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Letzte Änderung für Artikel Prenzlau: 19.02.2006 05:13

Prenzlau

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Wappen Karte
Wappen Prenzlaus Karte Prenzlau in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Uckermark
Geografische Lage :
Koordinaten: 53¬į 19‚Ä≤ N, 13¬į 52‚Ä≤ O
53¬į 19‚Ä≤ N, 13¬į 52‚Ä≤ O
H√∂he : 34 m √ľ. NN
Fläche : 142,18 km²
Einwohner : 20.951 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 147 Einwohner je km²
Postleitzahl : 17291
Vorwahl : 03984
Kfz-Kennzeichen : UM (fr√ľher PZ)
Gemeindeschl√ľssel : 12 0 73 452
Adresse der Stadtverwaltung: Am Steintor 4
17291 Prenzlau
Website: www.prenzlau.info
B√ľrgermeister : Hans-Peter Moser ( Linkspartei )
Lage der Stadt Prenzlau im Landkreis

Prenzlau ist die Kreisstadt und der Verwaltungssitz des Landkreises Uckermark im Bundesland Brandenburg (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die etwa 100 km nördlich von Berlin und 50 km westlich von Stettin ( Polen ) gelegene Stadt ist der historische Mittelpunkt der Uckermark. In Prenzlau verlässt der Fluss Ucker den Unteruckersee (größter der zahlreichen Uckermärkischen Seen) auf dem Weg nach Norden zum Stettiner Haff.

Stadtgliederung

Zur Stadt Prenzlau gehören laut der Hauptsatzung folgende Ortsteile:

  • Blindow
  • Dauer
  • Dedelow (mit Ellingen und Steinfurth)
  • G√ľstow (mit M√ľhlhof)
  • Klinkow (mit Basedow)
  • Sch√∂nwerder
  • Seel√ľbbe

Bewohnte Gemeindeteile der Stadt Prenzlau sind:

  • Alexanderhof
  • Augustenfelde
  • B√ľndigershof
  • Dreyershof
  • Ewaldshof
  • Magnushof
  • Stegemannshof
  • Wollenthin

Die ehemals selbst√§ndigen Gemeinden Dedelow, Klinkow, G√ľstow, Sch√∂nwerder, Dauer und Blindow geh√∂ren seit dem 1. November 2001 zur Stadt Prenzlau. Durch diese Fusion im Rahmen der Gemeindegebietsreform stieg die Einwohnerzahl der Stadt auf rund 22.000 (Haupt- und Nebenwohnsitze) an.

Geschichte

Arch√§ologischen Funde belegen, dass das heutige Stadtgebiet seit der j√ľngeren Steinzeit besiedelt wurde. Nachdem bereits ab dem 7. Jahrhundert verst√§rkte Siedlungst√§tigkeiten durch slawische St√§mme zu beobachten waren, entwickelte sich das Gebiet im 10. bis 12. Jahrhundert zu einem zentralen Siedlungs- und Burgkomplex.
Mitteltorturm, Ruine der Heiliggeistkirche und St. Marien
Mitteltorturm, Ruine der Heiliggeistkirche und St. Marien

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts kamen im Zuge der feudalen Ostexpansion zahlreiche niederdeutsche Siedler in das Gebiet und legten eigenständige Siedlungen an. Die Kirchen der Stadt zeigen heute noch, wo sich einst die Zentren der einzelnen Siedlungen befunden haben.

Erstmalig 1187 urkundlich erw√§hnt, verlieh der Pommernherzog Barnim I. im Jahre 1234 Prenzlau das Stadtrecht. Doch schon 1250 musste Pommern weitere Teile der Uckermark, unter ihnen auch Prenzlau, den brandenburgischen Grafen √ľberlassen.

St√§ndig wechselnde landesherrliche Machtverh√§ltnisse pr√§gten das Geschehen in der Folgezeit. Erst 1426 fanden die K√§mpfe und Auseinandersetzungen eine Ende, als Prenzlau endg√ľltig unter die Herrschaft Brandenburgs geriet. Dennoch erlebte Prenzlau im 13. / 14. Jahrhundert seine Bl√ľtezeit und entwickelte sich zum bedeutendsten Ort der Uckermark.

Sehr zu leiden hatte Prenzlau unter dem Drei√üigj√§hrigen Krieg und dessen Folgen. Die gesamte Region wurde stark entv√∂lkert und die wirtschaftliche Leistungsf√§higkeit befand sich an einem Tiefpunkt. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts erholte sich die Anzahl der Einwohner durch den Zuzug von Hugenotten wieder. Diesen gelang es durch Einf√ľhrung neuer Produktionsmethoden viele Gewerbezweige neu zu beleben. Weitere Ma√ünahmen, wie intensive Stadtbebauung und die Ausweitung der Postwege, sowie ein generelles Erstarken des Handwerks f√ľhrten zu einer wirtschaftlichen Erholung in der ersten H√§lfte des 18. Jahrhunderts .

Einen erneuten R√ľckschlag erlitt die Stadt jedoch durch den Siebenj√§hrigen Krieg . Prenzlau war bereits im 17. Jahrhundert zur Garnisonsstadt erkl√§rt worden und milit√§rische Bauten pr√§gten das Stadtbild immer st√§rker. Von 1806 bis 1812 hatte Prenzlau unter franz√∂sischer Besetzung und hohen Kontributionslasten zu leiden.

Im Zweiten Weltkrieg hatte Prenzlau ca. 600 Todesopfer zu beklagen. Schätzungsweise 85 % des Stadtgebietes wurden zerstört. Mit dem Wiederaufbau wurde im Jahre 1952 begonnen. Wegen Wohnungsknappheit und geringer Wirtschaftskraft in den Nachkriegsjahren wurden hauptsächlich Plattenbauten errichtet.

Zun√§chst stand die Agrarindustrie im Mittelpunkt der Wirtschaft. Betriebe wie die Zuckerfabrik, der Milchhof, eine Getreidem√ľhle und eine Brauerei waren wichtige Arbeitgeber. Die Gr√ľndung des Armaturenwerks Prenzlau (AWP) 1967 schaffte mehr als 1000 neue Arbeitspl√§tze und wurde zum gr√∂√üten Arbeitgeber der Stadt.

Im Zuge der Wiedervereinigung kam es zu umfassenden Umbr√ľchen in allen Bereichen. Das Stadtbild wurde durch Sanierung zahlreicher Geb√§ude und Stra√üen versch√∂nert. Einstige Kasernen wurden zu Verwaltungsgeb√§uden umfunktioniert. Viele Betriebe mussten schlie√üen, andere waren gen√∂tigt, ihr Personal drastisch zu reduzieren.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998 - 20.950
  • 1999 - 20.757
  • 2000 - 20.617
  • 2001 - 22.225 (Anstieg u.a. durch Gemeindegebietsreform)
  • 2002 - 21.785
  • 2003 - 21.341
  • 2004 - 21.039

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Maschinenbau, Lebensmittelproduktion (u.a. Campina- und Schöller-Werk), Futtermittelherstellung, Möbelindustrie (u.a. Prenzlauer Möbelwerke), Solarmanufaktur

Verkehrsanbindung

Der Prenzlauer Bahnhof liegt an der der Fernbahnstrecke Berlin - Stralsund.

Die Bundesautobahnen 11 und 20 verlaufen in der Nähe der Stadt, die Bundesstraßen 109 und 198 kreuzen sich hier.

Durch Prenzlau f√ľhrt der Radfernweg Berlin-Usedom .

Städtepartnerschaft

Prenzlau pflegt sowohl national als auch international zahlreiche Städtepartnerschaften .

Dazu zählen:

  • Emden (seit September 1999 )
  • Swidwin ( Polen )
  • Pochwistnewo ( Russland - seit September 1997 )
  • Varńóna ( Litauen - seit April 2000 )
  • Uster ( Schweiz - seit 1996 )

Sehensw√ľrdigkeiten

  • Ev. Kirche St. Marien: 1289-1340 erbaut (unter Einbeziehung des Westteils eines Vorg√§ngerbaus von 1235), im 14. und 15. Jahrhundert Anbau von Kapellen, Nordturm (H√∂he: 68 Meter) aus dem 16. Jahrhundert, vom 20. bis 22. Dezember 1632 wurde darin der Leichnam des K√∂nigs Gustav II. Adolf aufbewahrt, S√ľdturm (H√∂he: 64 Meter) aus dem 18. Jahrhundert, 1945 ausgebrannt, nach 1970 wiederaufgebaut
Schwedter Torturm und Stadtmauer
Schwedter Torturm und Stadtmauer
Stadtmauer
Stadtmauer
  • Ruine der Heiliggeistkapelle: Anfang 14. Jahrhundert, ehemals Kapelle des Heiliggeisthospitals, enthielt ab 1899 das Uckerm√§rkische Museum, 1945 ausgebrannt
  • Dominikanerkloster "Zum Heiligen Kreuz" (mit Museum): 1273 vom brandenburgischen Markgrafen Johann I. gegr√ľndet, im Zuge der Reformation 1544 aufgel√∂st
  • St. Nikolai: 1275-1343 als Kirche des Dominikanerklosters "Zum Heiligen Kreuz" erbaut, ab 1716 Garnisonskirche, heute Kirche der Gemeinde St. Nikolai
  • alte Nikolaikirche (bereits vor dem Drei√üigj√§hrigen Krieg w√ľst geworden)
  • Franziskanerkloster
  • Rolandstatue am Uckermarkhotel
  • Stadtpark
  • Slawenboot Ukrasvan
  • Unteruckersee
  • Wanderlernpfad am Uckersee (beim Kap)
  • Glockenspiel (am Arbeitsamt)
  • Wiekh√§user
  • weitere Kirchen (teilweise auch Kirchruinen wie am unteren Endes des Marktberges), Synagogendenkplatte an der Wasserpforte (zwischen Wasserforte und Sternberg), Wasserturm, Stadttore.
  • feuerwehrtechnisches Museum der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau

Stadtmauer

T√ľrme

  • Seilerturm
  • Hexenturm
  • Pulverturm

Tore

  • Schwedter Torturm (auch Steintorturm oder aufgrund der Verwendung schlicht Sternwarte genannt)
  • Mitteltorturm (Vorlage f√ľr Oberbaumbr√ľcke zu Berlin)
  • Blindower Tor

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

  • 1918 : Hermann Dietrich

Literatur

  • Mittelalterliche Stadtansicht - Prenzlau. Peter Feist , Kai Homilius Verlag , Berlin 1995, ISBN 3-931121-10-0 , ( Leseprobe )
  • Olaf Gr√ľndel, J√ľrgen Theil: Prenzlau. ISBN 3897025299

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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