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Letzte Änderung für Artikel Oberaudorf: 12.02.2006 09:37

Oberaudorf

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Wappen Karte
Wappen fehlt Deutschlandkarte, Position von Oberaudorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Landkreis : Rosenheim
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 38' 400 N, 12¬į 10' 200 E
47¬į 38' 400 N, 12¬į 10' 200 E
H√∂he : 482 m √ľ. NN
Fläche : 59,29 km²
Einwohner : 4.780 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte : 81 Einwohner je km²
Postleitzahl : 83080
Kfz-Kennzeichen : RO
Gemeindeschl√ľssel : 09 1 87 157
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Oberaudorf
83080 Oberaudorf
Website: www.oberaudorf.de
E-Mail-Adresse: info@gemeinde-oberaudorf.de

Der Luftkurort Oberaudorf ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern mit 4.780 Einwohnern im Landkreis Rosenheim.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Oberaudorf liegt in der Region S√ľdostoberbayern in den bayerischen Voralpen und dem bayrischen Teil des Unterinntals.

Es existieren folgende Gemarkungen : Niederaudorf, Oberaudorf.

Geschichte

Besiedlungsspuren in der Gemarkung Audorf reichen zur√ľck bis in die Bronze - und Urnenfelderzeit . Ein Hortfund an r√∂mischen M√ľnzen, bajuwarische Reihengr√§ber und Reste einer sehr alten Verkehrsader leiten weiter bis in das Fr√ľhmittelalter .

Die schriftlich √ľberlieferte Geschichte beginnt mit der ersten urkundlichen Erw√§hnung im Jahre 780 als Urdorf in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Freising . Bis dahin lag die Hauptgrundherrschaft in H√§nden des Agilolfinger Herzogs Tassilo III., mit dessen Genehmigung neun H√∂fe in Oberaudorf an die Kirche Salzburg √ľbertragen wurden. Durch diese und weitere Schenkungen Edler wurden neben den fr√§nkischen K√∂nigen die Hochstifte Salzburg und Freising bedeutende Grundherren. 792 wird dabei auch die bisherige Eigenkirche eines Edlen - eine h√∂lzerne Basilika - geschenkt, die 804 als bisch√∂fliche Kirche erscheint. 930 greift ein Seitenzweig der Aribonen , beherrschend am rechten Innufer, auf Oberaudorf √ľber. Die m√§chtigen Herren im Mangfallgau (ca. 1100 - 1260 ), die Grafen von Falkenstein, machten vor den herzoglichen und kirchlichen Besitz in Oberaudorf halt und konnten hier nur weitgehend Lehen erreichen.

Die heutigen Orte Oberaudorf und Niederaudorf waren damals noch unter dem gemeinsamen Namen Auerdorf zusammengefasst. Den bayerischen Herz√∂gen gelang es, die Falkensteiner seit 1244 aus ihren Besitzungen und Herrschaften zu verdr√§ngen und ihre eigene Herrschaft im Inntal auszubauen. Nach der Zerst√∂rung der Burg Falkenstein 1296 entstanden in Oberaudorf und Kirnstein bald darauf neue Herrschaftsmittelpunkte in den dortigen Burgen. Ersteres wurde sogar vor√ľbergehend Morgengabe der zweiten Gattin Kaiser Ludwigs des Bayern , Margarethe von Holland . Zur gleichen Zeit stieg Oberaudorf aus dem urspr√ľnglichen Verwaltungsamt mit den umliegenden Orten zu einem eigenen Landgericht empor.

Seit dem 16. Jahrhundert wurde dieses Gericht mit der angeschlossenen Herrschaft wiederholt an Adlige verpf√§ndet und verlehnt, so 1556 an Gg. Hundt von Lauterbach, 1645 an Freih. Hans Christoph von Ruepp. Unter dieser Familie wurde Oberaudorf in den beiden Erbfolgenkriegen 1703 / 05 und 1743 durch Krieg und Brand schwer heimgesucht. Im Frieden zwischen √Ėsterreich und Bayern 1745 zu F√ľssen wurde ausdr√ľcklich festgesetzt, dass die Auerburg als Grenzfeste gegen √Ėsterreich ganz zu zerst√∂ren sei. F√ľr Oberaudorf war damit seine erste gro√üe Zeit vorbei; es verlor sogar die staatliche Amtsverwaltung.

Die Napoleonische Zeit brachte viele Truppen durch M√§rsche und Quartierlasten, aber kein Kampfgeschehen f√ľr den Ort. Die Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutete f√ľr Oberaudorf neuen Aufschwung. 1840 erhielt es statt der Eremitenschule beim Weber an der Wand ein neues Schulgeb√§ude im Ort, 1848 durch die Aufhebung des Obereigentums und der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit umw√§lzende Neuerungen, seit 1850 als neuentdeckte Sommerfrische die ersten Urlaubsg√§ste, 1857 Anschluss an die neue Bahnlinie Rosenheim - Kufstein. Gleichzeitig begann ein gesteigertes gesellschaftliches und soziales Leben in Vereinen und Organisationen. 1868 wurde das bisherige Vikariat infolge seiner Gr√∂√üe und Bedeutung eigene Pfarrei, von der Kiefersfelden wiederum abgetrennt wurde.

Nach den großen Bränden von 1823 und 1857 war der Hauptteil des Ortes neu erstanden. Den beiden Weltkriegen fielen 124 und im zweiten 269 Ortsbewohner als Soldaten zum Opfer, durch Fliegerangriff wurden noch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges 1945 Zivilisten getötet.

Die Bev√∂lkerung der Gemeinden Ober- und Niederaudorf hat sich in einer Volksbefragung am 22. November 1970 f√ľr einen Zusammenschluss der Gemeinden ausgesprochen, der zum 1. April 1971 erfolgt ist.

Die Auerburg

Erstmals erwähnt wird die Auerburg im Teilungsvertrag von 1329 zwischen Kaiser Ludwig dem Bayern und den Söhnen Herzog Rudolfs.

Archäologische Forschungen 1992 - 1993 haben jedoch nachgewiesen, dass der markante Burgfels bereits in der Bronzezeit besiedelt war und hier schon im 12. Jahrhundert eine erste Burganlage als Sitz eines Ortsadels stand.

Mit dem Niedergang der Grafen von Falkenstein 1247 kam die Auerburg in den st√§ndigen Besitz der Wittelsbacher . Sie lag strategisch g√ľnstig zwischen den teils zu Bayern-Ingolstadt, teils zu Bayern-Landshut geh√∂renden Burgen Kufstein, Thierberg und Kirnstein und sicherte den Herz√∂gen von Oberbayern deren Position im Inntal.

Nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg ( 1503 - 1505 ) gingen die Gerichte Kufstein, Kitzb√ľhl und Rattenberg f√ľr Bayern verloren. Die Auerburg war von nun an Grenzveste zu Tirol .

Sie war Mittelpunkt eines eigenen Landgerichtes und Amtssitz eines Pflegers, der als Richter und Verwalter im Gerichtsbezirk fungierte.

Um 1700 war die Auerburg noch eines der stattlichsten Burgschlösser des Inntales, wie ein Kupferstich von Michael Wening aus dem Jahre 1701 zeigt.

Im √∂sterreichischen Erbfolgekrieg eroberten Panduren 1743 die Auerburg; als Diktat des Friedens von F√ľssen wurde die Festung 1745 gesprengt.

Arch√§ologiestudenten der Universit√§t Bamberg unter der Leitung von Dr. Zeune erforschten in den Jahren 1992 - 1998 die Burganlage. Dabei wurden versch√ľttete Mauerreste freigelegt und der historische Burgzugang wieder mit einer Holzbr√ľcke hergestellt.

Das ortsgeschichtliche Burgtormuseum mit dem Schwerpunkt Auerburg besteht seit 1991 und ist eintrittfrei von Mai bis Oktober geöffnet.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 3.571, 1987 dann 4.373 und im Jahr 2000 4.691 Einwohner gezählt.

Politik

B√ľrgermeister ist Wildgruber Hubert (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Brunner Alois (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2493 T‚ā¨, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 481 T‚ā¨.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 19, im produzierenden Gewerbe 221 und im Bereich Handel und Verkehr 294 sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 728 Personen sozialversicherungspflichtig besch√§ftigt. Sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Wohnort gab es insgesamt 1281. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, die Brauerei Bals ist die kleinste Wei√übierbrauerei Deutschlands. Im Bauhauptgewerbe gab es 16 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 75 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fl√§che von 1655 ha, davon waren 37 ha Ackerfl√§che und 1608 ha Dauergr√ľnfl√§che.

Freizeit und Tourismus

Oberaudorf ist heute der bedeutendste Luftkurort und Wintersportplatz im Bayerischen Inntal. Er bietet seinen G√§sten und B√ľrgern neben einem umfangreichen Wander-, Rad- und Tourenwegenetz auch Sprungschanze, Rodelbahnen, Sesselbahn, Langlaufloipen und Skilifte mit gepflegten Pisten (komplett mit Beschneiung) und im Sommer durch umliegende Seen mit Beachvolleyplatz sowie dem Strandbad Luegsteinsee mit Riesenwasserrutsche und dem Wildwasser Auerbach sowie einer Skateanlage gute M√∂glichkeiten f√ľr Erholung und Freizeitgestaltung. Das neu gestaltete Freizeitgebiet Hocheck hat auch eine alpine Sommerodelbahn. In Oberaudorf befindet sich im Ski- und [Freizeitgebiet Hocheck] die gr√∂√üte Flutlichtanlage Deutschlands f√ľr Skifahrer oder Snowboarder. Auch die neu gebaute Rodelbahn ist Abends beleuchtet.

Seit 1999 besteht auch die M√∂glichkeit, mit dem Schiff "St. Nikolaus" (Innschifffahrt Mai-Oktober) von Oberaudorf √ľber Niederndorf, Ebbs, Kiefersfelden bis nach Kufstein zu fahren.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kinderg√§rten: 125 Kindergartenpl√§tze mit 123 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 11 Lehrern und 205 Sch√ľlern

Persönlichkeiten

Wohnort des Anglisten, Bildungspolitikers, Initiators und langjährigen Leiters des Oberaudorfer Kreises Eduard Brenner, der 1970 in Oberaudorf starb.

Ministerpräsident Edmund Stoiber wurde am 28. September 1941 in Oberaudorf geboren.

Ausserdem ist Oberaudorf der Heimatort des Fussballspielers Bastian Schweinsteiger (FC Bayern M√ľnchen).

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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