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Letzte Änderung für Artikel Werder (Havel): 07.02.2006 21:28

Werder (Havel)

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Wappen Karte
Bild:Wappen Werder (Havel).png Deutschlandkarte, Position von Werder hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Potsdam-Mittelmark
Geografische Lage :
Koordinaten: 52¬į 23' N, 12¬į 57' O
52¬į 23' N, 12¬į 57' O
Fläche : 115,99 km²
Einwohner : 22.665 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 195 Einwohner je km²
H√∂he : 75 m √ľ. NN
Postleitzahl : 14542
Vorwahl : 03327
Kfz-Kennzeichen : PM
Gemeindeschl√ľssel : 12 0 69 656
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Eisenbahnstraße 13-14
14542 Werder (Havel)
Website: www.werder-havel.de
E-Mail-Adresse: poststelle@werder-havel.de
Politik
B√ľrgermeister : Werner Gro√üe ( CDU )

Werder ist eine Stadt westlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und blickt auf eine lange Geschichte zur√ľck. √úberregional bekannt ist Werder durch das j√§hrliche Baumbl√ľtenfest im Mai, das inzwischen zu einem der drei gr√∂√üten deutschen Volksfeste z√§hlt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt an der Havel und der älteste Stadtteil auf einer Insel im Fluss. Daher hat die Stadt auch ihren Namen, denn Werder bedeutet von Wasser umgebenes Land. Dabei ist der Inselteil nicht nur von der Havel, sondern auch von den Havelseen Schwielowsee, Glindowsee, Großer Plessower See und Zernsee umgeben.

Geschichte

Die Stadt Werder, 35 km s√ľdwestlich von Berlin gelegen, kennt mehrere verschiedene namentliche Erw√§hnungen in ihrer Geschichte. Die Stadt Werdere wird 1317 erw√§hnt, 1375 Werder, 1450 Wehrder, 1580 Werder. Gelegen im Nordosten der von der letzten Eiszeit gepr√§gten Landschaft Zauche, befindet sich die mittelalterliche Stadt Werder auf einer Insel, in der dort 700 bis 1400 m breiten Havel, H.: 38 m. Auf der √ľber eine Br√ľcke (1317 erw√§hnt) zu erreichenden Insel sind unter anderem Funde von slawischen Scherben auf dem M√ľhlenberg am s√ľdwestlichen Ufer des Werders und 3,5 km nnw W. am w Havelufer bekannt (Siedlungen nur vermutet); im S√ľden von Werder wird ein slawischer Burgwall angenommen, (ohne arch√§ologischen Nachweis). Der " Kiez " in der Gegend Fischerstra√üe war wohl die alte Fischersiedlung.

Inselteil Ende April, Baumbl√ľtenfest
Inselteil Ende April, Baumbl√ľtenfest

Werder ist wahrscheinlich aus dem Zusammenwachsen des Marktortes mit dem sich anschlie√üenden Kirchort entstanden. Eine f√∂rmliche Stadtgr√ľndung ist nicht bekannt, ebenso wenig wie eine Ummauerung. Infolge einer sp√§ten Ersterweiterung ist wenig √ľber die hochmittelalterlichen Ortsherren bekannt. Am 7. Juli 1317 verkaufte "Ritter Sloteke", Truchsess des Markgrafen Waldemar, Werder auf Gehei√ü seines Herren f√ľr 244 Mark Brandenburgischen Silbers an das Kloster Lehnin. Diese Verkaufsurkunde stellt die Ersterw√§hnung dar. Die Rechtsbezeichnungen der Stadt Werder sowie Siedlungsbezeichnungen geben f√ľr die Jahre 1317, 1330, 1375 oppidum, 1459 Stadt, 1474 Flecken, 1542 civitas, sonst St√§dtlein (1339, 1580), 1768 Mediatstadt, 1801 Stadt, an.

Heilig-Geist-Kirche und Bockwindm√ľhle
Heilig-Geist-Kirche und Bockwindm√ľhle

Die Inselstadt Werder, zu Land einzig zu erreichen durch die mehrmals erneuerte Br√ľcke am Westufer, mit der h√∂chsten Erhebung im S√ľden, dem "M√ľhlenberg", weist zwei Kirchen auf, eine mit anschlie√üendem Friedhof. Die Kirche Zum Heiligen Geist wurde 1734 an Stelle einer √§lteren, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, auf einem Feldsteinsockel erbaut. Die Dorfkirche wurde 1841/42 nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels errichtet. Als Kriegsereignisse sind unter anderem die Pl√ľnderung der Stadt w√§hrend des Drei√üigj√§hrigen Krieges (1637 und 1641) durch schwedische Truppen zu nennen; 1945 bei Kriegsende erfolgte die Br√ľckensprengung.

Vor und im Zweiten Weltkrieg befand sich im Norden der Stadt ein Flugplatz, der zusammen mit Einrichtungen in Wildpark West als Luftkriegsschule III f√ľr die Fliegerausbildung genutzt wurde. Nach Kriegsende siedelten sich auf diesem Gel√§nde die russischen Truppen (Gruppe der Sowjetischen Streitkr√§fte in Deutschland) an, die zu Zeiten der ehemaligen DDR bis zum endg√ľltigen Abzug dort stationiert waren.

1993 entscheidet man sich zugunsten Belzigs gegen Werder als Kreisstadt . Die Nähe zu Potsdam und das Konzept der denzentralen Konzentration ließen Werder aus dem Rennen fallen.

Politik

Werders B√ľrgermeister ist seit 1990 der CDU-Politiker Werner Gro√üe, der schon vor der Wende die Position des Stellvertreters besetzte. In der Stadtverordnetenversammlung (SVV), die alle 2 Monate tagt, vertreten derzeit insgesamt 29 Personen die Interessen der B√ľrger. Davon entfallen 17 auf Mitglieder der CDU . 4 Sitze haben die SPD bzw. die B√ľrgermeinschaft Neues Werder (BGNW) in Koalition inne. Ebenso viele Stimmen besitzt die PDS . Die Aktion Freie B√ľrger (AFB) kann 3 Sitze vorweisen. Weiterhin gibt es eine fraktionslose Stadtverordnete.

In den 8 Ortsbeiräten kommen ebenfalls insgesamt 29 ehrenamtliche Politiker zusammen, um die Belange der Ortsteile zu erörtern und der Stadt später Vorschläge, Meinungen und Kritiken unterbreiten zu können.

In 5 Aussch√ľssen beraten berufene B√ľrger mit Verordneten aus der SVV Einzelheiten f√ľr bestimmte Vorhaben. Es exisitieren unter anderem der Haupttausschuss unter Vorsitz des B√ľrgermeisters, der Ausschuss f√ľr Finanzen und ein Rechnungspr√ľfungsausschuss. Der Ausschuss f√ľr Soziales, Bildung, Kultur und Sport, ist unter anderem f√ľr die von der Stadt getragenen und ans√§ssigen Schulen zust√§ndig. Eine besondere Rolle f√§llt dem Ausschuss f√ľr Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zu, der die Entwicklung des Stadtbildes entscheident mitbestimmt.

Wirtschaft

Bekannt und ber√ľhmt geworden ist Werder vor allem durch seinen Obstanbau. Ihm verdankt die Stadt auch eines der gr√∂√üten Volksfeste Deutschlands: Die Baumbl√ľte. Schon die M√∂nche des Zisterzienserklosters in Lehnin betrieben hier Obstanbau. Angebaut werden gr√∂√ütenteils Kirschen, √Ąpfel und Erdbeeren. Aber auch Gem√ľse, besonders Tomaten, werden in den Gew√§chsh√§usern gez√ľchtet. Durch diese Vielfalt konnten in Werder nach der Wende zwei Unternehmen entstehen, die die Produkte der Region vertreiben. Zum einen ‚ÄěWerder Frucht‚Äú, die vor allem S√§fte und das Obst selbst vertreibt und zum anderen ‚ÄěWerder Feinkost‚Äú, die sich auf die Herstellung von Ketschup, Mayonnaise, etc. spezialisiert hat. Doch schon w√§hrend der DDR -Zeit, in der viele LPG und andere Genossenschaften die Aufzucht der Pflanzen kontrollierten, waren die Produkte aus Werder mehr als beliebt. Neben der Verwendung als sog. ‚Äě B√ľckware ‚Äú wurden mit den Spezialit√§ten der Umgebung mehrere Spitzenhotels (z. B. das ‚ÄěNeptun‚Äú in Rostock) beliefert. Bereits seit Beginn der Industrialisierung , die schnellere Transportm√∂glichkeiten hervorbrachte, lieferte das kleine St√§dtchen Obst und Gem√ľse per Dampfschiff √ľber die Havel in das sich immer rascher entwickelnde Berlin.

Seit geraumer Zeit wird in Werder auch erfolgreich Weinbau betrieben. Neben dem M√ľller-Thurgau, der hier in einem der n√∂rdlichsten Anbaugebiete aufgezogen wird und bereits der Queen bei ihrem Staatsbesuch in Potsdam im November 2004 serviert wurde, stellt man seit kurzem auch Sekt her.

Neben den traditionsreichen Lebens- und Genussmittelherstellern werden im ortsans√§ssigen Schaltger√§tewerk vor allem f√ľr die Eisenbahnindustrie Schaltanlagen produziert. Seit Anfang des Jahres 2004 finden sich die Produktionshallen eines der wenigen Orgelbauer Deutschlands in der Havelstadt wieder.

Verkehr

Die Bl√ľtenstadt Werder verf√ľgt √ľber eine sehr g√ľnstige Verkehranbindung. Busse fahren alle 20 bzw. 30 Minuten in die Landeshauptstadt Potsdam. Weitere Linien bef√∂rdern die Fahrg√§ste nach Golm bzw. T√∂plitz , Kemnitz , Glindow bzw. Bliesendorf und in Richtung Lehnin . Besonders beliebt bei den Einheimischen ist die Citybuslinie, die das Durchqueren der gesamten Stadt f√ľr 0,50 ‚ā¨ erm√∂glicht. Eine Regionalexpresslinie (RE 1) erm√∂glicht die schnelle Anreise nach Berlin (bis Berlin Zoologischer Garten ca. 20 Minuten), Cottbus, Eisenh√ľttenstadt oder Brandenburg, Genthin und Magdeburg im 30-Minuten-Takt. Die Wei√üe Flotte Potsdam erlaubt es in den w√§rmeren Jahreszeiten Ausfl√ľge auf den Seen der Umgebung zu unternehmen.

Mit dem Auto ist Werder ebenso gut zu erreichen. Aus Richtung Potsdam oder Brandenburg kommend f√§hrt man auf der Bundesstra√üe 1 , einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, am s√ľdlichen Stadtrand vorbei. Von der Autobahn aus, kann man Werder √ľber mehrere Abfahrten erreichen. Dazu z√§hlen die Abfahrt Glindow (AS 20, s√ľdlich des Stadtzentrums), die Abfahrt Gro√ü Kreutz (AS 22, westlich gelegen) und die Abfahrt Ph√∂ben (AS 23, im Norden der Stadt). Sie alle sind Teil des Berliner Rings (A10). Das Autobahndreieck Werder (AS 21) verbindet diesen mit der A 2 in Richtung Magdeburg.

Ansässige Unternehmen

Eine Auswahl an Unternehmen, die √ľber die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind.

  • Werder Frucht
  • Werder Feinkost
  • Schaltger√§tewerk Werder
  • Haacke-Haus
  • Schuke Orgelbau
  • Herbstreith & Fox, Pektinfabrik Werder
  • Miele
  • Havelbus Verkehrsgesellschaft
  • Hermes Logistik
  • e.dis AG

√Ėffentliche Einrichtungen

Zehn Kinderg√§rten, darunter die Integrationskita Anne Frank, die sich sowohl in √∂ffentlicher als auch privater Tr√§gerschaft befinden, sorgen f√ľr die j√ľngsten Einwohner. F√ľr Schulkinder gibt es in der Stadt mehrere Horte. Ebenso existieren mehrere Begegnungst√§tten f√ľr Jung und Alt wie Jugendclubs und Senioreneinrichtungen. Gemeindezentren in den Ortsteilen (z. B. Kemnitz , Pl√∂tzin ) stehen auch den B√ľrgern und Vereinen f√ľr private und √∂ffentlich Veranstaltungen zur Verf√ľgung.

Die stadteigene Bibliothek befindet sich seit einigen Jahren mit erweitertem Medienangebot in einem neuen Gebäude.

F√ľr √§rtzliche Betreuung sorgen viele einzelne Praxen von Allgemein- und Zahn√§rzten. Au√üerdem ist in Werder ein Hautarzt ans√§ssig. Eine chirurgische Gemeinschaftspraxis befindet sich mit Kinderarzt , Augenarzt , Zahn√§rzten , einer Logop√§diepraxis und weiteren Fachmedizinern im √∂rtlichen √Ąrztehaus. Direkt an dieses angegliedert ist eine von zwei Apotheken . Sie setzt die Tradition der Adlerapotheke von der Insel fort. Es gibt Reformh√§user in den einzelnen Ortsteilen und viele Physiotherapiepraxen . Der Malteser Hilfsdienst unterh√§lt direkt am √Ąrtzehaus eine Rettungswache.

Die Polizeiwache Werder geh√∂rt zum Schutzbereich Brandenburg und sorgt zusammen mit den freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile f√ľr die Sicherheit der B√ľrger.

Die Deutsche Post betreibt in der Filiale eines Supermarkets eine Außenstelle. Außerdem gibt es ein kleines Verteilerzentrum, das die Ortschaften mit Briefen und Paketen versorgt.

Staatliche Einrichtungen

Im Ortsteil Plessow befindet sich das Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung M√ľnster - Au√üenstelle Plessow.

Bildungseinrichtungen

Die Stadt besitzt in ihrem Zentrum zwei Grundschulen , die zum Einen nach Franz D√ľmichen (Grundschule I), einem ehemaligen B√ľrgermeister der Stadt, und zum Anderen nach Karl Hagemeister (Grundschule II), einem bekannten Landschaftsmaler, benannt sind.

Die Grundschule I erhielt ihren aktuellen Namen 1997 , da die Realschule bzw. Oberschule , die sich auf dem gleichen Gelände im Zentrum der Stadt befindet, ebenfalls den Namen Carl von Ossietzky trug. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass beide Schulen zu DDR-Zeiten als eine Bildungsstätte arbeiteten.

Die Grundschule II befindet sich im Wohngebiet "Jugendh√∂he" und besitzt eine etwas gr√∂√üere Kapazit√§t als ihr Pendant in der Innenstadt. Aufgrund der Tatsache, dass keine der Schulen trotz r√ľckl√§ufiger Sch√ľlerzahlen die Kapazit√§t besitzt, um alle Schulanf√§nger aufzunehmen, wechseln sich beide Schulen mit der Er√∂ffnung zweiz√ľgiger Jahrg√§nge ab. In der jeweils anderen Schule wird dann nur eine einzelne erste Klasse er√∂ffnet.

Zus√§tzlich zu den innerst√§dtischen Grundschulen befinden sich in den Ortsteilen Glindow und T√∂plitz zwei weitere, wesentlich kleinere Einrichtungen. Besonders in der Inselschule T√∂plitz ist dies zu beobachten, da hier jahrgangs√ľbergreifend unterrichtet wird.

Die Stadt besitzt weiterhin eine moderne allgemeine F√∂rderschule , die einzige derartige Einrichtung im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Sie ist rein rechtlich erst mit dem Schuljahr 2004 / 05 er√∂ffnet worden. Die am selben Standort ans√§ssige F√∂rderschule ist zusammen mit der F√∂rderschule f√ľr K√∂rperbehinderte in Glindow aufgel√∂st worden. Zeitgleich wurde dann die allgemeine F√∂rderschule er√∂ffnet. Mit diesem bisher einmaligen Vorgang, bei dem eine Schule f√ľr k√∂rperlich und eine f√ľr geistig behinderte Kinder in eine allgemeine F√∂rderschule √ľbergingen, wurde auch der Umbau des Schulgeb√§udes in der Kemnitzer Chaussee abgeschlossen.

In relativ kurzer Entfernung zu dieser Schule befindet sich das ortsans√§ssige Ernst-Haeckel-Gymnasium , in dem ca. 700 Sch√ľler mit 50 Lehrern den Weg zum Abitur gehen. Es ist in der Umgebung das einzige Gymnasium . Die gymnasialen Oberstufen der Schulen in Ziesar und Lehnin wurden mit dem Beginn des Ausbaus, der von Protesten begleitet war, geschlossen. Der Altbau der ehemaligen "erweiterten Oberschule Ernst Haeckel", der 1968 fertiggestellt worden war, wurde mit Ende des Schuljahres 2002 / 03 au√üer Dienst gestellt, da die f√ľr den Betrieb notwendige Genehmigung nicht mehr ausgestellt worden war. Im Sommer 2004 folgte dann der Abriss. Das Geb√§ude war nicht mehr notwendig gewesen, da die Stadt als Tr√§ger der Schule bereits zwei neue Trakte auf dem Gel√§nde errichtet hatte und das Sch√ľleraufkommen mit diesen bew√§ltigt werden kann. In naher Zukunft wird auf dem Standort eine neue Zwei-Felder-Turnhalle errichtet, die dann die stark gealterte Halle ersetzten soll.

Das Oberstufenzentrum der Stadt, das eine Au√üenstelle in Gro√ü Kreutz besitzt, bietet neben dem allgemeinen Abitur eine M√∂glichkeit, das Fachabitur zu erlangen. Da das OSZ Werder das einzige seiner Art im Land ist, an dem Garten- und Landschaftsbau als Fach belegt werden kann, besitzt es ein Internat in dem die Sch√ľler unterkommen k√∂nnen. 2005 wurden umfangreiche Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten am Schulgeb√§ude vorgenommen.

Die freie Schule am Zernsee bietet den Sch√ľlern der Umgebung eine alternative Unterrichtsform.

Freizeit- und Sportanlagen

F√ľr Sportvereine stehen in Werder zwei Feldersporthallen mit Zuschauerpl√§tzen auf Schulgel√§nden bereit. F√ľr viele andere Sportarten gibt es in der Stadt mehrere Bet√§tigungsst√§tten, wie z. B. kleinere Turnhallen, eine Regattastrecke mit einer L√§nge von 1500 m, einen gro√üen Sportplatz mit Tartanbahn (Arno-Franz-Sportplatz), eine Tennisanlage, sowie ein Bowling- und Kegelzentrum.

Viele Sportvereine, zum Beispiel f√ľr das Rudern , Segeln , Windsurfen , Wasserwandern , Angeln k√∂nnen sich der Wasservielfalt der Umgebung bedienen. Auch Personen, die den Sportbootf√ľhrerschein nicht besitzen, k√∂nnen sich am Bootsverleih gedrosselte Motorboote ausleihen.

Ortsteil Glindow, Ziegeleimuseum
Ortsteil Glindow, Ziegeleimuseum

Die Einwohner engagieren sich auch in anderen Vereinen wie dem Heimatverein, einem Hundesportverein, Historischer Weinberg, dem Karnevalsclub Werder, dem Sch√ľtzenverein und dem Kegelverein (KV Werder).

Städtepartnerschaften

  • Oppenheim (Rheinland-Pfalz), seit 29. April 1990
  • Hj√łrring ( D√§nemark ), seit 26. April 1993
  • Almdorf (Schleswig-Holstein), seit 20. Mai 1995
  • Tczew ( Polen ), seit 30. Januar 1998
  • Birzai ( Litauen ), seit 5. M√§rz 1999
  • Muan-Gun ( S√ľdkorea ), seit 27. Juni 2001

Stadtgliederung

Neben der Stadt Werder gibt es die Ortsteile Petzow, Glindow, Bliesendorf, Plötzin (mit Plessow und Neuplötzin), Phöben, Kemnitz, Töplitz und Derwitz.

Ortsteil Petzow, Schlosspark von Lenné, Schwielowsee im Hintergrund
Ortsteil Petzow, Schlosspark von Lenné, Schwielowsee im Hintergrund

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Der Ort Petzow wurde am 1. Januar 1929 eingemeindet. Durch einen B√ľrgerentscheid schloss sich Bliesendorf am 21. Dezember 1998 der Stadt an.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform im Jahre 2002 wurden Derwitz , Pl√∂tzin , Kemnitz , Ph√∂ben und nach einigen Debatten auch T√∂plitz am 1. Januar 2003 eingemeindet. Dem Wunsch der Eingemeindung von Golm, den sowohl die Einwohner des Ortes als auch die Stadt Werder hegten, wurde nicht entsprochen und l√∂ste einen gro√üen Streit zwischen den Bef√ľrwortern, dem Innenministerium und der Stadt Potsdam aus, die Golm schlie√ülich aufnehmen durfte. Werder h√§tte mit dem neuen Ortsteil den Titel Universit√§tsstadt (Universit√§t Potsdam, Max-Planck-Institut und Fraunhofer-Gesellschaft sind dort ans√§ssig) tragen k√∂nnen.

Einwohnerentwicklung

Kurz nach der politischen Wende 1990 lebten auf 26 km¬≤ etwa 10.300 Menschen. Im Jahr 1992 wohnten in der Stadt Werder selbst 10.822 Personen, w√§hrend es im sonstiges Amtsgebiet 8.259 Einwohner waren. Sechs Jahre sp√§ter belief sich die Bev√∂lkerungszahl insgesamt auf 22.464 B√ľrger, von denen 13.383 Einwohner der Stadt waren. Durch die hervorragende Lage zu Potsdam und Berlin, das durch den Regierungsumzug einen Bedeutungsaufschwung erlebte, wuchs die Einwohnerzahl immer weiter. In Folge der Gemeindegebietsreform wurden einige Gemeinden Teil der Stadt, f√ľr andere wiederum √§nderten sich die Zugeh√∂rigkeiten. Dadurch bedingt lebten nach der Reform im Oktober 2003 22.500 Einwohner auf 116 km¬≤ Gemeindegebiet.

Wohngebiete

Schon in den Jahren der DDR wurden in der Stadt mehrere Wohnviertel nach sozialistischem Vorbild erschaffen. Dazu gehören die Jugendhöhe, die sich auf der zentralen Anhöhe Werders befindet und zu deren Einweihung Walter Ulbricht anreiste, sowie das Wohngebiet Wachtelwinkel in direkter Nähe zum Stadtzentrum. Beide zeichnen sich durch die bekannte Plattenbauweise aus und wurden schon einige Jahre nach der Wende vollständig renoviert. Während in der Jugendhöhe alle Straßen nach klassischen Musikern benannt sind, wurden sie im Wachtelwinkel nach den Städten Hamburg, Mainz. Siegburg, Oppenheim (siehe Partnerstädte) und Köln benannt.

Die Wohnbl√∂cke der ehemaligen Flugschule, die sp√§ter von der Sowjetischen Armee als Unterkunft f√ľr die Soldaten und ihre Familien genutzt worden waren, wurden vollst√§ndig rekonstruiert und bieten am n√∂rdlichen Rand des Stadtgebietes ein ruhiges Wohnumfeld. In diesem Viertel befinden sich heute besonders Beamten- und Eigentumswohnungen. Auch die DDR-Bauten in der Bernhard-Kellermann-Stra√üe und am Ende der Brandenburger Stra√üe wurden wieder hergerichtet.

Neben den vielen Rekonstruktionsma√ünahmen der Stadt gibt es auch neue Wohnparks in der Stadt. Einige erweiterten bereits bestehende Gebiete, wie das Wohnviertel am Wachtelberg, das den Wachtelwinkel erg√§nzte. Ebenso wie dieses Gebiet ist auch der Scheunhornweg und das Gebiet um die Adolf-K√§rger-Stra√üe , die sich direkt am Havelufer befinden, mit vielen gro√üz√ľgigen Gr√ľnanlagen und kleinen Teichen best√ľckt.

Bereits recht fr√ľh in den neunziger Jahren entstand zwischen der Kemnitzer Stra√üe und dem Elsebruchweg ein Viertel mit Reihenh√§usern nach d√§nischem Vorbild. Nicht weit entfernt, gegen√ľber der Jugendh√∂he, wurde ein neues Viertel mit Doppelhaush√§lften und Reihenh√§usern errichtet. Hier sind die Stra√üe nach V√∂geln benannt. Der Kemnitzer Stra√üe weiter folgend, gelangt man am Wohnviertel Finkenberg, in dem besonders die soziale F√∂rderung im Vordergrund stand, vorbei.

Kleinere, neu errichtete H√§userkolonien befinden sich gegen√ľber dem Neuen Friedhof und im Kesselgrund. Weiter au√üerhalb der Stadt selbst ist das Wohngebiet Havelauen zu finden, das 1995 eingeweiht wurde. Neben einigen Betrieben, wie der Havelbus Verkehrsgesellschaft , Versandunternehmen und einigen kleineren B√ľrovertretungen gr√∂√üerer Unternehmen sind hier ebenfalls Doppelhaush√§lften angelegt worden. Die Stra√üennamen auf dem ehemaligen Flugplatzgel√§nde sind von Luftfahrtpionieren, wie Otto Lilienthal , abgeleitet. Im S√ľden der Stadt, am Einkaufszentrum Werder-Park, wurden Einzelh√§user und kleinere Wohnbl√∂cke errichtet. Die Stra√üennamen sind eng mit dem Obstbau, der fr√ľher auf dem Areal betrieben wurde, verbunden.

Stadtentwicklungspolitik

Die Stadt Werder betreibt unter dem Motto eine Eine Stadt, die baut, bl√ľht auf seit 1993 eine Bau-, Wohn- und F√∂rderungspolitik, die die ma√ügebliche Ursache f√ľr den rasanten Aufschwung der st√§dtischen Attraktivit√§t f√ľr Zuz√ľgler ist.

Im Laufe der Jahre verschwand das marode Erscheinungsbild der Stadt, das durch die DDR-Zeit gegeben war. Der Stadtkern und die Insel geh√∂ren zum Sanierungsgebiet, das besondere Auflagen aber auch F√∂rderungen f√ľr Ma√ünahmen bereitstellt. Alle Hauptstra√üen, die in Obhut der Stadt liegen wurden neu ausgebaut und in Stand gesetzt. Fast die gesamte Stadt ist an das zentrale Abwassernetz angeschlossen. Ein modernes Gasheizwerk versorgt die Einwohner mit Fernw√§rme.

Durch geschickte Arbeit der Stadtverwaltung gelang es immer wieder aus F√∂rdert√∂pfen zu sch√∂pfen und so dem Aufbl√ľhen der Stadt bestm√∂gliche Chancen zu geben. Nach Abkehr des Landes Brandenburg von der Politik der dezentralen Konzentration erhoffen sich die Stadtv√§ter einen weiteren F√∂rdermittelfluss, da der Stadt weiterhin ein hohes Entwicklungspotenzial bescheinigt wird.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

Das Obstbaumuseum informiert Interessierte auf der Insel √ľber die Geschichte des Obstanbaus in der Bl√ľtenstadt und deren Geschichte.

Das Zwei- und Motorradmuseum befindet sich im Wohngebiet Havelauen und bietet ein großes Sortiment von antiken Fahrrädern und legendären Motorädern, nicht nur aus der DDR-Vergangenheit.

Die von vielen als einzige verbliebene Ziegelei im Ortsteil Glindow ist heute ein Museum . Der Keramikk√ľnstlerverein Gebrante Erde engagiert sich dort f√ľr Veranstaltungen. Der mit Kohlenstaub befeuerte Ringofen wird heute noch zum Brennen der Kunstwerke oder von Ziegelspezialanfertigungen genutzt.

Bauwerke

Sehenswert ist vor allem die Insel mit ihren kleinen Gassen und alten Fischerh√§usern. Ebenso sind die Bockwindm√ľhle, das alte Rathaus und die beiden Kirchen auf der Insel stehts einen Blick wert. In der Innenstadt auf dem zentralen Plantagenplatz l√§dt das Caf√© zum Scharfrichterhaus verweilen ein. Die Stadtverwaltung, die sich in einer Industriellenvilla aus den zwanziger Jahren befindet, zieht regelm√§√üig interessierte Blicke auf sich. Viele, alte Stadtvillen beeindrucken ebenfalls die Besucher der Stadt. Die kleinen, massiv gebauten Kirchen in den Ortsteilen bieten ein besonderes Flair.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wichtigstes Fest im Jahr ist das Baumbl√ľtenfest , das √ľber den 1. Mai gefeiert wird. Beginn ist dabei immer das letzte Wochenende im April. Am Freitag vor dem Wochende wird auf dem Baumbl√ľtenball die Baumbl√ľtenk√∂nigin gek√ľrt. Dabei d√ľrfen nur Frauen im Alter von √ľber 18 Jahren antreten, die in mehreren Pr√ľfungen ihr Wissen √ľber die Stadt und den Obstanbau unter Beweis stellen m√ľssen. Am Samstag des ersten Wochenendes er√∂ffnet die frisch gek√ľrte K√∂nigin nach dem traditionellen Umzug, bei dem sich die Vereine und die Stadt pr√§sentieren, das Baumbl√ľtenfest. W√§hrend im Stadtzentrum der Rummel dominiert, √ľberwiegt in den Randgebieten des Zentrums und der Stadt - in den G√§rten und auf den Plantagen der Obstbauern - eine gem√ľtliche Atmosph√§re. An die besten Obstweinproduzenten verleiht eine Jury die Auszeichnung Goldene Kruke. Der Werderwein ist ber√ľchtig f√ľr sein s√ľffiges Aroma, das schon eher an Fruchsaft erinnert und seine oft untersch√§tzte, fatale Wirkung, die er auf seine Konsumenten aus√ľbt. Die ca. 200.000 G√§ste des Festes, die diesen Obstwein w√§hrend des Festes aus Sicherheitsgr√ľnden nur in Plastikflaschen erwerben k√∂nnen, werden am letzten Sonntag um 22 Uhr mit einem gro√üen H√∂henfeuerwerk verabschiedet. Mittlerweile hat sich das Baumbl√ľtenfest in den Top 2 der gro√üen Deutschen Volksfeste eingereiht.

Die einzelnen Ortsteile veranstalten selbstverst√§ndlich in jedem Jahr ihr eigenes Orts- bzw. Dorffest, die auch viele G√§ste aus dem Umland anziehen. Besonders das Kirsch- und Ziegelfest in Glindow ist neben der Baumbl√ľte recht bekannt.

In wesentlich kleineren Intervallen, n√§mlich einer Woche, findet der Wochenmarkt in der Stadt statt. Die St√§nde verteilen sich hierbei jeden Freitag vor allem √ľber die Stra√üe Unter den Linden, die direkt sich direkt im Zentrum befindet.

Der Sch√ľtzenverein Werders veranstaltet in jedem Jahr ebenfalls ein Fest, das √ľber die Stadtgrenzen hinaus Besucher anzieht.

Bedingt durch die gro√üz√ľgigen Wasserfl√§chen in der Umgebung der Stadt wird seit einigen Jahren das Wasserfest ausgetragen. Mit Drachenbooten werden hierbei Rennen auf der F√∂hse ausgetragen und die Wassersportvereine pr√§sentieren sich.

Kulturelle Einrichtungen

Werder besitzt ein Kino. Das Scala, ehemals Fontane Lichtspiele, wird von einem Cineastenehepaar aus Berlin betrieben. Neben dem etwas sortierten, normalen Programm werden jeden zweiten Mittwoch in Vergessenheit geratene Filme gezeigt. Diese Vielfalt wurde von den Einwohner gern aufgenommen und es fanden sich schon kurz nach Aufnahme des Programms die Filmfreunde Werder zusammen.

Söhne und Töchter der Stadt

Nach Karl Hagemeister , ein Landschaftsmaler, wurde eine städtische Grundschule benannt.

Literatur

  • Werder , in: Meyers Konversationslexikon , 4. Aufl. 1888-89, Bd. 16, S. 534.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Mercure 14467 Potsdam http://www.mercure.com Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30331 / 2722
Bayrisches Haus mit G√§steh√§usern 14471 Potsdam http://www.bayrisches-haus.de/  03 31 / 55 05 - 0
Landhaus Geliti 14542 Geltow http://www.geliti.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 303327 / 597- 0
Mohr 14476 T√∂plitz http://www.hotel-mohr.de/  033202 / 629-0
art'otel Potsdam Design Hotel 14471 Potsdam http://www.artotel.de  0311 / 98 150
Schlo√ü Petzow 14542 Werder (Havel) http://www.resort-schwielowsee.de/sitepreview.php  0 33 27 / 56 96 0
Zur Alten Rennbahn 14482 Potsdam http://www.zimmer-in-potsdam.de/fewo1-31.htm  0331 / 7308090
Best Western Parkhotel 14471 Potsdam http://www.parkhotel-potsdam.bestwestern.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30331 / 98120
Astron Hotel Voltaire 14467 Potsdam http://212.227.154.236/astron_new/inside_new.php3?HOTEL=762447  0331 / 2317-0
Am Griebnitzsee 14482 Potsdam http://www.seminaris.de  0331 / 70 91-0
Apart Pension Babelsberg 14482 Potsdam http://www.apart.potsdam.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40331 / 74 75 70
Seminaris Seehotel 14471 Potsdam http://www.seminaris.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40311 / 9090- 0
Am Jägertor Travel Charme Hotel 14467 Potsdam http://www.tc-hotels.net Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 42 43 96 - 0
Lili Marleen Filmhotel 14482 Potsdam http://www.filmhotel.potsdam.de/  0331 / 74 32 00
Dorint Hotel Sanssouci 14469 Potsdam http://www.dorint.com/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40331 / 2740
Am Luisenplatz 14471 Potsdam http://www.hotel-luisenplatz.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40331 / 97190-0
Steigenberger Maxx Hotel Sanssouci 14471 Potsdam  Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40331 / 90 91 0
Ascot Bristol City Line & Country Line Hotels 14480 Potsdam http://www.ascot-bristol.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40331 / 6691-0

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