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Letzte Änderung für Artikel Zwickau: 20.02.2006 15:38

Zwickau

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Wappen Karte
GroĂźes
Stadtwappen
Lage der kreisfreien Stadt Zwickau in Deutschland
Leitspruch
Zwickau • Zentrum mit Zukunft
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Chemnitz
Kreis : Kreisfreie Stadt
Fläche : 102,54 km²
Einwohner : 98.088 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 957 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote : 20,4 % (Januar 2006)
Höhe : 260-440 m ü. NN
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 43' 60" N 12° 30' 0" O
50° 43' 60" N 12° 30' 0" O
Postleitzahlen : 08001-08066 (alt 95xx)
Vorwahl : 0375
Kfz-Kennzeichen : Z
GemeindeschlĂĽssel : 14 1 67 000
Gliederung des
Stadtgebiets:
5 Stadtbezirke
mit 35 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptmarkt 1
08056 Zwickau
Website: www.zwickau.de
E-Mail-Adresse: zwickau@zwickau.de
Politik
OberbĂĽrgermeister : Dietmar Vettermann ( CDU )
Stadtratssitze: 48
Stadtratsfraktionen: 6

Zwickau ist eine Stadt im östlichen Deutschland , im Südwesten des Freistaates Sachsen. Sie ist nach Leipzig, Dresden und Chemnitz die viertgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren Sachsens und hat den Status einer kreisfreien Stadt. Zwickau bildet einen Kern der „Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau“ und zusammen mit Chemnitz, Dresden, Leipzig und Halle die „Metropolregion Sachsendreieck“.

Nächst größere Städte sind Chemnitz, ca. 31 km östlich, Gera, ca. 33 km nordwestlich und Leipzig, ca. 70 km nördlich von Zwickau.

Die Einwohnerzahl der Stadt Zwickau ĂĽberschritt ca. 1944 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur GroĂźstadt wurde.

Der Hauptmarkt in Zwickau als Panorama-Aufnahme
Der Hauptmarkt in Zwickau als Panorama-Aufnahme

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Zwickau liegt im Vorland des Erzgebirges im Naturraum des Erzgebirgsbeckens in einer weiten Talaue am Westufer der Zwickauer Mulde, auch „Westliche Mulde“ genannt, einem kleinen Fluss, der im westlichen Erzgebirge südlich von Hammerbrücke entspringt und sich mit der Freiberger Mulde oberhalb von Grimma zur „Mulde“ vereinigt, die dann wiederum als linker Nebenfluss der Elbe oberhalb von Dessau in die Elbe mündet.
Bild:Zwickau panorama west (aka).jpg

Siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Zwickau. Sie gehören fast ausschließlich zum Landkreis Zwickauer Land und werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:

Mülsen, Reinsdorf, Wilkau-Haßlau, Hirschfeld (Verwaltungsgemeinschaft Kirchberg), Lichtentanne, Werdau, Neukirchen, Crimmitschau und Dennheritz ( Verwaltungsgemeinschaft Crimmitschau-Dennheritz ) sowie die zum Landkreis Chemnitzer Land gehörige Stadt Glauchau.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Zwickaus ist in die fünf Stadtbezirke Mitte, Ost, Nord, West und Süd eingeteilt. Jeder Stadtbezirk besteht aus bis zu neun Stadtteilen . Die erst bei den jüngsten Eingemeindungen in den 1990er Jahren nach Zwickau eingegliederten Stadtteile Rottmannsdorf, Crossen, Cainsdorf, Mosel, Oberrothenbach und Schlunzig sind zugleich Ortschaften im Sinne der §§ 65 bis 69 der Sächsischen Gemeindeordnung. Die Ortschaften wurden durch die Hauptsatzung der Stadt Zwickau eingeführt und haben einen von der Bevölkerung gewählten Ortschaftsrat , der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen vier und sechs Mitglieder hat. Vorsitzender des Ortschaftsrat ist der Ortsvorsteher .

Die fünf Stadtbezirke mit ihren zugehörigen amtlichen Stadtteilen und deren Nummern:

Stadtbezirke und Stadtteile
Stadtbezirke und Stadtteile
  • Stadtbezirk Mitte (11-15):
    Innenstadt (11), Mitte-Nord (12), Mitte-West (13), Mitte-SĂĽd (14), Nordvorstadt (15)
  • Stadtbezirk Ost (21-28):
    Gebiet Äußere Dresdner Straße/Pöhlauer Straße (21), Eckersbach Siedlung (22), Pöhlau (23), Auerbach (24), Eckersbacher Höhe (E5/1) (25), Eckersbacher Höhe (E5/2-3) (26),
    Eckersbacher Höhe (E1-E4) (27), Gebiet Talstraße/Trillerberg (28)
  • Stadtbezirk Nord (31-39):
    Pölbitz (31), Weißenborn (32), Niederhohndorf (33), Hartmannsdorf (34), Oberrothenbach¹ (35),
    MoselÂą (36), CrossenÂą (37), Schneppendorf (38), SchlunzigÂą (39)
  • Stadtbezirk West (41-44):
    Gebiet Reichenbacher StraĂźe und Freiheitssiedlung (41), Marienthal-Ost (42), Marienthal-West (43), Brand (44)
  • Stadtbezirk SĂĽd (51-59):
    Bockwa (51), Oberhohndorf (52), Schedewitz/Geinitzsiedlung (53), Niederplanitz (54), Neuplanitz (55), HĂĽttelsgrĂĽn (56), Oberplanitz (57), RottmannsdorfÂą (58), CainsdorfÂą (59)

Âą zugleich Ortschaft

Geschichte

Der Dom
Der Dom

Bild:Zwickau city wall with powder tower (aka).jpg

Die Katharinenkirche
Die Katharinenkirche
Das Robert-Schumann-Geburtshaus
Das Robert-Schumann-Geburtshaus
Die Robert-Schumann-Statue
Die Robert-Schumann-Statue

Bereits im 7. Jahrhundert siedelten Slawen im Gebiet zwischen Elbe und Saale , im 10. Jahrhundert erfolgte die Christianisierung der Slawen und die Ostsiedlung durch germanische Siedler begann.

1118 wurde in einer Urkunde, ausgestellt von Bischof Dietrich I. von Naumburg, im Kloster Bosau bei Zeitz erstmals das territorio Zcwickaw erwähnt. Es handelt sich hierbei nicht um einen konkreten Ort, sondern um einen von Slawen besiedelten Gau, dessen Zentrum das Dorf Osterweih war. Diese Siedlung wurde später aufgegeben; sie lag in der heutigen Nordvorstadt. Um 1150 verlagerte sich der Siedlungsschwerpunkt ins heutige innerstädtische Gebiet. Es bildete sich eine Kaufmannsiedlung um die Nikolaikirche (heutige Nikolaischule). Diese lag an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstraßen, der Salzstraße – Böhmischer Steig und dem polnischen Gleis. Erstere führte über Halle/Leipzig nach Prag, letztere von Krakau über Sachsen nach Süddeutschland. Ebenso entstand parallel dazu ein Siedlungszentrum um die Marienkirche und um den Bereich des späteren Schlosses Osterstein mit der Katharinenkirche.

Im Jahre 1212 erhielt Zwickau das Stadtrecht. Der Bischof von Naumburg bestätigte in einer Urkunde, die auf den 12. Mai datiert ist, die Einigung zwischen den Markgrafen von Meißen, Dietrich und dem Abt des Klosters Bosau, indem letzterer gegen eine Entschädigung von 250 Mark auf Ansprüche gegenüber der Stadt und Stadtkirche verzichtete.

1232 wurden erstmals das Franziskanerkloster und deren Klosterschule erwähnt, ebenso legten die Zisterzienser 1240 einen Wirtschaftshof an; dieser war dem Kloster Grünhain bei Aue unterstellt. Die medizinische Versorgung begann 1266 mit der Erwähnung des späteren St. Georgen- und Margarethen-Hospital. Um 1290 war Zwickau vorübergehend Reichstadt ; die Lateinschule begann ihre Arbeit. Vom „Castrum Zwickaw“, dem späteren Schloss Osterstein, ist erstmals 1292 die Rede. Mit dem Rat beginnt 1273 die städtische Selbstverwaltung, ein Bürgermeister ist seit 1297 nachweisbar.

Der Bergbau in der Region begann um 1316 , als Markgraf Friedrich der Gebissene die Stadt mit einer Fundgrube auf den Fürstenberg (zwischen Kirchberg und Weißenbach) belehnte, an der Silber und Kupfer abgebaut wurde. Bereits 1295 existiert ein Wassergraben, die Stadtmauer und ihre vier Tore erschienen nachweislich seit 1327 . Im Jahre 1328 zerstörte ein Brand große Teile der Stadt, darunter auch die Marienkirche und die Katharinenkirche. Das Zwickauer Stadtrecht wurde im „Codex Statutorum Zviccaviensium“ 1348 erstmals fest gehalten. Hier finden sich bildliche Darstellungen der Todesstrafe und erste Handwerksordnungen, aber auch die erste Erwähnung der Steinkohle.

1403 vernichtete ein verheerender Brand fast die gesamte Stadt. Markgraf Wilhelm I. gewährte zur Erleichterung des Wiederaufbaus eine siebenjährige Steuerbefreiung. Wegen eines Streites zwischen dem Rat der Stadt und dem vom Markgrafen eingesetzten Richter wurden vier Ratsherren in Meißen enthauptet und dort im Dom St. Afra beigesetzt. Ihr Grabmal enthält erstmals die Schwäne des Stadtwappens, die Türme dagegen sind seit 1290 nachweisbar. Der Bierbann, ein Verbot Bier zu brauen wurde 1421 für zahlreiche Dörfer in der Umgebung von Zwickau ausgesprochen. Hussiten belagerten 1430 erfolglos die Stadt, plünderten und brandschatzten jedoch die Vorstädte und umliegende Dörfer. Im Jahre 1444 erwarb die Stadt eine eigene Gerichtsbarkeit.

Die Schneeberger Silbervorkommen wurden 1470 entdeckt; an ihrer Ausbeutung waren vor allem Zwickauer Bürger, der Amtshauptmann Martin und sein Bruder Niklas Römer sowie Hans Federangel beteiligt. Aus diesem Grund wurde die Zwickauer Münze 1475 neu gegründet. In dieser Zeit wurde von Martin Römer auch der Schwanenteich als Feuerlöschteich und zur Fischzucht angelegt. Bereits 1473 erhielt Zwickau von Kaiser Friedrich III. das Rotsiegelprivileg, das eigentlich nur Landesherren und den von ihnen dazu privilegierten zustand. Alle Urkunden und Briefe wurden seitdem mit rotem Wachs gesiegelt. 1476 reiste Herzog Albrecht von Sachsen zu einer Wallfahrt nach Rom und Palästina. In seinem Gefolge waren auch die Zwickauer Martin Römer und Landrentmeister Hans Mergenthal. Martin Römer starb 1483 , er war großzügiger Förderer seiner Stadt – unter anderem stammen die Magazinhäuser am Kornmarkt von ihm.

Die Marienkirche erhielt 1478 einen Flügelaltar des Nürnberger Künstlers Michael Wolgemut. Für das Jahr 1486 sind in der Stadt zwei Apotheken nachweisbar, die Löwenapotheke und die Salamonisapotheke. Seit 1498 ist der Bildschnitzer Peter Breuer in Zwickau ansässig, der 1504 das Bürgerrecht erhielt. Aus seiner Hand stammen zahlreiche Werke in Kirchen Zwickaus und der Umgebung. Der Rat erhielt 1505 vom Kloster Eisenberg das Kirchenpatronat (das heißt die Schirmherrschaft über die Kirchen der Stadt). Die Bergkeller wurden von Brauberechtigten Bürgern seit 1511 angelegt. 1516 verweigerten die Bürger dem neuen Rat die Huldigung. Unter Leitung von Georgius Agricola wurde 1519 die griechische Schule gegründet. Diese wird ein Jahr später mit der Lateinschule vereinigt, Aricola blieb Schulmeister. Im Jahre 1523 errichtete der Augsburger Hans Schönsberger die erste Druckerei. 1522 begann der Bau des Gewandhauses durch die Zwickauer Tuchmacher, drei Jahre später wurde es fertig gestellt.


Von Oktober 1520 bis April 1521 predigte Thomas Müntzer in Zwickau, er kam auf Empfehlung von Martin Luther hierher. Luther widmete seinem Freund, dem Zwickauer Bürgermeister Hermann Mühlpfort, 1520 seine Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Thomas Müntzer schloß sich den „ Zwickauer Propheten “ an, die von Luther später als „Schwärmer“ bekämpft wurden. Zwickauer Bürger stürmten im März 1522 den Grünhainer Klosterhof um gefangene Bauern zu befreien. Es kam zu Bilderstürmungen . Im April kam Martin Luther auf Bitten des Rates nach Zwickau und hielt einige Predigten. Hier entkam er auch einem Mordanschlag, indem er sich in ein Gasthaus rettete. Dort äußerte er auch den Spruch „das ist mein Paradies“. Deshalb nannte sich der Gasthof „Zum Paradies“ und wurde die angrenzende Brücke über die Mulde Paradiesbrücke genannt. Der Pfarrer Nikolaus Hausmann bekannte sich 1523 als erster in Zwickau zur Reformation. Die Franziskaner wurden aus der Stadt gewiesen. 1525 kam es auch in der Zwickauer Gegend zu Bauernaufständen. Hausmann erwirkte aber die Begnadigung von 80 Aufständischen beim Gericht von Kurfürst Johann in Zwickau.

Die Oberhohndorfer Steinkohlevorkommen wurden 1530 entdeckt. Im Schmalkaldischen Krieg wurde die Stadt im Januar 1547 von Truppen von Herzog Moritz geplündert, abgebrannt und die Bewohner für einige Monate vertrieben. Seither ist Zwickau Teil des albertinischen Kürfürstentums Sachsen. Im August 1573 suchte ein schweres Hochwasser Zwickau heim, trotzdem wurde Ende des Monats ein großes Fürstenschießen veranstaltet, bei dem außer dem sächsischen Kurfürsten zahlreiche hohe Gäste aus verschiedenen Teilen Deutschlands anwesend waren.

Seit dem Mittelalter wurden in Zwickau verschiedene Formen von Bergbau betrieben, zum Beispiel Steinkohlebergbau. Ende der 1970er Jahre schlossen die letzten Steinkohlegruben in der Stadt. Da Zwickau an einer wichtigen Handelsstraße nach Böhmen lag und hier die Mulde gut überquert werden konnte, wurde Zwickau zu einer reichen und bedeutenden Handelsstadt.

1810 wurde der wohl bedeutendste Sohn der Stadt, der Komponist Robert Schumann, in Zwickau geboren.

Im Jahre 1904 gründete August Horch in Zwickau sein erstes Automobilwerk unter eigenem Namen, fünf Jahre später die Audi-Werke. Seither werden in Zwickau als einzigem Standort in Deutschland ununterbrochen Autos gebaut. Von Oktober 1957 bis April 1991 wurde in Zwickau der Trabant, der Volkswagen der DDR , gefertigt. Heute baut Volkswagen im Zwickauer Stadtteil Mosel die Modelle Golf und Passat.

1907 schied Zwickau aus der Amtshauptmannschaft Zwickau aus und wurde eine „exemte Stadt“, die man später als kreisfreie Stadt bezeichnete. Zwickau blieb aber Sitz der Amtshauptmannschaft, aus welcher in den 1930er Jahren der Landkreis Zwickau hervorging.

Bild:Zwickau war monument (aka).jpg Bereits im Oktober 1921 gründete die NSDAP in Zwickau die erste Ortsgruppe außerhalb Bayerns und machte damit die Stadt zu ihrem Ausbreitungszentrum in Sachsen ( Quelle ). 1933 wurde im Schloss Osterstein ein berüchtigtes Gefängnis der SS eingerichtet, in dem insgesamt 750 Menschen inhaftiert waren ( Quelle ). In Mülsen, Lengenfeld und bei den Horch-Werken wurden 1944 drei Außenlager des KZ Flossenbürg eingerichtet mit zeitweise über 3.000 Zwangsarbeitern ( Quelle ). Mindestens 1.500 Häftlinge starben durch den Terror der SS-Wachmannschaften oder durch die katastrophalen Lebensbedingungen. Etwa 800 jüdische Bürger wurden aus Plauen und Zwickau deportiert, nur 17 kehrten zurück ( Quelle ). Die Stadt Zwickau gedenkt dieser Opfer durch mehrere Gedenkstätten, verschiedene Veranstaltungen, Aktionen und Ausstellungen.

Anders als beispielsweise Plauen, Chemnitz oder Dresden blieb Zwickau während des Zweiten Weltkrieges von flächendeckenden Bombardements verschont, so dass die Innenstadt mit ihren historischen Bauten nahezu unzerstört das Ende des Krieges, das für Zwickau am 17. April 1945 eintrat, überstand. Zunächst geriet die Stadt unter amerikanische Besatzung; auf Grund von Vereinbarungen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion übernahm im Sommer 1945 die Rote Armee die Stadt und die US-Armee zog ihre Streitkräfte aus Zwickau ab.

Bei der Verwaltungsreform in der DDR 1952 (Auflösung der Länder und Gründung von Bezirken) wurde Zwickau dem Bezirk Karl-Marx-Stadt zugeordnet und der Landkreis Zwickau in die beiden Landkreise Zwickau und Werdau geteilt.

Seit dem Beitritt der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 gehört Zwickau wieder zum Land Sachsen. Als am 1. August 1994 in Sachsen das Kreisreformgesetz in Kraft trat, wurden die beiden bisherigen Landkreise Werdau und Zwickau zum Landkreis Zwickauer Land vereinigt; Kreissitz ist Werdau. Die Stadt Zwickau selbst bleibt eine kreisfreie Stadt innerhalb des Regierungsbezirks Chemnitz.

Eingemeindungen

Das Zwickauer Rathaus
Das Zwickauer Rathaus

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Zwickau eingegliedert:

  • 1. Januar 1895 : Pölbitz
  • 1. Oktober 1902 : Marienthal
  • 1. Januar 1905 : Eckersbach
  • 1. Januar 1922 : WeiĂźenborn
  • 1. Januar 1923 : Schedewitz
  • 1. April 1939 : Brand und Bockwa
  • 1. Januar 1944 : Oberhohndorf und die Stadt Planitz (mit Ober- und Niederplanitz)
  • 1. Februar 1953 : Auerbach , Pöhlau und Niederhohndorf
  • 1. Juli 1993 : Hartmannsdorf
  • 1. April 1996 : Rottmannsdorf
  • 1. Oktober 1996 : Crossen (mit dem am 1. Januar 1994 eingemeindeten Schneppendorf )
  • 1. Januar 1999 : Cainsdorf , Mosel , Oberrothenbach und Schlunzig sowie HĂĽttelsgrĂĽn und die „Freiheitssiedlung“

Einwohnerentwicklung

Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung
Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Zwickau ĂĽberschritt circa 1944 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur GroĂźstadt wurde. Um 1950 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 140.000 ihren historischen Höchststand. Seit etwa 1989 ist Zwickau von einem starken RĂĽckgang der Einwohnerzahl betroffen. So verlor die Stadt – gemessen am heutigen Gebietsstand – seit 1990 ĂĽber 20 % ihrer Einwohner. Trotz zahlreicher Eingemeindungen in den 1990er Jahren (s. o.) – die Fläche des Stadtgebiets wuchs zwischen 1992 und 2000 um ca. 80 % an – konnte der negative Bevölkerungstrend nur kurzzeitig gestoppt werden.

Die Einwohnerzahl der Robert-Schumann-Stadt fiel ungefähr im Oktober 2003 unter 100.000. Anhand des durchschnittlichen Bevölkerungsrückgangs der letzten sechs Jahre ist ersichtlich, dass die Zahl der Einwohner jährlich um ungefähr 1.100 abnahm. In Bevölkerungsprognosen geht man davon aus, dass im Jahre 2020 dann nur noch zwischen 85.000 und 90.000 Menschen in der Stadt leben werden.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr bzw. Datum Einwohner
1462 3.900
1530 7.677
1631 5.400
1640 2.693
1723 3.753
1800 4.189
1. Dezember 1834 Âą 6.701
1. Dezember 1840 Âą 9.740
3. Dezember 1861 Âą 20.492
3. Dezember 1864 Âą 22.400
3. Dezember 1867 Âą 24.500
1. Dezember 1871 Âą 27.322
1. Dezember 1875 Âą 31.491
1. Dezember 1880 Âą 35.005
1. Dezember 1885 Âą 39.243
1. Dezember 1890 Âą 44.198
Datum Einwohner
2. Dezember 1895 Âą 50.391
1. Dezember 1900 Âą 55.825
1. Dezember 1905 Âą 68.502
1. Dezember 1910 Âą 73.542
1. Dezember 1916 Âą 62.482
5. Dezember 1917 Âą 62.095
8. Oktober 1919 Âą 69.600
16. Juni 1925 Âą 80.664
16. Juni 1933 Âą 84.701
17. Mai 1939 Âą 85.198
1. Dezember 1945 Âą 115.780
29. Oktober 1946 Âą 122.862
31. August 1950 Âą 138.844
31. Dezember 1955 135.751
31. Dezember 1960 129.138
31. Dezember 1964 Âą 128.431
Datum Einwohner
1. Januar 1971 Âą 126.988
31. Dezember 1975 122.496
31. Dezember 1981 Âą 121.283
31. Dezember 1985 120.206
31. Dezember 1989 118.914
31. Dezember 1990 114.632
31. Dezember 1995 ² 102.563
31. Dezember 1998 ² 105.369
31. Dezember 1999 ² 104.146
31. Dezember 2000 ² 103.008
31. Dezember 2001 ² 101.726
31. Dezember 2002 ² 100.892
31. Dezember 2003 ² 99.846
31. Dezember 2004 ² 98.742
30. September 2005 98.088

¹ Volkszählungsergebnis

² Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Gebietsstand jeweils zum 1. Januar des Folgejahres)

Religionen

zwei der Domfiguren
zwei der Domfiguren
Die alten Priesterhäuser
Die alten Priesterhäuser

Die Bevölkerung der Stadt Zwickau gehörte anfangs zum Bistum Zeitz bzw. Naumburg . Ab 1518 wurden reformierte Predigten abgehalten und ab 1524 wurde das Abendmahl „in beiderlei Gestalt“ eingeführt. Danach wurden die letzten Mönche der Stadt ausgewiesen und 1525 konnte die Reformation zunächst abgeschlossen werden. 1529 erhielt die Stadt eine lutherische Kirchenordnung. Danach war Zwickau über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Nach dem Übergang an das Kurfürstentum Sachsen wurde Zwickau Sitz einer Superintendentur , heute Kirchenbezirk Zwickau, der zur gleichnamigen Region innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gehört. Der Kirchenbezirk Zwickau umfasst auch Gemeinden außerhalb der Stadt Zwickau.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Diese gründeten 1818 wieder eine Pfarrgemeinde. Sie gehörte wie alle Katholiken im damaligen Königreich Sachsen zum Apostolischen Vikariat mit Sitz in Dresden, das seit 1743 zuständiger Verwaltungsbezirk in der Nachfolge des in der Reformationszeit aufgelösten Bistums Meißen war. Aus diesem Verwaltungsbezirk entstand 1921 (wieder) das Bistum Meißen , seit 1980 Bistum Dresden-Meißen , das heute zur Kirchenprovinz Berlin (Erzbistum Berlin) gehört. Zwickau wurde innerhalb des Bistums Meißen Sitz eines Dekanats , zu dem auch Pfarrgemeinden außerhalb Zwickaus gehören.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es die Neuapostolische Kirche und auch noch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten , Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche , der Evangelisch-Lutherischen Freikirche und eine Herrnhuter Brüdergemeine , ferner eine Freie Christliche Gemeinde und die Christengemeinde Elim (Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden ). Darüber hinaus ist auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Zwickau vertreten.

Politik

Die Wappentiere der Stadt auf dem Schwanenteich
Die Wappentiere der Stadt auf dem Schwanenteich

An der Spitze der Stadt stand anfangs ein markgräflicher bzw. königlicher Vogt. Daneben gab es nachweislich seit 1273 einen Rat. Dieser übernahm später die alleinige Zuständigkeit in der Stadtverwaltung. Vorsitzender des Rates war Bürgermeister, der jährlich an Michaelis ( 29. September ) wechselte. Später gab es zwei Räte, einen „regierenden“ und einen „alten“ Rat, die sich im Amt abwechselten. Im 17. Jahrhundert wurde der alte Rat stark verkleinert, bis er schließlich mit dem regierenden Rat verschmolz, welcher dann ab 1832 nur noch aus vier Mitgliedern bestand. Bis 1830 wechselten die Bürgermeister weiterhin jährlich ab, konnten aber ihr Amt mehrmals ausführen. So amtierten zwischen 1800 und 1830 insgesamt „nur“ sechs Bürgermeister. Ab 1830 gab es nur noch einen Bürgermeister, der ab 1874 den Titel Oberbürgermeister trug. Daneben gab es weiterhin einen Rat.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der Stadt“ bzw. die Stadtverordnetenversammlung , die ebenfalls vom Volk gewählt wurde. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Vorsitzender der Stadtrats. Heute ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister direkt für sieben Jahre vom Volk gewählt.

Aktuelle politische Entwicklung

Stadtratswahl 2004
Stadtratswahl 2004

Seit dem 1. August 2001 ist Dietmar Vettermann Oberbürgermeister. Ihm stehen drei Bürgermeister zur Seite: Pia Findeiß (Dezernat Soziales und Kultur), Eugen Kirchdörfer (Dezernat Finanzen und Zentrale Dienste) und Sven Dietrich (Dezernat Umwelt und Ordnung). Es existierte eine Koalition aus CDU und SPD , allerdings haben sie in der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 große Verluste erlitten. Auf der anderen Seite haben die PDS und die neuangetretene lokale AG Zwickau große Gewinne erzielt.
Die Stadt ist hoch verschuldet. Ende Februar 2005 hat der Stadtrat ein Haushaltssanierungskonzept verabschiedet, das jetzt vom Regierungspräsidium Chemnitz unter Auflagen genehmigt wurde.

Liste der BĂĽrgermeister bzw. ab 1874 OberbĂĽrgermeister von Zwickau

Die Jahreszahlen hinter den Namen geben die Amtsjahre an, wobei das Amtsjahr nicht dem Kalenderjahr entsprach.

  • Carl Wilhelm Ferber: 1800 , 1802 , 1804 , 1806 , 1808 , 1810 , 1812 , 1814
  • Tobias Hempel: 1801 , 1803 , 1805 , 1807 , 1809 , 1811 , 1813 , 1815 , 1817 , 1819
  • Christian Gottlieb Haugk: 1816 , 1818 , 1820 , 1822
  • Carl Heinrich Rappius: 1821 , 1823 , 1825 , 1826
  • Christian Heinrich Pinther: 1824
  • 1827 - 1830 : Christian Heinrich MĂĽhlmann, Stadtvogt
  • 1830 - 1832 : Franz Adolf Marbach
  • 1832 - 1860 : Friedrich Wilhelm Meyer
  • 1860 - 1898 : Lothar Streit, ab 1874 OberbĂĽrgermeister
  • 1898 - 1919 : Karl Keil
  • 1919 - 1934 : Richard Holz
  • 1934 - 1945 : Ewald Dost
  • 1945 : Fritz Weber, kommissarischer OberbĂĽrgermeister
  • 1945 : Georg Handke, kommissarischer OberbĂĽrgermeister
  • 1945 - 1949 : Paul MĂĽller
  • 1949 - 1954 : Otto AĂźmann
  • 1954 - 1958 : Otto Schneider
  • 1958 - 1969 : Gustav Seifried
  • 1969 - 1973 : Liesbeth Windisch
  • 1973 - 1977 : Helmut Repmann
  • 1977 - 1990 : Heiner Fischer
  • 1990 - 2001 : Rainer Eichhorn
  • 2001 - heute: Dietmar Vettermann

Wappen

Das Wappen der Stadt Zwickau zeigt in geviertem Schild in Rot: Vorn oben und hinten unten drei (2:1) gestellte schreitende silberne Schwäne; hinten oben und vorne unten über blauen Wellen auf einer niedrigen silbernen Mauer drei unterschiedlich gestaltete silberne Türme. Das große Wappen enthält zusätzlich den heiligen Mauritius als Schutzpatron der Stadt.

Städtepartnerschaften

Zwickau unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Wirtschaft und Infrastruktur

Bild:Zwickau Sachsenring (aka).jpg

Verkehr

Durch Zwickau fĂĽhren die BundesstraĂźen 93 , 173 und 175 . Im SĂĽden der Stadt Zwickau fĂĽhrt die A 72 Hof - Chemnitz, im Norden die A 4 Dresden - Erfurt, die schnell ĂĽber die B 93 zu erreichen ist, vorbei.

Im Bereich der Eisenbahn führt durch Zwickau die Hauptverkehrsstrecke Stuttgart - Nürnberg - Hof - Chemnitz - Dresden - Görlitz (Sachsen-Franken-Magistrale) und in der Nähe befindet sich die Strecke München - Hof - Leipzig - Berlin. Zudem zweigen in Zwickau auch die Strecken nach Johanngeorgenstadt und nach Falkenstein ab und es besteht ein Rangierbahnhof in der seltenen Bauform eines Gefällebahnhofes.

Im Westen der Stadt befindet sich ein Regionalflugplatz. Der nächstgelegene größere Flughafen ist der Flughafen Altenburg-Nobitz, welcher sich 35 km nördlich von Zwickau befindet.

Den Öffentlichen Personennahverkehr ( ÖPNV ) bedienen im städtischen Verkehr drei Straßenbahn -, 13 Bus- und zwei Nachtbuslinien der „Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH“ (SVZ) sowie im Regionalverkehr die „Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen GmbH“ (RVW). Im Dezember 2005 wurde eine 4,3 Kilometer lange Straßenbahn-Neubaustrecke in den südwestlichen Stadtteil Neuplanitz eröffnet. Seitdem verkehren die Straßenbahnen wie folgt: Eckersbach - Hauptbahnhof (Linie 1), Eckersbach - Neuplanitz (Linie 3) und Pölbitz - Städtisches Klinikum (Linie 4).
Die Stadt entwickelt den Tourismus, sie ist neben Dresden einer der Endpunkte der SilberstraĂźe.

Medien

  • In Zwickau erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse.
  • Als regionaler Fernsehsender existiert „TeleVision Zwickau“ mit Sitz in Reinsdorf.
  • In Zwickau ist der Radiosender „ZWICKAU 96.2“ ansässig.
  • Bosch betreibt in Zwickau ein „Test-Internet“, genannt „blue-cable“, das auf neuesten Technologien basiert.
  • Ebenfalls in Zwickau ist einer der „Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle“ (SAEK) ansässig.

Ansässige Unternehmen

  • Volkswagen Sachsen GmbH
  • GKN Driveline Deutschland GmbH, Werk Mosel (Gelenkwellenwerk)
  • FES GmbH, Fahrzeug-Entwicklung Sachsen
  • Grammer System GmbH
  • Johnson Controls Sachsen-Batterien GmbH & Co. KG
  • Johnson Controls Objekt Zwickau GmbH & Co. KG
  • Tower Automotive Presswerk Zwickau GmbH & Co. KG
  • Westermann Druck Zwickau GmbH
  • GĂĽnter Kunststoffmaschinen GmbH

Bildung

  • Westsächsische Hochschule Zwickau (FH): Die Fachhochschule in Trägerschaft des Freistaates Sachsen geht zurĂĽck auf eine 1862 gegrĂĽndete Bergbauschule und eine 1897 errichtete Ingenieurschule, aus denen 1969 die Ingenieurhochschule Zwickau und hieraus im Jahr 1992 die Hochschule fĂĽr Technik und Wirtschaft Zwickau (FH) hervorging. Im Jahr 1996 erfolgte die Umbenennung in „Westsächsische Hochschule Zwickau (FH)“.
  • Robert-Schumann-Konservatorium der Stadt Zwickau: GegrĂĽndet 1947 ; Musikschule mit ĂĽberregionaler Bedeutung; Unterricht auf allen Instrumenten möglich; vielfältige Angebote in der musikalischen FrĂĽherziehung; Gemeinschaftsmusizieren in zahlreichen Orchestern und Ensembles
  • Gymnasien
    • Clara-Wieck-Gymnasium
    • (Gerhart-Hauptmann-Gymnasium [seit 1. August 2005 AuĂźenstelle des Clara-Wieck-Gymnasiums])
    • Käthe-Kollwitz-Gymnasium
    • (Georgengymnasium [momentan AuĂźenstelle des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums])
    • Peter-Breuer-Gymnasium
  • Berufsschulzentren
    • BSZ fĂĽr Wirtschaft Zwickau (Berufsschule, Berufsfachschule, Wirtschaftsgymnasium)
    • BSZ fĂĽr Technik „August Horch“ Zwickau (Berufsschule, Berufsfachschule, Fachschule, Fachoberschule [auch Teilzeit])
    • BSZ fĂĽr Bautechnik Zwickau (Berufsschule)
    • BSZ fĂĽr Wirtschaft und Gesundheit (Berufsschule, Berufsfachschule)
    • BSZ „Adolph Diesterweg“, Berufsförderschule (Berufsschule)
  • Volkshochschule „Martin Andersen Nexö“ Zwickau

Freizeit- und Sportanlagen

Bild:Zwickau Johannis bath (aka).jpg

  • Bäder:
    • Johannisbad Zwickau
    • Erlenbad (Der Stadtrat versucht das Bad an einen privaten Investor zu verkaufen.)
    • Schwimmhalle FlurstraĂźe (Hallenbad)
    • 04-Bad
    • Freibad Crossen (seit 2005 keine öffentliche Einrichtung mehr)
    • Strandbad Planitz
  • Sportanlagen:
    • Westsachsenstadion
    • Sportforum „Sojus“ in Eckersbach

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Das Theater
Das Theater
Die Ruine des Schlosses Osterstein
Die Ruine des Schlosses Osterstein

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Zwickauer Musiktage, Juni
  • Internationales Trabantfahrer-Treffen (ITT), Juni
  • Stadtfest, August

Theater

  • Theater Plauen-Zwickau (Musiktheater, Schauspiel und Ballett) mit einem Puppentheater: Das Theater entstand im Jahr 2000 durch die Vereinigung des 1823 als „Theater auf dem Gewandhaus“ eröffneten Theater Zwickau und der 1898 als „Theater Plauen“ eröffneten und 1991 in Vogtland Theater Plauen umbenannten BĂĽhne.

Museen

Bild:August Horch museum (aka).jpg

  • August-Horch-Museum
  • Robert-Schumann-Haus (Museum mit vielen persönlichen StĂĽcken aus dem Besitz der Familien Schumann und Wieck)
  • Museum zur Stadtgeschichte in den Priesterhäusern
  • Städtische Kunstsammlungen mit umfangreicher ständiger Gemäldeausstellung, darunter auch Werke des in Zwickau geborenen Max Pechstein

Bauwerke

Die Galerie am Domhof
Die Galerie am Domhof
  • Gewandhaus, das Wahrzeichen der Stadt
  • Marienkirche („Dom“ genannt)
  • Priesterhäuser (beherbergen seit Mai 2003 ein Museum zur Stadtgeschichte)
  • GroĂźes Viertel mit Häusern des Jugendstils und der GrĂĽnderzeit in der Nordvorstadt und in Pölbitz
  • Schwanenteich mit Parkgelände

Historische Gebäude

Das Schwanenschloss
Das Schwanenschloss
  • Schwanenschloss: Das Schloss wurde im Jahre 1836 erbaut und in den Jahren 1861 sowie 1886 teilweise verändert. Es wurde vom Zwickauer Architekten Emil Gutwasser erbaut. Im Jahre 1903 erhielt das Bauwerk eine Säulenkolonnade. 1991 wurde das Schloss nach erheblichem Verfall abgerissen.


Sport

  • Der Stadtsportbund Zwickau e. V. koordiniert die sportlichen Aktivitäten der 107 städtischen Sportvereine.
  • Der FSV Zwickau spielt zur Zeit in der FuĂźball-Landesliga Sachsen (5. Liga). Von 1994 - 1998 spielte der Verein in der 2. FuĂźballbundesliga .
  • Der RSC-Rollis Zwickau (Rollstuhlbasketball) spielt in der 1. Bundesliga und wurde im Jahr 2002 Deutscher Meister, im Jahr 2003 Deutscher Rollstuhlbasketball Pokalsieger und 2004 Europapokalsieger der Pokalsieger. AuĂźerdem wurde im Jahr 2005 der 4. Platz im Champions-Cup (vergleichbar mit der Champions-League im FuĂźball) erreicht.

Persönlichkeiten

EhrenbĂĽrger

Siehe: Artikel Liste der EhrenbĂĽrger von Zwickau

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten sind in Zwickau geboren. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis außerhalb von Zwickau hatten ist dabei unerheblich.
Die Auflistung erfolgt chronologisch nach dem Geburtsdatum:

  • 1810 , 8. Juni , Robert Schumann, † 28. Juli 1856 in Bonn, Komponist (Sinfonien, Konzerte, Lieder und anderes)
  • 1847 , 29. Juni , Paul Flechsig , Hirnforscher
  • 1869 , 6. Oktober , Heinrich Böhmer , † 25. März 1927 in Bad Nauheim, evangelischer Kirchenhistoriker
  • 1872 , 15. November , Hans Dominik , † 9. Dezember 1945 in Berlin, deutscher Schriftsteller, Journalist und Ingenieur
  • 1880 , 8. Oktober , Fritz Bleyl , † 19. August 1966 in Iburg, Maler
  • 1881 , 31. Dezember , Max Pechstein , † 29. Juni 1955 in Berlin, Maler, Grafiker und Bildhauer
  • 1883 , 15. Oktober , Kurt Arnold Findeisen , Schriftsteller
  • 1913 , 25. Februar im Stadtteil Planitz, Gert Fröbe , † 5. September 1988 in MĂĽnchen, Schauspieler zahlreicher Film- und BĂĽhnenrollen
  • 1921 , 14. April , Gerhard SchĂĽrer , Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR .
  • 1928 , 7. Oktober , Wolfgang Pintzka , Theaterregisseur
  • 1931 , 24. April , Rolf Hädrich , † 29. Oktober 2000 in Hamburg, Filmregisseur und Drehbuchautor („Die Fischkonserven“)
  • 1937 , 3. August , Reiner GroĂź , Archivar und Historiker
  • 1946 , 10. Juli , Regina Thoss , Sängerin („Nächte der Sahara“)
  • 1947 , 26. Dezember , Peter Sattmann , Filmschauspieler („Im Innern des Wals“, „Abgeschminkt“)
  • 1948 , 24. November , Christoph Bergner, von 1993 bis 1994 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.
  • 1967 , 28. Juni , Lars Riedel, Sportler (Diskuswerfer), mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger in Atlanta 1996

Weitere Bilder

Bild:Zwickau old gasometer (aka).jpg

Literatur

  • „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ Band II Mitteldeutschland – Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der UnterstĂĽtzung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1941.
  • Geschichte der Stadt Zwickau - GĂĽnter Meier - Wartberg-Verlag, 2002 – ISBN 3-8313-1238-9
  • Persönlichkeiten & Kostbarkeiten der Stadt Zwickau - Zschiesche, 2002 – ISBN 3-9808512-0-6
  • Rundgang durch das alte Zwickau - GĂĽnter Meier - Wartberg-Verlag, 2001 – ISBN 3-86134-573-0
  • Bauwerke in Zwickau: eine Baustilfibel mit stadtbaugeschichtlicher EinfĂĽhrung - JĂĽrgen Härdler und Rainer Hertting-Thomasius - Förster und Borries, 2000 – ISBN 3-00-006206-8
  • Zwickau: alte Bilder erzählen - Norbert Peschke - Sutton, 1997 – ISBN 3-89702-012-2

Weblinks

Wiktionary: Zwickau – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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