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Letzte Änderung für Artikel Hannes Meyer: 29.01.2006 10:36

Hannes Meyer

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Hannes Meyer (eigentlich Hans Emil Meyer; * 18. November 1889 in Basel; † 19. Juli 1954 in Crossifisso di Lugano ) war ein Schweizer Architekt und Urbanist .

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Ausbildung

Hannes Meyer entstammt einer schweizer Architektenfamilie. Sein Vater war der Baumeister Emil Meyer-Ryser. Zwischen 1905 und 1909 absolviert er eine Maurer - und Bauzeichnerlehre und belegt anschließend "Kurse fĂŒr Baubeflissene" an der Basler Gewerbeschule . 1912 finden wir ihn in Berlin als Mitarbeiter des Architekten Albert Fröhlich. Kurze Zeit spĂ€ter wechselt er zu Emil Schaudt (Erbauer des Kadewe). Abendkurse an der Kunstgewerbeschule machen ihn mit der Stillehre vertraut.

1913 fĂŒhrt ihn eine Studienreise nach England , wo er sich besonders mit Stadtbaustudien in Bath befaßt - eine entscheidende Weichenstellung auf seinem Weg zum Urbanisten. WĂ€hrend des 1. Weltkrieges ist Meyer in einem MĂŒnchner ArchitekturbĂŒro tĂ€tig und geht 1919 nach Basel, wo er sich in der Nachfolge seines Vaters als Architekt selbstĂ€ndig macht.

Als Lehrer in Dessau und Moskau

Hannes Meyer um 1930
Hannes Meyer um 1930

Hannes Meyer wird 1927 als Meisterarchitekt an das Bauhaus in Dessau berufen; ab 1. April 1928 ist er als Nachfolger von Walter Gropius dessen Direktor. Unter Meyers Ägide wird die Architekturabteilung des Bauhauses stĂ€rker ausgebaut, auch bekommen die technischen FĂ€cher einen erheblich stĂ€rkeren Stellenwert. Hannes Meyer ist in seinen StĂ€dtbauplĂ€nen an den genossenschaftlichen Zielen orientiert und weiß sich dem linken Spektrum der Sozialdemokratie verbunden. WĂ€hrend seines Direktorats kommt es zu einer zunehmenden Radikalisierung der Bauhaus-Studenten. Das Bauhaus gilt in nationalsozialistischen Kreisen , die am 30. Januar 1930 fĂŒhrende politische Kraft wurden, als "rote Kaderschmiede". Am 1. August 1930 wird er aus politisch motivierten GrĂŒnden fristlos entlassen. Seine Nachfolge als Direktor tritt Mies van der Rohe an.

Meyer geht noch 1930 nach Moskau und wird dort Hochschullehrer. Zu seiner Begleitung gehören einige Studenten und Bauhaus-Mitarbeiter. Zu dieser sogenannten "Brigade Meyer" gehörte auch der in MĂŒnchen geborene jĂŒdische Architekt Philipp Tolziner , der spĂ€ter ĂŒber 10 Jahre in einem sowjetischen Gulag verbrachte.

Meyers damalige LebensgefĂ€hrtin und SekretĂ€rin Frau Mengel, mit der er einen Sohn hatte, bleibt zunĂ€chst in Bremen und findet bei Familie Vogeler ein Zuhause. 1931 siedelt sie ebenfalls mit ihrem Kind nach Moskau ĂŒber - begleitet von Heinrich Vogeler , der als KPD -Mitglied nun auch in Moskau Zuflucht sucht.

Hannes Meyer fĂ€llt ab 1933 bei den stalinistischen Behörden zunehmend in Ungnade. Auch beginnen die ersten sogenannten "SĂ€uberungsaktionen" innerhalb der großen Moskauer AuslĂ€ndergemeinde. Meyer geht deshalb 1936 in seine schweizerische Heimat zurĂŒck. Seine LebensgefĂ€hrtin bekommt als deutsche StaatsbĂŒrgerin kein Visum. Sie bleibt deshalb mit dem gemeinsamen Sohn in Moskau. Frau Mengel wird kurz darauf gefangen gesetzt. Mit vielen anderen AuslĂ€ndern wird sie ohne Prozess zum Tode verurteilt und erschossen. Der Sohn Johannes Mengel ĂŒberlebt in einem staatlichen Erziehungsheim und erfĂ€hrt erst in der Ära Chruschtschow vom gewaltsamen Tod seiner Mutter. Sie wird im Zuge der Entstalinisierung posthum rehabilitiert.

Hannes Meyer versucht von der Schweiz aus, in Spanien Fuß zu fassen, was aber durch den Franco-Putsch verhindert wird.

Nachkriegszeit

1939 folgt Hannes Meyer einem Ruf der mexikanischen Regierung unter Lazaro Cardonas . Er wird Direktor des neugegrĂŒndeten Instituts fĂŒr StĂ€dtbau und Planung mit Sitz in Mexiko-Stadt . Ende 1949 geht er nach einem ZerwĂŒrfnis mit den mexikanischen Behörden zurĂŒck in die Schweiz und widmet sich bis zu seinem Tode 1954 vor allem der Herausgabe architekturwissenschaftlicher Literatur.

Meyer-Bauten (Auswahl)

Literatur

  • M. Kieren: Hannes Meyer - Dokumente zur FrĂŒhzeit, Architektur- und Gestaltungsversuche 1919-1927
  • K. Winkler: Der Architekt Hannes Meyer - Anschauungen und Werk

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia

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