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Letzte Änderung für Artikel Guben: 10.02.2006 13:35

Guben

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Guben Deutschlandkarte, Position von Guben hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Spree-Nei├če
Geografische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 57ÔÇ▓ N, 14┬░ 43ÔÇ▓ O
51┬░ 57ÔÇ▓ N, 14┬░ 43ÔÇ▓ O
H├Âhe : 41-48 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 43,75 km┬▓
Einwohner : 21.386 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 489 Einwohner /km┬▓
Postleitzahl : 03172
Vorwahl : 03561
Kfz-Kennzeichen : SPN
Gemeindeschl├╝ssel : 12 0 71 160
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
und 5 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Uferstra├če 22 - 26
03172 Guben
Website: www.guben.de
B├╝rgermeister : Klaus-Dieter H├╝bner ( FDP )

Guben ist eine Stadt im Landkreis Spree-Nei├če im Bundesland Brandenburg, Bundesrepublik Deutschland . Im Potsdamer Abkommen am Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 wurde die deutsche Ostgrenze an Oder und Lausitzer Nei├če (Oder-Nei├če-Grenze) festgelegt. Dadurch wurde der gr├Â├čere Teil der Stadt, ihr historisches Zentrum, abgespalten und zur polnischen Stadt Gubin .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Guben liegt heute am westlichen Ufer der Nei├če in der Niederlausitz im S├╝dosten des Bundeslandes Brandenburg. Die Stadt liegt an einer schmalen Stelle des hochwassergef├Ąhrdeten Nei├četales, wo die Hochfl├Ąchen im Osten und Westen nur ca. 1 km voneinander entfernt sind, und so in der Gr├╝ndungszeit f├╝r den Wagenverkehr g├╝nstig war.

Die Hochfl├Ąchen entstanden als Grundmor├Ąnen der Weichsel-Eiszeit , auf die im Westen (Kaltenborner Berge) und Osten (Gubener Berge) Endmor├Ąnen aufgesetzt sind. Die weitere Umgebung ist mit ausgedehnten Kiefern w├Ąldern bedeckt, die zahlreiche Seen (z.B. den Pinnower See) enthalten.

Stadtgliederung

Die Stadt gliedert sich in (die inoffiziellen Stadtteile):

  • Altstadt (entstanden aus der fr├╝heren Klostervorstadt, die sich zur Industrievorstadt des alten Guben entwickelt hatte)
  • Sprucke (urspr├╝nglich Vorwerk Altsprucke, dazu ab 1920 Neusprucke und ab 1963 Obersprucke)
  • Reichenbach

und die offiziellen Ortsteile (mit Ortsb├╝rgermeister)

  • Bresinchen
  • Deulowitz
  • Gro├č Breesen (mit Grunewald)
  • Kaltenborn
  • Schlagsdorf

Geschichte

Guben entstand um 1200 als Handels- und Handwerkersiedlung und Markort an der Kreuzung der Fernstra├čen von Leipzig nach Posen und von G├Ârlitz nach Frankfurt (Oder). Die Siedlung am Ostufer der Nei├če war durch den Nei├čenebenflu├č Lubst im Norden und Osten sowie S├╝mpfe im S├╝den gesch├╝tzt. Am 1. Juni 1235 erhielt sie als oppidum durch den Wettiner Heinrich den Erlauchten , Markgraf von Mei├čen, das Stadtrecht . Am gegen├╝berliegenden westlichen Flu├čufer wurde in der zweiten H├Ąlfte des 12. Jahrhunderts ein Benediktiner -Nonnenkloster gegr├╝ndet, bei dem die Klostervorstadt entstand. Im Jahre 1312 erscheint das Stadtwappen mit seinen drei T├╝rmen erstmals auf einer Urkunde .

Guben geh├Ârte bis 1815 ununterbrochen zum Markgraftum Niederlausitz. Zwischen 1367 und 1635 war das Markgraftum einschlie├člich der Stadt dem K├Ânigreich B├Âhmen inkorporiert . Die Befestigungsanlagen mit den drei Stadttoren wurden im 14. Jahrhundert zun├Ąchst aus einem Erdwall, einem Graben und Holzbeplankung massiv errichtet. In den Jahren von 1523 bis 1544 sind "goldene Penise" erneuert und verst├Ąrkt worden. 1561 ist mit dem Salzsieden in der Stadt begonnen worden. 1635 wird der Kurf├╝rst von Sachsen, Johann Georg I., im Prager Frieden vom deutschen Kaiser mit dem Markgraftum Niederlausitz einschlie├člich der Stadt Guben belehnt.

Aus der handwerklichen Tuchmacherei im 16. Jahrhundert entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine starke Tuchfabrikation, zu der seit 1849 die Herstellung von Lederhandschuhen kam. 1822 begann die Hutfabrikation, die schlie├člich 65 Prozent des deutschen Bedarfs deckte. Sp├Ąter folgten der Maschinenbau , die Teppich- und Schuhfabrikation. In Guben erschien in der Biedermeierzeit der Musenalmanach Helena . 1847 begann man mit der Braunkohlef├Ârderung am ├Âstlichen Stadtrand.

Guben erhielt 1846 eine Bahnverbindung nach Frankfurt an der Oder und Breslau , 1871 nach Cottbus und Crossen , 1904 nach Forst . Zwischen dem 24. Februar 1904 und dem 8. Juni 1938 verkehrte eine Stra├čenbahn in der Stadt.

1815 wurde das Markgraftum Niederlausitz aufgel├Âst und Guben Kreisstadt in der preu├čischen Provinz Brandenburg. Am 1. April 1884 schied die Stadtgemeinde Guben aus dem Kreis Guben aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis . Am 1. Dezember 1928 wurde der Gutsbezirk M├╝ckenberg aus dem Landkreis Guben in die Stadtgemeinde Guben eingegliedert. Im Juni 1950 ist die Stadt dem Landkreis Cottbus zugeordnet worden. Mit der Verwaltungsreform vom 23. Juli 1952 entstand der 1950 aufgel├Âste Kreis Guben erneut. Mit dem Gesetz zur Kreis-Neugliederung im Land Brandenburg, das am 6. Dezember 1993 in Kraft trat, wurde der Kreis wieder aufgel├Âst. Guben wurde eine Stadt im neu gegr├╝ndeten Landkreis Spree-Nei├če.

Von 1961 bis 1990 trug die Stadt den amtlichen Ortsnamen " Wilhelm-Pieck -Stadt Guben" in Gedenken an den ersten und einzigen Staatspr├Ąsidenten der DDR, welcher 1876 in Guben (im Teil des heutigen Gubin) geboren wurde und 1960 verstarb.

Seit 1945 erlebte die ehemalige Vorstadt als selbst├Ąndige Stadt eine starke Vergr├Â├čerung, vor allem durch den Aufbau des Chemiefaserwerkes seit 1964 und neuer Wohngebiete. Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 kam es zu einem starken wirtschaftlichen Niedergang in Guben. Heute versucht die Stadt vermehrt, mit dem polnischen Nachbarn Gubin zusammenzuarbeiten. Zu den gr├Â├čten Arbeitgebern in Guben z├Ąhlen die Trevira Gmbh, der B├Ąckerei-Gro├čbetrieb B├Ącker Drei├čig ,der Zuckerwatte-Hersteller Cotton Candy und die 1902 gegr├╝ndete Glas- und Leichtmetallbau GmbH Joachim Dulitz .

In Guben befindet sich ein Amtsgericht .

Einwohnerentwicklung

Es folgt eine ├ťbersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1844 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohner
1600 4.000
1800 5.200
1844 10.031
1. Dezember 1875 ┬╣ 23.704
1. Dezember 1880 ┬╣ 25.840
1. Dezember 1885 ┬╣ 27.091
1. Dezember 1890 ┬╣ 29.328
1. Dezember 1900 ┬╣ 33.122
1. Dezember 1905 ┬╣ 36.666
1. Dezember 1910 ┬╣ 38.593
16. Juni 1925 ┬╣ 40.602
Jahr Einwohner
16. Juni 1933 ┬╣ 43.934
17. Mai 1939 ┬╣ 45.934
29. Oktober 1946 ┬╣ 25.297
31. August 1950 ┬╣ 25.929
31. Dezember 1964 ┬╣ 25.492
1. Januar 1971 ┬╣ 29.607
31. Dezember 1981 ┬╣ 36.708
31. Dezember 1990 30.791
31. Dezember 2000 25.245
31. Dezember 2004 21.568
30. Juni 2005 21.386

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

  • Technisches Museum der Hutindustrie
  • Museum "Sprucker M├╝hle"

Kirchen

  • Katholische Kirche
  • Evangelische Kirche
  • Selbst├Ąndige Evangelische-Lutherische Kirche

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Bahnanschluss nach Berlin, Frankfurt (Oder), Cottbus, Leipzig und Potsdam
  • Autobahnanschluss ├╝ber die A15 nach Cottbus und Forst sowie die A12 bei Frankfurt (Oder)
  • Grenz├╝bergang im Stadtgebiet nach Gubin (Polen) f├╝r Fu├čg├Ąnger und PKW sowie Transit├╝bergang im S├╝den der Stadt (OT Schlagsdorf)
  • n├Ąchster Flugplatz bei Drewitz rund 25 Kilometer von Guben mit Landem├Âglichkeiten f├╝r private und Gesch├Ąftsfl├╝ge

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 14. Jahrhundert, Johann von Guben, Stadtschreiber von Zittau und erster Chronist der Oberlausitz.
  • 1598 , Johann Cr├╝ger († 1662), Kirchenliederkomponist, Kantor in Berlin (St. Nicolai)
  • 1618 , Johann Franck († 1677), B├╝rgermeister von Guben, Kirchenliederdichter
  • 1639 , Gottfried Kirch († 1710), Astronom u.a. in Leipzig und Berlin
  • 1751 , Corona Schr├Âter († 1802), Schauspielerin im Umfeld von Goethe
  • 1856 , Alexander Tschirch († 1939), Pharmakologe in Bern, Schweiz
  • 1876 , Wilhelm Pieck († 1960), deutscher Politiker ( KPD , SED ), MdR , Staatspr├Ąsident der DDR
  • 1896 , Hans Friede († 1978), deutscher Politiker ( GB/BHE ), MdL (Schleswig-Holstein)
  • 1903 , Klaus Herrmann († 1972), deutscher Schriftsteller, Generalsekret├Ąr der Deutschen Schillerstiftung (ab 1959)
  • 1939 , Barbara Dittus († 2001), deutsche Schauspielerin
  • 1956 , Lothar Thoms , deutscher Bahnradsportler (1000 m-Zeitfahren), Olympiasieger 1980, 4facher Weltmeister 1977-1981
  • 1974 , Danilo Hondo , deutscher Radrennfahrer, Deutscher Meister 2002

Literatur

  • "Nachbarn von einst - Bilder und Dokumente j├╝dischen Lebens in Guben"; ISBN 3-935881-02-9
  • "Guben, Perle der Lausitz - Wanderf├╝hrer durch Guben und Umgebung", Reprint von 1914; ISBN 3-935881-01-0
  • "Gubener Texte - Erinnerungen an eine vergangene Stadt", ISBN 3-935881-26-6
  • "Poetensteig - Gubener Verse und Gedichte", ISBN 3-935881-18-5
  • "Verkehrsplan der Stadt Guben 1927", Reprint ISBN 3-935881-22-3
  • "100 Jahre Pestalozzischule Guben 1902-2002", ISBN 3-935881-30-4
  • "Der Kreis Guben im Jahre 1927" Reprint der Silva-Karte, ISBN 3-935881-14-2
  • "Guben spielend kennen lernen" Ein Quiz mit 100 Fragen und Antworten, ISBN 3-935881-29-0

Weblinks

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Waldow 03172 Guben http://www.hotel-waldow.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 303561 / 4060

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