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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Gifhorn: 15.02.2006 22:40

Landkreis Gifhorn

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Wappen Karte
Wappen des Landkreises Gifhorn Lage des Landkreises Gifhorn in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Kreisstadt : Gifhorn
FlĂ€che : 1.562,78 kmÂČ
Einwohner : 175.262 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 112 Einwohner je kmÂČ
KreisschlĂŒssel : 03 1 51
Kfz-Kennzeichen : GF
Kreisgliederung: 41 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Schlossplatz 1
38518 Gifhorn
Website : www.gifhorn.de
Politik
LandrÀtin : Marion Lau ( SPD )
Karte
Lage des Landkreises Gifhorn in Niedersachsen

Der Landkreis Gifhorn ist ein Landkreis im Osten Niedersachsens.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Er grenzt im Westen an den Landkreis Peine, an die Region Hannover und an den Landkreis Celle, im Norden an den Landkreis Uelzen, im Osten an den Altmarkkreis Salzwedel und an den Ohrekreis in Sachsen-Anhalt und im SĂŒden an den Landkreis Helmstedt und an die kreisfreien StĂ€dte Wolfsburg und Braunschweig.

Der Landkreis wird von den FlĂŒssen Aller, Ise und Oker durchquert. Die Ise mĂŒndet in der Gifhorner Innenstadt in die Aller und die Oker bei MĂŒden. Bei EdesbĂŒttel zweigt der Elbe-Seitenkanal vom Mittellandkanal ab.

Der tiefste Punkt des Landkreises Gifhorn liegt an der Aller bei MĂŒden (46 m ĂŒber NN). Der höchste Punkt liegt im Norden des Kreises bei Sprakensehl (124 m ĂŒber NN). Bis 1972 lag der höchste Punkt noch im damaligen SĂŒdosten des Kreises im Höhenzug des Dorm (Elm-Vorland, 182 m ĂŒber NN).

Geschichte

Die Geschichte einer als "Landkreis Gifhorn" bezeichneten Verwaltungseinheit beginnt mit einer preußischen Verwaltungsreform am 1. April 1885 , die VorgĂ€nger dieses Territoriums konnten allerdings zum Teil auf eine jahrhundertelange Geschichte zurĂŒckblicken.

Der Landkreis seit 1885

Zu dem 1885 gebildeten Kreisgebiet gehörten im wesentlichen der SĂŒden und die Mitte des heutigen Kreises, wobei der Grenzverlauf vor allem im SĂŒdosten anders war als heute. Hauptort war bereits 1885 Gifhorn, dabei ist es bis heute geblieben. Mit Verordnung vom 3. September 1932 , die am 1. April 1933 in Kraft trat, wurde der gleichfalls 1885 gegrĂŒndete Kreis Isenhagen dem Kreis Gifhorn angeschlossen. damit kam das weitflĂ€chige Gebiet des Nordkreises um Wittingen und HankensbĂŒttel hinzu, außerdem wurden Heßlingen (mit dem Schloss Wolfsburg ) und Hehlingen vom Kreis Gardelegen ĂŒbernommen.

Als die Stadt Wolfsburg und das dortige Volkswagenwerk gegrĂŒndet wurden, gehörten sie noch zum Landkreis Gifhorn. Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg aber wurde Wolfsburg als kreisfreie Stadt ausgegliedert (1. Oktober 1951 ). Dennoch blieb der Landkreis Gifhorn mit 1604,69 kmÂČ einer der damals großflĂ€chigsten Landkreise der Bundesrepublik Deutschland und der grĂ¶ĂŸte Niedersachsens.

Die Bevölkerungsstruktur hatte sich nach dem Krieg dramatisch verĂ€ndert. WĂ€hrend auf dem Kreisgebiet (bezogen auf den Gebietsstand nach 1951 ) im Jahr 1821 nur 31.940 Menschen gelebt hatten und diese Zahl durch Bevölkerungswachstum moderat auf 44.324 ( 1871 ), 55.236 ( 1904 ) und schließlich 65.739 ( 1939 ) gestiegen war, ergab trotz Kriegsverlusten eine Statistik von 1950 die Zahl von 119.281 Einwohnern, darunter 52.075 Vertriebene und Zugewanderte, vorwiegend aus den Ostgebieten.

Der Gebietsstand des Kreises Ă€nderte sich abermals zum 1. Juli 1972 mit der niedersĂ€chsischen Kommunalreform. Fast der gesamte SĂŒdosten musste abgegeben werden, darunter auch Fallersleben, die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt des Kreises, und der im Elmvorland liegende Hasenwinkel . Der grĂ¶ĂŸere Teil dieser Gebiete ging an die Stadt Wolfsburg, ein kleinerer Teil an den Landkreis Helmstedt. Im mittleren Gebiet erhielt der Kreis dagegen Zuwachs durch einige großflĂ€chige, aber relativ bevölkerungsarme Gemeinden um Ummern und Parsau. Die mit einer Gebietsreform 1974 in den Landkreis Peine ausgegliederte Gemeinde Didderse wurde nach Widerstand der Bevölkerung 1981 in den Landkreis Gifhorn zurĂŒckgegliedert.

In den 1970er Jahren war zeitweise eine zweite Stufe der Gebietsreform beabsichtigt, u.a. war eine Zusammenlegung der Landkreise Gifhorn und Peine mit Verwaltungssitz in Peine in GesprÀch. Diese damals recht unpopulÀren PlÀne wurden aber - u.a. nach einem Wechsel der Landesregierung - nicht umgesetzt.

VorgÀnger des Landkreises seit 1265

  • Das Kreisgebiet im Norden war 1885-1933 der Landkreis Isenhagen und 1859-1885 das Amt Isenhagen. Dieses war 1859 durch Zusammenlegung der Ämter Isenhagen und Knesebeck entstanden. In der Zeit vor den um 1852 erfolgten hannoverschen Gerichts- und Verwaltungsreformen waren die Ämter in sich noch weiter unterteilt. So gehörten 1841 zum Amt Isenhagen die GohgrĂ€fschaft HankensbĂŒttel und die Vogtei Steinhorst, zum Amt Knesebeck die GohgrĂ€fschaft Wittingen, die Vogtei Knesebeck sowie die Gerichte Brome und Fahrenhorst.
  • Das mittlere und sĂŒdliche Kreisgebiet war 1885 zum Landkreis geformt worden. Zuvor ( 1859 - 1885 ) waren auf diesem Gebiet die Ämter Fallersleben und Gifhorn, die seit 1852 selbstĂ€ndige Stadt Gifhorn (mit damals etwa 3.000 Einwohnern) und neun Gemeinden des Amtes Meinersen, das damals zerstĂŒckelt und unter drei Landkreisen aufgeteilt wurde. Im Jahr 1841 gab es im Kreisgebiet insgesamt vier VorlĂ€ufer des Kreises, die in weitere Einheiten unterteilt waren: das Amt Gifhorn (bestehend aus der Stadt Gifhorn, dem Gericht Boldeckerland, der sog. Hausvogtei - nördlich der Stadt Gifhorn -, der Vogtei Wahrenholz, der ObergohgrĂ€fschaft Papenteich und der UntergohgrĂ€fschaft Papenteich), weiterhin das Amt Fallersleben (bestehend aus den GohgrĂ€fschaften Grevenlahe und Hasenwinkel) sowie die Hausvogtei des Amtes Meinersen und drei Dörfer aus der Amtsvogtei Eicklingen.
  • Sieht man unter den vielfĂ€ltigen VorgĂ€ngern des heutigen Landkreises das Amt Gifhorn als dessen historischen Kern, so lĂ€ĂŸt sich die Geschichte dieses Amtsbezirks mindestens bis 1520 (Einlösung des verpfĂ€ndeten Amtes Gifhorn durch Herzog Ernst) als "Amt" nachweisen. Weitere Nachweise der Verwaltungseinheit - möglicherweise auch damals schon als "Amt" - gehen allerdings bis mindestens 1265 zurĂŒck, denn seit diesem Jahr ist ein herzoglicher Vogt in Gifhorn nachgewiesen. Die Vogtei Gifhorn ist damit Ă€ltester VorgĂ€nger des Landkreises. Dem spĂ€teren Amt stand ein Amtmann vor. Die Listen der Gifhorner AmtmĂ€nner sind seit 1564 erhalten. Sie sind die VorgĂ€nger der spĂ€teren LandrĂ€te . Wie diese amtierten sie im Gifhorner Schloß, aber erst seit 1791 , denn bis 1791 diente das Schloß als Festung und wurde von einem Schloßhauptmann (ab 1734 Landdrost ) verwaltet. Dieser war Festungskommandant und befehligte seit dem 16. Jahrhundert eine Besatzung von Waffenmeistern , BĂŒchsenschĂŒtzen und Landsknechten .
  • Eine Sonderentwicklung waren die Jahre 1539-1549. Damals war Gifhorn Residenzstadt eines kleinen selbstĂ€ndigen Territoriums, nĂ€mlich eines welfischen Teilstaats, der zum Herzogtum LĂŒneburg gehörte. In Gifhorn regierte Herzog Franz, der u.a. Melanchthon und der Familie Luthers Obdach gewĂ€hrte. Bereits zuvor war im Kreisgebiet unter Herzog Ernst die Reformation eingefĂŒhrt worden: 1528 wurde das Kloster Isenhagen reformiert und 1529 hielt Henricus Werden in Gifhorn den ersten Gottesdienst in evangelischer Form. 1549 war die kurze Eigenstaatlichkeit Gifhorns schon wieder beendet, denn in diesem Jahr starb Herzog Franz ohne mĂ€nnliche Nachkommen.

Religionen

Kirchen im Landkreis Gifhorn

SelbstÀndige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)

Die vier Gemeinden der SelbstĂ€ndige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die sich im Landkreis Gifhorn befinden, gehören zum Kirchenbezirk Niedersachsen SĂŒd:

  • Evangelisch-Lutherische Philippusgemeinde Gifhorn
  • Evangelisch-Lutherische Immanuelsgemeinde Groß Oesingen
  • Evangelisch-Lutherische Stephanusgemeinde Meinersen-Seershausen
  • Evangelisch-Lutherische St. Stephans-Gemeinde Wittingen

Dem Kirchenbezirk steht als leitender Geistlicher ein Superintendent vor, der mit dem Kirchenbezirksbeirat die Leitung inne hat. Weitere Organe sind die Kirchenbezirkssynode, die jĂ€hrlich tagt. Synodale stellt eine Kirchengemeinde mit jeweils einem Laienvertreter und dem Gemeindepfarrer. Neben der Synode ist der Bezirkspfarrkonvent, dem alle Pfarrer mit Sitz und Stimme angehören, Organ des Kirchenbezirks. Der Kirchenbezirk Niedersachsen SĂŒd erstreckt sich auf zahlreiche Landkreise, so auch auf den Landkreis Gifhorn. Die Entstehung der Gemeinden differiert.

Politik

Historische Wahlergebnisse seit 1920

Die historischen Wahlergebnisse im Kreis Gifhorn unterschieden sich markant von den gesamtdeutschen Ergebnissen. Oft erzielten kleine Parteien, die anderenorts bedeutungslos waren, in Gifhorn sehr hohe Ergebnisse. Die Entwicklung lĂ€sst sich in fĂŒnf Phasen einteilen. Hierzu liegen zur Zeit nur die Ergebnisse auf Basis der Kreisgrenzen von 1969 vor. Trotz einiger Änderungen lassen sie sich aber mit den heutigen Ergebnissen vergleichen.

1920-1928: Welfen gegen Preußen

Mehr als von den klassischen GegensĂ€tzen zwischen links und rechts oder zwischen Katholiken und Protestanten war Gifhorn von Widerstand der Welfen ( Deutsch-Hannoversche Partei ) gegen die 1866 erfolgte Annexion durch Preußen geprĂ€gt. Aber auch die konservativen Preußen hatten ihre AnhĂ€nger, z.B. in der DNVP . 1920 beispielsweise wĂ€hlte der Kreis zum Reichstag wie folgt: Welfen 48,7 %, SPD 27,9 %, DVP 8,6 %, DNVP 8,2 %. Die Welfen pendelten sich in den Folgejahren bei etwa 36 % ein, die SPD verlor etwas und die DNVP erzielte wechselhafte Ergebnisse zwischen 8,8 und 20,7 %. Im Mai 1924 erzielte die NSDAP bei ihrer ersten Kandidatur gleich einen Erfolg mit 11,9 %, konnte dies Ergebnis aber zunĂ€chst nicht halten. Das Zentrum spielte im evangelischen Landkreis nie eine Rolle und blieb immer unter einem Prozent.

1930-1933: Erdrutsch nach rechts

Schon zur Reichstagswahl 1930 wurde die NSDAP stÀrkste Partei mit 34,2 %. Bei den noch freien Wahlen im April 1932 hatten die Welfen dann fast alle WÀhler an die NSDAP verloren, die hier eins ihrer stÀrksten Ergebnisse in Deutschland erzielte: NSDAP 68,1 %, SPD 14,2 %, Welfen 6,4 %, KPD 5,0 %, DNVP 4,1 %, alle anderen unter 1 %. Bei der Wahl im MÀrz 1933 wÀhlten bei einer Rekord-Wahlbeteiligung von 90,0 % gar 73,8 % die NSDAP.

1947-1961: Hohe Ergebnisse fĂŒr Kleinparteien

Nach dem Krieg hatte sich die Bevölkerung stark verĂ€ndert. Es waren Vertriebene hinzugekommen. Viele von ihnen wĂ€hlten lange Zeit eine eigene Partei, den BHE . Dieser hatte sein höchstes Ergebnis bei der Kreistagswahl 1952 mit 31,5 %. Daneben gab es verschiedene Kleinparteien im Spektrum rechts der CDU , nĂ€mlich die konservativ-niedersĂ€chsische DP (Deutsche Partei), die Deutsche Reichs-Partei ( DRP ) und die spĂ€ter verbotene rechtsextreme Sozialistische Reichs-Partei ( SRP ). Bei der Bundestagswahl 1949 wurde die DP im Landkreis stĂ€rkste Partei mit 32,2 % und die DRP zweitstĂ€rkste in 29,0 %. Die im Bundestag fĂŒhrenden Parteien folgten abgeschlagen: die SPD mit 24,6 %, Adenauers CDU mit nur 9,1 % und die FDP mit 2,6 %. Bis 1961 verbessern sich diese Parteien immer mehr, die CDU kommt dann bei der Bundestagswahl immerhin auf 39,3 %, im Kreistag aber weiter nur auf Platz 4 in 14,6 %.

1965-1970: Hochburg der CDU

Nach 1961 sammeln CDU und SPD die WÀhler der Kleinparteien ein. Da es sich oft um rechtskonservative Menschen handelt, sammelt die CDU mehr, und Gifhorn entwickelt sich zu einer ihrer Hochburgen. Als Deutschland 1969 mit knapper Mehrheit Willy Brandt zum Kanzler wÀhlt, wÀhlt Gifhorn zu 52,1 % CDU, 36,4 % SPD (dennoch damals Rekordergebnis), 6,6 % NPD und 4,4 % FDP.

Seit 1970: langsame Angleichung an den Bundesdurchschnitt

In der Zeit seit 1969 ist zunĂ€chst ein ĂŒberdurchschnittlicher Stimmenanteil der CDU festzustellen, der Landkreis entwickelt sich aber immer mehr in Richtung des Bundesdurchschnitts und sorgt inzwischen fĂŒr ungewohnt unauffĂ€llige Ergebnisse. Trotz der Trends der Vergangenheit bleiben rechte Kleinparteien im Landkreis seit langem erfolglos, selbst dann, wenn sie in der gleichen Wahl anderenorts Erfolg hatten. Bei der Kreistagswahl 1996 schafft eine spezielle Jugend-WĂ€hlergruppe, die JAM, den Sprung in den Kreistag. Bei der Kreistagswahl 2001 wĂ€hlen 47,9 % CDU, 37,6 % SPD, 5,7 % GrĂŒne, 4,7 % FDP, 3,5 % UnabhĂ€ngige . Gleichzeitig setzt sich mit Marion Lau die SPD-Kandidatin als LandrĂ€tin durch. Bei der Bundestagswahl 2002 ist Gifhorn mit Peine, einer SPD-Hochburg, zu einem gemeinsamen Wahlkreis vereinigt. Dies erklĂ€rt mit das hohe SPD-Ergebnis, aber auch im Kreis Gifhorn waren seit 2001 WĂ€hler zu SPD und GrĂŒnen gewechselt: SPD 51,5 %, CDU 33,6 %, FDP 6,1 %, GrĂŒne 5,8 %, PDS 0,8 %. Als Direktkandidat gewĂ€hlt wurde Hubertus Heil (SPD), wiedergewĂ€hlt 2005, seit 2005 GeneralsekretĂ€r der SPD. Außerdem sitzt die Gifhornerin Ewa Klamt (CDU bzw. Fraktion der EVP-ED ) derzeit im EuropĂ€ischen Parlament .

Kreistag

Wahl am 9. September 2001:

  • CDU 110.516 Stimmen = 27 Sitze
  • SPD 86.799 Stimmen = 21 Sitze
  • GrĂŒne 13.253 Stimmen = 3 Sitze
  • FDP 10.806 Stimmen = 2 Sitze
  • UnabhĂ€ngige 8.144 Stimmen = 1 Sitz
  • PBC 1.406 Stimmen = kein Sitz

Derzeitige Sitzverteilung nach Fraktionswechseln: CDU 28, SPD 20, GrĂŒne 2, FDP 2, UnabhĂ€ngige 2.

LandrÀtin

Marion Lau , seit 2001.

Das Arbeitszimmer der LandrÀtin liegt im Schloss Gifhorn. Im Schloss befinden sich nebeneinander Kreisverwaltung, Schlosskapelle, Historisches Museum und eine Justizvollzugsanstalt (GefÀngnis). Umgeben ist die Anlage von einem Burggraben .

Seit 2001 gibt es aufgrund der Kommunalverfassungsreform eine einzelne "starke" Spitze des Landkreises, verkörpert in einer von den BĂŒrgern gewĂ€hlten Person. Marion Lau gewann damals die Wahl gegen den CDU-Kandidaten Dr. Klaus Lemke , der seit 1. August 1976 Oberkreisdirektor gewesen war. 1946 - 2001 hatte der Landkreis eine "Doppelspitze": der hauptamtliche Oberkreisdirektor leitete die Verwaltung und hatte damit das faktisch einflussreichere Amt, der ehrenamtliche Landrat bildete die politische Spitze. Bis kurz vor Ende des 20. Jahrhunderts waren alle LandrĂ€te und Oberkreisdirektoren und auch ihre seit 1564 nachweisbaren VorgĂ€nger, die KreishauptmĂ€nner und AmtmĂ€nner, mĂ€nnlich.

Partnerschaften und Patenschaften

  • North Lincolnshire Council (England)
  • Patenschaft fĂŒr den Heimatkreis Flatow ( Zlotow ) - unter anderem befindet sich im Historischen Museum, gelegen im Gifhorner Schloß, eine Flatower Heimatstube mit kleinem Archiv und BĂŒchersammlung - und bestehende freundschaftliche Kontakte zu Stadt und Kreis (powiat) Zlotow. Siehe Landkreis Flatow sowie (polnisch) [1] ; [2] ; [3] ; [4] ; [5] ; (englisch): [6] ; [7] .

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Museen

Es gibt insgesamt fĂŒnf offizielle Museen des Landkreises Gifhorn. Im Gifhorner Schloss ist das Historische Museum untergebracht. Ebenfalls in Gifhorn liegt das Kavalierhaus von 1546 mit einer Ausstellung zur bĂŒrgerlichen Wohnkultur im 20. Jahrhundert. Die verbleibenden drei Museen liegen im Nordkreis. Das Schulmuseum befindet sich im "Erich-Weniger-Haus" in Steinhorst . Neben der stĂ€ndigen Ausstellung und Sonderveranstaltungen (u.a. werden Schulstunden im Stil von 1900 fĂŒr Kinder angeboten) arbeitet das Schulmuseum auch an einer Schriftenreihe, den "Steinhorster Schriften zur regionalen Schulgeschichte und Schulentwicklung" (begonnen 1989, bisher neun BĂ€nde). Das Klosterhofmuseum Isenhagen zeigt die Geschichte des 1243 von den Zisterziensern gegrĂŒndeten und seit der Reformation als evangelischen Damenstift betriebenen Klosters . Ein besonderer Schwerpunkt ist die Geschichte historischer KlostergĂ€rten . Hierzu gibt es am Museum einen Mustergarten und ein 1993 publiziertes KrĂ€uterbuch. In der 1203 erstmals erwĂ€hnten Burg von Brome ist ein Burgmuseum untergebracht. Aus dem Umkreis des Burgmuseums liegen gleichfalls zahlreiche Publikationen vor: von 1980 bis 2000 sind hier 28 vorwiegend regionalgeschichtliche Werke erschienen.

Vier Museen des Landkreises haben außerhalb ihrer HĂ€user Museumslehrpfade in der freien Natur eingerichtet.

Neben diesen Museen existieren eine Reihe weiterer Museen und Ausstellungen. Am bekanntesten ist wohl das MĂŒhlenmuseum in Gifhorn, in welchem MĂŒhlen ausgestellt werden, die zum Teil in Ostdeutschen "MĂŒhlenregionen" abgebaut wurden und nach Gifhorn transportiert wurden. Ebenfalls bekannt ist das Otter-Zentrum in HankensbĂŒttel (siehe auch Otter , Fischotter ). Weiterhin hat in VollbĂŒttel ein Kinomuseum geöffnet, in Dedelstorf- Oerrel ein Jagdmuseum, in LĂŒben ein "Museum im Dorf".

Lokale Zeitungen

  • Aller-Zeitung
  • Gifhorner Rundschau
  • Isenhagener Kreisblatt

StÀdte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Einheitsgemeinden

  1. Gifhorn, Stadt, SelbstÀndige Gemeinde (42.658)
  2. Sassenburg (10.946) [Sitz: Westerbeck]
  3. Wittingen, Stadt (12.268)


Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Samtgemeindeverwaltung

  1. Barwedel (1.077)
  2. Bokensdorf (950)
  3. Jembke (1.901)
  4. Osloß (1.981)
  5. Tappenbeck (1.245)
  6. Weyhausen * (2.648)
  1. Bergfeld (952)
  2. Brome, Flecken * (3.397)
  3. Ehra-Lessien (1.629)
  4. Parsau (1.946)
  5. RĂŒhen (4.672)
  6. Tiddische (1.268)
  7. TĂŒlau (1.471)
  1. Dedelstorf (1.521)
  2. HankensbĂŒttel * (4.525)
  3. Obernholz (940)
  4. Sprakensehl (1.309)
  5. Steinhorst (1.444)
  1. Calberlah (5.236)
  2. IsenbĂŒttel * (6.183)
  3. RibbesbĂŒttel (2.133)
  4. WasbĂŒttel (1.950)
  1. Hillerse (2.615)
  2. Leiferde (4.335)
  3. Meinersen * (8.415)
  4. MĂŒden (Aller) (5.579)
  1. AdenbĂŒttel (1.724)
  2. Didderse (1.404)
  3. Meine * (8.070)
  4. RötgesbĂŒttel (2.280)
  5. SchwĂŒlper (6.627)
  6. Vordorf (3.353)
  1. Groß Oesingen (2.029)
  2. Schönewörde (983)
  3. Ummern (1.593)
  4. Wagenhoff (1.150)
  5. Wahrenholz (3.839)
  6. Wesendorf * (4.982)

gemeindefreies Gebiet (unbewohnt)

  • Giebel (10,36 kmÂČ)

Literatur

  • Der Landkreis Gifhorn. Hrsg. von NiedersĂ€chischen Landesverwaltungsamt. Bremen 1972. (Die Landkreise in Gifhorn, Bd. 26. ISBN 3-87172-327-4 .)
  • Gifhorner Kreiskalender, erscheint mit Unterbrechungen seit 1926 jĂ€hrlich, mittlerweile mit jeweils ca. 50 BeitrĂ€gen und statistischem Anhang.

Weblinks

Wikipedia

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