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Letzte Änderung für Artikel Forst (Lausitz): 06.02.2006 03:22

Forst (Lausitz)

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Wappen Karte
Forster Stadtwappen Deutschlandkarte, Position von Forst (Lausitz) hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Kreis : Landkreis Spree-Nei├če
Geografische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 44ÔÇ▓ N, 14┬░ 38ÔÇ▓ O
51┬░ 44ÔÇ▓ N, 14┬░ 38ÔÇ▓ O
H├Âhe : 77 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 110,59 km┬▓
Einwohner : 22.694 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 205 Einwohner je km┬▓
Postleitzahl : 03141 - 03149
Vorwahl : 03562
Kfz-Kennzeichen : SPN
Gemeindeschl├╝ssel : 12 0 71 076
Adresse der Stadtverwaltung: Promenade 9
03149 Forst
Website: www.forst-lausitz.de
B├╝rgermeister : Dr. Gerhard Reinfeld ( CDU )

Forst (sorb. Bar┼íc') in der Niederlausitz ist die Kreisstadt des Landkreises Spree-Nei├če. Die Stadt liegt ├Âstlich von Cottbus an der Nei├če . Am gegen├╝berliegenden polnischen Ufer liegt der ehemalige Stadtteil Berge, er hei├čt heute Zasieki und geh├Ârt zur Gemeinde Brody (Pf├Ârten). Forst ist der einzige Ort der Lausitz mit dem Namenszusatz Lausitz, andere Orte benennen in ihren Namenszus├Ątzen den Teil der Lausitz explizit, z.B. Wei├čwasser/Oberlausitz und Spremberg/Niederlausitz

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

S├╝dlich des sorbischen Dorfes Altforst mit der Marienkirche bildete sich wohl um 1150 am ├ťbergang der wichtigen West-Ost-Stra├če von Halle nach Glogau (Salzstra├če) ├╝ber die Nei├če eine Kaufmannssiedlung mit Nikolaikirche, woraus sich seit etwa 1265 die regelm├Ą├čig angelegte, im 14. Jahrhundert erstmals als solche bezeichnete Stadt entwickelte, f├╝r deren Gedeihen sp├Ąter auch die Nord-S├╝d-Stra├če von Guben in die Niederlausitz an Bedeutung erlangte. Der Rat konnte die Niedergerichte erwerben. 1352 bekam Katharina von Ileburg von Friedrich III. von Mei├čen die Herrschaft Forst verliehen.

Seit 1380 sa├čen auf der Burg westlich des M├╝hlgrabens die Biebersteiner als Vasallen des Markgraftums Niederlausitz, zumeist in Verbindung mit der Herrschaft Pf├Ârten , die in der Landesverfassung eine bevorzugte Stellung innehatte. Sie blieben dort bis zum Aussterben der Adelsfamilie mit Ferdinand II. 1667. Im Jahre 1428 best├Ątigten Ulrich, Wenzel und Friedrich von Bieberstein die Stadtrechte. 1626 besetzte im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg der Feldherr Wallenstein mit seinen Truppen Forst. Mit der Niederlausitz fiel die Stadt 1635 an das Kurf├╝rstentum Sachsen.

Das seit 1418 privilegierte Tuchmacherhandwerk pr├Ągte die Wirtschaft der Stadt, es erhielt seit 1628 Zuzug durch Tuchmacher aus den Niederlanden sowie den schlesischen Orten Lissa , Meseritz und Fraustadt , so dass 1695 die Innung 50 Meister z├Ąhlte. 1704 nahm Herzogin Luise-Elisabeth von Sachsen-Merseburg ihren Witwensitz in Forst. 1746 erwarb Graf Heinrich von Br├╝hl die Herrschaft Forst und vereinigte sie wieder mit Pf├Ârten. 1748 verheerte ein gro├čer Brand die Stadt. Der Wiederaufbau erfolgte nach Pl├Ąnen von Br├╝hl und Baumeister Kn├Âfel. Nach 1750 richtete der Graf als Besitzer von Forst eine Tuch- und Leinenmanufaktur im Jahnschen Schloss ein. 1763 wurde Graf Heinrich von Br├╝hl unter dem Taufstein der Stadtkirche beigesetzt.

1815 kam Forst durch den Wiener Frieden an Preu├čen und wurde dem brandenburgischen Kreis Sorau im Regierungsbezirk Frankfurt zugeteilt. 1821 errichtete der Kaufmann Jeschke auf dem Schlossgrundst├╝ck die erste Spinnfabrik. 1832 erschien die erste Forster Zeitung. 1837 erfolgte die Vereinigung der Stadt- und Amtsgemeinde. Die Herstellung von Buchskin seit 1840 und die Einf├╝hrung der Dampfmaschine 1844 lie├č Forst zu einer der bedeutendsten Textilst├Ądte werden ("deutsches Manchester").

1863 nahm die Gasfabrik ihren Betrieb auf, 1888 er├Âffnete der st├Ądtische Schlachthof und 1903 das Wasserwerk. 1875 wurde das Dorf Altforst eingemeindet. 1880 entstand das Gymnasium und 1891 die Webschule. 1897 wurde Forst Stadtkreis. Im gleichen Jahr suchte ein verheerendes Hochwasser die Stadt heim. Die Einwohnerzahl stieg mit der Industrialisierung von 2.600 im Jahre 1830 auf 32.000 im Jahre 1900. 1872 entstand die Bahnverbindung nach Cottbus und Sorau, 1891 nach Wei├čwasser , 1904 nach Guben. Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sich die ersten Parteien (1871 der ├Ârtliche Sozialdemokratische Arbeiterverein und die Ortsgruppe der SDAP).

1922 wurde die Gro├če Nei├čebr├╝cke errichtet und 1932 begann man mit der Regulierung des Flusses. 1937 feierte die Stadt das 450j├Ąhrige Bestehen der K├Ânigskompanie der Forster Sch├╝tzengilde. Am Ende des 2. Weltkrieges eroberten in der Zeit vom 16. bis 18. April 1945 sowjetische Truppen Forst. Nach Beendigung der K├Ąmpfe lagen 85 Prozent der Stadt in Tr├╝mmern. Die Gebiete rechts der Nei├če (Stadtteil Berge) wurden unter polnische Verwaltung gestellt, die Einwohner vertrieben.

1952 erhielt Forst den Status einer Kreisstadt. In den 1970er und 1980er Jahren wurden zahlreiche neue Geb├Ąude in der Innenstadt errichtet. Mit der Wende in der DDR im Jahre 1989 begann eine Neustrukturierung der kommunalen Infrastruktur . 1993 wurde Forst Kreisstadt des Landkreises Spree-Nei├če. 2002 erfolgte die Er├Âffnung der deutsch-polnischen Grenzbr├╝cke Forst - Zasieki ("Br├╝cke der europ├Ąischen Union"). 2004 erhielt Forst den Titel "Rosenstadt".

Einwohnerentwicklung

Es folgt eine ├ťbersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei 1820 handelt es sich um eine Sch├Ątzung, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev├Âlkerung", ab 1925 auf die Wohnbev├Âlkerung und seit 1966 auf die "Bev├Âlkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1820 2.600
1. Dezember 1875 ┬╣ 14.131
1. Dezember 1880 ┬╣ 16.124
1. Dezember 1885 ┬╣ 18.641
1. Dezember 1890 ┬╣ 23.075
2. Dezember 1895 ┬╣ 25.700
1. Dezember 1900 ┬╣ 32.075
1. Dezember 1905 ┬╣ 33.757
1. Dezember 1910 ┬╣ 33.875
1. Dezember 1916 ┬╣ 29.359
5. Dezember 1917 ┬╣ 27.019
8. Oktober 1919 ┬╣ 32.216
16. Juni 1925 ┬╣ 35.864
16. Juni 1933 ┬╣ 37.720
17. Mai 1939 ┬╣ 44.802
Jahr Einwohner
1. Dezember 1945 ┬╣ 24.416
29. Oktober 1946 ┬╣ 29.829
31. August 1950 ┬╣ 30.475
31. Dezember 1955 29.661
31. Dezember 1960 28.695
31. Dezember 1964 ┬╣ 29.860
1. Januar 1971 ┬╣ 29.134
31. Dezember 1975 27.774
31. Dezember 1981 ┬╣ 27.013
31. Dezember 1985 26.509
31. Dezember 1988 26.676
31. Dezember 1990 25.679
31. Dezember 1995 25.701
31. Dezember 2000 24.309
30. Juni 2005 22.694

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Politik

St├Ądtepartnerschaften

Forst pflegt st├Ądtepartnerschaftliche Beziehungen zu:

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Stadt gibt es einige mittelst├Ąndische Unternehmen und viele Einzelh├Ąndler. Forst soll zu einem Dienstleistungszentrum ausgebaut werden. Die alte Textilindustrie existiert nicht mehr.

Verkehr

  • Bahn: Regionalbahn von Cottbus, Fernreisebahn Hamburg - Breslau
  • Bundesstra├če : B 112 , B 122
  • Autobahn : A 15

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Die Stadt ist f├╝r ihren Rosengarten bekannt. Regelm├Ą├čig finden die Rosengartenfesttage statt. Jedes Jahr wird eine Rosenk├Ânigin gew├Ąhlt, welche die Stadt und den Rosengarten repr├Ąsentieren soll.

Au├čerdem findet im August traditionell das Wasserturmfest statt.

Museen

  • Textilmuseum (Industrie- und Heimatmuseum)

[1]

Sehensw├╝rdigkeiten

  • historischer Wasserturm
  • Ostdeutscher Rosengarten Forst
  • eine der ├Ąltesten Radrennbahnen Ostdeutschlands (17. Juni 1906 )

Sport

Auf der Radrennbahn werden pro Jahr eine Vielzahl an Steherrennen veranstaltet. Auch der Europameister bei den Stehern wurde schon in Forst ausgefahren. Einige Bewohner der Stadt sind ausgesprochene Radsportfans mit sehr viel Sachkenntnis. Auch im Stadion am Wasserturm finden einige sportliche Ereignisse statt. Z.B. die Fussballspiele des ESV Forst 1990 e.V.

Freizeit

Ein ausgebautes Radwegenetz im Umkreis der Stadt erm├Âglicht gro├če und kleine Touren mit dem Fahrrad. Interessant und reizvoll sind die Nei├čeauen, aber auch das Niederlausitzer Hinterland. Die Wege eignen sich auch f├╝r den sportlich ambitionierten Radler (asphaltiert). J├Ąhrlich zu Himmelfahrt findet eine V├Âlkerwanderung mit dem Fahrrad in der Gegend statt.

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1892 , 19. Dezember , Max Seydewitz, sozialistischer Politiker, Ministerpr├Ąsident von Sachsen (1947-1952)
  • 1899 , 2. Mai , Kurt Pohle, † 3. November 1961, deutscher Politiker ( SPD ), MdB , MdL (Schleswig-Holstein), Minister f├╝r Volkswohlfahrt und Gesundheit in Schleswig-Holstein.
  • 1959 , 21. Januar , G├╝nter Nooke war DDR-Oppositioneller und ist ein deutscher Politiker (CDU), MdB .
  • 1978 , 24. April , Ronny Scholz , deutscher Radrennfahrer

Weblinks

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