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Letzte Änderung für Artikel Meinersen: 19.02.2006 20:20

Meinersen

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Wappen Karte
Bild:Wappen_Meinersen.png Lage des Ortes Meinersen in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Gifhorn
Fl├Ąche : 53,83 km┬▓
Einwohner : 8.377
(31. Dez. 2003)
Bev├Âlkerungsdichte : 156 Einwohner/km┬▓
H├Âhe : 52 m ├╝. NN
Postleitzahl : 38536
Vorwahl : 05372
Geografische Lage :
Koordinaten: 52┬░ 28' N, 10┬░ 22' O
52┬░ 28' N, 10┬░ 22' O
Kfz-Kennzeichen : GF
Gemeindeschl├╝ssel : 03 1 51 017
Adresse der Samt-
gemeindeverwaltung:
Hauptstra├če 1
38536 Meinersen
Website : www.meinersen.de
Politik
B├╝rgermeister : Ernst-August Niebuhr ( CDU )

Meinersen ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Gifhorn. Die Gemeinde Meinersen ist Mitgliedsgemeinde und Sitz der Samtgemeinde Meinersen. Direkt durch die Gemeinde verl├Ąuft die Bundesstra├če 188 . Allerdings f├╝hrt sie im Kernort Meinersen nicht mehr durch die geschlossene Ortschaft, sondern ist seit 2004 als Umgehungsstra├če ausgebaut. Die etwas abgelegene aber trotzdem zentrale Lage zwischen den St├Ądten Peine, Gifhorn und Burgdorf beg├╝nstigte hier die Entstehung eines Ortes, der alle notwendigen Gewerbe bietet und zugleich ein ruhiges Landleben erm├Âglicht.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Meinersen hat insgesamt 8.377 Einwohner (31. Dezember 2003) und erstreckt sich auf einer Fl├Ąche von 53,83 Quadratkilometern. Sie besteht aus den D├Ârfern Meinersen (Kernort und Verwaltungssitz), Ahnsen, Seershausen, Ohof, B├Âckelse und P├Ąse sowie den Siedlungen H├Âfen, H├╝nenberg, Siedersdamm und Warmse und dem Gutshof Hardesse.

Geschichte

Mittelalter und Neuzeit

Merian-Kupferstich 1654, rechts das Kirchturm-├Ąhnliche und nicht mehr bestehende Schloss
Merian-Kupferstich 1654, rechts das Kirchturm-├Ąhnliche und nicht mehr bestehende Schloss

Meinersen war im Mittelalter Sitz des Geschlechts derer von Meinersen, die 1147 erstmals urkundlich erw├Ąhnt wurden. Ihren Herrschaftsbereich erhielten sie direkt als Reichslehen und unterstanden keinem F├╝rsten oder Herzog. 1292 eroberten Truppen des Braunschweiger Herzogs die Wasserburg Meinersen, die auf dem Flurst├╝ck Weinberg ├Âstlich der Oker stand. 1316 zerst├Ârte Herzog Otto der Strenge von L├╝neburg die Burg und f├╝gte Meinersen dem F├╝rstentum L├╝neburg zu. Um 1350 wurde auf der Westsseite der Oker ein Schloss errichtet. W├Ąhrend der Hildesheimer Stiftsfehde (1518-23) kam es zu schweren Besch├Ądigungen, wie aber der Merianstich von 1654 zeigt, wurde die Schlossanlage wieder hergerichtet. An ihrer Stelle entstand 1765 das Amtshaus (heutiges K├╝nstlerhaus).

Das Geschlecht derer von Meinersen erlosch 1367 mit dem Tod von Bernhard II. 1428 fiel Meinersen wieder an das Herzogtum Braunschweig zur├╝ck und wurde dann an verschiedene Besitzer verlehnt oder verpf├Ąndet. 1532 richtete das Herzogtum das Amt Meinersen ein, das bis 1885 bestand. Es diente der Verwaltung und zog von den Bewohner Steuern ein.

Traditionsinsel an der Oker

Im historischen Stil gehaltene Fu├čg├Ąngerbr├╝cke ├╝ber die Oker neben der B 188
Im historischen Stil gehaltene Fu├čg├Ąngerbr├╝cke ├╝ber die Oker neben der B 188

Die Traditionsinsel von Meinersen besteht aus historischen Geb├Ąuden in park├Ąhnlicher Umgebung mit 300-j├Ąhrigem Baumbestand. Sie befindet sich im westlichen Ortsbereich, wo die B 188 ├╝ber die Oker f├╝hrt. Zu ihr geh├Âren:

  • Okerm├╝hle (heute au├čer Betrieb)

Direkt an der Oker liegt eine Wasserm├╝hle , die eine Steininschrift auf das Jahr 1673 datiert. Die weiteren Jahreszahlen 1873, 1950 und 1977 an der Fassade des gro├čen Backsteingeb├Ąude weisen auf Umbauten und Vergr├Â├čerungen hin. Bis 1974 war die M├╝hle in Betrieb, danach wurde bis 1993 mit einer Turbine elektrischer Strom erzeugt.

  • Amtshaus (heute K├╝nstlerhaus)
Fr├╝heres Amtshaus, heute K├╝nstlerhaus
Fr├╝heres Amtshaus, heute K├╝nstlerhaus

Das Amtshaus ist ein zweigeschossiges Fachwerkgeb├Ąude von 1765 unmittelbar an der heutigen B 188. Es wurde als Dienstsitz der Amtm├Ąnner des Amtes Meinersen errichtet. Vorher stand an dieser Stelle das Schlosss Meinersen, von dem sich noch Mauerreste im Boden finden. Nach der Aufl├Âsung des Amtes 1885 diente das Haus bis 1959 als Dienstwohnung des Richters am dortigen Amtsgericht. Eine weitere Nutzung des Amtshauses war zeitweise ein Kindergarten, bis in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts daraus ein K├╝nstlerhaus mit sechs Atelierwohnungen wurde. Hier d├╝rfen hochbegabte, junge Kunstschaffende aus dem In- und Ausland ein Jahr lang in l├Ąndlicher Abgeschiedenheit k├╝nstlerisch wirken. Das K├╝nstlerhaus ist seit 1989 in kommunalem Eigentum und wird von einem Tr├Ągerverein aus Gebietsk├Ârperschaften , Kunsthochschulen und Industrieunternehmen (Volkswagen) verwaltet.

  • Amtsschreiberhaus (heute Sitz der Samtgemeinde Meinersen)

Das Amtsschreiberhaus entstand 1745 als Dienstwohnung des leitenden Beamten des Amtes. Der zweigeschossige Fachwerkbau mit rosa Gefachen liegt leicht zur├╝ckgesetzt n├Ârdlich der heutigen B 188. Bei Aufl├Âsung des Amtes Meinersen 1885 wurde darin eine Landwirtschaftsschule eingerichtet, die dort bis 1965 ihren Sitz hatte. Nach kurzer ├ťbergangszeit als Polizeistation bezog die Gemeindeverwaltung 1971 das historische Geb├Ąude. 1986-90 entstand daraus einer der attraktivsten Rathhausbauten der Gegend f├╝r den Sitz der Samtgemeinde Meinersen. Dazu wurden das restaurierte Amtsschreiberhaus, ein ebenso altes Nebengeb├Ąude und ein Neubau durch lichte Glasg├Ąnge miteinander verbunden.

  • Pforthaus (heute Wohngeb├Ąude)

Das historische Geb├Ąude Pforthaus liegt neben dem heutigen K├╝nstlerhaus und diente bis 1959 als Amtsgericht . Heute ist das alte Poorthus ein sorgsam restauriertes Wohnhaus.

J├╝ngere Geschichte

├ťberregionale Bedeutung erlangte Meinersen 1975 bei der Waldbrandkatastrophe , als am 8. August ein Waldbrand au├čer Kontrolle geriet, und sich in Richtung des Ortes bewegte. Zwei Tage sp├Ąter starben dort in einem Wald f├╝nf Feuerwehrm├Ąnner, nachdem Flammen sie eingeschlossen hatten. An der Ungl├╝cksstelle ├Âstlich von Meinersen an der B 188 wurde eine Gedenkst├Ątte eingerichtet.

Literatur

  • Gero Wangerin: Das K├╝nstlerhaus Meinsersen in: Museen und Ausflugziele im Raum Gifhorn-Wolfsburg, Gifhorn 1989

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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