fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Landkreis Niederbarnim: 03.02.2006 00:06

Landkreis Niederbarnim

Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Kreisgebiet 1905
Das Kreisgebiet 1905

Der Landkreis Niederbarnim war ein Landkreis in Brandenburg und bestand von 1818 bis 1952. Die Bezeichnung Niederbarnim wurde 1412 erstmalig erwÀhnt und bezeichnete von 1451 (Aufteilung des Barnim in "Hohen Barnim" (Oberbarnim) und "Niederbarnim") bis 1952 eine regionale Verwaltungseinheit.

Der Landkreis umfasste fast das ganze Umland Berlins nördlich der Spree. Bis zur GrĂŒndung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 gehörten zahlreiche heutige Stadtteile Berlins zu diesem Landkreis. Sein Pendant auf der sĂŒdlichen Spreeseite war der Landkreis Teltow. Beide Landkreise profitierten in extremen Maße von der Suburbanisierung der in enge Stadtgrenzen eingezwĂ€ngten Hauptstadt. Die an Berlin angrenzenden Gemeinden wuchsen in wenigen Jahren von Dörfern zu VorstĂ€dten mit fĂŒnfstelliger Einwohnerzahl heran. Anders als die im Kreis Teltow gelegenen Gemeinden waren die Niederbarnimer Vororte ĂŒberwiegend von Arbeitern bewohnt und hatten ein niedriges Steueraufkommen

Das ehemalige Kreisgebiet gehört mit Ausnahme der 1920 in Groß-Berlin aufgegangenen Gemeinden auch heute noch zu Brandenburg, vorwiegend zu den Landkreisen Oberhavel und Barnim. Der sĂŒdöstliche Zipfel um Altlandsberg und Neuenhagen gehört heute zum Landkreis MĂ€rkisch-Oderland.

Inhaltsverzeichnis

Verwaltungsgeschichte

Preußen, Provinz Brandenburg

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress entstand 1818 der Kreis Niederbarnim im Regierungsbezirk Potsdam in der preußischen Provinz Brandenburg, seit 1939 „Mark Brandenburg“

Das Landratsamt war in Berlin.

Der sĂŒdliche, an Berlin grenzende Teil des Kreises gehörte bis zum 1. Januar 1822 zum Regierungsbezirk Berlin , der mit diesem Tage aufgelöst wurde. Damit unterstand nunmehr das gesamte Kreisgebiet dem RegierungsprĂ€sidenten in Potsdam.

Zum 1. Januar 1861 wurden die Gemeinden Moabit (6.500 Einwohner) und Wedding mit Gesundbrunnen (zusammen rund 10.000 Einwohner) nach Berlin eingemeindet.

Zum 1. April 1908 wurde die Stadt Lichtenberg, die wenige Monate zuvor (15. November 1907) das Stadtrecht erhalten hatte, zur kreisfreien Stadt erhoben und schied damit aus dem Kreis Niederbarnim aus. Lichtenberg hatte zu diesem Zeitpunkt bereits rund 68.000 Einwohner und wuchs in den folgenden zwölf Jahren auf 145.000 Einwohner.

Am 1. April 1912 wurde die Landgemeinde Boxhagen-Rummelsburg aus dem Kreis Niederbarnim in die Stadt Lichtenberg eingemeindet. Diese Ànderte noch im gleichen Jahr ihren Namen in Berlin-Lichtenberg.

Groß-Berlin-Gesetz

Mit dem „Groß-Berlin“-Gesetz wurden am 1. Oktober 1920 die am dichtesten besiedelten Teile des Landkreises in die neue Stadtgemeinde eingegliedert (Gemeinden ĂŒber 1.000 Einwohner mit Einwohnerzahl 1919):

Die Bezirke Reinickendorf, Pankow, Weißensee und Lichtenberg entstanden ganz aus ehemaligen Niederbarnimer Gebietsteilen. Das Gebiet der Bezirke Cöpenick und Treptow gehörte zuvor ĂŒberwiegend zum Landkreis Teltow.

Republik und Nationalsozialismus

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Niederbarnim entsprechend der Entwicklung im ĂŒbrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der nahezu alle bisher selbststĂ€ndigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Das Landratsamt sollte 1938 nach Bernau verlegt werden; es verblieb jedoch bis Kriegsende in Berlin.

Zum 1. Januar 1939 fĂŒhrte der Kreis Niederbarnim entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Der Landkreis Niederbarnim umfasste am 1. Januar 1945 :

DDR

Mit Inkrafttreten des Gesetzes ĂŒber die Änderung zur Verbesserung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 28. April 1950 musste der Landkreis Niederbarnim 11 Gemeinden an den neugebildeten Landkreis FĂŒrstenwalde und 4 Gemeinden an den neugebildeten Landkreis Seelow abgeben. Im Gegenzug erhielt der Landkreis Niederbarnim 13 Gemeinden (darunter die StĂ€dte Biesenthal und Werneuchen) vom Landkreis Oberbarnim.

Mit dem "Gesetz ĂŒber die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande Brandenburg" vom 25. Juli 1952 wurde der Landkreis Niederbarnim aufgelöst und auf die Landkreise Bernau und Strausberg aufgeteilt.

Kommunalverfassung

Die Landkreis Niederbarnim gliederte sich in Stadtgemeinden, in Landgemeinden und – bis zu deren nahezu vollstĂ€ndigen Auflösung – in selbststĂ€ndige Gutsbezirke.

Mit EinfĂŒhrung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung fĂŒr alle preußischen Gemeinden. Die bisherigen Stadtgemeinden Alt Landsberg, Bernau b. Berlin, Liebenwalde und Oranienburg fĂŒhrten jetzt die Bezeichnung Stadt.

Mit EinfĂŒhrung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 trat zum 1. April 1935 im Deutschen Reich eine einheitliche Kommunalverfassung in Kraft, wonach die bisherigen Landgemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden. Diese waren in Amtsbezirken zusammengefasst.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung fĂŒr die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. MĂ€rz 1881 .

Ortsnamen

Vor dem Ersten Weltkrieg wurden eine Reihe von Berliner Vorortgemeinden umbenannt (Berlin-Zusatz):

In den 1930/40er Jahren wurden weitere Namen geÀndert:

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Landkreis Niederbarnim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Landkreis Niederbarnim verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de