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Letzte Änderung für Artikel Braunschweig: 20.02.2006 15:23

Braunschweig

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Wappen Karte
Braunschweiger Stadtwappen Lage der kreisfreien Stadt Braunschweig in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Kreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 52° 16' N, 10° 32' O
52° 16' N, 10° 32' O
Höhe : 75 m ü. NN
Fläche : 192,09 km²
Einwohner : 240.167 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.279 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 38100 - 38126
(alt: 3300)
Vorwahl : 0531, 05307, 05309
Kfz-Kennzeichen : BS
GemeindeschlĂĽssel : 03 1 01 000
Gliederung des Stadtgebiets: 20 Stadtbezirke
Website : www.braunschweig.de
E-Mail-Adresse: stadt@braunschweig.de
OberbĂĽrgermeister : Dr. Gert Hoffmann ( CDU )
Regierende Partei : Ratskoalition von
CDU und FDP

Braunschweig ( niedersächsisch Brunswiek) ist eine Großstadt in Norddeutschland im Osten des Bundeslandes Niedersachsen. Sie ist mit ca. 245.000 Einwohnern nach Hannover die zweitgrößte Stadt Niedersachsens und eines der Oberzentren des Landes. Braunschweig war bis 1918 Residenzstadt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, nach Abdankung des Herzogs Landeshauptstadt des Freistaats Braunschweig bis 1946 . Bis zur Auflösung des Landkreises Braunschweig im Jahr 1974 war Braunschweig Kreisstadt sowie bis zum 31. Dezember 2004 Sitz der Bezirksregierung des gleichnamigen Regierungsbezirks (Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen). Die Stadt ist Sitz des Oberlandesgerichts Braunschweig. Nächstgelegene Großstädte sind Wolfsburg, etwa 26 km nordöstlich, Hannover, etwa 56 km westlich und Magdeburg, etwa 80 km östlich von Braunschweig. Die Einwohnerzahl der Stadt Braunschweig überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Die Stadt Braunschweig ist Teil der geplanten Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Braunschweig liegt im Alluvialtal auf zum Teil brüchigen, ehemals sumpfigen Böden zu beiden Seiten des Flusses Oker, welcher im östlichen und westlichen Umflutgraben den Stadtkern umfließt. Die Oker entspringt im Harz und mündet zwischen Gifhorn und Celle in die Aller.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Braunschweig. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt: Lehre (Landkreis Helmstedt), Cremlingen, Sickte (Samtgemeinde Sickte) und WolfenbĂĽttel (alle Landkreis WolfenbĂĽttel), Salzgitter (Kreisfreie Stadt), Vechelde und Wendeburg (Landkreis Peine) sowie SchwĂĽlper, Vordorf und Meine (alle Samtgemeinde Papenteich, Landkreis Gifhorn)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Braunschweigs ist in 20 Stadtbezirke im Sinne von § 55 der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) eingeteilt. In jedem Stadtbezirk gibt es einen von der Bevölkerung gewählten Stadtbezirksrat mit einem Bezirksbürgermeister als Vorsitzenden. Die Stadtbezirksräte haben je nach Einwohnerzahl des Stadtbezirks zwischen 7 und 19 Mitglieder. Sie sind zu allen wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Die Stadtbezirke wurden am 1. November 1981 eingerichtet. Damals waren es noch 22 Stadtbezirke, seit 2001 gibt es jedoch nur noch 20 Stadtbezirke, nachdem sich einige Stadtbezirke auf freiwilliger Basis zusammen geschlossen haben.

Die 20 Stadtbezirke mit ihren amtlichen Nummern:

  • Stadtbezirk 111: Wabe-Schunter
  • Stadtbezirk 112: Bienrode-Waggum-Bevenrode
  • Stadtbezirk 113: Hondelage
  • Stadtbezirk 114: Volkmarode-Schapen
  • Stadtbezirk 120: Ă–stliches Ringgebiet
  • Stadtbezirk 212: Heidberg-Melverode
  • Stadtbezirk 213: SĂĽdstadt-Rautheim-Mascherode
  • Stadtbezirk 214: Stöckheim-Leiferde
  • Stadtbezirk 221: Innenstadt
  • Stadtbezirk 222: Viewegs Garten-Bebelhof
  • Stadtbezirk 311: Weststadt
  • Stadtbezirk 312: Timmerlah-Geitelde-Stiddien
  • Stadtbezirk 313: Broitzem
  • Stadtbezirk 314: RĂĽningen
  • Stadtbezirk 320: Westliches Ringgebiet
  • Stadtbezirk 412: Lehndorf-WatenbĂĽttel
  • Stadtbezirk 413: Veltenhof-RĂĽhme
  • Stadtbezirk 414: Wenden-Thune-HarxbĂĽttel
  • Stadtbezirk 421: Nordstadt
  • Stadtbezirk 422: Schunteraue

FĂĽr statistische Zwecke ist das Stadtgebiet Braunschweig in insgesamt 74 Statistische Bezirke eingeteilt, die fortlaufend nummeriert sind. Diese tragen meist historische Namen.

01 Stadtkern, 02 Hagen, 03 Altewiek, 04 Hohetor, 05 Neustadt, 06 Altes Hochschulviertel, 07 Am Hagenring, 08 Prinzenpark, 09 Viewegs Garten, 10 Bürgerpark, 11 Wilhelmitor-Süd, 12 Wilhelmitor-Nord, 13 Petritor-Ost, 14 Petritor-West, 15 Petritor-Nord, 16 Nordbahnhof, 17 Neues Hochschulviertel, 18 Gliesmarode, 19 Riddagshausen , 20 Hauptfriedhof, 21 Hauptbahnhof, 22 Bebelhof, 23 Zuckerberg, 24 Am Südsee, 25 Gartenstadt, 26 Hermannshöhe, 27 Rothenburg, 28 Weinberg, 29 Alt-Lehndorf, 30 Siedlung Lehndorf, 31 Ölper Holz, 32 Kanzlerfeld, 33 Bundesanstalten, 34 Völkenrode, 35 Watenbüttel, 36 Ölper, 37 Schwarzer Berg, 38 Veltenhof, 39 Hafen, 40 Rühme-West, 41 Rühme-Ost, 42 Vorwerksiedlung, 43 Siegfriedviertel, 44 Schuntersiedlung, 45 Kralenriede, 46 Bienrode, 47 Querumer Forst, 48 Querum, 49 Pappelberg, 50 Naturschutzgebiet, 51 Mastbruch, 52 Lindenberg, 53 Südstadt, 54 Heidberg, 55 Melverode, 56 Broitzem, 57 Geitelde, 58 Stiddien, 59 Timmerlah, 60 Lamme, 61 Wenden, 62 Harxbüttel, 63 Thune, 64 Waggum, 65 Bevenrode , 66 Hondelage , 67 Dibbesdorf, 68 Volkmarode, 69 Schapen , 70 Rautheim, 71 Mascherode, 72 Stöckheim, 73 Leiferde, 74 Rüningen

Geschichte

Ursprung, frühe Entwicklung und frühe Geschichte, dessen, was heute „Braunschweig“ genannt wird, stellen sich aus verschiedenen Gründen sehr schwierig dar, denn es handelte sich nie nur um eine Siedlung, sondern um fünf sogenannte „ Weichbilde “ (Altewiek, Altstadt, Hagen, Neustadt und Sack), die unabhängig von einander gegründet wurden und sich entwickelten, um dann im Laufe der Zeit zu einer Stadt zusammenzuwachsen. Jedes dieser Weichbilde verfügte über ein eigenes Rathaus, einen eigenen Rat und über eine unterschiedliche Bevölkerungsstruktur.

Die GrĂĽndungslegende der Stadt Braunschweig

Der Legende nach, die sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt (s. Braunschweigische Reimchronik) (um 1290 ), soll die erste Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Braunschweig im Jahre 861 gegründet worden sein.

In der Reimchronik steht zu lesen:

„herzoge Brun dher greyf an / eyn erve dhes herzichtoumes / dher was eyn zelge disses boumes / dher andere herzoge Otte / ich hophe daz uns icht spotte / she scripht, an dher ich horte / we von herzogen Brune worte / begunnen daz nu heyzet Bruneswich / unde de borch algelich / dhe ittewenne darzo lach / dhe men Thanquarderode jach.“
(„Herzog Brun trat an / sein Erbe am Herzogtum / er war der eine Zweig dieses Baumes / der andere Herzog Otto / Ich hoffe, dass uns die Quelle nicht täuscht / aus der ich erfuhr / wie von Herzog Brun das begonnen wurde / das nun Braunschweig heißt / und ebenso auch die Burg / die einst dabei lag / die man Dankwarderode nannte.“)

Besonders ausführlich wurde diese Legende vom niederdeutschen Chronisten Hermann Bote (* um 1450; † um 1520) in der Braunschweiger Weltchronik (entstanden um 1500) beschrieben.

Dieser Darstellung zufolge entschieden sich die beiden sächsischen, evtl. aus liudolfingisch-ottonischem Geschlecht stammenden Brüder Bruno und Dankward, die Stadt Gandersheim zugunsten ihres Bruders Otto zu verlassen, um sich andernorts niederzulassen. An einer Furt an der Oker, an einer Stelle, wo Karl der Große während der Sachsenkriege ein früheres Dorf zerstört haben soll, beschloss Dankward zu Ehren der Apostel Peter und Paul eine Kirche sowie die Burg Dankwarderode zu errichten. Bruno ließ währenddessen Häuser an der Stelle erbauen, wo sich heute in der Braunschweiger Altstadt der Eiermarkt befindet, und stiftete darüber hinaus eine Kirche zu Ehren des heiligen Jakob. Bruno soll es schließlich auch gewesen sein, der dem Ort seinen Namen gab: Bruneswiek.

Hermann Botes Bericht ĂĽber die GrĂĽndung der Stadt schlieĂźt mit den Worten:

„Brunswiek is von daghe to daghe, von jaren to jaren beter, starker, mechtiger geworden unde is eyne kronen unde eyn speygel des landes to Sassen unde der fursten to Brunswiek unde to Luneborch.“

Deutung des Stadtnamens

Der Name der Siedlung, ursprünglich wohl „Brunesguik“, „Brunswik“, „Bruneswiek“ o. Ä., soll sich aus „Brun(s)-“ für „Bruno“, dem Eigennamen des Gründers und dem germanischen Suffix „ -wik “ zusammensetzen.

Der Name „Braunschweig“ ist zum ersten Mal für das Jahr 1573 nachgewiesen. Es handelt sich dabei um die verunglückte hochdeutsche Übertragung des niederdeutschen „Brunswiek“. [1] Folglich hat der moderne Name der Stadt Braunschweig weder etwas mit der Farbe „Braun“ noch mit dem Imperativ von „schweigen“ zu tun, sondern bedeutet „Siedlung des Bruno“ bzw. „Brunos Siedlung“.

FrĂĽhe Stadtentwicklung

Die Entwicklung der Stadt Braunschweig wurde nicht zuletzt durch günstige topografische und politische Umstände nachhaltig gefördert: Zum einen befand sich die Siedlung am Schnittpunkt bedeutender mittelalterlicher Fernhandelsstraßen , so vom Westen (Niederrhein) über Soest, Minden, Braunschweig, weiter nach Magdeburg, wo sich ein wichtiger Übergang über die Elbe im Osten befand; zum anderen war die Oker ab Braunschweig für größere Schiffe befahrbar (ein entsprechender Hafen ist dort ab dem 13. Jahrhundert belegt), die über die Aller und anschließend die Weser die wichtige Handelsmetropole Bremen ansteuerten und so Braunschweig am Seehandel teilhaben ließen. Darüber hinaus gab es auch Straßenverbindungen vom Meer Richtung Braunschweig, höchstwahrscheinlich über Stade, Bardowick und Lüneburg, aber auch von Hamburg und Lübeck aus. Andere Straßenverbindungen dürften von Hildesheim, Gandersheim , Goslar, Halberstadt und Leipzig in die Stadt geführt haben. Durch ihre intensiven politischen Beziehungen nach Friesland und in die Mark Meißen , gelang es den Brunonen auch auf diese Weise den Handelsplatz Braunschweig auszubauen und zu stärken.

Brunesguik im Jahre 1031

In neuerer Zeit wurde die Seriosität der Boteschen „Quelle“ jedoch stark in Zweifel gezogen. Mangels zuverlässiger historischer Belege, gilt sie heute als Wunschdenken – zumindest konnten bisher keinerlei weitere Nachweise für eine Gründung der Siedlung im Jahre 861 gefunden werden.

Die älteste erhaltene seriöse schriftliche Überlieferung des Stadtnamens datiert aus dem Jahre 1031 und entstammt der Weiheurkunde der Magni-Kirche in Braunschweig. In der Urkunde wird der Ort, an dem die Kirche geweiht wurde als „Brunesguik“ bezeichnet.

Neuere archäologische Funde

Archäologische Ausgrabungen, die in den 1970er und 1980er Jahren in der Innenstadt sowie an verschiedenen Stellen in Okernähe vorgenommen wurden, haben ergeben, dass der „ Siedlungshorizont “ tatsächlich in das 9. Jahrhundert zu legen ist. Spätestens seit dieser Zeit wurde an diesem Ort dauerhaft gesiedelt. So wurde 1972 bei Bauarbeiten auf dem südlichen Gelände des ehemaligen Braunschweiger Schlosses am Ackerhof ein Brunnen gefunden, dessen Holzreste auf das 10. Jahrhundert datiert werden konnten. Grabungen auf dem Kohlmarkt haben die Überreste von mehreren Kirchen zutage gebracht, deren älteste aus der Zeit zwischen 850 und 900 stammt. Die Siedlung, der die erste dieser Kirchen (Ulrici-Kirche) folgte und deren Reste (inkl. Keramik ) unter dieser Kirche gefunden wurden, stammt mindestens aus dem frühen 9. Jahrhundert. Um die Kirche herum fand sich ein Gräberfeld mit 36 Baumsärgen , die neben den sterblichen Überresten als Grabbeigaben Fibeln mit Verzierungen aus Emaille in Kreuzdekor enthielten.

Bild:Braunschweig Brunswick (Holzschnitt um 1550 Woodcut approx 1550).jpg

Braunschweig unter Heinrich dem Löwen

Braunschweig wuchs unter Herzog Heinrich dem Löwen (* 1129/30, †  6. August 1195 , u. a. der GrĂĽnder von MĂĽnchen, 1158 und LĂĽbeck (1159), zu einer mächtigen Stadt mit mehreren Stadtteilen (sog. Weichbilde wie z. B.: dem von Heinrich gegrĂĽndeten Hagen , darĂĽber hinaus „Altstadt“, „Neustadt“, „Altewiek“ und „Sack“). Zusätzlich gab es zwei Sonderbezirke, die Klosterfreiheit St. Aegidien und den Burgbereich. Jeder dieser Stadtteile hatte sein eigenes Recht und somit sein eigenes Rathaus und Gotteshaus.

Heinrich baute Braunschweig zu seiner Residenz aus. Er erweiterte die brunonische Burg Dankwarderode , ließ die alte Kirche von 1030 niederbrennen und 1173 einen Dom an ihrer Stelle errichten, der kurz vor Heinrichs Tod weitgehend fertiggestellt und mit dem Weihfest am 29. Dezember 1226 abgeschlossen war. Er ist St. Blasius , Johannes dem Täufer und Thomas Becket geweiht. Heute dient der Braunschweiger Dom als evangelisch-lutherische Kirche .

Heinrich der Löwe erlangte so viel Macht, dass er den Löwen zu seinem Wappentier wählte und um 1166 einen Bronzelöwen gießen ließ, den er auf dem Burgplatz aufstellte (das Original befindet sich heute in der Burg) - die erste freistehende Bronzeskulptur nördlich der Alpen. Es ist das Wahrzeichen und Wappentier der Stadt.

Braunschweig war durch seine Lage an der bis hier schiffbaren Oker eine wichtige Handelsstadt und vom 13. Jahrhundert an Mitglied der Hanse.

Herzogtum Braunschweig-LĂĽneburg

Auch das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg geht auf Heinrich den Löwen zurück und war Teil des Landes der Welfen. In der Folge zerfiel das Herzogtum durch Erbteilung in verschiedene Teilstaaten. Im 14. Jahrhundert bildete sich das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel heraus. Die Stadt Braunschweig gewann etwa 1430 die städtische Unabhängigkeit und die welfischen Landesherren verlegten ihre Residenz ins nahe Wolfenbüttel. Braunschweig gilt neben Gent und Paris als eine der unruhigsten Städte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa. Immer wieder wurden Verfassungskonflikte durch revolutionäre Bürgerunruhen ausgetragen, die in Braunschweig "Schichten" genannt wurden.

1671 kam die Stadt wieder unter fürstliche Herrschaft und 1753 verlegten die Herzöge ihre Residenz nach Braunschweig zurück. In diesem Zeitraum entstand das Braunschweiger Residenzschloss.

Im Barock war Braunschweig unter anderem geprägt durch Herzog Anton Ulrich , der in Salzdahlum nahe Wolfenbüttel eine barocke Residenz mit einem herausragenden Garten schuf. Das Herzog Anton Ulrich-Museum mit seinen bedeutenden Werken geht auf ihn zurück.

1806 wurde Karl Wilhelm Ferdinand, Herzog von Braunschweig, als preußischer Generalfeldmarschall in der Schlacht bei Jena und Auerstedt tödlich verwundet. Als Folge des sich daran anschließenden Friedens von Tilsit wurde Braunschweig von den Franzosen besetzt und war vom Juli 1807 bis Oktober 1813 mit dem Département Oker Teil des neu gegründeten napoleonischen Königreiches Westfalen.

Herzogtum Braunschweig

Nach dem Wiener Kongress wurde es 1814 als Herzogtum Braunschweig wieder gegründet. Hier gehörte Braunschweig zunächst zur Kreisdirektion Wolfenbüttel, doch wurde sie 1825 eine landesunmittelbare Stadt und 1833 Sitz einer eigenen Kreisdirektion, aus dem später der Landkreis Braunschweig hervorging. 1850 wurde sie erneut landesunmittelbar.

Braunschweig (ca. 1890 bis ca. 1900)
Braunschweig (ca. 1890 bis ca. 1900)

Im Deutschen Krieg von 1866 kämpften die Braunschweiger auf der Seite Preußens. Das Herzogtum trat 1871 freiwillig dem Deutschen Reich bei. Nachdem 1884 Wilhelm, der letzte braunschweiger Welfenherzog, kinderlos verstarb, wurde Braunschweig durch das Königreich Preußen verwaltet. Erst mit der Hochzeit zwischen Viktoria Luise (Tochter Kaiser Wilhelm II.) und Prinz Ernst August von Braunschweig-Lüneburg am 24. Mai 1913 kam es zur Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern und ein Welfe wurde erneut Herrscher über Braunschweig. Ab 1870 gehörte die Stadt zur Kreisdirektion Braunschweig.

Im November 1918 kam es in Braunschweig zwei Tage frĂĽher als in Berlin zur Revolution , der Herzog musste abdanken.

1924 bzw. 1933 wurde Braunschweig endgĂĽltig autonom, d.h. die Stadt erhielt einen Status, den man anderenorts als kreisfreie Stadt bezeichnet, blieb aber weiterhin Sitz des Landkreises Braunschweig.

Die EinbĂĽrgerung Adolf Hitlers

Die Stadt Braunschweig als Gemeinde trägt zu Unrecht das Stigma , dafür verantwortlich zu sein, dass der ehemals österreichische Staatsangehörige und seit 1925 auf eigenes Betreiben staatenlose Adolf Hitler durch politische Schachzüge eine Anstellung als Regierungsrat beim Braunschweiger Landeskultur- und Vermessungsamt (mit Datum vom 25. Februar 1932 ) - mit Dienstpflicht als Sachbearbeiter bei der Braunschweigischen Gesandtschaft in Berlin – zugeschanzt bekam.

Verantwortlich für diese „Einbürgerung“ war allerdings nicht die Stadt Braunschweig, sondern das Land, der „Freistaat Braunschweig“.

Im Gegensatz zum Freistaat Braunschweig, der mehrheitlich pro NSDAP eingestellt war, ist die Situation in der Stadt Braunschweig eine ganz andere gewesen. Da die Stadt am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark von Industrie geprägt war, war auch das Bevölkerungsspektrum entsprechend stark proletarisch geprägt. Braunschweig war seit Jahrzehnten mehrheitlich „rot“, weshalb die NSDAP bis März 1933 in der Stadt selbst keine Rolle spielte.

Im Freistaat sah es allerdings zur gleichen Zeit ganz anders aus. Hier waren die Nationalsozialisten schon seit 1930 politisch sehr einflussreich. Ihre Macht grĂĽndete sich v. a. auf Landwirtschaft und Mittelstand, erste Hochburgen waren Bad Harzburg, Holzminden, Seesen und WolfenbĂĽttel.

Für Hitler gab es demzufolge vor 1933 lediglich eine einzige Möglichkeit, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten, nämlich durch den Freistaat Braunschweig, denn dieser war das einzige Land der Weimarer Republik , in dem die NSDAP mitregierte und so die „Einbürgerung“ des „Führers“ in ihrem Sinne steuern und beeinflussen konnte.

Aus diesem Grunde, erhielt die Regierung des Freistaates Braunschweig, genauer gesagt, deren NSDAP-Staatsminister für Inneres und Volksbildung Dietrich Klagges, einen direkten Auftrag der NSDAP -Parteiführung zur „Einbürgerung“ Hitlers. Goebbels notierte diesbezüglich am 4. Februar 1932 in seinem Tagebuch: „Es ist beabsichtigt, den Führer in Braunschweig zum außerordentlichen Professor zu ernennen.“

Professor Hitler

Zunächst versuchte Klagges, Hitler eine auĂźerordentliche Professur fĂĽr den konstruierten Lehrstuhl „Politik und organische Gesellschaftslehre“ an der Technische Hochschule Braunschweig zu verschaffen. Der dilettantisch ausgefĂĽhrte Plan wurde alsbald öffentlich bekannt und scheiterte in der Folge kläglich, denn ihm stellte sich sofort eine groĂźe Opposition u. a. aus Hochschulleitung und BildungsbĂĽrgertum entgegen (man wollte an der renommierten Braunschweiger Universität keinen arbeitslosen Postkartenmaler ohne Schulabschluss). Der Plan musste fallen gelassen werden. Klagges hatte Hitler damit dem Spott der Ă–ffentlichkeit ausgesetzt; Hitlers Ruf war – nicht nur in Braunschweig – beschädigt und Klagges sollte dafĂĽr auch bald die „Quittung“ erhalten.

Regierungsrat Hitler

Es folgte ein zweiter Versuch, der auf den DVP -Abgeordneten Dr. Wessels zurĂĽckgeht. Dieser schlug vor, Hitler eine Stelle in der braunschweigischen Gesandtschaft beim Reichsrat in Berlin zu besorgen.

Dieser zweite Anlauf glückte schließlich: Am 26. Februar 1932 erfolgte Hitlers Vereidigung, womit er gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit erhielt und schließlich die Möglichkeit, bei der Reichspräsidentenwahl zu kandidieren. Offensichtlich erschöpfte sich damit aber auch schon seine Tätigkeit für die Gesandtschaft des Landes Braunschweig in Berlin. Im Übrigen stimmte der Landtag des Freistaates Braunschweig am 1. März 1932 der vom Staatsministerium für Inneres beantragten Regierungsratstelle zu und schloss damit die Einbürgerung Hitlers ab.

Von einer weiteren Ausübung seiner Dienstpflichten gegenüber dem Land Braunschweig ist nichts überliefert. Nur sieben Monate später, im Oktober 1932, beantragte Hitler unbefristeten Urlaub, da „die fortlaufenden politischen Kämpfe“ ihm „in der nächsten Zeit die Erfüllung [seines] Dienstauftrages“ nicht ermöglichten. Da für die Öffentlichkeit, wie auch für die Oppositionspolitiker im Braunschweigischen Landtag nicht erkennbar war, welche Leistungen der „Regierungsrat“ Hitler für das Land Braunschweig erbracht hatte, beantragte die Opposition mehrfach die Präsentation seiner Erfolge. Schließlich wurde sogar in der Öffentlichkeit bekannt, dass die braunschweigische Rechnungskammer am 26. Januar 1933 – nur vier Tage vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler – eine Prüfung der an Hitler gezahlten Bezüge und der dafür von ihm erbrachten Leistungen angesetzt hatte.

Am 16. Februar 1933 ersuchte der nunmehr amtierende Reichskanzler Adolf Hitler in einem kurzen Telegramm um Entlassung aus dem braunschweigischen Staatsdienst - welche ihm umgehend „mit sofortiger Wirkung“ gewährt wurde.

Einige Historiker zweifeln inzwischen an, ob Hitler tatsächlich jemals die deutsche Staatsbürgerschaft offiziell erwarb – rückblickend betrachtet eher eine akademische und müßige Frage. Ironie der Geschichte: Hitler hätte am 30. Januar 1933 auch ohne die deutsche Staatsangehörigkeit Reichskanzler werden können.

Hitlers „Gastspiel“ in Braunschweig war nur von kurzer Dauer. Schon vor 1932 war er selten in der Stadt, danach nur noch ein einziges Mal, nämlich am 17. Juli 1935 , als er das aufgedeckte Grab Heinrichs des Löwen im Braunschweiger Dom besichtigte und dabei im Anschluss mit Klagges abrechnete.

Braunschweig zur Zeit des Nationalsozialismus

Zerstörung des alten Braunschweig

Im Zweiten Weltkrieg wurde vor allem Braunschweigs mittelalterlich geprägte Innenstadt durch Luftangriffe sehr stark zerstört und somit das Antlitz der über tausendjährigen Großstadt nachhaltig und bis in die Gegenwart reichend entstellt. Mehr als 40 schwere und schwerste Angriffe britischer und amerikanischer Bomberverbände galten vorwiegend Rüstungsbetrieben (Flugzeuge, Panzer, optische Präzisionsinstrumente) und der Versuchsanstalt für Luftfahrt im Westen der Stadt, verheerten aber ab 1943 auch immer stärker das gesamte Stadtgebiet. Von ehemals 800 Fachwerkhäusern blieben bis heute noch ganze 80 erhalten.

Bombenangriff am 15.Oktober 1944

Das brennende Braunschweig in der Nacht des 15. Oktober 1944
Das brennende Braunschweig in der Nacht des 15. Oktober 1944

Beim schlimmsten Angriff in der Nacht vom 14. Oktober auf den Sonntag, den 15. Oktober 1944 wurden fast die gesamte Innenstadt (ca. 90%) sowie sämtliche Kirchen zerstört. Hunderte von Fachwerkhäusern gingen im 2½ Tage wütenden Feuersturm unter, weil das British Bomber Command für dieses Flächenbombardement eine Mischung aus ca. 200.000 Phosphor -, Brand- und Sprengbomben verwendete, um möglichst großflächige Schäden durch schwer zu bekämpfende Brände zu verursachen. Durch eine Ironie des Schicksals blieb der Braunschweiger Dom, den die Nazis zur Nationalen Weihestätte umfunktioniert hatten, von den Bomben verschont. Nach neuesten Schätzungen starben durch diesen Angriff ca. 1.000 Personen in Braunschweig. Ungefähr 23.000 Personen, die sich vor dem Bombardement in Bunker der Innenstadt gerettet hatten, saßen dort wegen des sich aus den Bränden schnell entwickelnden Feuersturms gefangen und konnten nur durch die Initiative des Leutnants der Braunschweiger Feuerschutzpolizei Rudolf Prescher (*1912 in Dresden; † 1997 in Braunschweig) am frühen Morgen des 15. Oktober durch Bildung von „Wassergassen“ gerettet werden. Insgesamt sind dem Luftkrieg in Braunschweig nach neueren Schätzungen ca. 3.500 Personen zum Opfer gefallen, mehr als 40 % davon waren Ausländer.

Im Braunschweig zur Zeit des Nationalsozialismus spielt das Buch "Ich war Hitlerjunge Salomon " von Sally Perel , welches auch verfilmt wurde. Perel hatte als jĂĽdisches Kind den Krieg in einer Schule fĂĽr Hitlerjungen in Braunschweig ĂĽberlebt, nachdem er sich in Osteuropa gegenĂĽber den Besatzern als nichtjĂĽdisches deutsches Waisenkind ausgegeben hatte, um dem Holocaust zu entgehen.

Braunschweig nach dem Zweiten Weltkrieg

Wiederaufbau

Am 17. Juni 1946 begann in Braunschweig offiziell die Trümmerräumung. Die Trümmermenge wurde auf 3.670.500 m³ geschätzt. Der sogenannte „Trümmerplan“ der Stadt Braunschweig von 1948 zeigt die Innenstadt in weitgehend verwüstetem Zustand, erschlossen durch zahlreiche kleine Gleise einer „Trümmerbahn“, mit welcher nach und nach der Schutt der zerstörten Stadt abtransportiert wurde.

Die Räumung dauerte 17 Jahre – erst 1963 erklärte die Stadt offiziell die Aufräumarbeiten für beendet. Tatsächlich jedoch wurden sie aber noch Jahre danach in kleinerem Maßstab fortgesetzt.

Der Wiederaufbau Braunschweigs um die sogenannten fünf „Traditionsinseln“ herum, ging in den 1950er und 1960er sehr schnell voran, denn es wurde dringend Wohnraum benötigt und die Infrastruktur musste wieder hergestellt werden. Da die Innenstadt eine Trümmerwüste war, ergriffen neue, aber ideenlose Stadt- und Raumplaner ihre Chance und bauten die neue, moderne, und v. a. „ autogerechte Stadt “. Dies wiederum führte an vielen Stellen zu weiterer Zerstörung (u. a. durch neu angelegte Straßenschneisen) bzw. Beseitigung historisch gewachsener Stadtlandschaften und wirkt so bis in die Gegenwart fort, da z. T. der frühere Stadtgrundriss ignoriert wurde, Ruinen, statt instand gesetzt, meist voreilig abgerissen und der Verkehr bzw. das Auto zum Maßstab des „neuen“ Braunschweig erhoben wurde. So entstand insbesondere im Stadtzentrum der Eindruck einer zweiten Zerstörung Braunschweigs.

Durch die nachträgliche Zerstörung historischen Bau- und Kulturgutes, wie z. B. der Abriss zahlreicher mittelalterlicher , barocker und klassizistischer Bauwerke, sowie die Verlegung des Braunschweiger Hauptbahnhofes 1960 von der südlichen Innenstadt (Friedrich-Wilhelm-Platz) zum damaligen Friedrichplatz, der heute ein kleiner Teil des Berliner Platzes ist, und die damit verbundene Aufwertung des damaligen Bahnhofes „Braunschweig-Ost“ zum „Neuen Hauptbahnhof“, wurde ebenfalls in einem erheblichen Maße in die gewachsene Stadtstruktur eingegriffen. Die damit einhergehenden Baumaßnahmen zerstörten im südöstlichen Bereich der Stadt große Gebiete, die vom Krieg nur sehr wenig in Mitleidenschaft gezogen worden waren und der Abstand des neuen Hauptbahnhofes von 3 km zur Innenstadt erwies sich als wenig sinnvoll.

Durch einen Vertrag von 1937 zwischen der Deutschen Reichsbahn und der Stadt Braunschweig war 1960 der Neue Hauptbahnhof noch mit der damals vorhandenen Straßenbahn verbunden worden, die sonst wohl wie in vielen anderen Mittelstädten verschwunden wäre. Bemerkenswert ist die Spurweite von 1100 mm, die einzige noch verbliebene in Europa.

Abriss des Schlosses 1960
Abriss des Schlosses 1960

Der Abriss des beschädigten Braunschweiger Schlosses im Jahre 1960 gegen den Willen vieler protestierender Bürger hatte im Vorfeld sehr kontrovers geführte Diskussionen verursacht. Das neu gegründete Land Niedersachsen hatte Mitte der 1950er Jahre die Stadt Braunschweig vor folgende Wahl gestellt: Entweder Abriss des Schlosses oder vollständiger Wiederaufbau. Die politische Entscheidung fiel für einen Abriss. Ähnlich wie bei der Dresdener Frauenkirche, dem Berliner Stadtschloss und anderen prominenten Bauwerken in anderen Städten führte der Schlossabriss in weiten Teilen der Bevölkerung zu einem weiteren Identitätsverlust.

Auf der Brache wurde der „Schlosspark“ angelegt, der bis Mitte 2005 bestand. In diesem Jahr beschloss die Stadt nach langen, ebenso kontrovers geführten Diskussionen wie 1960, den teilweisen Wiederaufbau des Schlosses und die Integration der Fassade in ein großes Einkaufszentrum. Der Abschluss der Arbeiten ist für das Frühjahr 2007 geplant, die Schlossfassade soll bereits im Herbst 2006 stehen.

Neuordnung des Landes Braunschweig

Nach Zuordnung des Landes Braunschweig zum späteren Bundesland Niedersachsen 1946 wurde der einem Regierungsbezirk vergleichbare "Verwaltungsbezirk Braunschweig" geschaffen, zu dem u.a. die kreisfreie Stadt und der Landkreis Braunschweig gehörten.

Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde der Landkreis Braunschweig aufgelöst und sein Gebiet auf die umliegenden Landkreise aufgeteilt. Die Stadt selbst blieb aber kreisfrei. 1978 entstand schließlich aus dem Verwaltungsbezirk Braunschweig der neue Regierungsbezirk Braunschweig mit neuem Zuschnitt. Die Regierungsbezirke des Landes Niedersachsen wurden zum 1. Januar 2005 aufgelöst.

Eingemeindungen

¹ die restlichen Gemeinden des Landkreises Braunschweig wurden den Nachbarlandkreisen eingegliedert

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

1867 hatte Braunschweig mehr als 50.000 Einwohner. 1890 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Im Jahre 1974 erreichte die Bevölkerungszahl mit 271.213 ihren historischen Höchststand. Ende Juni 2005 lebten in Braunschweig nach amtlicher Fortschreibung 245.895 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1403 17.500
1551 16.192
1671 15.570
1773 23.385
1783 27.063
1793 27.301
1812 29.950
1822 32.945
1831 34.589
3. Dezember 1843 Âą 39.787
3. Dezember 1846 Âą 39.113
3. Dezember 1849 Âą 39.011
3. Dezember 1852 Âą 39.410
3. Dezember 1855 Âą 38.397
3. Dezember 1858 Âą 40.635
3. Dezember 1861 Âą 42.209
Jahr Einwohner
3. Dezember 1864 Âą 45.450
3. Dezember 1867 Âą 50.369
1. Dezember 1871 Âą 57.883
1. Dezember 1875 Âą 65.938
1. Dezember 1880 Âą 75.038
1. Dezember 1885 Âą 85.174
1. Dezember 1890 Âą 101.047
2. Dezember 1895 Âą 115.138
1. Dezember 1900 Âą 128.226
1. Dezember 1905 Âą 136.397
1. Dezember 1910 Âą 143.552
1. Dezember 1916 Âą 125.080
5. Dezember 1917 Âą 122.407
8. Oktober 1919 Âą 139.539
16. Juni 1925 Âą 146.654
16. Juni 1933 Âą 156.840
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 Âą 196.068
31. Dezember 1945 162.855
29. Oktober 1946 Âą 181.375
13. September 1950 Âą 223.760
25. September 1956 Âą 240.431
6. Juni 1961 Âą 246.085
31. Dezember 1965 237.028
27. Mai 1970 Âą 223.700
31. Dezember 1975 268.519
31. Dezember 1980 261.141
31. Dezember 1985 248.001
25. Mai 1987 Âą 252.351
31. Dezember 1990 258.833
31. Dezember 1995 252.544
31. Dezember 2000 245.816
30. Juni 2005 245.895

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Die Stadt Braunschweig gehörte anfangs zum Gebiet der Bistümer Hildesheim und Halberstadt. Die Grenze beider Bistümer bildete die Oker. Das hildesheimische Gebiet gehörte zum Archidiakonat Stöckheim, das halberstädtische zum Archidiakonat Atzum. 1391 wurde von beiden Bischöfen in Braunschweig ein Offizialat eingerichtet, das die kirchlichen Angelegenheiten der Stadt im Auftrag beider Bistümer erledigte.

Ab 1522 fand die reformatorische Bewegung Einzug und ab 1525 wurde die erste evangelische Predigt in Braunschweig gehalten. Bis 1528 wurde die Reformation nach lutherischem Bekenntnis durch Luthers Mitstreiter Dr. Johann Bugenhagen eingeführt. Die Stadt bekam eine über die Stadtgrenzen hinaus berühmte Kirchenordnung und war fortan über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie regelte ihre kirchlichen Angelegenheiten relativ autonom. Erst 1671 wurde die Kirchenverwaltung in die Braunschweigische Evangelisch-Lutherische Landeskirche des Herzogtums Braunschweig eingegliedert. Hier wurde die Stadt alsbald Sitz einer Superintendentur . Heute bezeichnet man diese Verwaltungsebene als Propstei . Alle protestantischen Kirchengemeinden der Stadt, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, gehören heute zur Propstei Braunschweig der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Im 18. Jahrhundert gründeten sich in Braunschweig auch eine deutsch-reformierte und eine französisch-reformierte Gemeinden, die sich 1811 zu einer reformierten Gemeinde vereinigten. Bis heute ist die Kirchengemeinde selbständig geblieben. Sie wurde 1928 Gründungsmitglied des Bundes Evangelisch-reformierten Kirchen Deutschlands , der bis heute eine kleine Anzahl reformierter Gemeinden umfasst, die nicht Mitglied in einer Landeskirche sind und in Braunschweig seinen Sitz hat.

Ebenfalls Anfang des 18. Jahrhunderts wurden auch den Katholiken in Braunschweig wieder gestattet, Gottesdienste abzuhalten, so dass sich alsbald eine katholische Gemeinde gründen konnte. Diese gehörte ab 1824 zum neu festgelegten Bistum Hildesheim, welches bis 1930 zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), dann zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Braunschweig, dessen Gebiet auch Gemeinden außerhalb der Stadt Braunschweig umfasst. Katholische Hauptkirche in Braunschweig ist das Liebfrauenmünster St. Aegidien, die Kirche eines ehemaligen Benediktinerklosters.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten , zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ), die Evangelisch-methodistische Kirche , die Evangelische Freikirche Querum , das Christuszentrum Braunschweig e. V., die Ecclesia -Gemeinde Braunschweig e. V. und die Gemeinschaft Christi.

DarĂĽber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage , die Neuapostolische Kirche , die Apostolische Sendungskirche, Die Christengemeinschaft , die Kirche Christi, Wissenschaftler (Christian Science) und die Zeugen Jehovas in Braunschweig vertreten.

Seit dem Mittelalter gab es in Braunschweig ein vielgestaltiges jüdisches Leben. Die 1875 fertiggestellte Synagoge wurde unter der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1938 zerstört. Von 1942 bis 1945 wurden die Braunschweiger Juden in die Vernichtungslager im Osten deportiert. Heute gibt es wieder eine jüdische Gemeinde mit über 600 Mitgliedern. ( Geschichte des jüdischen Volkes )

Politik

An der Spitze der Stadt Braunschweig stand anfangs der herzogliche Vogt , doch wurde das Amt bereits im 12. Jahrhundert an Bürger verliehen. Einen Rat gab es in den drei so genannten Weichbildern Altstadt, Hagen und Neustadt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts . Die drei Räte schlossen sich seit 1269 zu einem Rat der Gesamtstadt zusammen. Die Zusammensetzung des Rates variierte im Laufe der Geschichte mehrmals, 1386 hatte er 105 Mitglieder, ab 1614 nur noch 56. Die laufende Verwaltung oblag einem Ausschuss des Rates ("Enger Rat"), der ab 1386 25, ab 1614 15 Mitglieder hatte. Ab 1671 gab es nur noch einen aus 16 Senatoren bestehenden Rat, der vom Herzog zu bestätigen war. Dem Rat stand ein Bürgermeister vor. Während der französisch-westfälischen Zeit 1808 bis 1813 galt die "Maireverfassung", mit einem Maire an der Spitze der Stadt. Danach wurde die alte Verfassung mit dem Rat, der sich nunmehr "Stadtgericht" nannte, wieder eingeführt. Nach Trennung von Justiz und Verwaltung im Jahre 1825 führte der Rat die Bezeichnung Magistrat. Bereits ab 1813 trug das Stadtoberhaupt den Titel "Stadtdirektor", seit 1848 gibt es einen "Oberbürgermeister" in Braunschweig. Während des Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt von der NSDAP eingesetzt.

1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Braunschweig die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.

OberbĂĽrgermeister seit 1807

  • 1807 - 1808 : Wilhelm August Christian Freiherr von Mahrenholtz , Maire
  • 1809 - 1813 : Friedrich Ludwig Freiherr von MĂĽnchhausen , Maire
  • 1813 - 1825 : Johann Heinrich Wilmerding , Stadtdirektor
  • 1825 - 1848 : Wilhelm Julius Ludwig Bode, Stadtdirektor
  • 1848 - 1879 : Dr. Karl Wilhelm Heinrich Caspari , OberbĂĽrgermeister
  • 1879 - 1904 : Wilhelm Pockels , OberbĂĽrgermeister
  • 1904 - 1925 : Hugo Retemeyer , OberbĂĽrgermeister
  • 1925 - 1929 : Dr. Paul Trautmann , OberbĂĽrgermeister
  • 1929 - 1933 : Ernst Böhme (SPD), OberbĂĽrgermeister
  • 1933 - 1943 / 45 : Dr. Wilhelm Hesse (NSDAP), OberbĂĽrgermeister
  • 1943 - 1945 : Dr. Hans Joachim Mertens , kommissarischer OberbĂĽrgermeister
  • 1945 : Dr. Erich Bockler , OberbĂĽrgermeister
  • 1945 : Hugo Macke , OberbĂĽrgermeister
  • 1945 - 1948 : Ernst Böhme (SPD), OberbĂĽrgermeister (2. Amtszeit)
  • 1949 - 1953 : Otto Bennemann (SPD), OberbĂĽrgermeister
  • 1953 - 1955 : Dr. Kurd Semler (CDU), OberbĂĽrgermeister
  • 1955 - 1959 : Otto Bennemann (SPD), OberbĂĽrgermeister (2. Amtszeit)
  • 1959 - 1964 : Martha Fuchs (SPD), OberbĂĽrgermeisterin
  • 1964 - 1972 : Bernhard LieĂź (SPD), OberbĂĽrgermeister
  • 1972 - 1974 : Walter Klöditz (SPD), OberbĂĽrgermeister
  • 1974 - 1976 : GĂĽnter Jaenicke (CDU), OberbĂĽrgermeister
  • 1976 - 1981 : Gerhard Glogowski (SPD), OberbĂĽrgermeister
  • 1981 - 1986 : Hartmut Scupin (CDU), OberbĂĽrgermeister
  • 1986 - 1990 : Gerhard Glogowski (SPD), OberbĂĽrgermeister (2. Amtszeit)
  • 1990 - 2001 : Werner Steffens (SPD), OberbĂĽrgermeister
  • 2001 - heute: Dr. Gert Hoffmann (CDU), OberbĂĽrgermeister

Oberstadtdirektoren 1946 - 2001

  • 1946 - 1960 : Erich Walter Lotz
  • 1960 - 1980 : Hans GĂĽnther Weber
  • 1980 - 1989 : Dr. Joachim Körner
  • 1989 - 2001 : Dr. JĂĽrgen Bräcklein

Wappen, Farben & Symbole der Stadt

Wappen

Siegel der Stadt von 1231 mit dem Standbild des Löwen
Siegel der Stadt von 1231 mit dem Standbild des Löwen

Gemäß der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig vom 11. Dezember 2001 gilt bzgl. des Wappens folgendes:

„Die Stadt fĂĽhrt als Wappen im silbernen Schilde einen steigenden links (heraldisch rechts) gewendeten roten Löwen mit weiĂźen Zähnen, roter Zunge und schwarzen Krallen. Die Schildbreite verhält sich zur Schildhöhe wie 6 : 7. FĂĽr die heraldische Gestaltung des Wappens ist der Wappenbrief vom 15. Oktober 1438 maĂźgebend.“

Symbol

Der Braunschweiger Löwe ist das Symbol Heinrichs des Löwen, der die Stadt Braunschweig im Mittelalter zu einem bedeutenden Gemeinwesen ausbaute. Es ist schon seit dem frühen 13. Jahrhundert nachweisbar. Die heutige offizielle Festlegung erfolgte erst 1953 in der Hauptsatzung der Stadt.

Farben

Weiter fĂĽhrt die Hauptsatzung bzgl. der Farben der Stadt aus:

„Die Farben der Stadt sind Rot und Weiß. Die Stadtflagge zeigt in gleichbreiten Querstreifen oben die Farbe Rot und unten die Farbe Weiß.“

Städtepartnerschaften

Braunschweig unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft bzw. -freundschaft:

  • Bandung , Indonesien , seit 1960
  • NĂ®mes , Frankreich , seit 1962
  • Bath , Vereinigtes Königreich , seit 1971
  • Sousse , Tunesien , seit 1980
  • Kiryat Tivon , Israel , seit 1985/86
  • Kasan , Russland , seit 1988 (Städtefreundschaft)
  • Omaha , Nebraska , USA , seit 1992 (Städtefreundschaft)

Wirtschaft und Infrastruktur

Stadt und Region Braunschweig haben in ihrer Geschichte mehrere industrielle Strukturwandel erlebt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war Braunschweig ein Zentrum der Konservenindustrie mit vielen verarbeitenden Betrieben sowie einer spezialisierten Maschinenbau -Industrie.
Mit dem Niedergang der Konservenindustrie und der Abwanderung der Industrie in andere Länder verschob sich der Schwerpunkt in Richtung auf die Automobilindustrie . Ebenfalls Geschichte ist die Fotoindustrie mit den traditionsreichen Firmen Voigtländer und Rollei.

Automobilindustrie

Braunschweig war Sitz der Büssing Automobilwerke, die 1972 in der Firma MAN aufgegangen sind. Die Fahrzeuge der MAN tragen noch heute das Firmenemblem der Firma Büssing, einen stilisierten Braunschweiger Löwen, auf dem Kühlergrill. Die Fahrzeuge mit dem stilisierten Braunschweiger Löwen werden heute in Salzgitter hergestellt, 20 km südlich von Braunschweig. 1904 wurde auf der Strecke von Wendeburg nach Braunschweig die weltweit erste und noch heute bestehende Omnibuslinie eröffnet. Heinrich Büssing aus Nordsteimke betrieb sie mit seiner "Automobil-Omnibus-Betriebs-Gesellschaft Braunschweig" . Auf der Strecke setzte er zum Praxistest Fahrzeuge ein, die er in seinem Werk bauen ließ.

Die Automobilindustrie ist durch ein Herstellungswerk der Volkswagen AG und die Nähe der Stadt Wolfsburg sowie zahlreiche Zulieferfirmen für die Volkswagen AG und die MAN nach wie vor prägend für Braunschweig, da ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze und auch der Steuereinnahmen direkt und indirekt an dieser Branche ausgerichtet sind.

Maschinenbau

Ein interessantes Experiment ist die "Kooperationsinitiative im Maschinenbau", ein Zusammenschluss mittelständischer Maschinenbau-Unternehmen aus der Region Braunschweig, die gemeinsam einkaufen, die Qualifikation der Mitarbeiter erhöhen und auch auf anderen Gebieten zusammenarbeiten.

Musikinstrumente

Braunschweig ist eines der Zentren der deutschen Musikinstrumentenindustrie . Hier haben unter anderem die Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH als der größte deutsche Hersteller von Klavieren und Flügeln und mit der Grotrian-Steinweg GmbH ein weiterer namhafter Hersteller ihren Sitz. Außerdem stellt die Firma Sandberg hochwertige E-Gitarren und E-Bässe in Braunschweig her.

Zuckerindustrie

Traditionell ist Braunschweig auch eines der Zentren der deutschen Zuckerindustrie, schon aufgrund des intensiven Anbaus von Zuckerrüben im Braunschweiger Raum seit etwa 1850. Die Technische Universität Braunschweig hat für die Forschung an der Zuckerherstellung und -verarbeitung schon seit Jahrzehnten ein eigenes Institut.

Die durch einen Zusammenschluss aus mehreren Zuckerfabriken hervorgegangene Nordzucker AG hat nach der Fusion Braunschweig als Sitz gewählt. Sie ist jetzt der zweitgrößte deutsche Hersteller von Zuckererzeugnissen.

Medien

Braunschweig ist Sitz eines Studios des Norddeutschen Rundfunks ( NDR ). Als Tageszeitung erscheint in Braunschweig die Braunschweiger Zeitung und die nicht zum Konzern gehörende unabhängige Wochenzeitung , der Braunschweig Report (seit 1985). In Braunschweig und der näheren Umgebung sendet ein Lokalradio namens " Radio Okerwelle ".

Mittelwellensender des Deutschlandfunks

In Cremlingen betreibt die Deutsche Telekom AG einen Mittelwellensender im Auftrag des Deutschlandfunks. Dieser Sender wird oft, obwohl er sich nicht im Stadtgebiet von Braunschweig befindet, als "Sender Braunschweig" bezeichnet.

Verkehr

Siehe: Verkehr in Braunschweig

Ă–ffentliche Einrichtungen

Handwerkskammer Braunschweig
Handwerkskammer Braunschweig

Braunschweig ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts :

Bildungs- und Forschungseinrichtungen

TU-Braunschweig, altes Gebäude
TU-Braunschweig, altes Gebäude
  • Amtliche MaterialprĂĽfungsanstalt fĂĽr das Bauwesen (MPA)
  • Biologische Bundesanstalt fĂĽr Land- und Forstwirtschaft (BBA)
  • Bundesforschungsanstalt fĂĽr Landwirtschaft (FAL)
  • Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ)
  • Deutsches Institut fĂĽr Luft- und Raumfahrt (DLR). Der DLR-Standort Braunschweig ging aus der 1936 gegrĂĽndeten Forschungsanstalt fĂĽr Luft- und Raumfahrt hervor. Hauptarbeitsgebiete sind Flugmechanik , FlugfĂĽhrung und Flugsicherung , Aerodynamik und die Entwicklung leistungsfähiger Werkzeuge fĂĽr Berechnungen, sowie Struktursysteme ( Adaptronik und extremer Leichtbau). Der Standort arbeitet eng mit dem benachbarten Luftfahrtbundesamt , der Technischen Universität und anderen ansässigen Forschungseinrichtungen zusammen.
  • Fachhochschule Braunschweig/WolfenbĂĽttel; Die Fachhochschule wurde 1971 durch Zusammenschluss der Staatlichen Ingenieurschule WolfenbĂĽttel mit der Höheren Fachschule fĂĽr Sozialarbeit des Landes Niedersachsen gegrĂĽndet. In den folgenden Jahren kamen weitere Fachbereiche hinzu.
  • Georg-Eckert-Institut fĂĽr internationale Schulbuchforschung (GEI)
  • Die Gesellschaft fĂĽr Biotechnologische Forschung (GBF) ist ein Zentrum fĂĽr Infektionsforschung und gehört der Helmholtz-Gemeinschaft an, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf Erregern, die medizinisch relevant sind oder als Modell fĂĽr die Untersuchung von Infektionsmechanismen genutzt werden. Träger der GBF sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen (90:10). Die GBF beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und verfĂĽgt ĂĽber einen Jahresetat von rund 47 Millionen Euro.
  • Hochschule fĂĽr Bildende KĂĽnste Braunschweig (HBK); Die Hochschule wurde 1963 aus einer frĂĽheren Werkkunstschule gegrĂĽndet. 1972 wurde sie eine wissenschaftliche Hochschule und seit 1978 hat sie den Status einer KĂĽnstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule. Sie ist die einzige Kunsthochschule Niedersachsens.
  • Institut fĂĽr Schicht- und Oberflächentechnik (IST), Fraunhofer-Institut
  • Institut fĂĽr angewandte Mikroelektronik (IAM)
  • Luftfahrtbundesamt (LBA)
  • Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
  • Die Technische Universität Carolo-Wilhelmina wurde 1745 als „Collegium Carolinum“ gegrĂĽndet. 1862 wurde dieses zur „Herzoglichen Polytechnische Schule“ umgewandelt und 1877 zur „Technischen Hochschule erhoben“. 1968 kamen eine Philosophische und eine Staatswissenschaftliche Fakultät hinzu. Gleichzeitig wurde die TH in „Technische Universität“ umbenannt.
  • Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut fĂĽr Holzforschung (WKI)

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Theater

  • Staatstheater Braunschweig (Oper, Operette, Ballett und Schauspiel)
  • figurentheater fadenschein
  • Komödie am Altstadtmarkt
  • LOT Theater
  • "Mutabor", 1994 gegrĂĽndetes SchĂĽlertheater
  • Niederdeutsches Theater
  • Premiere Amateurtheater Braunschweig
  • Studio BĂĽhne Braunschweig
  • Theater FanferlĂĽsch
  • Theater Zeitraum

Museen

  • Braunschweigisches Landesmuseum; gegrĂĽndet 1891
  • Eisenbahnmuseum
  • Friedrich-Gerstäcker-Museum ; gegrĂĽndet am 01.12.1982, s. auch Friedrich Gerstäcker
  • Gedenkstätte KZ-AuĂźenlager Braunschweig SchillstraĂźe
  • Grammophon-Museum „Harmonie“; gegrĂĽndet 1998
  • Haus Salve Hospes , Kunstverein Braunschweig e. V.
  • Herzog Anton Ulrich-Museum mit Burg Dankwarderode (Mittelaltersammlung). Es beinhaltet Sammlungen Alter Kunst. Benannt ist es nach dem Sammler Anton Ulrich von Braunschweig-LĂĽneburg; hervorgegangen aus dem 1754 von Herzog Karl I. eröffneten Kunst- und Naturalienkabinett
  • Raabe-Haus ; Wilhelm Raabes letztes Wohnhaus, als Gedächtnisstätte fĂĽr ihn 1948 gegrĂĽndet
  • Landtechnik-Museum Braunschweig , Gut Steinhof
  • Mineralien-Kabinett , im Institut fĂĽr Geowissenschaften der TU Braunschweig; gegrĂĽndet 1978
  • Staatliches Naturhistorisches Museum ; hervorgegangen aus dem 1754 von Herzog Karl I. eröffneten Kunst- und Naturalienkabinett
  • Städtisches Museum ; das 1865 eröffnete Museum zeigt die Geschichte der Stadt Braunschweig; zu ihm gehören auch die Formsammlung und die Friedrich-Gerstäcker-Gedächtnisstätte
  • Museum fĂĽr Photographie ; gegrĂĽndet 1984
  • Zisterziensermuseum Riddagshausen

Bibliotheken

Bauwerke

Kirche St. Andreas
Kirche St. Andreas
Altstadtrathaus mit Brunnen aus dem 15. Jh.
Altstadtrathaus mit Brunnen aus dem 15. Jh.
Happy Rizzi Haus
Happy Rizzi Haus

Bedeutende Stand- und Denkmale

Lessing-Denkmal auf dem Lessing-Platz
Lessing -Denkmal auf dem Lessing-Platz
  • Braunschweiger Löwe ( 1166 ): Löwenstandbild auf dem Burgplatz, das Wahrzeichen der Stadt
  • Lessing-Denkmal ( 29.9. 1853 ), Entwurf Ernst Rietschel , ausgefĂĽhrt von Georg Howaldt
  • Brunnenstandmal Heinrichs des Löwen ( 1869 und 1874 ), Entwurf Adolf Breymann , ausgefĂĽhrt von Georg Howaldt , gezeigt auf der Wiener Weltausstellung 1873 , den Brunnen in frĂĽhgotischem Stil schuf der Stadtbaurat Ludwig Winter
  • Reiterstandbild Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Entwurf Franz Pönninger , Wien, EnthĂĽllung 10.11. 1874 , ausgefĂĽhrt von Georg Howaldt
  • Reiterstandbild Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig (EnthĂĽllung 10.11. 1874 ), Entwurf Ernst Hähnel , Dresden, ausgefĂĽhrt von Georg Howaldt
  • Quadriga mit Brunonia am Braunschweiger Schloss, Entwurf Ernst Rietschel , ausgefĂĽhrt von Georg Howaldt (1.Herstellung: 1858 - 1862 , 2.Herstellung: 1865 - 1868 nach dem Brand im Schloss am 23. / 24.2. 1865 )
  • GauĂź-Denkmal ( 30. April 1880 ), Entwurf Fritz Schaper , ausgefĂĽhrt von Hermann Howaldt

Sonstige Einrichtungen

Sport

  • Eintracht Braunschweig (FuĂźball, Deutscher Meister 1967 , am 4. Juni 2005 aufgestiegen in die 2. FuĂźball-Bundesliga . Mehrere deutsche Meistertitel in weiteren Sportarten, u.a. Hockey , Leichtathletik .)
  • BS|ENERGY Braunschweig ( Basketball-Bundesliga )
  • Braunschweig Lions ( American Football , Deutscher Meister 1997, 1998, 1999, 2005, Eurobowl Sieger 1999, 2003)
  • MTV Animals (MTV Braunschweig) (Handball-Regionalliga)
  • Braunschweiger Tanz Sport Club (BTSC), National und International erfolgreichster Tanzsportverein im Formationstanzen-Standard.
  • SLS Braunschweig e.V. einziger LesBiSchwuler Sportverein der Region, Badminton, FuĂźball, Schwimmen, Volleyball.
  • An einem Freitag zur Zeit des Sommeranfangs (Ende Juni) findet seit 1986 der Braunschweiger Nachtlauf statt. FĂĽr dieses Sportereignis mit ca. 4000 aktiven Teilnehmern und 40000 Zuschauern wird die Innenstadt fĂĽr den Verkehr gesperrt, und an der Strecke findet ein groĂźes Sommerfest statt. Während zahlenmäßig die Teilnehmer aus Ostniedersachsen dominieren, werden die Eliteläufe an der Spitze der Männer von den Teilnehmern aus Kenia und an der Spitze der Frauen von den Läuferinnen aus Osteuropa dominiert.
  • Der Braunschweig Marathon ist die zweitgrößte Laufsportveranstaltung der Stadt mit ca. 900 Teilnehmern auf einer etwas hĂĽgeligen Strecke zwischen Braunschweig und WolfenbĂĽttel. Im Jahr 2004 erreichten 374 Läufer das Ziel. Als weitere Wettbewerbe werden ein Halbmarathon und auch ein 10 Kilometerlauf angeboten.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Der am Sonntag vor Rosenmontag stattfindende Braunschweiger Karnevalsumzug , ist der größte Norddeutschlands und der viertgrößte in ganz Deutschland. 2005 hat er ĂĽber 250.000 Besucher angezogen. Seit einiger Zeit wird versucht, dieses Karnevalstreiben historisch zu „untermauern“, indem eine Verbindung zum sogenannten „ Schoduvel “ hergestellt wird. Das mittelniederdeutsche Wort „Schoduvel“ bedeutet soviel wie „ Maske , Larve , (Teufels-)Antlitz“, evtl. auch „Scheuchteufel“ oder „etwas, womit man den Teufel verscheucht“; dabei handelte es sich um eine mittelalterliche Form des Karnevals, die erstmalig 1293 im Braunschweiger Stadtbuch Erwähnung fand. Eine seitdem durchgehende „Karnevalskultur“ gab es in Braunschweig aber nicht.
  • Im Juli findet mit dem Sommerlochfestival - CSD Braunschweig seit 1996 das mittlerweile zweitgrößte Event lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Kultur und Politik in Norddeutschland statt.
  • Seit 1973 findet alljährlich am ersten Wochenende im September das „Magni-Fest“ im Magni-Viertel , einer der fĂĽnf alten Braunschweiger „ Traditionsinseln “ statt.
  • Sehr beliebt im Juli ist das Wolters Hoffest, das sich ĂĽber ein ganzes Wochenende erstreckt und mit viel Bier und Live-Bands erfreut.
  • Seit 1999 findet jährlich (mit Ausnahme des Jahres 2005) die Braunschweiger Kulturnacht, die 1994 erstmalig angeboten wurde, mit kulturellen Veranstaltungen im gesamten Innenstadtbereich statt. Die 7. Kulturnacht findet am 8. Juli 2006 statt (siehe Weblinks).
  • Sehr bekannt und reizvoll im November/Dezember ist der Braunschweiger Weihnachtsmarkt rund um den Dom St. Blasii.
  • Regelmäßig zur Sommerferienzeit wird fĂĽr Kinder und Jugendliche das Programm "Ferien in Braunschweig (FiBS)" mit ca. 150 Aktivitäten in und um Braunschweig angeboten.

Kulinarische Spezialitäten

"Typisch braunschweigisch" ist die Gestalt des Till Eulenspiegel, der aus dem Dorf Kneitlingen östlich von Braunschweig stammt und in der Stadt viele derbe, aber auch weise Scherze getrieben hat. Von seiner wilden Zeit als Bäckerlehrling zeugen die aus Kuchenteig hergestellten "Ulen un Apen" ("Eulen und Meerkatzen"), die in einer Bäckerei am Sack noch heute feilgeboten werden.

Von den einst zahlreichen Braunschweiger Brauereien produzieren heute nur noch drei in der Stadt. Die beiden großen Brauereien " Hofbrauhaus Wolters " und "Feldschlösschen" sowie die kleine Brauerei Schadt. Eine lokale Besonderheit ist die Bier -Spezialität Braunschweiger Mumme, die ihren Ursprung im mittelalterlichen Braunschweig hat (vor 1390) und in abgewandelter Form – nämlich alkoholfrei – noch heute dort produziert wird.

Eine regionale Spezialität ist weißer Spargel , der vor allem im Norden Braunschweigs in den sandigen Böden der Südheide angebaut und im Mai und Juni auf den Märkten und in vielen Gaststätten angeboten wird; Traditionell mit Schnitzel oder Schinken, modern mit Räucherlachs.

Ein traditionelles Braunschweiger Wintergericht ist Grünkohl , der in Braunschweig allerdings „ Braunkohl “ heißt. Diese Bezeichnung erklärt sich „historisch“, denn beim Braunschweigischen Braunkohl handelt es sich um eine besondere Kohlsorte, die zu früheren Zeiten (Überlieferungen und Rezepte aus dem 19. Jh. bestätigen das) in den Anbaugebieten rund um die Stadt angebaut wurde. Im Gegensatz zum heute angebauten, hatte diese Sorte eine bräunlich-violette Färbung. Warum sie heute allerdings nicht mehr angebaut wird, ist unbekannt. Seit 1986 kann man aber der alten Kochkunst wieder dank eines Freilichtmuseums in der Altmark bei Salzwedel gerecht werden, denn dort wird Braunkohl seither wieder angebaut. Typischerweise wird Braunkohl nach dem ersten Frost (denn der zerstört die im Kohl enthaltenen Bitterstoffe ) mit Bregenwurst und Salzkartoffeln gegessen. Dazu trinkt man ein ordentliches Braunschweiger Bier.

Schon im Mittelalter literarisch nachweislich geschätzt war Wurst aus Braunschweig. Heute überregional noch am bekanntesten ist die Braunschweiger Streichmettwurst , die authentisch von grober, weicher Konsistenz ist und mit und ohne Knoblauch angeboten wird. Eine vergleichbare Wurst ist selbst in den USA als "Braunschweiger" bekannt. Etwas fester und haltbarer ist die Schlackwurst , die traditionell in einem Fettdarm geräuchert wird. Jenseits der Region ebensowenig bekannt sein dürfte die Knackwurst , eine hellgraue, oft mit Thymian gewürzte Streichwurst, die es geräuchert wie ungeräuchert gibt und die ebenso schmackhaft ist wie ihr Inhalt rätselhaft. Eine weitere Delikatesse ist die so genannte Heidewurst, die als Konserve mit gekochter Mettwurst vergleichbar ist.

Aus dem Harzvorland südlich von Braunschweig kommt der " Harzer Käse ", auch als Harzer Roller bekannt. Dieser Magermilch - Käse wird in verschiedenen Ausformungen (Handkäse, Stangenkäse, Taler) angeboten und besitzt nur ca. ein Prozent Fett. Typisches Gewürz dieses sortenabhängig von einer dünnen weißen Edelschimmel -Kruste oder einer gelben Schmiere umgebenen Käses ist Kümmel . Gern wird Harzer Käse zu Brot mit Schmalz oder Senf und Gewürzgurken gegessen (wodurch er dann nicht mehr so mager ist). Deutschlandweit bekannt wurde der Harzer Käse durch die seit 1998 zur Müller-Gruppe gehörende Käserei August Loose mit Sitz in Vienenburg. Seit 2004 wird der Harzer Käse durch die Verlagerung der Produktion in die neuen Bundesländer und die Schließung der Käserei Loose in Vienenburg nicht mehr im Harz produziert.

Lokale Obstsorten

Der Braunschweiger Pomologe , Medizinalrat und Professor Th. Engelbrecht veröffentlichte 1889 im Verlag Friedrich Vieweg, Braunschweig, das Werk "Deutschlands Apfelsorten ", in welchem er insgesamt 688 Sorten beschrieb. Dabei sind mindestens zwei spezielle Braunschweiger Apfelsorten:

  • Braunschweiger Milchapfel Engelbrecht (1889), Nr. 140, S. 160.
  • Braunschweiger Tafel-Rambour Engelbrecht (1889), Nr. 162, S. 183.

Braunschweig im Ăśberblick

360° Panorama vom Berliner Platz
360° Panorama vom Berliner Platz

Persönlichkeiten

EhrenbĂĽrger der Stadt

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Braunschweig verbundene Personen

Folgende Personen sind mit Braunschweig verbunden, aber nicht in der Stadt geboren:

  • Adolf Hitler , der FĂĽhrer des Dritten Reiches , 1933-´45.
  • Philipp-August von Amsberg , * 17. Juli 1788 in Kavelstorf bei Rostock; † 9. Juli 1871 in Bad Harzburg; federfĂĽhrend bei der Errichtung der ersten deutschen Staatseisenbahn, der Herzoglich Braunschweigischen Staatseisenbahn, ab 1850 deren Generaldirektor
  • Hermann Bruno Otto Blumenau , * 26. Dezember 1819 in Hasselfelde/Harz, † 30. Oktober 1899, GrĂĽnder der Stadt Blumenau (Brasilien)
  • Heinrich BĂĽssing, * 29. Juni 1843 in Nordsteimke (heute Wolfsburg), † 27. Oktober 1929. Industrieller, Ingenieur, Pionier des LKW - sowie Omnibus -Baus (s. BĂĽssing AG)
  • Joachim Heinrich Campe , * 29. Juni 1746 in Deensen, bei Holzminden; † 22. Oktober 1818 in Braunschweig, Schriftsteller, Sprachforscher, Pädagoge und Verleger
  • Otto Finsch , * 8. August 1839 in Warmbrunn; † 31. Januar 1917 in Braunschweig, Kaufmann, Ethnologe, Ornithologe und Forschungsreisender
  • Paul Franke * 30. November 1888 in MĂĽhlhausen/ThĂĽringen; † 18. März 1950; MitbegrĂĽnder des Kameraherstellers Rollei
  • Friedrich Gerstäcker * 10. Mai 1816 in Hamburg; † 31. Mai 1872 in Braunschweig, Schriftsteller (z. B. „ Die FluĂźpiraten des Mississippi “)
  • Herman Grote * 29. Januar 1885 in HohegeiĂź im Harz † 21. März 1971 ebd. Pädagoge und Komponist. Besonders bekannt als Komponist und Texter des um 1926 in Braunschweig entstandenen „Niedersachsenliedes“.
  • Karl August von Hardenberg , * 31. Mai 1750 in Essenrode, bei Lehre; † 26. November 1822 in Genua, preuĂźischer Staatsmann, wirkte zwischen 1781 und 1790 in Braunschweig
  • Reinhold Heidecke; * 2. Januar 1881 in Aschersleben (Harz); † 26. Februar 1960 in Braunschweig; MitbegrĂĽnder des Kameraherstellers Rollei
  • Hoffmann von Fallersleben, * 2. April 1798 in Fallersleben (heute Wolfsburg), † 19. Januar 1874 in Corvey. Schriftsteller, Dichter des „ Lieds der Deutschen “ und Sprachforscher
  • Die Goldschmiede, Bildhauer und ErzgieĂźer der Familie Howaldt: David Ferdinand Howaldt , Georg Ferdinand Howaldt (am 8. April 1802 in Braunschweig geboren) und Hermann Heinrich Howaldt (am 5. Januar 1848 in Braunschweig geboren)
  • August Junke , * 23. April 1877 in Stadtoldendorf; † 21. November 1926 in Braunschweig, Ministerpräsident des Landes Braunschweig
  • Heinrich Kielhorn , *2. September 1847 in Vallstedt; † 1. Dezember 1934 in Braunschweig, Pionier der Sonderschulpädagogik
  • Henry Litolff , * 6. Februar 1818 in London; † 6. August 1891 in Colombes, englischer Komponist und Pianist, lebte von 1847 bis 1860 in Braunschweig, wo er den bedeutenden Henry Litolff's Verlag (fĂĽr Musikliteratur) grĂĽndete
  • Albert Methfessel , * 6. Oktober 1785 in Stadtilm; † 25. März 1869 in Heckenbeck bei Gandersheim, Komponist und Dirigent, Hofkapellmeister in Braunschweig
  • Wilhelm Raabe , * 8. September 1831 in Eschershausen, † 15. November 1910 in Braunschweig, Schriftsteller des deutschen Realismus (z. B. „ Die Chronik der Sperlingsgasse “, „ Der Hungerpastor “)
  • Hans-Christoph Seebohm , * 4. August 1903 in Emanuelssegen, Oberschlesien; † 17. September 1967 in Bonn, Politiker (DP und CDU), 1947 – 1963 Präsident der IHK in Braunschweig und mehrfach Minister des Landes Niedersachsen und der Bundesrepublik Deutschland
  • Franz Trinks, * 19. Juni 1852 in Helmstedt; † 2. Oktober 1910 in Braunschweig, Erfinder der ersten schreibenden Rechenmaschine der Welt
  • Ehm Welk , * 29. August 1884 in Biesenbrow (Ortsteil von AngermĂĽnde) † 19. Dezember 1966 in Bad Doberan, Schriftsteller, zwischen 1910 und 1919 Journalist in Braunschweig. Sein Roman „Im Morgennebel“ gibt die Ereignisse der Novemberrevolution in der Stadt wieder.
  • Johannes Winkler , * 29. Mai 1897 in Bad Carlsruhe; † 27. Dezember 1947 in Braunschweig, Raumfahrtpionier
  • Die Musiker der Jazzkantine
  • Die Musiker von Such A Surge

Literatur

Braunschweigische Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart

  • Richard Andree : Braunschweiger Volkskunde, Braunschweig 1901
  • Heinrich DĂĽrre : Geschichte der Stadt Braunschweig im Mittelalter, Braunschweig 1861
  • Ludwig Hänselmann : Urkundenbuch der Stadt Braunschweig, 4 Bände, Braunschweig 1873
  • Otto Hohnstein : Braunschweig am Ende des Mittelalters, Braunschweig 1886
  • Horst-RĂĽdiger Jarck, Gerhard Schildt (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte. JahrtausendrĂĽckblick einer Region, Braunschweig 2000, ISBN 3930292289
  • Erich Keyser (Hrsg.): "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte", Band III Nordwestdeutschland, 1. Teilband Niedersachsen/Bremen - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂĽtzung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1952
  • Carl Ludolf Friedrich Lachmann : Geschichte der Stadt Braunschweig, seit ihrer Entstehung bis 1815, Braunschweig 1816
  • Richard Moderhack (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte im Ăśberblick. Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte. Band 23, 3 Aufl., Braunschweig 1979
  • ders.: Braunschweiger Stadtgeschichte, Braunschweig 1997, ISBN 3-87884-050-0
  • Philipp Christian Ribbentrop: Beschreibung der Stadt Braunschweig, 2 Bände, Braunschweig 1789 – 1791
  • Werner SpieĂź: Geschichte der Stadt Braunschweig im Nachmittelalter. Vom Ausgang des Mittelalters bis zum Ende der Stadtfreiheit 1491-1671, 2 Bände, Braunschweig 1966

Braunschweig während der Weimarer Republik

  • Richard Bein: Braunschweig zwischen rechts und links. Der Freistaat 1918 bis 1930, Braunschweig 1990
  • ders.: Im deutschen Land marschieren wir. Freistaat Braunschweig 1930 – 1945, Braunschweig 1984
  • Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Wie braun war Braunschweig? Hitler und der Freistaat Braunschweig", Braunschweig 2003

Braunschweig während der Zeit des Nationalsozialismus

  • Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren, Braunschweig 2004
  • Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Kriegsende, Braunschweig 2005
  • Friedenszentrum Braunschweig e.V. (Hrsg.): Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet, Band 1: Dokumente zur Ausstellung 30.09. – 31.10.1993, Braunschweig 1994
  • ders.: Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet, Band 2: Dokumente von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: „Bomben auf Braunschweig“, Landesmuseum 11.09. – 16.10.1994, Braunschweig 1994
  • ders.: Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet, Band 3: Dokumente aus der Gedenknacht 14./15.10.1994: „Die Gerloff-Berichte“, Braunschweig 1994
  • Jörg Friedrich : Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945, MĂĽnchen 2002
  • Eckart Grote: Braunschweig im Luftkrieg. Alliierte Film-, Bild- und Einsatzberichte der US-Air Force / British Royal Air Force aus den Jahren 1944/1945 als stadtgeschichtliche Dokumente, Braunschweig 1983
  • ders.: Braunschweig im Zweiten Weltkrieg. Dokumente einer Zerstörung – Stunde Null – Neubeginn In: Arbeitsberichte aus dem Städtischen Museum Braunschweig, Nr. 65; Braunschweig 1994
  • ders.: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994
  • Helmut Kramer (Hrsg.): Braunschweig unterm Hakenkreuz, Braunschweig 1981
  • Karl-Joachim Krause: Braunschweig zwischen Krieg und Frieden. Die Ereignisse vor und nach der Kapitulation der Stadt am 12. April 1945, Braunschweig 1994
  • Peter Neumann: Braunschweig als Bombenziel. Aus Aufzeichnungen der Jahre 1944 und 1945 In: Braunschweigisches Jahrbuch, Band 65; Braunschweig 1984
  • Rudolf Prescher: Der Rote Hahn ĂĽber Braunschweig, Braunschweig 1955
  • Hans Johann Reinowski: Terror in Braunschweig. Aus dem ersten Quartal der Hitlerherrschaft. Bericht herausgegeben von der Kommission zur Untersuchung der Lage der politischen Gefangenen, ZĂĽrich 1933
  • Ernst-August Roloff: BĂĽrgertum und Nationalsozialismus 1930-1933. Braunschweigs Weg ins Dritte Reich, Hannover 1961
  • Gunhild Ruben: Bitte mich als Untermieter bei Ihnen anzumelden – Hitler und Braunschweig 1932 – 1935, Norderstedt 2004
  • GĂĽnther K. P. Starke: Das Inferno von Braunschweig. Und die Zeit danach, Braunschweig 2004
  • Gerhard Wysocki: Die Geheime Staatspolizei im Land Braunschweig. Polizeirecht und Polizeipraxis im Nationalsozialismus, Frankfurt/New York 1997

Persönlich geprägte Geschichte

  • Eckart Schimpf: Nachts als die Weihnachtsbäume kamen. Eine ganz normale Braunschweiger Kindheit im Chaos von Kriegs- und Nachkriegszeit, Braunschweig 1998
  • Hedda Kalshoven: Ich denk so viel an Euch. Ein deutsch-niederländischer Briefwechsel 1920 – 1949, MĂĽnchen 1995
  • Adolph Freiherr von Knigge : Die Reise nach Braunschweig, 1802
  • Stendhal ( Pseudonym von Marie-Henry Beyle): Tagebuch in Braunschweig, deutsche Erstausgabe 1919
  • Ehm Welk : Im Morgennebel, Ost-Berlin 1953

Lexika und sonstige Nachschlagewerke zu Stadt und Land Braunschweig

  • Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon, Braunschweig 1992
  • Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon – Ergänzungsband, Braunschweig 1996
  • JĂĽrgen Hodemacher: Braunschweigs StraĂźen – ihre Namen und ihre Geschichten, Band 1: Innenstadt, Cremlingen 1995
  • JĂĽrgen Hodemacher: Braunschweigs StraĂźen – ihre Namen und ihre Geschichten, Band 2: Okergraben und Stadtring, Cremlingen 1996
  • JĂĽrgen Hodemacher: Braunschweigs StraĂźen – ihre Namen und ihre Geschichten, Band 3: AuĂźerhalb des Stadtrings, Braunschweig 2001
  • Horst-RĂĽdiger Jarck, GĂĽnter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996

Ausstellungskataloge

  • Jochen Luckhardt und Franz Niehoff (Hrsg.): Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235, 3 Bände, MĂĽnchen 1995
  • Cord Meckseper (Hrsg.): Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des BĂĽrgertums in Norddeutschland 1150 – 1650, 4 Bände, Stuttgart 1985
  • Gerd SpieĂź (Hrsg.): Braunschweig – Das Bild der Stadt in 900 Jahren. Geschichte und Ansichten, 2 Bände, Braunschweig 1985
  • Gerd SpieĂź (Hrsg.): Brunswiek 1031 – Braunschweig 1981. Die Stadt Heinrichs des Löwen von den Anfängen bis zur Gegenwart, 2 Bände, Braunschweig 1982

Andere Medien

DVD

  • Braunschweig 1945 – Bombardierung, Befreiung, Leben in TrĂĽmmern. Erinnert und kommentiert von Eckard Schimpf (Braunschweiger Zeitung und Archiv Verlag, Braunschweig 2005)

Video

  • Eike Besuden: Braunschweig in: Bilderbuch Deutschland ( NDR 2004)
  • Peter Voigt: FrĂĽhlings Erwachen, Ventana Film 2002

Quellen

  1. Richard Moderhack (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte im Ăśberblick. Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte. Band 23, 3 Aufl., Braunschweig 1979, S. 157 ↑ 

Weblinks

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