fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Frankfurter Paulskirche: 20.02.2006 13:22

Frankfurter Paulskirche

Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Paulskirche heute, vom Maintower aus gesehen
Die Paulskirche heute, vom Maintower aus gesehen

Die Paulskirche in Frankfurt am Main wurde 1789 bis 1833 anstelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen BarfĂŒĂŸerkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Friedrich Christian Hess tagten 1848 - 1849 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung, der ersten frei gewĂ€hlten Volksvertretung Deutschlands. Am 18. MĂ€rz 1944 brannte die Paulskirche nach einem Bombenangriff aus und wurde nach dem Krieg als erstes historisches GebĂ€ude Frankfurts wiederaufgebaut. Zum hundertsten Gedenktag der Nationalversammlung wurde sie am 18. Mai 1948 als Haus aller Deutschen wiedereröffnet. Seitdem ist sie ein nationales Denkmal und wird hauptsĂ€chlich fĂŒr öffentliche Veranstaltungen genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das BarfĂŒĂŸerkloster im Mittelalter

Die BarfĂŒĂŸerkirche auf dem Merian-Plan von 1628
Die BarfĂŒĂŸerkirche auf dem Merian-Plan von 1628
Der Innenraum der BarfĂŒĂŸerkirche, 1653
Der Innenraum der BarfĂŒĂŸerkirche, 1653

1270 wird das Frankfurter BarfĂŒĂŸerkloster erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Vermutlich ist es jedoch bereits einige Jahrzehnte Ă€lter. Der Frankfurter Patrizier Achilles Augustus von Lersner berichtet in seiner 1706 erschienenen Chronik (Der weit-berĂŒhmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn Chronica), dass die BarfĂŒĂŸerkirche bereits 1238 bestanden haben muss, wie aus einer (nicht erhaltenen) Grabinschrift des Stifters Henrich Knoblauch an der Kirche hervorginge. Die Angabe erscheint plausibel, da ab 1221 zahlreiche Niederlassungen des BarfĂŒĂŸerordens in allen wichtigen deutschen StĂ€dten entstanden.

Die BarfĂŒĂŸer ĂŒbernahmen zahlreiche seelsorgerliche Aufgaben in Frankfurt, dessen Bevölkerung im 13. Jahrhundert rasch anwuchs. Die Pfarreirechte fĂŒr die gesamte Stadtbevölkerung lagen jedoch weiterhin ausschließlich beim kaiserlichen Stift St. BartholomĂ€us.

1314 löste die Wahl Ludwigs IV. zum König einen Konflikt mit dem Papst aus, in dessen Verlauf die Stadt Frankfurt zeitweise mit dem Interdikt belegt wurde. WĂ€hrend dieser Zeit spaltete sich auch der Frankfurter Klerus in Kaiserliche und PĂ€pstliche. Der Historiker Johann Georg Battonn berichtete in seiner Oertlichen Beschreibung der Stadt Frankfurt am Main (1866), dass das Kloster zwischen 1330 und 1350 geschlossen war; trotzdem fanden auch wĂ€hrend des Interdikts zumindest vereinzelt Gottesdienste statt, die wohl von kaisertreuen OrdensbrĂŒdern gehalten wurden.

In der Folgezeit zeigte das BarfĂŒĂŸerkloster eine besondere NĂ€he zum Rat der Stadt. Die Kirche und die anderen Einrichtungen des Klosters standen den BĂŒrgern bereitwillig zur VerfĂŒgung, wenn die Stadt – zum Beispiel wĂ€hrend der Messen oder bei der Kaiserwahl – von Fremden ĂŒberfĂŒllt war. Auch als Rathaus dienten die Klosteranlagen zeitweise, bis der Rat 1405 mit dem Römer ein genĂŒgend großes Rathaus ankaufte.

Im Gegensatz zur Ordensregel des Heiligen Franziskus sammelte der Orden in Frankfurt im Laufe der Zeit erhebliche BesitztĂŒmer an; erst nach der Ordensreform von 1469 wurde das Armutsgebot wieder streng befolgt und das Eigentum des Konvents dem Rat ĂŒbergeben. In dieser Zeit lebten im Frankfurter BarfĂŒĂŸerkloster stets nicht mehr als ungefĂ€hr 10 Mönche. Unter den Mitgliedern des Frankfurter Konvents ist Thomas Murner , der von 1510 bis 1513 dort Lektor war, besonders hervorzuheben.

Noch im 15. Jahrhundert begann eine großzĂŒgige Erneuerung des BarfĂŒĂŸerklosters. 1478 errichtete man einen Kreuzgang , ab 1485 wurde die Kirche – vor allem der Lettner und die Gewölbe – ausgebaut. 1500 bis 1510 wurde der Chor neugebaut.

1522 hielt der Marburger BarfĂŒĂŸermönch Hartmann Ibach in der Katharinenkirche die erste reformatorische Predigt in Frankfurt. 1525 wurden mit Dionysius Melander und Johann Bernhard die ersten reformatorischen Prediger durch den Rat der Stadt beauftragt. Seit 1526 wurden in der BarfĂŒĂŸerkirche regelmĂ€ĂŸig evangelische Predigten gehalten. Noch vor der 1530 erfolgten offiziellen EinfĂŒhrung der Reformation in Frankfurt wandten sich die letzten acht Konventualen mit einer Bittschrift an den Rat. Darin baten sie um die Übergabe des Klosters an den Rat und die Aussetzung einer Leibrente fĂŒr den Unterhalt der Mönche. Eine Kommission des Rats unter Hamman von Holzhausen verhandelte mit den Bittstellern. Am 9. Juni 1529 wurde das Kloster an die Stadt ĂŒbergeben. Bald danach heirateten mehrere der ehemaligen Mönche, ihr letzter Guardian Peter Pfeiffer wurde als dritter evangelischer Prediger des Rats eingestellt.

Die BarfĂŒĂŸerkirche wurde nun zu einer evangelischen Kirche. 1542 belegte die stĂ€dtische Lateinschule die ehemaligen KlostergebĂ€ude, wo sie bis 1839 blieb.

Die BarfĂŒĂŸerkirche als evangelische Hauptkirche (1529 bis 1786)

Darstellung des Innenraums, 1718
Darstellung des Innenraums, 1718

Nach der „vorlĂ€ufigen Suspendierung“ der katholischen Messe durch den Rat (23. April 1533) fanden in Frankfurt bis auf weiteres keine katholischen Gottesdienste mehr statt. Als grĂ¶ĂŸte und bedeutendste Kirche war zunĂ€chst St. BartholomĂ€us das Zentrum des kirchlichen Lebens, zumal der Rat die bisherige kirchliche Verfassung der Stadt unangetastet ließ. Alle BĂŒrger der Stadt gehörten weiterhin zu einer Pfarrei, wie schon seit dem Mittelalter.

Nach dem Augsburger Interim wurden am 14. Oktober 1548 sechs katholische Stifts- und Ordenskirchen, darunter auch St. BartholomĂ€us, an ihre Orden bzw. Stiftsgeistlichen zurĂŒckgegeben. Den evangelischen Christen der Stadt, inzwischen rund 98% der BĂŒrgerschaft, blieben die BarfĂŒĂŸer-, Katharinen-, Weißfrauen-, Peters-, Dreikönigskirche und die Kirche des Hospitals zum Heiligen Geist. Mit diesem Kompromiss sicherte der Rat die politische UnabhĂ€ngigkeit der Stadt und ihre wichtigsten Privilegien, vor allem die Messen und die Kaiserwahlen . Dieser kluge Schritt zahlte sich aus: Seit 1562 wurden alle Kaiser nicht nur in Frankfurt gewĂ€hlt, sondern auch gekrönt.

Die BarfĂŒĂŸerkirche als grĂ¶ĂŸte der verbliebenen evangelischen Kirchen wurde daher ab 1548 zur Hauptkirche. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde ihre KapazitĂ€t durch den Einbau von Emporen hinreichend erweitert. 1599 wurde die erste Orgel eingebaut, 1685 ein grĂ¶ĂŸerer Dachreiter aufgesetzt, in dem drei Glocken Platz fanden. Auch die Innenausstattung wurde ergĂ€nzt, so dass sich ihr Stil allmĂ€hlich von der Gotik zum Barock verĂ€nderte. 1671 erhielt die Kirche eine neue Kanzel , einen Altar und eine neue Orgel . Das Altarbild schuf MatthĂ€us Merian d.J..

In dieser Form genĂŒgte die Kirche bis ins 18. Jahrhundert den Anforderungen der BĂŒrgerschaft. Die evangelischen Geistlichen der Stadt bildeten das evangelische Predigerministerium, dessen Vorsitzender, der Senior , zugleich Pfarrer der BarfĂŒĂŸerkirche war.

Von 1666 bis 1686 war Philipp Jakob Spener Senior in Frankfurt. In dieser Zeit verfasste er sein bedeutendstes Werk Pia Desideria oder Herzliches Verlangen nach gottgefĂ€lliger Besserung der wahren evangelischen Kirche (1675) und grĂŒndete 1670 die ersten collegia pietatis ( Hauskreise ). Mit seinem Weggang aus Frankfurt endete zunĂ€chst die Zeit des Pietismus in Frankfurt; unter seinen Nachfolgern setzte sich die strenge Lutherische Orthodoxie wieder durch. Doch gab es auch im 18. Jahrhundert immer wieder pietistische Pfarrer in Frankfurt. Der bedeutendste unter ihnen war zweifellos Johann Friedrich Starck , von 1723 bis 1756 Pfarrer an der BarfĂŒĂŸerkirche. Mit seinen pietistischen Erbauungsschriften war er der meistgelesene Schriftsteller seiner Zeit.

In der zweiten HĂ€lte des 18. Jahrhunderts machte sich allmĂ€hlich die BaufĂ€lligkeit der alten BarfĂŒĂŸerkirche bemerkbar. Am 21. Februar 1782 fand der letzte Gottesdienst statt. Weil sich Risse im Gewölbe zeigten, verfĂŒgte der Rat die Schließung der Kirche. Im August 1786 begann ihr Abbruch, der Anfang 1787 abgeschlossen war.

Der Neubau der Paulskirche

Entwurf von Andreas Liebhardt zum Neubau der Paulskirche, 1786
Entwurf von Andreas Liebhardt zum Neubau der Paulskirche, 1786
Die Paulskirche 1848
Die Paulskirche 1848

Über die Gestaltung des Neubaus waren sehr unterschiedliche VorschlĂ€ge erarbeitet worden. Der damalige Frankfurter Stadtbaumeister Andreas Liebhardt schlug einen ovalen Hallenbau mit Kuppeldach und einem Turm im Westen der Kirche vor. Der Rat beauftragte jedoch die Architekten Johann Georg Christian Hess und Nicolas de Pigage , die ebenfalls VorschlĂ€ge eingereicht hatten, mit der Überarbeitung der PlĂ€ne. Als Liebhardt im Januar 1788 starb, ergab sich eine weitere Verzögerung. Schließlich erhielt Hess, der auch sein Nachfolger als Stadtbaumeister war, den Auftrag, neue PlĂ€ne zu erstellen und dabei gewisse Vorgaben des Rates einzuarbeiten.

1789 begann der Neubau. Als Baumaterial verwendete man – wie bei fast allen bedeutenden Frankfurter Bauwerken – roten Mainsandstein . Im Juni 1792 war das GebĂ€ude bis auf das Dach, die TreppenhĂ€user und den Turm fertig gestellt. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Krise wĂ€hrend der Koalitionskriege zog sich der Neubau von da an ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hin. 1796 erhielt die Kirche ein Dach, erst 1802 wurden Fenster eingesetzt, um den Bau vor der Witterung zu schĂŒtzen. Turm und TreppenhĂ€user blieben jedoch weiterhin unvollendet.

Danach konnten erst 1810 wieder stĂ€dtische Mittel fĂŒr den Weiterbau bereitgestellt werden. Man vermietete die unfertige Kirche als Lagerraum an Frankfurter Kaufleute und wollte die Mieteinnahmen in den stĂ€dtischen Bauetat einstellen. Sie wurden allerdings durch die hohen Kontributionen, die die Stadt infolge der französischen Besatzung zu leisten hatte, wieder aufgezehrt.

1816 wurde Johann Friedrich Christian Hess als Nachfolger seines Vaters zum Stadtbaumeister ernannt. Der fĂŒr 1821 vorgesehene Weiterbau verzögerte sich jedoch weiterhin, zumal Hess durch einen weiteren Großbau – die Stadtbibliothek – beschĂ€ftigt war.

Die Verzögerung des Kirchenbaus war nicht allein eine Folge der Mittelknappheit nach den Koalitionskriegen. Nach der Wiederherstellung der Freien Stadt Frankfurt mußte der Senat zunĂ€chst fĂŒr geordnete politische VerhĂ€ltnisse sorgen. Hierzu zĂ€hlte auch die Reform der Kirchenordnung: Die stĂ€dtischen Verfassung, die Constitutions-ErgĂ€nzungs-Acte, stellte 1816 das lutherische Konsistorium wieder her, das wie auch der reformierte und der katholische Kirchenvorstand seine Gemeinde vertrat. 1820 wurde ein von der Geistlichkeit unabhĂ€ngiger evangelischer Gemeindevorstand berufen und schließlich, nach langen Verhandlungen, Anfang 1830 in der sogenannten Dotationsurkunde die finanzielle Ausstattung der Kirche geregelt. Die Stadt verpflichtete sich darin, fĂŒr Wohnung und Gehalt der zwölf lutherischen Geistlichen zu sorgen und der lutherischen Gemeinde drei Schulen und sechs Kirchen „zum immerwĂ€hrenden Gebrauch“ zu ĂŒberlassen, darunter auch die BarfĂŒĂŸerkirche.

Unmittelbar darauf wurde im FrĂŒhjahr 1830, nach fast dreißigjĂ€hriger Unterbrechung, der Bau wieder aufgenommen. Die bereits fertig gestellten Bauteile waren inzwischen völlig verwahrlost, aus den zertrĂŒmmerten Fenstern und den unverglasten FensterschĂ€chten des Turmes und der TreppenhĂ€user wuchsen BĂ€ume und StrĂ€ucher.

Am 23. Mai 1833 beschloss das lutherische Konsistorium der Stadt, der neuen Kirche den Namen Paulskirche zu geben. Der bisherige Name wurde fĂŒr unpassend gehalten, „indem die BarfĂŒĂŸermönche ja selbst aus der katholischen Kirche wenigstens in Deutschland verschwunden sind“. Am gleichen Tag beschloss der stĂ€dtische Senat, dass der Festgottesdienst zur Einweihung am 9. Juni 1833 stattfinden solle. In den Feiern zeigte sich das bĂŒrgerliche ReprĂ€sentationsbedĂŒrfnis der politischen Gemeinde, die kirchliche Zeremonie verlief eher schlicht. Die Einweihungspredigt hielt Pfarrer Anton Kirchner.

Die Paulskirche als Tagungsort der Nationalversammlung

Einzug der Parlamentarier zu Beginn der Nationalversammlung
Einzug der Parlamentarier zu Beginn der Nationalversammlung
Die Nationalversammlung in der Paulskirche
Die Nationalversammlung in der Paulskirche
Sitzung der Nationalversammlung im Juni 1848
Sitzung der Nationalversammlung im Juni 1848

Als im Zuge der bĂŒrgerlichen MĂ€rzrevolution 1848 ein Sitz fĂŒr das erste demokratisch gewĂ€hlte gesamtdeutsche Parlament , die Nationalversammlung, gesucht wurde, bot sich die Paulskirche als grĂ¶ĂŸter und modernster Saal Frankfurts an. Am 18. MĂ€rz 1848 ĂŒberreichten die Frankfurter RechtsanwĂ€lte Binding und Friedrich Siegmund Jucho dem evangelischen Gemeindevorstand ein Schreiben, in dem sie um die Bereitstellung der Paulskirche baten. Bereits am 21. MĂ€rz erklĂ€rte sich der damalige Senior Dancker namens aller VorstĂ€nde „mit Freuden einverstanden“ und wies den Kirchendiener Meyer an, dem Vorbereitungskomitee zur Hand zu gehen. [1] Erst nach den BarrikadenkĂ€mpfen vom 18. September 1848 und der standrechtlichen Erschießung des Abgeordneten Robert Blum nach dem Oktoberaufstand in Wien kam es im Gemeindevorstand zu Auseinandersetzungen ĂŒber die Nutzung der Kirche zu politischen Zwecken.

In aller Eile nahm man Ende MĂ€rz 1848 die notwendigen Umbauten vor: WĂ€nde und Fenster der Kirche wurden mit Fahnen in den Burschenschaftsfarben Schwarz-Rot-Gold geschmĂŒckt, die Kanzel wurde mit einem Tuch verhĂŒllt, die Orgel durch einen breiten Vorhang verdeckt, der ein FrescogemĂ€lde von Philipp Veit zeigte: die Germania mit Fahne und Schwert, rechts und links von je ein Lorbeerkranz mit vaterlĂ€ndischen Versen. Anstelle des Altars wurde der PrĂ€sidententisch aufgebaut. „Wie völlig man sofort nach Eröffnung der Verhandlungen von dem kirchlichen Charakter des Versammlungsortes absah, fand seinen klarsten Ausdruck in der schroffen Ablehnung eines Eröffnungsgebetes, wobei Raveaux sagte, das Beten gehört in die Kirche und an das Wort erinnerte: Hilf dir selbst, so wird dir Gott helfen.“ [2]

Vom 31. MĂ€rz bis zum 3. April 1848 war die Kirche Versammlungsort des Vorparlaments, das die Wahl zur Nationalversammlung vorbereitete. Am 18. Mai 1848 trat die Nationalversammlung zum ersten Mal hier zusammen und wurde deshalb auch Paulskirche oder Paulskirchenparlament genannt.

Zwischen 6. November 1848 und 9. Januar 1849 musste die Nationalversammlung fĂŒr insgesamt 40 Sitzungen in die deutsch-reformierte Kirche am Kornmarkt ausweichen, da in der Kirche eine der ersten Zentralheizungen Deutschlands eingebaut wurde. Bis dahin hatte die „unertrĂ€gliche KĂ€lte“ in der Kirche jeden Winter fĂŒr Verdruss gesorgt; nunmehr sorgten zwei mit Steinkohle befeuerte Heizkessel und eine fĂŒr die damalige Zeit hochmoderne Warmwasser- Fußbodenheizung fĂŒr angenehme 15 ° Reaumur (18 ° Celsius ) bei einer Außentemperatur von -8 ° R (-10 °C).

Gleichzeitig hatte die Kirche eine Gasbeleuchtung aus 37 LĂŒstern erhalten. Der Mangel an Licht und WĂ€rme konnte sich also nicht mehr hinderlich auf die Arbeit der Nationalversammlung auswirken, sondern höchstens die politische Großwetterlage.

Am 27. Oktober 1848 stimmte die Nationalversammlung fĂŒr den Zusammenschluss aller Staaten des Deutschen Bundes zu einem Deutschen Reich unter Einbeziehung der deutschen Lande Österreichs. Diese sogenannte Großdeutschen Lösung scheiterte am Widerstand Kaiser Franz I. , da sie auf eine Teilung Österreichs hinausgelaufen wĂ€re. Die Nationalversammlung verfolgte daraufhin die kleindeutschen Lösung , ein Reich unter FĂŒhrung Preußens und unter Ausschluss Österreichs.

Am 28. MĂ€rz 1849 verabschiedete die Nationalversammlung eine Reichsverfassung, die Paulskirchenverfassung. Die Mehrheit hatte sich dabei fĂŒr ein Erbkaisertum ausgesprochen. Am 30. MĂ€rz wĂ€hlte die Versammlung eine aus 32 Abgeordneten bestehende Kaiserdeputation, die am 3. April 1849 dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone anbot. Der König lehnte jedoch ab; er wollte kein konstitutioneller Monarch werden, sondern beharrte auf dem Gottesgnadentum .

Damit war die MĂ€rzrevolution gescheitert und die Nationalversammlung zerfiel. Die österreichischen und preußischen Abgeordneten legten ihre Mandate nieder, weitere folgten ihnen. Im Mai 1849 kam es in verschiedenen deutschen Staaten zu AufstĂ€nden zur Durchsetzung der Frankfurter Reichsverfassung (Reichsverfassungskampagne), die mit preußischer Hilfe mit Waffengewalt niedergeschlagen wurde. Am 31. Mai 1849 beschlossen die noch in Frankfurt verbliebenen Abgeordneten, die Nationalversammlung nach Stuttgart zu verlegen, um sich dem preußischen Einfluss zu entziehen. Damit endete nach etwas mehr als einem Jahr die Rolle der Paulskirche als Parlamentssitz.

Der Kirchengemeinde stand die Paulskirche ĂŒber vier Jahre lang nicht zur VerfĂŒgung, von MĂ€rz 1848 bis Juni 1852. WĂ€hrend dieser Zeit nutzte man die Alte Nikolaikirche am Römerberg, die bereits wĂ€hrend der langen Bauzeit als Ausweichquartier gedient hatte.

Die Paulskirche bis 1918

Innenansicht nach der Renovierung 1892
Innenansicht nach der Renovierung 1892
Die Paulskirche um 1900
Die Paulskirche um 1900

Nach der RĂŒckgabe der Paulskirche an die Kirchengemeinde wurde 1856 eine von Anfang an geplante Einfriedung um den Altar gebaut. Nach dem Dombrand vom 14. August 1867 richtete man eine Feuerwache auf dem Turm ein (bis 1878).

In den Jahren 1892/1893 erfolgte die erste grĂ¶ĂŸere Renovierung des Innenraums: Der Maler Karl GrĂ€tz schmĂŒckte die Decke mit Bildern der vier Propheten Jesaja , Jeremia , Hesekiel und Daniel und mit 16 betenden Engeln. Auf der BrĂŒstung der Empore wurden vor dem Orgelprospekt Statuen der vier Evangelisten MatthĂ€us , Markus , Lukas und Johannes aufgestellt.

Auch nach dem Verlust der staatlichen UnabhĂ€ngigkeit und der Annexion durch Preußen 1866 blieb Frankfurt noch bis 1899 bei der aus dem Mittelalter ĂŒberlieferten Kirchenverfassung. Das Stadtgebiet einschließlich Sachsenhausens bildete innerhalb der Kirchenprovinz Hessen-Nassau einen eigenen lutherischen Konsistorialbezirk mit einer einzigen Gemeinde. Die (seit 1830) zwölf Pfarrer – davon zwei an der Paulskirche – waren stĂ€dtische Beamte und wurden auf den König von Preußen als Inhaber des Kirchenregiments vereidigt.

Erst am 27. September 1899 wurde die Kirchengemeinde- und Synodalordnung erlassen, in der die Vereinigung des lutherischen und reformierten Konsistoriums und die Aufteilung des Stadtgebiets in sechs lutherische Gemeinden, darunter auch die Paulsgemeinde, und zwei reformierte Gemeinden festgelegt wurde. Bislang hatten die evangelischen Frankfurter Familien selbst zu wĂ€hlen, zu welcher Kirche oder zu welchem Prediger sie sich halten wollten; nunmehr wurden auch in Frankfurt Parochien eingefĂŒhrt. Die Paulsgemeinde, die den dichtbesiedelten sĂŒdlichen und östlichen Teil der Altstadt umfaßte, zĂ€hlte zu dieser Zeit bis zu 20.000 Gemeindeglieder.

In der Kaiserzeit fanden in der Paulskirche zahlreiche nationale GedĂ€chnisfeiern statt. Man ehrte die Parlamentarier Ernst Moritz Arndt, Ludwig Uhland und Wilhelm Jordan . 1908 fand die Eröffnungsfeier zum 11. Deutschen Turnfest statt, bei der 12.000 Turner aus aller Welt die Paulskirche besuchten und an Friedrich Ludwig Jahns Platz im Parlament eine Gedenktafel mit Silberband angebracht wurde. Nachdem am 10. MĂ€rz 1913 unter enormer Beteiligung die Jahrhundertfeier zum GedĂ€chtnis der Freiheitskriege stattgefunden hatte, war die Paulskirche endgĂŒltig zu einer nationalen GedenkstĂ€tte geworden.

Weimarer Republik

Mit der Novemberrevolution fiel das Staatskirchensystem in sich zusammen. Bei den demokratischen KrĂ€ften setzten sich zunĂ€chst die AnhĂ€nger einer Trennung von Staat und Kirche durch, wie sie bereits in der Paulskirchenverfassung gefordert worden war. Noch im November 1918 erließ der neue preußische Kulturminister und aktive Kirchengegner Adolph Hoffmann eine Reihe von entsprechenden Verordnungen und ließ den Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach aufheben. Hoffmann schied allerdings schon Anfang 1919 aus gesundheitlichen GrĂŒnden aus seinem Amt, und die gemĂ€ĂŸigten KrĂ€fte setzten sich durch, die grundsĂ€tzlich an einer positiven Gestaltung des VerhĂ€ltnisses von Staat und Kirche interessiert waren. In der Weimarer Reichsverfassung vom August 1919 wurden Glaubens- und Gewissensfreiheit garantiert.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs , vor allem die Inflation von 1923, fĂŒhrten zu einer zunehmenden Verelendung der Altstadt, Davon war die Paulsgemeinde besonders betroffen. UnterstĂŒtzungsvereine wie der „Evangelische Volksdienst“ mit ehrenamtlichen Helfern kĂŒmmerten sich insbesondere um die zahlreichen Jugendlichen, deren Zukunftsperspektiven wegen der sozialen Misere dĂŒster waren. Der wachsenden Kirchenferne in der organisierten Arbeiterbewegung versuchte man durch eine „Christliche Volksmission“ zu begegnen.

Politisch gehörten die meisten Pfarrer der Frankfurter Kirche dem deutschnationalen Lager an, Sie standen der Republik mißtrauisch gegenĂŒber und fĂŒrchteten einen allgemeinen Verfall von Sitten und Moral als Folge der zunehmenden Entkirchlichung der Gesellschaft. Die Sozialdemokratie und vor allem die kommunistische Gottlosenbewegung lehnten sie vehement ab. Besonders hervorzuheben ist der 1918 bis 1925 und 1929 bis 1939 an der Paulskirche wirkende Karl Veidt (1879–1946). Veidt war ein profilierter Theologe, und zugleich Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei im Reichstag und im preußischen Landtag.

Die Paulskirche wurde in den Zwanziger Jahren zu einem Brennpunkt politischer Auseinandersetzungen, da sie sowohl fĂŒr die Kirche als auch fĂŒr die kirchenfernen Parteien der Weimarer Republik ein Symbol war. Zur GedĂ€chtnisfeier fĂŒr das 75jĂ€hrige JubilĂ€um der Nationalversammlung 1923 kamen Vertreter der Reichsregierung, aller deutscher Staaten und Österreichs.

Als das erste freigewÀhlte deutsche Staatsoberhaupt, der ReichsprÀsident Friedrich Ebert , starb, beschloss der Frankfurter Magistrat am 2. MÀrz 1925, ihm ein Denkmal an der Paulskirchenfassade zu widmen. Der Bildhauer Richard Scheibe entwarf in nur sieben Tagen eine monumentale mÀnnliche Aktfigur aus Bronze , die in der östlichen Nische zwischen Turm und Kirchenhalle in vier Metern Höhe auf einem Steinsockel aufgestellt wurde.

Gegen das Denkmal protestierte der damalige Kirchenvorstand der Paulsgemeinde. Die sozialdemokratische Frankfurter Volksstimme antwortete daraufhin am 28. Juli 1926:
"Der Kirchenvorstand der Paulskirche, der sich bekanntlich seit langer Zeit schon als Parteifiliale der Deutschnationalen und Völkischen betrachtet, erdreistet sich, in einem Schreiben an den Magistrat gegen die Aufstellung eines Ebertgedenksteins an der Paulskirche Stellung zu nehmen."
Die Zeitung interpretierte den Protest also rein politisch; auf die moralischen und Àsthetischen Bedenken der konservativen Kirchenvertreter gegen die Statue eines nackten Mannes an der Kirche ging sie nicht ein.

Letztlich setzte sich die Behörde als EigentĂŒmer der Kirche gegen den Widerstand der Gemeinde durch. Am 11. August 1926 weihte OberbĂŒrgermeister Ludwig Landmann die Denkmalstatue ein. Das Gemeindeblatt „Der Paulskirchenbote“ kommentierte das Denkmal sarkastisch: „Deutschland, dem man selbst das letzte Hemd noch ausgezogen hat“ – Eine Anspielung auf den nackten JĂŒngling und die Reparationszahlungen, zu denen Deutschland aufgrund des Versailler Vertrages verpflichtet war.

Das GefĂŒhl, zum Opfer staatlicher Macht geworden zu sein, sorgte in der Gemeinde fĂŒr Verbitterung. Noch 1933 schrieb Pfarrer Struckmeier in einer Festschrift zum hundertjĂ€hrigen Bestehen der Paulskirche:
"Zu den Versuchen, die Paulskirche der demokratisch-republikanisch-pazifistischen Idee dienstbar zu machen, mĂŒssen die jahrelang von den Behörden in der Kirche veranstalteten Verfassungsfeiern gerechnet werden, in denen Redner zu Wort kamen, deren GedankengĂ€nge mit nationalem, geschweige denn mit christlichem Geist nichts mehr zu tun hatten... Der sichtbarste und eindrucksvollste Versuch nach dieser Richtung war die Anbringung des Ebert-GedĂ€chtnis-Males an der Außenwand der Kirche... Es bedurfte erst einer nationalen Revolution, um diesem Akt der Vergewaltigung nationalen und evangelischen Empfindens ein Ende zu bereiten".

Nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten wurde das Denkmal am 12. April 1933 abgebaut und im Keller des Völkerkundemuseums eingelagert. Es ĂŒberstand die Zeit des Nationalsozialismus , wurde aber nach dem Krieg nicht mehr an seinem ursprĂŒnglichen Ort aufgestellt, da sich der KĂŒnstler dagegen aussprach. Stattdessen schuf er mit Einwilligung der Stadt eine neue, stĂ€rker an den klassischen Idealen orientierte Figur, die am 28. Februar 1950 eingeweiht wurde. Das ursprĂŒngliche Ebert-Denkmal steht seit 1989 im Innenhof des Historischen Museums. [3]

Die Zeit des Nationalsozialismus

Nach der nationalsozialistischen MachtĂŒbernahme , die sich in Frankfurt mit der Kommunalwahl vom 12. MĂ€rz 1933 vollzog, begrĂŒĂŸte die Kirche zunĂ€chst die nationale Revolution und versuchte sie mit ihrem Gedanken einer umfassenden Volksmission zu verknĂŒpfen. Am 21. MĂ€rz predigte Pfarrer Veidt vor 2000 Besuchern, darunter zahlreiche Schutzpolizisten in einem Gottesdienst aus Anlaß der Reichstagseröffnung, des „ Tages von Potsdam “. Er warnte, die nationale Bewegung mĂŒsse â€žĂŒber kurz oder lang versanden,...wenn sie nicht ihre tragende Kraft...bei Jesus und aus dem Evangelium“ hole. „Staat, Volk und Volkstum gehören in den Bereich des VergĂ€nglichen, wĂ€hrend Ausgangspunkt und Ende des Reiches Gottes in der Ewigkeit liegen.“ Anders als viele seiner Amtsgenossen, war Veidt bereits seit 1929 ein profilierter Gegner des Nationalsozialismus . Aus Protest gegen den politischen Kurs Alfred Hugenbergs war er von der DNVP zum Christlich-Sozialen Volksdienst gewechselt, fĂŒr den er bis 1933 Abgeordneter im preußischen Landtag war.

Veidt gehörte bald nach der MachtĂŒbernahme zu den fĂŒhrenden Vertretern des Pfarrernotbundes und war ab 1934 Vorsitzender des Landesbruderrates Nassau-Hessen der Bekennenden Kirche . Er wurde zu einer der Hauptfiguren des Kirchenkampfes in Frankfurt. Im Herbst 1934 wurde er durch die Kirchenleitung gemaßregelt und strafversetzt. Veidt hatte gegen den zwangsweisen Zusammenschluß der drei Evangelischen Landeskirchen von Frankfurt, Hessen und Nassau protestiert und gegen die Einsetzung des neuen Landesbischofs Ernst Ludwig Dietrich , eines Vertreters der völkischen Deutschen Christen . Veidt weigerte sich jedoch, seine Stelle an der Paulskirche zu rĂ€umen und klagte vor dem Frankfurter Landgericht gegen die Kirchenleitung. Am 10. MĂ€rz 1935 wurden die Schlösser der Paulskirche und der Alten Nikolaikirche getauscht, um ihn am Betreten der Kirche zu hindern. Mit Hilfe einiger AnhĂ€nger gelangte er dennoch in die Alte Nikolaikirche und hielt dort den ganzen Tag ĂŒber eine Predigt nach der anderen. OberbĂŒrgermeister Friedrich Krebs verfĂŒgte daraufhin am 16. MĂ€rz unter Berufung auf das Eigentumsrecht der Stadt die Schließung der Paulskirche, wurde jedoch am 9. April durch den RegierungsprĂ€sidenten in Wiesbaden angewiesen, sich neutral zu verhalten. Am 30. April gewann Veidt seinen Prozeß gegen die Kirchenleitung. Die Disziplinarmaßnahmen wurden zurĂŒckgenommen, und ab Herbst 1935 durfte Veidt wieder als Paulskirchenpfarrer amtieren. Obwohl er seinen Kampf gegen die Landeskirche erfolgreich durchgestanden hatte, war er in den folgenden Jahren zunehmender Verfolgung durch die Gestapo ausgesetzt. Veidt wurde mit Redeverbot belegt und mehrfach in Haft genommen. 1939 wechselte er an die MatthĂ€uskirche im Westend, wo er den Krieg und die Zerstörung der Stadt miterlebte.

Im Zweiten Weltkrieg brannte die Paulskirche am 18. MÀrz 1944 nach einem Bombenangriff auf die westliche Innenstadt völlig aus. Vier Tage spÀter wurde auch die restliche Altstadt Frankfurts fast vollstÀndig zerstört.

Die wiederaufgebaute Paulskirche als Nationaldenkmal

Zwei TreppenaufgĂ€nge fĂŒhren vom Untergeschoß ins Obergeschoß
Zwei TreppenaufgĂ€nge fĂŒhren vom Untergeschoß ins Obergeschoß
Innenraum der Paulskirche heute
Innenraum der Paulskirche heute

Als Symbol fĂŒr die Freiheit und aufgrund ihrer Rolle als Wiege der Demokratie in Deutschland wurde sie als eines der ersten GebĂ€ude in Frankfurt nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Leitung von Rudolf Schwarz wieder aufgebaut. Am 17. MĂ€rz 1947 wurde der neue Grundstein gelegt.

Aus KostengrĂŒnden und Mangel an Baumaterial wurde beim Wiederaufbau die ursprĂŒngliche Innengestaltung stark verĂ€ndert. Ein neuer Zwischenboden trennt das Untergeschoss, das heute als Ausstellungsraum dient, vom eigentlichen Saal im Obergeschoss. Vor allem aber wurde anstelle der frĂŒheren Kuppel ein Flachdach gebaut und sehr einfache Milchglasfenster eingesetzt.

Zum hundertjĂ€hrigen JubilĂ€um der Nationalversammlung am 18. Mai 1948 wurde die wiederaufgebaute Kirche eröffnet. Die Festansprache hielt Fritz von Unruh. Seine „Rede an die Deutschen“ war eine kritische Analyse der NS-Zeit. Am 28. August 1948 bekam Fritz von Unruh in der Paulskirche den Goethepreis der Stadt Frankfurt verliehen. Seit 1949 wird der Goethepreis alle drei Jahre in der Paulskirche verliehen.

Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg war die Wohnbevölkerung der Altstadt stark zurĂŒckgegangen. Die kleiner gewordene Paulsgemeinde benötigte keine so große Kirche mehr. Sie erhielt deshalb 1949 die wesentlich kleinere Alte Nikolaikirche am Römerberg als Gemeindekirche zugewiesen. Am 12. Mai 1953 wurde die Paulskirche aus der bisherigen Dotationsverpflichtung herausgenommen und gegen das Dominikanerkloster getauscht. Dabei verpflichtete sich die Stadt, dass das Kreuz auf der Kirche nicht entfernt werden darf.

Seit 1948 ist die Paulskirche somit keine Kirche mehr, sondern wird hauptsĂ€chlich fĂŒr Ausstellungen und staatliche oder stĂ€dtische Veranstaltungen genutzt. Am bekanntesten ist die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Rahmen der jĂ€hrlichen Frankfurter Buchmesse. Die ersten beiden Buchmessen wurde 1949 und 1950 noch in der Paulskirche abgehalten, danach wurde sie auf das MessegelĂ€nde verlegt.

Am 25. Juni 1963 besuchte der US-PrĂ€sident John F. Kennedy Frankfurt und sprach dabei auch in der Paulskirche. In seiner Ansprache wies er darauf hin, dass „kein anderes GebĂ€ude in Deutschland begrĂŒndeteren Anspruch auf den Ehrentitel der Wiege der deutschen Demokratie erheben“ könne.

1988 bis 1991 wurde die Paulskirche renoviert. Dabei erhielt sie neue Fenster, die an die historischen Fenster vor 1944 erinnerten. Die ebenfalls diskutierte Wiederherstellung des alten Kuppeldaches unterblieb jedoch; das schlichte Flachdach der Nachkriegszeit galt inzwischen ebenfalls als denkmalschutzwĂŒrdig.

Am 16. April 1991 wurde das kolossale WandgemĂ€lde Der Zug der Volksvertreter zur Paulskirche des Berliner Malers Johannes GrĂŒtzke feierlich enthĂŒllt.

Am 12. Juni 1994 spannte der französische Artist Philippe Petit ein 300 Meter langes Seil zwischen Paulskirche und Dom und vollfĂŒhrte darauf einen dreißigminĂŒtigen Hochseillauf . In 60 bis 70 Metern Höhe stellte er wichtige Ereignisse aus der Frankfurter Geschichte mimisch dar. Die VorfĂŒhrung wurde vom Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt des Hessischen Rundfunks begleitet. Sie war ein Höhepunkt der 1200-Jahrfeiern der Stadt Frankfurt am Main und kam auf Initiative des VarietĂ©s Tigerpalast zustande.

Zur 150-Jahrfeier 1998 der Nationalversammlung wurde die Dauerausstellung „Die Paulskirche. Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit“ neu gestaltet.

Architektur

Grundriß. 1896
Grundriß. 1896
Blick auf die Paulskirche von der Neuen KrÀme aus
Blick auf die Paulskirche von der Neuen KrÀme aus
Plenarsaal, Obergeschoss
Plenarsaal, Obergeschoss

Die Paulskirche ist ein klassizistischer, ovaler Zentralbau, dem an der SĂŒdseite ein dreigeschossiger Turm auf quadratischem Grundriss vorgelagert ist. Der Turmeingang ist mit einer Giebelfront geschmĂŒckt, die von zwei dorischen HalbsĂ€ulen getragen wird. Die Fensteröffnungen in den Obergeschossen des Turmes werden von flachen Pilastern gerahmt, im zweiten Geschoss von dorischen und im dritten Geschoss von ionischen .

An der Nordost- und Norwestseite befinden sich zwei TreppenaufgĂ€nge, die bis zur Höhe der Attika hinaufreichen. Über der Attika erhob sich bis zur Zerstörung 1944 ein kuppelförmiges Deutsche Dach, das durch sieben kleine Mansarden aufgelockert war. Der ursprĂŒngliche Entwurf von Johann Friedrich Christian Hess zeigte noch deutlicher das Vorbild des Pantheons in Rom. Er sah ein großes Oberlicht vor, um den Kirchenraum von oben zu beleuchten. Dieser Entwurf konnte jedoch aus Kostengrunden nicht ausgefĂŒhrt werden.

Beim Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg verzichtete man auf die Kuppel und errichtete ein flaches kupfergedecktes Dach.

Im dritten Turmgeschoß ist der Glockenstuhl eingebaut. DarĂŒber erhebt sich eine kupfergedeckte Laterne , in der 1838 durch den Physikalischen Verein eine astronomische Beobachtungsstation eingerichtet wurde. Nach den von hier aus tĂ€glich gegebenen Zeitsignalen justierte man bis 1893 die anderen Frankfurter Uhren.

Die Fassade der Paulskirche ist in zwei Geschosse gegliedert, die sich auf einem niedrigen Sockel erheben. Im Sockelgeschoß befanden sich ursprĂŒnglich keine Fenster, erst beim Wiederaufbau nach dem Krieg wurden auch hier Fensteröffnungen eingebracht, um das neu entstandene Untergeschoss zu beleuchten.

Große Rundbogenfenster im ersten und zweiten Geschoss sorgen fĂŒr eine gute Beleuchtung des Innenraums. Der von Hess konzipierte Innenraum war nach SĂŒden hin orientiert, wo sich an der Innenseite des Turms der Altar, darĂŒber die Kanzel und auf der Empore die Orgel befanden. Die Empore wurde von 20 korinthischen SĂ€ulen getragen und bot 1200 Personen Platz. Im Parterre konnten ĂŒber 500 Personen sitzen.

Bereits bei der Einweihung der Kirche zeigte sich ihre schlechte Akustik . Die Nachhallzeit war mit ĂŒber fĂŒnf Sekunden viel zu lang und zwang den Prediger, unnatĂŒrlich langsam und gedehnt zu sprechen. Trotz mehrerer Versuche gelang es nie, die Probleme zu beheben. So wurde zunĂ€chst ein Schalldeckel ĂŒber der Kanzel angeordnet, Um die Kirche als Versammlungssaal fĂŒr die Nationalversammlung herzurichten, wurde eine zusĂ€tzliche, mit Leinwand bespannte und mit Leimfarbe gestrichene Holzdecke am Dachstuhl befestigt.

Beim Wiederaufbau wurde das Innenraumkonzept vollkommen verĂ€ndert. Die Kirche erhielt ein Tiefgeschoß, in dem die nötigen NebenrĂ€ume eingerichtet wurden. Über eine Treppe im Turmeingang betritt man nun zunĂ€chst eine niedrige Wandelhalle mit einem SĂ€ulenkranz aus Marmor. Aus der Wandelhalle fĂŒhren zwei Treppen entlang der geschwungenen Wand in den Saal hinauf, der wesentlich höher liegt als in der alten Kirche. Der Festsaal ist betont schlicht gehalten, bis hin zum GestĂŒhl, das an eine Aula oder ein Parlament erinnert. Durch den Verzicht auf die Emporen wirkt der Raum monumentaler als vor der Zerstörung. Einziger Schmuck der WĂ€nde sind die Flaggen der Bundesrepublik Deutschland , der sechzehn BundeslĂ€nder und der Stadt Frankfurt.

StÀdtebauliche Situation

Die Paulskirche auf dem Ravenstein-Plan von 1861
Die Paulskirche auf dem Ravenstein-Plan von 1861

Die Paulskirche entstand in dem Viertel zwischen Neue KrĂ€me im Osten, Schnurgasse im Norden, Wedelgasse und Paulsgasse im SĂŒden und Kornmarkt im Westen, das auch nach der Niederlegung der alten KlostergebĂ€ude noch beengt war. Die Paulskirche war an drei Seiten von einer dichten Bebauung umgeben. Lediglich im SĂŒden, vor der Turmfassade, erstreckte sich ein einigermaßen großzĂŒgiger, neu angelegter Platz, der Paulsplatz .

Im Osten der Kirche, zwischen Paulsplatz und Neuer KrĂ€me, entstand etwa gleichzeitig mit der Kirche ein HĂ€userblock, dessen nördlichen Abschluss die 1840 bis 1842 errichtete Alte Börse bildete. Die FlĂ€che fĂŒr diesen neuen Block wurde frei, weil die ost-west-orientierte BarfĂŒĂŸerkirche und ihre KlostergebĂ€ude eine grĂ¶ĂŸere Ausdehnung nach Osten besaßen, wĂ€hrend die Paulskirche als Zentralbau eine rund doppelt so große Nord-SĂŒd-Ausdehnung besaß, aber nicht so weit nach Osten reichte.

Die beengte Lage der Kirche, die den großzĂŒgigen Bau kaum zur Wirkung kommen ließ, wurde bereits von Zeitgenossen kritisiert. Johann Wolfgang Goethe schrieb 1797:

„Die neue lutherische Hauptkirche gibt leider viel zu denken. Sie ist als GebĂ€ude nicht verwerflich, ob sie gleich im allermodernsten Sinne gebaut ist; allein da kein Platz in der Stadt weder wirklich noch denkbar ist, auf dem sie eigentlich stehen könnte und sollte, so hat man wohl den grĂ¶ĂŸten Fehler begangen, daß man zu einem solchen Platz eine solche Form wĂ€hlte. Sie stickt, da man ringsherum wohl schwerlich viel wird abbrechen lassen, zwischen GebĂ€uden, die ihrer Natur und Kostbarkeit wegen unbeweglich sind, und will doch von allen Seiten gesehen sein; man sollte sie in großer Entfernung umgehen können... Um sie herum ist das grĂ¶ĂŸte GedrĂ€ng und Bewegung der Messe, und es ist nicht daran gedacht, wie auch irgend nur ein Laden stattfinden könnte. Man wird also wenigstens in der Meßzeit hölzerne Buden an sie heranschieben mĂŒssen, die vielleicht mit der Zeit unbeweglich werden, wie man an der Katharinenkirche noch sieht und ehemals um den MĂŒnster von Straßburg sah.“

Die zeitgenössischen Darstellungen, etwa die Abbildung oben, lassen den Platz grĂ¶ĂŸer erscheinen als er war. Die Delegierten, die auf dem Bild in die Kirche einziehen, mĂŒssen sich zuvor entweder durch die enge Wedelgasse gezwĂ€ngt haben oder aus der auf den Platz mĂŒndenden Römerhalle gekommen sein.

1893-1906 wurde, zur Erschließung der Altstadt mit neuzeitlichen Verkehrsmitteln, ein Straßendurchbruch durchgefĂŒhrt. Der Straßenzug Bethmann- und Braubachstraße verlief in west-östlicher Richtung etwa im Verlauf der bisherigen Paulsgasse ĂŒber den sĂŒdlichen Rand des Paulsplatzes. Östlich der Neuen KrĂ€me wurde die neue Straße mitten durch die HĂ€userblocks der Altstadt gelegt, wobei zahlreiche wertvolle GebĂ€ude, etwa der NĂŒrnberger Hof, abgerissen wurden. Gleichzeitig mit dem Bau der Straße entstand das Neue Rathaus (1900-08, Franz van Hoven und Ludwig Neher ), westlich an den Römer angrenzend. Die Bauteile nördlich und sĂŒdlich der Bethmannstraße wurden dabei durch eine BrĂŒcke verbunden. An der neu entstandenen Kreuzung Neue KrĂ€me und Braubachstraße gingen der Paulsplatz und der Römerberg nun direkt ineinander ĂŒber. SchrĂ€g gegenĂŒber dem mittelalterlichen Salzhaus, einem der schönsten FachwerkhĂ€user der Stadt, entstand ein großes Wohn- und GeschĂ€ftshaus (F. Geldermacher, 1906), das trotz seiner grĂŒndezeitlichen Dimensionen Architekturelemente barocker AltstadthĂ€user aufgriff. Nach Fertigstellung des Straßendurchbruchs fuhr auch die Straßenbahn ĂŒber den Paulsplatz.

Die Vernichtung der Altstadt im MĂ€rz 1944 und der anschließende Wiederaufbau verĂ€nderten die Umgebung der Kirche ein weiteres Mal erheblich. Der Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Kirche errichtete Straßenblock wurde nicht wiederaufgebaut, der Paulsplatz reicht deshalb heute bis an die Neue KrĂ€me. Anfang der 50er Jahre wurde nördlich parallel zum ersten ein weiterer Straßendurchbruch durchgefĂŒhrt, wiederum dem Verkehr (diesmal dem automobilen) zuliebe. Etwa im Verlauf der Schnurgasse, nördlich an der Paulskirche vorbei, wurde eine vierspurige Verkehrsschneise, die Berliner Straße , durch die Ruinen der Altstadt geschlagen. An dieser Straße befindet sich heute, direkt hinter der Paulskirche, ein Parkplatz fĂŒr Touristenbusse. Diese Situation erleichtert sicherlich den Ablauf von Stadtrundfahrten, dient jedoch nicht der Schaffung eines attraktiven Stadtbilds.

Die Neue KrĂ€me, die heute die Ostseite des Paulsplatzes bildet, wurde dank des freien Blicks auf die Paulskirche zu einem attraktiven Standort fĂŒr zahlreiche StraßencafĂ©s, deren Terrassen im Sommer große Teile des Platzes einnehmen. Neben einigen weiteren Festen findet auf dem Paulsplatz, wie auch auf dem Römerberg und in der Neuen KrĂ€me, der Frankfurter Weihnachtsmarkt statt.

Westlich der Kirche steht heute der Erweiterungsbau des Neuen Rathauses, nördlich und sĂŒdlich fĂŒhren die zwei StraßendurchbrĂŒche der Berliner und der Braubachstraße an ihr vorbei. Die stĂ€dtebauliche Situation der Ursprungszeit wurde ins genaue Gegenteil verkehrt: statt der engen und extrem dicht bebauten Einbindung ins GefĂŒge der Altstadt ist die Kirche heute nach fast allen Seiten hin freigestellt.

Ausstattung

Orgeln

Innenraum der Paulskirche um 1833 mit der Walcker-Orgel
Innenraum der Paulskirche um 1833 mit der Walcker-Orgel

Wann die erste Orgel in der BarfĂŒĂŸerkirche entstand, ist nicht bekannt. Bereits seit dem 14. Jahrhundert waren stets ein oder mehrere Orgelbauer in Frankfurt ansĂ€ssig. 1466 werden zwei Orgeln in der BarfĂŒĂŸerkirche erwĂ€hnt; [4] es kann vermutet werden, dass zumindest eine davon damals schon lĂ€nger bestand. Die zweite stammte wahrscheinlich von Leonhard Mertz , auch Magister Leonhardus genannt, der 1470 zum Guardian des BarfĂŒĂŸerkonvents gewĂ€hlt wurde. Er war einer der bedeutendsten Orgelbauer seiner Zeit und schuf auch in Frankfurt nachweislich mehrere Werke, so fĂŒr St. BartholomĂ€us, die Liebfrauenkirche und die Weißfrauenkirche.

Aus dem 16. Jahrhundert sind kaum Zeugnisse ĂŒber die Orgeln bekannt. Lersner berichtet in seiner Chronik, dass 1599 bis 1604 von den BrĂŒdern Grorock eine neue Orgel fĂŒr die BarfĂŒĂŸerkirche errichtet war. Damals hatte es schon lange keinen Organisten mehr an der Kirche gegeben, so dass vermutlich keine der Ă€lteren Orgeln mehr in Gebrauch gewesen war. Das neue Werk galt als musikalisch sehr gelungen. Auf dem Holzschnitt von 1653 sieht man es auf der rechten Seite als „Schwalbennest“ an der sĂŒdlichen Langhauswand in Höhe der Empore. Die Grorock-Orgel bestand ĂŒber 100 Jahre und wurde immer wieder erneuert.

1736 beauftragte der Rat der Stadt den Schweizer Orgelbauer Johann Conrad Wegmann mit dem Bau einer neuen Orgel. Die Disposition des mit 41 Registern fĂŒr die damalige Zeit sehr großen Werkes ist durch eine Beschreibung des mit Wegmann konkurrierenden ElsĂ€sser Orgelmeisters Johann Andreas Silbermann ĂŒberliefert, in der er vernichtende Kritik an dem Werk seines Konkurrenten ĂŒbt: „Erstlich blĂ€st sie als wie der lebendige Teuffel und heulet auch schon und ist gelöth als wenn der Hund gekotzt hĂ€tte. Der Schien (= Prospekt ) sieht wie Bley, die FĂŒĂŸ stauchen sich schon, er kann sein Tag kein jĂ€merlich Leben so gesehen haben als daß ist.“ [5]

Der Rat schien jedoch mit dem Werk, das immerhin 16.000 Gulden gekostet hatte, recht zufrieden zu sein. Beim Abbruch der BarfĂŒĂŸerkirche wurde die Orgel abgebaut und im benachbarten Gymnasium eingelagt. Die lange Lagerzeit bekam ihr allerdings nicht gut: Ob aus Mangel an Sorgfalt bei der Demontage oder wegen des Mutwillens der Gymnasiasten – 1808 waren nur noch Reste der Orgel vorhanden, die fĂŒr 715 Gulden an den Schlossermeister Dissmann verĂ€ußert wurden.

1824, noch vor der Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der noch immer unvollendeten Paulskirche, ließ der Rat einen Orgelneubau ausschreiben. Es bewarben sich 15 namhafte Orgelbauer „aus allen deutschen Gauen“, darunter auch der junge Eberhard Friedrich Walcker aus Ludwigsburg. Er schlug eine fĂŒr die damalige Zeit neuartige Disposition mit einem hohen Anteil an Grundstimmen und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenigen Aliquoten, Mixturen und Zungenregistern. Im Oktober 1827 erhielt er von der Frankfurter Orgelkommission, welche die Angebote geprĂŒft hatte, den Zuschlag.

Fast sechs Jahre arbeitete Walcker in seiner Ludwigsburger Werkstatt an der neuen Orgel, seinem opus 9. SĂ€mtliche Teile wurden auf dem Wasserweg ĂŒber Neckar, Rhein und Main nach Frankfurt transportiert. Da der Zollverein noch nicht bestand, mussten die Teile unterwegs dreimal verzollt werden: in Mannheim, Mainz und Höchst. Der Aufbau und vor allem die Intonation der Orgel stellten Walcker vor unerwartete Schwierigkeiten. Insbesondere das fĂŒr die damalige Zeit sehr anspruchsvolle offene 32-Fuß-Register im Pedal versagte bei den ersten Versuchen. Nach einigen Umbauten gelang jedoch seine Intonation, und zur Einweihung der Paulskirche am 9. Juni 1833 erklang die Orgel erstmals vor einem großen Publikum. Die Frankfurter Zeitung schrieb am 14. Juni 1833: „Die neue Orgel steht nun als Meisterwerk da, das an StĂ€rke des Tons, an Mannigfaltigkeit, Zartheit und Reinheit der Stimmen, keiner bis jetzt bekannten Orgel nachsteht, die meisten weit ĂŒbertrifft.“

Die Walcker-Orgel besaß 74 Register , verteilt auf drei Manuale und zwei Pedale . Um sie mit Wind zu versorgen, benötigte sie 12 BlasebĂ€lge , die von zwei Calcanten getreten wurden. Sie stellte einen Meilenstein in der Geschichte des Orgelbaus dar und machte Walcker mit einem Schlag berĂŒhmt. Der Rat bot ihm das Frankfurter BĂŒrgerrecht an. Walcker lehnte jedoch ab, da er einen Ruf nach Russland erhalten hatte, wo er in den Folgejahren zwei große Orgeln in St. Petersburg und Reval schuf.

1844 besuchte der französische Orgelbauer Aristide CavaillĂ©-Coll die Paulskirche, um die Orgel zu studieren. Er charakterisierte ihren Klang als schön, aber – aufgrund einer unzulĂ€nglichen Windversorgung – zu zaghaft: „Es ist ein schöner Mann, aber von Schwindsucht befallen.“

Die Klais-Orgel von 1988
Die Klais-Orgel von 1988

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Orgel stets gut instandgehalten. Ende des 19. Jahrhunderts machte jedoch der zunehmende Verschleiß der Mechanik und der BlasebĂ€lge eine umfassende Reparatur erforderlich. 1898 beauftragte das Hochbauamt damit die Firma Walcker. Die Orgel wurde jedoch nicht nur repariert, sondern auch entsprechend dem Klangideal der SpĂ€tromantik umgebaut. Die neue Disposition orientierte sich noch stĂ€rker am Orchesterklang als es frĂŒher der Fall gewesen war. Durch den Ausbau des zweiten Pedals wurde die Orgel auf 63 Stimmen verkleinert. Die bisherigen Schleifladen wurden auf Kegelladen mit pneumatischer Traktur umgestellt und die TĂ€tigkeit der Calcanten durch ein elektrisches GeblĂ€se ersetzt. Die pneumatische Traktur bewĂ€hrte sich allerdings nicht; sie wurde bereits 1910 durch Walcker auf elektrische Traktur umgebaut. In dieser Form bestand die Orgel bis zu ihrem Untergang am 18. MĂ€rz 1944.

1947 beim Wiederaufbau wurde wiederum die Firma Walcker mit der Planung eines neuen Instruments beauftragt. Es entstand die Disposition einer dreimanualigen Orgel mit 50 Registern. Die WĂ€hrungsreform entwertete jedoch die bis dahin gesammelten Spenden, und die Stadt Frankfurt konnte ihre Finanzierungszusagen nicht einlösen. Am 8. Dezember 1948 wurde daher eine provisorische Orgel installiert. Der Spieltisch besaß drei Manuale, von denen aber nur das III. Manual mit 13 Registern ausgefĂŒhrt war. Ein Pedal war ĂŒberhaupt nicht eingebaut worden.

Das Provisorium ĂŒberdauerte fast vierzig Jahre, bis 1988 im Rahmen der Kirchenrenovierung eine neue Orgel durch die Firma Klais entstand. Die neue Paulskirchenorgel ist ein mittelgroßes Werk mit 45 Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal.

Glocken

Die alte BarfĂŒĂŸerkirche erhielt um das Jahr 1300 den ersten Dachreiter. Vermutlich hat die Kirche nur eine LĂ€uteglocke besessen, dazu im Chor auch eine Uhr mit zwei kleinen Schlagglocken. 1685 zersprang die Glocke der BarfĂŒĂŸerkirche. Daraufhin wurde ein neuer Dachreiter errichtet, der Platz fĂŒr drei Glocken bot, die von dem Glockengießer Benedict Schneidewind geliefert wurden.

Beim Abriss der BarfĂŒĂŸerkirche 1786 wurden die Glocken herabgenommen und eingelagert, um in den Neubau ĂŒberfĂŒhrt zu werden. In den folgenden vierzig Jahren zersprang jedoch die kleinste der BarfĂŒĂŸerglocken. 1829 beschloss der stĂ€dtische Rat daher die Anschaffung eines neuen GelĂ€utes. Die mittlere BarfĂŒĂŸerglocke wurde der katholischen Gemeinde ĂŒbergeben und in den Turm der Deutschordenskirche gebracht; die große BarfĂŒĂŸerglocke wurde in die neue Paulskirche ĂŒberfĂŒhrt. DarĂŒber hinaus wurden 1830 durch Carl Mappes, den letzten Frankfurter Glockengießer, weitere drei Glocken gegossen. Die Paulskirche erhielt somit ein GelĂ€ut aus vier Glocken:

  • Christusglocke cisâ€Č (1830), Ø 1470 mm, Gewicht 1830 kg
  • BarfĂŒĂŸerglocke eâ€Č (1685), Ø 1187 mm, 970 kg
  • Dankesglocke gâ€Č (1830), Ø 984 mm, ca. 500 kg
  • Lutherglocke hâ€Č (1830), Ø 720 mm, ca. 220 kg

Im ersten Weltkrieg , als rund die HÀlfte der Frankfurter Glocken abgeliefert und als kriegswichtiger Rohstoff eingeschmolzen wurden, blieb das PaulskirchengelÀut wegen seines historischen Werts erhalten. 1942 wurden jedoch die Christus- und die Dankesglocke konfisziert und nach Hamburg auf den sogenannten Glockenfriedhof transportiert. Da jede Kirche eine LÀuteglocke behalten durfte, fiel die Wahl auf die kleine Lutherglocke. Sie ging am 18. MÀrz 1944 mit der Paulskirche im Feuersturm unter.

Die BarfĂŒĂŸerglocke wurde im Tausch gegen eine gleichgroße jĂŒngere Glocke in die Peterskirche gebracht und blieb dort als LĂ€uteglocke. Sie ĂŒberstand den Brand der Peterskirche, blieb dort nach dem Krieg im unzugĂ€nglich gewordenen Turm hĂ€ngen und geriet in Vergessenheit.

Von den nach Hamburg abgelieferten Glocken aus ganz Deutschland hatten rund 14.000 den Krieg ĂŒberstanden, darunter neben dem vollstĂ€ndigen DomgelĂ€ute auch die beiden Glocken der Paulskirche. Am 15. August 1947 wurden sie nach Frankfurt zurĂŒckgebracht. Sie kamen allerdings zunĂ€chst nicht mehr in die Paulskirche, da diese beim Wiederaufbau ein neues GelĂ€ut erhalten sollte.

Die Handelskammer der britischen Besatzungszone stiftete eine monumentale Stahlglocke, die Evangelische Kirche in ThĂŒringen vier Bronzeglocken der Gießerei Schilling in Apolda. Alle Glocken waren musikalisch mißlungen, was bei der Stahlglocke an ihrer falschen Konstruktion und bei den Bronzeglocken an dem zeitbedingten Mangel an hochwertiger Glockenbronze lag.

Die erhaltene Christusglocke wurde wieder in den Turm der Paulskirche gebracht, die Dankesglocke kam in das Historische Museum. Dort fand sich auch die verschollene BarfĂŒĂŸerglocke wieder, die 1965 beim Wiederaufbau der Peterskirche entdeckt worden war.

Wegen ihrer klanglichen MĂ€ngel wurden die Nachkriegsglocken seit den 1980er Jahren nicht mehr gelĂ€utet. 1987 wurde der Plan des Frankfurter StadtgelĂ€uts vollendet, den der GlockensachverstĂ€ndige Paul Smets 1954 entwickelt hatte. Die Nachkriegsglocken wurden dem Historischen Museum ĂŒbergeben und durch drei neue Glocken der Karlsruher Glockengießerei ersetzt. Zusammen mit den historischen Glocken ergibt sich damit folgende Disposition:

  • Die BĂŒrgerglocke (fis0, Ø 2266mm, Gewicht 8590 kg) erinnert an die Proklamation der BĂŒrger- und Menschenrechte durch die Nationalversammlung. Sie trĂ€gt die Inschrift BÜRGERGLOCKE HEISSE ICH / DER BÜRGER RECHTE KÜNDE ICH / DIE KARLSRUHER GLOCKENGIESSEREI GOSS MICH 1987 und ein Bilderband mit Ereignissen der deutschen Geschichte 1848 bis 1949. Die BĂŒrgerglocke ist eine der grĂ¶ĂŸten nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entstandenen Glocken.
  • Die Stadtglocke (h0, Ø 1689 mm, Gewicht 3690 kg) soll an die Toten des Krieges und die Zerstörung der Stadt erinnern.
  • Die historische Christusglocke cisâ€Č löste sich beim StadtgelĂ€ut am Pfingstsamstag 1997 aus ihrem Joch und stĂŒrzte herab, wobei sie vollkommen zerstört wurde. Als Ersatz goß die Firma Rincker in Sinn 1998 eine neue cisâ€Č-Glocke.
  • BarfĂŒĂŸerglocke eâ€Č von 1685
  • Dankesglocke gâ€Č von 1830
  • Die Lutherglocke hâ€Č (Ø 860 mm, 437 kg) erinnert an die 1944 zerstörte alte Paulskirche. Sie wurde von der Frankfurter KĂŒnstlerin Franziska Lenz-Gerharz gestaltet und trĂ€gt die Inschrift EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT.

Das Gesamtgewicht der Paulskirchenglocken betrĂ€gt ca. 16.000 kg. Damit ist es nach dem DomgelĂ€ute das zweitgrĂ¶ĂŸte in Frankfurt.

WandgemÀlde

1987 gewann der Berliner Maler Johannes GrĂŒtzke einen KĂŒnstlerwettbewerb zur Gestaltung eines 32 auf 3 Meter messenden Frieses fĂŒr die Innenseite des ovalen Wandelganges. Sein kolossales GemĂ€lde Der Zug der Volksvertreter entstand 1989 bis 1991 in seinem Atelier in Berlin, von wo es in die Kirche transportiert wurde. In 10 Szenen zeigt es die Parlamentarier im VerhĂ€ltnis zum Volk. WĂ€hrend das Volk – bunte, allegorische Figuren – im Vordergrund verharrt, schreiten seine monochrom grau-schwarz gekleideten Vertreter hinter ihm vorbei, einem unsichtbaren Ziel entgegen. Das Deutsche Reich ist als antikisierende Frauenstatue dargestellt, die mit der linken Hand ihren schwangeren Leib stĂŒtzt. Nur vereinzelt gibt es BezĂŒge zu konkreten historischen Ereignissen, z.B. in der Darstellung des fĂŒsilierten Robert Blum .

Ausstellungen

In der Wandelhalle des Untergeschosses wurde 1985 die Dauerausstellung „Die Paulskirche. Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit“ eingerichtet und 1998 zum 150-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Nationalversammlung aktualisiert und ĂŒberarbeitet. Gelegentlich finden hier auch Sonderausstellungen statt. 1997 wurde beispielsweise die umstrittene erste Fassung der Wanderausstellung Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944 gezeigt, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurde.

Auch im Tiefgeschoß der Paulskirche finden von Zeit zu Zeit Ausstellungen statt, zuletzt ĂŒber Die Reichskanzler der Weimarer Republik – Zwölf LebenslĂ€ufe in Bildern.

DenkmÀler an der Paulskirche

Ebert-Denkmal von Richard Scheibe
Ebert-Denkmal von Richard Scheibe
Mahnmal fĂŒr die Opfer des Nationalsozialismus von Hans Wimmer
Mahnmal fĂŒr die Opfer des Nationalsozialismus von Hans Wimmer

Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Tafeln und DenkmĂ€ler an der Außenfassade der Kirche angebracht, um an bedeutende Personen oder Ereignisse der deutschen Geschichte zu erinnern. Das erste war das bereits erwĂ€hnte, von dem damaligen Leiter des StĂ€delschen Kunstinstituts Richard Scheibe geschaffene Denkmal fĂŒr den ersten ReichsprĂ€sidenten Friedrich Ebert. Es wurde am 11. August 1926 eingeweiht und am 12. April 1933 nach der nationalsozialistischen MachtĂŒbernahme wieder entfernt. Nach dem Wiederaufbau schuf Richard Scheibe eine neue Statue fĂŒr das Ebert-Denkmal, da er gegen die Wiederaufstellung des alten Ebert-Denkmals EinwĂ€nde erhoben hatte, Das neue Ebert-Denkmal wurde am 28. Februar 1950 durch den Frankfurter OberbĂŒrgermeister Walter Kolb und den hessischen MinisterprĂ€sidenten Christian Stock feierlich enthĂŒllt. Das Denkmal befindet sich an der Ostseite des Turmes.

Links unterhalb des Ebert-Denkmals wurde 1980 zum 275. Todestag von Philipp Jakob Spener eine Gedenktafel angebracht. Sie erinnert daran, daß Spener von 1666 bis 1686 Senior des lutherischen Predigerministeriums von Frankfurt. WĂ€hrend dieser Zeit entstand sein 1675 erschienenes Hauptwerk Pia Desideria oder Herzliches Verlangen nach gottgefĂ€lliger Besserung der wahren evangelischen Kirche, zudem grĂŒndete er 1670 die ersten collegia pietatis ( Hauskreise ).

An der SĂŒdostseit des Kirchenschiffes befindet sich eine Gedenktafel fĂŒr den hessischen MinisterprĂ€sidenten Georg August Zinn. Es folgt eine steinerne Relieftafel fĂŒr Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein , der 1816 wegen seiner Verdienste um die Wiederherstellung der stĂ€dtischen Freiheit zum EhrenbĂŒrger ernannt wurde. Die Tafel wurde 1931 zu seinem 100. Todestag angebracht.

Mit Theodor Heuss ist einem weiteren EhrenbĂŒrger Frankfurts etwas weiter nördlich eine Plakette gewidmet. An der Nordostseite der Kirche folgt eine am 25. Juni 1966 durch OberbĂŒrgermeister Willi Brundert enthĂŒllte Relieftafel fĂŒr den ermordeten amerikanischen PrĂ€sidenten John F. Kennedy. Er hatte am 25. Juni 1963 in der Paulskirche eine Rede gehalten, aus der die Tafel den Satz zitiert: „Niemand soll von dieser unserer atlantischen Generation sagen, wir hĂ€tten Ideale und Visionen der Vergangenheit, Zielstreben und Entschlossenheit unseren Gegnern ĂŒberlassen.“

Neben dem Nordeingang der Paulskirche wurde 2002 eine Plakette des Deutschen Turnerbundes angebracht. Damit wird aus Anlaß des 150. Todestages des Turnvaters Jahn die historische Verbindung zwischen der Turnbewegung und der Nationalversammlung geehrt.

Am nordwestlichen Treppenturm der Paulskirche befindet sich seit 1964 ein Mahnmal fĂŒr die Opfer des Nationalsozialismus. Die von dem Bildhauer Hans Wimmer geschaffene Statue steht auf einem Sockel, welcher die Namen der nationalsozialistischen KonzentrationslĂ€ger trĂ€gt. Neben dem Denkmal wurde eine Gedenktafel fĂŒr Johanna Kirchner angebracht.

An der SĂŒdwestseite der Kirche folgen weitere Gedenktafeln fĂŒr Carl Schurz sowie fĂŒr den PrĂ€sidenten der Nationalversammlung Heinrich von Gagern . Die Westseite des Turmes trĂ€gt seit 2002 aus Anlaß seines 100. Todestages eine Plakette fĂŒr den ersten freigewĂ€hlten OberbĂŒrgermeister von Frankfurt, Walter Kolb.

Literatur

  • Friedrich Bothe, Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. Frankfurt 1977. Verlag Wolfgang Weidlich, ISBN 3-8035-8920-7
  • Evelyn Hils-Brockhoff/Sabine Hock, Die Paulskirche. Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit, BegleitbroschĂŒre zur Dauerausstellung des Instituts fĂŒr Stadtgeschichte Frankfurt in der Wandelhalle der Paulskirche, erschienen anlĂ€ĂŸlich der 150-Jahr-Feier der ersten Deutschen Nationalversammlung im Mai 1998.
  • Konrad Bund (Hrg.), Frankfurter Glockenbuch. Frankfurt 1986. Verlag Waldemar Kramer, ISBN 3-7829-0211-0
  • Roman Fischer (Hrg.), Von der BarfĂŒĂŸerkirche zur Paulskirche – Studien zur Frankfurter Geschichte 44. Frankfurt am Main, 2000. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main. ISBN 3-7829-0502-4
  • Frankfurter Historische Kommission (Hrg.), Frankfurt am Main - Die Geschichte der Stadt in neun BeitrĂ€gen. Sigmaringen 1991. Jan Thorbecke Verlag, ISBN 3-7995-4158-6
  • Bernhard MĂŒller, Bilderatlas zur Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. Frankfurt 1916. Verlag Moritz Diesterweg
  • Evangelischer Regionalverband Frankfurt (Hrg.), Alles fĂŒr Deutschland, Deutschland fĂŒr Christus. Evangelische Kirche in Frankfurt am Main 1929 bis 1945., Katalog zur Ausstellung vom 29. April bis 12. Juli 1985 im Dominikanerkloster Frankfurt, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-922 179-08-8
  • Werner Becher (Hrg.), Durchs Kreuz zur Krone. Quellen zur Geschichte der Paulskirchengemeinde im 20. Jahrhundert. Schriftenreihe des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt Nr. 17, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-9222179-18-5

Quellen

  1. Hermann Dechent, Ich sah sie noch, die alte Zeit. BeitrĂ€ge zur Frankfurter Kirchen geschichte von JĂŒrgen Telschow (Hrg.) (Schriftenreihe des Ev. Regionalverbandes Nr. 11), Frankfurt 1985, S. 209 ↑ 
  2. Telschow, a.a.O. S. 212f. ↑ 
  3. Zur Geschichte des Friedrich Ebert-Denkmals an der Paulskirche siehe auch die Dokumentation des Instituts fĂŒr Stadtgeschichte Frankfurt 1933–1945 ↑ 
  4. Carl Wolff, Rudolf Jung: Die BaudenkmĂ€ler in Frankfurt am Main. Bd. I (Kirchenbauten). Frankfurt 1896 ↑ 
  5. Marc Schaefer (Hrsg.): Das Silbermann-Archiv. Der handschriftliche Nachlaß des Orgelmachers Johann Andreas Silbermann (1712-1783). Winterthur 1994 ↑ 

Weblinks

Commons: Paulskirche – Bilder, Videos oder Audiodateien
   
Dieser Artikel wurde in die Liste der Lesenswerten Artikel aufgenommen.


Koordinaten: 50Âș 06' 46" N, 8Âș 40' 53" O

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Bommersheim 65760 Eschborn http://www.hotel-bommersheim.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 406173 / 6008-00
Steigenberger Frankfurter Hof 60311 Frankfurt am Main http://www.frankfurter-hof.steigenberger.de Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5069 / 2 15-02
ArabellaSheraton Grand Hotel 60313 Frankfurt am Main http://www.starwoodhotels.com  069 / 29810
Frankfurt Marriott Hotel 60486 Frankfurt am Main http://marriott.de  069 / 7955-0
Hotel Hessischer Hof 60325 Frankfurt am Main http://www.hessischer-hof.de  069 / 75 40 0
InterContinental Frankfurt 60329 Frankfurt am Main http://www.frankfurt.intercontinental.com  069 / 2605 0
Le Meridien Parkhotel Frankfurt 60329 Frankfurt am Main http://www.lemeridien.de  069 / 26970
Dorint Sofitel Savigny Frankfurt 60325 Frankfurt am Main   069 / 75330
Hotel An der Messe 60325 Frankfurt am Main http://www.hotel-an-der-messe.de  069 / 747979
Mercure Hotel & Residenz Frankfurt Messe 60486 Frankfurt am Main http://www.mercure.com/mercure Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 79260
Hotel Palmenhof 60325 Frankfurt am Main http://www.palmenhof.com  069 / 753 00 60
InterCityHotel Frankfurt 60329 Frankfurt am Main http://www.intercityhotel.de/intercityhotel/view/hotelinformationen/frankfurt.sh  069 / 27391-0
Savoy Hotel 60329 Frankfurt am Main http://www.savoyhotel.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 27396 0
Best Western Imperial Hotel am Palmengarten 60487 Frankfurt am Main http://www.imperial.bestwestern.de  069 / 7930030
Hotel National 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelnational.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 24 26 48-0
Novotel Frankfurt City West 60486 Frankfurt am Main http://www.novotel.com  069 / 793030
Hotel Rhein-Main 60327 Frankfurt am Main http://www.hotel-rhein-main.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 25 00 35
Hotel Continental 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelcontifrankfurt.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 23 03 41
Hotel Concorde 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelconcorde.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 24 24 22-0
Am Dom 60311 Frankfurt am Main http://www.hotelamdom.de/  069 / 282141
Hotel Mozart 60322 Frankfurt am Main http://www.hotelmozart.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 1568060
Astoria Hotel 60325 Frankfurt am Main http://www.block.de  069 / 975 600
Florentina 60325 Frankfurt am Main http://www.hotelflorentina.de/  069 / 97 40 37 - 0
Hotel Mondial Comfort 60322 Frankfurt am Main http://hotelmondialfrankfurt.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 69 59 04 22
Best Western Hotel Domicil 60329 Frankfurt am Main http://bestwestern.de  069 / 271110
Ibis Frankfurt FriedensbrĂŒcke 60327 Frankfurt am Main http://www.ibishotel.com  069 / 273030
Borger 60388 Frankfurt am Main   06109 / 30900
City Partner Hotel Klein 60388 Frankfurt am Main http://www.citypartnerhotels.de  06109 / 73460
Sheraton Frankfurt Hotel & Towers Conference Center 60549 Frankfurt am Main http://www.starwoodhotels.com  069 / 69770
InterCityHotel Frankfurt Airport 60549 Frankfurt am Main http://www.frankfurt-airport.intercityhotel.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 69 70 99
Hotel Höchster Hof 65929 Frankfurt am Main http://www.hoechster-hof.de/  069 / 3004-0
Courtyard Frankfurt Messe 65933 Frankfurt am Main http://marriott.de  069 / 3905 0
Alte Scheune 60437 Frankfurt am Main http://www.alte-scheune.de/ Kategorie: 106101 / 54 40 00
DarmstĂ€dter Hof 60437 Frankfurt am Main http://www.hoteldarmstaedterhof-frankfurt.de/  0 69-509 / 109 0
Hotel Markgraf 60437 Frankfurt am Main http://www.hotelmarkgraf-ffm.de  069 / 95 07 63 0
ArabellaSheraton Congress Hotel 60528 Frankfurt am Main http://www.arabellasheraton.de  069 / 66330
Dorint Novotel Frankfurt Niederrad 60528 Frankfurt am Main http://www.accorhotels.com Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 663060
Courtyard Frankfurt NWZ 60439 Frankfurt am Main http://marriott.de  069 / 58 09 30
Holiday Inn Frankfurt City-South, Conference Centre 60598 Frankfurt am Main http://www.frankfurt-citysouth-holiday-inn.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 68 02 0
Hotel Post 65931 Frankfurt am Main http://www.airporthotel-post.de  069 / 3 70 10
Hotel Wessinger 63263 Neu-Isenburg http://www.minotel.com/minotelPublic/main/basicHotelInfo.asp?hotelCode=GE171 Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 406102 / 8 08 - 0
Kempinski Hotel Gravenbruch Frankfurt 63263 Neu-Isenburg http://www.kempinski-frankfurt.de Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5069 / 389 88 0
Scandic Hotel Offenbach 63067 Offenbach am Main http://www.scandic-hotels.com/  069 / 80 61 – 0
Winter's Offenbacher Hof 63067 Offenbach am Main http://www.winters.de/offenbacher  069 / 829 82-0
Best Western Hotel Bismarckhof 63065 Offenbach am Main http://www.bismarckhof.bestwestern.de  069 / 850930
Novotel Frankfurt Offenbach 63067 Offenbach am Main http://www.accorhotels.com  069 / 820040
Hotel Graf 63065 Offenbach am Main http://www.hotel-graf.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 800 851-0
Parkhotel Lindenhof 63075 Offenbach am Main http://www.parkhotel-lindenhof.de  069 / 986450-0
Hotel Victoria 60329 Frankfurt am Main http://www.victoriahotel.de  069 / 27306-0
Hotel Monopol 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelmonopol-frankfurt.de  069 / 22 737-0
Hotel am Kurpark 61118 Bad Vilbel http://www.kurpark.de  06101 / 600700
Hotel KreilingÂŽs Höfchen 61118 Bad Vilbel http://www.hotel-kreiling.de  06101 / 85516
Nizza 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelnizza.de/  069 / 24 25 38 - 0
NH Frankfurt Die Villa 60486 Frankfurt am Main http://www.nh-hotels.com  069 / 9799070
Holiday Inn Frankfurt Airport-North 60528 Frankfurt am Main http://www.frankfurt-airport-north-holiday-inn.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 67 84 0
Best Western Alexander am Zoo 60316 Frankfurt am Main http://bestwestern.de  069 / 94 96 00
Sprudel Hotel 61118 Bad Vilbel http://www.sprudel-hotel.de  06101 / 49940
Hotel Monopol 60329 Frankfurt am Main http://www.hotelmonopol-frankfurt.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 22737-0
Hotel Am Zoo 60316 Frankfurt am Main http://www.hotel-am-zoo.com  069 / 94 99 30
Turm Hotel 60322 Frankfurt am Main http://www.turmhotel-fra.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 15 40 5-0
Motel Frankfurt 60320 Frankfurt am Main http://advena.de/frankfurt/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 5600060
Best Western Hotel Scala 60313 Frankfurt am Main http://www.scala.bestwestern.de  069 / 1381110
Hotel MĂŒnchner Hof 60329 Frankfurt am Main http://www.hotel-muenchner-hof.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 23 00 66
Hotel Westend 60325 Frankfurt am Main http://www.hotelwestend.com  069 / 78 98 81 80
Philipp-Jakob-Spener-Haus 60311 Frankfurt am Main http://www.spenerhaus.de/  069 / 2165-1410
Diana 60325 Frankfurt am Main   0 69 / 9074420
Hotel West 60486 Frankfurt am Main http://hotelwest.de  069 / 24 79 020
Prinz-Otto 60329 Frankfurt am Main http://www.hotel-prinz-otto.de/  069 / 253030
Hotel Kautz 60594 Frankfurt am Main http://hotelkautz.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3069 / 61 80 61
Liebig 60323 Frankfurt am Main http://www.hotelliebig.de/   +49(0)69 / 2418299-0
Glockshuber 60325 Frankfurt am Main   069 / 742628
Hotel Gölz 60325 Frankfurt am Main http://www.hotel-goelz.de  069 / 74 67 35
Gasthaus Zum Goldenen Löwen 65929 Frankfurt am Main http://www.hotel-zumgoldenenloewen.de  069 / 30 09 51 0
Hotel Alfa 63263 Neu-Isenburg http://www.hotelalfa.de  06102 / 1 70 24
Hotel Sauer Garni 63263 Neu-Isenburg http://www.hotel-sauer.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 306102 / 30 75 - 0
Isenburger Hof 63263 Neu-Isenburg http://www.isenburger-hof.de  06102 / 35320
Hotel Kaiserhof 63065 Offenbach am Main http://www.kaiserhof-offenbach.de  069 / 982491-0
Hotel MatthĂ€us 63073 Offenbach am Main http://www.hotel-matthaeus.de  069 / 89 44 66
Hotel - Restaurant - Café Schöne Aussicht 60388 Frankfurt am Main http://www.schoene-aussicht.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 306109 / 5047 0
Hotel Hugenottenhof 63263 Neu-Isenburg http://www.hugenottenhof.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 306102 / 2900-9
Ibis Frankfurt-Offenbach 63067 Offenbach am Main http://www.ibishotel.com  069 / 829040
Blattl's Comfort Aparthotel 60314 Frankfurt am Main http://www.golden-leaf-hotel.de/html/hotels_frankfurt/ffm_uebersicht.cfm  069 / 94 99 00
ArabellaSheraton Am BĂŒsing Palais 63065 Offenbach am Main http://www.arabellasheraton.com  069 / 829990
Maritim Hotel Frankfurt / Main 60486 Frankfurt am Main http://www.maritim.de  069 / 7578-0
Hilton Frankfurt 60313 Frankfurt am Main http://www.hilton.de/frankfurt  069 / 1338 000
Quality Hotel Isabella 63263 Neu-Isenburg http://www.isabella-neu-isenburg.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 406102 / 3570
City Hotel Bad Vilbel 61118 Bad Vilbel http://www.cityhotel-badvilbel.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 406101 / 5880
Lindner Congress Hotel 65929 Frankfurt am Main http://www.lindner.de  069 / 33 00 2-00
relexa hotel Frankfurt / Main 60439 Frankfurt am Main http://www.relexa-hotels.de  069 / 95778-0
Hotel Mercator 60316 Frankfurt am Main http://www.hotel-mercator.com  069 / 94 34 07–0
Art-Hotel Robert Mayer 60486 Frankfurt am Main http://www.arthotel-frankfurt.de  069 / 97 09 10-0
Golfclub Lindenhof 61118 Bad Vilbel http://www.golfhotel-lindenhof.de/  06101 / 5245-200
Top Hotel Ambassador 60329 Frankfurt am Main http://www.ambassadorhotel.de  069 / 25611-0
Premier Hotel 60327 Frankfurt am Main http://www.hotel-premier.de  069 / 974 041-0
Manhattan Hotel 60329 Frankfurt am Main http://www.manhattan-hotel.com  069 / 269597-0
Ramada Hotel Frankfurt City Center 60329 Frankfurt am Main http://www.ramada.de  069 / 31081-0
Hotel Maingau 60594 Frankfurt am Main http://www.maingau.de  069 / 60 91 40
Hotel Atrium 60325 Frankfurt am Main http://www.hotel-atrium-frankfurt.de  069 / 97567-0
InterCityHotel Frankfurt Airport Steigenberger Esprix 60549 Frankfurt am Main http://www.intercityhotel.de/intercityhotel/view/hotelinformationen/frankfurt_ai  0 69 / 69 70 99
Hotel Miramar 60311 Frankfurt am Main http://www.miramar-frankfurt.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 92 03 97 0
Winter's Boardinghouse Eurotel Offenbach 63065 Offenbach am Main http://www.winters.de/boarding  069 / 982 42-0
Steigenberger Hotel Metropolitan 60329 Frankfurt am Main http://www.metropolitan.steigenberger.de Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5069 / 50 60 70 - 0
Hotel Falk 60487 Frankfurt am Main http://www.hotel-falk.de  069 / 71 91 88 70
ACHAT Plaza Frankfurt / Offenbach 63071 Offenbach am Main http://www.achat-hotel.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 80905-0
Appartements Johann Wolfgang 60598 Frankfurt am Main http://www.deraghotels.de  069 / 6 80 92-0
Villa Orange 60318 Frankfurt am Main contact@villa-orange.de Kategorie: 2Kategorie: 20049-69 / 40584-0
Best Western Hotel Plaza 60329 Frankfurt am Main http://www.plaza-frankfurt.bestwestern.de  069 / 2713780
Steigenberger Hotel Frankfurt City 60311 Frankfurt am Main http://www.frankfurt-city.steigenberger.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4069 / 21930-0
Motel One Frankfurt-Offenbach SĂŒd 63069 Offenbach am Main   069 / 83 83 65 20
Die Welle - Althoff Residences Frankfurt 60322 Frankfurt am Main http://www.althoffresidences.com/  069 / 69 76 - 19 00
Pension am Ledermuseum 63067 Offenbach am Main http://www.messe-pension.com  069 / 819 888
Hotel Hansa 63067 Offenbach http://hotelhansa.de/  069 / 82 98 50
Hotel Monte Cristo 63065 Offenbach am Main http://hotelmontecristo.de  069 / 981957-32 oder 33
Hotel garni Djaran 63067 Offenbach am Main http://www.hoteldjaran.de  069 / 82 36 44 22
Lindner Hotel & Residence Main Plaza 60594 Frankfurt / Main http://www.lindner.de/de/MP/index_html  069 / 66401 0
Holiday Inn Frankfurt-Neu-Isenburg 63263 Neu-Isenburg http://holiday-inn-frankfurt-neu-isenburg.de  06102 / 746-0

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Frankfurter Paulskirche aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Frankfurter Paulskirche verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de