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Letzte Änderung für Artikel Bernau bei Berlin: 10.02.2006 15:31

Bernau bei Berlin

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Wappen Karte
Wappen Deutschlandkarte, Position von Bernau hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Barnim
Geografische Lage :
Koordinaten: 52° 40' 00 N, 13° 35' 00 O
52° 40' 00 N, 13° 35' 00 O
FlĂ€che : 103,72 kmÂČ
Einwohner : 35.047 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 338 Einwohner je kmÂČ
GemeindeschlĂŒssel : 12 0 60 020
Höhe : 67 m ĂŒ. NN
Postleitzahl : 16321
Vorwahl : 03338
Kfz-Kennzeichen : BAR
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Website: www.bernau-bei-berlin.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@
bernau-bei-berlin.de
Politik
BĂŒrgermeister : Hubert Handke (CDU)

Bernau bei Berlin ist eine Stadt im Landkreis Barnim in Brandenburg, (Deutschland). Die Stadt liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das FlĂŒsschen Panke entspringt in Bernau und mĂŒndet in die Spree. Die Panke war bis Ende des 19. Jahrhunderts schiffbar .

Nachbargemeinden

An das Stadtgebiet grenzt im Norden der Ort Lanke (Ortsteil von Wandlitz), im Nordosten RĂŒdnitz (Amt Biesenthal-Barnim), im Osten und SĂŒdosten die Werneuchener Ortsteile Willmersdorf und Löhme, im SĂŒden Elisenau (Ortsteil von Ahrensfelde ), im SĂŒdwesten und Westen die Ortsteile Schwanebeck und Zepernick der Gemeinde Panketal, sowie im Nordwesten Wandlitz.

Stadtgliederung

Bernau besteht aus acht Ortsteilen:

  • Bernau, mit den Stadtteilen (ehemalige Ortsteile von Bernau)
    • Bernau (Stadt)
    • Bernau-Blumenhag
    • Bernau-Friedenstal
    • Bernau-Eichwerder
    • Bernau-Niebelungen
    • Bernau-Pankeborn
  • Birkholz
  • Birkholzaue
  • Börnicke
  • Ladeburg
  • Lobetal
  • Schönow
  • Waldsiedlung

Geschichte

Erster Zug der S-Bahn Berlin in Bernau 1924.
Erster Zug der S-Bahn Berlin in Bernau 1924.

Das Gebiet der Stadt wurde bereits um 8800 v. Chr. als Siedlungsplatz genutzt, wie archĂ€ologische Funde zeigen, die in die Mittelsteinzeit datieren. Die erste urkundliche ErwĂ€hnung Bernaus geschah 1232 . Die genauen UmstĂ€nde der StadtgrĂŒndung sind nicht bekannt. Der Sage nach erlaubte Albrecht der BĂ€r bereits 1140 wegen der GĂŒte des ihm dargereichten Bieres die GrĂŒndung der Stadt.
Tatsache ist, dass aus dem Pankewasser lange Zeit ein beliebtes Bier gebraut wurde. Im Mittelalter war es vor den Brautagen bei Strafe verboten, das Wasser mit Exkrementen und AbfĂ€llen zu verunreinigen. Von der blĂŒhenden Stadt vor dem dreissigjĂ€hrigen Krieg zeugen die Reste der Wehranlagen der Stadt wie die Stadtmauer , das Steintor und der Pulverturm. Dank ihrer konnte Bernau unterschiedlichen Angreifern trotzen, so 1432 den Hussiten . Nach Pest und Krieg war Bernau verarmt und öde. 1699 siedelte KurfĂŒrst Friedrich I. in der Stadt 25 hugenottische Familien (Handwerker, Bauern, Kaufleute und Wissenschaftler) an. Am 1. August 1842 wurde der Bernauer Bahnhof an der Strecke der Berlin-Stettiner Eisenbahn eröffnet. Seit 1924 verband das erste elektrisch betriebene Stadtbahnnetz der Welt Bernau mit Berlin. Ab 1930 war Bernau der Sitz der Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Administrativ zu Bernau gehört die Waldsiedlung ("Wandlitz") in der die Politspitze der DDR wohnte.

Bis zur brandenburger Kreisreform im Jahre 1993 war Bernau Kreisstadt des Kreises Bernau .

Durch Erlass des brandenburgischen Innenministers erhielt Bernau bei Berlin mit Wirkung ab 1. Januar 2006 den Status einer Mittleren kreisangehörigen Stadt .

Religionen

In Bernau sind alle großen Kirchen vertreten. Die evangelische Kirche dominiert allerdings den Ort. Es gibt nur eine kleine katholische Gemeinde und einige Freikirchen. Der Großteil gehört aber keiner Religion an. Seit einigen Jahren gibt es in Bernau auch wieder eine jĂŒdische Gemeinde, die ca. 90 Mitglieder zĂ€hlt.

Eingemeindungen

Im Jahr 1993 wurde Birkholz eingemeindet. Die Gemeinde Ladeburg folgte im Jahr 2001. Durch eine Gemeindegebietsreform im Jahr 2003 wurden die Gemeinden Börnicke, Lobetal und Schönow Ortsteile von Bernau.

Einwohnerentwicklung

Das Bevölkerungswachstum Bernaus ist im Gegensatz zum brandenburgischen Trend positiv. Diese Entwicklung ist zunÀchst durch die gut entwickelte Infrastruktur zu erklÀren (preiswerte Wohnungsmieten im Vergleich zu Berlin, schnelle Verkehrsanbindung in die Hauptstadt, lokale Industrie). Jedoch muss man auch erwÀhnen, dass die Eingemeindungen der heutigen zusÀtzlichen Ortsteile alleine schon einen Zuwachs von 9000 Einwohnern mit sich zogen. Bei ihrer Eingemeindung hatten die heutigen Ortsteile Ladeburg rund 2.600 Einwohner (2001), Schönow rund 5.000 Einwohner (2003), Lobetal rund 700 Einwohner (2003).

Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1831 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Stichtag ist jeweils der 31. Dezember, sofern es nicht abweichend angegeben ist.

Einwohnerentwicklung der Stadt
Einwohnerentwicklung der Stadt
Jahr Einwohner
1816 1.832
1858 4.911
1867Âł 5.106
1871Âč 5.567
1875Âč 6.469
1880Âč 6.744
1885Âč 7.279
1890Âč 7.725
1895ÂČ 8.176
1900Âč 8.346
1905Âč 9.500
1910Âč 9.838
8. Oktober 1919 9.204
1. Januar 1931 9.962
17. Mai 1939 15.311
29. Oktober 1946 12.984
31. August 1950 13.355
Jahr Einwohner
1955 13.896
1956 13.690
1957 13.768
1958 13.743
1959 13.841
1960 13.638
1962 13.801
1963 13.839
1964 13.909
1965 14.078
1966 13.846
1967 14.160
1968 14.096
1969 13.957
1970 14.177
1971 14.886
1972 15.463
Jahr Einwohner
1973 15.493
1974 15.749
1975 16.167
1976 16.394
1977 16.592
1978 16.618
1979 17.166
1980 17.847
1981 18.266
1982 19.057
1983 19.052
1984 19.063
1985 19.478
1986 19.919
1987 19.838
1988 19.818
Jahr Einwohner
1989 19.574
1995 19.828
1996 21.132
1997 23.008
1998 24.032
1999 24.643
2000 24.861
2001 27.167
2002 28.511
2003 34.379
2004 34.995

Âč 1. Dezember, ÂČ 2. Dezember, Âł 3. Dezember

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung von Bernau bei Berlin zĂ€hlt 33 Stadtverordnete sowie den BĂŒrgermeister. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 26. Oktober 2003 wie folgt dar:

Die Linke.PDS : 11 Sitze
Freie Fraktion : 8 Sitze
CDU : 6 Sitze
SPD : 4 Sitze
UnabhÀngige Fraktion : 3 Sitze

BĂŒrgermeister

GemĂ€ĂŸ der aktuellen Gemeindeordnung des Landes Brandenburg wird der BĂŒrgermeister der Stadt alle acht Jahre durch die BĂŒrger gewĂ€hlt. GegenwĂ€rtig bekleidet Hubert Handke dieses Amt in seiner zweiten Amtsperiode.

In der Chronik von Tobias Seiler ist das Amt des BĂŒrgermeisters seit 1406 dokumentiert. Bis 1662 gab es stets vier BĂŒrgermeister die regelmĂ€ĂŸig wechselten, so dass jeweils zwei amtierend und zwei beratend tĂ€tig waren. Danach gab es zwei BĂŒrgermeister, einen regierenden und einen beratenden.

Ab 1719 wechselten die BĂŒrgermeister nicht mehr und blieben bestĂ€ndig im Amt. Es gab zum einen den dirigierenden oder JustizbĂŒrgermeister ( Consul dirigens ), der nicht nur den obersten Rang der Stadtverwaltung inne hatte, sondern auch der oberste Stadtrichter war. Daneben gab es noch den PolizeibĂŒrgermeister ( Proconsul ), der fĂŒr Kommunal- und Polizeiangelegenheiten verantwortlich war. Die BĂŒrgermeister wurden durch den Magistrat der Stadt frei gewĂ€hlt, wobei aber eine BestĂ€tigung durch staatliche Behörden notwendig war.

Am 19. Dezember 1808 trat die Ordnung fĂŒr sĂ€mtliche StĂ€dte der Preußischen Monarchie in Kraft und es gab nur noch einen BĂŒrgermeister. Die BĂŒrgermeister seit dieser StĂ€dteverordnung waren (Liste unvollstĂ€ndig):

  • 1809 - 1817: Johann George Ludwig Braun (seit 1765 PolizeibĂŒrgermeister)
  • 1818 - 1847: Christian Juncker
  • 1848 - 1850: Ernst Tobias Böhmer
  • 1851 - 1854: Adolf Weckwarth
  • 1857 - 1869: Carl Lange
  • 1869 - 1875: Julius Zimmermann
  • 1876 - 1880: Emil Kraatz
  • 1880 - 1884: Otto Paetzold
  • 1916 - 1928: Dr. Oswald Gericke
  • (?) bis 1945: Dr. Höhn
  • 1945 - 1945: Karl Kracht (ehem. SPD), von 26.04. bis 30.05.
  • 1945 - 1946: Dr. Oswald Gericke
  • 1951 - 1961: Otto Losensky
  • 1965 - 1980: Ernst Hube
  • 1980 - Wende: Jochen Klein
  • Wende bis 1993(?): Dr. Ulrich Gerber
  • seit 1993: Hubert Handke (CDU)

Wappen

Das ursprĂŒngliche Wappen Bernaus zeigt auf silbernem Grund einen Eichenbaum vor dem ein (brauner) BĂ€r schreitet. Über dem Baum ist ein nach rechts blickender roter Adler mit roten Waffen zu sehen. Zwischen 1935 und 1937 wurde das Wappen umgearbeitet und erhielt seine bis heute gĂŒltige Form.

StÀdtepartnerschaften

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Museen

Pulverturm
Pulverturm

Das Heimatmuseum befindet sich im Steintor und Hungerturm. Dort sind mittelalterliche RĂŒstungen und FoltergerĂ€te ausgestellt. Der Hungerturm diente dazu, Verurteilte hinabzustoßen und, so sie nicht durch den Sturz umkamen, am Grunde verhungern zu lassen.

Das Henkerhaus berichtet ĂŒber die Grausamkeiten des Mittelalters und das Leben in der Kleinstadt in verschiedenen Epochen.

Das 2005 eröffnete Wolf Kahlen -Museum fĂŒr Medienkunst am Pulverturm zeigt Medienkunstwerke aus 40 Jahren Kunstgeschichte. Der Medienpionier ist dort mit Leihgaben von 1956 bis heute vertreten.

Bauwerke

St.-Marienkirche
St.-Marienkirche
Fachwerk und Plattenbauten
Fachwerk und Plattenbauten

Das die Stadt dominierende Bauwerk ist die spĂ€tgotische St.-Marienkirche mit ihrem im 15. Jahrhundert entstandenen Kirchenschiff. In ihrem Innern birgt sie einen FlĂŒgelaltar aus der Schule des RenaissancekĂŒnstlers Lucas Cranach des Älteren.

Aus dem Mittelalter sind große Teile der Stadtmauer erhalten. Die Stadtmauer ist bis zu 8 m hoch und ca. 1,3 km lang (einst 1,5 km). ZusĂ€tzlich gab es außerhalb der Stadt drei WĂ€lle, die heute vor allem im Nordosten und Nordwesten des Stadtkerns noch vorhanden sind. In die Stadtmauer waren frĂŒher 42 LughĂ€user ( WehrtĂŒrme ) eingebaut, von denen 32 erhalten sind und zum Teil restauriert wurden. An der westlichen Seite der Mauer ist ferner der Pulverturm, ein ehemaliges Waffenarsenal , integriert. Von den frĂŒher drei Toren der Stadt ist heute nur noch das imposante Steintor im SĂŒdosten des Stadtkerns zu sehen.

Der Stadtkern, der von der Stadtmauer begrenzt wird, war bis 1975 mit kleinen grĂ¶ĂŸtenteils FachwerkhĂ€usern bebaut. Diese vor allem zu Beginn des 19. Jahrhundert erbauten GebĂ€ude waren in schlechtem Zustand und wurden zu Zeiten der DDR mangels finanzieller Mittel nicht renoviert. Stattdessen wurde die Stadt auserkoren, architektonisch zur sozialistischen Musterstadt umgestaltet zu werden. Die alte Bausubstanz der Innenstadt wurde großflĂ€chig abgetragen und durch Plattenbauten ersetzt. Allerdings wurde darauf geachtet, dass sich die Neubauten in das Stadtbild einfĂŒgten und ihre Höhe auf vier Geschosse begrenzt.

Nördlich der Stadt befindet sich das grĂ¶ĂŸte Bauhausobjekt neben dem Bauhaus selbst - die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Unter Denkmalschutz steht auch eines der besterhaltenen Gasometer Ostdeutschlands.

In der NĂ€he des Ortsteils Birkholzaue befindet sich ein 115 Meter hoher Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise . Dieser Turm besitzt im Unterschied zu fast allen anderen vergleichbaren FernmeldetĂŒrmen keinen AntennentrĂ€ger auf seiner Spitze, was ihm den Spitznamen "Bernauer Birzel" eingebracht hat.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Am zweiten Juniwochende finden regelmĂ€ĂŸig die Hussitenfestspiele statt. Mit einem historischen Umzug sowie diversen Konzerten und AuffĂŒhrungen wird die Vertreibung der plĂŒndernden Hussiten aus Bernau um 1430 begangen. Diese befanden sich auf dem RĂŒckzug, nachdem ihnen auf dem Basler Konzil mit den Prager Kompaktaten einige ZugestĂ€ndnisse gewĂ€hrt wurden.

Im Oktober findet das Festival der Alten Musik statt.

Sport

Das Basketballteam der Barnim RimRockers trÀgt im Sportforum Bernau seine Heimspiele in der 1. Regionalliga Nord (3. Liga) aus. In der Saison (2002/03) schafften die "Ringkracher" den Aufstieg in die 2. Bundesliga, stiegen aber in der darauffolgenden Spielzeit gleich wieder ab und versuchen nun den Wiederaufsteig ins deutsche Basketballunterhaus. In der letzten Saison 2004/05 wurde das Ziel knapp verpasst (2. Platz).

Sonstiges

In der Fliederstraße im Stadtteil Blumenhag befindet sich die Sternwarte Bernau , die regelmĂ€ĂŸig öffentliche Himmelsbeobachtungen und astronomische VortrĂ€ge anbietet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft in Bernau ist geprĂ€gt durch kleinteiliges Gewerbe vorrangig im Bereich Dienstleistung und Handel. Große Industriebetriebe existieren kaum. So gibt es eine GroßbĂ€ckerei die rund 530 Mitarbeiter (Stand Jahr 2000) in Produktion und Vertrieb beschĂ€ftigt. Ansonsten steht Bernau in enger Beziehung zur Stadt Berlin, in die viele Einwohner zur Arbeit pendeln. Ferner existieren eine Reihe an Gesundheitseinrichtungen. In einem Wirtschaftsförderkonzept (2001) wurde dieser Bereich der Gesundheitswirtschaft (englisch Life Sciences ) als Wachstumspotential fĂŒr die Stadt herausgearbeitet. Auch die NĂ€he zu Einrichtungen der Branche im nahen Berlin-Buch wird hier als Vorteil genannt.

Verkehr

An Bernau vorbei fĂŒhrt die Bundesautobahn A11 nach Prenzlau und Szczecin . Die Ausfahrten sind Bernau Nord (Nummer 15) und Bernau SĂŒd (Nummer 16). In der NĂ€he von Bernau befindet sich das Autobahndreieck Schwanebeck, das frĂŒher auch Bernauer Schleife genannt wurde. Auf dieser fanden auch regelmĂ€ĂŸig Autorennen statt. Die Bundesstraße B2 fĂŒhrt von Berlin durch Bernau in den Norden.

Bahnhof Bernau bei Berlin
Bahnhof Bernau bei Berlin

Bernau kann man mit der Linie S2 der S-Bahn zĂŒgig von der Hauptstadt aus erreichen. Es gibt zwei Bahnhöfe, den Bahnhof Bernau (bei Berlin) (Endbahnhof der S-Bahn) sowie seit 1997 den durch eine Wohnpark-Firma (mittlerweile insolvent) vollstĂ€ndig privat finanzierten S-Bahnhof Bernau-Friedenstal im gleichnamigen Stadtteil. Die Fahrzeit vom Bahnhof Berlin Friedrichstraße bis nach Bernau betrĂ€gt mit der Linie S2 ca. 45 Minuten.

Ferner verfĂŒgt die Stadt ĂŒber einen Anschluss an das Regional- und Fernbahnnetz. Es hĂ€lt die RegionalExpress -Linie RE3, die stĂŒndlich in Richtung Norden ĂŒber AngermĂŒnde abwechselnd nach Schwedt und Stralsund fĂ€hrt. In Richtung SĂŒden fĂ€hrt die Linie ĂŒber Berlin nach Belzig bzw. Dessau. Die Regionalbahn -Linie OE60 der ODEG fĂ€hrt in Richtung Wriezen und Frankfurt (Oder) bzw. Berlin-Lichtenberg. Die InterCity -Linie 51 der DBAG verkehrt alle zwei Stunden in Richtung Norden nach Stralsund bzw. in Richtung SĂŒdwesten ĂŒber Erfurt, Kassel, Dortmund nach DĂŒsseldorf. Ein InterConnex -Zug von Connex fĂ€hrt nach Stralsund und Dresden-Neustadt .

Innerhalb Bernaus gibt es einen Stadtbusverkehr der Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG). Die Linie 868 verbindet die Stadtteile Bernau SĂŒd, den Stadtkern, Bernau-Blumenhag und Bernau-Friedenstal mit dem Bahnhof Bernau (b. Berlin) im 20-Minuten-Takt. Die Linie 869 verbindet alle zwei Stunden die Ortsteile Ladeburg und Lobetal mit dem Bahnhof Bernau (b. Berlin). In Bernau haben 15 weitere Regionalbuslinien der BBG ihren Ausgangspunkt zu Fahrten in das Bernauer Umland. Ein Großteil der Linien beginnt und endet am Bernauer Busbahnhof unweit des Bahnhofs Bernau (b. Berlin).

In der Stadt befinden sich sechs Tankstellen mit Benzin, wobei eine an der Schwanebecker Chaussee (Bundesstraße B2) auch ĂŒber eine ZapfsĂ€ule mit Erdgas verfĂŒgt.

Der Radfernweg Berlin-Usedom fĂŒhrt durch Bernau und erschließt somit auch die Region touristisch.

Medien

Eine lokale Redaktion der MĂ€rkische Oderzeitung, deren Inhalte jeden Werktag im Lokalteil Barnim Echo der Zeitung erscheinen, befindet sich in Bernau. Des Weiteren erscheinen die AnzeigenblĂ€tter Mittwoch Markt (von der MĂ€rkischen Oderzeitung), Eberswalder Blitz und MĂ€rkischer Sonntag. Der lokale Fernsehsender Oskar TV mit Sitz in FĂŒrstenwalde/Spree berichtet ĂŒber Bernau und verbreitet sein Programm auch in einigen Teilen des Bernauer Kabelnetzes.

Öffentliche Einrichtungen

Gesundheit

Es gibt mehrere Kliniken in Bernau. Das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg befindet sich in einem neuen GebĂ€ude hinter dem ehemaligen Kreiskrankenhaus Bernau in der Ladeburger Chaussee. Im rekonstruierten GebĂ€ude des ehemaligen Kreiskrankenhauses ist heute die zu den Hoffnungstaler Anstalten gehörige Epilepsieklinik Tabor untergebracht. In der Waldsiedlung befindet sich die Brandenburg-Klinik fĂŒr Rehabilitation in den Bereichen Neurologie, Kardiologie, OrthopĂ€die und Psychosomatik. Im Ortsteil Lobetal sind die Hoffnungstaler Anstalten Lobetal ansĂ€ssig und arbeiten auf dem Gebiet der Alten- und Behindertenhilfe.

Bildung

Bernau verfĂŒgt ĂŒber vier Grundschulen 1. Grundschule, 3. Grundschule, Grundschule an der Hasenheide und Grundschule Schönow. WeiterfĂŒhrende Schulen hat die Stadt mit dem Paulus-Praetorius-Gymnasium, dem Barnim-Gymnasium, einer Gesamtschule und einer Oberschule vier. Es existiert ferner eine Montessori -Schule in freier TrĂ€gerschaft. Außerdem gibt es die drei Förderschulen Johannaschule, Robinsonschule und Schule im Nibelungenviertel. FĂŒr die Berufsaus- bzw. Weiterbildung gibt es das Oberstufenzentrum I, eine Zweigstelle der Kreisvolkshochschule Barnim und die Waldarbeitsschule des Landes Brandenburg.

Die Stadtbibliothek Bernau hat ihren Sitz auf dem Kulturhof der Stadt und verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber Zweigstellen in den Ortsteilen Börnicke, Lobetal und Schönow.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

  • 20. April 1975: Konrad Wolf (1925 - 1982), Filmregisseur, PrĂ€sident der Akademie der KĂŒnste, war 1945 mit 19 Jahren der erste Stadtkommandant von Bernau. (Film "Ich war neunzehn")

Söhne und Töchter der Stadt

  • Ernst Koch (1894 - 1945), Chronist Bernaus
  • Paulus Praetorius (1521 - 1565), PĂ€dagoge und Gelehrter
  • Georg Rollenhagen (1542 - 1609), Schriftsteller, PĂ€dagoge und Prediger
  • Tobias Seiler (17.11.1681-12.08.1741), Chronist Bernaus
  • August Wernicke (1843 - 1912), Stadtverordneten-Vorsteher und Stadt-Chronist

Sonstige Persönlichkeiten

nicht in Bernau geboren aber auf andere Weise mit der Stadt verbunden sind:

  • Hermann Duncker (* 1874 in Hamburg; † 1960 in Bernau) ein deutscher Politiker und Gewerkschafter. MitbegrĂŒnder der KPD , Rektor der Gewerkschaftshochschule in Bernau
  • Dagmar Enkelmann (* 1956), PDS - Politikerin , war seit 1998 StadtrĂ€tin in Bernau
  • Wolf Kahlen (* 1940), KĂŒnstler eröffnete im Jahr 2005 in Bernau sein Museum
  • Dagobert Krause (* 1926), Gewerkschafter , studierte in der 50er Jahren des 20. Jahrhunderts Volkswirtschaft in Bernau
  • Hannes Meyer (1889 - 1954), Architekt, baute 1928 bis 1930 die LehrerhĂ€user der Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau
  • Johanna Olbrich (1926 - 2004), Spionin , verstarb 2004 in Bernau
  • Helmut Schmidt (* 1918), Bundeskanzler 1974 bis 1982 , war 1944 Oberleutnant der Wehrmacht in Bernau
  • Harry Tisch (1927 - 1995), Vorsitzender des FDGB , besuchte von 1950 bis 1952 die Gewerkschaftsschule in Bernau

Literatur

  • Bernau , in: Meyers Konversations-Lexikon , 4. Aufl., 1885-90, Bd. 2, S. 773
  • Rudolf BĂŒgel: Das Alte Bernau. Historische Stadtansichten. Schelzky & Jeep, Berlin, 1993 ISBN 3-923024-55-X
  • Karl BĂŒlow: Chronik Stadt Bernau 1945-2000; Teil I: Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, 2000
  • Tobias Seiler, Karl BĂŒlow: Chronik der Stadt Bernau 1736. Übertragung der handschriftlichen Fassung von Karl BĂŒlow. Bernau, 1995.
  • August Wernicke: Bernauer Stadt-Chronik, Landkreis Bernau, Kultur- u. Schulverwaltungsamt, Bernau, 1992 (erste Auflage 1886)

Weblinks

Commons: Bernau bei Berlin – Bilder, Videos oder Audiodateien

Wikipedia

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