet einen gro√üen k√ľnstich angelegten See, dessen n√∂rdlicher Teil als Naturschutzgebiet abgegrenzt ist. In dem Naturschutzgebiet br√ľten viele seltene V√∂gel, w√§hrend sich auf dem s√ľdwestlichen, gr√∂√üeren Teil der Anlage sich viele B√ľrger treffen um zu Baden, Grillen sowie Sport zu treiben.

Die Buga liegt im Stadtteil Waldau und ist eine städtische Anlage, während die Karlsaue ein Staatspark ist und vom Land Hessen unterhalten wird.

Brauchtum und Spezialitäten

Das Wahrzeichen des Volksfestes Zissel, der Zisselhering am Rondell
Das Wahrzeichen des Volksfestes Zissel, der Zisselhering am Rondell

Zu den kulinarischen Spezialit√§ten z√§hlt nach Meinung vieler Kasseler B√ľrger das Weckewerk, ein aus Fleischnebenprodukten hergestelltes Nahrungsmittel, sowie die Ahle Wurscht (hochdeutsch: Alte Wurst). Eine in ganz Hessen beliebte S√§ttigungsbeilage ist die Griene So√üe (hochdeutsch: Gr√ľne So√üe). Kasseler ist allerdings keine Kasseler Spezialit√§t, sondern nach dem Berliner Metzger Cassler benannt worden.

Die Einwohner der Stadt unterscheiden sich selbst zwischen Kasselern, Kasselanern und Kasselänern. Der Kasseler ist lediglich ein Zugezogener, während der Kasselaner in Kassel geboren ist. Kasseläner darf sich nur nennen, wessen Eltern bereits Kasselaner waren.

Kassel√§nern zu folgen, die sich auf Kassel√§nerisch unterhalten, kann sich f√ľr Ausw√§rtige als schwierig erweisen.

- ‚ÄěGeh√§dd d√§ R√§dde d√§h?‚Äú (= Geh√∂rt der Hund Dir/Ihnen?)

Das allsommerliche Fest am Fuldaufer, der Zissel, ist in der ganzen Region bekannt. Er zieht Alt und Jung entweder magisch an, oder verschreckt sie langanhaltend. Ebenso wie der Glowesabend, ein Brauchtum zum Nikolausstag.

Großveranstaltungen

  • Sommer - alle 5 Jahre: documenta - Ausstellung f√ľr zeitgen√∂ssische Kunst (erstmals 1955)
  • M√§rz/April: Fr√ľhjahrsmesse auf dem neuen Messeplatz
  • Mai/Juni: DAS Stadtfest in der Innenstadt (erstmals 29. Juni bis 06. Juli 1979)
  • Juni/Juli/August: Internationale Konzertreihe im Kulturzelt an der Drahtbr√ľcke
  • Juli/August: Zissel - das Kasseler Volksfest auf und am Auedamm
  • August: Wehlheider Kirmes
  • September: (meist erster Samstag): Museumsnacht (erstmals am 11. - 12.09.1999)
  • September: Connichi
  • September: Internationales Theaterfestival im Staatstheater
  • September: Wilhelmh√∂her Berg- und Lichterfest im Bergpark Wilhelmsh√∂he
  • Oktober: Kasseler Musiktage
  • November/Dezember: 2 Weihnachtsm√§rkte in der Innenstadt -->

Sport

  • Fu√üball
Auestadion: Nordtrib√ľne von der Gegenseite (SW n. NO; 06.12.2003; KSV Hessen : W√∂rsdorf 2:1 (0:1)
Auestadion: Nordtrib√ľne von der Gegenseite ( SW n. NO ; 06.12.2003; KSV Hessen : W√∂rsdorf 2:1 (0:1)

Der Fußballverein KSV Hessen hat eine bewegte Vergangenheit und hat nicht nur in den 1980ern erfolgreich in der 2. Bundesliga gespielt - teils sogar um den Aufstieg.

1997 folgte der Konkurs und der Fall in ‚Äěein Fass ohne Boden‚Äú, denn der Verein wurde bis in die Kreisliga zur√ľckgestuft. 1998 wiederbegr√ľndet spielt das Team des KSV Hessen nach 4-maligem Aufstieg in Folge wieder in der Oberliga Hessen ( 2002 - 2005 ). In den Jahren 2003 und 2004 verpasste die Mannschaft den ersten Platz dieser Liga und damit den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp. Zum Ende der Saison 2004/ 2005 k√§mpfte der Klub gegen den Abstieg aus der Oberliga, sicherte sich aber den Klassenerhalt am drittletzten Spieltag.

  • Eishockey

Die Eishockey -Mannschaft Kassel Huskies spielte seit 1994/95 erfolgreich in der DEL und war 1997 Vizemeister. Doch 2004/05 folgte zumindest auf dem Papier der sportliche Abstieg; weil aber die Ausnahmegenehmigung f√ľr die zu kleine und marode Halle des EHC Wolfsburg nicht verl√§ngert wurde, k√∂nnen die Huskies auch in der Saison 2005/06 in der DEL spielen. Ihre Heimspiele tr√§gt das Team in der Eissporthalle Kassel aus.

  • Handball

Traditionell ist der Sportverein Harleshausen im Handball gut aufgestellt.

  • Leichtathletik

In Kassel sind zahlreiche Leichtathletikvereine ans√§ssig. Der Schwerpunkt liegt hier insbesondere im Bereich Mittel - und Langstreckenlauf , was insbesondere auf die Aktivit√§t des ehemaligen Marathon -Bundestrainers Winfried Aufenanger zur√ľckgeht. Wichtige regelm√§√üige Leichtathletikveranstaltungen sind das im Juni stattfindende internationale Askina-Leichtathletiksportfest im Kasseler Auestadion, der Kassler Citylauf mit internationaler Besetzung im Mai sowie der Kasseler-Berglauf zum Herkules. Ab 2007 soll auch ein Mittsommer - Marathon stattfinden.

  • Rudern

An der Fulda sind zahlreiche Rudervereine beheimatet.

  • Segeln

Die Hochseesegler-Vereinigung Kassel e.V. (HVK) organisiert mit der vereinseigenen Hochseeyacht Segeltörns und bereist mit auch mit Nichtmitgliedern fernere Seegebiete.

  • Bowling

Der Bowling-Sportverein Kassel (BSV) ist mit mehreren Mannschaften sowohl in den hessischen Landesligen, als auch in der Bundesliga (Club "Finale Kassel") vertreten.

Wichtige Persönlichkeiten

Siehe Hauptartikel: Liste der Ehrenb√ľrger von Kassel und Liste der S√∂hne und T√∂chter der Stadt Kassel

Literatur

  • Kassel , in: Meyers Konversationslexikon , 4. Aufl. 1888-90, Bd. 9, S. 592 f.
  • Hessisches St√§dtebuch; Band IV 1. Teilband aus Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1957

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