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Letzte Änderung für Artikel Kolbermoor: 16.02.2006 21:20

Kolbermoor

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Wappen Karte
Wappen von Kolbermoor Karte Kolbermoor in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Kreis : Landkreis Rosenheim
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 51' N, 12¬į 04' O
47¬į 51' N, 12¬į 04' O
H√∂he : 460 m √ľ. NN
Fläche : 19,87 km²
Einwohner : 18.715 (31.12.2005)
Bevölkerungsdichte : 914 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 83059 (alt: PLZ: 8208)
Vorwahlen : 08031 und 08061
Kfz-Kennzeichen : RO
Gemeindekennzahl : 09187150
UN/LOCODE : DE KOM
Stadtgliederung: xx Stadtteile/ Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rosenheimer Str. 30n
83059 Kolbermoor
Webseite: www.stadt-kolbermoor.de
E-Mail-Adresse: mailto:info@kolbermoor.de
Politik
B√ľrgermeister : Peter Kloo, SPD
Parteien im Stadtrat : CSU: 11, SPD : 6, Gr√ľne : 3,
REP : 2, FW Kolbermooor : 2

Kolbermoor ist eine Stadt im westlichen Landkreis Rosenheim (Bayern).

Inhaltsverzeichnis

Ortsteile

  • Aiblinger Au
  • Kolbermoor
  • Lohholz
  • Mitterhart
  • Oberhart
  • Pullach
  • Schlarbhofen
  • Grubholz
  • Markholz

Nachbargemeinden

Geschichte und Entwicklung

Stadtgr√ľndung

Die Entwicklung der noch recht jungen Stadt Kolbermoor war von Anfang an durch Industrie gepr√§gt. Am 31. Oktober 1857 wurde die Bahnlinie M√ľnchen-Holzkirchen-Rosenheim-Salzburg (die sogenannten "Maximilianbahn") er√∂ffnet. Sie machte den Weg frei f√ľr die industrialisierung des Mangfalltals, eines an Holz, Torf und Wasserkraft reichen Gebietes. Zun√§chst fuhren die Z√ľge von Bad Aibling nach Rosenheim durch, ohne anzuhalten. Erst am 1. September 1859, zwei Jahre nach Er√∂ffnung der Bahnstecke wurde der Haltepunkt Kolbermoor eingerichtet.

Im Jahr 1860 gr√ľndete der Ingenieur Theodor Hassler an der Mangfall eine Baumwollspinnerei, die bis 1993 in Betrieb war. Diese Ansiedlung lockte viele Arbeiter nach Kolbermoor und legte den Grundstein f√ľr die Stadtentwicklung.

Ab 27. August 1863 wurde Kolbermoor ein selbst√§ndiger Ort mit etwa 400 Einwohnern. Mehrere Vereine musischer, gesellschaftlicher und sportlicher Art entstanden. Zur Spinnerei kam das Tonwerk n√∂rdlich der Bahnlinie. (damals: Presstorfwerk). Gewaltige Hochwasser der Mangfall richteten 1890, 1899 und 1940 schwere Sch√§den an H√§usern, Br√ľcken und Stra√üen an.

Am 19. Februar 1936 wurde Kolbermoor zum Markt erhoben und am 21. September 1963 konnte die Stadterhebung gefeiert werden. Die Struktur der Stadt hat sich in den Jahrzehnten geändert. Am 1. Oktober 1951 wurde die bisher zur Gemeinde Pang gehördene Ortschaft "Grubholz" eingemeindet.

Besonders zu erw√§hnen ist die Geschichte von Schlarbhofen, einer Streusiedlung am s√ľdwestlichen Stadtrand. benannt nach der Sippe der Schlarb. Sie waren aus der Pfalz um 1800 in die Batschka ausgewandert, fl√ľchteten 1945 auf Umwegen in die damalige Gemeinde Pang. Dort machten sie um 1950 die so genannten "Panger Filze" um 1950 urbar.

Nachkriegsgeschichte

Am 1. April 1958 fand das bisher auch Rosenheimer Gebiet liegende Siedlungsgelände "Am Gangsteig" Anschluss an Kolbermoor. Mit der Auflösung des Landkreises Bad Aibling 1972 wurde der Ort dem Großlandkreis Rosenheim zugeschlagen. Durch die Gebietsreform von 1978 wurden auch die Siedlungen Mitterhart, Oberhart und Schlarbhofen (ehemalige Gemeinde Pang) nach Kolbermoor eingemeindet. Vom Industrieort folgte eine bemerkenswerte Ausdehnung der Wohnviertel und Neuansiedlung von Gewerbebetrieben. Eine städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen haben besonders dem Stadtkern von Kolbermoor aufgewertet. Dort findet sich jetzt eine Reihe netter, verkehrsberuhigeter Einkaufsstraßen mit Cafés.

Bundesweite Schlagzeilen machte Kolbermoor in den letzten Jahren zweimal. Bei der Europawahl 1989 erreichte die rechtspopulistische Partei Die Republikaner 29,1 Prozent - das beste Ergebnis in der Geschichte dieser Partei. 1999 wurde ein aus Mosambik stammender Kolbermoorer bei einer Pr√ľgelei t√∂dlich verletzt. Es war einer der wenigen rassistisch begr√ľndeten t√∂dlichen Zwischenf√§lle in den alten Bundesl√§ndern.

Im Jahr 1993 hat die Baumwollspinnerei ihren Betrieb eingestellt. Das Gel√§nde der Baumwollspinnerei wurde 2005 von der Firma Quest erworben und soll jetzt nach und nach neu genutzt werden,√ľberwiegend als Gewerbefl√§che, zum Teil auch als neues Wohngebiet mit Doppelhaush√§lften am Flussufer. Ein B√ľrgerbegehren, dass den Erhalt eines Waldst√ľcks hinter dem Gel√§nde forderte, scheiterte 2005.

Mit 18.700 Einwohnern hat Kolbermoor inzwischen den Lokalrivalen, die viel √§ltere Nachbarstadt Bad Aibling √ľberholt und ist gr√∂√üte Stadt im Landkreis Rosenheim. Trotz der beschriebenen Probleme hat die Stadt also nichts von ihrer Attraktivit√§t verloren. Das f√ľr das Alpenvorland sehr milde Klima im Rosenheimer Becken, die N√§he der Berge und der Seen in der Region, die Lage am Fluss und die vielen Naherholungsgebiete in der Umgebung der Stadt d√ľrften dabei die Hauptrolle spielen.

Politik

B√ľrgermeister ist Peter Kloo (SPD). Er wurde im Jahr 2002 zum Nachfolger von Ludwig Reimeier (CSU) gew√§hlt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 8.901.000 ‚ā¨, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 2.491.000‚ā¨.

Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr

Wirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 30, im produzierenden Gewerbe 1120 und im Bereich Handel und Verkehr 821 sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1027 Personen sozialversicherungspflichtig besch√§ftigt. Sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Wohnort gab es insgesamt 5948. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 27 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 38 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fl√§che von 633 ha, davon waren 277 ha Ackerfl√§che und 354 ha Dauergr√ľnfl√§che.

Kolbermoor als Einkaufsstadt

Kolbermoor bezeichnet sich selbst als "Einkaufsstadt" und die große Zahl von Einzelhandelsgeschäften und -Ketten rechtfertigt diese Beschreibung. Leider geht damit einher, dass nicht nur am Stadtrand, sondern auch mitten in der Stadt große Gewerbegebiete mit gesichtslosen Zweckbauten entstanden. Heute prägen neben Industriebauten Einkaufsmärkten das Stadtbild in großen Teilen.

Verkehr

Die Staatsstra√üe 2078 M√ľnchen-Rosenheim schneidet genau durch den S√ľden der Stadt, n√∂rdlich der Mangfall flie√üt der Verkehrsstrom, von Rosenheim kommend durch den "Aicherpark" mitten durch den Stadtkern in Richtung Bad Aibling. W√§hrend die Nachbarstadt Bad Aibling seit wenigen Jahren den Durchgangsverkehr auf eine Umgehungsstra√üe leitet, ist ein solches Projekt f√ľr Kolbermoor nicht angedacht, es w√§re topographisch auch kaum zu realisieren. Neue Stra√üenprojekte wie die Westtangente Rosenheim und die Verbindung "Panorama-Schwaig" d√ľrften die Verkehrsbelastung der Stadt Kolbermoor noch erh√∂hen.

Im Osten ist Kolbermoor inzwischen mit Rosenheim zusammengewachsen, das Industriegel√§nde "Aicherpark" verbindet die beiden St√§dte. Entlang der Staatsstra√üe, die Kolbermoor und Rosenheim s√ľdlich der Mangfall verbindet, zeichnet sich bereits eine √§hnliche Entwicklung ab. In den vergangenen Jahren werden dort immer mehr Gewerbefl√§chen ausgewiesen. Die noch bestehenden Wiesen und Baul√ľcken d√ľrften sich bald schlie√üen.

Bildung

  • Kinderg√§rten: 493 Kindergartenpl√§tze mit 494 Kindern (Stand 1999)
  • Grundschule Rainerstra√üe
  • Adolf-Rasp-Schule
  • 2004 wurde die Pauline-Thoma-Schule im S√ľden der Stadt fertiggestellt. Mit ihrem Ganztagesbereich ist diese Hauptschule Modellschule in Bayern.
  • Die Sing- und Musikschule genie√üt einen guten Ruf weit √ľber die Stadtgrenzen hinaus.

Söhne und Töchter, Persönlichkeiten der Stadt

  • 1951 , 5. September , Paul Breitner , Fu√üballnationalspieler
  • 1972 , 8. Mai , Max Rauffer , Skirennfahrer
  • 1984 , 1. August , Bastian Schweinsteiger , Fu√üballnationalspieler
  • 1904 , 9. September , Hans Ernst , Heimatschriftsteller , ‚Ć 30. August 1984 in Kolbermoor
  • 1894 , 20. August , Josef (Sepp) Strassberger , ‚Ć 30. August 1950 in M√ľnchen, Gewichtheber, Goldmedaille Olympia 1928, Europameister

Literatur

  • Jahrbuch zur Geschichte Kolbermoors Band 1 (2002) und Band 2 (2004).
  • Veronika Diem (2005). Fremdarbeit in Oberbayern. Studien zur Geschichte der Zwangsarbeit am Beispiel Kolbermoor und Rosenheim. 1939 bis 1945.
  • Klaus Weber (2006). Kolbermoor - Geschichte und Bilder einer Stadt.

Herausgeber aller 4 B√ľcher: Geschichtswerkstatt Kolbermoor

  • Heimat Kolbermoor Band 1 bis 4
  • Herausgeber: Horst Rivier (gest. 2004)

Verlag: A. Erdl, Trostberg/Alz

Weblinks

Pauline-Thoma-Hauptschule: [1]

VHS-Kolbermoor: [2]

Schlarbhofen: [3] ]

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