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Letzte Änderung für Artikel Bistum Hildesheim: 19.02.2006 17:52

Bistum Hildesheim

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Karte
Karte des Bistums in Deutschland
Basisdaten
Bischof : Norbert Trelle
Weihbischöfe : Hans-Georg Koitz
Dr. Nikolaus Schwerdtfeger
Bischof emeritus : Dr. Josef Homeyer
Generalvikar : Karl Bernert
Erzbistum : Hamburg
Dekanate : 26
Pfarreien : 313
Fläche : 30.000 km²
Einwohner : ca. 5.700.000
Katholiken : ca. 663.093
Anteil: 11,6%
Anschrift: Domhof 18-21
31134 Hildesheim
Website: www.bistum-hildesheim.de
E-Mail-Adresse: info@bistum-hildesheim.de

Das Bistum Hildesheim (lat. Dioecesis Hildesiensis) ist eine r√∂misch-katholische Di√∂zese in Teilen Niedersachsen und Bremens (Bremerhaven). Es ist eines der fl√§chengr√∂√üten Bist√ľmer Deutschlands, umfasst jedoch fast ausschlie√ülich Gebiete, in denen die Katholiken eine Minderheit bilden ( Diaspora ). Nur das im S√ľden des Bistums gelegene Eichsfeld sowie die D√∂rfer des alten " Stifts " im Raum Hildesheim haben eine katholische Bev√∂lkerungsmehrheit.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Bistum Hildesheim wurde nach der Unterwerfung und Eingliederung der Sachsen in das Frankenreich als eines der planm√§√üig errichteten Missionsbist√ľmer 815 durch Ludwig den Frommen gegr√ľndet. Unter Bischof Altfrid entstand 852- 872 der erste steinerne Dombau, dessen Grundriss bis heute unver√§ndert blieb.

Seine größte Bedeutung erlangte das Bistum Hildesheim zur Zeit der Sachsenkaiser durch die heiligen Bischöfe Bernward (993-1022) und Godehard (1022-1038). Architektur- und Kunstschätze aus dieser Zeit prägen bis heute das Bild der Stadt.

Vom Mittelalter bis zur fr√ľhen Neuzeit war Hildesheim F√ľrstbistum . Ab 1500 geh√∂rte es zum Nieders√§chsischen Reichskreis. Als Folge der Hildesheimer Stiftsfehde (1518- 1523 ) wurde sein Territorium um die H√§lfte verkleinert.

Rat und B√ľrgerschaft der Stadt Hildesheim sowie die welfischen Territorien, die den gr√∂√üten Teil des Hildesheimer Di√∂zesangebiets ausmachten, gingen im 16. Jahrhundert zum lutherischen Bekenntnis √ľber. Nur der Dom und mehrere Klosterkirchen der Stadt sowie die D√∂rfer des Stiftsgebiets nach 1523 (Algermissen, Bettmar , Borsum , Detfurth , Diekholzen, Dinklar , F√∂rste, Giesen, Harsum, Ottbergen u.a.) blieben katholisch. Von den norddeutschen Bischofssitzen bestand au√üer Osnabr√ľck nur Hildesheim ununterbrochen fort.

Im Zuge der territorialen Neuordnung des Reichs als Folge des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Hochstift Hildesheim 1643 in den Grenzen vor 1523 wiederherhergestellt. Die inzwischen lutherischen Gebiete, die nun wieder zur Herrschaft des Hildesheimer Stuhls gehörten, wurden jedoch nicht rekatholisiert . Lediglich einzelne Pfarreien, Klöster und Gottesdienststationen entstanden neu (Bolzum, Gronau, Lamspringe, Peine, Ringelheim, Ruthe, Westfeld u.a.).

Im 18. Jahrhundert hielt sich das kleine Hochstift Hildesheim durch Personalunionen mit m√§chtigeren geistlichen Staaten Nordwestdeutschlands. F√ľrstbischof Clemens August aus dem Hause Wittelsbach regierte fast vier Jahrzehnte lang zugleich K√∂ln, M√ľnster, Paderborn, Osnabr√ľck und Hildesheim.

Nach dem Ende der geistlichen F√ľrstent√ľmer wurden die Grenzen des Bistums Hildesheim 1824 neu gezogen. Es umfasst seitdem, mit wenigen Abweichungen, den √∂stlich der Weser gelegenen Teil der preu√üischen Provinz Hannover beziehungsweise des Landes Niedersachsen, damit auch das ehemals kurmainzische, katholisch gebliebene Untereichsfeld mit Duderstadt.

Die Zahl der Di√∂zesanen ist durch den Zuzug ostdeutscher Fl√ľchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg stark angewachsen (zur Zeit etwa 650.000). F√ľr diese wurden in allen Teilen der Di√∂zese neue Pfarreien und Kirchen errichtet.

Seit der Gr√ľndung des Erzbistums Hamburg am 7. Januar 1995 geh√∂rt das Bistum Hildesheim zur Hamburger Kirchenprovinz (vorher Erzbistum Paderborn). Die s√ľdlich der Elbe auf Hamburger Stadtgebiet gelegenen Pfarren (Harburg) wurden an die benachbarte Erzdi√∂zese abgetreten.

Gegenw√§rtig befindet sich die Kirche von Hildesheim in einem Neuorientierungsprozess, der vor dem Hintergrund quantitativen R√ľckgangs (Zusammenlegung von Pfarreien, langfristig Schlie√üung von Kirchen) eine Intensivierung des gemeinschaftlichen und spirituellen Lebens zum Ziel hat.

Seit dem 13. November 1983 war Dr. Josef Homeyer Bischof von Hildesheim. Nachdem Papst Johannes Paul II seinem R√ľcktrittsgesuch zum 75. Geburtstag stattgegeben hatte, √ľbernahm im August 2004 der dienst√§lteste Weihbischof Hans-Georg Koitz die Leitung der Di√∂sese und wurde vom Domkapitel zum Di√∂zesanadministrator gew√§hlt. Die Sedisvakanz bis November 2005 war eine der l√§ngsten der j√ľngeren Kirchengeschichte.

Am 29. November 2005 um 12 Uhr wurde der Name des neuen Bischofs in Hildesheim und Rom bekannt gegeben. Es ist der K√∂lner Weihbischof Norbert Trelle. Am 11. Februar 2006 war die feierliche Amtseinf√ľhrung (Inbesitznahme der Cathedra ) im Dom zu Hildesheim.


Das Amt des zweiten Weihbischofs hat Dr. Nikolaus Schwerdtfeger inne.

Bis zu seiner Emeritierung lud Bischof Josef √ľber 20 Jahre die Jugendlichen des Bistums zur Chrisammesse ein. Diese Tradition ist in dieser Form einzigartig.

Zahlenwerk zum Bistum Hildesheim

  • 659.500 Katholiken
  • 26 Dekanate
  • 313 Kirchengemeinden (Pfarreien, Kuratien und Pfarrvikarien)
  • 93 Seelsorgeeinheiten
  • 50 Einzelgemeinden
  • 599 Kirchen und √∂ffentliche Kapellen
  • 3 Bisch√∂fe (Di√∂zesanbischof em., 2 amtierende Weihbisch√∂fe)
  • 463 Priester einschl. Ruhest√§ndler, davon
  • 61 ausl√§ndische Priester
  • 219 Priester in der Pfarrseelsorge, davon
  • 170 Priester in der Gemeindeleitung, einschl. Ordenspriester
  • 51 Priester in anderen Seelsorgebereichen
  • 27 Ruhestandsgeistliche mit seelsorglichem Auftrag
  • 5 Neupriester
  • 16 Freigestellt (Studium o.√§.)
  • 85 Professen, davon 74 Ordensgeistliche
  • 13 M√§nnerorden mit 15 Niederlassungen
  • 18 Frauenorden mit 48 Niederlassungen und 443 Schwestern
  • 3 ordens√§hnliche Frauenvereinigungen mit 3 Niederl. und 40 Mitgliedern
  • 87 St√§ndige Diakone
  • 138 Gemeindereferentinnen und -referenten
  • 83 Pastoralreferentinnen und -referenten
  • 8 Krankenh√§user
  • 149 Kindertagesst√§tten/Kinderg√§rten
  • 12 Berufsbildende Schulen
  • 14 Allgemeinbildende Schulen
  • 3 Sonderschulen
  • 12 Bildungseinrichtungen
  • 14 Kinderheime
  • 11 Heime der Behindertenhilfe
  • 21 Altenpflegeheime
  • 92 Beratungsdienste
  • 7 Heime der Jugendhilfe
  • 8 Kur- und Erholungsh√§user

Stand: 31. Dezember 2004

Kirchliche Einrichtungen

  • Katholisches Priesterseminar Hildesheim
  • Akademie St. Jakobushaus Goslar
  • Katholische Familienbildungsst√§tte Hannover
  • Katholische Familienbildungsst√§tte Salzgitter
  • Hospizverein im Bistum Hildesheim

In Hildesheim direkt befinden sich eine Reihe von Schulen in der Tr√§gerschaft des Bistums Hildesheim: Zum Beispiel das Bisch√∂fliche Gymnasium Josephinum, die Marienschule und Realschule Albertus Magnus. Dazu werden √ľber das gesamte Bistum verteilt noch ein weiteres Gymnasium und viele Haupt-, Real-, und vor allem Grundschulen unterhalten.

Klöster

Frauenorden

  • Kloster Marienrode
  • Ursulinenkloster Duderstadt
  • Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vincenz von Paul in Hildesheim

Männerorden

  • Augustinerkloster Germershausen
  • Br√ľdergemeinschaft der Canisianer
  • Franziskanerkloster St. Antonius Hannover
  • Franziskanerkloster Ottbergen
  • Cella St. Benedikt Hannover

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia

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