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Letzte Änderung für Artikel Brandenburg an der Havel: 18.02.2006 15:58

Brandenburg an der Havel

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Brandenburg an der Havel ist eine kreisfreie Stadt im Land Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland.

Wappen Karte
Wappen der Stadt Brandenburg an der Havel
Wappen der Stadt Brandenburg
Lage der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Kreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 52¬į 25' N, 12¬į 33' O
52¬į 25' N, 12¬į 33' O
H√∂he : 29 - 70 m √ľ. NN
Fläche : 228,77 km²
Einwohner : 74.760 (31. Mai 2005)
Bevölkerungsdichte : 327 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 14770-14778 (bis 1993: 1800)
Vorwahl : 03381
Kfz-Kennzeichen : BRB
Gemeindeschl√ľssel : 12 0 51 000
Stadtgliederung: 8 Stadtteile, 6 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Neuendorfer Str. 90
14770 Brandenburg an der Havel
Website: www.stadt-brandenburg.de
Oberb√ľrgermeisterin : Dr. Dietlind Tiemann ( CDU )
regierende Partein: CDU/SPD- Koalition

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Brandenburg an der Havel liegt im Westen des Landes Brandenburg etwa 70 km westlich von Berlin am f√ľr die Binnenschifffahrt wichtigen Fluss Havel, zwischen Potsdam und Magdeburg. Die reizvolle Region ist sehr waldreich und von vielen Seen gepr√§gt und besitzt zahlreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Mit dem Beetzsee- und Riewendsee liegt sie im Naturpark Westhavelland.

Nachbargemeinden

Die Stadt Brandenburg an der Havel grenzt

  1. als kreisfreie Stadt an die Kreise Havelland (HVL) und Potsdam-Mittelmark, und
  2. als Gemeinde (im Uhrzeigersinn)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet gliedert sich in die Stadt Brandenburg und die Ortsteile Göttin, Gollwitz, Kirchmöser, Klein Kreutz/Saaringen, Mahlenzien, Plaue , Schmerzke und Wust. Der Gemeindeteil Brandenburg hat nicht den Status eines Ortsteils.

Laut Gemeindeordnung f√ľr das Land Brandenburg , Paragraph 54, k√∂nnen Ortsteile gebildet werden, die direkt gew√§hlte Ortsb√ľrgermeister und Ortsbeir√§te besitzen. Andere Bezeichnungen, wie Stadtteil, Gemeindeteil, Wohnplatz oder √§hnliches, haben keine gesetzliche Grundlage, auch wenn sie aus historischen und Orientierungsgr√ľnden nichtamtlich verwendet werden..

Stadtgliederung (Gemeindeteile/Ortsteile mit Wohnplätzen und Jahr der Eingemeindung):

  • Brandenburg
  • Stadtteil Altstadt (1715 Brandenburg Altstadt mit Brandenburg Neustadt unter gemeinsame Stadtverwaltung zusammengelegt)
  • Bohnenland, Brielower Ausbau, Butterlake, Heidekrug, Klingenbergsiedlung, Neuendorf, Quenzsiedlung
  • Stadtteil Neustadt (1715 Brandenburg Neustadt mit Brandenburg Altstadt unter gemeinsame Stadtverwaltung zusammengelegt)
  • Buhnenhaus, G√∂risgr√§ben, Malge, Neue M√ľhle, Neuschmerzke, Siedlung Eigene Scholle, Wendgr√§ben, Wilhelmsdorf
  • Stadtteil Dom (1928)
  • Stadtteil G√∂rden (Anlage seit 1920er Jahre in der Gemarkung der Altstadt)
  • Kolonie G√∂rden
  • Stadtteil Nord (Neubaugebiet 1959-1970 in der Gemarkung der Altstadt)
  • Stadtteil Hohenst√ľcken (Neubaugebiet 1972-1988 in der Gemarkung der Altstadt)
  • Ortsteil G√∂ttin (1950-1952, 1993)
  • Ortsteil Gollwitz (2003)
  • Ortsteil Kirchm√∂ser (1952)
  • Bergenhof, Gr√§nert, Kirchm√∂ser Dorf, Kirchm√∂ser Ost, Kirchm√∂ser West
  • Ortsteil Klein Kreutz/Saaringen (1950-1952, 1993)
  • Fuchsbruch, Klein Kreutz, Saaringen
  • Ortsteil Mahlenzien (1993)
  • Ortsteil Plaue (1952, bis dahin selbst√§ndige Stadt)
  • Charlottenhof, Gartenstadt, Margaretenhof, Neu Plaue, Plauerhof, Plauer Schleuse, Roberdam
  • Ortsteil Schmerzke (1950-1952, 1993)
  • Paterdamm (1993)
  • Ortsteil Wust (2003)

Geschichte

Mittelalter

Auf der Dominsel lag die zentrale Burg der slawischen Heveller , die 928/929 von K√∂nig Heinrich I. erobert wurde. Otto I. errichtete hier 948 das Bistum Brandenburg (Seit dem Ende der 1990er Jahre gibt es einzelne Historiker wie Dietrich Kurze oder Helmut Assing, die bezweifeln, dass das Bistum tats√§chlich bereits 948 gegr√ľndet wurde, und vermuten, dass das Bistum erst im Jahr 949 oder sogar erst 965 gestiftet wurde). Im Slawenaufstand 983 wurde die Burg wieder zur√ľckerobert. Das Bistum bestand formal mit kontinuierlicher Bischofsbesetzung im Exil in Magdeburg weiter und kehrte nach der Wiedereroberung zur√ľck. Die Bezeichnung der Stadt schwankte in ihrer Geschichte zwischen Brandenburg a./Havel, Brandenburg (Havel) und – so die heutige Bezeichnung – Brandenburg an der Havel.

Der letzte Hevellerf√ľrst Pribislaw herrschte von der auf der Dominsel gelegenen Burg mit Petrikirche. Nach seinem Tode 1150 fiel das Land an Markgraf Albrecht den B√§ren, der 1157 die Burg erst√ľrmte und die Markgrafschaft Brandenburg begr√ľndete. Die beiden Domkietze, der Altst√§dter und der Neust√§dter Kietz, d√ľrften bald darauf entstanden sein. Bei der Siedlung Parduin mit der St.-Gotthardt-Kirche lie√üen sich vor 1147 Pr√§monstratenser nieder, die 1165 auf die Dominsel √ľbersiedelten, wo nun das Domstift und ab 1165 der Dom errichtet wurde.

Die Siedlung um die Gotthardtkirche weitete sich nach 1160 zur Altstadt an der Stra√üe von Magdeburg nach Berlin aus. Westlich vor der Altstadt deutet die vor 1173 entstandene Nikolaikirche im Dorf Luckenberg auf eine alte Kaufmannssiedlung hin. S√ľdlich der Altstadt wurde am Anfang des 12. Jahrhunderts die Neustadt mit der Katharinenkirche planm√§√üig angelegt. Beide St√§dte wurden getrennt mit Mauern versehen und bildeten zwei v√∂llig eigenst√§ndige Kommunen. 1715 wurde durch den preu√üischen K√∂nig Friedrich Wilhelm I. eine gemeinsame Stadtverwaltung beider St√§dte verf√ľgt, in deren Folge beide Kommunen langsam zusammenwuchsen.

In der Altstadt gr√ľndeten die Franziskaner nach 1234 ein Kloster, in der Neustadt wurde der markgr√§fliche Hof 1286 den Dominikanern √ľberlassen. Ein wohl in der Mitte des 12. Jahrhunderts eingesetztes Burggrafengeschlecht verschwindet seit 1243 aus der √úberlieferung. Als Hauptstadt der Markgrafschaft Brandenburg, als Bischofssitz, als Ort eines von weither angerufenen, seit 1326 bezeugten Sch√∂ppenstuhls und als Fernhandelsstadt bildete Brandenburg im Mittelalter das unbestrittene Zentrum zwischen Elbe und Oder.

Die auf Fernhandel hinweisende Judengemeinde wurde um 1350, 1446 und 1510 auf das schwerste verfolgt. Der 1402 erw√§hnte erste Roland auf dem Neust√§dtischen Markt dr√ľckte die st√§dtischen Freiheiten aus, seit 1230 lagen lagen die Obergerichte in der Hand b√ľrgerlicher Schulzen und Sch√∂ppen. Gegen Beeintr√§chtigen durch die neuen hohenzollerschen Landesherren schloss Brandenburg 1431 einen St√§dtebund mit Berlin, C√∂lln und Frankfurt (Oder), bis 1518 geh√∂rte es der Hanse an.

Im Anschluss an das Domkapitel und die b√ľrgerliche F√ľhrungsschicht der Neustadt entfaltete sich im sp√§ten Mittelalter ein reges geistiges Leben. Zwischen 1536 und 1555 setzte sich die Reformation in Stadt und Domkapitel durch, das Bistum wurde 1598 s√§kularisiert und dem Kurf√ľrstentum Brandenburg eingegliedert. Gleichzeitig verlor die Stadt infolge des Aufstiegs Berlins als kurf√ľrstlicher Residenzstadt ihre f√ľhrende Stellung.

Neuzeit

1619 wurde die freie Ratswahl abgeschafft, die M√ľnzverschlechterung f√ľhrte 1622 Tumulte der st√§dtischen Bev√∂lkerung herbei. Die Zerst√∂rungen und der Niedergang im Drei√üigj√§hrigen Krieg konnten erst nach 1800 aufgeholt werden. Von den 10.000 Einwohnern vor dem Krieg lebten 1648 nur noch 3.000. Die Ansiedlung von Hugenotten 1685 brachte die Bildung einer reformierten Gemeinde und mit der Gerberei und Lederverarbeitung eine wirtschaftliche Belebung. Der Aufbau des brandenburgischen Heeres seit dem sp√§ten 17. Jahrhunderts machte Brandenburg zu einer Garnisonstadt, 1717 wurde die Ritterakademie gegr√ľndet.

Von 1806 bis 1808 war die Stadt von französischen Truppen besetzt. Während der Revolution 1848 tagte vom 8. November bis zu ihrer Auflösung am 5. Dezember 1848 die vom König aus Berlin vertriebene preußische Nationalversammlung im Dom zu Brandenburg. Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress gehörte die Stadt Brandenburg ab 1816 zum Kreis Westhavelland im Regierungsbezirk Potsdam in der preußischen Provinz Brandenburg, seit 1939 Mark Brandenburg. Am 1. April 1881 schied die Stadtgemeinde Brandenburg aus dem Kreis Westhavelland aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis .

1830 hatte Brandenburg 13.538 Einwohner, 1846 erhielt es Bahnverbindung nach Berlin und Magdeburg, 1904 nach Rathenow und Belzig, drei weitere Kleinbahnen entstanden 1901/1912. Die erste Pferdestra√üenbahn fuhr 1897. Die Industrialisierung setzte nach 1870 ein, die Brennabor-Werke (Gr√ľndung 1871 durch die Gebr√ľder Reichstein) erzeugten Fahrr√§der, Kinderwagen und Autos, um 1900 folgten zwei weitere Fahrradwerke, eine Schiffswerft, eine Eisengie√üerei, Fabriken f√ľr Blechspielwaren, Textilien und M√∂bel. 1913 entstand ein Stahl- und Walzwerk, w√§hrend die alte Tuch- und Seidenweberei einging.

Mit dem industriellen Aufstieg verdoppelte sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die Bev√∂lkerungszahl durch Zuzug aus der Umgebung der Stadt, aber auch aus dem Ruhrgebiet, aus Ost - und Westpreu√üen , aus Danzig, Pommern und Schlesien . 1905 hatte die Stadt 51.000 Einwohner. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Brandenburg durch Metall-, Textil- und Spielwarenindustrie gepr√§gt, die jedoch w√§hrend der Weltwirtschaftskrise schnell in Konkurs ging. Nach 1933 wurde Brandenburg durch die Stahlproduktion zu einem wichtigen R√ľstungsstandort. 1935 begann der LKW-Bau (Opel), 1936 der Flugzeugbau (Arado).

1933/1934 bestand in Brandenburg eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager . Das Zuchthaus Brandenburg-G√∂rden war von 1933 bis zur Befreiung durch sowjetische Truppen am 27. April 1945 ein ber√ľchtigter Kerker und Hinrichtungsort f√ľr zahlreiche Widerstandsk√§mpfer. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden im Zuchthaus √ľber 10.000 Menschen hingerichtet. 9.772 davon im Rahmen des Euthanasie-Programms . Bombenangriffe 1944/1945 und die Bodenk√§mpfe im April 1945 richteten erhebliche Zerst√∂rungen an. Rund 70 Prozent der Industriebetriebe und 15 Prozent der Wohngeb√§ude waren zerst√∂rt.

Die 1950er Jahre waren Jahre des Neuanfangs. Der Bau des Walzwerkes in Kirchm√∂ser ab 1949 und des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg ab 1950 gab der Stadt ihre Schwerindustrie wieder. Stahl- und Gro√üindustrie wurden das Symbol der Stadt. Die Einwohnerzahl stieg mit dem Aufbau der Industrie kontinuierlich. Nach der Wiedervereinigung wurde die Industrie privatisiert, zahlreiche Betriebe stillgelegt. Die Strukturver√§nderungen f√ľhrten bis heute zu einer hohen Arbeitslosigkeit und einem Sinken der Einwohnerzahl.

Religionen

Christentum

Neben mehreren evangelischen gibt es eine katholische Kirchengemeinde und eine freikirchliche.

Judentum

Seit einigen Jahren gibt es in Brandenburg an der Havel wieder eine j√ľdische Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1989 erreichte die Bev√∂lkerungszahl der Stadt Brandenburg mit rund 95.000 ihren historischen H√∂chststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt durch Abwanderung und Geburtenr√ľckgang bis 2005 etwa 20.000 Einwohner verloren. Mit einem weiteren Absinken der Bev√∂lkerungszahl in den n√§chsten 20 Jahren wird gerechnet.

Die folgende √úbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch√§tzungen, danach um Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev√∂lkerung", ab 1925 auf die Wohnbev√∂lkerung und seit 1966 auf die "Bev√∂lkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1600 10.000
1648 3.000
1715 11.000
1818 12.800
1830 13.538
3. Dezember 1861 ¬Ļ 21.600
3. Dezember 1864 ¬Ļ 26.000
3. Dezember 1867 ¬Ļ 25.500
1. Dezember 1871 ¬Ļ 25.800
1. Dezember 1875 ¬Ļ 27.371
1. Dezember 1880 ¬Ļ 29.066
1. Dezember 1885 ¬Ļ 33.129
1. Dezember 1890 ¬Ļ 37.817
Jahr Einwohner
2. Dezember 1895 ¬Ļ 42.690
1. Dezember 1900 ¬Ļ 49.250
1. Dezember 1905 ¬Ļ 51.200
1. Dezember 1910 ¬Ļ 53.595
1. Dezember 1916 ¬Ļ 48.039
5. Dezember 1917 ¬Ļ 49.565
8. Oktober 1919 ¬Ļ 52.972
16. Juni 1925 ¬Ļ 59.297
16. Juni 1933 ¬Ļ 64.190
17. Mai 1939 ¬Ļ 83.825
1. Dezember 1945 ¬Ļ 68.927
29. Oktober 1946 ¬Ļ 70.632
31. August 1950 ¬Ļ 82.215
Jahr Einwohner
31. Dezember 1955 87.143
31. Dezember 1960 86.722
31. Dezember 1964 ¬Ļ 89.697
1. Januar 1971 ¬Ļ 93.983
31. Dezember 1975 93.765
31. Dezember 1981 ¬Ļ 94.680
31. Dezember 1985 94.862
31. Dezember 1988 94.872
31. Dezember 1990 89.889
31. Dezember 1995 85.994
31. Dezember 2000 77.516
31. Mai 2005 74.760

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Politik

Stadtverordnetenversammlung

  • Oberb√ľrgermeisterin
  • CDU - 16
  • SPD - 10
  • PDS - 7
  • FDP - 4
  • Gartenfreunde e.V. - 3
  • Gr√ľne - 2
  • B√ľrgerverein "pro Kirchm√∂ser" - 2
  • fraktionslos - 2

Oberb√ľrgermeister seit 1809

  • 1809 - 1815 : Heinrich August Duden
  • 1815 - 1818 : Karl Friedrich Pfitzer
  • 1819 - 1821 : Otto Friedrich Nickel
  • 1821 - 1839 : Georg Friedrich Zander
  • 1840 - 1849 : Franz Ziegler
  • 1851 - 1864 : Carl Friedrich Brandt
  • 1864 - 1871 : Johann Gobbin
  • 1871 - 1897 : Carl Reuscher
  • 1897 - 1905 : Rudolf Hammer (Oberb√ľrgermeister seit 1900, vorher Erster B√ľrgermeister)
  • 1905 - 1914 : Hugo Dreifert (Oberb√ľrgermeister seit 1907, vorher Erster B√ľrgermeister)
  • 1914 - 1920 : Franz Schleusener (Oberb√ľrgermeister seit 1915, vorher Erster B√ľrgermeister)
  • 1920 - 1926 : Walther Ausl√§nder ( SPD )
  • 1926 - 1932 : Dr. Ernst Fresdorf ( SPD )
  • 1932 - 1933 : Paul Szillat ( SPD )
  • 1933 - 1937 : Dr. Erich Kreutz
  • 1938 - 1945 : Dr. Wilhelm Sievers ( NSDAP )
  • Mai - Wilhelm Leow (SPD) ab 2.5.45 kommissarisch
  • 22. Mai - August 1945 : Max Herm ( KPD )
  • 1945 - 1948 : Fritz Lange ( KPD / SED )
  • Februar - September 1949 : Willi Pr√∂llop
  • 1949 - 1953 : Otto K√ľhne
  • 1954 - 1957 : Wilhelm Behnke
  • 1957 - 1965 : Max Herm ( SED )
  • 1965 - 1976 : Reinhold Kietz
  • 1976 - 1985 : Elvira Lippitz
  • 1985 - 1990 : Klaus M√ľhe ( SED )
  • 1990 - 2002 : Dr. Helmut Schliesing ( SPD )
  • 2002 - 2003 : Prof. Dr. Helmut Schmidt ( SPD )
  • seit 2003 : Dr. Dietlind Tiemann ( CDU )

Städtepartnerschaften

  • 1963 Ivry-sur-Seine , Frankreich
  • 1988 Kaiserslautern, BRD
  • 1989 Magnitogorsk , Russland

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

  • Industriemuseum Brandenburg (ehemaliges Stahl- und Walzwerk Brandenburg SWB); das letzte Stahlwerk in Westeuropa, in dem bis 1993 Stahl im Siemens-Martin-Verfahren hergestellt wurde.
Roland - Brandenburg an der Havel
Roland - Brandenburg an der Havel

Bauwerke

  • Das Domstift Brandenburg mit der Domkirche St. Peter und Paul, der Domklausur mit ehem. Ritterakademie und Domkurien oder Domherrenh√§usern, Petri Kapelle (Dominsel und der ehemaligen Brandenburg) - im Archiv des Brandenburger Doms ist die Urkunde ausgestellt, durch die Berlin zur Stadt ernannt wurde
  • St. Katharinenkirche (herausragendes Beispiel der Backsteingotik aus dem 15. Jahrhundert )
  • Dominikanerkloster und Kirche St. Pauli
  • Ev. Stadtpfarrkirche St. Gotthardt (√§ltester Kirchenbau der Stadt)
  • Franziskanerkirche St. Johannis
  • mittelalterliche Stadtbefestigung mit noch vier erhaltenen Tort√ľrmen
    • Steintorturm (Neustadt)
    • M√ľhlentorturm (Neustadt)
    • Rathenower Torturm (Altstadt)
    • Plauer Torturm (Altstadt)
  • Altst√§dtisches Rathaus (herausragendes Beispiel der Backsteingotik aus dem 15. Jahrhundert )
  • sogenanntes Ordonnanzhaus am Altst√§dtischen Rathaus (Schusterstra√üe)(gotischer Bau, √§lteste Teile aus dem 14.Jh, √§ltester b√ľrgerlicher Profanbau der Mittel- und Neumark Brandenburg)
  • Nicolaikirche
  • Friedenswarte (auf dem Fundament der Bismarckwarte 1974 errichteter, 32 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Marienberg)

Roland

Der Roland von Brandenburg wurde 1474 auf dem Marktplatz der Neustadt aufgestellt und hat eine H√∂he von 5,35 Meter. 1716 wurde die Sandsteinfigur zum Rathaus umgesetzt, da sie die preu√üischen Garnisonstruppen beim Exerzieren st√∂rte. Da der Roland w√§hrend des Zweiten Weltkrieges in ein au√üen gelegenes Gut der Stadt ausgelagert und vergraben war, wurde er nicht von der Zerst√∂rung des Neust√§dtischen Rathauses bei der Bombardierung 1945 betroffen und fand 1946 seinen jetzigen Platz neben dem Portal des Altst√§dtischen Rathauses. Neben der Betonung der st√§dtischen Eigenst√§ndigkeit galt die Errichtung des Brandenburger Rolands auch als Ausdruck der wirtschaftlichen Prosperit√§t der Stadt. Dieser Roland von 1474 hatte einen vermutlich h√∂lzernen Vorg√§nger aus dem Jahre 1402 . Eine Kopie des Brandenburger Rolands wurde 1905 f√ľr das M√§rkische Museum Berlin hergestellt und vor dem Eingangsportal errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Brandenburg an der Havel wird von der Bundesautobahn A 2 s√ľdlich tangiert. Die Entfernung zur Autobahn betr√§gt etwa 10 km. In der Stadt ist der Schnittpunkt der Bundesstra√üen B 1 und B 102. Der Bahnverkehr verbindet die Stadt mit Berlin, Magdeburg und Rathenow.

Der innerstädtische Straßenbahnverkehr wird mit 20 Triebwagen auf drei Linien mit einer Gesamtlänge von 17,65 km ( Meterspur ) betrieben.

Ansässige Unternehmen

Wichtige Wirtschaftszweige sind:

  • Stahlverarbeitung ( Riva Stahl Elektrostahlwerk )
  • Maschinenbau ( ZF-Getriebe GmbH , Heidelberger Druckmaschinen AG )
  • Wasser-Touristik

Bildung

Fachhochschulen:

  • Fachhochschule Brandenburg

Gymnasien

  • M√§rkisches Gymnasium "Friedrich Grasow"
  • von Saldern-Gymnasium
  • Bertolt-Brecht-Gymnasium

Berufsbildende Schulen

  • Oberstufenzentrum "Gebr√ľder Reichstein"
  • Oberstufenzentrum "Alfred Flakowski"

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

  • 1872 - August Wredow (1804-1891), Bildhauer
  • 1881 - Otto Winterfeldt - Stadtverordneter 1862-1881, davon Stadtverordneten-Vorsteher 1866-1868 und 1870-1881
  • 1893 - Hermann Domke - Stadtverordneter 1862-1893
  • 1894 - Wilhelm Gericke - Stadtverordneter 1850-1853 und 1855-1899
  • 1903 - Louis Gumpert - Stadtverordneter 1859-1919 (60 Jahre)
  • 1905 - Rudolf Hammer (1830-1915), Reichstagsabgeordneter 1881-1884, Abgeordneter des Preu√üischen Landtags 1889-1905, Oberb√ľrgermeister 1897-1905
  • 1905 - Hermann Schlee - Fabrikant, Stadtverordneter 1864 und 1873-1905, davon Stadtverordneten-Vorsteher 1889-1905
  • 1921 - Carl Reichstein (1847-1931), Fabrikant
  • 1922 - Otto Sidow (1870-1927), Verleger der "Brandenburger Zeitung", Stadtverordneter 1898-1927, davon Stadtverordneten-Vorsteher 1919-24 und 1926-27, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung 1919 und des Reichstages 1919-24
  • 1933 - Otto Tschirch (1858-1941), Stadthistoriker
  • 1965 - Max Herm (1899-1982), Reichstagsabgeordneter 1932/33, Oberb√ľrgermeister 1945 und 1957-1965
  • 1993 - Vicco von B√ľlow (Loriot) (* 1923), Satiriker und Schauspieler
  • 1995 - Horst Flakowski (1918-1999), Kaufmann, Stifter des SOS-Kinderdorfes Brandenburg
  • 2004 - Birgit Fischer (*1962), achtfache Olympiasiegerin im Kanurennsport

weitere (Jahr der Verleihung zur Zeit nicht bekannt):

  • Barth, Friedrich Wilhelm, Rektor
  • Blell, Ernst - Fabrikant
  • Henkel, Gustav - Ackerb√ľrger
  • Kreusler, Wolrad - Arzt
  • Lehmann, Ernst Paul - Spielzeugfabrikant
  • Schmidt,Gustav - Stadtrat
  • Schrobsdorf - Amtmann

Söhne und Töchter der Stadt

  • um 1385 - Engelbert Wusterwitz - Jurist, Historiograph (Geschichtsschreiber)
  • 23. April 1508 - Georg Sabinus (Georg Schuler) - Professor der Poesie und Beredsamkeit, Gr√ľndungsrektor der Albertina und Professor an der Viadrina
  • 22. September 1750 - Christian Konrad Sprengel - Theologe, Botaniker und Naturkundler
  • 24. August 1768 - Julius von Vo√ü - Offizier, Schriftsteller
  • 12. Februar 1777 - Friedrich de la Motte-Fouqu√© - Schriftsteller
  • 5. Juni 1804 - August Wredow - Bildhauer
  • 24. September 1807 - Theodor Hosemann - Maler, Illustrator und Karikaturist in Berlin
  • 18. November 1827 - Mehmed Ali Pascha (geboren als Karl Detroit), Generalstabschef der t√ľrkischen Armee , Delegierter des Osmanischen Reiches beim Berliner Kongress 1878 , am 7. September 1878 in Albanien Opfer eines Attentats
  • 16. Januar 1848 - Otto Techow - Architekt und Landesbaurat
  • 9. Juli 1868 - Gustav Noske - Reichswehrminister
  • 4. Juli 1882 - Kurt von Schleicher - General und Reichskanzler
  • 16. M√§rz 1913 - Rudi Schuricke - Schlagers√§nger
  • 12. November 1923 - Vicco von B√ľlow (Loriot), Satiriker und Schauspieler
  • 1. Januar 1933 - Claus-Ulrich Wiesner (C.U. Wiesner) - Schriftsteller
  • 1. M√§rz 1938 - Manfred Karge - Theaterregisseur, Schauspieler und Theaterautor
  • 12. September 1939 - Joachim Kemmer - Schauspieler und Synchronsprecher
  • 25. Februar 1962 - Birgit Fischer - Kanurennsportlerin, achtfache Olympiasiegerin
  • 19. Januar 1970 - Steffen Freund - Fu√üballspieler, Europameister 1996

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Albrecht der B√§r - eroberte die Stadt 1157 , Gr√ľnder der Mark Brandenburg, erster Markgraf
  • Stephan Bodecker 1421-1459, Bischof von Brandenburg, Gelehrter, F√∂rderer des allgemeinen Unterrichts f√ľr Kinder aller sozialer Schichten
  • Otto von Bismarck - 1849 Abgeordneter von Brandenburg und Rathenow in den Preu√üischen Landtag (dabei in Brandenburg nur 48,5 % der Stimmen f√ľr ihn)
  • Friedrich (Fritz) Bollmann - Barbier, volkst√ľmliches Original († 1901 Brandenburg)
  • Friedrich Ebert (jun.) - Zeitungsredakteur der SPD
  • Wilhelm Fraenger - Stadtrat und Leiter des Amtes f√ľr Volksbildung 1946, Gr√ľndungsmitglied und Direktor der Volkshochschule 1946-47, Zweiter Vorsitzender des Kulturbundes 1947-1949
  • Engelbert Wusterwitz - Jurist (ca. 1385 Wusterwitz - 1433 Brandenburg)
  • Lothar Kreyssig - Richter am Amtsgericht Brandenburg/Havel, der gegen die Euthanasie auftrat, sp√§ter Kirchenpolitiker
  • Manfred Krug - Lehrausbildung im Stahl- und Walzwerk
  • Otto Graf Lambsdorff - zeitweise Schulausbildung in der Ritterakademie,1995 - 2003 Kurator des F√∂rdervereins Dom zu Brandenburg
  • Ernst Paul Lehmann - Spielzeugfabrikant ( 1856 Berlin - 1931 Brandenburg)
  • Werner M√∂lders - Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg, Kindheit und Schulzeit
  • Roy Pr√§ger - deutschlandweit bekannter Fu√üballer, der in Brandenburg bei Stahl kickte
  • Moritz Ludwig Seyffert , Philologe und P√§dagoge(* 1809 Wittenberg ‚Äď ‚Ä† 1872 Potsdam)

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Sorat Hotel Brandenburg 14770 Brandenburg http://www.sorat-hotels.com/brandenburg/index.htm  0 33 81 / 59 70

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