fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Chemnitz: 19.02.2006 16:17

Chemnitz

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen der Stadt Chemnitz
Lage der kreisfreien Stadt Chemnitz in Deutschland
Leitspruch
Stadt mit Köpfchen
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Chemnitz
Kreis : kreisfreie Stadt
FlĂ€che : 220,85 kmÂČ
Einwohner : 247.094 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.119 Einwohner je kmÂČ
Arbeitslosenquote : 18,1 % (Januar 2006)
Höhe : 296 m ĂŒ. NN
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 50' N, 12° 55' O
50° 50' N, 12° 55' O
Postleitzahlen : 09001-09131 (alt 90xx)
Vorwahl : 0371, 03726, 037209
Kfz-Kennzeichen : C
GemeindeschlĂŒssel : 14 1 61 000
Stadtgliederung: 39 Stadtteile inkl.
8 Ortschaften
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
09111 Chemnitz
Offizielle Website: www.chemnitz.de
E-Mail-Adresse: buergermeisteramt@stadt-chemnitz.de
Politik
OberbĂŒrgermeister : Dr.-Ing. Peter Seifert ( SPD )

Chemnitz [ ˈkʰɛmnÉȘts ] ist eine Stadt im Westen des Freistaates Sachsen. Mit knapp 250.000 Einwohnern ist sie nach Leipzig und Dresden die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Bundeslandes. Chemnitz hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks.

Die Stadt bildet neben Zwickau einen Kern der „Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau“ und ist Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“.

Der Name „Chemnitz“ leitet sich vom Fluss gleichen Namens her, der die Stadt durchfließt. Dessen Name wiederum geht auf die slawische Bezeichnung Kamjenica (= Steinbach im Sorbischen; kamjeƄ = Stein; vgl. Kamenz) zurĂŒck.

Vom 10. Mai 1953 bis zum 1. Juni 1990 hieß Chemnitz Karl-Marx-Stadt.

Die Einwohnerzahl der Stadt Chemnitz ĂŒberschritt ca. 1883 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Chemnitz liegt im Erzgebirgsbecken, in einer weiten Talmulde am Fluss Chemnitz, umrahmt von AuslĂ€ufern des Erzgebirges im SĂŒden, von Höhen des MittelsĂ€chsischen Berglandes im Norden und vom Beutenberg im Osten. Grundlage des Erzgebirgischen Beckens bildet eine Formation „ Rotliegendes “, die sich seit dem Oberkarbon gebildet hat.

Siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der GewÀsser in Sachsen

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Chemnitz. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:

Stadtgliederung

Stadtteile von Chemnitz
Stadtteile von Chemnitz

Das Stadtgebiet von Chemnitz ist in 39 Stadtteile eingeteilt. Die Stadtteile Einsiedel, Euba, GrĂŒna, Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Mittelbach, Röhrsdorf und Wittgensdorf sind zugleich Ortschaften im Sinne der §§ 65 bis 68 der SĂ€chsischen Gemeindeordnung. FĂŒr diese Ortschaften gibt es jeweils einen Ortschaftsrat , der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 10 und 16 Mitglieder hat sowie einen Ortsvorsteher als Vorsitzenden.

Die OrtschaftsrĂ€te sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Eine endgĂŒltige Entscheidung obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Chemnitz.


Die Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern:

Adelsberg (25) Harthau (45) Rabenstein (94)
Altchemnitz (41) Helbersdorf (61) Reichenbrand (86)
Altendorf (92) Hilbersdorf (15) Reichenhain (43)
Bernsdorf (42) Hutholz (64) Röhrsdorf Âč (96)
Borna-Heinersdorf (13) Kapellenberg (81) Rottluff (93)
Ebersdorf (14) Kappel (82) Schlosschemnitz (02)
Einsiedel Âč (46) Kaßberg (91) Schönau (83)
Erfenschlag (44) Klaffenbach Âč (47) Siegmar (85)
Euba Âč (16) Kleinolbersdorf-Altenhain Âč (26) Sonnenberg (21)
Furth (11) Lutherviertel (22) Stelzendorf (84)
Gablenz (24) Markersdorf (62) Wittgensdorf Âč (97)
Glösa-Draisdorf (12) Mittelbach Âč (87) Yorckgebiet (23)
GrĂŒna Âč (95) Morgenleite (63) Zentrum (01)

Âč zugleich Ortschaft

Geschichte

Übersicht ĂŒber die Stadtgeschichte von Chemnitz

Im Jahre 1136 wurde bei Chemnitz durch König Lothar III. ein Benediktinerkloster gegrĂŒndet, das 1143 das Marktrecht erhielt. In einiger Entfernung des Klosters wurde vermutlich nach 1170 durch den König in der NĂ€he einer Furt durch den Fluss Chemnitz eine stadtĂ€hnliche Siedlung gegrĂŒndet, die schon bald darauf in die Aue verlegt wurde. Bis 1308 war Chemnitz freie Reichsstadt . Schon im Mittelalter war es ein Wirtschaftszentrum, insbesondere durch das im 14. Jahrhundert erhaltene Bleichprivileg .

Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde Chemnitz ein Standort der Industrie mit sehr hohem BSP, ab 1800 wurde die Spinnerei maschinell betrieben. Die UrsprĂŒnge gehen auf Johann Esche aus Limbach zurĂŒck. Daraufhin wuchs er rasch an, man bezeichnete ihn als „SĂ€chsisches Manchester“, „Ruß-Chamtz“ oder auch als „Rußnitz“. Chemnitz wurde eine der bedeutendsten IndustriestĂ€dte Deutschlands.

Chemnitz wurde schon frĂŒh Sitz eines Verwaltungsbezirks (Amtshauptmannschaft) innerhalb der Kreishauptmannschaft Zwickau des Staates Sachsen. Im Jahre 1874 schied die Stadt aus der Amtshauptmannschaft Chemnitz aus und wurde eine „exemte Stadt“, welche man spĂ€ter als kreisfreie Stadt bezeichnete. Sie blieb aber weiterhin Sitz der Amtshauptmannschaft, aus welcher spĂ€ter der Landkreis Chemnitz hervorging. 1900 wurde die Kreishauptmannschaft Chemnitz als VorlĂ€ufer des heutigen Regierungsbezirks Chemnitz gebildet. 1910 entstand die Amtshauptmannschaft Stollberg aus Teilen der Amtshauptmannschaft Chemnitz.

Ein ehemaliges Ortseingangsschild der Stadt
Ein ehemaliges Ortseingangsschild der Stadt

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Chemnitz stark zerstört, vor allem bei den anglo-amerikanischen Bombardierungen am 5. MĂ€rz 1945 . Nach Auflösung der LĂ€nder in der DDR im Jahre 1952 wurde Chemnitz Sitz eines Bezirks, der infolge der am 10. Mai 1953 auf Beschluss der DDR-Regierung erfolgten Umbenennung der Stadt Chemnitz in „Karl-Marx-Stadt“, zu Ehren von Karl Marx , ebenfalls in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde. Im Vorfeld des Beitritts Sachsens zur BRD wurde am 23. April 1990 eine Volksabstimmung ĂŒber den kĂŒnftigen Namen der Stadt abgehalten. Dabei stimmten 76 % der BĂŒrger fĂŒr den alten Namen „Chemnitz“. Die offizielle RĂŒckbenennung erfolgte am 1. Juni 1990 , also noch vor dem formellen Beitritt der DDR zur BRD. Nach Wiedererrichtung des Landes Sachsen 1990 wurde auch der Bezirk Karl-Marx-Stadt aufgelöst.

Im Rahmen der Kreisreform in Sachsen 1994 wurde der Landkreis Chemnitz aufgelöst. Ein Teil wurde mit den Landkreisen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau zum neuen Landkreis Chemnitzer Land zusammen geschlossen. Der andere Teil ging im Landkreis Mittweida auf, einige Gemeinden kamen auch zum Mittleren Erzgebirgskreis und zum Landkreis Stollberg. Chemnitz selbst blieb eine kreisfreie Stadt.

Mitte der 1990er Jahre begann die Bebauung der innerstÀdtischen BauflÀchen um das Rathaus zu einem neuen Stadtkern, welche nach rund 10 Jahren noch nicht abgeschlossen ist. Zu dieser Bildung einer neuen Mitte wurden vor allem KaufhÀuser und Einkaufszentren im Bereich des Marktes angesiedelt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Chemnitz eingegliedert:

  • 1844 Niklasgasse
  • 1880 Schlosschemnitz
  • 1894 Altchemnitz
  • 1900 Gablenz, Kappel und Altendorf
  • 1904 Hilbersdorf
  • 1907 Bernsdorf
  • 1909 Helbersdorf
  • 1913 Borna und Furth
  • 1914 Markersdorf und Ebersdorf
  • 1922 Heinersdorf
  • 1926 Rottluff
  • 1929 Reichenhain
  • 1950 Adelsberg, Erfenschlag, Glösa, Harthau, Rabenstein und Stadt Siegmar-Schönau (gebildet am 1. Oktober 1935 durch den Zusammenschluss von Siegmar und Schönau; zur Stadt gehörten auch die ehemaligen Gemeinden Reichenbrand und Stelzendorf)
  • 1994 Euba
  • 1997 Einsiedel (mit dem bereits am 15. Juli 1936 eingegliederten Berbisdorf), Klaffenbach und Kleinolbersdorf-Altenhain
  • 1999 Röhrsdorf, GrĂŒna, Wittgensdorf und Mittelbach

Einwohnerentwicklung

Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung
Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung

Betrug die Einwohnerzahl im Jahr 1800 noch circa 10.500, so wurde Chemnitz bereits 1883 mit ĂŒber 100.000 Einwohnern eine Großstadt . Ihren Bevölkerungshöchststand hatte die Stadt 1930 mit einer Einwohnerzahl von 361.200.

Auch Chemnitz ist seit etwa 1989 von einem starken BevölkerungsrĂŒckgang betroffen. So verlor die Stadt – gemessen am heutigen Gebietsstand – seit 1990 mehr als 20 Prozent ihrer Einwohner. Trotz zahlreicher Eingemeindungen in den 1990er Jahren (siehe oben) konnte der negative Bevölkerungstrend nur kurzzeitig gestoppt werden. Die Einwohnerzahl der Stadt fiel im Dezember 2003 (laut Statistischem Landesamt des Freistaates Sachsen) unter die Grenze von 250.000. SchĂ€tzungen ergaben, dass sich die Bevölkerungszahl bis zum Jahre 2020 wahrscheinlich zwischen 220.000 und 230.000 einpendeln wird.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1466 3.455
1474 3.523
1501 4.400
1530 4.318
1551 5.616
1586 5.476
1610 5.500
1658 3.000
1700 5.000
1790 9.162
1801 10.835
1818 12.000
1832 18.403
1. Dezember 1834 Âč 21.137
3. Dezember 1861 Âč 45.432
3. Dezember 1864 Âč 54.800
Jahr Einwohner
3. Dezember 1867 Âč 58.600
1. Dezember 1871 Âč 68.229
1. Dezember 1875 Âč 85.334
1. Dezember 1880 Âč 95.123
1. Dezember 1885 Âč 110.817
1. Dezember 1890 Âč 138.954
2. Dezember 1895 Âč 161.017
1. Dezember 1900 Âč 206.913
1. Dezember 1905 Âč 244.927
1. Dezember 1910 Âč 287.807
1. Dezember 1916 Âč 271.738
5. Dezember 1917 Âč 265.540
8. Oktober 1919 Âč 303.775
16. Juni 1925 Âč 331.655
16. Juni 1933 Âč 350.734
17. Mai 1939 Âč 337.645
Jahr Einwohner
1. Dezember 1945 Âč 243.613
29. Oktober 1946 Âč 250.188
31. August 1950 Âč 293.373
31. Dezember 1955 290.153
31. Dezember 1960 286.329
31. Dezember 1964 Âč 293.133
1. Januar 1971 Âč 299.411
31. Dezember 1975 305.113
31. Dezember 1981 Âč 318.578
31. Dezember 1985 315.452
31. Dezember 1988 311.765
31. Dezember 1990 294.244
31. Dezember 1995 266.737
31. Dezember 2000 259.246
30. September 2005 247.094

Âč VolkszĂ€hlungsergebnis

Tabelle zur demografischen Entwicklung

Entwicklung der Gesamtbevölkerung und der Anteil der Altersgruppen von 1997 bis 2003:

Jahr Gesamt 0-14 15-64 > 65
1997 275.125 34.043 191.353 49.729
1998 268.266 31.593 187.037 49.636
1999 263.222 29.803 183.161 50.258
2000 259.246 28.279 179.499 51.468
2001 255.798 26.868 176.212 52.718
2002 252.618 25.446 173.104 54.068
2003 249.922 24.291 169.999 55.632

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Religionen

Siehe auch unter „Weblinks“.

Etwa 80 % der Bevölkerung gehören keiner Religion an.

Die Bevölkerung der Stadt Chemnitz gehörte anfangs zum Bistum Meißen . Die Stadt war bereits ab 1254 Sitz eines Archidiakonats . Ab 1313 war der jeweilige Abt des Benediktinerklosters der Archidiakon . 1539 wurde die Reformation eingefĂŒhrt und mit dem Pfarrer in St. Jacobi eine Superintendentur verbunden. 1540 wurden die noch bestehenden Klöster aufgehoben. Danach war Chemnitz ĂŒber viele Jahrhunderte eine ĂŒberwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch kamen im 16. Jahrhundert auch reformierte Bestrebungen auf, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Chemnitz blieb innerhalb Sachsens stets Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diesen Verwaltungsbezirk als Kirchenbezirk . Die Kirchengemeinden der Stadt gehören alle zu diesem Kirchenbezirk innerhalb der Region Chemnitz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens . Der Kirchenbezirk Chemnitz umfasst auch Gemeinden außerhalb der Stadt Chemnitz. Innerhalb der Evangelischen Landeskirche gibt es in Chemnitz auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft .

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Diese grĂŒndeten alsbald auch wieder eine eigene Pfarrgemeinde. Wie alle Katholiken im damaligen Königreich Sachsen gehörte auch die Gemeinde in Chemnitz zum Apostolischen Vikariat mit Sitz in Dresden, das seit 1743 zustĂ€ndiger Verwaltungsbezirk in der Nachfolge des in der Reformationszeit aufgelösten Bistums Meißen war. Aus diesem Verwaltungsbezirk entstand 1921 (wieder) das Bistum Meißen, seit 1980 Bistum Dresden-Meißen , das heute zur Kirchenprovinz Berlin (Erzbistum Berlin) gehört. Chemnitz wurde innerhalb des Bistums Meißen Sitz eines Dekanats , zu dem auch Pfarrgemeinden außerhalb von Chemnitz gehören.

Gedenkstein fĂŒr die am 10. November 1938 zerstörte Synagoge am Stephansplatz
Gedenkstein fĂŒr die am 10. November 1938 zerstörte Synagoge am Stephansplatz

Neben den beiden großen Kirchen können auch viele Gemeinden verschiedener Freikirchen auf ein langes Wirken in Chemnitz zurĂŒckblicken, darunter eine Altlutherische Gemeinde , die Elim-Gemeinde (Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden ), eine Evangelisch-Freikirchliche Baptistengemeinde , die Heilsarmee , eine Evangelisch-Freikirchliche BrĂŒdergemeinde, zwei Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten) sowie ein in der Evangelisch-methodistischen Kirche beheimatetes Klinikum (Bethanien), eine Evangelisch-reformierte Gemeinde (diese gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer) und eine freie evangelische Gemeinde.

Das Leben der Stadt Chemnitz wurde durch eine, in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts entstandene, lebendige jĂŒdische Gemeinde stark geprĂ€gt. Im Jahr 1879 fand die erste Bestattung auf dem jĂŒdischen Friedhof im Stadtteil Altendorf statt und 1899 konnte die erste Chemnitzer Synagoge am Stephansplatz eingeweiht werden. 1923 hatte die jĂŒdische Gemeinde mit 3.500 Mitgliedern ihren Höchststand erreicht. Es gab 26 jĂŒdische Vereine und jeder dritte der 600 Chemnitzer Fabrikanten, jeder zehnte Arzt sowie viele KĂŒnstler waren Juden. Durch den NS-Terror verloren, wie in ganz Europa, viele jĂŒdische BĂŒrger ihr Leben oder mussten fliehen. Auch die Synagoge wurde zerstört. Ab 1945 gab es wieder eine winzige Gemeinde. 1957 hatte sie gerade noch 35 Mitglieder und 1989 war die Gemeinde auf 12 Personen geschrumpft. Nach dem Beitritt der DDR zur BRD stieg die Zahl durch Zuwanderung aus ehemaligen GUS-LĂ€ndern auf heute ca. 650 Mitglieder. Außerdem wurde im Jahr 2002 eine neue Synagoge geweiht.

Politik

Altes und Neues Rathaus
Altes und Neues Rathaus

Im Jahre 1298 ist fĂŒr Chemnitz bereits ein BĂŒrgermeister und ein Rat bezeugt, die beide an der Spitze der Stadtverwaltung standen.
Im 14. Jahrhundert hatte der Rat mit dem BĂŒrgermeister insgesamt 12 Mitglieder. Ab 1415 gab es drei RĂ€te, der „alte Rat“ (vom Vorjahr), der „neue Rat“ und der „ruhende Rat“, wobei der alte und neue Rat zusammen den „voll sitzenden Rat“ ergaben. Ihm stand der BĂŒrgermeister vor. Nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg gab es nur noch ein Ratskollegium. 1831 wurde eine neue StĂ€dteordnung eingefĂŒhrt. Danach wĂ€hlten die BĂŒrger ihre Vertretung, die ihrerseits den BĂŒrgermeister und die besoldeten StadtrĂ€te wĂ€hlte. Mit dem Ausscheiden der Stadt Chemnitz aus der Amtshauptmannschaft 1874 erhielt der BĂŒrgermeister den Titel OberbĂŒrgermeister .

WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde der OberbĂŒrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die sowjetische Besatzungsmacht den „Rat der Stadt“ beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung ein. In der DDR fanden Wahlen statt, bei denen es oft nur eine Möglichkeit gab zu wĂ€hlen. Es wurde starker direkter und indirekter Druck auf nicht linienkonforme Teile der Bevölkerung ausgeĂŒbt, die Wahlen waren nicht frei und unabhĂ€ngig.

Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das zunĂ€chst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium, wieder frei gewĂ€hlt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunĂ€chst ein besonderer Vorsitzender (ab 1990 Reinhold Breede, CDU). Heute ist der OberbĂŒrgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wĂ€hlte anfangs auch den OberbĂŒrgermeister. Seit 1994 wird der OberbĂŒrgermeister jedoch direkt von den BĂŒrgern der Stadt gewĂ€hlt.

Liste der (Ober-)BĂŒrgermeister von Chemnitz und Karl-Marx-Stadt

Georgius Agricola (1494-1555)
Georgius Agricola (1494-1555)

...

  • 1663 - 1675 : Atlas Crusius

...

  • 1848 - 1873 : Johannes Friedrich MĂŒller
  • 1874 - 1896 : Dr. Heinrich Friedrich Wilhelm AndrĂ©
  • 1896 - 1908 : D. Dr. jur. Dr. ing. Gustav Heinrich Beck
  • 1908 - 1917 : Dr. jur. Heinrich Sturm
  • 1917 - 1930 : Dr. jur. Hermann Max Johannes HĂŒbschmann
  • 1930 - 1933 : Albert Traugott Walter Arlart
  • 1933 - 1945 : Walther Schmidt
  • 1945 : Dr. Fritz Gleibe
  • 1945 : Dr. Kurt Wuthenau
  • 1945 - 1946 : Hans Hermsdorf ( SPD )
  • 1946 - 1952 : Max MĂŒller
  • 1952 - 1960 : Kurt Berthel
  • 1960 - 1961 : Fritz Scheller
  • 1961 - 1986 : Kurt MĂŒller
  • 1986 - 1990 : Dr. Eberhard Langer
  • 1990 - 1992 : Dr. Dieter Noll ( CDU )
  • 1992 - 1993 : Dr. Joachim Pilz (CDU)
  • 1993 - heute: Dr.-Ing. Peter Seifert (SPD)

Wappen

Das Wappen der Stadt Chemnitz zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold zwei blaue PfÀhle, hinten in Gold einen schwarzen Löwen mit roter Zunge und Bewehrung.

Die PfĂ€hle stehen fĂŒr die Grafschaft Landsberg, der Löwe fĂŒr die Grafschaft Meißen. Beide Wappensymbole sind bereits seit dem 15. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt nachweisbar. Sie wurden auch von den KurfĂŒrsten von Sachsen als Herrscher ĂŒber die Stadt Chemnitz gefĂŒhrt. Seit dem 18. Jahrhundert werden beide Wappensymbole in gespaltenem Schild dargestellt.

StÀdtepartnerschaften

Chemnitz unterhÀlt mit folgenden StÀdten eine StÀdtepartnerschaft :

  • Tampere , Finnland , seit 1961
  • Laibach (Ljubljana), Slowenien , seit 1966
  • Arras , Frankreich , seit 1967
  • Timbuktu , Mali , seit 1968
  • ÚstĂ­ nad Labem (Aussig an der Elbe), Tschechien , seit 1970
  • MĂŒlhausen (frz. Mulhouse) , Frankreich, seit 1981
  • ƁódĆș , Polen , seit 1981
  • Manchester , Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland , seit 1983
  • Wolgograd , Russland , seit 1988
  • DĂŒsseldorf (Nordrhein-Westfalen), seit 1988
  • Akron (im Bundesstaat Ohio ), USA , seit 1997
  • Taiyuan , China , seit 1999

Wirtschaft und Infrastruktur

Stadtentwicklung

Blick ĂŒber Rosenhofarkaden
Blick ĂŒber Rosenhofarkaden
Blick ĂŒber die TĂŒrme der Stadt
Blick ĂŒber die TĂŒrme der Stadt
Mittelstandsmeile - Innere Klosterstraße
Mittelstandsmeile - Innere Klosterstraße

Mit der Umbenennung in Karl-Marx-Stadt wurde fĂŒr Chemnitz sehr ambitioniert versucht ein Stadtzentrum zu errichten, das die klassischen Auffassungen vom StĂ€dtebau einer sozialistischen Stadt symbolisieren sollte. Die PlĂ€ne wurden allerdings auf Grund von finanziellen MĂ€ngeln und einem PrioritĂ€tenwechsel zugunsten der Wohnraumschaffung nie komplett verwirklicht.

Bei Chemnitz handelt es sich um die einzige deutsche Großstadt, fĂŒr die, Ă€hnlich dem Wiederaufbau der direkten Nachkriegsjahre, erst seit 1990 ein Stadtzentrum geplant und realisiert wurde bzw. wird, welches sich den GrundsĂ€tzen der „EuropĂ€ischen Stadt“ verpflichtet fĂŒhlt. In seinen Dimensionen ist das bis dahin im wesentlichen als FreiflĂ€che brachliegende GelĂ€nde, an der Stelle der ehemaligen Innenstadt, nur mit dem Bauvorhaben „Potsdamer Platz“ in Berlin vergleichbar.

Verkehr

Durch das nordwestliche Stadtgebiet von Chemnitz fĂŒhrt als Ost-West-Achse die A 4 Erfurt - Dresden, die hier die von SĂŒden kommende A 72 Hof - Chemnitz kreuzt. Die WeiterfĂŒhrung der A 72 nach Leipzig ist in Bau und soll in Teilen 2006 freigegeben werden.

Ferner fĂŒhren folgende Bundesstraßen durch das Chemnitzer Stadtgebiet: B 95 , B 107, B 169 , B 173 und B 174 . SĂ€mtliche Bundesstraßen bilden den sĂŒdöstlichen Teil des sogenannten Cityrings, welcher das Stadtzentrum vollstĂ€ndig umschließt. Um die Innenstadt vom ortsfremden Durchgangsverkehr zu entlasten, soll der bereits vorhandene Cityring, durch einen vorgelagerten und in Teilen bereits existierenden, Innenstadtring ergĂ€nzt werden. Zudem wird mit der Erweiterung des SĂŒdverbunds, dieser in seiner Bedeutung als Tangentialverbindung gestĂ€rkt, so dass in Zukunft, der Transitverkehr aus Richtung Erzgebirge, ĂŒber diese Verbindung zu der im Norden befindlichen Autobahn A4 gefĂŒhrt werden kann. Eine Verbindung mit der westlich der Stadt liegenden A72 ist bereits vorhanden.

Von Chemnitz fĂŒhren Bahnlinien zu dem wichtigen Knoten Leipzig, nach Dresden und Zwickau auf der Sachsen-Franken-Magistrale und nach Riesa - Berlin sowie mehrere kleinere Strecken in das Chemnitzer Umland. Die Strecke nach Leipzig wird derzeit fĂŒr eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut. Alle vier Stunden fĂ€hrt der InterCity nach Dresden bzw. nach Karlsruhe ĂŒber NĂŒrnberg und Stuttgart, dreimal tĂ€glich ein InterRegio nach Berlin.

Jedoch ist Chemnitz gemessen an seiner GrĂ¶ĂŸe sehr schlecht an nationale Bahnverbindungen angebunden. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es daher Diskussionen in der Stadt, welche die politisch Verantwortlichen auffordern, sich um eine Verbesserung der Anbindung zu bemĂŒhen. Diesen negativen Umstand im nationalen Bahnverkehr fĂŒr die Stadt wollte die Deutsche Bahn mit dem am 11. Dezember 2005 in Betrieb gesetzten Chemnitz-Leipzig-Express (CLEX) und der Kampagne "Start-Ziel-Sieg: 59 Minuten von Chemnitz nach Leipzig" beheben, doch ist die Bahnstrecke auch teilweise eingleisig und zudem unelektrifiziert. Auch im EisenbahngĂŒterverkehr ist Chemnitz nach Stilllegung des Rangierbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf kein Eisenbahnknoten mehr.

Die Stadt Chemnitz ist in den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) eingebunden. Alle öffentlichen Verkehrsmittel können daher zu einheitlichen Tarifen des VMS benutzt werden. Den öffentlichen Personennahverkehr ( ÖPNV ) in der Stadt bedienen fĂŒnf Straßenbahnlinien der Chemnitzer Stadtbahn und 32 Buslinien der „Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft“ (CVAG).

Den Regionalverkehr betreiben:

  • Citybahn Chemnitz GmbH (mit der Modellstrecke Chemnitz Hbf - Stollberg und den Strecken nach BurgstĂ€dt und Hainichen)
  • DB Regio AG Verkehrsbetrieb Sachsen (Strecken nach Zwickau, Dresden, Leipzig, Riesa)
  • DB RegioNetz Verkehrs GmbH Erzgebirgsbahn (Strecken nach Aue, Annaberg-Buchholz, Olbernhau)
  • Autobus GmbH Sachsen, REGIOBUS GmbH Mittweida, BVO Verkehrsbetriebe Erzgebirge GmbH, Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH, Reisedienst Dörfelt OHG

Das seit der ersten HĂ€lfte der neunziger Jahre verfolgte „Chemnitzer Modell“ im öffentlichen Personennahverkehr hat deutschlandweit Aufsehen erregt. Dabei geht es um Stadt-Umland-Verbindungen mit Niederflur -Straßenbahnen ĂŒber die Grenze zwischen Straßenbahn und Eisenbahn hinweg. Die erste solche Regionalstadtbahnlinie verbindet seit Ende 2002 das Chemnitzer Stadtzentrum mit der Stadt Stollberg. Dabei wird vom Chemnitzer Hauptbahnhof ĂŒber das Stadtzentrum bis nach Altchemnitz das Straßenbahnnetz der CVAG befahren. Dort wechseln die Bahnen auf die Eisenbahnstrecke nach Stollberg. Diese wurde mit zusĂ€tzlichen Haltepunkten ausgebaut und elektrifiziert und wird heute von der Regio-Infra-Service Sachsen betrieben. Den Verkehr fĂŒhrt die City-Bahn Chemnitz im Auftrag des Verkehrsverbundes Mittelsachsen durch. FortfĂŒhrend sind zunĂ€chst Linien aus dem Norden (BurgstĂ€dt, Mittweida und/oder Hainichen) bis ins Stadtzentrum geplant. Dazu soll in den nĂ€chsten Jahren im Hauptbahnhof eine weitere Straßenbahn-Eisenbahn-VerknĂŒpfungsstelle entstehen. Vorbereitend wurden bereits Abschnitte der Straßenbahn zwischen Hauptbahnhof und Stadtzentrum umgebaut. Außerdem vorgesehen ist eine Linie nach Limbach-Oberfrohna ĂŒber eine neu zu bauende Nordost-Straßenbahnstrecke. Ferner ist eine Erweiterung auf die Eisenbahnstrecken ins Erzgebirge, Richtung Dresden und Zwickau denkbar.

Die nĂ€chstgelegensten internationalen FlughĂ€fen sind der Flughafen Dresden (80 km) und der Flughafen Leipzig-Halle (90 km). SĂŒdlich von Chemnitz ist der Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf gelegen. Das GebĂ€ude des ehemaligen Flughafens Chemnitz aus der Anfangszeit der Luftfahrt in Deutschland ist noch erhalten und liegt heute inmitten des Wohngebietes „ Fritz Heckert “ im SĂŒdwesten Chemnitz'.

Medien

  • Im Raum Chemnitz erscheint als Tageszeitung die „Freie Presse“, mit rund 364.100 Exemplaren pro Werktag nach eigener Aussage die auflagenstĂ€rkste regionale Tageszeitung Deutschlands.
  • Monatlich erscheint das Stadtmagazin „Stadtstreicher“ mit einem Veranstaltungsplaner fĂŒr Chemnitz, Zwickau und deren Großraum.
  • In der Region Chemnitz ist der Radio-Sender „CHEMNITZ 102.1“ zu empfangen.
  • Ebenfalls in der Region Chemnitz ist ĂŒber Kabel und Antenne der TV-Sender „ Sachsen Fernsehen “ zu empfangen.
  • Einer der „SĂ€chsischen Ausbildungs- und ErprobungskanĂ€le“ (SAEK) ist in Chemnitz ansĂ€ssig und produziert ein Hörfunkprogamm das im ewt/ RFC-Kabel tĂ€glich auf 90,5 MHZ sendet, ebenfalls gibt es einen Livestream!, außerdem hat der SAEK auch einen Fernsehbereich, in dem sich junge Fernsehmacher ausprobieren können.
  • Radio UNiCC e. V. – das Uniradio der TU Chemnitz, empfangbar tĂ€glich von 18-19 Uhr auf 102,7 MHz
  • Chemnitzer BĂŒrgerradio Radio T, empfangbar tĂ€glich von 19-24 Uhr auf 102,7 MHz

AnsÀssige Unternehmen

  • ESKA SĂ€chsische Schraubenwerke GmbH
  • Volkswagen Sachsen GmbH, Motorenfertigung Chemnitz
  • Bruno Banani
  • Premium Bodywear AG
  • enviaM (envia Mitteldeutsche Energie AG)
  • Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz (Ă€lteste existierende Werkzeugmaschinenfabrik Deutschlands)
  • IT Services and Solutions GmbH
  • NILES-SIMMONS-Hegenscheidt Gruppe
  • Technologiezentrum Chemnitz GmbH
  • CBS Information Technologies AG
  • Stadtwerke Chemnitz
  • Siemens Chemnitz
  • ELWA Starkstromanlagenbau GmbH Chemnitz

Öffentliche Einrichtungen

In Chemnitz haben folgende Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts ihren Sitz:

  • Bundespolizeiamt (BPOLAMT) Chemnitz
  • Handwerkskammer Chemnitz
  • IHK SĂŒdwestsachsen Chemnitz-Plauen-Zwickau
  • Kreiswehrersatzamt Chemnitz
  • Oberfinanzdirektion Chemnitz
  • Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (ehemaliges Landesarbeitsamt )
  • RegierungsprĂ€sidium Chemnitz
  • Landesarbeitsgericht Sachsen
  • Landessozialgericht Sachsen
  • Landgericht Chemnitz
  • Amtsgericht Chemnitz
  • Sozialgericht Chemnitz
  • Verwaltungsgericht Chemnitz
  • Arbeitsgericht Chemnitz
  • Landesamt fĂŒr Familie und Soziales

Bildung und Forschung

HörsaalgebĂ€ude der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße
HörsaalgebĂ€ude der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße

Technische UniversitĂ€t Chemnitz (TUC): Die UniversitĂ€t geht zurĂŒck auf die 1836 gegrĂŒndete Königliche Gewerbschule Chemnitz, die anfangs eine BildungsstĂ€tte der Textilindustrie war. 1882 kam die Elektrotechnik hinzu und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als Staatliche Akademie fĂŒr Technik gefĂŒhrt. 1953 stieg sie zur Hochschule fĂŒr Maschinenbau auf und 1963 wurde sie eine Technische Hochschule. Schließlich wurde sie 1986 in den Rang einer Technischen UniversitĂ€t erhoben. Die Technische UniversitĂ€t betreut aktuell zwischen 10.000 und 11.000 Studenten.

Gymnasien:

  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
  • Dr.-Wilhelm-AndrĂ©-Gymnasium
  • Georgius-Agricola-Gymnasium
  • Gottfried-Leibniz-Gymnasium (soll aufgehoben werden und schließt sich zusammen mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium)
  • Gymnasium Einsiedel (mit integrierten Behinderten)
  • Johannes-Kepler-Gymnasium (mit mathematisch/naturwissenschaftlich vertieftem Profil)
  • Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium
  • Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium
  • Sportgymnasium Chemnitz
  • Werner-Heisenberg-Gymnasium (soll aufgehoben werden)
  • Fraunhofer-Institut fĂŒr Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
  • SĂ€chsisches Textilforschungsinstitut e. V.

Freizeit- und Sportanlagen

Siehe auch: Kategorie:Chemnitz (Sport)

Bild:Reservoir Oberrabenstein panorama (aka).jpg

  • Sportforum (Hauptstadion – ZuschauerkapazitĂ€t: 18.500 PlĂ€tze; Leichtathletik- /Mehrzweckhalle – ZuschauerkapazitĂ€t: 1.450 PlĂ€tze; Radrennbahn – ZuschauerkapazitĂ€t: 15.000 PlĂ€tze; drei RasenplĂ€tze, zwei HartplĂ€tze, Kunstrasenplatz; eine 50-Meter-Schwimmhalle; Boxer-/Ringerhalle; zwei Kunstturnhallen; Spielhalle; Judohalle)
  • Chemnitz Arena (Messe- und Veranstaltungshalle fĂŒr bis zu 11.000 Zuschauer)
  • Richard-Hartmann-Halle – HeimspielstĂ€tte des Basketballvereins BV TU Chemnitz 99 (ZuschauerkapazitĂ€t 2.000 PlĂ€tze)
  • Sporthalle am Schloßteich - SpielstĂ€tte der ChemCats (ZuschauerkapazitĂ€t: ca. 750 PlĂ€tze)
  • Stadion an der Gellertstraße – HeimspielstĂ€tte des CFC (ZuschauerkapazitĂ€t: 12.500 PlĂ€tze)
  • Eissport und Freizeitzentrum Chemnitz (Eissporthalle 4.000 PlĂ€tze; Trainingshalle; 400 m Eisschnelllaufbahn; Rollhockeystadion)
  • Stausee Oberrabenstein und weitere fĂŒnf FreibĂ€der
  • Stadtbad und weitere drei HallenbĂ€der

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

BĂŒhnen

Der Chemnitzer Theaterplatz
Der Chemnitzer Theaterplatz
  • Die Theater Chemnitz
  • Opernhaus Chemnitz (Oper, Operette, Ballett, Musical)
  • Schauspielhaus Chemnitz
  • Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz
  • Figurentheater
  • Stadthalle Chemnitz
  • „Das Chemnitzer Kabarett“ (ehem. „1. Chemnitzer Kabarett“)
  • Kabarett Kiste – Kabarett „Sachsenmeyer & Co“
  • TACH-Theater
  • Armes Theater mit V. E. B. (Vereinseigene BĂŒhne)
  • FRESSTheater

Museen

Bild:Castle Rabenstein 1 (aka).jpg Bild:Castle Rabenstein 2 (aka).jpg

  • SĂ€chsisches Industriemuseum
  • Kunstsammlungen Chemnitz im König-Albert-Museum
  • Schlossbergmuseum einschließlich Burg Rabenstein und Roter Turm
  • Kulturkaufhaus „DAStietz“
  • Neue SĂ€chsische Galerie (im Tietz)
  • Museum fĂŒr Naturkunde (im Tietz)
  • Henry-van-de-Velde -Museum in der Villa Esche
  • Deutsches Spielemuseum
  • Museum fĂŒr sĂ€chsische Fahrzeuge
  • SĂ€chsisches Eisenbahnmuseum
  • Ebersdorfer Schulmuseum
  • Straßenbahnmuseum Kappel
  • Medizinhistorische Sammlungen des Klinikum Chemnitz gGmbH
  • Kulturgeschichtliches Spezialmuseum fĂŒr MilitĂ€rgeschichte
  • Museumsspeicher Ebersdorf

Kinos

  • Luxor - Der Filmpalast
  • Filmpalast am Roten Turm
  • Filmpalast im Vita-Center
  • Clubkino Siegmar
  • Kino m54
  • Metropol
  • Filmclub mittendrin
  • Voxxx

Bauwerke

Karl-Marx-Monument („Nischel“)
Karl-Marx-Monument („Nischel“)

Siehe auch: SehenswĂŒrdigkeiten in Chemnitz.

  • Wahrzeichen der Stadt Chemnitz („Stadt mit Köpfchen“) ist noch immer der „Nischel“, das wuchtige Karl-Marx-Monument . Bei diesem Denkmal handelt es sich um die grĂ¶ĂŸte PortrĂ€tbĂŒste der Welt. Sie wurde durch den russischen KĂŒnstler Lew Kerbel gestaltet, in Bronze gegossen und 1971 feierlich enthĂŒllt.
  • Altes Rathaus, 1497 errichtet und mehrfach umgebaut
  • Siegertsches Haus, einziges noch erhaltenes Haus mit Barockfassade am Markt (Johann Christoph von Naumann 1735 - 1741 )
  • Neues Rathaus (Richard Möbius, 1911 )
  • Opernhaus (Richard Möbius, 1909 )
  • König-Albert-Museum (Richard Möbius, 1909)
  • Roter Turm – Teil der historischen Stadtbefestigung (altes Wahrzeichen der Stadt)
  • Burg Rabenstein
  • Wasserschloss Klaffenbach
  • Uhrturm der Fa. Schubert & Salzer ( Erich Basarke , 1927 )
  • ehemaliges Kaufhaus Schocken ( Erich Mendelsohn , 1930 )
  • Stadtbad, bedeutendes Denkmal der architektonischen Moderne (Fred Otto, 1928 - 35 )
  • Geburtshaus Fritz Heckerts (heute „HECK-ART“, Restaurant und Galerie)
  • Der Kaßberg als eines der grĂ¶ĂŸten GrĂŒnderzeit- und Jugendstilviertel Europas

Kirchen

Schlosskirche
Schlosskirche
  • Stadtkirche St. Jakobi , Ă€lteste erhaltene Kirche der Stadt ( 14. Jh. )
  • Schlosskirche (spĂ€tgotische Hallenkirche als Nachfolger einer romanischen Basilika von 1136 , ehem. Benediktinerkloster ) und Schlossbergmuseum
  • Johanniskirche, erstmals urkundlich erwĂ€hnt 1264 (stand jedoch außerhalb der Stadtmauern – siehe oben Stadtkirche St. Jakobi)
  • Petrikirche, neugotischer Sandsteinbau (Hans Enger, 1888 )
  • Pauli-Kreuz-Kirche ( Otto Bartning , 1936 )
  • Friedenskirche (Kaßbergstraße 30) 1879 (Methodistengemeinde)
  • Luther-Kirche ( 1908 )
  • St. Joseph, grĂ¶ĂŸte kath. Gemeinde der Stadt, ( 1905 )
  • Markuskirche, neugotische Backsteinkirche mit Doppelhelm-Turm ( 1895 )
  • St. Andreaskriche ( 1888 )
  • St. Josephkirche (1888)

Villen

Die Villa Esche
Die Villa Esche
  • Villa Esche (Jugendstilarchitektur von Henry van de Velde , 1903 / 11 )
  • Villa Koerner ( Henry van de Velde , 1914 )

Das neue Chemnitz

  • Die neue Chemnitzer Innenstadt mit GebĂ€uden von international renommierten Architekten wie Helmut Jahn , Hans Kollhoff und Christoph Ingenhoven
  • Neue Synagoge an der Stollberger Straße (Weihe: 24. Mai 2002 ; Architekt: Professor Alfred Jacoby). In der sog. Reichskristallnacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde die alte Chemnitzer Synagoge (erbaut 1897 - 1899 nach PlĂ€nen von Architekt Wenzel BĂŒrger) am Stephanplatz ebenso wie 2.000 weitere jĂŒdische GotteshĂ€user im Deutschen Reich in Brand gesetzt, beschĂ€digt und spĂ€ter abgetragen.
  • Kulturkaufhaus „DAStietz“, ein ehemaliges Kaufhaus ( Wilhelm Kreis , 1913 ), welches heute die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, das Naturkundemuseum, die Neue SĂ€chsische Galerie u. a. beherbergt. Im großen Lichthof befindet sich der Versteinerte Wald.
  • Chemnitz-Arena, Mehrzweckhalle mit bis zu 13.000 Steh- oder 7.000 SitzplĂ€tzen (einstige Produktionshalle auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Wanderer-Werke)

Höchste Bauwerke

Das Mercure Hotel
Das Mercure Hotel
  • Weit sichtbar ist der Schornstein des Heizkraftwerkes Nord. Mit einer Höhe von 300 m ist er das höchste Bauwerk der Stadt und gleichzeitig das höchste Bauwerk Sachsens.
  • Das höchste GebĂ€ude ist mit 93 m Höhe das 1974 erbaute Mercure Hotel Kongress im Stadtzentrum.
  • Mit 84 m ist der doppelhelmige Turm der Markuskirche (nach EntwĂŒrfen der Berliner Firma Abesser & Kröger, geweiht 1895 ) auf dem Sonnenberg der höchste Kirchturm und ein markantes Wahrzeichen.
  • Das erste Chemnitzer Hochhaus (Willy Schönfeld, 1925 / 26 ) war das noch heute bestehende GebĂ€ude der ehemaligen Weberei Cammann & Co. mit einer Höhe von 40 m.

Weitere SehenswĂŒrdigkeiten

  • Der Versteinerte Wald im Kulturkaufhaus „DAStietz“, eines der bedeutendsten Naturdenkmale in Deutschland
  • Der Schlossteich und die Schillingschen Figuren
  • Der Tierpark Chemnitz
  • Das Kosmonautenzentrum Sigmund JĂ€hn im KĂŒchwaldpark
  • Parkeisenbahn im KĂŒchwaldpark
  • Der Stadtpark entlang der Chemnitz
  • Wasserwerkspark an der WĂŒrschnitz
  • Unterirdische GewölbegĂ€nge im Kaßberg
  • Schaubergwerk „Felsendome Rabenstein“
  • Wildgatter Oberrabenstein
  • Botanischer Garten Chemnitz (Schulbiologiezentrum)
  • Arktisch-Alpiner Garten der Walter-Meusel-Stiftung

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • Februar: Tage der jĂŒdischen Kultur
  • MĂ€rz: Chemnitzer Linux-Tage: Am 1. Samstag und Sonntag im Monat MĂ€rz
  • Mai - September: Kunst- und Handwerkermarkt an jedem 1. Freitag im Monat
  • Mai: Chemnitzer Museumsnacht
  • Juli/August: splash! Festival (grĂ¶ĂŸtes Hip-Hop- und Reggae-Festival Europas)
  • zweites Septemberwochenende: Stadtfest
  • September: SOUL EXPRESSION (internationale Breakdanceveranstaltung)
  • September: KĂŒnstlerbuchmesse
  • Oktober: Internationales Kinderfilmfestival „Schlingel“
  • Oktober: Kulturfestival „Begegnungen“ mit vielfĂ€ltigen Veranstaltungen
  • November: Tage der erzgebirgischen Folklore
  • Dezember: Erzgebirgischer Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

FĂŒr EhrenbĂŒrger, Söhne und Töchter der Stadt und weitere verdienstvolle mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten, siehe Liste der Persönlichkeiten der Stadt Chemnitz

Literatur

  • Thematische StadtplĂ€ne Chemnitz. 5 Teile zu einzelnen Architekturepochen. Chemnitz: edition vollbart 2002/2003.
  • Jens Kassner, Christine Weiske: Reformarchitektur in Chemnitz. Chemnitz: edition vollbart 2003.
  • Zur Entstehung und FrĂŒhgeschichte der Stadt Chemnitz. Kolloquium des Stadtarchivs Chemnitz, 24. April 2002, Volksbank Chemnitz. Aus dem Stadtarchiv Chemnitz 6 (Stollberg 2002), ISBN 3-00-011097-6 .
  • Schriftenreihe: Aus dem Stadtarchiv Chemnitz (Chemnitz 1998 ff.), ZDB-ID 20028933.
  • Zeitschrift: Mitteilungen des Chemnitzer Geschichtsvereins: Jahrbuch (Chemnitz 1992 ff.), ZDB-ID 9137270.
  • „Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte“ Band II Mitteldeutschland – Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der UnterstĂŒtzung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1941.
  • Chemnitz. Neue Bauten in der Stadtmitte 1990-2003. Verlag Edition Leipzig 2003.

Filme

  • »Bilderbuch Deutschland« Chemnitz, Erstausstrahlung: ARD , 27. Juni 2004, 45 Min.

Weblinks

Commons: Chemnitz – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wikinews: Chemnitz – aktuelle Nachrichten
Wiktionary: Chemnitz – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Seaside Residenz Hotel 09126 Chemnitz http://www.residenz-hotel-chemnitz.de/html/d/index.html  0371 / 35 51-0
Mercure Kongress 09111 Chemnitz http://www.mercure.com/mercure/fichehotel/de/mer/1581/fiche_hotel.shtml  0371 / 6830
Elisenhof 09111 Chemnitz http://www.hotelelisenhof.de/  0371 / 47 169-0
SĂ€chsischer Hof 09111 Chemnitz http://www.saechsischer-hof.de/  0371 / 461 48 - 0
Adelsberger Parkhotel Hoyer City Line & Country Li 09127 Chemnitz http://www.adelsberger-parkhotel.de/ph-start.html  0371 / 77420-0
Abendroth 09224 Chemnitz http://www.abendroth-hotel.de/  0371 / 855213
GĂŒnnewig Chemnitzer Hof 09111 Chemnitz http://www.guennewig.de  0341 / 6 84-0
GĂŒnnewig Hotel Europa 09111 Chemnitz http://www.guennewig.de/cheuropa/index1024.php  03 71 / 6 81-0
Kleinolbersdorf 09128 Chemnitz    /
Almenrausch 09221 Neukirchen http://www.hotel-almenrausch.de/  0371 / 2 66 66-0
Villa im GrĂŒnen 09114 Chemnitz http://www.zugast.de/villa-im-gruenen/index.shtml  0371 / 3302380
Hotel im Rabenstein-Center Verband Christlicher Ho 09117 Chemnitz http://www.hotel.rabensteincenter.de/  0371 / 909 47 10
Dorint Parkhotel 09112 Chemnitz http://www.dorint.com/chemnitz/home.html  0371 / 38070
Amber Hotel Plaza Chemnitz Park 09247 Chemnitz http://www.amber-hotels.de/deutschland/index.php  03722 / 51 30
Renaissance Chemnitz Hotel 09113 Chemnitz   0371 / 33410
Ringhotel Schloßhotel Klaffenbach 09123 Chemnitz http://www.schlosshotel-klaffenbach.de/Wasserschloss/wasserschloss.html  0371 / 26 11-0
Avenue Hotel Becker 09131 Chemnitz http://www.avenuehotel.de/  0371 / 471910
Achat 09116 Chemnitz http://www.achat-hotel.de/  0371 / 8121-0
Artes 09114 Chemnitz http://www.hotel-artes.de/  0371 / 33 74 100
Alte MĂŒhle 09117 Chemnitz http://www.hotel-alte-muehle.de/  0371 / 8144-0
Sporthotel Am Stadtpark 09120 Chemnitz http://www.sportcenter-am-stadtpark.de/  0371 / 278000
Forsthaus GrĂŒna 09224 Chemnitz http://www.forsthaus-gruena.de/hotel.htm  03 71 / 8 42 52 - 0

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chemnitz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Chemnitz verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de