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Letzte Änderung für Artikel Dresden: 19.02.2006 20:00

Dresden

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Wappen Karte
Stadtwappen der Landeshauptstadt Dresden Lage der kreisfreien Stadt Dresden in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Kreisfreie Stadt
FlĂ€che: 328,30 kmÂČ
Einwohner: 490.760 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte: 1.490 Einwohner je kmÂČ
AuslÀnderanteil: 3,1 %
Arbeitslosenquote: 15,7 % (MĂ€rz 2006)
Höhe: 113 m ĂŒ. NN (Altmarkt)
höchster Punkt: 383 m ĂŒ. NN (Triebenberg)
tiefster Punkt: 101 m ĂŒ. NN (Cossebaude)
Postleitzahlen: 01001-01462
(alte PLZ: 8010–8090)
Telefonvorwahl: 0351/(03528)
Geografische Lage:
Koordinaten: 51° 02' N, 13° 44' O
51° 02' N, 13° 44' O
Kfz-Kennzeichen: DD
GemeindeschlĂŒssel: 14 2 62 000
UN/LOCODE: DE DRS
Stadtgliederung: 10 OrtsÀmter/9 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Dr.-KĂŒlz-Ring 19
01067 Dresden
Website der Stadt: www.dresden.de
Amtliches Mitteilungsblatt: Dresdner Amtsblatt
Politik
OberbĂŒrgermeister: Ingolf Roßberg
(FDP, fĂŒr Initiative OB fĂŒr Dresden)
Regierende Parteien: CDU, FDP, DSU, Freie BĂŒrger
Fraktionen im
Stadtrat:
70 Mandate

CDU
Linke
BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen
SPD
FDP
(inkl. DSU)
BĂŒrgerfraktion
(darunter:
BĂŒrgerliste
Freie BĂŒrger
VolkssolidaritÀt)

Fraktionslose
(Nat. BĂŒndnis)
Sitze:
21
17
9
8
6
(1)
6

(2)
(2)
(2)

3
Letzte Stadtratswahl: 13. Juni 2004

Dresden (sorbisch: DrjeĆŸdĆșany; abgeleitet aus dem altsorbischen DreĆŸÄany fĂŒr Sumpf- oder Auwaldbewohner, tschechisch: DrĂĄĆŸÄany) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Sie liegt nordwestlich des Elbsandsteingebirges und an der Nordabdachung des Osterzgebirges sowie am Übergang vom Ober- zum Mittellauf der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung, der letzten durchbruchartigen Tallandschaft des Flusses.

Bereits in der Steinzeit besiedelt und 1206 erstmals urkundlich erwĂ€hnt, entwickelte sich Dresden zur kurfĂŒrstlichen und königlichen Residenz. Dresden ist das politische und kulturelle Zentrum des Freistaates. Es hat den Status einer kreisfreien Stadt, ist Sitz des Regierungsbezirks Dresden und zahlreicher Hochschulen. Die Einwohnerzahl der Stadt Dresden ĂŒberschritt ca. 1852 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Dresden bildet den Kern des gleichnamigen Ballungsgebietes in Mitteleuropa und ist dadurch Verkehrsknotenpunkt und ein wirtschaftliches Zentrum. Zusammen mit den BallungsrĂ€umen Chemnitz-Zwickau sowie Leipzig-Halle bildet dieser Ballungsraum die „Metropolregion Sachsendreieck“.

Eine knappe Übersicht ĂŒber Artikel und Themen zu Dresden bietet auch das Portal Dresden.

Inhaltsverzeichnis


Geographie

Dresdner Innenstadt vom SĂŒd-SĂŒdosten bei Goppeln – v.l.n.r. RĂ€cknitz, Zschertnitz und Teile der SĂŒdvorstadt
Dresdner Innenstadt vom SĂŒd-SĂŒdosten bei Goppeln – v.l.n.r. RĂ€cknitz, Zschertnitz und Teile der SĂŒdvorstadt

Dresden liegt beiderseits der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung, eingebettet zwischen den AuslĂ€ufern des Osterzgebirges, dem Steilabfall der Lausitzer Granitplatte und dem Elbsandsteingebirge auf etwa 113 Meter ĂŒber Normalnull. Unter anderem wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage am Fluss und seiner barocken und mediterranen Architektur sowie der klimatisch vorteilhaften Besonderheiten wird die Stadt auch „Elbflorenz“ genannt. Die höchste Erhebung des erweiterten Dresdner Stadtgebietes ist der 384 m hohe Triebenberg, der nördlich der Elbe liegt.

Die Stadt ist nach teils großflĂ€chigen Eingemeindungen, aber auch aufgrund der Siedlungsallokation, ihrer FlĂ€che nach hinter Berlin, Hamburg und Köln die viertgrĂ¶ĂŸte Großstadt Deutschlands.

Wichtige FlĂŒsse in Dresden sind die Elbe, die die Stadt als einziges schiffbares GewĂ€sser durchfließt, die Weißeritz und der Lockwitzbach, beides linke NebengewĂ€sser der Elbe, die im Osterzgebirge entspringen, sowie die Prießnitz, ein rechter Nebenfluss der Elbe.

Siehe auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der GewÀsser in Sachsen

Natur

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In der NĂ€he der drei Elbschlösser gehen Dresdner Heide und Elbwiesen ineinander ĂŒber

Dresden gehört nach großflĂ€chigen Eingemeindungen mit 63 % GrĂŒn- und WaldflĂ€che zu den grĂŒnsten GroßstĂ€dten in Europa. Die Dresdner Heide bildet eine geschlossene WaldflĂ€che im Dresdner Norden. Im erweiterten Stadtgebiet gibt es vier Naturschutzgebiete mit einer FlĂ€che von 331 ha, 12 Landschaftsschutzgebiete mit mehr als 11.000 ha teilweise deckungsgleich mit neun FFH-Gebieten mit 1.800 ha FlĂ€che. Zahlreiche denkmalgeschĂŒtzte GĂ€rten, Alleen und Parkanlagen sowie Friedhöfe bilden 110 NaturdenkmĂ€ler oder geschĂŒtzte Landschaftsbestandteile.

Umgebung

Nahe gelegene deutsche GroßstĂ€dte sind Chemnitz (80 km sĂŒdwestlich), Leipzig (100 km nordwestlich) und Berlin (200 km nördlich). 150 km sĂŒdlich befindet sich die tschechische Hauptstadt Prag, die Goldene Stadt, 230 km östlich liegt Breslau (WrocƂaw) in Polen.

In der Nachbarschaft liegen der Landkreis Kamenz mit der Stadt Radeberg, der Landkreis SĂ€chsische Schweiz mit den StĂ€dten Pirna und Heidenau, der Weißeritzkreis mit der Stadt Freital und der Landkreis Meißen mit Moritzburg und der Stadt Radebeul. Alle erwĂ€hnten StĂ€dte grenzen direkt an Dresden an und bilden den Kernraum des Ballungsraumes Dresden. Etwas weiter entfernt liegt Riesa und die Bergstadt Freiberg.

Stadtgliederung

Zur ursprĂŒnglichen Stadt Dresden gehörten Stadtteile, die in der gegenwĂ€rtigen Struktur fast alle zu den OrtsĂ€mtern Altstadt und Neustadt gehören. Neben den innerhalb der Stadtfestung liegenden Teilen entstanden außerhalb der Stadtmauern, jedoch meist auf Dresdner Flur, VorstĂ€dte, die auf Anweisung sĂ€chsischer Herrscher angelegt worden waren und zum Teil nach diesen benannt wurden. Die Antonstadt ist mittlerweile weitgehend unter dem Begriff Äußere Neustadt bekannt. Die anderen königlichen VorstĂ€dte blieben dagegen als Begriff erhalten. SpĂ€ter wuchs die Stadt vor allem im 19. Jahrhundert, als weitere Dörfer dichter bebaut wurden. Der Begriff Vorstadt wurde spĂ€ter fĂŒr weitere Stadtteile nicht mehr verwendet.

1958 bereits war das Stadtgebiet von Dresden in die fĂŒnf Stadtbezirke Mitte, Ost, West, SĂŒd und Nord eingeteilt worden.

Auflösung der Nummerierung in der Tabelle
Auflösung der Nummerierung in der Tabelle

Dresden gliedert sich seit 1991 in zehn Ortsamtsbereiche und neun Ortschaften. Die Ortsamtsbereiche wurden aus dem Stadtgebiet vor 1990 gebildet, wĂ€hrend die Ortschaften durch nach 1990 eingemeindete FlĂ€chen und Gemeinden abgebildet werden. Der Ortsamtsbereich mit der höchsten Bevölkerung ist der um Blasewitz, das flĂ€chengrĂ¶ĂŸte der von Loschwitz. Die grĂ¶ĂŸte und bevölkerungsreichste Ortschaft ist Schönfeld-Weißig, die sich im Schönfelder Hochland erstreckt. Die Dresdner Innenstadt liegt in den Ortsamtsbereichen Altstadt und Neustadt.

Bei den neun Ortschaften, die teilweise auch aus mehreren Ortsteilen bestehen, handelt es sich um die erst Ende der 1990er Jahre eingegliederten ehemals selbstÀndigen Gemeinden. Eine Ausnahme ist der Ortsteil Kauscha, der, bis 1999 zu Bannewitz gehörig, dem Ortsamt Prohlis angegliedert wurde.


Die 10 Ortsamtsbereiche und die 9 Ortschaften mit ihren zugehörigen Orts- und Stadtteilen
Ortsamt/Ortschaft Einwohner
(Hauptwohnsitz)
(31. Dez 2003)
FlÀche
in kmÂČ
Dichte
in Einw./kmÂČ
Stadtteile/Ortsteile
(1) Altstadt 47 811 17,00 2.812 Innere Altstadt, Friedrichstadt, Johannstadt, Pirnaische Vorstadt, Seevorstadt und Wilsdruffer Vorstadt
(2) Neustadt 36 098 14,85 2.431 Albertstadt, Äußere Neustadt, Innere Neustadt, Leipziger Vorstadt und Radeberger Vorstadt
(3) Pieschen 43 923 16,20 2.711 Pieschen, Trachenberge, Mickten, Kaditz, Trachau und Übigau
(4) Klotzsche 19 469 27,10 718 Klotzsche, Hellerau, RĂ€hnitz und Wilschdorf
(5) Loschwitz 18 428 68,84 268 Loschwitz, Weißer Hirsch, Rochwitz, Wachwitz, Niederpoyritz, Hosterwitz, Söbrigen, Oberpoyritz, BĂŒhlau, Pillnitz und die Dresdner Heide
(6) Blasewitz 76 784 14,48 5.303 Blasewitz, Striesen, Tolkewitz, Gruna, Dobritz und Seidnitz
(7) Leuben 36 198 13,05 2.774 Leuben, Laubegast, Alttolkewitz, Kleinzschachwitz, Zschieren, Meußlitz, Großzschachwitz, Sporbitz und fĂŒr Teile von Niedersedlitz und Dobritz
(8) Prohlis 54 292 21,10 2.573 Großluga, Kleinluga, Kauscha, Leubnitz-Neuostra, Lockwitz, Nickern, Niedersedlitz, Prohlis, Reick, Strehlen, Torna und Teile von Mockritz
(9) Plauen 47 621 15,80 3.014 Plauen, SĂŒdvorstadt, CoschĂŒtz, Gittersee, Kaitz, Kleinpestitz, Mockritz, Gostritz, RĂ€cknitz und Zschertnitz
(10) Cotta 63 084 19,34 3.262 Briesnitz, Kemnitz, Stetzsch, Cotta, Omsewitz-BurgstĂ€dtel, Leutewitz, Gorbitz, Wölfnitz, Löbtau, Naußlitz, Roßthal-Neunimptsch, Dölzschen
(11) Altfranken 1 093 1,28 854
(12) Cossebaude 5 237 8,04 651 Gohlis, Niederwartha, Cossebaude, Neu-Leuteritz
(13) Gompitz 3 047 11,72 260 Gompitz, Ockerwitz, Pennrich, Roitzsch, Steinbach, Zöllmen, Unkersdorf
(14) LangebrĂŒck 3 713 6,95 534
(15) Mobschatz 1 452 8,50 171
(16) Oberwartha 366 2,03 180
(17) Schönborn 501 5,20 96
(18) Schönfeld-Weißig 12 570 41,33 304 Borsberg, Cunnersdorf, Eichbusch, Eschdorf, Gönnsdorf, Helfenberg, Malschendorf, Pappritz, Reitzendorf, Rockau, Rossendorf, Schönfeld, Schullwitz, Weißig und Zaschendorf
(19) Weixdorf 5 966 15,49 385 Weixdorf, Marsdorf, Lausa, Friedersdorf und Gomlitz

Geschichte

Siehe auch: Hauptartikel Geschichte Dresdens

Blick auf Dresdner Altstadt mit AugustusbrĂŒcke um 1900
Blick auf Dresdner Altstadt mit AugustusbrĂŒcke um 1900

Erste Siedlungen bestanden im Dresdner Raum bereits in der Jungsteinzeit. Die Furt durch die Elbe in Höhe der heutigen Altstadt bestand wahrscheinlich schon im frĂŒhen Mittelalter. Dresdens Besiedlung blieb trotz der lukrativen Lage an der Elbe und der fruchtbaren Böden aufgrund der starken Bewaldung problematisch.

Im Jahre 1206 wird Dresden erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Die damalige Bezeichnung war Dresdene; sie ist vermutlich vom slawischen Begriff „DreĆŸÄany“ („Auwaldbewohner“) abgeleitet, mit dem ursprĂŒnglich die Bewohner des Ortes bezeichnet worden waren.

Ende des 15. Jahrhunderts wird Dresden Residenzstadt der sĂ€chsischen Herrscher und erfĂ€hrt mit der Erhebung des wettinischen Herrschaftsbesitzes zum KurfĂŒrstentum und Königreich eine Aufwertung als politisches und kulturelles Zentrum. Durch den Übergang der kurfĂŒrstlichen WĂŒrde innerhalb des Hauses Wettin (Wittenberger Kapitulation) wird die Stadt zur Hauptstadt des wichtigsten protestantischen Landes innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In dieser Zeit wurden auch wichtige kulturelle Einrichtungen begrĂŒndet, die bis in die Gegenwart die besondere Geltung Dresdens ausmachen.

Im DreißigjĂ€hrigen Krieg wurde Dresden nie geplĂŒndert oder zerstört, aber durch Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche Stagnation in seiner Entwicklung gestört. Die Geschichte seit dem DreißigjĂ€hrigen Krieg ist dann sehr wechselvoll: Zum Einen entstanden in Dresden die bekannten Bauwerke und Parkanlagen; auf der anderen Seite war Dresden in fast alle großen europĂ€ischen Kriege verwickelt und wurde dabei mehrfach beschĂ€digt.

Form und Ausmaße der Stadtfestung um 1750
Form und Ausmaße der Stadtfestung um 1750

1685 brannte Altendresden komplett ab und wurde ĂŒber mehrere Jahrzehnte wiederaufgebaut und erst 1732 als „Neue Königliche Stadt“ vollendet. Schon seit lĂ€ngerem wird der Stadtteil deshalb als Neustadt bezeichnet. Unter August II., genannt „August der Starke“, errang Dresden die kulturelle Bedeutung, die es bis in die Moderne besitzt. Im Dezember 1745 wurde Dresden im österreichischem Erbfolgekrieg zum ersten Mal durch Preußen erobert. Erneut wurde Dresden im SiebenjĂ€hrigen Krieg 1756 durch Preußen eingenommen. Als sich die österreichische Armee der Stadt nĂ€herte, ließ der preußische Gouverneur Teile der Stadt abbrennen. 1760 belagerte Preußen Dresden erfolglos und beschoss dabei die Innenstadt. 1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freude, die lyrische Vorlage fĂŒr die Hymne der EuropĂ€ischen Union, fĂŒr die Tafel der Freimaurerloge in Dresden.

Im FrĂŒhjahr des Jahres 1791 wurde in Dresden bzw. im nahe gelegenen Ort Pillnitz mit der Pillnitzer Deklaration ein Initial fĂŒr die mehr als 150 Jahre wĂ€hrende Feindseligkeit zwischen Deutschland und Frankreich gelegt. Darin riefen die vornehmlich deutschen Monarchen die europĂ€ischen MĂ€chte zur Zerschlagung der Französischen Revolution auf. Bereits in die Befreiungskriege gegen Napoleon war Dresden intensiv involviert. Im Jahr 1813 fanden zahlreiche vorentscheidende Schlachten der Völkerschlacht bei Leipzig um Dresden herum statt. Sachsen und damit Dresden kĂ€mpfte auf der Seite von Frankreich, die Stadt wurde durch die Franzosen weiter befestigt und durch deren Truppen geschĂŒtzt.

Stadtplan von Dresden um 1895
Stadtplan von Dresden um 1895

Im weiteren 19. Jahrhundert blieb Dresden von Kriegen verschont und wurde Hauptstadt eines der stĂ€rksten Königreiche auch ab 1871 im Deutschen Reich. Vom Ersten Weltkrieg blieb die Stadt unberĂŒhrt. Nach der Novemberrevolution 1918 wurde Dresden Hauptstadt des Freistaates Sachsen.

Auch im Zweiten Weltkrieg sah es lange so aus, als wĂŒrde Dresden von Kriegshandlungen verschont bleiben, bis in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 weite Teile des Stadtgebietes durch britische und US-amerikanische Luftangriffe schwer beschĂ€digt wurden. Die genaue Zahl der Opfer ist ungewiss. Sprach man frĂŒher in einzelnen Publikationen von bis zu 350.000 Toten, so nimmt man in jĂŒngerer Zeit Opferzahlen in Höhe von etwa 25.000 bis 40.000 Toten an. Laut dem Historiker Frederick Taylor geht die falsche Opferzahl auf eine FĂ€lschung der Nazis selber zurĂŒck: Der Opferzahl wurde eine Null hinzugefĂŒgt, um in neutralen Medien und LĂ€ndern Stimmung gegen die Alliierten zu machen. Offiziell anerkannt ist heute die Zahl von 35.000 Toten. Das ZDF zeigte 2006 unter dem Titel „Dresden“ einen zweiteiligen Fernsehfilm zur Zerstörung der Stadt.

Dresden war seit Jahrhunderten ein militĂ€risches Zentrum. Im Dresdner Norden wurde die Albertstadt als autarke MilitĂ€rstadt angelegt, die unter den Nationalsozialisten weiter ausgebaut wurde. Zwischen 1939 und 1945 wurden auch KZ-HĂ€ftlinge, v. a. aus den Lagern in Auschwitz und FlossenbĂŒrg, in der Stadt in Baracken interniert. Sie arbeiteten in der RĂŒstungsindustrie Dresdens.

Nach 1945 standen in und um Dresden die 1. Gardepanzerarmee der Sowjetunion sowie die 7. Panzerdivision der Nationalen Volksarmee. Nie zuvor in Friedenszeiten standen so viele Truppen in Dresden wie zwischen 1945 und 1990. In den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung wurden alle Truppenteile verlegt oder aufgelöst.

WĂ€hrend der Zeit des Sozialismus wurden viele Reste der alten Stadt beseitigt. Ruinen des barocken Dresden sowie Kirchen wurden gesprengt. Die unzerstörte Ă€ußere Neustadt blieb aufgrund von BĂŒrgerprotesten erhalten. In Prohlis und Gorbitz entstanden Großsiedlungen in Plattenbauweise auf zuvor unbebautem Land. Die Johannstadt und andere Gebiete im Stadtzentrum wurden ebenso in Großblockbauweise ĂŒberbaut. Nur wenige alte GebĂ€ude wurden wieder hergerichtet. Das zerstörte Stadtzentrum wurde nach den Idealen des sozialistischen Wohnungsbaus neu angelegt. Erst spĂ€t wurden Semperoper, Zwinger und die Kathedrale wiederaufgebaut.

Elbehochwasser im August 2002
Elbehochwasser im August 2002

Nach der Wende 1989 wurden nochmals einige alte GebĂ€ude abgerissen. Viele andere wurden jedoch mit Hilfe steuerlicher Subventionen wieder hergerichtet. Viele Gebiete Dresdens gelten daher als Beispiele fĂŒr die gelungene Restaurierung von BaudenkmĂ€lern und stehen als Gesamtensembles unter Denkmalschutz.

Im August 2002 wurde die Stadt von der sogenannten „Jahrhundertflut“ getroffen. Dabei ĂŒberschwemmten mehrere NebengewĂ€sser und die Elbe die Stadt. Die Elbe erreichte einen Pegelstand, der die bis dato schwersten Hochwasser von 1784, 1799 und 1845 ĂŒbertraf. Das Reparieren von Straßen und Infrastruktur dauerte nach dem Hochwasser bis in die Gegenwart an. Betroffene Bauwerke waren wesentlich schneller wieder hergerichtet.

Im Jahr 2005 wurde nach zehnjÀhriger Bauzeit der Wiederaufbau der Frauenkirche im Rohbau fertig gestellt und die Kirche am 30. Oktober geweiht. Im Jahr 2006 feiert die Stadt ihr 800-jÀhriges Bestehen, formal an der ersten urkundlichen ErwÀhnung festgemacht.

Religionen

Siehe auch: Hauptartikel Religionen in Dresden

In Dresden gehören etwa 20.000 Menschen einer römisch-katholischen und etwa 75.000 einer evangelisch-lutherischen Gemeinde an. Dies entspricht einem Anteil von 4 bzw. 15 % an der Gesamtbevölkerung mit Erstwohnsitz in Dresden.

Die Reformation setzte sich in Dresden 1539 durch. Ab etwa 1571 vertrat die Stadt ein strenges Luthertum. Im Jahre 1661 gab es in Dresden erstmals wieder katholische Gottesdienste. KurfĂŒrst Friedrich August I. veranlasste 1697 den Wechsel des Hofstaates zum katholischen Glauben, um zum polnischen König August II. gekrönt werden zu können. Die katholischen Gemeinden wurden erst 1807 den evangelischen gleichgestellt und blieben nach Mitgliederzahl bis heute eine kleine Minderheit. Ab 1949 trat die Mehrzahl der Dresdner aus der - meist evangelischen - Kirche aus. Der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder ging von etwa 85 % auf 22 % 1989 zurĂŒck. Seit 1980 ist Dresden erstmals in seiner Geschichte Sitz eines Bischofs, wobei die katholische Hofkirche zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen geweiht wurde.

Die Stadtverwaltung schÀtzt die heutige Anzahl der Mitglieder von Freikirchen und nicht-christlichen Gemeinden auf etwa 5.000 Menschen.

Entwicklung des Stadtgebiets

Siehe: Hauptartikel Entwicklung des Dresdner Stadtgebiets fĂŒr detaillierte Werte und Statistiken

Bevölkerungsdichte der einzelnen Ortsamtsbereiche und Ortschaften
Bevölkerungsdichte der einzelnen Ortsamtsbereiche und Ortschaften
Die landschaftliche Einbindung Dresdens und Grenzen urbaner RÀume: Blick von der Frauenkirche flussaufwÀrts
Die landschaftliche Einbindung Dresdens und Grenzen urbaner RÀume: Blick von der Frauenkirche flussaufwÀrts

UrsprĂŒnglich lag der Ă€lteste Teil der Stadt rechtselbisch, daher nördlich der Elbe. Den Stadtteil Altendresden gibt es nicht mehr. Nachdem er abbrannte, wurde er 1732 als Neue Königliche Stadt, spĂ€ter vereinfacht Neustadt, neu angelegt und ist mit der heutigen Inneren Neustadt deckungsgleich. Der Stadtteil sĂŒdlich der Elbe wird daher mittlerweile als die historische Altstadt bezeichnet. Gleichzeitig hat sich damit die gesamte Stadt nach SĂŒden verlagert. Auch die Tallage ist sĂŒdlich der Elbe wesentlich flacher, was die starke Entwicklung dort begĂŒnstigte. Gerade auf Grund der Tallage, in die sich die Stadt legt, dehnt sich die Stadt nicht gleichmĂ€ĂŸig aus, sondern folgt dem Tal in sĂŒd-östliche bzw. nord-westliche Richtung. Sowohl nördlich als auch sĂŒdlich der Elbe wuchs Dresden vorerst durch VorstĂ€dte, die anfangs der Stadtfestung vorgelagert waren.

Eingemeindungen von umliegenden Gemeinden gab es seit 1835, als Dresden sich nach Norden und Westen ausdehnte. Seitdem wurden 64 Landgemeinden, zwei Gutsbezirke und zwei StÀdte nach Dresden eingemeindet.

Landgemeinden, die in Dresden nach 1990 eingemeindet wurden, erhielten den Sonderstatus „Ortschaft“ innerhalb der kommunalen Struktur von Dresden. Die grĂ¶ĂŸte Eingemeindung dabei war die von Schönfeld-Weißig im Osten des Stadtgebietes.

Der Bereich Dresdens mit der dichtesten Besiedlung ist der Ortsamtsbereich Blasewitz. Dabei ist dichte Besiedlung nicht mehr Anzeichen fĂŒr schlechteren Wohnraum, wie es zu Zeiten enger Hinterhofbebauung noch gelten konnte. Die Elbe wirkt im Bereich von Blasewitz als Grenze des urbanen Raums, weshalb diese dicht besiedelte und die quasi unbewohnten FlĂ€chen der Dresdner Heide sehr nah beieinander liegen. Blasewitz selbst wurde erst 1921 an Dresden angegliedert, wobei zu dieser Zeit schon weite Teile des heutigen Ortsamtsbereichs zur Stadt Dresden gehörten. Die Dresdner Heide liegt im Ortsamtsbereich Loschwitz, das mit 268 Einwohnern je Quadratkilometer das am dĂŒnnsten besiedelte Ortsamt Dresdens ist.

Wie feinstrukturiert und unterschiedlich die urbanen RĂ€ume Dresdens besiedelt sind, zeigt sich beim Vergleich von Äußerer und Innerer Neustadt. Die Äußere Neustadt ist mit mehr als 11.000 Bewohnern pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Stadtteil Dresdens, wĂ€hrend die Innere (historische) Neustadt mit etwa 3.000 Einwohnern pro kmÂČ eine weit geringere Bevölkerungsdichte hat.

Dresden hat gegenwĂ€rtig etwa 490.000 Einwohner. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Dresden zu den fĂŒnf bevölkerungsreichsten StĂ€dten in Deutschland. 1933 wurde mit 642.143 Einwohner der höchste Wert in der Geschichte Dresdens gezĂ€hlt. Durch den Zweiten Weltkrieg verringerte sich die Stadtbevölkerung zur ZĂ€hlung von 1946 auf etwa 468.000. Zwischenzeitlich wieder auf mehr als 500.000 Einwohner angestiegen, sank die Anzahl an wohnberechtigter Bevölkerung mit Erstwohnsitz durch Abwanderung und Suburbanisierung bis 1995 erneut auf etwa 469.000 Einwohner und damit nur knapp mehr als kriegsbedingt 1946. Danach wurde sie durch Eingemeindungen erhöht und steigt mittlerweile auch dauerhaft durch einen leichten WanderungsĂŒberschuss.

Politik

Stadtverwaltung, -gremien und -politik

Die Fraktionen im Stadtrat (70 Mandate) nach der letzten Stadtratswahl am 13. Juni 2004

  • CDU 21
  • Linke 17
  • BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen 9
  • SPD 8
  • FDP (inkl. DSU) 6 (1)
  • BĂŒrgerfraktion (darunter: BĂŒrgerliste, Freie BĂŒrger, VolkssolidaritĂ€t) 6 (je 2)
  • Fraktionslose (Nat. BĂŒndnis) 3

Der OberbĂŒrgermeister leitet die Stadtverwaltung, verantwortet laufende TagesgeschĂ€fte und reprĂ€sentiert die Stadt. Er wird fĂŒr eine Amtszeit von 7 Jahren direkt gewĂ€hlt. Ihm unterstellt sind mehrere BĂŒrgermeister fĂŒr einzelne Fachbereiche. Der derzeitige OberbĂŒrgermeister Ingolf Roßberg trat sein Amt am 1. August 2001 an, weshalb die nĂ€chsten planmĂ€ĂŸigen OberbĂŒrgermeisterwahlen im Jahr 2008 liegen.

Der Stadtrat definiert die Grundlagen nach der die Stadtverwaltung handelt und kann ĂŒber BeschlĂŒsse auch dem OberbĂŒrgermeister AuftrĂ€ge erteilen. Sofern einzelne Entscheidungen nicht im Kompetenzbereich des OberbĂŒrgermeisters liegen, bestimmt der Stadtrat ĂŒber Angelegenheiten der Stadt. In der Tat ist der Stadtrat wesentlich an Fragen der Stadtentwicklung beteiligt. Er nimmt bezogen auf die Stadt gesetzgebende Kompetenzen wahr, in dem er Stadtverordnungen und Satzungen erlĂ€sst. Die StadtrĂ€te werden ĂŒber ein Drei-Stimmen-System fĂŒr eine Amtszeit von 5 Jahren gewĂ€hlt. Im Stadtrat gibt es 70 StadtrĂ€te. FĂŒr Senioren und AuslĂ€nder in der Stadt gibt es BeirĂ€te.

Kommunalpolitische Themen

In den letzten Jahren und Monaten wurden mehrere Themen in der Dresdner Kommunalpolitik sehr kontrovers diskutiert: Über den Bau einer weiteren Elbquerung, der WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke, entschied ein Volksentscheid zustimmend. Da die BrĂŒcke im Weltkulturerbe Dresdner Elbtal liegen soll, wird seitens der UNESCO geprĂŒft, ob diese das Welterbe gefĂ€hrdet. Die Stadtverwaltung musste Anfangs 2006 den fĂŒr das FrĂŒhjahr angesetzten Bau der BrĂŒcke aussetzen um das Ergebnis der UNESCO abzuwarten.

Im MĂ€rz 2006 beschloss der Stadtrat von Dresden den Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft WOBA. Dadurch wurde Dresden zur ersten schuldenfreien Großstadt Deutschlands, in dem die eingenommenen 982 Millionen Euro zur Tilgung der 741,4 Millionen Euro Schulden verwendet werden können. Da die WOBA besonders viele Wohnungen des Sozialen Wohnungsbaus anbietet, ist der Verkauf umstritten und löste ein breites Medienecho aus. Grund fĂŒr die Entschuldung durch den Verkauf war auch die hohe Zinsbelastung von 60 Millionen Euro pro Jahr, die die Einnahmen aus der WOBA um ein vielfaches ĂŒbertrafen.

Weitere Themen waren der Neubau fĂŒr die Staatsoperette und die Modernisierung eines der Stadien der Stadt. Bei letzterem beauftragte der Stadtrat den OberbĂŒrgermeister fĂŒr einen Auftrag an ein Konsortium ohne Baukosten fĂŒr die Stadt. Dabei soll das Rudolf-Harbig-Stadion ausgebaut werden.

RĂ€umliche Gliederung der Kommunalpolitik

Dresden ist in Ortsamtsbereiche gegliedert. Diese sind in Ortsteile bzw. Stadtteile unterteilt und haben jeweils ein Ortsamt, sozusagen ein Rathaus vor Ort, sowie einen Ortsbeirat im Sinne von § 71 der SĂ€chsischen Gemeindeordnung, der zu allen wichtigen Angelegenheiten, die den Ortsamtsbereich betreffen, vom Stadtrat und seinen AusschĂŒssen anzuhören ist. Vorsitzender des Ortsbeirats ist der OberbĂŒrgermeister oder eine von ihm beauftragte Person. In der Regel ist dies der Ortsamtsleiter des Ortsamtsbereiches. Die ehrenamtlich tĂ€tigen Mitglieder der OrtsbeirĂ€te werden vom Stadtrat von Dresden nach einem Parteien- und Listenproporz gewĂ€hlt, der sich an den Wahlergebnissen bei der Stadtratswahl in den einzelnen Ortsamtsbereichen orientiert. Diese Mitglieder mĂŒssen ihren Hauptwohnsitz im jeweiligen Ortsamtsbereich haben.

Nach 1990 eingemeindete Gebiete bilden in Dresden Ortschaften. FĂŒr die Ortschaften wurden insgesamt fĂŒnf Verwaltungsstellen eingerichtet. Die Ortschaft Altfranken wird jedoch vom Ortsamt Cotta mitverwaltet. Die Ortschaften haben jeweils einen Ortschaftsrat, der im Gegensatz zu den OrtsbeirĂ€ten der Ortsamtsbereiche direkt von den BĂŒrgern der Ortschaft zeitgleich mit dem Stadtrat von Dresden gewĂ€hlt wird. Jeder Ortschaftsrat wĂ€hlt fĂŒr seine Ortschaft einen Ortsvorsteher.

Historische Entwicklung

An der Spitze der Stadt Dresden gab es seit dem 13. Jahrhundert (1292) einen Rat mit einem BĂŒrgermeister. Dieser wurde vom Rat gewĂ€hlt und wechselte jĂ€hrlich. Er war ehrenamtlich tĂ€tig. Nach EinfĂŒhrung der Allgemeinen StĂ€dteordnung des Königreichs Sachsen im Jahre 1832 gab es neben dem BĂŒrgermeister noch gewĂ€hlte StadtrĂ€te. 1853 erhielt der BĂŒrgermeister den Titel OberbĂŒrgermeister. Bereits 1874 schied Dresden aus der Amtshauptmannschaft aus und wurde eine „exemte Stadt“. In der gegenwĂ€rtigen Landesstruktur bezeichnet man solche StĂ€dte als „kreisfreie Stadt“. Sie blieb aber weiterhin Sitz der Amtshauptmannschaft Dresden sowie der Kreishauptmannschaft Dresden. Aus der Amtshauptmannschaft wurde spĂ€ter der Kreis Dresden, aus der Kreishauptmannschaft der Regierungsbezirk Dresden.

WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurden OberbĂŒrgermeister und Ratsherren entsprechend der Deutschen Gemeindeordnung von der NSDAP eingesetzt.

1945, nach dem Zweiten Weltkrieg, setzte zunÀchst die sowjetische Stadtkommandantur eine Verwaltung ein. Im September 1946 wurde als Stadtparlament eine Stadtverordnetenversammlung gewÀhlt. Bei spÀteren Wahlen bis 1989 traten alle Parteien und Organisationen auf einer gemeinsamen Liste auf.

Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das zunĂ€chst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewĂ€hlt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunĂ€chst ein besonderer PrĂ€sident bzw. eine PrĂ€sidentin (ab 1990 Evelyn MĂŒller, CDU). Aufgabe der Stadtverordnetenversammlung war es auch, den OberbĂŒrgermeister zu wĂ€hlen. Nach EinfĂŒhrung der SĂŒddeutschen Ratsverfassung in Sachsen ist seit 1994 der nunmehr direkt vom Volk gewĂ€hlte OberbĂŒrgermeister auch Vorsitzender des Stadtrates.

Liste der OberbĂŒrgermeister seit 1853

1853–1877 Friedrich Wilhelm Pfotenhauer
1877–1895 Dr. Paul Alfred StĂŒbel
1895–1915 Gustav Otto Beutler
1915–1931 Dr.-Ing. e. h. Bernhard BlĂŒher
1931–1933 Dr. Wilhelm KĂŒlz
1933–1940 Ernst Zörner
1940–1945 Dr. Hans Nieland
1945–1945 Dr. Rudolf Friedrichs
1945–1946 Dr. Johannes MĂŒller
1946–1946 Dr. Gustav Leissner
1946–1958 Walter Weidauer
1958–1961 Prof. Herbert Gute
1961–1986 Gerhard Schill
1986–1990 Wolfgang Berghofer
1990–2001 Dr. Herbert Wagner (CDU)
seit 2001 Ingolf Roßberg (FDP, fĂŒr Initiative OB fĂŒr Dresden)

Entwicklung des Wappens

Blasonierung: Gespaltener goldener Schild; vorn ein schwarzer Löwe, hinten zwei schwarze, senkrechte PfÀhle.

Bedeutung: Der Löwe steht fĂŒr die Markgrafschaft Meißen, die PfĂ€hle fĂŒr die Grafschaft Landsberg, welche die Stadt im spĂ€ten Mittelalter beherrschten. Beide Wappensymbole sind bereits seit dem 14. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt nachweisbar. Die Symbole fanden auch Einzug in das Wappen von Sachsen, welche spĂ€ter ĂŒber die Stadt herrschten. FrĂŒher waren die PfĂ€hle blau (vgl. auch das Wappen von Leipzig und Chemnitz), doch wurden sie zur Unterscheidung vom Landeswappen derer von Meißen-Landsberg spĂ€ter in schwarz geĂ€ndert. Die Stadtfarben sind schwarz und gelb.

Bundestagsabgeordnete

Dresden teilt sich in zwei Bundestagswahlkreise auf. Der Wahlkreis 160 erlangte bei der Wahl zum 16. Deutschen Bundestag im Jahre 2005 BerĂŒhmtheit, weil in ihm zwei Wochen spĂ€ter gewĂ€hlt werden musste. Da das Ergebnis der anderen Wahlkreise bereits bekannt war, fiel das Ergebnis insbesondere durch die Überhangmandate sehr taktisch aus.

Im Wahlkreis 160 ist Andreas LÀmmel von der CDU gewÀhlter Abgeordneter. StÀrkste Partei wurde die SPD.

Der Wahlkreis 161 (Dresden II) schließt alle Stadtteile nördlicher der Elbe und einige westliche sĂŒdlich der Elbe ein. Er reicht aber auch aus der Stadt in den Landkreis Meißen. Abgeordneter dieses Wahlkreises wurde Arnold Vaatz von der CDU, die in dem Wahlkreis auch stĂ€rkste Partei wurde.

StÀdtepartnerschaften

Dresden unterhÀlt mit folgenden StÀdten eine StÀdtepartnerschaft:

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Abendliche Elbe am Terrassenufer
Abendliche Elbe am Terrassenufer

Dresden ist eine Kunst- und Kulturstadt von hohem internationalen Rang und ist WeltkulturerbestĂ€tte. Die Stadt besitzt kostbare Kunstsammlungen, bekannte Klangkörper und bedeutende Bauwerke aus zahlreichen Epochen und fĂŒr verschiedenste Zwecke. Oft befinden sich kulturelle Einrichtungen in besonderen Bauwerken; der Übersicht halber, sind Bauwerk und Einrichtung in getrennten Kapiteln beschrieben auch um die jeweilige VerknĂŒpfung wiedergeben zu können. Zahlreiche Großveranstaltung ziehen jedes Jahr viele GĂ€ste aus dem In- und Ausland an. Nennenswert ist auch die Verzahnung von Kunst mit Wissenschaft und Technik, wie sie ĂŒbergangslos in vielen Sammlungen erkennbar ist.

Theater und BĂŒhnen

Dresdner Semperoper
Dresdner Semperoper

Die SĂ€chsische Staatsoper Dresden im bekannten Bauwerk der Semperoper (s. u.) wurde 1841 am jetzigen Standort gegrĂŒndet. Das Bauwerk der Oper wurde in seiner Geschichte zwei mal zerstört. Insgesamt war die Staatsoper in mehr als 50 Jahren ihrer etwa 160-jĂ€hrigen Geschichte gezwungen, an einem anderen Ort als der Semperoper zu spielen. In der Semperoper wurden Opern von Richard Wagner und Richard Strauss uraufgefĂŒhrt. Das Orchester der Oper ist die SĂ€chsische Staatskapelle (s. u.).

Das Staatsschauspiel Dresden betreibt das „Schauspielhaus am Zwinger“ (das Große Haus) und damit das grĂ¶ĂŸte eigentliche Theater der Stadt. Weitere Theater des Staatsschauspiels sind das „Schlosstheater am Theaterplatz“ und das „Kleine Haus“. Ebenfalls am Theaterplatz befindet sich der Theaterkahn, eine BĂŒhne auf einem Elbschiff.

FĂŒr die Staatsoperette Dresden wird seit Jahren nach einer SpielstĂ€tte in der Innenstadt gesucht. Derzeit ist ein Neubau am Wiener Platz, direkt am Hauptbahnhof im GesprĂ€ch. Entgegen seiner Bezeichnung als Staatseinrichtung ist die Stadt Dresden Besitzer und Betreiber der Operette.

Die bedeutenden Kabaretttheater der Stadt sind „Die Herkuleskeule“ und die Komödie Dresden.

Das Theater fĂŒr moderne Formen von AuffĂŒhrungen ist das Theater Junge Generation, zu dem auch ein Puppentheater gehört. Weitere Theater und AuffĂŒhrungsstĂ€tten sind „Das Societaetstheater“, „die bĂŒhne“, „Das Projekttheater“ in der Dresdner Neustadt und das Theater „Wechselbad“. Auch die Kulturvereine „Mimenstudio Dresden e. V.“, „Kulturverein riesa efau“ und die „Motorenhalle – Projektzentrum fĂŒr zeitgenössische Kunst“ zeigen AuffĂŒhrungen.

Musik

In Dresden existieren mehrere berĂŒhmte Orchester.

Die SĂ€chsische Staatskapelle Dresden gilt als das Ă€lteste durchgĂ€ngig musizierende Orchester der Welt und zĂ€hlt nach wie vor zu den besten Klangkörpern ĂŒberhaupt. Ihr VorgĂ€nger, die Königliche Hofcantorey wurde von Moritz von Sachsen bereits 1548 gegrĂŒndet. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die Staatskapelle OpernauffĂŒhrungen zu begleiten und wurde spĂ€ter das Orchester der SĂ€chsischen Staatsoper (Semperoper). Musikdirektoren waren u. a. Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner sowie als Assistent Richard Wagner. Ab 2007 wird Fabio Luisi Generalmusikdirektor.

Die Dresdner Philharmonie, das Konzertorchester der Stadt Dresden wurde 1870 gegrĂŒndet und ist ebenfalls international geachtet. Bis 1915 trug es den Namen „Orchester des Gewandhauses Dresden“. Chefdirigenten in jĂŒngerer Zeit waren u. a. Kurt Masur und Marek Janowski. Derzeitiger Chefdirigent ist Rafael FrĂŒhbeck de Burgos.

Die Dresdner Sinfoniker sind ein sehr junges Orchester, sie grĂŒndeten sich 1996. Das Sinfonieorchester trĂ€gt sich ĂŒber die Mitglieder nahezu selbst. Es widmet sich ausschließlich der zeitgenössischen Musik abseits des normalen Konzertrepertoires, sowie dem Crossoverbereich. 2004 wurde es mit dem Echo Klassik ausgezeichnet und vertonte zusammen mit den Pet Shop Boys den Film Panzerkreuzer Potemkin neu.

Weitere Orchester in Dresden sind das „ensemble courage“, ein Spezialensemble fĂŒr zeitgenössische (Kammer-)Musik, 2004 mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet und „sinfonietta dresden“, ein Kammerorchester mit vielfĂ€ltigen Aufgaben im Dresdner Musikleben und einer eigenen Konzertreihe.

In Dresden haben auch zwei berĂŒhmte Chöre mit langer Historie ihre Heimat. Der Dresdner Kreuzchor (Capella sanctae crucis) ist der Knabenchor der Kreuzkirche. Der Chor ist etwa so alt, wie die Stadt selbst und wurde im 13. Jahrhundert gegrĂŒndet. Der Knabenchor der Kathedrale (ehemalige Hofkirche) sind die Dresdner Kapellknaben.

Weitere Chöre in Dresden sind:

  • Dresdner Kammerchor – international und in Dresden aktiver Chor mit dem Schwerpunkt Alte Musik, gegrĂŒndet (1985) und geleitet von Hans-Christoph Rademann
  • Philharmonischer Chor Dresden – Der Chor wurde 1967 gegrĂŒndet und arbeitet hauptsĂ€chlich mit der Philharmonie zusammen, derzeitiger Leiter ist Matthias Geißler
  • Knabenchor Dresden – gegrĂŒndet im Jahr 1971 durch Studienrat Manfred Winter. Der Chor wird von Matthias Jung geleitet.
  • Singakademie Dresden – einer der bedeutendsten Laienchöre Mitteldeutschlands, hervorgegangen aus dem 1884 gegrĂŒndeten Dresdner Lehrergesangverein, bestehend aus Kinder-, Kammer-, Oratorien- und Seniorenchor, geleitet von Ekkehard Klemm

Museen und Galerien

BrĂŒhlsche Terrasse mit Kunstakademie & AusstellungsgebĂ€ude
BrĂŒhlsche Terrasse mit Kunstakademie & AusstellungsgebĂ€ude
Blick in die Skulpturensammlung mit den vor der Flut ausgegliederten GipsabgĂŒssen
Blick in die Skulpturensammlung mit den vor der Flut ausgegliederten GipsabgĂŒssen
Ausstellung der RĂŒstkammer
Ausstellung der RĂŒstkammer

Staatliche Museen und Landesmuseen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) enthalten die berĂŒhmtesten staatlichen Museen Dresdens. Zahlreiche einzelne Exponate ziehen international Besucher an oder werden weltweit an andere Museen und Ausstellungen verliehen. Eine zentrale Einrichtung der Kunstsammlungen wird wieder das Dresdner Schloss, das derzeit noch in Teilen aufgebaut wird. Neben diesem befinden sich noch zahlreiche Museen im Zwinger.

Die GemĂ€ldegalerie Alte Meister befindet sich im Semperbau des Zwingers. Der Standort des Museums liegt dort seit 1855. Das berĂŒhmteste Exponat dieser Galerie ist die Sixtinische Madonna von Raffael, die ursprĂŒnglich 1512/13 als Altarbild gemalt wurde. Mit weiteren Werken unter anderem von Rembrandt, Rubens und Canaletto fĂŒhrt die Galerie Bilder der Renaissance und des Barock. Der Begriff „Alte Meister“ soll dabei die epochale Abgrenzung zu den Malern der Galerie Neue Meister spĂ€terer Epochen schaffen.

Zu den Neuen Meistern zĂ€hlen Maler wie Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Max Slevogt, Otto Dix und KĂŒnstler der Vereinigung Die BrĂŒcke. Damit fĂŒhrt die Galerie Werke der Romantik, des Impressionismus und des Expressionismus. Im Gegensatz zu den Alten Meistern hatten bei den KĂŒnstlern dieser Galerie sehr viele einen persönlichen Bezug zu Dresden, in dem sie an der Kunstakademie studierten, lehrten oder in Dresden lebten. Die Galerie Neue Meister reißt als einziges großes Museum in Dresden die Moderne der Bildenden KĂŒnste an.

Eine weitere berĂŒhmte Einrichtung der SKD ist das GrĂŒne Gewölbe. Es beherbergt den Schatz des ehemaligen sĂ€chsischen Königs ist also eine Sammlung europĂ€ischer Goldschmiedekunst und des Feinhandwerks. Besonders bekannt ist der Kirschkern, der mit zahlreichen menschlichen Köpfen beschnitzt ist. Insgesamt besitzt die Sammlung etwa 3.000 StĂŒcke von denen derzeit baubedingt 1.000 ausgestellt sind. Eng verbunden ist die Sammlung mit der MĂŒnzsammlung aber auch mit der RĂŒstkammer.

Ein besonderes Museum der SKD ist der Mathematisch-Physikalische Salon, der sich ebenfalls im Zwinger befindet. Er enthĂ€lt mathematische und physikalische Instrumente aus der Zeit des Barock und der AufklĂ€rung aber auch Globen und astronomische Kartografien. Er ist eins der frĂŒhsten Zeugnisse fĂŒr die Verbindung von Kultur und Wissenschaft in Dresden und wurde 1728 aus der allgemeinen Kunstsammlung ausgegrĂŒndet. Die Grundlagen dieser Sammlung wurden dort schon Jahrhunderte vorher gelegt.

Weitere Einrichtungen der Kunstsammlungen sind das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz, das Kupferstich-Kabinett, das Museum fĂŒr SĂ€chsische Volkskunst, die Porzellansammlung – eine Sammlung Meißner Porzellans –, die Puppentheatersammlung und die Skulpturensammlung.

Weitere Landesmuseen und Sammlungen des Landes in Dresden sind:

Nationale Museen

Das Deutsche Hygiene-Museum wurde 1928 bis 1930 in einer Zeit errichtet, in der durch zahlreiche (öffentliche) SanitĂ€reinrichtungen und Schulneubauten der Gesundheitszustand auch Ă€rmerer Bevölkerungsteile verbessert werden sollte. Seit seiner GrĂŒndung 1912 dient das Museum der gesundheitlichen, humanbiologischen und medizinischen AufklĂ€rung der breiten Bevölkerung. Bekanntestes Exponat ist die GlĂ€serne Frau, die einen plastischen Einblick auf alle inneren Organe zulĂ€sst. Das Maskottchen zur gesundheitlichen AufklĂ€rung von Kindern vor 1990 war Kundi.

Im Norden der Stadt, in der ehemaligen Kasernenvorstadt Albertstadt liegt das MilitĂ€rhistorisches Museum der Bundeswehr. Es wird derzeit nach PlĂ€nen von Daniel Libeskind umgebaut (s. u.) und fĂŒhrt eine Sammlung von Waffen und KriegsgerĂ€ten aus mehreren Jahrhunderten.

StÀdtische Museen

Das Stadtmuseum Dresden sitzt mit seiner Hauptstelle im Landhaus (dem ersten TagungsgebĂ€ude fĂŒr die LandstĂ€nde) am Pirnaischen Platz. Diese Stelle enthĂ€lt neben der stĂ€dtischen Galerie Ausstellungen zur Stadtentwicklung. Weitere Museen des Stadtmuseums sind das Carl Maria von Weber Museum, das Kraszewski-Museum, das KĂŒgelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik, das SchillerhĂ€uschen und das Heimat- und Palitzschmuseum.

Die Technischen Sammlungen der Stadt Dresden liegen im Stadtteil Striesen und belegen den Ernemannbau, eine alte Fabrik fĂŒr fotografische Apparaturen. Sie stellt technische Objekte der Industrialisierung aber auch Rechen- und Datenverarbeitungsmaschinen aus. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf sĂ€chsischen Entwicklungen, die die Industrialisierung in Sachsen beeinflussten.

Weitere Museen

  • Erich KĂ€stner Museum
  • Fahrradmuseum
  • GedenkstĂ€tte MĂŒnchner Platz Dresden
  • Kleinbauernmuseum Reitzendorf
  • Kulturverein riesa efau
  • Buchmuseum
  • Lichtdruck-Werkstatt-Museum

Zeitgenössische Kunst in Dresden

Zeitgenössische Kunst ist in Dresden in folgenden nicht kommerziellen Instituten und Galerien zu sehen:

  • Kunsthaus Dresden- StĂ€dtische Galerie fĂŒr Gegenwartskunst
  • Motorenhalle – Projektzentrum fĂŒr zeitgenössische Kunst
  • Doppel.De - Autonome Projektgalerie Studierender der Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste Dresden
  • 7 Stock – useful information
  • Oktogon - AusstellungsrĂ€ume der Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste Dresden

Bibliotheken

Die SLUB Dresden
Die SLUB Dresden

Die SĂ€chsische Landesbibliothek – Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek (SLUB, s. u.) befindet sich im Campus der TU Dresden integriert im SĂŒden der Stadt. Sie besitzt als Landesbibliothek das Pflichtexemplarrecht fĂŒr in Sachsen daher vor allem in der Verlagsstadt Leipzig erschienene und erscheinende BĂŒcher. Sie gehört mit etwa 7 Millionen Bestandseinheiten zu den grĂ¶ĂŸten Bibliotheken in Deutschland, und entstand 1996 durch den Zusammenschluss mit der UniversitĂ€tsbibliothek. In der Bibliothek befindet sich die Deutsche Fotothek. GegrĂŒndet wurde die Landesbibliothek als Hofbibliothek 1556.

Die Stadt selbst betreibt mit den stĂ€dtischen Bibliotheken eine der intensivst genutzten Bibliotheken in Deutschland. JĂ€hrlich entleiht sie mehr als 5 Millionen BĂŒcher und andere Medien. Sie unterteilt sich in 18 Stadtteilbibliotheken, 28 Haltestellen der Fahrbibliothek und eine Hauptstelle.

Kinos

Dresden hat eine ausgesprochen vielfĂ€ltige Kinolandschaft. Mit dem CinemaxX in Blasewitz, dem Metropolis am Waldschlösschen, dem UCI im Elbe-Park und dem UFA-Palast an der Prager Straße wurden in den letzten Jahren insgesamt vier Multiplex-Kinos in Dresden eröffnet. Besonders der UFA-Palast ist architektonisch interessant, der vom ArchitekturbĂŒro Coop Himmelb(l)au entworfene auffĂ€llige „Glaskristall“ (s. u.) steht direkt neben dem derzeit nicht mehr als Kino genutzten und ebenso markanten „Rundkino“ aus DDR-Zeiten.

Trotz der HĂ€ufung von Multiplex-Kinos bestehen in Dresden weiterhin verschiedene Programmkinos und mit der Schauburg in der Neustadt auch ein großes „klassisches“ Kino. Trotz der Konkurrenz wurde bspw. die Schauburg wiederholt bei Umfragen eines Dresdner Stadtmagazins zum beliebtesten Kino gewĂ€hlt. Unter den Programmkinos sind vor allem das Programmkino Ost, das Casablanca, das Kino im Dach, das Kino im Kasten und das Thalia zu nennen.

Bauwerke

Schloss (rechts) und Hofkirche am Theaterplatz
Schloss (rechts) und Hofkirche am Theaterplatz
BrĂŒhlsche Terrasse mit Frauenkirche (noch im Aufbau)
BrĂŒhlsche Terrasse mit Frauenkirche (noch im Aufbau)

Dresden ist berĂŒhmt als Stadt des Barock. Dabei hat sich im Bereich der Architektur der Dresdner Barock entwickelt. Die erhaltenen Bauwerke des Barock sind im Allgemeinen fĂŒr sĂ€chsische Monarchen errichtet und teilweise auch dem Neobarock zuzuordnen. FĂŒr bĂŒrgerlichen Barock gibt es in Dresden wenige erhaltene Beispiele. Auf der anderen Seite werden viele GebĂ€ude irrtĂŒmlich dem Barock zugeordnet. Weitere Bauwerke sind im Stil der Renaissance und der Klassik, vor allem aber im „Neobaustil“ des Historismus errichtet.

Kulturelles Erbe

Zum kulturellen Erbe gehört als Gesamteinheit das Weltkulturerbe Elbtal. Diese erst kĂŒrzlich von der UNESCO aufgenommene WeltkulturerbestĂ€tte wird jedoch im Moment dahingehend geprĂŒft, ob sie durch den geplanten Bau der WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke gefĂ€hrdet ist. Im November 2005 Ă€ußerte sich der zustĂ€ndige Direktor des Unesco-Welterbezentrums besorgt ĂŒber die mögliche BeeintrĂ€chtigung der Landschaft. Selbst bis heute ist noch offen unter welchen Voraussetzungen es zum Bau der BrĂŒcke kommen wird, da der eigentlich fĂŒr 22. MĂ€rz 2006 geplante Baustart erneut bis auf Weiteres ausgesetzt wurde.

Der eigentlichen barocken Zielsetzung einer Beherrschung der Natur und Einordnung in klare symmetrische Formen entgegengestellt, achtete man bei der Stadtplanung auf FreirĂ€ume fĂŒr die Elbe. Die Elbe durchlĂ€uft die Stadt deshalb immer noch in weiten MĂ€andern. Dieser Umgang mit den elbnahen RĂ€umen setzte sich dabei ĂŒber Jahrhunderten bis in die Gegenwart durch. Zu diesem Kulturraum zĂ€hlen auch bĂŒrgerliche und industrielle Bauwerke.

Die beiden kulturellen Wahrzeichen der Stadt sind die Semperoper und der Zwinger. Die Semperoper wurde von 1977 bis 1985 nach OriginalplĂ€nen des zweiten Opernbaus (1878 bis 1945) von Gottfried Semper wiedererrichtet. Sie ist ein Bauwerk des Historismus und trĂ€gt vor allem Elemente der Klassik. Der Zwinger kann noch als im Original erhalten bezeichnet werden. Er wurde von 1711 bis 1722 im barocken Baustil als Ort fĂŒr Feierlichkeiten verbunden mit Kunstausstellungen auf einer ehemaligen Bastion der Stadtfestung errichtet. Auf seiner SĂŒdseite blieben dabei Reste der Stadtmauer erhalten in der sich das sehr bekannte Kronentor befindet, das der königlichen Krone nachempfunden ist. Als eines der ersten GebĂ€ude wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut und restauriert. Zusammen mit dem Italienischen Dörfchen und der Hofkirche (s. u.) bilden Zwinger und Semperoper die architektonische Einheit des Theaterplatzes.

Die BrĂŒhlsche Terrasse erstreckt sich in der Innenstadt entlang des Elbufers. Sie ist eine Zusammenstellung aus mehreren Bauwerken und befindet sich auf der alten Stadtbefestigung etwa 10 Meter ĂŒber der Elbe. Die Kasematten, die ehemaligen unzugĂ€nglichen Wehranlagen der Stadt, unter der Terrasse sind in Form eines Museums begehbar. GebĂ€ude die zur BrĂŒhlschen Terrasse gezĂ€hlt werden, sind zum Beispiel das Albertinum, die Kunstakademie und die Secundogenitur, die ihren Namen daher erhielt, dass immer der zweitgeborene Sohn (lat. secundo) der sĂ€chsischen Könige dieses GebĂ€ude als Ausgleich erhielt. Am östlichen Ende befindet sich die Jungfernbastei bzw. der BrĂŒhlsche Garten.

Das Dresdner Residenzschloss war Wohnsitz der sĂ€chsischen KurfĂŒrsten und spĂ€ter Könige. Es ist im Verlauf seiner Geschichte hĂ€ufig erweitert und verĂ€ndert worden. Es weist daher sehr viele Baustile in verschiedenen FlĂŒgeln und Teilen des Gesamtbauwerks auf. Die Ă€ltesten Strukturen lassen sich auf Stichen des 15. Jh. erkennen. Der Georgenbau ist dabei einer der wenigen erhaltenen Renaissancebauten in Dresden. Der Wiederaufbau des Schloss begann 1986 und ist bis zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt nicht abgeschlossen. Als erstes eigenstĂ€ndiges Element der Schlossanlagen konnte der Stallhof fertig gestellt werden. Zur architektonischen Einheit des Schlossplatzes zĂ€hlen noch die Hofkirche (s. u.), der FĂŒrstenzug und das erst Ende des 19. Jh. errichtete StĂ€ndehaus.

Am Rand der Dresdner Innenstadt befindet sich der Große Garten, ein Park mit Merkmalen barocker Gartenbauweise und symmetrischer WegfĂŒhrung, allerdings mit freien VerlĂ€ufen von Bewaldung. In diesem befindet sich das Sommerpalais. Der Große Garten gehört nicht zum Weltkulturerbe.

Am Rande von Dresden, direkt an der Elbe, liegt das Schloss Pillnitz. Dieses besteht aus drei Palais im barocken und chinamodischen Baustil und wurde als Sommerresidenz genutzt. Das Palais an der Elbseite besitzt die berĂŒhmte Treppe zur Elbe, ĂŒber die es möglich war aus der Innenstadt per Gondel an diesem Schloss zu landen. In die europĂ€ische Geschichte ging es ĂŒber die Pillnitzer Deklaration ein.

Kirchen und Synagogen

Die Frauenkirche im Oktober 2005, wenige Tage vor der Kirchweihe
Die Frauenkirche im Oktober 2005, wenige Tage vor der Kirchweihe

Das berĂŒhmteste Wahrzeichen der Stadt ist die Frauenkirche. Sie ist international bekannt als Mahnmal gegen Krieg und als Zeugnis von Versöhnung. Die Frauenkirche wurde nach ihrer Zerstörung am 14. Februar 1945 in Folge der Luftangriffe auf Dresden und langjĂ€hrigem Wiederaufbau, der sich wesentlich ĂŒber Spendengelder aus der ganzen Welt finanzierte, am 30. Oktober 2005 geweiht. Mit ihrer hohen und breiten Kuppel beherrscht sie das Stadtbild, auf das man von der begehbaren Laterne an der Spitze einen Rundblick werfen kann. Das Original von George BĂ€hr war eines der wenigen hervorragenden Beispiele fĂŒr bĂŒrgerlichen Barock. Die Kirche wurde von 1723 bis 1743 erbaut und ersetzte einen romanischen VorlĂ€ufer. Die Bauzeit von 17 Jahren war fĂŒr damalige Zeiten sicher sehr gut, wenn man bedenkt, dass der Wiederaufbau in der Moderne mit wesentlich besseren KrĂ€nen und BaugerĂ€ten etwa 10 Jahre dauerte. Die Kirche ist in ihrer alten Form wie in ihrem Neubau etwas mehr als 91 Meter hoch. Durch den Wiederaufbau der Frauenkirche ist die katholische Hofkirche wieder die zweithöchste Kirche in Dresden. Sie wurde bereits nach dem Krieg wieder errichtet und 1980 zur Kathedrale „Ss. Trinitatis“ geweiht. Dresden gehört damit zu den wenigen StĂ€dten, in denen eine Kathedrale nicht die höchste Kirche ist.

Nach dem Krieg wurde die Sophienkirche, die am Postplatz in unmittelbarer NĂ€he des Zwingers lag, nicht wieder aufgebaut. Sie wurde trotz ihres guten Erhaltungszustandes im Rahmen der sozialistisch, antikirchlichen Einstellung der StaatsfĂŒhrung abgetragen. Sie war eines der wenigen Bauwerke der Gotik in Dresden.

Eine weitere bedeutende Kirche ist die Kreuzkirche, die am Altmarkt liegt. Sie ist genau wie die meisten Dresdner Kirchen evangelisch und, wenn auch in anderer Form, schon seit dem 13. Jh. ĂŒberliefert.

Am sĂŒdlichen Rand der Innenstadt liegt die Russisch-Orthodoxe Kirche. In der Inneren Neustadt befindet sich die Dreikönigskirche, mit ihrem Totentanzrelief. Von 1990 bis 1993 war sie Sitz des sĂ€chsischen Landtags.

Die im Stadtteil Strehlen auf einer Anhöhe am Kaitzbach gelegene Christuskirche entstand in den Jahren 1902–1905. Erbaut von der Dresdner Architektenfirma Schilling & Graebner stellt sie eine der modernsten und kĂŒhnsten Kirchenbauten ihrer Zeit in Deutschland dar und wird der Reformarchitektur zugeordnet.

Die Synagoge in Dresden wurde wÀhrend der Reichskristallnacht am 9. November 1938 zerstört. Der Architekt des damaligen Bauwerks, das von 1838 bis 1840 erbaut wurde, war Gottfried Semper. Aus dem alten GebÀude konnte nur der Davidstern gerettet werden. Fast exakt am selben Ort entstand bis zum 9. November 2001 ein Neubau (s. u.).

Moderne Bauwerke

Der SĂ€chsische Landtag
Der SĂ€chsische Landtag
Der dekonstruktivistische UFA-Kristallpalast
Der dekonstruktivistische UFA-Kristallpalast
Der Neubau der Synagoge
Der Neubau der Synagoge

Obwohl Dresden hauptsĂ€chlich fĂŒr seine Bauwerke aus dem Barock bzw. Historismus bekannt ist, befinden sich doch auch BaudenkmĂ€ler des 19. und 20. Jahrhunderts in der Stadt. Die neudeutsche Romantik ist ebenso vertreten wie neoklassizistische Bauten und GebĂ€ude der GrĂŒnderzeit, des Jugendstil und der Moderne wie Postmoderne. Teilweise bauen diese neuen Bauwerke auf VorgĂ€ngern auf bzw. dienen der Erneuerung dieser Bauwerke. In der Gegenwart werden in Dresden wieder Projekte von international bedeutsamen Architekten durchgefĂŒhrt.

Das GebĂ€ude des SĂ€chsischen Landtages besteht aus mehreren FlĂŒgeln. Der alte sĂŒdliche, 1928 bis 1931 errichtete Teil, gehört dem Bauhaus-Stil an und beherbergt jetzt die BĂŒros der Abgeordneten. UrsprĂŒnglich wurde das GebĂ€ude als Landesfinanzamt errichtet und nach 1945 bis 1990 durch die SED-Bezirksleitung genutzt. Neu errichtet wurde der GlasflĂŒgel im Norden und die davorliegende „Neue Terrasse“ an der Elbe. Der Plenarsaal und die RĂ€ume fĂŒr die Sitzung befinden sich in diesem Glasanbau entlang des Flusses. Ein weiteres GebĂ€ude, das dem Bauhaus zugeordnet werden kann, ist das 1930 eröffnete Deutsche Hygiene-Museum. Es befindet sich in VerlĂ€ngerung der Hauptachse des Großen Gartens und zwischen diesem und der Innenstadt. Der mehrflĂŒgelige Bau nimmt die Symmetrie des barocken Parks auf, ist also bewusst als modernes Bauwerk in die bestehende Stadtlandschaft integriert.

Direkt gegenĂŒber des Landtags befindet sich das Kongresszentrum der Stadt. Es soll die Innenstadt nach Westen hin abschließen, besteht zu großen Teilen aus Glas und nimmt in seiner Form der Fassade die Kurven des Flusses auf. Eine weitere Einrichtung fĂŒr große Veranstaltungen ist der Kulturpalast, der von 1962 bis 1969 errichtet wurde. Er schließt den Altmarkt in Richtung der wiedererrichteten Frauenkirche ab und brache vor der Rekonstruktion der Kirche die Leere in der entkernten Stadt. Derzeit wird geplant und geprĂŒft, wie das GebĂ€ude erneuert werden kann, vor allem soll die schlechte Akustik verbessert werden. Das sonstige Umfeld am Altmarkt wurde durch GebĂ€ude im Stil des Neoklassizismus errichtet.

In der nördlichen Albertstadt, dem ehemaligen Garnisonskomplex, befindet sich das MilitĂ€rhistorische Museum der Bundeswehr. Dessen Bauwerk – das Arsenal -, das 1875 das Albertinum in der Altstadt als Zeughaus ersetzte, wird derzeit nach PlĂ€nen von Daniel Libeskind erneuert und umgebaut. Vorgesehen ist dabei ein Pfeil der alle drei FlĂŒgel des klassischen Bauwerks durchbrechen soll und auf die Innenstadt von Dresden zeigt. Das „V“ soll dabei an die Angriffsformationen wĂ€hrend der Luftangriffe auf Dresden erinnern und bringt dies mit dem MilitĂ€rhistorischem Museum in Zusammenhang.

Nach PlĂ€nen von Norman Foster wird derzeit der Dresdner Hauptbahnhof umgebaut und modernisiert. Wie schon beim Reichstag in Berlin oder dem British Museum wird dabei die alte Struktur und Beschaffenheit des GebĂ€udes mit neuen Materialien und Formen kombiniert. Hauptaugenmerk beim Hauptbahnhof liegt auf der Erneuerung des Daches, das mit einem lichtdurchlĂ€ssigen Teflon-Glasfaser-Gewebe belegt wird. Dabei heben sich die filigrane Stahlkonstruktion der Bahnhofshalle und der schlicht fallende Stoff gegenseitig hervor. Durch die Dachform des reißfesten Stoffes ergeben sich weitere Einblicke in die Struktur der StahltrĂ€ger. Ebenfalls nach Anstrebungen von Foster wird die lange Zeit durch festen Dachbelag ĂŒberbaute Glaskuppel der Empfangshalle wieder als lichtdurchlĂ€ssiges GebĂ€udeteil errichtet. Das GebĂ€ude wird insgesamt heller und transparenter.

Direkt am Hauptbahnhof befindet sich das neuerrichtete Kugelhaus. Der Gedanke eines Hauses in Kugelform wurde erstmals 1928 in Dresden verwirklicht. Dieses GebĂ€ude befand sich auf dem heutigen GelĂ€nde der VW-Manufaktur, auf dem bis zum Baubeginn der Fabrik das Messe- und AusstellungsgelĂ€nde lag. 1928 wurde das Kugelhaus als ein Teil dessen fĂŒr Ausstellungszwecke davor errichtet. 1938 wurde es aus angeblich technischen GrĂŒnden abgerissen, wenngleich die Bauweise vorher mehrfach als undeutsch und entartet bezeichnet wurde. Das neue Kugelhaus, das eine reine Glasfassade besitzt, soll das Motiv der Kugel wieder aufnehmen.

Eines der umstrittenen GebĂ€ude der Moderne in Dresden ist der UFA-Kristallpalast des ArchitekturbĂŒros Coop Himmelb(l)au. Dieses mittlerweile bekannte BĂŒro baute mit diesem GebĂ€ude ihr erstes großes Projekt. Es gehört trotz nutzungsbedingter Kompromisse zum Dekonstruktivismus, was vor allem am großen Glaskubus des Baus zu erkennen ist.

Weitere bekannte glasbetonende Bauwerke sind zum Beispiel das World Trade Center oder die GlĂ€serne Manufaktur von VW, beide am so genannten „26er-Ring“ (Straßenzug um die Altstadt aus Ammonstraße, Wienerstraße, LennĂ©straße und GĂŒntzstraße) gelegen.

Zu den der Überbetonung des Glases entgegengestellten Bauwerken gehört die Synagoge, ein auch aufgrund der markanten Lage am alten Standort der 1938 in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge von Gottfried Semper direkt an der Elbe in seiner Gestaltung umstrittenes GebĂ€ude. Sie besteht aus zwei FlĂŒgeln, dem Gebets- und Gemeinderaum. Der Gebetsraum ist nach außen fast völlig fensterlos. AuffĂ€llig an dem GebĂ€ude sind die verdrehten senkrechten Kanten. Das GebĂ€ude wurde 2001 zum EuropĂ€ischen GebĂ€ude des Jahres ernannt.

In der Auffassung von Glas sehr Ă€hnlich ist die SĂ€chsische Landesbibliothek – Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek. Die Auslage- und Lesebereiche der Bibliothek liegen grĂ¶ĂŸten Teils unter der Erde. Die einzige echte Fassade des Bauwerks besitzen die beiden aufragenden Riegel, die wenig FensterflĂ€che aufweisen. Eine natĂŒrliche Beleuchtung der Bibliothek wird ĂŒber LichtschĂ€chte und das große Glasdach des zentralen Lesesaals erreicht. Die Innenarchitektur wirkt ruhig und gleicht der einer Klosterbibliothek mit sehr vielen Nischen, Galerien und SĂ€ulen.

Am Rande der Innenstadt befindet sich mit dem St.-Benno-Gymnasium einer der wenigen Schulneubauten Dresdens nach 1989. AuffÀllig ist vor allem die aufgelockerte und farbige Gestaltung des gesamten Baus.

Kritik am StÀdtebau

Die Stadtplanung und -entwicklung sowie der StĂ€dtebau in Dresden stehen hĂ€ufig unter medialer und wissenschaftlicher Kritik. Der Dresdner StĂ€dtebau wird dabei auch hĂ€ufig von ĂŒberregionalen Zeitungen in ihren Feuilletons thematisiert und teilweise sehr negativ betrachtet. TatsĂ€chlich ist die Stadtentwicklung in Dresden noch sehr dynamisch und nicht abgeschlossen, weshalb Kritik auch wirksam sein kann. Im Folgenden soll aus einem neutralen Standpunkt dargelegt werden, mit welchen Argumenten die Kritiken verbunden sind.

Das Stadtbild weist nach wie vor Ruinen und LĂŒcken auf (KurlĂ€nder Palais)
Das Stadtbild weist nach wie vor Ruinen und LĂŒcken auf (KurlĂ€nder Palais)

Die Stadtplanung ist zur Zeit bemĂŒht, einem historischen Stadtbild des Zentrums nĂ€herzukommen. GegenwĂ€rtig lĂ€uft dieser Prozess insbesondere am Neumarkt mit dem Bau von GebĂ€uden bzw. Fassaden nach historischen Vorbildern auf den Grundrissen Dresdens vor den Kriegszerstörungen. Ein ĂŒberregional bekanntes Teilprojekt ist die Frauenkirche. Die vorgesehene Bebauung des Platzes entspricht weitgehend, wenn auch nicht vollstĂ€ndig den Grundrissen unmittelbar vor der Zerstörung Dresdens. Das wiederaufgebaute „Hotel de Saxe“ war bereits 1888 abgerissen worden, um einem GebĂ€ude der Post zu weichen. Die wiedererrichteten GebĂ€ude Salomonis-Apotheke, Weigelsches Haus und Haus des Schwans hatten demgegenĂŒber noch unmittelbar vor der Zerstörung am Neumarkt existiert. Kritiker, in der Regel der Moderne verschriebene Architekten, werfen dem Vorhaben vor, nach Belieben in der historischen Bebauung zu selektieren. BefĂŒrworter sehen die Möglichkeit einer baulichen Aufwertung des Stadtzentrums, welches - u. a. durch Plattenbauten - ĂŒber Jahrzehnte verschandelt worden sei. DarĂŒber hinaus ist der Wiederaufbau vieler GebĂ€ude, die in Dresden wĂ€hrend der Renaissance und des Barock entstanden und 1945 zerstört wurden, eine Chance, Dresden eine Altstadt zurĂŒckzugeben, die bisher (neben der historischen Altstadt) fehlte. Der historische Wiederaufbau des Neumarktes ist in Architektenkreisen ebenso umstritten wie die moderne Bebauung des Wiener Platzes. Der Abriss von DDR-Architektur, wie z. B. des Centrum-Warenhauses, in dem seit 1990 einige Teile des Warenhauses von Karstadt sitzen, das einem Neubau weichen soll, ist in Architektenkreisen ebenfalls umstritten. Im Falle des Centrum-Warenhauses, das nicht unter Denkmalschutz steht, wird dessen strukturierte Metallfassade als Argument gegen einen RĂŒckbau genannt. BefĂŒrworter eines Abrisses halten die Ă€sthetische Wirkung des Centrum-GebĂ€udes, das in seiner Form austauschbar ist, fĂŒr gering. Einzelne in Plattenbauweise errichtete GebĂ€ude werden mit dem Argument, Sichtbeziehungen und StraßenzĂŒge wieder herzustellen, abgerissen.

Das Dresdner Straßennetz wird seit der Wende umfangreich saniert und ausgebaut. Kritiker bemĂ€ngeln bei einigen Projekten den Verlust von Baumalleen, die mehr und mehr dem Verkehrsausbau weichen mĂŒssten. Weiterhin steht die einseitige Beschleunigung des Autoverkehrs in Kritik, die umwelt- und finanzpolitisch fraglich sei und stĂ€dtebauliche Probleme erwarten lasse (Diskussionen zur A17, KönigsbrĂŒcker Straße, Bergstraße, WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke und Kesselsdorfer Straße).

Traditionell sind Dresdner Straßen mit großen Granitsteinen gepflastert. Die umfangreiche Beseitigung des Kopfsteinpflasters verringert die LĂ€rmbelastung der Anwohner und fördert den Radverkehr. Gleichzeitig ist die Asphaltierung umstritten, da sie einen erheblichen Verlust fĂŒr das Stadtbild darstellt und die FlĂ€chen stĂ€rker versiegelt (siehe FlĂ€chenversiegelung). In der Innenstadt wurden deswegen einige Straßen neu gepflastert (Sophien- und Königsstraße, Neumarkt, Postplatz).

Sehr frĂŒh wurden planmĂ€ĂŸig mehrreihige Alleen angelegt, um den Zugtieren und Reisenden Schatten zu spenden, Hecken wurden angepflanzt. In der spĂ€tbarocken Epoche Dresdens rĂŒckten unter August dem Starken die gestalterischen Aspekte in den Vordergrund. In einer Stadtlandschaft zwischen sorgsam staffierten ElbhĂ€ngen sollte die Elbe als Canal Grande fließen. Schon Daniel Pöppelmann legte Sichtachsen und GrĂŒnanlagen an, die Dresden in seine unverwechselbare liebliche Landschaft einbanden. Zu dieser Zeit wurde die Landschaft auch "romantisierend" in Szene gesetzt und akzentuiert; zum Beispiel die kĂŒnstliche Ruine auf dem Borsberg oder die Weinbergkirche in Sichtweite des Schloss Pillnitz sowie die Kirche „Maria am Wasser“, malerisch an der Elbe gelegen.

Dieser Historismus setzte sich auch im 19. Jahrhundert fort, in dem sowohl reprĂ€sentative Bauten entlang der Elbe entstanden (Schloss Eckberg, Innenministerium, Finanzministerium, das Elbschlösschen (1945 zerstört), Waldschlösschen), als auch spĂ€ter GartendenkmĂ€ler am Königsufer wie der Rosengarten, Staudengarten. In dieser Zeit wurde die BĂŒrgerwiese angelegt und das ehemalige Jagdgehege Großer Garten als Park ĂŒberformt, planmĂ€ĂŸig StraßenbĂ€ume gepflanzt. Dresden war zur Jahrhundertwende eine Stadt der GĂ€rten und Alleen (LH Dresden, 1998).

Mit der Industrialisierung begann aber auch die Zerstörung dieses Bezuges der Stadt zur Landschaft, die sich, nach Ansicht von Kritikern, bis in die aktuelle Raumpolitik mit BrĂŒchen fortsetze. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt werde das stĂ€dtebauliche Ideal der europĂ€ischen Stadt der GrĂŒnderzeit postuliert (LH Dresden, 2001). Der Architekturkritiker Andreas Ruby behauptet, der vegetative Charakter der Stadt werde durch etwas, das er als „urbane Pathosformeln des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet, ĂŒberdeckt. Er fordert, sich von den, wie er es bezeichnet, "klassischen Leitbildern des StĂ€dtebaus" zu verabschieden und Landschaft und Architektur „prinzipiell gleichwertig“ zu behandeln (Ruby, 2000).

Auf offene Ohren stĂ¶ĂŸt er dabei bei Soziologen und Ökologen. Auch das Leitbild der europĂ€ischen Stadt der GrĂŒnderzeit sei vor allem aus Sicht der Stadtökologie nicht unumstritten. Durch die architektonisch bevorzugte Schließung von LĂŒcken in geschlossener GrĂŒnderzeitbebauung, die in Dresden vor allem in den Stadtteilen Äußere Neustadt und der Friedrichstadt vorherrscht, könne sich das in Dresden stark ausgeprĂ€gte Stadtklima verschĂ€rfen. In manchen SommernĂ€chten sei die Dresdner Innenstadt trotz NĂ€he zum Erzgebirge und großzĂŒgigen Elbwiesen um bis zu 10 ° Celsius wĂ€rmer als das Umland, da die "ohnehin dichte Bebauung" ein Einsickern der Frischluft verhindere. Die nach der Wende durch den Zusammenbruch der Industrie verringerte Luftbelastung werde durch die dichtere Bebauung und durch die Zunahme des Straßenverkehrs wieder steigen, da der Luftaustausch vermindert werde und die staubfilternde Vegetation verringert werde. Insbesondere seien Verkehrsbauwerke in Kaltluftschneisen der SeitentĂ€ler, wie im Plauenschen Grund, problematisch.

Blick vom sĂŒdlichen Dresden-Plauen ĂŒber die östliche Vorstadt und Blasewitz – Das GrĂŒn der Stadt konzentriert sich auf den SĂŒden und SĂŒdosten der Stadt
Blick vom sĂŒdlichen Dresden-Plauen ĂŒber die östliche Vorstadt und Blasewitz – Das GrĂŒn der Stadt konzentriert sich auf den SĂŒden und SĂŒdosten der Stadt

Die ohnehin schlechte Freiraumversorgung in manchen Dresdner Stadtteilen (G. GĂŒlzow, pers. Mitteilung; Rohde, 2002) könne sich durch den Druck der Bebauung weiter verschlechtern. Dresden sei zwar mit dem Großen Garten, den Elbwiesen und der Dresdner Heide eine statistisch „grĂŒne Stadt“. Allerdings seien diese FreirĂ€ume relativ schlecht zu erreichen, da die Verkehrswege an vielen Stellen fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer erhebliche SicherheitsmĂ€ngel aufwiesen und nicht "barrierefrei" seien (Rohde, 2002). Die Elbwiesen und insbesondere die Dresdner Heide besitzen, wenngleich sie auf Stadtgebiet liegen, mehr den Charakter von Naherholungsgebieten als den von Stadtparks bzw. ErholungsflĂ€chen. Viele SpielplĂ€tze oder GrĂŒnanlagen wĂŒrden schlecht gepflegt (Rohde, 2002). In den meisten Stadtteilen herrsche, der statistischen Versorgung zum Trotz, ein Mangel an erholungswirksamen FreirĂ€umen. Durch die Ausweisung von billigem Bauland im Einzugsbereich der Stadt und aufgrund des Mangels an Ruhe und Erholung sei der Abwanderungsprozess maßgeblich beschleunigt worden (LH Dresden, 2001 a). Nachteilig wirke sich dabei auch aus, dass mit Stadtteilen wie Laubegast, Blasewitz oder anderen im SĂŒdosten der Stadt, solche in der NĂ€he der großen Parks und Erholungsgebiete lĂ€gen, die auf Grund ihrer leichteren Bebauung die an sich schon grĂ¶ĂŸeren GrĂŒnflĂ€chenanteile besĂ€ĂŸen. Durch die heterogenen Bebauung Dresdens seien auch die GrĂŒnflĂ€chen sehr unterschiedlich verteilt.

Dennoch mĂŒsse auch anerkannt werden, dass die Stadt- und Landschaftsplaner zuweilen sehr erfolgreich Industriebrachen in die Nutzung zurĂŒckfĂŒhrten, und somit den FlĂ€chenverbrauch minimieren und attraktive Wohn- und Gewerbestandorte anbieten könnten. Auch gelĂ€nge es im zunehmenden Maße, Wohnumfelder zu verbessern (Wohnumfeldverbesserung), verwilderte FlĂ€chen von MĂŒll berĂ€umt der Öffentlichkeit zugĂ€nglich zu machen oder der Natur zurĂŒckzugeben.

BrĂŒcken

Dresden, an der Elbe gelegen, weist mehrere BrĂŒcken auf. Die berĂŒhmteste ist das Blaue Wunder (eigentlich Loschwitzer BrĂŒcke). Es gehört zu den technischen SehenswĂŒrdigkeiten in Dresden und liegt etwas außerhalb der Dresdner Innenstadt zwischen Loschwitz und Blasewitz. Die StahlfachwerkbrĂŒcke ĂŒberspannt die Elbe ĂŒber eine LĂ€nge von 141,5 m als einzige BrĂŒcke in Dresden ohne Strompfeiler.

Die MarienbrĂŒcke
Die MarienbrĂŒcke

In der Innenstadt befinden sich vier StraßenbrĂŒcken und eine EisenbahnbrĂŒcke. Die AlbertbrĂŒcke ist stromabwĂ€rts die erste BrĂŒcke. Sie wurde als letzte der alten SteinbrĂŒcken angelegt. Die CarolabrĂŒcke folgt etwa 640 Meter weiter. Sie war ursprĂŒnglich auch eine BogenbrĂŒcke, wurde aber nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg durch eine SpannbogenbrĂŒcke ersetzt. Diese trĂ€gt die vierspurige B170, die wichtigste Nord-SĂŒd-Verbindung durch die Stadt, und einen separaten Gleiskörper der Straßenbahn. Zu DDR-Zeiten trug sie den Namen Dr.-Rudolf-Friedrichs-BrĂŒcke. Weitere 600 Meter weiter folgt die AugustusbrĂŒcke. Sie ist ebenfalls eine StahlbetonbrĂŒcke in Bogenbauweise, die von außen mit Sandstein verkleidet ist, und ersetzte 1910 die barocke AugustusbrĂŒcke. Die letzte BrĂŒcke im Stadtzentrum ist die MarienbrĂŒcke die eigentlich aus zwei BrĂŒcken besteht: FlussaufwĂ€rts eine StraßenbrĂŒcke und daneben einer EisenbahnbrĂŒcke. Da beide BrĂŒcken sehr nah beieinander liegen und weil ursprĂŒnglich Eisenbahn und Straße gemeinsam auf der stadtnĂ€heren BrĂŒcke gefĂŒhrt wurden, werden sie oft als eine BrĂŒcke bezeichnet. Vor den FĂŒĂŸen der Dresdner Altstadt zwischen den vier BrĂŒcken knickt die Elbe auf einer Strecke von 2 Kilometern um etwa 90 Grad ab. Auf Grund der BrĂŒcken gehört dieser Abschnitt zu den schwierigsten Passagen der weitestgehend begradigten Elbe fĂŒr die Binnenschifffahrt. VerlĂ€ngert man die Richtung der BrĂŒcken treffen sich ihre VerlĂ€ngerungen am Albertplatz, der bewusst als Fokus der Verkehrsachsen angelegt wurde.

Weiter flussabwĂ€rts liegt die zwischen den Kriegen gebaute FlĂŒgelwegbrĂŒcke zwischen den Stadtteilen Kaditz und Cotta. Weitere BrĂŒcken auf dem Dresdner Stadtgebiet sind die AutobahnbrĂŒcke der A4 und die Niederwarthaer EisenbahnbrĂŒcke der Berlin-Dresdner Eisenbahn im Ă€ußersten Westen. Beide BrĂŒcken können auch von FußgĂ€ngern und Radfahrern genutzt werden.

Seit Jahren Ă€ußerst umstritten ist der Bau einer neuen BrĂŒcke östlich der Innenstadt, der WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke. Ein BĂŒrgerentscheid im Februar 2005 sprach sich eindeutig fĂŒr den Bau aus. Derzeit stehen dem Bauvorhaben aber noch einige Klagen und die Haushaltslage der Stadt im Wege. Die KlĂ€ger befĂŒrchten eine starke Verkehrsbelastung in bislang ruhigen Wohngebieten, kritisiert wird auch die Zerschneidung der Elbwiesen an der breitesten Stelle. Hinzu kam Anfang des Jahres 2006 der Fakt, dass Dresden im Falle des Baus der WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke der im Jahr 2004 fĂŒr das Elbtal verliehene Status des UNESCO-Weltkulturerbes wieder aberkannt werden könnte. Ein weiterer, weniger umstrittener BrĂŒckenbau ist eine geplante StraßenbrĂŒcke zwischen Coswig und dem Dresdner Ortsteil Niederwartha, direkt parallel zur dortigen EisenbahnbrĂŒcke.

Technische Bauwerke

Die Standseilbahn zu ihrem 110-jÀhrigen JubilÀum
Die Standseilbahn zu ihrem 110-jÀhrigen JubilÀum

An den ElbhĂ€ngen im Stadtteil Loschwitz befinden sich die Standseilbahn und die Schwebebahn. Die Standseilbahn verbindet Loschwitz ĂŒber eine 547 Meter lange Strecke mit dem 95 Meter höher gelegenem Stadtteil Weißer Hirsch. Auf gegenĂŒberliegender Seite des Nebentals des Loschwitzbachs verbindet die Schwebebahn die Stadtteile Loschwitz mit Oberloschwitz. Sie ĂŒberwindet auf 274 Meter LĂ€nge 84 Höhenmeter. Beide Einrichtungen zĂ€hlen weltweit zu den ersten ihrer Art; die Standseilbahn wurde 1895, die Schwebebahn 1901 als erste Bergschwebebahn der Welt eröffnet. Die BerghĂ€nge Dresdens machen eine Fahrt mit diesen zu den Dresdner Verkehrsbetrieben gehörenden Fortbewegungsmitteln sehr reizvoll. Die HĂ€nge von Loschwitz gehörten vor 100 Jahren zu den teuersten WohnflĂ€chen in Europa.

Nach 1905 entstanden unter dem Stadtbaurat Hans Erlwein zahlreiche Industriebauten, die bewusst so gestaltet waren, dass sie das Stadtbild in der Innenstadt so wenig wie möglich stören. Markantestes Beispiel dafĂŒr ist der Erlweinspeicher, der wenige Meter hinter der Semperoper liegt. Er gehört zu den ersten in Stahlbetonbauweise errichteten GebĂ€uden. Damit das zehngeschossige GebĂ€ude nicht zu grob wirkt, hat Erlwein das Dach und die Fassade in kleinen Strukturen gebrochen. Bis zum FrĂŒhjahr 2006 wird der Speicher in ein Hotel umgebaut. Weitere bedeutenden GebĂ€ude von Erlwein sind das Gasometer in Reick und der (neue) Schlachthof im Ostragehege, in dem sich seit 1999 die Messe Dresden befindet.

Der Alte Schlachthof liegt auf der anderen Elbseite in der Leipziger Vorstadt und wird als Veranstaltungsort fĂŒr Konzerte genutzt.

Yenidze, mit den charakteristischen TĂŒrmen
Yenidze, mit den charakteristischen TĂŒrmen

Ebenfalls mit Bewusstsein fĂŒr Ă€sthetisches Aussehen wurde die Tabakwarenfabrik Yenidze erbaut. Sie befindet sich in Sichtweite des Erlweinspeichers und wurde von 1908 bis 1909 im Stil einer Moschee errichtet und wird auch in der heutigen Zeit noch gerne fĂŒr einen Sakralbau gehalten. Der Bau war damals aber insbesondere auf Grund der Distanz zur orientalischen Kultur Ă€ußerst umstritten. Seit seiner Restaurierung 1996 dient das GebĂ€ude als BĂŒrokomplex. Genau wie der Erlweinspeicher steht es unter Denkmalschutz.

An der Yenidze vorbei fĂŒhrt die Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dresden-Neustadt. Sie wurde Ă€hnlich wie die Berliner Stadtbahn auf Viadukten durch die enge Innenstadt gebaut. Bis zur Fertigstellung des durchgĂ€ngigen Bahnsystems gab es zahlreiche Stichbahnhöfe wie den Leipziger Bahnhof und den Schlesischen Bahnhof auf NeustĂ€dter Elbseite sowie den Berliner Bahnhof, den Böhmischen Bahnhof und den Bahnhof der Albertbahn auf sĂŒdlicher Elbseite, die mittels ebenerdiger Bahngleise lose verbunden gewesen waren, die die StraßenbrĂŒcke MarienbrĂŒcke fĂŒr die Elbquerung nutzten. All diese Bahnhöfe konnten ab 1901 durch den Hauptbahnhof und den Bahnhof Dresden-Neustadt ersetzt werden. Zwischen den beiden Bahnhöfen wurde der Bahnhof Wettiner Straße (heute Dresden-Mitte) errichtet. Alle drei Bahnhöfe waren Hallenbahnhöfe.

Einmalig in seinem Aufbau ist der Hauptbahnhof: Der mittlere Teil ist als ebenerdiger Kopfbahnhof fĂŒr ZĂŒge aus Richtung Leipzig, NĂŒrnberg oder Berlin errichtet. Auf beiden Seiten gibt es aber durchgĂ€ngige Hochbahnsteige Richtung Prag, mit jeweils zusĂ€tzlicher Bahnhofshalle. Das EmpfangsgebĂ€ude befindet sich auf der Stirnseite des Kopfbahnhofteils zwischen den Durchgangsgleisen. Derzeit wird der Bahnhof vollstĂ€ndig umgebaut und erneuert.

Der Fernsehturm befindet sich am Rand des östlichen Hochlands und ist 252 Meter hoch. Er ĂŒberragt die Stadt aufgrund der Berglage um etwa 370 Meter und wurde 1969 eröffnet. Bis 1991 befand sich eine gastronomische Einrichtung auf knapp 150 Meter Höhe, also etwa 268 Meter ĂŒber der Stadt. Ebenfalls am Elbhang, wenngleich am sĂŒdlichen im westlich gelegenen Ortsteil Cossebaude, liegt das Pumpspeicherwerk Niederwartha. Es wurde 1930 erbaut und besitzt eine Leistung von 120 Megawatt. Aus dem oberen Becken fĂ€llt das Wasser 143 Meter in das untere, das direkt an der Elbe liegt.

Weitere nennenswerte technische Bauwerke sind das Krematorium Tolkewitz, das Wasserwerk Saloppe und das Automatisches Parkhaus Dresden-Neustadt, das im Rahmen der Fußball WM 2006 gestarteten Initiative "Deutschland - Land der Ideen" als einer von 365 reprĂ€sentativen Orten ausgezeichnet wurde.

Brunnen, DenkmÀler und Skulpturen

Goldener Reiter
Goldener Reiter

Die bekannteste Skulptur in Dresden ist der Goldene Reiter, ein Abbild August des Starken auf seinem Weg als König von Polen nach Warschau. Es befindet sich auf der Hauptstraße in der historischen Neustadt. Der komplette Reiter und das Pferd sind mit Blattgold beschichtet. Original war die Plastik mit Kupfer beschichtet, das kĂŒnstlich einen goldenen Glanz bekam.

Aus Dankbarkeit, dass Dresden von der Choleraseuche verschont blieb, wurde der Cholerabrunnen 1840 auf dem Postplatz errichtet. Aus PlatzgrĂŒnden (der Postplatz war bereits um 1920 das Drehkreuz des Dresdner Straßenbahnnetzes) wurde er spĂ€ter etwas abseits des Platzes in die NĂ€he der Hofkirche verlegt. Er ist eines der wenigen Bauwerke der Neogotik in Dresden.

Am Albertplatz befindet sich ein 240 Meter tiefer artesischer Brunnen der ursprĂŒnglich der Trinkwasserversorgung in der damals stark wachsenden Antonstadt dienen sollte, dies aber nie erreichen konnte. Auf dem Albertplatz befinden sich die beiden Zierbrunnen „Stille Wasser“ stĂ€dtwĂ€rts links und „StĂŒrmische Wogen“ auf dem parkĂ€hnlichen und kreisrunden Albertplatz, zwischen denen sich die Straßenbahnhaltestellen befinden. Ein historischer und ebenfalls sehr berĂŒhmter Springbrunnen in Dresden ist das Nymphenbad im Zwinger.

In Dresden befinden sich etwa 300 Brunnen, Wasserspiele und FontĂ€nen. Darunter sind auch moderne Anlagen wie die „Pusteblumen“ auf der Prager Straße (diese sind den Springbrunnen aus sozialistischen Zeiten nachempfunden, die am selben Ort befanden) oder die Brunnen vor dem Hauptbahnhof, in denen sich das Glasdach der darunterliegenden Tiefgarage befindet.

Sonstige

Ausflugsziele/Erholung

Dresden besitzt sowohl auf eigenem Stadtgebiet als auch im Umland zahlreiche Ausflugsziele. Weite Teile der Stadt dienen der Naherholung; einige Stadtteile sind ehemalige Kurorte. Gerade der touristische Wert der Stadt ergibt sich aus der NĂ€he zu einigen fĂŒr sich schon bekannten Regionen oder Bauwerken, wie z.B. Schloss Moritzburg, Meißen oder auch der SĂ€chsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge) bzw. dem Erzgebirge.

In Dresden

Palais im Großen Garten
Palais im Großen Garten

Zentral auf AltstĂ€dter Elbseite liegt der Große Garten in dem der Zoologische Garten Dresden, die Parkeisenbahn (ehem. Pioniereisenbahn), der Botanische Garten der TU Dresden und der Carolasee liegt. Der Große Garten ist fast rechteckig, 1,9 Kilometer lang und 2 Quadratkilometer groß. An den Großen Garten schließen weitere Parkanlagen wie die BĂŒrgerwiese an.

Im Norden von Dresden liegt die Dresdner Heide. Sie bildet mit 50 Quadratkilometern etwa 15 % der heutigen StadtflĂ€che, liegt aber lĂ€ngst nicht mehr nur am Stadtrand. Sie wird von den Stadtteilen und Ortschaften Klotzsche, Weixdorf und LangebrĂŒck umfasst. SĂŒdlich schließen direkt an die Dresdner Heide die Elbwiesen an. Diese landwirtschaftlich genutzte, flussnahe GrĂŒnflĂ€che durchziehen die gesamte Stadt und bildet damit etwa 5 % des Stadtgebiets. Direkt an die Elbwiesen schließen dabei verlandete Altarme der Elbe an, die ebenfalls weitestgehend WeideflĂ€chen, Feucht- oder Trockenwiesen geblieben sind.

Die Elbwiesen und -schlösser
Die Elbwiesen und -schlösser

Etwa einen Kilometer flussaufwÀrts der Altstadt befinden sich die drei Dresdner Elbschlösser mit ihren Parkanlagen. Diese sind flussaufwÀrts Schloss Albrechtsberg, Villa Stockhausen (Lingner Schloss) und Schloss Eckberg. Sie bilden den Anfang des Dresdner Elbhangs, der ab dort bis zur Stadtgrenze im Osten verlÀuft. An diesen HÀngen, die teilweise an die Dresdner Heide grenzen, befinden sich 22 Hektar WeinanbauflÀchen.

Der Schillergarten, eine alte GaststĂ€tte in Blasewitz, liegt direkt neben dem Blauen Wunder. Bekannt ist Friedrich Schillers Verewigung der Tochter des damaligen Wirts als Gustel von Blasewitz in Wallensteins Lager. Der unmittelbar an das Blaue Wunder anschließende Schillerplatz ist eines der bedeutendsten Stadtzentren außerhalb der Innenstadt.

Zwischen Albertstadt und Antonstadt (auch bekannt als Äußere Neustadt) wurde der Alaunpark angelegt. Er ist nach dem Großen Garten der zweitgrĂ¶ĂŸte öffentliche Park. Alle öffentlichen GrĂŒnanlagen (weitere große Parks sind der Schlosspark in Pillnitz und der Waldpark in Blasewitz) bedecken zusammen eine FlĂ€che von fast 700 Hektar. Im Schlosspark Pillnitz befindet sich die Pillnitzer Kamelie. Der etwa 200 Jahre alte Baum gilt als Ă€lteste Kamelie in Europa. Besonders die Zeit der reichen BlĂŒte des Baums zwischen Februar und April zieht viele Besucher an.

In der nÀheren Umgebung

Jagd- und Barockschloss Moritzburg bei Dres/imagesn
Jagd- und Barockschloss Moritzburg bei Dresden

SĂ€chsische Schweiz

Etwa 30 Kilometer sĂŒdöstlich der Innenstadt von Dresden liegt die Felslandschaft der SĂ€chsischen Schweiz mit dem Nationalpark SĂ€chsische Schweiz und weiteren Naturschutzgebieten. Am besten zu erreichen ist sie per S-Bahn. In der SĂ€chsischen Schweiz wurde mit der Besteigung des Falkensteins bereits 1864 der Grundstein fĂŒr den modernen Klettersport gelegt. Auf einem der Felsplateaus des niedrigen Gebirges liegt die Festung Königstein, die als grĂ¶ĂŸte Bergfestung Europas gilt. Am Rande des Elbsandsteingebirges in Heidenau liegt der Barockgarten Großsedlitz. Sehenswert ist auch die Altstadt von Pirna, das als Tor zur SĂ€chsischen Schweiz gilt.

Barockgarten Großsedlitz bei Dres/imagesn
Barockgarten Großsedlitz bei Dresden

Osterzgebirge

SĂŒdlich und sĂŒdöstlich von Dresden erstreckt sich das Osterzgebirge. Wichtige Ausflugsziele dort sind das Schloss Weesenstein im MĂŒglitztal, sĂŒdwestlich der Tharandter Wald und die Bergstadt Freiberg an der Silberstraße. Im Winter wird Dresden ĂŒber SonderzĂŒge direkt mit dem Wintersportgebiet um Altenberg (Sachsen) verbunden.

Die Weißeritztalbahn, eine mit Dampfloks betriebene Schmalspurbahn durch das romantische Tal der Roten Weißeritz von Freital durch das Osterzgebirge nach Kipsdorf, ist seit dem Hochwasser 2002 außer Betrieb, der Wiederaufbau ist geplant. Sie passiert bei Dippoldiswalde die Talsperre Malter. Dieser Stausee ist einer der wenigen Badeseen in der Dresdner Umgebung.

Meißner Elbtal und Moritzburg

Im Nordwesten liegen die meisten FlĂ€chen des sĂ€chsischen Weinanbaugebiets. Sehenswerte StĂ€dte sind dort Meißen mit Dom und Burg und Radebeul mit seinem alten Dorfanger in Altkötzschenbroda. Zu einem der bekanntesten Bauwerken der Region gehört das Jagdschloss Moritzburg, das in einer weitlĂ€ufigen Teich- und Waldlandschaft selbst in einem See liegt.

Beliebt ist die Fahrt durch die Moritzburger Teichlandschaft mit der ebenfalls mit Dampfloks betriebenen schmalspurigen LĂ¶ĂŸnitzgrundbahn von Radebeul ĂŒber Moritzburg nach Radeburg.

Freizeit

Sportvereine

Sehr lange gab es in Dresden im Bereich Fußball zwei Vereine auf Ă€hnlichen Niveau. Der 1. FC Dynamo Dresden spielte bis 1995 in der 1. Bundesliga und musste dann wegen Lizenzentzug in die Regionalliga absteigen. SpĂ€ter wurde bei der Reform der Regionalligen der qualifizierende Platz verpasst, wodurch der Verein gezwungen war in der Oberliga zu spielen. Die hohe Schuldenlage aus der Erstligazeit und die geringen Einnahmen dieser Spielklasse fĂŒhrten beinahe zum Konkurs des Vereins.

Der zweite Verein ist der Dresdner Sportclub (DSC), der 1998 seine Fußballabteilung ausgegliedert hat, und in Sachen Fußball auf die lĂ€ngere Historie zurĂŒckblicken kann. WĂ€hrend Dynamo Dresden gegenwĂ€rtig wieder in der 2. Bundesliga spielt, spielt der DSC in der Landesliga. Wesentlicher erfolgreicher ist die Damenabteilung des DSC im Volleyball, die nach ihrem Aufstieg in die Bundesliga mehrmals Deutscher Meister wurde und im Europapokal spielte. Der derzeit zweithöchst klassierte Fußballverein in Dresden ist der FV Dresden-Nord.

Erfolgreiche Sportvereine in anderen Sportarten sind die Dresden Monarchs, die in der ersten Liga des American Football spielen und die Dresdner Eislöwen, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga des Eishockey schafften. Die Abteilung Sledge-Eishockey (Dresden Cardinals) spielt in der ersten Liga.

Dresden ist ein historisches Schachzentrum in Deutschland. In Dresden gibt es deshalb auch viele Schachklubs wie den Schachverein Dresden-Striesen e.V. Im Jahr 2008 wird in Dresden die Schacholympiade ausgetragen.

Im Breitensport sehr erfolgreich ist das Nachtskaten, das als erste Veranstaltung in dieser Art nĂ€chtliches Skaten auf verschieden Routen durch die Stadt ermöglicht. Diese Veranstaltungen finden den ganzen Sommer ĂŒber statt.

Weitere Vereine sind:

Sportanlagen

Das Rudolf-Harbig-Stadion
Das Rudolf-Harbig-Stadion

Die Dresdner Sportanlagen wurden in den letzten Jahren ziemlich vernachlĂ€ssigt. So investiert die Stadt zwischen den 2. Liga-Saisons von Dynamo Dresden etwa 500.000 Euro um die zulĂ€ssige KapazitĂ€t des Rudolf-Harbig-Stadion von derzeit etwa 23.000 Zuschauern zu halten. Auch die Möglichkeit ĂŒber die Fußballweltmeisterschaft 2006 ein Stadion zu modernisieren, wurde verpasst. Das Rudolf-Harbig-Stadion liegt am Großen Garten, etwas außerhalb in der östlichen Vorstadt.

Das zweite große Stadion ist das Heinz-Steyer-Stadion, das im Moment 5.000 Zuschauer fasst. Es liegt in der Friedrichstadt direkt an der MarienbrĂŒcke, also sehr elbnah.

WĂ€hrend fĂŒr die Eishockey-Mannschaften eine neue Eisporthalle gebaut wird, wurde allein ĂŒber die Lage eines Stadionneubaus sehr lange debattiert. Durch den Aufstieg von Dynamo Dresden setzte sich deren HeimspielstĂ€tte, das Rudolf-Harbig-Stadion, als Standort fĂŒr einen Neubau durch. Derzeit wird der Bau ausgeschrieben.

Weitere Anlagen sind die Mehrzweckhalle Bodenbacher Straße, die Anlagen im Ostragehege, in denen eine Leichtathletikhalle neuerrichtet wurde und einige TennisplĂ€tze hochwassersicher verlegt wurden, sowie die Schwimmhalle und die Wasserspringhalle an der Freiberger Straße. Im Stadtteil Sedlitz gibt es auch eine Pferderennbahn.

Nachtleben

Der Studentenklub „BĂ€renzwinger“ liegt unter der berĂŒhmten BrĂŒhlschen Terrasse
Der Studentenklub „BĂ€renzwinger“ liegt unter der berĂŒhmten BrĂŒhlschen Terrasse

Die Äußere Neustadt ist eines der grĂ¶ĂŸten erhaltenen Stadtgebiete der GrĂŒnderzeit in Deutschland. Gleichzeitig befindet sich dort das mit etwa 175 gastronomischen Einrichtungen grĂ¶ĂŸte Szene- und Kneipenviertel der Stadt. Hervorgegangen aus dem schlechten Zustand der Bausubstanz entwickelte sich dort eine alternative Kulturszene in der Stadt. 1989 bildeten einige Bewohner aus Protest eine Interessengemeinschaft gegen die schlechte Wohnraumsituation und AbrissplĂ€ne, riefen 1990 die Bunte Republik Neustadt aus und begrĂŒndeten damit den Charakter eines Szeneviertels.

Es befinden sich dort zahlreiche Clubs, Bars und Kneipen in der höchsten Konzentration von Dresden. Der Zustand des Viertels hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, weshalb er durch sein vielseitiges Kulturangebot zu den beliebtesten Wohngegenden junger Menschen in Dresden zÀhlt. Das Spektrum der Lokale ist sehr vielseitig und reicht vom Rockclub bis zur Bluesbar.

Auf sĂŒdlicher Elbseite, in der NĂ€he der Hochschulen, befinden sich die sechzehn Studentenklubs der Stadt. Die meisten werden vom Studentenwerk Dresden unterstĂŒtzt, sind aber in der Regel selbststĂ€ndige Vereine. Bereits in den 60er-Jahren ins Leben gerufen, ist der „BĂ€renzwinger“ im Gewölbe der ehemaligen Kasematten unter der BrĂŒhlschen Terrasse der Ă€lteste und einst bekannteste Studentenklub in Dresden. Die anderen Klubs liegen meist an, teilweise in den Wohnheimen, sowie in den Mensen der TU und HTW. Seit der Verkleinerung des BĂ€renzwingers im Jahre 2000 zĂ€hlen heute der „Klub Neue Mensa“ (KNM) und der „Club Mensa“ (CM) zu den bekanntesten Studentenklubs Dresdens.

Sehr bekannt ist der Jazzclub Tonne, der in seiner Geschichte in vielen Gewölbekellern Dresdens residierte und daher seinen Namen trÀgt. Seit dem Jahr 2000 befindet sich der Club im Keller des Kulturrathauses in der Inneren Neustadt.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

In Dresden finden das ganze Jahr ĂŒber verschiedene Festivals und Großveranstaltungen statt. Insbesondere die musikalischen Veranstaltungen genießen internationale Bedeutung. Zudem gibt es in Dresden zahlreiche Stadtteilfeste mit verschiedenem Hintergrund.

FrĂŒhjahr

Im April findet das Filmfest Dresden statt. Es ist ein bedeutendes Festivals fĂŒr Animations- und Kurzfilm in Europa. Viel weiter reichende Tradition besitzen die Dresdner Musikfestspiele, deren ursprĂŒngliche VorlĂ€ufer die Musikfeste des barocken Hofs waren. Es ist als Veranstaltung klassischer Musik deutschlandweit bekannt.

1970 wurde das erste Internationale Dixieland-Festival ausgetragen. Mittlerweile gehört es zu den weltweit bedeutendsten Jazz- und Bluesveranstaltungen. Mit jĂ€hrlich etwa 500.000 Besuchern ist es außerdem die grĂ¶ĂŸte Kulturveranstaltung in Sachsen. Elemente des Festivals wie die Jazzmeile, die sich quer durch die Stadt zieht, sind ohne Eintritt erreichbar. Der Hauptteil des Festivals findet aber auf viele Clubs und Bars verteilt statt.

Sommer

FilmnÀchte am Elbufer, Freilichtkino und Konzerte
FilmnÀchte am Elbufer, Freilichtkino und Konzerte

GegenĂŒber der Altstadtsilhouette von Dresden finden jedes Jahr die FilmnĂ€chte am Elbufer am Elbufer statt. Vor 15 Jahren, als die ersten FilmnĂ€chte stattfanden, dauerte die Veranstaltung 10 Tage. Mittlerweile ziehen 60 Tage Filme, Veranstaltungen und Konzerte 150.000 Zuschauer an, wo durch die Veranstaltung die grĂ¶ĂŸte ihrer Art in Deutschland ist.

Eine Veranstaltung mit politischem Ursprung ist die Bunte Republik Neustadt. Von 1990 bis 1993 bestand im Stadtteil Äußere Neustadt aus Protest gegen die maroden Wohnbedingungen die gleichnamige Mikronation. Bereits 1990 gab es ein entsprechendes Stadtteilfest, das weiterhin veranstaltet wird. 2001 und 2002 kam es wĂ€hrend des Festes zu Ausschreitungen wĂ€hrend die letzten Jahre friedlich verliefen. Das Fest ist ein Fest der alternativen Szenekultur geblieben.

Entlang des rechten Elbufers am Dresdner Elbhang findet alljÀhrlich das Elbhangfest statt. Es erstreckt sich vom Stadtteil Loschwitz bis Pillnitz. Höhepunkte ist unter anderem eine Drachenboot-Regatta. Nach der Elbeflut 2002, die neben dem Stadtteil Kleinzschachwitz auch Laubegast einschloss, findet dort auf anderer Elbseite das Inselfest statt.

Im Sommer finden auch zahlreiche Veranstaltungen in den Abend- und Nachtstunden statt. Ende Juni oder Anfang Juli laden die zahlreichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Dresden zur Langen Nacht der Wissenschaften ein. Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt. FĂŒr die Hochschulen und Institute aber auch fĂŒr die kooperierenden Technologieunternehmen bietet die Veranstaltung die Möglichkeit die eigenen Ergebnisse und Arbeiten einem großem Publikum vorzustellen. Kurze Zeit spĂ€ter findet die Museumssommernacht statt, wĂ€hrend der zahlreiche Museen der Stadt besucht werden können.

Im August findet das Stadtfest Dresdens statt. Es erstreckt ĂŒber die gesamte Innenstadt. Neben Live-Musik bietet es ein auf Familien zugeschnittenes Programm. Auch das Stadtfest zĂ€hlt jĂ€hrlich etwa 500.000 GĂ€ste.

Weitere Festivals und Veranstaltungen im Sommer sind das Dresdner Kunstfest, die Kultournacht und das Nachtskaten, das vielfach im Sommer Freitags stattfindet. Dabei rollen mehrere Tausend Inlineskater einen Parcours auf gesperrten Straßen durch die Stadt.

Herbst

Im Herbst findet das Volkstanzfest und Drehorgeltreffen statt. Weitere Veranstaltungen im Herbst sind die Tage der zeitgenössischen Musik und das Festival der Zauberkunst.

Winter

Striezelmarkt im Jahr 2003
Striezelmarkt im Jahr 2003

WÀhrend der Adventszeit findet in Dresden der Striezelmarkt statt. Dieser seit 1434 bestehende Weihnachtsmarkt ist einer der Àltesten in Deutschland. Er findet auf dem Altmarkt statt und gehört zu den Touristenattraktionen in der Weihnachtszeit. Der Name des Markts leitet sich von seinem Hauptprodukt, dem Dresdner Christstollen ("Striezel") ab. Ein Höhepunkt des Marktes ist das Dresdner Stollenfest.

Gleichzeitig mit dem Striezelmarkt findet jedes Jahr ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt im Stallhof des Dresdner Schlosses statt.

Am 13. Januar 2006 fand erstmals seit 67 Jahren wieder der Dresdener Opernball in der Semperoper statt, der jÀhrlich im Januar wiederholt werden soll.

Im Februar findet das Fest sÀchsischer Puppen- und Marionettenspieler statt.

Kulinarische SpezialitÀten

Wirtschaft und Infrastruktur

Kennzahlen

Dresden bildet das Zentrum des gegenwÀrtig wirtschaftstÀrksten Raums der neuen BundeslÀnder und gehört zu den wirtschaftlich stÀrksten RÀumen in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt erreichte im Jahr 2003 einen Wert von 13,1 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 26.200 Euro pro Einwohner. Besonders hohen Anteil an der gesamten wirtschaftlichen Leistung hat das Verarbeitende Gewerbe. Allein die Unternehmen der Mikroelektronik in Dresden erreichten mehr als 3 Milliarden Euro Umsatz.

Die Arbeitslosenquote in Dresden schwankt zwischen 13,5 und 15 Prozent. Auch in den umliegenden StĂ€dten liegen die Arbeitslosenquoten noch zwischen 15 und 18 Prozent. Radebeul besitzt sogar eine niedrigere Quote als Dresden. FĂŒr die Stadt bedeutet dies, dass das Umland nicht zusĂ€tzlich belastend auf den angespannten Arbeitsmarkt wirkt. In Dresden arbeiten etwa 215.000 sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigte. Etwa 170.000 Arbeitnehmer leben mit ihrem Erstwohnsitz in Dresden. Dresden ist aber dennoch eine Einpendlerstadt.

Etwa 20% der BeschĂ€ftigten in Dresden besitzen einen Hochschulabschluss. Diese hohe Zahl und die hohe Anzahl der Einrichtungen der angewandten Forschung zeigen, dass sich die Dresdner Wirtschaft von dem strukturellen Prinzip der „VerlĂ€ngerten Werkbank“ entfernt. Schwachpunkt der Dresdner Wirtschaftsstruktur bleibt aber die geringe Anzahl an Unternehmenszentralen in der Stadt. Alle Großansiedlungen der letzten Jahre sind zwar Unternehmen, die im Dresdner Handelsregister eingetragen sind, aber als Tochterunternehmungen dennoch abhĂ€ngig bleiben.

AnsÀssige Unternehmen

GlÀserne Manufaktur von Volkswagen
GlÀserne Manufaktur von Volkswagen

In der Stadt sind vor allem Unternehmen aus dem Bereich Mikroelektronik, Informations- und Biotechnologie sowie Elektrotechnik tÀtig, die die NÀhe der UniversitÀt und zahlreicher Forschungsinstitute nutzen. Die Kompetenzfelder der Stadt Dresden liegen in den Bereichen:

  • Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Neue Werkstoffe und Nanotechnologie
  • Maschinen- und Anlagenbau/Fahrzeug-, Luft- und Raumfahrttechnik
  • Biotechnologie, Pharmazie und Impfstoffe
  • Tourismus, Handel und MĂ€rkte
  • Bildung, Kunst-, Geistes- und Sozialwissenschaften

Viele der Kompetenzfelder entstanden nicht erst in den letzten Jahren. Einige, wie zum Beispiel die Mikroelektronik, die schon vor 1989 in Dresden ein Zentrum besaß, wurden aber erfolgreich ausgebaut.

Durch die Möglichkeiten der engen Zusammenarbeit der Industrie mit den hier ansĂ€ssigen UniversitĂ€ten und Forschungseinrichtungen entwickelt sich Dresden immer mehr zu einem der fĂŒhrenden Zentren der Halbleiterfertigung in Europa. So entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue FertigungsstĂ€tten fĂŒhrender Unternehmen wie AMD Saxony und Infineon. Auch viele Bereiche der Zulieferindustrie (Reinraumtechnik, Spezialmaschinenbau, Siliziumwafer) lassen sich in und um Dresden nieder, sodass in Anlehnung an das Silicon Valley in Kalifornien oft vom Silicon Saxony gesprochen wird.

Durch Forschungsarbeit im Bereich der Nanotechnologie und Werkstoffe, erhofft man sich fĂŒhrender Wirtschaftsstandort der aufkommenden Nanoelektronik, die einen Quantensprung fĂŒr die elektronische Datenverarbeitung darstellen wird, zu werden. Auch an der wirtschaftlichen Nutzung von besonderen elektro-magnetischen Eigenschaften von Supraleitern (Meißner-Ochsenfeld-Effekt) wird gearbeitet.

Neben der Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie ist auch die Softwareindustrie in Dresden vertreten, etwa durch die SAP SI AG (ein börsennotiertes Tochterunternehmen von SAP), ein Tochterunternehmen der T-Systems AG, die net-linx AG und die deutsche Niederlassung der polnischen Comarch Software.

Auch die Siemens AG hat nach der Wende in Dresden einen Standort errichtet. Der Konzern kaufte 1991 das Transformatoren- und Röntgenwerk „Hermann Matern“, das auf die Koch & Sterzel AG zurĂŒckgeht, von der Treuhand. Um dieses Werk herum im Dresdner Stadtteil Übigau ĂŒbernahm der Konzern eine GrundstĂŒcksflĂ€che von rund 350.000 Quadratmetern.

Volkswagen lĂ€sst in der GlĂ€sernen Manufaktur verschiedene Luxusfahrzeuge (VW Phaeton und Bentley Flying Spur) des Konzerns herstellen. EADS besitzt in Dresden mit den Elbe Flugzeugwerken ein Tochterunternehmen insbesondere zum Umbau von Airbus-Flugzeugen. Der Standort ist auch an der Entwicklung des Airbus A380 beteiligt. Zum einen stammen Teile der Innenausstattung aus den Werken zum anderen wird eine der beiden Materialtestprozeduren bei IABG/IMA durchgefĂŒhrt. Viele Zulieferer der Automobilindustrie fĂŒr elektronische Komponenten produzieren in Dresden. Ein Tochterunternehmen der Linde AG konzipiert und plant Anlagen der Pharmazie- und Chemieindustrie.

Im Bereich Pharma und Arzneimittel besitzt Dresden seit mehr als hundert Jahren eine bedeutende Rolle. Viele Verfahren zur industriellen Produktion von Arzneimitteln wurden in Dresden entwickelt und angewandt. Das SĂ€chsische Serumwerk Dresden (als Teil des GlaxoSmithKline-Konzerns) ist ein international bedeutsamer Lieferant fĂŒr Grippeimpfstoffe. So zĂ€hlt zum Beispiel das US-amerikanische Gesundheitsministerium zu den wichtigsten Kunden. Auch die Arzneimittelwerke Dresden blicken auf eine lange Tradition zurĂŒck und gewinnen wieder an Bedeutung.

Dresden besitzt eine im nationalen Vergleich Ă€ußerst hohe Dichte von 26 Hotels der Ober- und Luxusklasse. Zusammen mit der Messe Dresden und dem neuen Kongresszentrum versucht sich die Stadt als Kongress- und Tagungsort zu profilieren. Als touristisches Ziel ist die Stadt weltweit bekannt. Die KapazitĂ€t von 87 Hotels mit etwa 13 000 angebotenen Betten wird derzeit durch neue Hotels ausgebaut. JĂ€hrlich besuchen etwa 7 Millionen GĂ€ste die Stadt, von denen 1,1 Millionen durchschnittlich etwa zwei Tage in Dresden verbleiben. Diese Werte gehören gegenwĂ€rtig schon zu den Spitzenwerten in Deutschland und Europa. Die Bettenauslastung liegt dabei bei rund 50 %. Der jĂ€hrliche Umsatz durch Tourismus liegt bei etwa einer halben Milliarden Euro.

Einzelhandel

Die grĂ¶ĂŸte Konzentration von WarenhĂ€usern und GeschĂ€ften befindet sich in Dresden an der nördlichen Prager Straße und am Altmarkt im Stadtzentrum. Dort befinden sich die Filialen von Breuninger, C&A, Karstadt, Peek & Cloppenburg und anderen Warenhausketten und mit der Altmarkt-Galerie eines der großen Einkaufszentren der Stadt. Das Gebiet ist durch mehrere Straßenbahnhaltestellen erschlossen. Auch der Hauptbahnhof, am anderen Ende der Prager Straße, soll nach seiner Fertigstellung und der Bebauung des Wiener Platzes ein bedeutendes Zentrum des Einzelhandels sein. Das Parkplatzangebot wurde in den letzten Jahren durch zahlreiche Tiefgaragen verbessert.

Als Einkaufsstraße fĂŒr hochwertige GĂŒter und Luxusartikel hat sich dagegen die Königsstraße in Dresden-Neustadt etabliert. Eine Ă€hnliche Struktur des Handels ist fĂŒr die Bebauung am Neumarkt rund um die Frauenkirche vorgesehen. GeschĂ€fte dieser Preisklasse sind stark mit dem Tourismus der Stadt verwoben.

Auch in alten Stadtteilzentren wie am Schillerplatz in Blasewitz wurden wieder bedeutende Einkaufszentren geschaffen. Andere Anlagen wie der Elbepark konzentrieren sich außerhalb der Innenstadt an Autobahnausfahrten und haben so einen deutlich ĂŒberregionalen Einfluss. Der Preisdruck auf die HandelsflĂ€chen im Stadtzentrum durch große Einkaufszentren der Peripherie ist auch in Dresden spĂŒrbar und wird hĂ€ufig kritisiert. In der Dresdner Innenstadt wird gerade einmal 22% des Umsatzes des Einzelhandels erzielt. Das ist vergleichsweise wenig, wenn gleich in Dresden mehr Nebenzentren existieren.

Traditionsunternehmen/Ehemalige Unternehmen

Das Sachsenwerk um 1900
Das Sachsenwerk um 1900

Eines der bekanntesten unter den ehemaligen Unternehmen Dresdens ist die Dresdner Bank, die am 12. November 1872 gegrĂŒndet wurde. Bereits 1885 wurde die operative GeschĂ€ftsfĂŒhrung nach Berlin verlegt, bis 1950 blieb die Bank aber im Handelsregister der Stadt Dresden eingetragen.

Die Raddampferflotte, die von der SĂ€chsische Dampfschiffahrtsgesellschaft betrieben wird, gilt als die grĂ¶ĂŸte und Ă€lteste der Welt. Das Ă€lteste Schiff der Raddampfer „Stadt Wehlen“, benannt nach dem Ort in der SĂ€chsischen Schweiz Wehlen, ist dabei Ă€lter als 125 Jahre. Im Jahr fahren etwa 500.000 Passagiere auf einem der 13 Schiffen der Flotte.

Das seit Jahrzehnten internationale Unternehmen Melitta wurde am 15. Dezember 1908 mit 73 Pfennigen Eigenkapital von Melitta Bentz ins Dresdner Handelsregister eingetragen.

Mit dem Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD) und dem VEB Kombinat Robotron begann 1961 die Zeit der Mikroelektronik in Dresden. 1989 waren etwa 4000 Angestellte beim Zentrum Mikroelektronik beschÀftigt. Das ZMD firmierte von 1961 bis 1969 als Arbeitsgemeinschaft Mikroelektronik Dresden (AMD). TatsÀchlich hat das ZMD, das sich mittlerweile auf integrierte Schaltkreise spezialisiert hat, in den letzten Jahren eine Auseinandersetzung um die Namensrechte mit AMD.

Die Elbe Flugzeugwerft, die heute als Elbe Flugzeugwerke firmiert, war schon sehr frĂŒh nach dem 2. Weltkrieg ein bedeutendes Werk des Flugzeugbaus. In den 1950er Jahren entstand in dem Werk mit der BB-152 das erste deutsche Strahltriebwerksflugzeug fĂŒr die Zivilluftfahrt. Das Projekt musste aber auf Grund mangelnder Nachfrage eingestellt werden.

Übersicht ĂŒber die Historie einiger Traditionsunternehmen

Firmenname GegrĂŒndet Gegenwart Branche
APOGEPHA Arzneimittel GmbH 1882 SelbstÀndiges Familienunternehmen Pharmazeutische Produkte
DENTAL-Kosmetik
zwischenzeitlich VEB Elbechemie Dresden
1907 GmbH & Co. KG Zahnhygiene
Dresdner Bank 1872 Sitz 1950 verlegt Bank
Dresdner Verkehrsbetriebe
zwischenzeitlich VEB Verkehrsbetriebe der Stadt Dresden
1872 AG im Besitz der Stadt Nahverkehr
Dresdner Wach- und Schließgesellschaft 1902 1945 verstaatlicht Sicherheit
DREWAG
zwischenzeitlich VEB Energiekombinat Dresden
1930 seit 1997 StÀdtisches Unternehmen Energie
Eg-GĂŒ 1890 beginnt Neuanfang ab 2006 in Lichtenau b. Chemnitz Reinigungsmittel
Eschebachsche Werke AG 1867 2004 liquidiert Möbel
Elbe Flugzeugwerft 1955 Tochtergesellschaft von EADS Flugzeugbau
Ernemann-Werke 1889 1926 zu Zeiss-Ikon Optik
Feldschlösschen-Brauerei
zeitweise zur Radeberger Exportbierbrauerei
1883 Teil des Carlsberg-Konzern Bierbrauerei
f6 Cigarettenfabrik
zwischenzeitlich VEB Dresdner Zigarettenfabriken
1909 Teil der Altria Group Tabakwaren
Koch & Sterzel AG
zwischenzeitlich VEB TuR "Hermann Matern" Dresden
1904 Tochtergesellschaft der Siemens AG Elektotechnik
Li-iL 1910 GmbH im Privateigentum Hygieneprodukte
Sachsenwerk 1903 Teil der VEM-Gruppe Elektrotechnik
Schiffswerft Laubegast 1898 selbststÀndige AG Binnenschiffbau
VEB Elbflorenz
ehemals Hartwig&Vogel
liquidiert Lebensmittel
VEB Mikromat liquidiert Verpackungsmaschinen
VEB Pentacon Dresden
ehemals Zeiss-Ikon, IHaGee und weitere
1955 Tochtergesellschaft der J. Schneider Optische Werke Optik
Zeiss-Ikon
ehemals Ernemann-Werke AG und weitere
1926 1955 verstaatlicht Optik
Zentrum Mikroelektronik Dresden
zeitweise im VEB Kombinat Robotron
1961 selbststÀndige AG Mikroelektronik

Verkehr

Straßenverkehr

Durch das nordwestliche Stadtgebiet von Dresden fĂŒhrt die Bundesautobahn 4 Richtung Erfurt bzw. Görlitz. Von dieser zweigt im Ă€ußersten Norden der Stadt die Autobahn A 13 Richtung Berlin ab. Nicht unweit der Stadt beginnt des Weiteren die A 14 nach Leipzig an der A 4. Die A 17, die im Westen von Dresden beginnt und dann sĂŒdlich die Stadt tangiert, soll etwa ab 2008 bis Prag fĂŒhren. Unter zwei Dresdner Stadtteilen wird die A17 in zwei Tunneln gefĂŒhrt. Die Autobahn ist besonders bedeutend fĂŒr den LKW-Fernverkehr in Nord-SĂŒd-Richtung. Die A17 konnte aber auch die Hauptstraßen der Stadt im Berufsverkehr entlasten, da sie parallel und nah zum Verdichtungsraum um Dresden verlĂ€uft und so vor allem von Pendlern aus Pirna und Heidenau genutzt werden kann.

Ferner fĂŒhren folgende Bundesstraßen durch die Stadt: Die B 6, die B 97, die B 170, die B 172 und die B 173. Die Europastraße 55 umlĂ€uft mittlerweile die Stadt ĂŒber die A17 und soll bei Fertigstellung der Autobahn diese komplett bezeichnen. Derzeit wird noch die B170 ab deren Autobahnauffahrt (Dresden-SĂŒdvorstadt) bis zur Grenze als Europastraße beschildert. FĂŒr die Stadt direkt gibt es acht Autobahnauffahrten.

Dresden liegt am Elberadweg, der 2005 offiziell zum schönsten Fernradweg Deutschlands gewĂ€hlt wurde. Innerhalb der Stadt fĂŒhrt er jedoch nicht durchgehend an der Elbe entlang. Der Elberadweg ist ebenso wie die sonstigen vorhandenen Radwege schlecht vernetzt. Spezielle Wegweiser fĂŒr Radfahrer existieren nur an wenigen Stellen, zum Beispiel am Elberadweg.

Öffentlicher Verkehr

Westliches Vorfeld des Hauptbahnhof
Westliches Vorfeld des Hauptbahnhof

Die Stadt liegt an den End- und VerknĂŒpfungspunkten der Berlin-Dresdner Eisenbahn, der Leipzig-Dresdner Eisenbahn, der Albertbahn (nach Chemnitz, einem TeilstĂŒck der Sachsen-Franken-Magistrale, die bis NĂŒrnberg verlĂ€uft), der SĂ€chsisch-Schlesischen Eisenbahn (nach Görlitz und Breslau) und der Elbtalbahn (nach Děčín und FortfĂŒhrung weiter nach Prag). Zudem fĂŒhren mehrere kleinere Strecken in alle Richtungen. GegenwĂ€rtig werden Linien im Fernverkehr nach Berlin und Hamburg, Leipzig, Frankfurt am Main und Köln, Chemnitz und NĂŒrnberg sowie nach Prag, Wien und Budapest betrieben. Die beiden wichtigsten Personenbahnhöfe in Dresden sind der Hauptbahnhof und der Bahnhof Dresden-Neustadt. Andere Personenbahnhöfe, die frĂŒher der Anbindung der mittlerweile eingemeindeten Vororte dienten, werden meist als Haltepunkte fĂŒr S-Bahn und Regionalbahn genutzt.

Zug der Dresdner S-Bahn im Bahnhof Dresden-Niedersedlitz
Zug der Dresdner S-Bahn im Bahnhof Dresden-Niedersedlitz

Das Dresdner S-Bahn-Netz, das hauptsĂ€chlich fĂŒr den Verkehr mit dem Ballungsraum um die Stadt und die Anbindung an den Flughafen in Klotzsche genutzt wird, besteht aus drei Linien. Auf der Teilstrecke Dresden-Mitte - Dresden Hbf - Heidenau - Pirna wurde wieder ein zweites Gleispaar eingerichtet, so dass ein Fahrplantakt von etwa einer Viertelstunde gefahren wird und ein noch dichterer Takt theoretisch möglich ist.

Dresdner Straßenbahnwagen NGT6DD vorm Zwinger
Dresdner Straßenbahnwagen NGT6DD vorm Zwinger

Den Öffentlichen Personennahverkehr bedienen zwölf Straßenbahn- und ĂŒber 30 Buslinien der Dresdner Verkehrsbetriebe AG sowie anderer Verkehrsbetriebe, so der „Hochlandexpress“, die Verkehrsgesellschaft SĂ€chsische Schweiz oder die Regionalverkehr Dresden GmbH. In den 1920er Jahren gab es zwei konkurrierende Straßenbahnunternehmen. Bekannt ist Dresden auch fĂŒr den zwischen 1931 und 1972 eingesetzten großen Hechtwagen. Schon in der Weimarer Republik gab es teilweise einen Dreiminutentakt. Seit der letzten Linienumstellung verkehren 12 Straßenbahnlinien auf einem etwa 204 km langem Liniennetz, zu dem auch eine Strecke durch die benachbarten StĂ€dte Radebeul, Coswig und Weinböhla zĂ€hlt. Diese Überlandbahn (Linie 4) ist mit 28,7 km auch die lĂ€ngste Linie im Dresdner Netz.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe modernisieren seit Jahren ihr Netz und ihren Fuhrpark, der zu den modernsten in Deutschland zĂ€hlt. An Wochenenden und Feiertagen sind im Normalfall ausschließlich Niederflurbahnen mit bequemen stufenlosen Einstiegen im Einsatz.

Den Übergang ĂŒber die Elbe ermöglichen neben den BrĂŒcken (jeweils fĂ€hrt auch mindestens eine Eisenbahn-, Bus- oder Straßenbahnlinie hinĂŒber) auch drei ElbfĂ€hren, von der Johannstadt zur Neustadt, von Niederpoyritz nach Alttolkewitz sowie von Kleinzschachwitz nach Pillnitz.

Im Stadtteil Loschwitz gibt es außerdem eine Standseilbahn zum Nobelviertel „Weißer Hirsch“ sowie eine Schwebebahn nach Oberloschwitz, an deren Bergstation sich eine hervorragende Aussicht auf die Stadt und das sĂŒdwestliche Umland bietet.

Flughafen Dresden
Flughafen Dresden

Bis 1975 fuhren in Dresden auch Oberleitungsbusse. Diese wurden durch Busse mit Dieselantrieb ersetzt. Zudem fuhren zwischen 1903 und 1904 in dem damals noch eigenstÀndigen Ort Klotzsche die Oberleitungsbusse der Haide-Bahn.

Auf der Elbe fahren die Raddampfer der Weißen Flotte und stellen ausschließlich touristisch genutzte Verbindungen elbaufwĂ€rts in die SĂ€chsische Schweiz und elbabwĂ€rts nach Meißen bereit.

Im Norden von Dresden, in Klotzsche, liegt der Flughafen Dresden mit nationalen und internationalen Fluglinien. Er wurde nach der Wiedervereinigung saniert und hat daher gut ausgebaute Terminals sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Umstritten sind die Bestrebungen des Flughafens den Nachtflugverkehr auszudehnen. Betroffen sind insbesondere die Anwohner der Gartenstadt Hellerau.

GĂŒterverkehr

CarGoTram
CarGoTram

Dresden war und ist ein wichtiger Eisenbahnknoten im GĂŒterverkehr, zu dessen Eisenbahnanlagen der Rangierbahnhof Dresden-Friedrichstadt in der seltenen Bauform des GefĂ€llebahnhofes gehört. Durch die Automobilwerke des Volkswagen-Konzerns in Chemnitz, Zwickau, bei der tschechischen Tochter Ć koda in MladĂĄ Boleslav und in Dresden selbst kommt dem GĂŒterbahnhof als Logistikzentrum eine wichtige Funktion zu. In der Regel wird in Dresden die Lokomotive gewechselt, da in Deutschland und Tschechien verschiedene Bahnstromsysteme betrieben werden. TĂ€glich rollen etwa 200 GĂŒterzĂŒge ĂŒber die Elbtalbahn von und nach Tschechien.

Dresdens Hafen liegt linkselbisch in Dresden-Friedrichstadt und ist ein Hafen der Elbe-Containerlinie und der Binnenschiffslinie ETS-Elbe. Eine Besonderheit stellt die CarGoTram dar, eine Straßenbahn fĂŒr den GĂŒtertransport, die die GlĂ€serne Manufaktur von Volkswagen am Großen Garten bedient. Die Bahn wurde eingerichtet um die Innenstadt vor einer zusĂ€tzlichen Belastung durch LKWs zu bewahren. Die Altstadt von Dresden liegt zwischen der Manufaktur und dem Logistikzentrum am GĂŒterbahnhof in der Friedrichstadt.

Dresden liegt am Kreuzungspunkt der E40 und E55, zwei wichtiger Europastraßen. Über die A17 ist es gelungen, den GĂŒterfernverkehr gĂ€nzlich aus der Stadt zu verlagern. Alleine die E55 nutzen tĂ€glich mehr als 2.000 LKW.

Medien

Tageszeitungen

In Dresden erscheinen mit der SĂ€chsische Zeitung (SZ) und den Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) zwei traditionelle Tageszeitungen. Die SĂ€chsische Zeitung, die 1946 erstmals erschien, war zu DDR-Zeiten Organ der SED. Sie gehört mehrheitlich zu Gruner und Jahr. Die VorlĂ€ufer der DNN waren Zeitungen der NDPD, LDPD beziehungsweise CDU. Sie gehört ĂŒber die Leipziger Volkszeitung der Axel Springer AG. Weitere Zeitungen in Dresden sind die Dresdner Morgenpost und die Lokalausgabe der Bild-Zeitung. Neben diesen kostenpflichtigen Tageszeitungen werden in Dresden noch die kostenlosen AnzeigenblĂ€tter „SĂ€chsischer Bote“ und „Wochenkurier“ herausgegeben. Des weiteren gibt es noch AnzeigenblĂ€tter fĂŒr die jeweiligen Stadtteile, beispielsweise die „Leubener Zeitung“ fĂŒr das Ortsamt Leuben.

Sonstige Zeitungen und Zeitschriften

Das Dresdner Amtsblatt (DDA) erscheint als kostenloses (finanziert sich durch Werbung) Veröffentlichungsorgan der Stadtverwaltung wöchentlich. Da der erste VorgÀnger bereits 1839 erschien, gilt das Amtsblatt als Àltestes Printmedium Dresdens, das nach wie vor erscheint.

Dresdner Kulturmagazin (kostenlos) und Sax sind monatlich erscheinende Stadtmagazine mit Veranstaltungskalender. Das Gastronomiemagazin „Augusto“ erscheint jĂ€hrlich. Weitere Magazine sind „Fritz“, „Spot“, „Skunk“, „Spiesser“, „Urania“, „ad rem“, „caz – Die Dresdner Campus-Zeitung“ und „Prinz“. Diese sind teilweise kostenlos, und wenige davon gibt es auch in anderen (sĂ€chsischen) StĂ€dten.

Hörfunk und Fernsehen

Da Dresdner auf Grund der Tallage nur an wenigen Orten im Stadtgebiet ĂŒberregional ausgestrahlte Rundfunkprogramme empfangen können, wurde 1969 der 252 Meter hohe Fernsehturm eröffnet, der heute noch in Betrieb ist.

In Dresden befindet sich ein Landesfunkhaus des MDR und zahlreiche Produktions- und Dienstleistungsunternehmen fĂŒr die Hauptstelle des MDR in Leipzig. Es gibt außerdem mehrere private Radiosender, die ihr Programm aus Dresden senden. Neben Fernsehsendern in den einzelnen Stadtteilen und von Antennengemeinschaften gibt es das Dresden Fernsehen, als Sender fĂŒr das gesamte Stadtgebiet. In Dresden beheimatet sind auch zwei SAEK (SĂ€chsische Ausbildungs- und ErprobungskanĂ€le) - ein schulisch spezialisierte SAEK im St. Benno-Gymnasium und einer im Medienkulturzentrum Pentacon. Hier findet der interessierte BĂŒrger offene Studios, kann das Produzieren und Senden erlernen und auch auf Sendung gehen (eigener Radiosender NEON 425 auf 104,25 MHz im Dresdner Kabel) und zwei Magazine im Ballungsraumfernsehen in Dresden, Leipzig und Chemnitz.

Trivia

WĂ€hrend der DDR-Zeit konnte in Dresden keine Westmedien empfangen werden, weshalb Dresden auch den Namen Tal der Ahnungslosen bekam. Im Volksmund wurde der Name der ARD als Außer Raum Dresden gedeutet. Um dennoch westdeutsche Fernsehsender empfangen zu können, grĂŒndete sich 1988 eine BĂŒrgerinitiative die toleriert ĂŒber Satelliten empfangene Signale westdeutscher Fernsehprogramme ausstrahlte. Nach 1990 wurde das Kabelnetz sehr intensiv ausgebaut, weshalb die EinfĂŒhrung von DVB-T in Dresden sehr langsam lĂ€uft.

Öffentliche Einrichtungen

Auf Grund des Status der Landeshauptstadt sitzen in Dresden zahlreiche Öffentliche Einrichtungen und Institutionen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts der Landesebene, so der SĂ€chsische Landtag, die SĂ€chsische Staatskanzlei, alle Ministerien der SĂ€chsischen Landesregierung, das Landeskriminalamt Sachsen und das Oberlandesgericht. Neben diesen existieren weitere Landesbehörden. In Dresden befindet sich ein Landesfunkhaus des Mitteldeutschen Rundfunks.

Des Weiteren ist Dresden Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Dresden. Dazu kommen noch Einrichtungen auf kommunaler Ebene, wie der Stadtrat, die Stadtverwaltung, eine grĂ¶ĂŸere Einrichtung der Bundesagentur fĂŒr Arbeit, eine Polizeidirektion oder das Amtsgericht. Die administrativen Aufgaben der Stadtverwaltung sind teilweise an OrtsĂ€mter abgegeben. Der Stadtrat nimmt lokale Aufgaben ĂŒber OrtsbeirĂ€te war. In Dresden gibt es eine Handwerkskammer und eine Industrie- und Handelskammer.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden ist der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost untergeordnet und hauptssĂ€chlich fĂŒr die Elbe auf einer LĂ€nge von 290 km verantwortlich. Zur Bundeszollverwaltung gehören ein Zollfahndungsamt mit Sitz in Dresden. Das Hauptzollamt ist der Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung (der Oberfinanzdirektion Chemnitz), die ebenfalls in Dresden sitzt, unterstellt.

In Dresden sitzt die Offizierschule des Heeres sowie die Verwaltung und der Stab eines Wehrbereichskommandos. Zur Musterung Wehrpflichtiger gibt es ein Kreiswehrersatzamt.

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk hat in Dresden eine GeschÀftsstelle und einen Ortsverband.

Die Bundesnetzagentur fĂŒr ElektrizitĂ€t, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen hat in Dresden eine Außenstelle.

Bildung und Forschung

Dresden ist schon traditionell geprĂ€gt als Standort wichtiger und zukunftsweisender Unternehmen und Institutionen, was den weiteren Ausbau zu einem der weltweit fĂŒhrenden Technologiestandorte fördert, aber als Kunst- und Kulturstadt auch den Bildenden KĂŒnsten und Geisteswissenschaften verpflichtet. Das Netzwerk aus Forschung, Wirtschaft und Kultur, die Verankerung von Wissenschaft in der breiten Bevölkerung, sowie die wissenschaftliche Tradition und gegenwĂ€rtige Rolle Dresdens, haben dazu beigetragen, dass Dresden vom Stifterverband fĂŒr die Deutsche Wissenschaft fĂŒr das Jahr 2006 zur „Stadt der Wissenschaft“ ernannt wurde. Die damit verbundenen Veranstaltungen werden eng an das 800-Jahr-Fest der Stadt gebunden. In Dresden gibt es eine Eliteschule des Sports, das Sportgymnasium Dresden.

Hochschulbildung und universitÀre Forschung

Hörsaalzentrum der TU Dresden
Hörsaalzentrum der TU Dresden
Die Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste an der BrĂŒhlschen Terrasse
Die Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste an der BrĂŒhlschen Terrasse

In Dresden existieren derzeit neun Hochschulen. Traditionell liegen deren StÀrken und Bedeutungen einerseits in der Technik und Wirtschaft, andererseits in Kunst und Kultur. Insgesamt studieren mehr als 40.000 Menschen in Dresden. Die Hochschulen und deren Studenten werden durch das Studentenwerk Dresden betreut.

Die Technische UniversitĂ€t Dresden (TUD) gehört mit etwa 35.000 Studenten zu den zehn grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€ten in Deutschland. Sie ist eine VolluniversitĂ€t. Ihr Campus liegt sĂŒdlich der Innenstadt in der NĂ€he des Hauptbahnhofs. Eine AusgrĂŒndung der TU Dresden ist die Dresden International University (DIU), an der nur postgraduale AbschlĂŒsse erworben werden können. Auch an der TUD wird jedes Semester eine KinderuniversitĂ€t in der Art einer Ringvorlesung zu verschiedensten Themen ausgetragen.

Die grĂ¶ĂŸte Fachhochschule in Dresden ist die Hochschule fĂŒr Technik und Wirtschaft Dresden (HTW). Die HauptgebĂ€ude der HTW liegen direkt am Hauptbahnhof. Sie beherbergten bis 1992 die Hochschule fĂŒr Verkehrswesen „Friedrich List“, die seit 1992 die gleichnamige FakultĂ€t fĂŒr Verkehrswesen in der TU bildet. Derzeit studieren etwa 5.000 Studenten an der HTW.

Bedeutung im Bereich der Bildenden KĂŒnste besitzt die Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste (HfBK), die sich direkt in der Innenstadt an der BrĂŒhlschen Terrasse befindet. Ebenfalls in ihren Bereichen bedeutend sind die Palucca Schule – Hochschule fĂŒr Tanz und die Hochschule fĂŒr Musik „Carl Maria von Weber“ (HfM).

Weitere Hochschulen in Dresden sind die Evangelische Hochschule fĂŒr Soziale Arbeit, die Fachhochschule der Wirtschaft Dresden und die Hochschule fĂŒr Kirchenmusik.

Neben diesen Hochschulen existieren weitere wichtige Bildungsanstalten in Dresden. Die Staatliche Studienakademie Dresden (Berufsakademie) ist eine Zweigstelle der Staatlichen Studienakademie Sachsen. Die SÀchsische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie e. V. ist eine reine Fortbildungseinrichtung. Ebenfalls den höheren Bildungseinrichtungen kann die Offizierschule des Heeres zugeordnet werden, die traditionell die Offiziere des deutschen Heeres ausbildet.

AußeruniversitĂ€re Wissenschaftseinrichtungen

Fraunhofer Gesellschaft

Derzeit baut die Fraunhofer-Gesellschaft in Dresden mit ihren neun Einrichtungen und dem Institutszentrum ihren deutschlandweit grĂ¶ĂŸten Standort auf. Als fĂŒhrende TrĂ€gerorganisation der angewandten Forschung in Deutschland betreibt sie in ihren Instituten Vertragsforschung. Die Forschung der Fraunhofer-Einrichtungen ist fĂŒr viele hochtechnologisierte Unternehmen ein bedeutsamer Standortfaktor geworden. So betreibt die Gesellschaft – in die Anlagen des Infineon-Werks integriert – das Fraunhofer-Center Nanoelektronische Technologien auch in enger Zusammenarbeit mit AMD.

Siehe auch: Liste von Fraunhofer-Instituten in Dresden

Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut fĂŒr molekulare Zellbiologie und Genetik
Max-Planck-Institut fĂŒr molekulare Zellbiologie und Genetik

Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt in Dresden seit 2001 das Max-Planck-Institut fĂŒr molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI CBG). Seit dem hat es sich ĂŒber Forschungsprogramme wie Molecular Bioengineering Dresden zu einem der weltweit fĂŒhrenden Institute im Bereich der funktionellen Genomik entwickelt. Etwa 300 Mitarbeiter arbeiten in diesem Institut.

Weitere Institute der Gesellschaft sind das Max-Planck-Institut fĂŒr Chemische Physik fester Stoffe (MPI CPfS) und Max-Planck-Institut fĂŒr Physik komplexer Systeme (MPI PKS).


Wissenschaftsgemeinschaft „Gottfried Wilhelm Leibniz“

Projekte

In Dresden finden an Hochschulen und in Forschungseinrichtungen zahlreiche wissenschaftliche Projekte statt.

Unter der FĂŒhrung der TUD entsteht derzeit eines der wichtigsten Forschungszentren der Biotechnologie. Das Forschungszentrum „Regenerative Therapien“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 60 Millionen Euro gefördert. Es soll Erkenntnisse der Grundlagenforschung des Dresdner Max-Planck-Instituts fĂŒr molekulare Zellbiologie und Genetik nutzen und in enger Kooperation weltweiter Einrichtungen zum Beispiel der Harvard University arbeiten.

Das Fraunhofer-Institut fĂŒr Verkehrs- und Infrastruktursysteme wirkt in Dresden insbesondere durch den Aufbau der Verkehrsinformationssysteme im öffentlichen Nahverkehr und im Straßenverkehr. Am Institut wird mit der Autotram ein automatisch gefĂŒhrter Bus entwickelt. Ein weiteres Projekt ist das ALLFA-Ticket.

Einrichtungen fĂŒr Technologietransfer und Innovationsförderung

  • Institut fĂŒr Luft- und KĂ€ltetechnik (gemeinnĂŒtzige Gesellschaft)

Erfindergeist und Patente

In Dresden wurden zahlreiche Produkte und GegenstĂ€nde erfunden oder das erste Mal zur Markt- bzw. Serienreife entwickelt. In den letzten Jahren ĂŒberwogen die ansĂ€ssigen Forschungsinstitute und Hochschulen bei der Patentanmeldung.

Dinge, die in Dresden erfunden und entwickelt wurden:

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Zu den EhrenbĂŒrgern der Stadt zĂ€hlen neben Monarchen und Politikern insbesondere auch Wissenschaftler und KĂŒnstler, die in Dresden wirkten. Der bekannteste unter diesen dĂŒrfte Manfred von Ardenne sein. Die TanzpĂ€dagogin Gret Palucca ist EhrenbĂŒrgerin der Stadt, genau wie man Richard Strauss die EhrenbĂŒrgerschaft anerkannte.

Siehe auch: Liste der EhrenbĂŒrger von Dresden

Söhne und Töchter der Stadt

Zu den bekannten Menschen, die in Dresden geboren wurden, zĂ€hlt der Maler Gerhard Richter. Er studierte an der Kunstakademie und zĂ€hlt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Der weltweit bekannte Autor Erich KĂ€stner wurde in Dresden geboren und wuchs im Stadtteil Neustadt auf. Ebenfalls aus Dresden stammen der langjĂ€hrige SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Wehner und sein FDP-Kollege Wolfgang Mischnick. Auch in Dresden aufgewachsen ist der Fußballtrainer Helmut Schön, der die Auswahl der Bundesrepublik 1974 zur Weltmeisterschaft fĂŒhrte. Die VorvorgĂ€ngerin von Renate Schmidt im Amt der Bundesministerin fĂŒr Familie, Christine Bergmann, wurde in Dresden geboren.

Weitere Personen die lÀngere Zeit in Dresden lebten und wirkten, waren Carl Gustav Carus, Heinrich von Kleist, Daniel Pöppelmann, Richard Wagner, Otto Dix, Victor Klemperer und Carl Maria von Weber.

Siehe auch: Söhne und Töchter der Stadt Dresden

Quellen und Literatur

  • Finger, Evelyn: Canaletto kaputt, in: Die Zeit 45/2005
  • Löffler, Fritz: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. Seemann-Henschel, ISBN 3363000073
  • Helfricht, JĂŒrgen: Astronomiegeschichte Dresdens. Hellerau-Verlag, Dresden 2001, ISBN 3910184766
  • Helfricht, JĂŒrgen: Die Dresdner Frauenkirche. Eine Chronik von 1000 bis heute. Husum Husum 4., aktualisierte Auflage 2005, ISBN 3898761223
  • Helfricht, JĂŒrgen: Dresden und seine Kirchen. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 3374022618
  • Helfricht, JĂŒrgen: Dresdner Kreuzchor und Kreuzkirche. Eine Chronik von 1206 bis heute. Husum Husum 2004, ISBN 3898761800
  • Helfricht, JĂŒrgen: Kleines Dresden-ABC. Husum Husum 2005 – ISBN 3898761223
  • Helfricht, JĂŒrgen: Die Wettiner – Sachsen Könige, Herzöge, KurfĂŒrsten und Markgrafen. Sachsenbuch Leipzig 3., aktualisierte Auflage 2005, ISBN 3896640445
  • Keyser, Erich (Hrsg.): Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte Band II Mitteldeutschland. Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der UnterstĂŒtzung des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1941
  • Landeshauptstadt Dresden, 1998: FlĂ€chennutzungsplan.
  • Landeshauptstadt Dresden, 2001: Integriertes Stadtentwicklungskonzept Dresden. Teil I: Analyse und Handlungsfelder.
  • Landeshauptstadt Dresden, Kommunale Statistikstelle, 2001 a: Statistische Mitteilungen November 2001
  • LĂŒhr, Hans-Peter (Gesamtredaktion): Großstadt des Sozialismus? – Dresden in den siebziger Jahren. hrsg. vom Dresdner Geschichtsverein e. V. 2005, Dresdner Hefte Jg. 23, H. 81, 1/05, ISBN 3-910055-75-3
  • Rohde, Philipp, 2002: Freiraumentwicklung in Dresden-Neustadt/Trachenberge fĂŒr die Erholung unter BerĂŒcksichtigung von naturschutzfachlichen Zielen (Diplomarbeit, Betreuer Prof. C. Scherzer (HTW Dresden) und Dipl.-Ing. G. GĂŒlzow (Umweltamt Dresden)). Hochschule fĂŒr Technik und Wirtschaft Dresden, Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden, Dresden.
  • Ruby, Andreas, 2001: Las Vegas an der Elbe. Die Zeit, 46/2000.
  • Spehr, Reinhard; Boswank, Herbert Boswank: Dresden – StadtgrĂŒndung im Dunkel der Geschichte. Dresden 2000, – ISBN 3980309118

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