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Letzte Änderung für Artikel Frankfurt (Oder): 20.02.2006 01:02

Frankfurt (Oder)

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Wappen Karte
Wappen Frankfurt an der Oder
Moderne Version auf frankfurt-oder.de
Bild:Lage Frankfurt (Oder).png
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Status : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 52┬░21' N 14┬░33' O
52┬░21' N 14┬░33' O
H├Âhe : 19 - 135 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 147,61 km┬▓
Einwohner : 64.600 (31. Mai 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 438 Einwohner/km┬▓
Postleitzahlen : 15201-15236
Vorwahl : 0335
Kfz-Kennzeichen : FF
Gemeindeschl├╝ssel : 12 0 53 000
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder)
Website: www.frankfurt-oder.de
E-Mail-Adresse: pressestelle@</br>frankfurt-oder.de
Oberb├╝rgermeister : Martin Patzelt ( CDU )

Frankfurt (Oder) ist eine kreisfreie Stadt in der Bundesrepublik Deutschland , in Brandenburg, am Fluss Oder. Der Talweg der Oder markiert die Grenze zur Republik Polen . Im Laufe der Geschichte gab es verschiedene Schreibweisen. Seit dem 1. Januar 1999 darf die Stadt die Zusatzbezeichnung "Kleiststadt" - nach Heinrich von Kleist , der hier 1777 geboren wurde - f├╝hren, die aber nicht Bestandteil der amtlichen Schreibweise ist.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Frankfurt (Oder) liegt im ├Ąu├čersten Osten Deutschlands an der Grenze zu Polen . Sie ist die gr├╝ne Stadt am Fluss Oder mit den brandenburgischen Auen-, Wald- und Seenlandschaften im S├╝den, den Weiten des Oderbruchs im Norden und dem Helenesee mit seinem glasklaren Wasser und wei├čem Sandstrand, an dessen Ufern sich der gr├Â├čte Campingplatz Europas befindet.

Der 250 Hektar gro├če und bis zu 60 Meter tiefe Helenesee liegt inmitten von m├Ąrkischen Kiefernw├Ąldern und ist ein beliebtes Freizeitgebiet. Wegen der interessanten Bodenbeschaffenheit ist dieser See bei den Tauchern sehr beliebt. Der Helenesee entstand aus einem fr├╝heren Braunkohletagebau, dem sogenannten Helene-Schacht. Ihm angrenzend befand sich der Katja-Schacht. Beide Sch├Ąchte wurden in den 60er Jahren geflutet und sind heute durch einen Kanal verbunden.

Klima

Die durchschnittliche Temperatur betr├Ągt im Januar -1,2┬░C.

Wappen

Bereits das Siegel von 1294, das ├Ąlteste Erhaltene, zeigt das Wappen in seiner heutigen Form. Das Wappen der Stadt zeigt einen roten Hahn mit goldenem Kamm und goldenen F├╝├čen. Er steht auf einem gr├╝nen Berg in wei├čem Feld, umrahmt von einem roten Stadttor. ├ťber dem Tor schwebt seit 1990 wieder, wie schon in der ersten Wappenabbildung, ein Wappenschild mit dem Brandenburger Adler . Der Hahn ist ein eher seltenes Wappentier. Vermutlich kommt es vom lateinischen Namen Galli (Gallier). Daraus leitet sich dann Gallus, als das lateinische Wort f├╝r Hahn ab und wurde so zum Wappentier der Stadt.

Geschichte

13. Jahrhundert

Nach 1200 stieg der Wasserspiegel der Ostsee und damit auch der Oder. Der von Wasserl├Ąufen und S├╝mpfen durchzogene, 6 km breite Lebuser Bruch wurde schwerer passierbar. Bei der sp├Ąteren Stadt Frankfurt verengte sich das Odertal auf 2 km. Dieser ├ťbergang war leichter zu passieren und verk├╝rzte den Weg zur Spree und damit ├╝ber Havel und Elbe nach Magdeburg. Hier entwickelte sich eine Kaufmannssiedlung.

Herzog Heinrich I. der B├Ąrtige von Glogau f├Ârderte die Marktsiedlung. Er stammte aus der schlesischen Linie der Piasten und war mit der Hl. Hedwig verheiratet. Die Marktsiedlung lag an der Kreuzung der Fernhandelsstra├čen Paris -Aachen-Berlin- Warschau - Moskau und Prag -Mei├čen- Krakau . Herzog Heinrich I. verlieh ihr 1225 das Markt- und Niederlagsrecht . Um 1226 wurde die erste Kirche errichtet.

Sie ist dem Hl. Nikolaus gewidmet. Auf diese Kirche geht die heutige Friedenskirche zur├╝ck. 1249 wurden die Askanier Wilbrand von K├Ąfernburg - Erzbischof von Magdeburg, Markgraf Johann I. und Markgraf Otto III. der Fromme, Urenkel Albrechts des B├Ąren, Besitzer des Landes Lebus . Der Zuzug reicher Fernh├Ąndler aus Nordwestdeutschland und Flandern verst├Ąrkte sich.

Verleihung des Stadtrechtes 1253

Der Schulthei├č Gottfried von Herzberg verhandelte mit Markgraf Johann I. auf der Burg Spandau. Markgraf Johann I. stellte am Samstag, den 12. Juli 1253 die Urkunde zur Stadtgr├╝ndung aus. Es sollte das Berliner Stadtrecht gelten, das vom Magdeburger Stadtrecht abgeleitet war. Am Montag darauf wurde eine erg├Ąnzende Urkunde ausgefertigt.

Diese Urkunde sicherte der zuk├╝nftigen Stadt "Vrankenvorde" das alleinige Niederlagsrecht in ihrem Umkreis und mehr Land auch rechts der Oder zu. Der Ursprung des Namens Vrankenforde (an anderer Stelle auch: Frankenforde, Francfurd, Franckfurde usw.) ist nicht sicher. Deutsche Kaufleute wurden in dieser Zeit gemeinhin "Franken" genannt. Das k├Ânnte die Erkl├Ąrung f├╝r den ersten Teil des Namens der Marktsiedlung sein.

Eine Furt ist eine flache Stelle im Fluss, an der man den Fluss ├╝berqueren kann. Eine flache Stelle in der Oder gibt es bei Frankfurt jedoch nicht. Aus dem Jahre 1294 stammt das ├Ąlteste ├╝berlieferte Stadtsiegel . Von diesem Stadtsiegel leitet sich das bis heute g├╝ltige Stadtwappen ab. Das Original-Siegel ist seit 1945 verschollen.

Machtspiele 1326-1354

1326 hob der Wittelsbacher Kaiser Ludwig aus pers├Ânlichen Motiven die Ehe der Markgr├Ąfin Margarethe von Tirol auf. Er gab sie daraufhin seinem Sohn Markgraf Ludwig zur Frau, wodurch Tirol bayerischer Besitz wurde.

Durch diese Vorg├Ąnge f├╝hlte sich der sp├Ątere Kaiser Karl IV. herausgefordert. Er war der Bruder des geschiedenen Mannes von Margarethe. Papst Johannes XXII. f├╝hlte sich durch die Ehetrennung in seinen Rechten verletzt. Er nahm gegen Kaiser Ludwig Partei und belegte ihn und seinen Sohn mit dem Bann . Die Untertanen waren damit vom Eid der Treue gegen ihren Markgrafen losgesprochen. Auch Frankfurt war von dem Bannstrahl betroffen, hielt aber zu Markgraf Ludwig.

Der Bischof von Lebus , Stephan II. verhandelte im Namen des Papstes mit K├Ânig Wladyslaw I. von Polen (Lokietek (der Ellenlange)). Wladislaw verb├╝ndete sich mit den Litauern und fiel mit ihnen in die Mark Brandenburg ein. Das polnisch-litauische Heer belagerte auch Frankfurt, hatte jedoch keinen Erfolg. 1328 zog noch immer das polnisch-litauische Heer durch die Mark. Die Frankfurter wagten Ausf├Ąlle aus der Stadt und ├╝berfielen die sorglosen Feinde in der N├Ąhe von Tzschetzschnow (heute G├╝ldendorf).

Sie brachten dem polnisch-litauischen Heer eine empfindliche Niederlage bei. 200 D├Ârfer waren schon zerst├Ârt, als Kaiser Ludwig endlich erschien und Polen und Litauer vertrieb. Der Hass der Frankfurter wandte sich 1334 gegen der Lebuser Bischof Stephan II. Er hatte Polen und Litauer ins Land geholt. Au├čerdem hatte er schon fr├╝her mit Frankfurt Streit, weil er von ihm ungerechterweise den Zehnten verlangte. Unter F├╝hrung des Hauptmann Erich von Wulkow ├╝berfielen die Frankfurter die Bischofsresidenz G├Âritz und brannten die Domkirche und das bisch├Âfliche Schloss nieder.

Nach dieser Niederlage verhielt sich der Bischof freundlich gegen Frankfurt. Er wollte sogar die Frankfurter Marienkirche zur Domkirche (Kathedrale) erheben. Dem widersetzte sich jedoch Kaiser Ludwig. Trotzdem kam es zwischen der Stadt und dem Bischof zu einem Vertrag, in dem Frankfurt wieder das Abhalten von Gottesdiensten gestattet wurde. Gleichzeitig wurde der Bann aufgehoben. 1338 entstanden neue Zerw├╝rfnisse zwischen Bischof Stephan II. und Frankfurt.

Stephan beklagte sich bei Papst Benedikt XII. , und Frankfurt wurde wieder mit dem Bann belegt. Die Bannbulle datierte vom 24. Dezember aus Avignon . 1348 tauchte in der Mark ein Mann auf, der sich f├Ąlschlicherweise als der verstorbene Askanier Woldemar ausgab. Der sp├Ątere Kaiser Karl IV. bediente sich dieses Mannes, um die den Wittelsbachern zugefallene Mark zu beherrschen.

Frankfurt hielt in dieser ausweglos erscheinenden Situation zu dem Wittelsbacher Markgraf Ludwig dem ├älteren, weil es um seine Vorrechte f├╝rchtete. Kaiser Karl IV. liess Anfang Oktober die Stadt belagern, konnte sie aber nicht einnehmen. Frankfurt liess sich seinen Beistand von Markgraf Ludwig gut entlohnen und erhielt das Recht, M├╝hlen zu errichten, ihm wurde das ihm bislang nur verpf├Ąndete Geleit ├╝berlassen und der Stadt wird die Urbede, eine landesherrliche Steuer, erlassen. 1354 wurde der p├Ąpstliche Bann durch Vermittlung des neuen Lebuser Bischofs Heinrich von Bantsch aufgehoben, worauf Handel und Reichtum anwuchsen.

Hanse, Hussiten, Universit├Ąt

Frankfurt wurde 1430 in den Akten der L├╝becker Tagfahrt als Teilnehmer genannt. Nur Mitglieder der Hanse durften an den Tagfahrten teilnehmen - folglich war Frankfurt sp├Ątestens seit diesem Jahr Mitglied der Hanse.

Die Hussiten brannten 1432 die Gubener Vorstadt ab. Auch das Kart├Ąuserkloster wurde in Schutt und Asche gelegt.

Auf das Jahr 1454 ist der Fisch ├╝ber dem s├╝dlichen Schmuckgiebel des Rathauses datiert, der wohl das Recht der ÔÇ×H├ÂhungÔÇť in den Heringsf├Ąsser symbolisiert. Frankfurt verlor 1496 im Rahmen der St├Ąrkung der Zentralgewalt in Gestalt des Kurf├╝rsten, der seine Residenz in Berlin eingerichtet hatte, die Freiheit der Ratswahl und das Oberste Gericht und musste die Urbede wieder zahlen.

Ende des 15. Jahrhunderts wurden die 36 ha Stadtfl├Ąche von einer 2,5 km langen Stadtmauer mit drei Toren und 50 Wachh├Ąusern und -t├╝rmen eingeschlossen.

1506 wurde das Geb├Ąude der Universit├Ąt vollendet, die Stadt hatte 1.100 Schock Groschen in dem prachtvollen Hauptgeb├Ąude verbaut. Dank des kurf├╝rstlichen Rates Eitelwolf von Stein und Dietrich von B├╝low , Bischof von Lebus und dann erster Kanzler der Universit├Ąt Viadrina, begann Ende Januar mit der humanistischen Vorlesung des ersten ÔÇ×berufenenÔÇť Lehrers Axungia der Lehrbetrieb an der Universit├Ąt. Am 26. April fand in Anwesenheit des Kurf├╝rsten Joachim I. und dessen Bruders Albrecht die feierliche Er├Âffnung statt. 950 Akademiker, unter ihnen der junge Ulrich von Hutten, fanden sich im ersten Jahr ein, mehr als an jeder anderen deutschen Universit├Ąt bis dahin. Erster Rektor wird der Leipziger Theologe Wimpina (Konrad Koch aus Wimpfen). Ebenfalls im Jahr der Er├Âffnung der Universit├Ąt wurde den Einwohnern verboten weiter ihr Vieh in der Stadt frei umherlaufen zu lassen. Der Grund war aber nicht die Sorge um Hygiene sondern die Bef├╝rchtung, dass die Studenten Unfug mit den Tieren treiben k├Ânnten.

Martin Luther schlug 1517 in Wittenberg seine Thesen an, die sich auch gegen Albrecht, inzwischen Erzbischof von Magdeburg und Mainz, richteten.

Die brandenburgische Universit├Ąt reagierte mit einer Disputation am 20. Januar 1518 vor 300 M├Ânchen. Die daf├╝r von dem Dominikanerm├Ânch und sp├Ąteren Ablassprediger Johannes Tetzel eingereichten Antwort-Thesen hatte jedoch der Rektor der Universit├Ąt Viadrina Konrad Wimpina geschrieben. Sie wurden von der Versammlung gebilligt, und Luther galt damit als widerlegt. Im folgenden wandzen sich viele Studenten von Frankfurt ab und zogen nach Wittenberg .

Im gleichen Jahr schied auf Wunsch des Kurf├╝rsten Joachim I. Frankfurt f├Ârmlich aus der Hanse aus. 1535 wurde in Frankfurt die erste b├╝rgerliche Musiziergemeinschaft Deutschlands convivium musicum durch Jodocus Willich gegr├╝ndet. In ihr besch├Ąftigten sich zw├Âlf Personen mit weltlicher Musik und diskutierten dabei musikalische Fragen.

Stadtansicht Frankfurt (Oder) von Sebastian M├╝nster, 1548
Stadtansicht Frankfurt (Oder) von Sebastian M├╝nster, 1548

1548 erschien die ├Ąlteste Stadtansicht von Frankfurt (Oder) in Sebastian M├╝nsters "Cosmographey".

Drei├čigj├Ąhriger Krieg

Der drei├čigj├Ąhrige Krieg erreichte 1626 die Stadt, als das von Wallenstein bei Dessau geschlagene Heer Peter Ernst II. von Mansfeld durch die Stadt in Richtung Osten fl├╝chtete. Kurf├╝rst Georg Wilhelm forderte die m├Ąrkischen St├Ąnde auf, ein stehendes Heer aufzustellen. Mit der Aufstellung von 3000 Mann Fu├čvolk wurde Oberst Hillebrand von Kracht beauftragt.

Am 1. Mai wurden hierf├╝r "an den Vogelstangen nahe dem Carthaus" (dem heutigen Anger) neun Kompanien zu Fu├č gemustert. Dieses Ereignis galt als Gr├╝ndung der 4. Grenadiere und wird als Gr├╝ndung des preu├čischen Heeres ├╝berhaupt angesehen. In Frankfurt verblieben zwei Kompanien zu Fu├č, eine Kompanie zu Pferd wurde noch hierher verlegt.

1627 verb├╝ndete sich der Kurf├╝rst mit dem Kaiser, Frankfurt bekam eine kaiserliche Besatzung. Die erst im Vorjahr hier aufgestellten 4. Grenadiere verliessen die Stadt. Zeitweise weilte Wallenstein in der Stadt. 1631 kam der kaiserliche General Tilly nach Frankfurt, wich jedoch mit der Hauptmacht des kaiserlichen Heeres vor den Schweden nach Westen aus.

Der Befehlshaber der zur├╝ckbleibenden 5.000 Mann liwss die Vorst├Ądte abbrennen, damit sich die aus Lebus anr├╝ckenden Truppen dort nicht festsetzen konnten. Der Rauch bewirkte jedoch das Gegenteil: in seinem Schutz traf Gustav II. Adolf von Schweden Vorbereitungen f├╝r die Eroberung der Stadt. Am 3. April erfolgte der Angriff, die Kaiserlichen fl├╝chteten ├╝ber die Oderbr├╝cke, viele st├╝rzten in den Fluss und ertranken. Nach der Erst├╝rmung der Stadt folgte eine Schreckensnacht, in der die siegreichen Truppen die Stadt pl├╝nderten. Bald darauf brach die Pest aus, der fast 4.000 Frankfurter zum Opfer fiellen.

Frieden und Krieg

Nach Beendigung des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges 1648 gewann die Universit├Ąt wieder an Bedeutung, 250 Studenten waren in jenem Jahr immatrikuliert. Im Laufe des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges hat sich die Einwohnerschaft von ca. 12.000 auf 2.366 verringert. Wirtschaftlich konnte sich die Stadt von den erpressten Kriegskontributionen nicht mehr erholen. Mattheus Gottfried Purmann f├╝hrte 1668 in Frankfurt die erste erfolgreiche Bluttransfusion vom Lamm auf einen Menschen auf deutschem Boden durch. Ein Herr Welslein wurde durch Blutaustausch vom Aussatz ( Lepra ) geheilt - 200 Jahre bevor der Wiener Pathologe Dr. Karl Landsteiner geboren wurde, der das AB0 - Blutgruppensystem entdeckte.

Das erste Postamt der Stadt ├Âffnete am 1. April 1661 im Bischofshaus auf Grund der Einrichtung einer Poststrecke von Berlin nach Breslau durch Kurf├╝rst Friedrich Wilhelm. Zuvor waren Stadtboten seit mindestens 1516 f├╝r die Aufgaben der Post zust├Ąndig. Bereits zehn Jahre sp├Ąter musste das Postamt verlegt werden, da die Ritterakademie den Platz beanspruchte. Neues Postgeb├Ąude wurde das Haus in der Oderstra├če 29, wo es f├╝r die n├Ąchten 150 Jahre bleiben sollte.

Bereits rund 23 Jahre vor der Einf├╝hrung der allgemeinen Schulpflicht wurde am 1. Juli 1694 in Frankfurt die erste Schule Brandenburgs eingeweiht. Sie erhielt den Namen Friedrichsgymnasium - zur├╝ckzuf├╝hren auf Friedrich III., Kurf├╝rst von Brandenburg und sp├Ąteren Friedrich I., K├Ânig von Preu├čen (ÔÇ×der schiefe FritzÔÇť).

Das preu├čische Regiment Nr. 24 "von Schwendy" erhielt 1720 in Frankfurt sein Standquartier. In diesem Regiment diente auch Hans Joachim von Zieten als F├Ąhnrich, der von seinem Regimentskommandeur wegen geringer soldatischer Eigenschaften viermal bei der Bef├Ârderung ├╝bergangen wurde, es sp├Ąter jedoch bis zum General brachte. Erster Regimentskommandeur war Generalmajor Kurt Christoph Graf von Schwerin.

Am 20. Mai 1757 traf der ├╝ber Dresden kommende Leichenzug des am 6. Mai bei Prag gefallenen Feldmarschalls Kurt Christoph Graf von Schwerin auf der Weiterreise nach Schwerinsburg ( Pommern ) ein. Von Schwerin wohnte von 1723 an lange Jahre als Regimentskommandeur und Inhaber des Infanterieregiments "von Schwendy" in Frankfurt. Auf dem Anger wurde am 22. Mai die Feier des Sieges in der Prager Schlacht gleichzeitig zur Trauerfeier f├╝r von Schwerin. Am 23. Mai verliess der Leichenzug Frankfurt.

Ende Juli 1759 besetzte eine russische Vorhut unter General de Villebois die Dammvorstadt. Die kleine Garnison unter Major von Arnim zog nach kurzer Beschie├čung ab. General de Villebois forderte der Stadt 600.000 Thaler Kontributionen ab. Die sp├Ąter eintreffenden ├ľsterreicher stellten die gleiche Forderung. Dank des Verhandlungsgeschicks des Oberb├╝rgermeisters Ungnad wurde die Gesamtforderung auf 100.000 Thaler reduziert.

Am 12. August erlebt Friedrich II. seine schwerste Niederlage in der Schlacht bei Kunersdorf: die preu├čische Armee unterlag den vereinigten Russen und ├ľsterreichern. Ihn selbst rettete eine Tabakdose, die eine elf Millimeter gro├če Kugel abhielt. 19.000 Mann fanden den Tod; unter ihnen Ewald Christian von Kleist . Kunersdorf liegt auf der ├Âstlichen Oderseite unweit von Frankfurt.

Am 28. April 1785 brach w├Ąhrend des Fr├╝hjahrshochwassers der Damm, die gesamte Dammvorstadt wurde ├╝berschwemmt. Einziges Todesopfer war Garnisonskommandant Leopold von Braunschweig, dessen Kahn auf dem Weg zu den Rettungsarbeiten umschlug.

1791 wurde Georg Michael Rehfeldt, ein ehemaliger preu├čischer Offizier, Postmeister. Sechs Jahre sp├Ąter trug er den Titel Post-Director und war mit 1.200 Talern im Jahr der best verdienende Beamte der Stadt. Der B├╝rgermeister erhielt 200 Taler weniger.

Napoleonische Kriege und Auszug der Universit├Ąt

Ab Oktober 1806 war die Stadt Garnisons- und Etappenort der Napoleonischen Armee.

Anfang Februar 1811 erreichte die Frankfurter die endg├╝ltige Nachricht von der Verlegung der Universit├Ąt nach Breslau . Grund war die im Vorjahr von Wilhelm von Humboldt in Berlin er├Âffnete Universit├Ąt. Am 10. August fand das Abschiedsfest der Studenten statt.

Nach ihrer Niederlage str├Âmten im Januar 1813 die Reste der Napoleonischen Armee durch Frankfurt und brannten Ende Februar aus Angst vor den nachr├╝ckenden Russen die Oderbr├╝cke ab. Anfang M├Ąrz verliess die letzte franz├Âsische Besatzung die Stadt. Nach einer Verordnung vom 17. M├Ąrz bildete sich eine Landwehr aus Freiwilligen. Am 31. Juli 1814 kehrte die 3. Kurm├Ąrkische Landwehr, ein Infanterieregiment, in die Stadt zur├╝ck.

Entwicklung zum regionalen Verwaltungszentrum

Als Ersatz f├╝r die Verlegung der Universit├Ąt nach Breslau wurde Frankfurt zum 1. Januar 1816 Sitz der Regierung der Neumark und des Oberlandesgerichtes .

Der 1816 gebildete Stadtkreis umfasste neben der Stadt Frankfurt auch die Vororte Carthaus, Cliestow (Kliestow), Boosen (Boo├čen), Buschm├╝hle, Lossow, Rosengarten, Schiffersruh, G├╝ldendorf (damals Tschetschnow) und Ziegelei. In Frankfurt befand sich auch das Landratsamt f├╝r den Kreis Lebus.

Bereits 1827 wurde der Stadtkreis Frankfurt aufgel├Âst. Die Stadt und die Vororte geh├Ârten nun zum Kreis Lebus.

1842 fand die Einweihung der Bahnlinie Berlin - Frankfurt (Oder) statt. 1850 wurde die Oberpostdirektion im Komandantenhaus in der Oderstra├če 27 eingerichtet.

1895 wurde die erste steinernen Oderbr├╝cke eingeweiht.

1877 wurde der Stadtkreis Frankfurt der jetzt allein die Stadtgemeinde umfasste, neu begr├╝ndet. 1886 wurde vom Telegrafisten der Stadt das Telefon als neue Erfindung auf seine Eignung gepr├╝ft, aber erst 1891 war das Telefonnetz der Stadt betriebsbereit, allerdings waren Polizei und Feuerwehr nicht angeschlossen, da sie kein Interesse gezeigt hatten. 1899 wurde mit dem Neubau der Hauptpost am Wilhelmsplatz begonnen, der 1902 abgeschlossen werden konnte.

20. Jahrhundert

Aus den an Polen gefallenen Gebieten Deutschlands sind zwischen 1919 und 1926 8.254 Fl├╝chtlinge nach Frankfurt gekommen.

1920 hatte die Stadt Frankfurt (Oder) 1.500 Fernsprechanschl├╝sse, die alle ├╝ber oberirdische Leitungen mit dem Hauptpostgeb├Ąude verbunden waren. Im Fr├╝hjahr 1924 wurde mit dem Bau eines Geb├Ąudes f├╝r die Filiale der Deutschen Reichsbank in der damaligen Logenstra├če 12 (Ecke Logenstra├če / Gro├če Scharnstra├če) begonnen und am 18. Juli 1925 fand die offizielle Einweihung statt. Das Geb├Ąude bestand aber nur bis zum Zweiten Weltkrieg: es wurde zerst├Ârt und danach nicht wieder aufgebaut.

Am 10. April 1927 wurde ein W├Ąhlamt eingerichtet, die Zahl der Telefonanschl├╝sse stieg auf 3.000 und es wurde begonnen, die Leitungen unterirdisch zu verlegen. 1939 verf├╝gte die Stadt ├╝ber etwa 7.500 Telefonanschl├╝sse.

Frankfurt (Oder). Aussicht vom obersten Geschoss des B├╝rohochhauses ÔÇ×OderturmÔÇť nach Norden mit Blick auf v.l.n.r. Karl-Marx-Stra├če, Friedenskirche, Konzerthalle, Oderbr├╝cke und S┼éubice.
Frankfurt (Oder). Aussicht vom obersten Geschoss des B├╝rohochhauses ÔÇ×OderturmÔÇť nach Norden mit Blick auf v.l.n.r. Karl-Marx-Stra├če, Friedenskirche, Konzerthalle, Oderbr├╝cke und S┼éubice .

Am 1. April 1930 wurde eine Baugewerkschule eingeweiht.

Die Stadt wurde zum Ende des 2. Weltkrieges am 26. Januar 1945 zur Festung erkl├Ąrt und evakuiert.

Nach R├Ąumung der Dammvorstadt sprengte die Wehrmacht die Oderbr├╝cke. Vermutlich durch Brandstiftung kam es vom 20. - 22. April zu ersten gro├čen Br├Ąnden. Die Rote Armee besetzte am 23. April die Stadt, Oberst Alexejew wurde Stadtkommandant. Durch Brandstiftungen in den folgenden Tagen wurde die Innenstadt zu 93 % zerst├Ârt.

Schon im Mai 1945 wurde durch eine provisorische Br├╝cke die Verbindung zur Dammvorstadt wieder hergestellt. Entsprechend dem Potsdamer Abkommen wurde Frankfurt (Oder) Grenzstadt. Die Dammvorstadt wurde abgetrennt, innerhalb von zwei Tagen vollst├Ąndig ger├Ąumt und zur heutigen polnischen Nachbarstadt Frankfurts, S┼éubice .

1952 fand in Frankfurt die Unterzeichnung der Urkunde ├╝ber die Markierung der Staatsgrenze zu Polen statt. Frankfurt (Oder) wurde Bezirksstadt, das hei├čt Verwaltungszentrum eines der f├╝nfzehn Bezirke der DDR , die nach ihren Bezirksst├Ądten benannt wurden. Am 1. September 1976 wurde der erste Teil des sp├Ąteren Hotel Stadt Frankfurt als Wohnheim f├╝r das Halbleiterwerk er├Âffnet. In diesem Hotel wohnten sp├Ąter im Jahr bis zu 73.000 G├Ąste aus 72 L├Ąndern. In der Stadt gab es 1980 465 konspirative Wohnungen des Ministerium f├╝r Staatssicherheit . Am 15. Juli 1991 wurde die offizielle (Neu-)Gr├╝ndung der Europa-Universit├Ąt Viadrina per Rechtsakt vollzogen. Ende 1992 wurde das Hotel Stadt Frankfurt geschlossen und im Juni 1993 wurde mit dem Abriss begonnen.

Religionen

Christentum

Judentum

Ab sp├Ątestens 1294 lebten Juden in der Stadt. Der Judenfriedhof der Stadt wurde erstmals 1399 erw├Ąhnt. Bei einem Pogrom 1491/1492 wurden alle Juden get├Âtet, aber es zogen bald darauf wieder Juden in die Stadt. 1561 gab es eine neu errichtete Synagoge in der Stadt und 1697-1699 wurde das erste mal in Deutschland das bedeutendste Schriftwerk des Judentums , der Talmud gedruckt. Seit einigen Jahren gibt es in Frankfurt (Oder) auch wieder eine j├╝dische Gemeinde, die etwa 250 Mitglieder z├Ąhlt.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Anzahl der Einwohner der Stadt Frankfurt (Oder) von 1618 bis 2005.
Entwicklung der Anzahl der Einwohner der Stadt Frankfurt (Oder) von 1618 bis 2005.

Die Halbierung der Einwohnerzahl von Frankfurt (Oder) im Jahre 1945 ist auf die Zerst├Ârungen im Zweiten Weltkrieg und die Abtrennung des Stadtteils Dammvorstadt - der heutigen polnischen Stadt S┼éubice - zur├╝ckzuf├╝hren. Im Jahre 1989 erreichte die Bev├Âlkerungszahl der Stadt Frankfurt (Oder) mit 88.000 ihren historischen H├Âchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem Geburtenr├╝ckgang bis 2005 etwa 25.000 Einwohner verloren.

Die folgende ├ťbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die ÔÇ×Ortsanwesende Bev├ÂlkerungÔÇť, ab 1925 auf die Wohnbev├Âlkerung und seit 1966 auf die ÔÇ×Bev├Âlkerung am Ort der HauptwohnungÔÇť. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1506 5.500
1618 10.000
1653 2.366
1780 10.000
1816 15.600
1830 22.063
3. Dezember 1852 ┬╣ 31.600
3. Dezember 1858 ┬╣ 32.400
3. Dezember 1861 ┬╣ 34.900
3. Dezember 1864 ┬╣ 42.200
3. Dezember 1867 ┬╣ 42.900
1. Dezember 1871 ┬╣ 43.800
1. Dezember 1875 ┬╣ 47.180
1. Dezember 1880 ┬╣ 51.147
1. Dezember 1885 ┬╣ 54.085
Jahr Einwohner
1. Dezember 1890 ┬╣ 55.738
2. Dezember 1895 ┬╣ 59.161
1. Dezember 1900 ┬╣ 61.852
1. Dezember 1905 ┬╣ 64.943
1. Dezember 1910 ┬╣ 68.277
1. Dezember 1916 ┬╣ 56.201
5. Dezember 1917 ┬╣ 55.058
8. Oktober 1919 ┬╣ 65.055
16. Juni 1925 ┬╣ 70.725
16. Juni 1933 ┬╣ 75.831
17. Mai 1939 ┬╣ 83.306
1. Dezember 1945 ┬╣ 41.829
29. Oktober 1946 ┬╣ 51.577
31. August 1950 ┬╣ 52.822
Jahr Einwohner
31. Dezember 1955 57.151
31. Dezember 1960 56.638
31. Dezember 1964 ┬╣ 57.975
1. Januar 1971 ┬╣ 62.433
31. Dezember 1975 72.213
31. Dezember 1981 ┬╣ 81.009
31. Dezember 1985 85.593
31. Dezember 1988 87.863
31. Dezember 1990 86.131
31. Dezember 1995 80.807
31. Dezember 2000 72.131
31. Mai 2005 64.600

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

├ľffentliche Einrichtungen

Der Oderturm
Der Oderturm

Staatliche Einrichtungen

  • Verwaltungszentrum von Ostbrandenburg .
  • Amtsgericht Frankfurt (Oder)
  • Landgericht Frankfurt (Oder)
  • Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder)
  • Arbeitsgericht Frankfurt (Oder)
  • Sozialgericht Frankfurt (Oder)
  • Polizeipr├Ąsidium Frankfurt (Oder)
  • Bundespolizeiamt Frankfurt (Oder)
  • Bundespolizeiinspektion Frankfurt (Oder)
  • Hauptzollamt Frankfurt (Oder)
  • Landesversicherungsanstalt Brandenburg (Hauptverwaltung)

Bildungseinrichtungen

Hauptgeb├Ąude der Europa-Universit├Ąt Viadrina
Hauptgeb├Ąude der Europa-Universit├Ąt Viadrina

Grundschulen

  • Grundschule am M├╝hlenflie├č (11. Grundschule) in Boo├čen
  • Grundschule Mitte (2. Grundschule) an der Oder
  • Grundschule Am Botanischen Garten
  • Erich-K├Ąstner-Grundschule (10. Grundschule)
  • Astrid-Lindgren-Grundschule

Gymnasien

  • St├Ądtisches Gymnasium I ÔÇ×Karl-LiebknechtÔÇť, Europaschule. Der Bau des Schulgeb├Ąudes begann 1909 und 1911 wurde die Schule feierlich eingeweiht.
  • St├Ądtisches Gymnasium II ÔÇ×Otto-BrennerÔÇť
  • St├Ądtisches Gymnasium III ÔÇ×FriedrichsgymnasiumÔÇť
  • St├Ądtisches Gymnasium IV ÔÇ×Carl-Friedrich-GaussÔÇť

Oberstufenzentren

  • Oberstufenzentrum I Frankfurt (Oder)
  • Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum 2

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Marienkirche
Marienkirche

Bauwerke

  • Die St. Marien, ist die ehemalige Hauptpfarrkirche Frankfurts. 1253 wurde mit dem urspr├╝nglichen Bau in den Formen der norddeutschen Backsteingotik begonnen. 1945 war sie nur noch eine Ruine. Seit 1974 ist sie f├╝r 99 Jahre von der Stadt gepachtet worden. , Rekonstruktionen finden seit 1979 statt. Heute wird sie zum soziokulturellen Zentrum ausgebaut. Russland gab 2002 111 mittelalterliche Bleiglasfensterfelder zur├╝ck, bisher die einzig gegl├╝ckte R├╝ckgabe von sowjetischer Beutekunst .
  • Als Kirchenbauten zu nennen sind weiterhin die Franziskaner-Klosterkirche (heute Konzerthalle Carl-Philipp-Emanuel-Bach), die evangelische Friedenskirche, St. Gertraud, St. Georg und die katholische Heilig Kreuz.
  • Sehenswert sind weiterhin das Rathaus, der Lenn├ę-Park, das Kleist-Museum, der Oderturm und der Helenesee (ein renaturiertes Tagebauloch).
  • Der Stadtwald mit einer Fl├Ąche von etwa 760 ha befindet sich zwischen Boo├čen und Rosengarten.
  • Am Rand des Lenn├ęparks befindet sich die Reliefwand Geschichte der Alten Universit├Ąt . Die rund zehn Meter lange Wand aus Sandstein wurde in den 1080er Jahren von Walter Kreisel geschaffen. Die Stadt hatte den K├╝nstler beauftragt, allerdings dauerte es vier Jahre vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung. Die Wand zeigt Portr├Ąts alter Professoren und es befindet sich das nachempfunde Portal der alten Universit├Ąt in der Mauer.
  • Die Eingangst├╝ren zur Konzerthalle wurden 1975 eingebaut. Es sind zwei 2,90m hohen Bronzetore; eins als heiteres Tor und das andere als ernstes Tor von Axel Schulz gestaltet. Jeder der vier T├╝ren hat vier Felder mit Motiven. Den Abschluss bildet bei beiden Toren ├╝berhalb der T├╝r ein halbkreisf├Ârmiger Rundbogen welcher als Baum gestaltet ist. F├╝r die Gestaltung der T├╝ren gab es vier Vorschl├Ąge und am 7. M├Ąrz 1969 entschied sich eine Kommission f├╝r die heute zu sehende und schloss mit Schulz am 25. M├Ąrz 1971 einen entsprechenden Werkvertrag.

Skulpturen

  • Die ÔÇ×Skulptur zu Heinrich von KleistÔÇť wurde vom Bildhauer Wieland F├Ârster aus Sandstein gestaltet. Den Auftrag f├╝r das abstrakte Werk erteilte die Stadt 1974 auf Initative von Rodolf Loch dem Direktor des Kleistmuseums. Am 18. November 1977 wurde die 80.000 Mark teure Skulptur im Garten des Kleistmuseums eingeweiht. 1980 wurde sie verlegt und steht heute gegen├╝ber dem Geburtshaus Kleists s├╝d├Âstlich der Marienkirche.

Bild:2006-02 Frankfurt (Oder) 01.jpg

  • Der ÔÇ×Sitzende AktÔÇť des Bildhauers Ernst Sauer befindet sich am Rand des Lenn├ęparks . Die Skulptur aus Klinkerstein wurde 1976 von der Stadt erworben.
  • In der Schmalzgasse befinden sich drei Plastiken von Eckhard Herrmann welche zwischen 1988 und 1991 aufgestellt wurden. Das Gesicht des Agierenden sollte dabei dem des Oberb├╝rgermeisters Fritz Krause erhalten, allerdings lehnte dieser ab. Der sinnende Sitzende tr├Ągt das Gesicht des Stadtarchitekten Manfred Vogler. Die dritte Plastik ist die des Gauklers.
  • Die ÔÇ×MuseÔÇť von Roland Rother ist eine Skulptur in der Lindenstra├če am Haus der K├╝nste. Aufgestellt wurde sie 1991. Die Muse stellt eine Mischung aus griechischer Antike, repr├Ąsentiert durch den Kopf mit Dutt, und Oderb├Ąuerin, kr├Ąftige Oberarme und Br├╝ste, dar. Unter der nach vorn geb├Ąugten Figur befinden sich zwei weitere Figuren welche K├╝nstler darstellen sollen. Diese suchen nach Nahrung, dies ist der Geschichte von Romulus und Remus nachempfunden. Am Sandsteinsockel befinden sich weitere Figuren durch welche die K├╝nste des nebenstehenden Hauses repr├Ąsentiert werden. Der Mann mit dem Rahmen steht f├╝r den Architekten, der Maler f├╝r die Bildk├╝nstler, das Vorhang f├╝r das Theater, der Schreibende mit Pegasus f├╝r die Dichtkunst und die Kugel welche die Muse h├Ąlt f├╝r die Volkskunst. Urspr├╝nglich war geplant am Sockeln den Namen aller Verb├Ąnde des Haus der K├╝nste nennen. Durch die politische Wende und der damit einhergehenden Unsicherheit wurden statt dessen Reime verwendet.
  • Die Bronzeplastik Geschwister der Bildhauerin und Malerin Liz Mields-Kratochwil steht in der Magistrale. Dargestellt werden zwei nackte M├Ądchen. Die Modelle f├╝r die Plastik waren die Tochter der Bildhauerin Anne-Kathrin, die etwas gr├Â├čere, und deren Freunding Friederike. Die Plastik wurde um 1987 erstellt und etwa drei Jahre sp├Ąter aufgestellt.
  • Die Gotische Stele am Stadion in Richtung Ziegenwerder von J├╝rgen Hartmann und Harald K. Schulze wurde 2003 errichtet. Das Werk ist sieben Meter hoch und besteht aus Holz, Acryl und Edelstahl.
  • Der Fuchs des Bildhauers Stefan Horota steht in der Rosengasse vor der Kindertagesst├Ątte Hilde Coppi. Es ist die einzige Plastik der K├╝nstlers in Frankfurt (Oder) welche in den 1960er Jahren nach einem Auftrag durch den Rat der Stadt entstand.

Sport

Frankfurt (Oder) ist die Sportstadt des Landes Brandenburg . Sie bietet Leistung und Vielfalt mit dem Olympiast├╝tzpunkt , der Bundeswehrsportf├Ârdergruppe , der Sportschule, den 13 Landesleistungsst├╝tzpunkten und den 83 im Stadtsportbund zusammengeschlossenen Sportvereinen mit ├╝ber 10.000 Mitgliedern im Spitzen - und Breitensport . Eine herausragende Rolle im Vereinssport spielt die Frankfurter Sportunion 90 e.V., die ein Drittel aller Sporttreibenden der Stadt, insbesondere der Spitzensportler, vereint.

Hermann Weing├Ąrtner aus Frankfurt (Oder) gewann bei den 1. Olympischen Spielen in Athen 1896 drei Goldmedaillen im Turnen .

Als Zentrum des Boxsports wurde die Oderstadt durch den Profiboxweltmeister und heutigem Ehrenb├╝rger der Stadt Henry Maske , wie auch Axel Schulz weltbekannt.

Die Frauen des Frankfurter Handball Club e.V. wurden 2004 Deutscher Meister .

Wirtschaft und Forschung

Die Stadt Frankfurt ist ein Wissenschafts - und Forschungsstandort . Mit dem Institut f├╝r Halbleiterphysik , die eine weltweit anerkannte Forschungseinrichtung im Technologiepark Ostbrandenburg ist, haben sich Firmen aus dem Bereich Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik , Informations - und Kommunikationstechnik sowie der Umwelt - und Energietechnik angesiedelt.

Ans├Ąssige Unternehmen

  • Institut f├╝r Halbleiterphysik
  • Obstanbau (├äpfel).
  • Orgelbau .

Medien

In Frankfurt (Oder) erscheint die M├Ąrkische Oderzeitung als t├Ągliche Regionalzeitung f├╝r Ostbrandenburg mit 11 Lokalausgaben.

Verkehr

Nahverkehr

Siehe Hauptartikel: Nahverkehr in Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder): Stra├čenbahn-Hauptlinien
Frankfurt (Oder): Stra├čenbahn-Hauptlinien

Der innerst├Ądtische ├ľPNV wird durch Stra├čenbahn und Omnibus wahrgenommen. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 3. Februar 2005 mit knapper Mehrheit den Ausbau des Stra├čenbahnnetzes ├╝ber den Grenzfluss Oder hinweg nach S┼éubice .

Eisenbahn

Bahnhof
Bahnhof

Folgende Eisenbahnlinien des Landes Brandenburg verkehren auch in Frankfurt.

  • RE 1: Eisenh├╝ttenstadt - Frankfurt - Berlin - Potsdam - Brandenburg / Magdeburg
  • RE 11: Cottbus - Frankfurt
  • OE 36: Frankfurt - Beeskow - Wendisch-Rietz - K├Ânigs Wusterhausen - Berlin-Sch├Âneweide
  • OE 60: Frankfurt - Werbig - Wriezen - Bad Freienwalde - Eberswalde - Berlin-Lichtenberg

Beide OE-Linien sind etwa zweieinhalb Stunden lang und werden von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH betrieben.

Neben einen ausgedehnten Regionalbahn-Netz fahren viele wichtige und internationale Reisez├╝ge in Richtung Warschau und Moskau ├╝ber Frankfurt.

Au├čerdem ist Frankfurt(Oder) der wichtigste deutsche Grenz├╝bergang nach Polen, wobei etwa die H├Ąlfe aller Grenz├╝bertritte in das neue EU-Land von Deutschland aus erfolgen.

St├Ądtepartnerschaften

Oderbrücke und Frankfurt (Oder) von Słubice aus gesehen
Oderbrücke und Frankfurt (Oder) von Słubice aus gesehen
  • Gorz├│w Wielkopolski , Polen
  • Heilbronn, Deutschland
  • Kadima , Israel
  • N├«mes , Frankreich
  • S┼éubice , Polen
  • Vantaa , Finnland
  • Witebsk , Wei├črussland
  • Yuma , USA

Pers├Ânlichkeiten

siehe Liste von Pers├Ânlichkeiten aus Frankfurt (Oder)

Literatur

  • Monika Kilian/Ulrich Knefelkamp (Hg.): Frankfurt Oder S┼éubice. Sieben Spazierg├Ąnge durch die Stadtgeschichte. Berlin: scr├«pvaz-Verlag 2003
  • Stribrny, Wolfgang; Z├Ąpke, Fritz; Frankfurt/Oder Portr├Ąt einer Br├╝ckstadt, Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, 1991, ISBN 3-922131-75-1
  • Timme, Fritz: Die Entstehung vn Frankfurt an der Oder, 1954, in Zeitschrift f├╝r Ostforschung, 3. Jahrgang 1954, S. 497-517
  • Stadtplan "Frankfurt an der Oder 1909". Reprint des gro├čformatigen mehrfarbigen historischen Stadtplanes. Guben 2005, ISBN 3-935881-24-X

Weblinks

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