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Letzte Änderung für Artikel Untersiggenthal: 14.02.2006 08:33

Untersiggenthal

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Wappen
Wappen von Untersiggenthal
Basisdaten
Kanton: Aargau
Bezirk : Baden
BFS-Nr. : 4044
PLZ : 5417
Koordinaten : 47┬░ 30' n. Br.
8┬░ 15' ├Â. L.
H├Âhe : 375  m ├╝. M.
Fl├Ąche: 8.36  km┬▓
Einwohner : 6242 (31. Dezember 2004)
Website : www.untersiggenthal.ch
Karte
Karte von Untersiggenthal

Untersiggenthal ist eine Gemeinde im Bezirk Baden im Schweizer Kanton Aargau. Sie liegt rund drei Kilometer nordwestlich des Bezirkshauptorts.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde liegt in der flachen Schotterebene ├Âstlich des Wasserschlosses der Schweiz, dem Zusammenfluss von Aare, Limmat und Reuss . Die zwei zusammengewachsenen historischen Ortsteile Untersiggingen und Obersiggingen liegen auf einer markanten Gel├Ąndestufe, die zur Limmat hin steil abf├Ąllt. In den Flussschlaufen am n├Ârdlichen Ufer der Limmat haben sich die neuen Quartiere Ennetturgi und Wasserfallen entwickelt. Im Norden bildet der Siggenberg eine nat├╝rliche Begrenzung. In der nordwestlichen Ecke des Gemeindegebietes, rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt, befindet sich im Aaretal die Ortschaft Siggenthal-Station, die rund um den dortigen Bahnhof entstanden ist.

Die Fl├Ąche des Gemeindegebietes betr├Ągt 828 Hektaren, davon sind 366 Hektaren bewaldet und 155 Hektaren ├╝berbaut. Die h├Âchstgelegene Stelle liegt auf 590 Metern, der tiefstgelegene Punkt auf 325 Metern an der Aare.

Nachbargemeinden sind W├╝renlingen im Norden, Obersiggenthal im Osten, Turgi und Gebenstorf im S├╝den sowie Brugg und Villigen im Westen.

Geschichte

Das Gebiet von Untersiggenthal war bereits w├Ąhrend der Jungsteinzeit und der Bronzezeit besiedelt. Die erste urkundliche Erw├Ąhnung von "Sickinga" erfolgte im Jahr 833 . Grundbesitzer waren das Fridolinstift in S├Ąckingen (seit dem 9. Jahrhundert), das Kloster Einsiedeln (seit dem fr├╝hen 11. Jahrhundert], das Kloster Sankt Blasien (seit dem 12. Jahrhundert), das Kloster Wettingen (seit 1245) und das Kloster K├Ânigsfelden in Windisch (seit 1337). Landesherren waren bis 1264 die Kyburger, nach deren Aussterben die Habsburger . Diese ├╝bten die hohe Gerichtsbarkeit aus.

Um 1250 wurde in der Freudenau gegen├╝ber von Stilli eine Br├╝cke ├╝ber die Aare gebaut. Zu ihrem Schutz wurde die Burg Freudenau errichtet. Ein Grossteil der Anlage wurde 1351 bei einem Kriegszug der Z├╝rcher zerst├Ârt. Weitere Teile fielen kurz nach 1400 einem Grossbrand zum Opfer; die restlichen Geb├Ąude wurden verlassen und verfielen im Laufe der Jahrhunderte.

1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau und Siggenthal war fortan Bestandteil des Siggenamts in der Grafschaft Baden, einer gemeinen Herrschaft . 1695 wurde das Siggenamt geteilt, als Kirchdorf und Nussbaumen die eigenst├Ąndige Gemeinde Obersiggenthal bildeten. Im M├Ąrz 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Untersiggenthal wurde eine Gemeinde im kurzlebigen Kanton Baden. 1799 legten die Truppen von Marschall Andr├ę Mass├ęna einen Teil von Untersiggingen in Schutt und Asche. Seit 1803 geh├Ârt die Gemeinde zum Kanton Aargau.

Ab dem 18. August 1859 f├╝hrte die Eisenbahnlinie nach Waldshut durch das Gemeindegebiet von Untersiggenthal. Die drei Jahre vorher er├Âffnete Bahnstation in Turgi lag f├╝r die meisten Einwohner jedoch bedeutend n├Ąher. 1869 wurde die erste Fabrik gebaut. Seit 1900 stieg die Einwohnerzahl um mehr als das Sechsfache und Untersiggenthal wurde in die Agglomeration Baden integriert.

Wappen

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: "In Rot zwei gekreuzte weisse Schl├╝ssel." Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingef├╝hrte Wappen ist vermutlich vom Attribut des Kirchdorfer Kirchenpatrons Petrus hergeleitet. Die zwei Schl├╝ssel weisen auf Ober- und Untersiggingen hin.

Bev├Âlkerung

Bev├Âlkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1778 508
1860 1003
1900 1073
1930 1637
1950 1890
1960 2868
1970 3854
1980 4597
1990 5424
2000 6128
2004 6242

Am 31. Dezember 2004 lebten 6242 Menschen in Untersiggenthal, der Ausl├Ąnderanteil betrug 24,3 %. Bei der Volksz├Ąhlung 2000 waren 47,6 % r├Âmisch-katholisch, 28,2 % reformiert, 2,9% christlich-orthodox und 7,0% moslemisch; 0,9 % geh├Ârten anderen Glaubensrichtungen an. 82,9 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 3,6 % Italienisch, 2,8 % Albanisch, 2,3 % Serbokroatisch, 1,3 % Franz├Âsisch, 1,0 % T├╝rkisch, 0,9 % Portugiesisch, 0,8 % Englisch, 0,7 % Spanisch.

Beh├Ârden

Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung , ├╝bt die Legislativgewalt aus. Ausf├╝hrende Beh├Ârde ist der Gemeinderat . Seine Amtsdauer betr├Ągt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren ( Mehrheitswahlverfahren ) vom Volk gew├Ąhlt. Er f├╝hrt und repr├Ąsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschl├╝sse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.

Die f├╝nf Gemeinder├Ąte der Amtsperiode 2006-2009 sind:

  • Hans Killer ( SVP ), Gemeindeammann
  • Karl Keller ( CVP ), Vize-Gemeindeammann
  • Jeannine Grob ( SP )
  • Marl├Ęne Koller-Huber ( SVP )
  • Antoinette Sommerhalder-Eckert ( FDP ),

F├╝r Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Baden zust├Ąndig. Untersiggenthal geh├Ârt zum Friedensrichterkreis Kirchdorf.

Wirtschaft

In Untersiggenthal gibt es rund 1400 Arbeitspl├Ątze, davon 3 % in der Landwirtschaft, 51 % in der Industrie und 46 % im Dienstleistungsbereich. Die Gemeinde z├Ąhlt noch neun Landwirtschaftsbetriebe. Am sonnigen S├╝dhang des Siggenbergs wird etwas Weinbau betrieben. Es gibt insgesamt 240 kleinere und mittlere Betriebe. Unter anderem hat die ABB hier eine Zweigstelle. In Ennetturgi und an der Bahnstation Siggenthal-W├╝renlingen gibt es jeweils eine Gewerbezone. Die meisten Erwerbst├Ątigen sind Wegpendler und arbeiten in der nahe gelegenen Stadt Baden.

Verkehr

Durch Untersiggenthal f├╝hrt die viel befahrene Hauptstrasse von Baden durch das untere Aaretal nach Koblenz. Drei Br├╝cken f├╝hren ├╝ber die Limmat nach Gebenstorf und Turgi, eine Br├╝cke ├╝ber die Aare nach Stilli.

Untersiggenthal ist Endstation von zwei Buslinien der Gesellschaft RVBW: Die Linie 2, die in Spitzenzeiten alle 10 Minuten verkehrt, f├Ąhrt ├╝ber Baden und Wettingen nach Spreitenbach. Die Linie 6 f├Ąhrt via Ennetbaden nach Baden und Wettingen. Die Postautolinie von Gebenstorf nach W├╝renlingen verbindet die Gemeinde mit den Bahnh├Âfen Siggenthal-W├╝renlingen und Turgi.

Bildung

Es gibt je vier Kinderg├Ąrten und Schulh├Ąuser, in denen die Primarschule , die Sekundarschule und die Realschule untergebracht sind. Die Bezirksschule kann in Turgi besucht werden. Die n├Ąchstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Baden und Wettingen.

Weblinks


Koordinaten: 47┬░ 30' N, 8┬░ 15' O

Wikipedia

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