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Letzte Änderung für Artikel Wappen: 09.02.2006 06:19

Wappen

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Stadtwappen von J├╝lich
Stadtwappen von J├╝lich

Ein Wappen ist ein Zeichen in Form eines Schildes f├╝r eine Person bzw. Personengruppe wie zum Beispiel f├╝r

  • eine Familie (Familienwappen),
  • eine Zunft ( Zunftwappen ),
  • eine Studentenverbindung ,

oder eine Gebietsk├Ârperschaft ( Hoheitszeichen ), zum Beispiel f├╝r

  • eine Gemeinde (Gemeindewappen) oder
  • eine Stadt (Stadtwappen),
  • einen Landkreis ,
  • ein Bundesland
  • einen Kanton oder
  • ein Land (Landeswappen).

Die Regeln zur Beschreibung und Gestaltung von Wappen, Ihre Herkunft und Bedeutung werden in der Historischen Hilfswissenschaft der Heraldik (Wappenkunde) beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung

Die Wappen sind in ihrer klassischen mittelalterlichen Form in der ersten H├Ąlfte des 12. Jahrhunderts, der Zeit der Kreuzz├╝ge -also im Zusammenhang mit dem Auftreten gro├čer Ritterheere- entstanden.

In den Ritterheeren konnte man wegen der R├╝stung nicht mehr deutlich zwischen Freund und Feind unterscheiden. So wurde eine farblich Kennzeichnung auf den Schutzschilden oder Fahnen erforderlich. Dabei wurden kontrastierende Farben gegeneinander gesetzt, um die Erkennbarkeit auch aus der Entfernung zu erh├Âhen. Die Heraldik spricht hier vom Gegensatz von Farben (rot, schwarz, blau, gr├╝n) und Metallen (wei├č (als silber beschrieben) und gelb (gold)).

Das Wort "Wappen" (mittelhochdeutsch wâpen) ist in seiner Herkunft identisch mit dem Wort "Waffen". Der Bedeutungswandel von wâpen=Waffen zu wâpen=Abzeichen auf den Waffen vollzog sich bereits im 12 Jahrhundert. Besonders geeignet zur Anbringung waren Schild und Helm. Sie werden deshalb die Hauptbestandteile der Wappen.

Grundformen

In der Wappenbeschreibung (Blasonierung) wird das Aussehen des Wappens bestimmt, und kann daraufhin in unterschiedlicher Weise dargestellt werden. Als Hoheitszeichen dienen, davon abweichend, aber i.d.R. bestimmte Darstellungsmuster.

In der Darstellung eines Wappens werden nur die Farben rot, blau, gr├╝n und schwarz sowie die Metalle gold (gelb) und silber (wei├č) verwendet, auf deren Kontrast die Fernwirkung eines Wappens beruht. Zur Erkennbarkeit auf Distanz tr├Ągt auch die teils erhebliche Stilisierung der Figuren bei. An diesen Darstellungsformen lassen sich historische Wappen zeitlich einordnen.

Meist gibt es zur Entstehung der einzelnen Wappen eine Entstehungsgeschichte, die erkl├Ąrt, weshalb ein Fabelwesen , ein Wappentier , ein Symbol oder eine bestimmte Farbe gew├Ąhlt wurde. H├Ąufig handelt es sich dabei um so genannte redende Wappen, deren Inhalt den Namen zu verdeutlichen versucht.

Das Wappen einer Familie d├╝rfen nur Nachfahren eines berechtigten Tr├Ągers dieses Wappens tragen, die in direkter, m├Ąnnlicher Linie von diesem abstammen. Als Nachweis der Berechtigung zur F├╝hrung eines bestimmten Wappens sollte es in einer Wappenrolle eingetragen sein. Es gibt allerdings keine zentrale Wappenrolle, in der alle Wappen verzeichnet sind.

Das Wappen ist historisch unmittelbar mit dem Namen einer Familie verbunden. Daher findet der ┬ž 12 BGB (Namensrecht - Schutz des Namens) wegen der analogen Anwendung der Vorschrift durch die Rechtsprechung auch im Wappenrecht Eingang. Jeder f├╝hrungsberechtigte Tr├Ąger eines Familienwappens kann jedem, der nicht f├╝hrungsberechtigt ist, die Weiterf├╝hrung untersagen. F├╝hrungsberechtigt ist, wer nachweisen kann, dass er von dem Stammvater - den der Wappenstifter benannt hat - abstammt. Zur Rechtssicherheit sollte daher jeder Wappenstifter sein Wappen in eine der Wappenrollen eintragen lassen.

Nachahmung

ÔÇ×Eine heraldische Nachahmung liegt vor, wenn trotz Abwandlung des Wappens, Kennzeichens, Emblems etc., die Marke den Charakter der ÔÇ×Darstellung eines Wappens, Kennzeichens, Emblems etc.ÔÇť aufweist und vom Verkehr als ein solches aufgefasst wirdÔÇť (siehe Beck'scher Kommentar zum Markenrecht, Dr. Karl-Heinz Fezer, M├╝nchen 1999, Art. 6ter PV├ť, RdNr.: 4) (Quelle: HABM, 18.2.2002 )

Siehe auch

Literatur

  • Ottfried Neubecker, Gro├čes Wappen-Bilder-Lexikon, Der b├╝rgerlichen Geschlechter Deutschlands, ├ľsterreichs und der Schweiz., M├╝nchen : Battenberg Verlag, 1985, ISBN 3-87045-906-9
  • V├íclav Vok Filip, Einf├╝hrung in die Heraldik, Stuttgart : Steiner, 2000, ISBN 3-515-07559-3
  • Adolf Matthias Hildebrandt (Begr.), Ludwig Biewer (Bearb.), Wappenfibel : Handbuch der Heraldik, hrsg. vom Herold, Verein f├╝r Heraldik, Genealogie und Verwandte Wissenschaften., 19., verb. und erw. Aufl., bearb. im Auftr. des Herolds-Ausschusses der Deutschen Wappenrolle von Ludwig Biewer, Neustadt an der Aisch : Degener, 1998, ISBN 3-7686-7014-7
  • Birgit Laitenberger, Maria Bassier, Wappen und Flaggen der Bundesrepublik Deutschland und ihrer L├Ąnder : allgemeine Einf├╝hrung in die Staatssymbolik einschlie├člich Hymnen, Feier- und Gedenktage, K├Âln (u.a.) : Heymann, 2000, ISBN 3-452-24262-5
  • Gert Oswald, Lexikon der Heraldik, Mannheim : Bibliographisches Institut, 1984, ISBN 3-411-02149-7
  • Johann Siebmacher (Begr.), Horst Appuhn (Hrsg.) Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605, M├╝nchen : Orbis-Ed., 1999, ISBN 3-572-10050-X

Weblinks

Wiktionary: Wappen ÔÇô Wortherkunft, Synonyme und ├ťbersetzungen

Wikipedia

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