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Letzte Änderung für Artikel Schmalkaldischer Krieg: 17.01.2006 22:56

Schmalkaldischer Krieg

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Der Schmalkaldische Krieg wurde 1546 / 1547 von Kaiser Karl V. gegen den Schmalkaldischen Bund, ein nach der Stadt Schmalkalden benanntes B├╝ndnis protestantischer Landesf├╝rsten, gef├╝hrt. Dabei versuchte er auch die Frage der Anerkennung des Protestantismus f├╝r den Katholizismus zu entscheiden.

Die protestantischen F├╝rsten, die sich nach dem Augsburger Reichstag von 1530 zum Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen hatten, wurden zunehmend zu einem Machtfaktor, der die Autorit├Ąt des Kaisers gef├Ąhrdete.

Erst nachdem Karl V. 1544 die Auseinandersetzung mit Frankreich im Frieden von Cr├ępy beenden konnte, hatte er die M├Âglichkeit und die Mittel, gegen den Schmalkaldischen Bund vorzugehen. Karl schloss mit Papst Paul III. einen Bund gegen die Ketzer. Als der Bund sich 1546 weigerte, Vertreter zum Konzil von Trient zu entsenden, erlegte er den Bundeshauptleuten Johann Friedrich I. von Sachsen und Philipp I. von Hessen die Reichsacht auf. Es gelang ihm, den eigentlich protestantischen Herzog Moritz von Sachsen auf seine Seite zu ziehen, wodurch er den Bund empfindlich schw├Ąchte. Den Moment ausnutzend, ging er nun im so genannten Donaufeldzug milit├Ąrisch gegen den Bund vor, zun├Ąchst gegen die isolierten Bundesst├Ądte in S├╝ddeutschland (Ulm, Konstanz, Biberach) und besiegte dann in der Schlacht auf der Lochauer Heide bei M├╝hlberg an der Elbe am 24. April 1547 das Bundesheer der Schmalkaldener. Johann Friedrich I. geriet in Gefangenschaft, Landgraf Philipp von Hessen ergab sich. Beide wurden auf Jahre in den Niederlanden gefangen gesetzt. Obwohl Bremen und Magdeburg auch weiterhin Widerstand gegen den Kaiser leisteten, war der Bund damit faktisch aufgel├Âst.

Als Belohnung f├╝r seinen Seitenwechsel erhielt Herzog Moritz von Sachsen die s├Ąchsische Kurw├╝rde ├╝bertragen, die bis dahin Johann Friedrich von der ernestinischen Linie der Wettiner inne gehabt hatte. Die Kurlande und weitere Teile Sachsens waren seitdem im Besitz der albertinischen Wettiner. Den Ernestinern blieben nur mehr Teile Th├╝ringens.

Auf dem geharnischten Augsburger Reichstag von 1548 mussten die protestantischen F├╝rsten das so genannte Augsburger Interim annehmen, das ihnen immerhin den Laienkelch und die Priesterehe zugestand.

Die Unruhen konnte Karl V. damit aber nicht beenden und der Sieg ├╝ber die Protestanten war nur von kurzer Dauer. 1552 verschwor sich der gest├Ąrkte Kurf├╝rst Moritz von Sachsen mit anderen protestantischen F├╝rsten gegen die Spanische Sukzession und den Kaiser und der Verschw├Ârung gelang es, Karl V. zur Flucht zu zwingen. Sein Bruder Ferdinand I. handelte unterdessen mit Moritz von Sachsen und den protestantischen F├╝rsten den Passauer Vertrag aus, der ihnen weitgehende Rechte zusicherte. Im Augsburger Religionsfrieden von 1555 wurden diese best├Ątigt.

Karl V. dankte nach diesen Niederlagen 1556 zugunsten Ferdinands I. ab.

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 at:1555 text:"1555 weitgehende Zugest├Ąndnisse ~im  Augsburger Religionsfrieden "
 at:1556 text:"1556 Karl V. dankt ab"

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Siehe auch: Liste von Schlachten

Wikipedia

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