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Letzte Änderung für Artikel Salzburg: 20.02.2006 09:23

Salzburg

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Salzburg Stadt
Blick vom Mozartsteg auf die Salzach
Karte
Österreich Karte (Salzburg)
Basisdaten
Bundesland : Salzburg
Bezirk : Statutarstadt
FlĂ€che : 65,678 kmÂČ
Einwohner : 148.546 (2005)
Bevölkerungsdichte : 2262 Einwohner/kmÂČ
Höhe : 424 m ĂŒ. NN
Postleitzahlen : 5020
Vorwahlen : 0662
Geografische Lage :
Koordinaten: 47° 48' N, 13° 02' O
47° 48' N, 13° 02' O
Kfz-Kennzeichen : S
Gemeindekennziffer : 5 01 01
NUTS -Region: 323
Gliederung Stadtgebiet: 13 Katastralgemeinden
Adresse Stadtverwaltung: Mirabellplatz 4
A-5024 Salzburg
Website: www.stadt-salzburg.at
E-Mail-Adresse: post@stadt-salzburg.at
Politik
BĂŒrgermeister : Heinz Schaden ( SPÖ )
Regierende Parteien : SPÖ , ÖVP , FPÖ ,
BĂŒrgerliste
Blick vom Kapuzinerberg auf die Salzburger Altstadt, an der Salzach entlang der Rudolfkai.
Blick vom Kapuzinerberg auf die Salzburger Altstadt, an der Salzach entlang der Rudolfkai.
Blick auf Dom und Altstadt von der Festung Hohensalzburg
Blick auf Dom und Altstadt von der Festung Hohensalzburg
Blick auf die Festung
Blick auf die Festung
Pferdeschwemme
Pferdeschwemme
Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzĂ€hlige Schlösser und GĂŒter, die aus den BĂ€umen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durchschlĂ€ngelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebensoviele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie BĂ€nder um sie herumschlingen, und endlich stundenlange Alleen von ungeheuren BĂ€umen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wĂ€ren sie WĂ€chter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. ( Franz Schubert , 1825)

Salzburg ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg der Republik Österreich und bildet zusammen mit dem Bezirk Salzburg-Umgebung den nördlichsten der fĂŒnf Gaue des Bundeslandes Salzburg, den Flachgau. Mit 148.546 (Stand 2005) Einwohnern ist Salzburg nach Wien, Graz und Linz die viertgrĂ¶ĂŸte Stadt Österreichs und zentraler Punkt fĂŒr gut eine halbe Million Menschen im Einzugsgebiet rund um Salzburg inklusive dem angrenzenden sĂŒdbayerischen und oberösterreichischen Raum.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Salzburg breitet sich im Salzburger Becken etwa 25 km nördlich des Tennengebirges aus und liegt beiderseits der Salzach. Die Stadt ist durch den Flusslauf der Salzach und durch die unbebauten Stadtberge geprĂ€gt, welche Salzburg zu einer der grĂŒnsten GroßstĂ€dte Europas machen. Zu den Stadtbergen gehören der Kapuzinerberg, der Mönchsberg, der Rainberg und der Festungsberg , auf dem mit der Festung Hohensalzburg Europas grĂ¶ĂŸte vollstĂ€ndig erhaltene Burg aus dem Mittelalter thront.

Im SĂŒdwesten der Stadt befindet sich der sagenumwobene 1.853 m hohe Untersberg, im SĂŒdosten wird das Stadtwachstum durch den 1.288 m hohen Gaisberg beschrĂ€nkt. In Richtung Osten ist es nicht weit ins Salzkammergut. In Richtung Norden ist das Salzburger Becken offen und AuwĂ€lder entlang der Salzach schließen sich ebenso an das Stadtgebiet an die sanfte HĂŒgellandschaft des Flachgaus , insbesondere der Plainberg oder der Kalvarienberg mit seiner Wallfahrtsbasilika Maria Plain , von dem man einen schönen Ausblick ĂŒber Salzburg hat. Im Nordwesten grenzt das Stadtgebiet von Salzburg direkt an Bayern, die Salzach bildet die Grenze zur Nachbarstadt Freilassing im Landkreis Berchtesgadener Land.

Stadtentwicklung

Beginnend als frĂŒhzeitliche Siedlung wurde die Stadt von den Römern als „ Juvavum “ – Sitz des Himmelsgottes – im Range eines Municipium, eines der wichtigsten auf dem Weg nach Germanien, gefĂŒhrt. Die Stadt entwickelte sich am westlichen Salzach-Ufer, wo de facto nur nach SĂŒden hin eine Befestigung nötig war da Salzach und Möchsberg einen guten Schutz boten.

Stadtgliederung und Stadtteile

Salzburg ist in 13 Katastralgemeinden aufgeteilt: Aigen, Bergheim, Gaisberg, Gnigl, Hallwang, Heuberg, Itzling, Leopoldskron, Maxglan, Morzg, Salzburg, Siezenheim und Wals.

Als Stadtteile werden allerdings regelmĂ€ĂŸig 23 bis 26 Gebiete aufgefasst, deren Grenzen sich des öfteren ĂŒberschneiden:

Eingemeindungen im 20. Jahrhundert

Am 7. Juni 1935 beschloss der Salzburger Landtag das Gesetz â€žĂŒber die Erweiterung des Gebietes der Landeshauptstadt Salzburg“, mit dessen Inkrafttreten am 1. Juli 1935 die Gemeinden Maxglan und Gnigl/ Itzling fast zur GĂ€nze, sowie Teile von Aigen , Morzg, Siezenheim , Leopoldskron , Bergheim und Hallwang in das Gebiet der Stadt Salzburg einbezogen wurden. Bemerkenswert sind die Feststellungen, die Heinz Dopsch und Robert Hoffmann in ihrem Werk „Die Geschichte der Stadt Salzburg“ zu diesen Eingemeindungen gemacht haben: „Bedienstete, Liegenschaften, aber auch die Schulden der Gemeinden Maxglan und Gnigl/Itzling wurden von der Stadtgemeinde ĂŒbernommen. FĂŒr die beiden armen Arbeitergemeinden bedeutete dies die Rettung vor dem finanziellen Zusammenbruch.“ Durch diese Eingliederungswelle erhöhte sich die Einwohnerzahl von damals 40.232 auf 63.275 StadtbĂŒrger. Die FlĂ€che der Stadt vergrĂ¶ĂŸerte sich von 8,79 kmÂČ auf 24,9 kmÂČ.

Die sekundÀre Phase der Eingemeindung vollzog sich zum 1. Januar 1939 und sah die Einbeziehung der bis dahin eigenstÀndigen Gemeinden Aigen , Liefering, Leopoldskron und Morzg zur GÀnze, sowie Teile von Anif ( Hellbrunn ), Bergheim, Hallwang und Wals vor. Die Bevölkerung stieg auf 77.170 Einwohner an und die StadtflÀche betrÀgt seither 65 Quadratkilometer.

Beide Eingemeindungen fanden somit in Zeiten autoritĂ€rer Regimes statt und wurden im Gegensatz zu anderen Eingemeindungen im Land Salzburg - als Beispiel sei hier etwa Oberalm erwĂ€hnt, dass nach 1945 wieder von Hallein abgetrennt wurde - nicht rĂŒckgĂ€ngig gemacht, wodurch man auf einigermaßen sachliche GrĂŒnde fĂŒr die damaligen Entscheidungen schließen kann. Einzig die 1939 stattgefundene Eingemeindung der FlĂ€chen Hellbrunns, veranlasste die Gemeinde Anif in den 1990er Jahren zu einer RĂŒckforderung an die Stadt Salzburg, die jedoch niemals vollzogen wurde.

Weitere Eingemeindungen der infrastrukturell lĂ€ngst zum Stadtgebiet gehörenden und oft auch als „SpeckgĂŒrtelgemeinden” bezeichneten Gebiete von Wals-Siezenheim und Bergheim werden zwar seitens der Raumordnung gefordert, aber politisch bis jetzt nicht umgesetzt. Dies hat mittlerweile im Ballungsraum zu immer grĂ¶ĂŸeren Problemen gefĂŒhrt: Einerseits herrscht in der Stadt mittlerweile Wohnungsnot, andererseits tendieren Betriebe dazu in die genannten Gemeinden oder noch weiter in die Peripherie abzuwandern, weil entsprechende ErweiterungsflĂ€chen in der Stadt fehlen, was wiederum der Stadt Steuereinnahmen kostet und die finanzielle Ungleichverteilung zwischen der Stadt und den SpeckgĂŒrtelgemeinden weiter zuspitzt. Ebenfalls immer wieder angedacht bzw. gefordert, jedoch bisweilen nicht vollzogen, werden die Eingemeindungen der Gemeinden Anif, Elsbethen, Grödig, Hallwang und Eugendorf.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden und gemeindefreie Gebiete grenzen an die Stadt Salzburg (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Bergheim, Hallwang, Koppl, Elsbethen, Anif, Grödig, Wals-Siezenheim und in Bayern Freilassing.

Demografische Entwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Datum Einwohner
1869 27.858
1880 33.241
1890 38.081
1900 48.945
1910 56.423
1923 60.026
1934 69.447
Datum Einwohner
1939 77.170
1951 102.927
1961 108.114
1971 129.919
1981 139.426
1991 143.978
2001 142.662

Im Jahr 1935 stieg die Bevölkerung sprunghaft durch einige Eingemeindungen von 40.232 auf 63.275 Einwohner an. In der Nachkriegszeit erlebte Salzburg abermals einen Boom, fĂŒr die amerikanischen Besatzungssoldaten wurden ganze Wohnsiedlungen errichtet, wie die General Keyes Siedlung. Viele der eheamligen Besatzungssoldaten blieben in dieser Stadt. Seit etwa 1950 darf sich Salzburg mit dem Überschreiten der 100.000 Einwohner Marke Großstadt nennen, und aktuell (2005) haben 148.546 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Salzburg, Tendenz weiter steigend.

Kleines Deutsches Eck und EuRegio Salzburg

Durch die besondere geographische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit dem bayrischen Landkreis Berchtesgadener Land und der Region Traunstein verzahnt. So fĂŒhrt die kĂŒrzeste Straßenverbindung zu den StĂ€dten und Gemeinden des Pinzgaus ĂŒber das so genannte Deutsche Eck (Salzburg-Bad Reichenhall-Lofer), wirtschaftlich sind insbesondere Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1993 bildet die EuRegio Salzburg eine politische Einheit dieses Ballungsraums.

Geschichte

Besiedlungsspuren sind in Salzburg bis in die Jungsteinzeit nachweisbar. Ab 15 v. Chr. wurden die Einzelsiedlungen durch eine Stadt am Salzachufer abgelöst, Iuvavum . 45 n. Chr. erhielt die Stadt das Munizipalrecht . Aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. ist ein Kloster bezeugt. Bischof Rupert von Salzburg erhielt die Reste der alten Römerstadt vom Herzog von Bayern 699 geschenkt um das Land zu missionieren, und wĂ€hlte das Kloster St. Peter als seinen StĂŒtzpunkt. Der Name „Salzburg“ ist 755 das erste Mal nachweisbar.

739 wurde Salzburg Bischofssitz und 774 der erste Salzburger Dom fertig gestellt. Am 20. April 798 wurde Salzburg von Papst Leo III. auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, als Kirchenprovinz umfasste sie fast das gesamte altbairische Stammesgebiet und einen Großteil des heutigen Österreich.

Die Stadt Salzburg gehörte danach zum ostfrÀnkischen Reich, das spÀter in Heiliges Römisches Reich umbenannt wurde.

Die Festung Hohensalzburg wird 1077 durch Erzbischof Gebhard begonnen aber erst von seinen Nachfolgern beendet. Da Gebhard 1076 im Investiturstreit auf Seiten des Papstes und 1077 auf Seiten des Gegenkönigs, Rudolf von Schwaben stand wurde der Erzbischof nach Beendigung des Streits wegen Untreue von Heinrich IV. vertrieben.

Nach der Reichsacht die Friedrich Barbarossa 1166 ĂŒber Salzburg verhĂ€ngt hatte da Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Herrschaft Salzburgs ohne die kaiserlichen Belehnung antrat, wurde die Stadt von den kaiserlichen Getreuen Grafen von Plain im April 1167 weitgehend zerstört. 1168 wurde erst Adalbert III. von Böhmen , Neffe von Friedrich, zum Erzbischof gewĂ€hlt, aber da er nicht um nötigen Regalien bat wurde er 1174 vom Regensburger Reichtstag wieder abgesetzt und am 26. Juni der bisher in Berchtesgaden als FĂŒrstpropst tĂ€tige Heinrich I. gewissermaßen zum „Gegen“-Erzbischof gewĂ€hlt, allerdings nicht vom Papst bestĂ€tigt. Erst mit dem Frieden von Venedig 1177 mussten sowohl Heinrich als auch Adalbert III. auf den Sitz verzichten und fĂŒr Konrad III. von Wittelsbach Platz schaffen. Nachdem Konrad jedoch 1183 wieder als Erzbischof nach Mainz berufen wurde, konnte Adalbert III. den Salzburger Sitz wiedererlangen und bis zu seinem Tode halten.

Erzbischof Eberhard II. , einem entschiedenen ParteigĂ€nger der Staufer , gelang es 1200 bis 1246 , aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet als geistliches FĂŒrstentum aufzubauen.

1348 /49 fiel einer großen Pestwelle etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung Salzburgs zum Opfer. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte die Loslösung von Baiern .

Die Stadt Salzburg gehörte zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

1481 gewĂ€hrte Kaiser Friedrich III. der Stadt Salzburg im großen Ratsbrief das Recht der freien Wahl des Stadtrats und des BĂŒrgermeisters.

1492 wird die Stieglbrauerei zu Salzburg gegrĂŒndet, die heute die erfolgreichste Privatbrauerei Österreichs und ein Traditionsetrieb in der Salzburger Wirtschaft ist.

1511 beendet Erzbischof Leonhard von Keutschach die jahrelangen Auseinandersetzungen mit dem Magistrat durch Gewalt: Er nimmt BĂŒrgermeister und Stadtrat gefangen und erzwingt die Auslieferung der stĂ€dtischen Privilegien.

WÀhrend des Deutschen Bauernkrieges kommt es 1525 bis in das darauf folgende Jahr zu einem dreimonatigem Aufstand der Bauern und Bergknappen in Salzburg wÀhrend dem die Festung von den Bauern belagert wird.

Salzburg im Barock

Residenzbrunnen, grĂ¶ĂŸter barocker Brunnen Mitteleuropas
Residenzbrunnen, grĂ¶ĂŸter barocker Brunnen Mitteleuropas

Zu Beginn des 17. Jahrhundert erfolgte der Beginn einer intensiven Barockisierung durch den Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau was in Folge nicht nur Salzburg das markante Aussehen verpasste sondern indirekt auch dazu beitrug dass der Barockstil sich nördlich der Alpen verbreitete. Als Baumeister fĂŒr den Salzburger Dom, der 1598 zum achten Mal abgebrannt war, wurde zuerst der Vincenzo Scamozzi berufen, nach der Absetzung Wolf Dietrichs aber der italienische Meister Santino Solari engagiert, der einen kleineren Dom in kĂŒrzester Zeit bis 1628 mit Ausnahme der TĂŒrme fertig baute. Streitigkeiten mit den Baiern um Salz und Zölle ließen den ungestĂŒmen Wolf Dietrich die reichsunmittelbare FĂŒrstprobstei Berchtesgaden 1611 besetzen und Bayern wiederum besetzte Salzburg und sorgte fĂŒr die Wahl von Markus Sittikus als Nachfolger Wolf Dietrichs. Dessen Nachfolger, und gleichzeitig auch der dritte der drei barocken Erzbischöfe Salzburgs, Paris Graf von Lodron gelang es durch Aufrechterhaltung der kalten Politik gegenĂŒber Bayern und eine breite NeutralitĂ€tspolitik, Salzburg aus dem 30-jĂ€hrigen Krieg herauszuhalten.

Als Vorstufe zur UniversitĂ€t wird 1617 ein Gymnasium eingerichtet, frĂŒhere Versuche scheiterten meist am Platzmangel, 1622 wird aus dem Gymnasium eine UniversitĂ€t mit theologischer und philosophischer FakultĂ€t. Diese GrĂŒndung ist auch im Kontext einer gegenreformatorischen Politik der FĂŒrsterzbischöfe zu sehen.

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts arbeiteten in den DĂŒrnberger Bergwerken viele Arbeiter aus anderen Teilen des deutschen Reiches, darunter auch Sachsen die ihren lutherischen Glauben mitgebracht hatten. Der neue Glaube verbreitete sich von dort aus in der oft unzufriedenen Landbevölkerung und die Handelsfahrten der Salzburger Kaufleute brachten ebenfalls Luthers Ideen in die Erz diözese . Nachdem bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts schon 22.000 Protestanten in kleineren Gruppen ausgewiesen wurden, erließ Erzbischof Leopold Anton von Firmian schließlich 1731 das Emigrationspatent , aufgrund dessen ĂŒber 20.000 Salzburger Protestanten ihre Heimat verließen. Dies entsprach zwar geltendem Reichsrecht „cuius regio, eius religio“ (Wessen Regierung, dessen Religion) erregte aber wegen einer Vielzahl antikatholischer Flugschriften europaweit grosses Aufsehen. Neben religiösen Motiven war auch vor allem fĂŒr die landlosen Dienstboten die Hoffnung ausschlaggebend, durch die Emigration ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage zu verbessern. Diejenigen, die etwa nach Ostpreußen emigrierten, erhielten vom preußischen König gratis Land zur VerfĂŒgung gestellt und wurden so zu Bauern. FĂŒr das Erzstift hatte dieser hohe Bevölkerungsverlust katastrophale wirtschaftliche Folgen, die Erzbischof Firmian nicht davon abhielten 1736 bis 1738 das Rokoko- Schloss Leopoldskron zu bauen. Dieses gehörte ab 1918 dem Theater-Regisseur Max Reinhardt und war von 1938 bis Kriegsende enteigneter Besitz. Nach der RĂŒckgabe an die Familie Reinhardt verkaufte diese es an das internationale Salzburg Seminar das es auch heute noch nutzt.

Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren und stand von 1769 bis 1781 in Diensten der Erzbischöfe.

1772 – 1803 , wĂ€hrend der Regierungszeit von Erzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld , wird Salzburg zum Zentrum der SpĂ€taufklĂ€rung. Das Schulwesen wird nach österreichischem Vorbild reformiert und zahlreiche Wissenschafter und KĂŒnstler nach Salzburg gerufen.

Salzburg nach der SĂ€kularisation

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss erlischt die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe von Salzburg . 1803 kommt Salzburg als sĂ€kularisiertes KurfĂŒrstentum vereint mit Freising und Passau an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana und erhĂ€lt sogar die KurwĂŒrde , 1805 mit Berchtesgaden zum neuen Kaiserreich Österreich ; 1810 wieder zu Bayern, 1816 (nach dem Wiener Kongress) ohne Berchtesgaden und den westlichen Flachgau wieder zu Österreich als Teil Oberösterreichs.

1850 wird Salzburg, bis dahin von Linz aus verwaltet, ein selbstÀndiges österreichisches Kronland und erhÀlt eine Statthalterei.

1860 werden die Stadtbefestigungen abgerissen, und die Stadt kann sich weiter ausdehnen.

1886 wurde das erste TeilstĂŒck der Salzburger Straßenbahn errichtet und in Betrieb genommen.

1919 fanden erstmals Wahlen nach allgemeinem Wahlrecht statt,

1921 gab es am 29. Mai eine Volksabstimmung fĂŒr den Anschluss von Deutschösterreich an das republikanische Deutsche Reich.

1922 wurde in der Salzburger Kollegienkirche „Das Salzburger große Welttheater“ von Hugo von Hofmannsthal, unter der Regie von Max Reinhardt, uraufgefĂŒhrt. Den Umstand, dass die Kollegienkirche fĂŒr diese Veranstaltung hergegeben wurde, nahm Karl Kraus zum Anlass, aus der katholischen Kirche auszutreten.

 Salzburger Synagoge, wiederhergestellt
Salzburger Synagoge, wiederhergestellt

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Unter der NS-Diktatur kam es am 30. April auf dem Residenzplatz zur BĂŒcherverbrennung , der Einzigen auf dem Gebiet des heutigen Österreichs, und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Am 9. November wurde die Salzburger Synagoge zerstört.

1942 wurden ein Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht in der Stadt und in St. Johann im Pongau errichtet.

1943 ließ Gauleiter Scheel in den Stadtbergen Luftschutzbunker errichten.

1944 / 45 : Durch insgesamt 15 Bombenangriffe amerikanischer FlugzeugverbÀnde wurden 46 Prozent der Objekte mit 7600 Wohnungen zerstört oder beschÀdigt, 14.563 Menschen wurden obdachlos, mehr als 550 kamen ums Leben. Getroffen wurde vor allem das Bahnhofsgebiet, aber auch die Innenstadt mit der Domkuppel und Mozarts Wohnhaus. Luftangriffe erfolgten auch auf Grödig, Hallein, Bischofshofen und Schwarzach.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 4. Mai 1945 marschierten US-amerikanische Truppen in die Stadt ein. Die Stadt war zuvor von der Wehrmacht, Oberst Lepperdinger, kampflos ĂŒbergeben. Die Amerikaner setzten Richard Hildmann als BĂŒrgermeister und Adolf Schemel als Landeshauptmann ein. Es kam zur GrĂŒndung von SPÖ, ÖVP und KPÖ. Als Folge des Krieges erreichte eine FlĂŒchtlingswelle von Volksdeutschen, Juden, heimatlosen Menschen ( Displaced Persons - DP) die Stadt Salzburg und das Umland. So befanden sich im Dezember 1946 etwa 13.200 DPs vorwiegend aus Ost- und Mitteleuropa im Raum Salzburg. Zum Zwecke ihrer Unterbringung wurden mehrere DP-Lager (3 stĂ€ndige Lager und 5 Durchgangslager) eingerichtet. Das bekannteste davon war das Lager Parsch.

Ehemalige Nationalsozialisten wurden im stadtnahen Lager Glasenbach interniert.

Am 11. August 1945 fand die erste Vorstellung der Festspiele nach dem Krieg statt. Am 26. September LĂ€nderkonferenz in Salzburg, Salzburg sprach sich als erstes Bundesland fĂŒr die Wiederherstellung der Republik Österreich und fĂŒr die Anerkennung der Staatsregierung Renner in Wien aus. Salzburg sowie Teile Oberösterreichs und der Steiermark bildeten die US-amerikanische Besatzungszone in Österreich. Sitz des Oberkommandos war die Stadt Salzburg. In den ersten Wochen beschlagnahmte die Besatzungsmacht zahlreiche GebĂ€ude und ĂŒbt die totale Kontrolle aus, geht aber bald zur Kooperation mit den Landes- und Stadtbehörden ĂŒber. Abgesehen von einzelnen Übergriffen, kommt es zu einem reibungslosen VerhĂ€ltnis der Bevölkerung mit der Besatzungsmacht. Große Hilfeleistungen wirtschaftlicher Art ( Marshallplan ) und die Privatausgaben der Besatzungsangehörigen bewirken rasche wirtschaftliche Erholung und bringen Salzburg in Ostösterreich den Beinamen „Goldener Westen“.

Am 1. Juli 1949 wurde nach neunjĂ€hriger Bauzeit die neue StaatsbrĂŒcke dem Verkehr ĂŒbergeben.

Am 31. Oktober 1953 wurde das letzte TeilstĂŒck der Straßenbahn eingestellt und durch den O-Bus ersetzt.

Am 15. Juli 1957 wurde mit dem 16-stöckigen Hotel Europa das bis heute höchste Haus Salzburgs eröffnet, und bis heute reichen die Meinungen der ĂŒberaus architekturkritischen Salzburger ĂŒber dieses GebĂ€ude von einem „Schandfleck der 50er“ bis zu einem „schĂŒtzenswertem Zeitdokument“.

Am 1. Mai 1959 fand der erste Gottesdienst im wiederhergestellten Dom statt.

Am 5. Juli 1962 , einem mehr als 150-jÀhrigen Ringen konnte die UniversitÀt Salzburg mit einer Katholisch-Theologischen und einer Philosophischen FakultÀt wiedererrichtet werden; mittlerweile sind auch eine Juridische, eine Naturwissenschaftliche und eine Geisteswissenschaftliche FakultÀt dazugekommen.

Am 29. Juli 1963 wurde das umgebaute kleine Festspielhaus wiedereröffnet.

Ein Großteil der Altstadt wie auch Teile der Neustadt (z.B. Linzergasse) ist seit dem 9. Juli 1973 FußgĂ€ngerzone , wobei allerdings immer noch sehr viele Ausnahmegenehmigungen bestehen.

Am 3. Oktober 1986 wurde die Naturwissenschaftliche FakultĂ€t im SĂŒden der Stadt eröffnet.

1994 zog der Fußballklub Austria Salzburg erstmalig gegen Inter Mailand in das UEFA Cup -Finale ein.

Am 11. September 1997 wurde der Altstadt von Salzburg von der UNESCO die Auszeichnung Weltkulturerbe ' verliehen.

Am 23. Juni 2001 wurde das neue Kongresshaus eröffnet.

Im Oktober 2003 nahm nach langem Kampf um eine Medizinische FakultĂ€t die PMU als erste Private Medizinische UniversitĂ€t Österreichs ihren Betrieb auf.

Ebenfalls im Jahr 2003 erhielt Salzburg mit dem Stadion Wals-Siezenheim eine neue Fußballarena, welche neben anderen im Jahr 2008 Schauplatz einer Fußball-EM sein wird.

Wappen

Das Wappen der Stadt ist: „Im roten Felde eine gezinnte Stadtmauer, in deren Mittelteil sich ein Stadttor mit offenen TorflĂŒgeln und hochgezogenem Fallgitter unter einem kleinen zweifenstrigen TĂŒrmchen befindet, wĂ€hrend die perspektivisch zurĂŒcktretenden Seitenteile der Mauer je eine Schießscharte aufweisen. Hinter der Stadtmauer erheben sich drei mit goldenem Spitzdach gedeckte, mehrstöckige TĂŒrme, von denen der höhere achteckige Mittelturm den Beschauer drei WandflĂ€chen sehen lĂ€ĂŸt, deren jede unter dem giebelartigen Abschluss ein Giebelfenster, darunter ein einfaches Fenster und im unteren Stockwerke je zwei Fenster besitzt. An den beiden runden SeitentĂŒrmen sind im oberen Stockwerke je zwei, im unteren Stockwerke je ein Fenster sichtbar. Das Mauerwerk ist silber oder weiß.“

Wappen der Stadt Salzburg

Neben dem Wappen fĂŒhrt die Stadt eine Fahne in den Stadtfarben Weiß-Rot.

Das Hauptportal des Doms
Das Hauptportal des Doms

SehenswĂŒrdigkeiten

Die gesamte Altstadt wurde am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen und ist in ihrer Gesamtheit einzigartig.

BerĂŒhmte historische Bauwerke

Das Stift Sankt Peter geht zurĂŒck auf den ersten Bischof Rupert. An Stelle der ersten Abteikirche die etwa um 1000 entstand wurde 1147 die heutige Stiftskirche eingeweiht. Die Festung Hohensalzburg wurde in der Zeit des Investiturstreits 1077 begonnen und ist heute immer noch sehr gut erhalten da sie nur ein einziges Mal erfolglos belagert wurde. Die Franziskanerkirche wurde Mitte des achten Jahrhunderts errichtet und zum romanischen Langhaus wurde ein gotischer Hallenchor und ein barocker Kapellenkranz hinzugefĂŒgt. Der Salzburger Dom, an seiner Stelle entstand 774 eine romanische Basilika, wurde zuletzt 1611 neu errichtet und fĂŒhrte den Barock nördlich der Alpen ein. In der Getreidegasse die fĂŒr den Handel schon frĂŒh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von Mozart. Das Schloss Leopoldskron entstand im 18ten Jahrhundert.

Blick vom Mönchsberg auf die Festung Hohensalzburg und auf die Salzburger Altstadt
Blick vom Mönchsberg auf die Festung Hohensalzburg und auf die Salzburger Altstadt

Burgen und Schlösser

Moderne Architektur

Eine moderne Umgestaltung in der Josefiau
Eine moderne Umgestaltung in der Josefiau

Mit zeitgenössischer Architektur sieht es auf Grund der streng geschĂŒtzten historischen Bausubstanz und der traditionellen Salzburger MentalitĂ€t etwas mager aus, jedoch entstanden in den letzten Jahren am Stadtrand einige sehenswerte moderne Bauwerke. Der Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugĂ€ngliche Schatztruhe. Der Europark in Taxham hat seit der Erweiterung 2004/05 mit dem nach außen auffĂ€llig gestaltetem Oval auch einen Saal fĂŒr Theater und Kino. Das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg ist weithin sichtbar und deutlicher Kontrast zur Festung und zur Altstadt darunter. Die Heizkraftwerke Mitte und Nord der Salzburg AG wurden zur Jahrtausendwende neu gestaltet und sind mit ihren hohen BetontĂŒrmen weit sichtbar. Die Salzburg AG hat sich auch eine neue Zentrale in Schallmoos errichtet. Die Naturwissenschaftliche FakultĂ€t ist mit ihrer hohen Halle und ebenso hohem Wintergarten ein schöner Kontrast innerhalb der Familie der UniversitĂ€tsgebĂ€ude. Eine interessante Umgestaltung widerfuhr einem Haus in der Josefiau.

Parks

Schloss Mirabell
Schloss Mirabell
  • Mirabellgarten / Zwergerlgarten
  • Schlosspark Hellbrunn
  • Aigner Park
  • Lehener Park
  • Volksgarten
  • Preuschenpark
  • Donnenbergpark

Friedhöfe

Der Kommunalfriedhof ist mit 25 ha der grĂ¶ĂŸte Friedhof in Stadt und Land Salzburg. Es bestehen weiters stĂ€dtische Friedhöfe in Aigen, Gnigl, Maxglan und Morzg. Daneben gibt es die historischen und sehenswerten Petersfriedhof und Sebastiansfriedhof.

Kultur

Theater

Museen

Musik

  • ARGE Nonntal
  • Camerata Salzburg
  • Jazzit
  • Mozarteum Orchester Salzburg
  • Rockhouse
  • Salzburger Festungskonzerte
  • Österreichisches Ensemble fĂŒr neue Musik
  • Experiment-Bar
  • MARK.freizeit.kultur

Kinos

  • Das Mozartkino in der Altstadt wurde 1905 im Hotel KasererbrĂ€u eingerichtet und zog seitdem mehrfach im GebĂ€ude um. Zuletzt wurde das Kino 1987 erweitert wobei alte Mauern aus römischer Zeit gefunden wurden die man im „Römersaal“ sehen kann. Der VorlĂ€ufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnschule der Volksschule Plain, nur wenige hundert Meter vom heutigen Standort an der Lehener BrĂŒcke entfernt. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz ein neues GebĂ€ude mit einem Saal mit 1000 SitzplĂ€tzen. 1972 kam ein zweiter Saal hinzu, vier Jahre spĂ€ter nochmals zwei SĂ€le und seit den 1980er sind es fĂŒnf, der grĂ¶ĂŸte mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme.
  • DAS KINO (Salzburger Filmkulturzentrum) am AĂŒĂŸeren Stein hat seinen Schwerpunkt auf Kulturfilme und Retrospektiven. Jeden Herbst veranstaltet es das Bergfilm-Festival.
  • Das ehemalige Central Kino in der Linzer Gasse
  • Cineplexx Airport am Flughafen in Walz-Siezenheim wurde 1999 eröffnet
  • Cineplexx City am Hauptbahnhof wurde 2001 eröffnet
Blick vom Gaisberg
Blick vom Gaisberg

Freizeit

NaturdenkmÀler

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • Salzburger Festspiele, die jĂ€hrlich im Sommer stattfinden
  • Osterfestspiele, seit 1967 als ErgĂ€nzung zu den Festspielen
  • das internationale Festival SZENE Salzburg
  • der Rupertikirtag (Salzburger Domkirchweihfest zu Ruperti)
  • Salzburger Dult
  • Salzburger Jazz-Herbst
  • aspekte Salzburg , internationales Festival fĂŒr zeitgenössische Musik

Kulinarische SpezialitÀten

Sport

Der Ă€lteste Sportclub im gesamten Bundesland Salzburg ist der Salzburger AK 1914 in Stadtteil Nonntal. Der Arbeiter-Sportklub (ASK) Salzburg existiert seit 1922 im Stadtteil Maxglan und war als Arbeiterverein zwischen 1938 und 1945 aufgelöst. Red Bull Salzburg wurde 1933 als SV Austria Salzburg gegrĂŒndet und ist im Fußball auch der erfolgreichste Verein Salzburgs. Der 1977 als Salzburger EC gegrĂŒndete Eishockey -Verein EC Red Bulls Salzburg spielt seit 2004 wieder erfolgreich in der ersten Liga.

Sportveranstaltungen gibt es in der Festspielstadt nur wenige, der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und fĂŒhrt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wird 2006 Station in Salzburg machen. WĂ€hrend der Fußball-Europameisterschaft 2008 werden im EM-Stadion Wals-Siezenheim drei Gruppenspiele stattfinden und fĂŒr 2014 lĂ€uft noch die Kandidatur als Austragungsort der Olympischen Winterspiele .

Nachtleben

Das Nachtleben in der Stadt Salzburg spielt sich großteils in der Altstadt, speziell am Rudolfskai, ab, wo neben Bierlokalen auch Irish Pubs und andere Fortgehmöglichkeiten existieren. Am Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren ein Urban Entertainment Center , das City Center (Salzburg) , aus dem Boden gestampft, ebenso wie beim Airportcenter, dort findet man jeweils Diskotheken, Kinos und Bars.

Infrastruktur

Verkehr

Eisenbahn

Durch Salzburg fĂŒhrt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar, was den Hauptbahnhof Salzburg zu einem der meist frequentierten Bahnhöfe Österreichs macht. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits ĂŒber die Tauernbahn nach SĂŒden (Villach, Slowenien , Italien ), sowie nach MĂŒnchen, Innsbruck und Graz.

Öffentlicher Nahverkehr

Die von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken werden auch mit Regionalverkehr bedient und bieten den zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit nach Salzburg zu gelangen. ZusĂ€tzlich gibt es von Salzburg ausgehend noch die Strecken der Salzburger Lokalbahn und im Umkreis noch einige regionale Bahnstrecken die eine Zubringerfunktion zur Stadt erfĂŒllen, wie etwa die Strecken „Freilassing - Berchtesgaden“, „Freilassing - MĂŒhldorf“ und „ Steindorf - Braunau “.

Der wichtigste NahverkehrstrĂ€ger im Zentralraum Salzburg ist die S-Bahn Salzburg, welche sich (von ÖBB bzw. SLB betrieben) sich auch immer mehr als innerstĂ€dtisches Verkehrsmittel etabliert.

Im Stadtgebiet von Salzburg ĂŒbernimmt seit 65 Jahren der O-Bus mit einem der europaweit grĂ¶ĂŸten Obusnetze die grĂ¶ĂŸte Rolle im ÖPNV .

Weiters betreibt der Albus Salzburg Autobuslinien die das dichte Obusnetz ergÀnzen.

Die genannten VerkehrstrÀger sind durch den Salzburger Verkehrsverbund in ein gemeinsames Tarifsystem integriert und aufeinander abgestimmt.

Nichtmotorisierter Verkehr

Eine wichtige und positive Rolle spielt in Salzburg das Fahrrad , der Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr liegt bei ca. 20%.

Eine gĂŒnstige Möglichkeit sich auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetz fortzubewegen bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der StandplĂ€tze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die BenĂŒtzung ist fĂŒr eine Stunde kostenlos.

Innsbesondere im Innenstadtbereich kommt man in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem voran, ein Großteil der Altstadt ist als FußgĂ€ngerzone deklariert.

Flugverkehr

Salzburg verfĂŒgt mit dem W. A. Mozart Airport ĂŒber den zweitwichtigsten Flughafen in Österreich, derzeit hĂ€lt der Flughafen bei einer jĂ€hrlichen Passagierzahl von 1,42 Millionen, die Tendenz ist vor allem wegen des starken Wintertourismus in der Region stark steigend.

Straßenverbindungen

Was den motorisierten Verkehr angeht verbindet der Knoten Salzburg die Autobahnen A1 (Wien - Salzburg), A8 (MĂŒnchen - Salzburg) und die A10 (Salzburg - Villach), welche zusammen einen Autobahnhalbring um die Stadt bilden. Autobahnabfahrten zum Stadtgebiet von Salzburg sind: Salzburg Nord, Salzburg MessegelĂ€nde, Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim, Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg SĂŒd.

FĂŒr Besucher der Stadt Salzburg mit PKW gibt es Park-and-Ride -Anlagen am Stadtrand (Autobahnabfahrten „Salzburg SĂŒd“ und „MessegelĂ€nde“). Von dort ist das Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen. Hingegen ist bei Anfahrt mit dem PKW in die Innenstadt mit lĂ€ngeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.

BrĂŒcken

Salzburger Stadtansicht. Zu sehen ist auch der markante Makartsteg
Salzburger Stadtansicht. Zu sehen ist auch der markante Makartsteg

Lange Zeit war eine einfache BrĂŒcke an der Stelle der heutigen StaatsbrĂŒcke die einzige Verbindung zwischen Alt- und Neustadt. Inzwischen sind (flussabwĂ€rts geordnet) folgende BrĂŒcken und Stege vorhanden: SĂŒdlich der Alpensiedlung die Hellbrunner BrĂŒcke die fĂŒr Pendler eine wichtige Verbindung darstellt, der 1980 errichtete ÜberfĂŒhrsteg der die Josefiau mit Aigen verbindet, die Nonntaler BrĂŒcke (frĂŒher KarolinenbrĂŒcke) die im Stadtverkehr zusammen mit der StaatsbrĂŒcke und der Lehener BrĂŒcke die Hauptlast trĂ€gt. AbwĂ€rts kommt dann der Mozartsteg (benannt nach Wolfgang Amadeus Mozart) mit hölzernem Belag.

Die StaatsbrĂŒcke ist die Ă€lteste BrĂŒcke der Stadt und entstand zuerst mit den Namen HauptbrĂŒcke. Sie war lange Zeit sogar ĂŒberdacht und bis 1877 aus Holz gebaut. Die 1877 errichtete Eisenkonstruktion erhielt bis zum Neubau wĂ€hrend des Dritten Reiches den Namen StadtbrĂŒcke. Die heutige StaatsbrĂŒcke wurde nach neun Jahren Bauzeit erst 1949 wieder eröffnet und verbindet die Altstadt mit dem Platzl und der Linzergasse. Der architektonisch auffĂ€llige Makartsteg (benannt nach Hans Makart ) fĂŒhrt den FußgĂ€nger vom Hanuschplatz zum Makartplatz und Mozarts Wohnhaus. Der Makartsteg wurde bereits 1905 als Museumssteg gebaut, 1967 umgebaut und erhielt seine heutige geschwungene Form mit nur noch einem Pfeiler 2000/01.

Der MĂŒllnersteg, zuvor Franz-Carl-GehbrĂŒcke genannt, liegt auf halbem Weg zur EisenbahnbrĂŒcke die derzeit dreigleisig ausgebaut wird. Die Lehener BrĂŒcke, von ihrer Eröffnung 1902 bis zur Neuerrichtung 1966/67 Erzherzog-Ludwig-Viktor-BrĂŒcke genannt, ist im Norden der Stadt die einzige BrĂŒcke und daher auch vierspurig gebaut. FlussabwĂ€rts stehen der 1977 eröffnete Pioniersteg ĂŒber den man vom Lehener Park in Richtung Jahnstraße und Bahnhofsvorplatz gelangt sowie der Traklsteg (benannt nach Georg Trakl ) ĂŒber den der FußgĂ€nger vom Glan-Spitz nach Itzling-West gelangt. Sehr weit im Norden der Stadt befindet sich noch die AutobahnbrĂŒcke der Westautobahn welche in diesem Bereich als Stadtautobahn auch einen erheblichen Teil des innerstĂ€dtischen Verkehrs trĂ€gt. Die alte AutobahnbrĂŒcke stĂŒrzte im August 1959 bei einem großen Hochwasser ein. Die AutobahnbrĂŒcke verfĂŒgt außerdem ĂŒber einen FußgĂ€ngersteg.

Ein weiterer FußgĂ€ngersteg im Ă€ußersten Norden der Stadt (am Saalachspitz) einerseits ĂŒber die Saalach ins benachbarte Freilassing und andererseits ĂŒber die Salzach in den Ortsteil Bergheim ist geplant, bzw. im Bau.

Energieversorgung

FĂŒr die Energieversorgung der Stadt Salzburg zeichnet sich die Salzburg AG verantwortlich, ein regionales Unternehmen welches im Jahr 2000 durch die Fusion von SAFE und den Salzburger Stadtwerken entstand.

Wasserwirtschaft

Die Stadt Salzburg bezieht ihr Trinkwasser durch die Salzburg AG hauptsĂ€chlich aus Grund- und Quellwasserbrunnen im SĂŒden der Stadt nahe dem Untersberg. Pro Jahr werden ca. 12 Milliarden Liter Wasser in die Stadt geleitet. Auf dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg befinden sich HochbehĂ€lter.

Die Entsorgung der AbwĂ€sser erfolgt seit 1987 durch die GroßklĂ€ranlage Siggerwiesen die fĂŒr ĂŒber 600.000 Einwohner ausgelegt ist und neben dem Großraum Salzburg auch das bayrische Ainring bedient.

Bildung und Forschung

UniversitÀten und Hochschulen

In Salzburg sind fĂŒnf UniversitĂ€ten und Hochschulen angesiedelt.

College

  • Salzburg College

Akademien

  • PĂ€dagogische Akademie des Bundes in Salzburg
  • Internationale Sommerakademie fĂŒr Bildende Kunst in Salzburg
  • ReligionspĂ€dagogische Akademie der Erzdiözese Salzburg
  • NĂ€hrstoffakademie Salzburg
  • Werbedesign Akademie Salzburg
  • Akademie fĂŒr Mozart Forschung
  • Hebammenakademie
  • Akademie fĂŒr den ergotherapeutischen Dienst
  • Akademie fĂŒr den med.techn. Laboratoriumsdienst
  • Akademie fĂŒr den orthoptischen Dienst
  • Akademie fĂŒr den radiologisch-technischen Dienst
  • Akademie fĂŒr den physiotherapeutischen Dienst

Institute

  • PĂ€dagogisches Institut des Bundes
  • ReligionspĂ€dagogisches Institut der Erzdiözese Salzburg
  • Institut fĂŒr interdisziplinĂ€re Tourismusforschung
  • Afroasiatisches Institut Salzburg
  • Salzburg Research
  • Salzburg Seminar
  • EHI (European Heart Institute)

Wirtschaft

Neben seiner Bedeutung als Tourismus-, Kultur-, UniversitĂ€ts- und Sportstadt erlangt Salzburg durch das Messezentrum auch als Messestadt immer mehr an Bedeutung. Weiters prĂ€sentiert sich Salzburg als attraktiver Wirtschaftsstandort fĂŒr diverse Unternehmen, wobei die Stadt jedoch von Schwerindustrie gĂ€nzlich verschont blieb. GrĂ¶ĂŸere Firmen haben ihren Sitz in Salzburg, einige davon jedoch im SpeckgĂŒrtel um die Stadt, so zum Beispiel Sony Austria, Kaindl KG und Red Bull .

Bei der ArbeitsstĂ€ttenzĂ€hlung der Statistik Austria mit Stichtag 15. Mai 2001 wurden 10.210 ArbeitsstĂ€tten (darunter 105 mit mehr als 100 und 53 mit mehr als 200 BeschĂ€ftigten) mit insgesamt 100.055 BeschĂ€ftigten gezĂ€hlt. Das sind 12 % mehr BeschĂ€ftigte und 24,8 % mehr Arbeitgeber als 1991.

AnsÀssige Unternehmen

  • Porsche Holding
  • Salzburg AG
  • Pappas Gruppe
  • Alpine Mayreder
  • Salzburger Sparkasse Bank AG
  • Raiffeisenverband Salzburg
  • Reed Messe
  • Hervis
  • Palfinger
  • Stiegl
  • SPAR (Österreich)
  • Carbotech
  • Salzburg Airport
  • Quehenberger Logistik
  • Morawa
  • Red Bull
  • Condor Spedition
  • Kaindl KG
  • LKW Augustin
  • Lagermax Lagerhaus und Speditions AG
  • Quester Baustoffhandel GesmbH

Medien

  • ORF -Landesstudio
  • Salzburg TV
  • Salzburger Nachrichten
  • Kronenzeitung
  • Stadtblatt Salzburg
  • Salzburger Fenster
  • Salzburger Volkszeitung
  • Antenne Salzburg
  • Radio Arabella Salzburg
  • Welle 1
  • Radiofabrik

Öffentliche Einrichtungen

  • Bundespolizeidirektion Salzburg
  • ORF -Landesstudio
  • Erzdiözese Salzburg
  • Finanzamt fĂŒr Salzburg Stadt, Hallein und Salzburg Land

StÀdtepartnerschaften

  • Reims , seit 1964
  • Verona, seit 1973
  • LeĂłn , seit 1984
  • Singida , seit 1984
  • Busseto , seit 1988
  • Wilna , seit 1989
  • Dresden, seit 1991
  • Kawasaki , seit 1992
  • Meran, seit 2000
  • Shanghai , seit 2004

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch: Persönlichkeiten der Stadt Salzburg

  • Gerd Bacher , Journalist
  • Muriel Baumeister , Schauspielerin
  • Nik Berger , Beach-Volleyball-Spieler
  • Virgil von Helmreichen zu Brunnfeld , Forscher und Entdecker
  • Christian Doppler , österreichischer Mathematiker und Physiker
  • Johann Ignaz Egedacher , SĂŒddeutscher Orgelbauer
  • Benita Ferrero-Waldner , EU-Kommissarin, Politikerin
  • Karl-Markus Gauß , Publizist
  • Wilhelm Holzbauer , Architekt
  • Herbert von Karajan , Dirigent
  • Harald Krassnitzer , Schauspieler
  • Luise von Österreich-Toskana, sĂ€chsische Kronprinzessin
  • Eduard Mainoni , Politiker
  • Hans Makart , Maler und DekorationskĂŒnstler
  • Joseph Mohr , Priester, Dichter
  • Maria Anna Mozart , Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart
  • Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist
  • Walter MĂŒller (Literat) , Schriftsteller
  • Maximilian Karl Lamoral O'Donnell , k.u.k. KĂ€mmerer und Feldmarschallleutnant
  • Otto I., König von Griechenland , König von Griechenland
  • Kurt Planck , Sicherheitsdirektor
  • Berthold PĂŒrstinger, Bischof von Chiemsee
  • Roland Ratzenberger , Formel 1 Pilot
  • Lois Renner , bildender KĂŒnstler
  • Joseph Russegger , Geologe
  • Erich Wolfgang Skwara , Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
  • Andrea Spatzek , Schauspielerin
  • Josef Thorak , nationalsozialistischer Bildhauer
  • Georg Trakl , Dichter
  • Johannes Voggenhuber , Politiker
  • Heinz WĂ€ssle , Neurologe, Direktor am Max-Planck-Institut fĂŒr Hirnforschung in Frankfurt am Main

EhrenbĂŒrger

  • Donald Kahn
  • Robert Jungk
  • Alfred BĂ€ck
  • Nico Dostal
  • Ignaz Harrer
  • Franz Hueber
  • Hans Lepperdinger
  • Anton Neumayr
  • Stanislaus Pacher
  • Franz Wallack
  • Otto Nußbaumer
  • Baron Karl von Schwarz
  • Rudolf Biebl
  • Leopold MĂŒller-Salzburg
  • Julius Haagn

Literatur

  • Herbert Rosendorfer : Salzburg fĂŒr AnfĂ€nger, 2003 nymphenburger ; ein hurmorvoller StadtfĂŒhrer.

Weblinks

Wikinews: Salzburg – aktuelle Nachrichten
Commons: Salzburg – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wikiquote: Salzburg – Zitate

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