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Letzte Änderung für Artikel Eichsfeld: 17.02.2006 13:05

Eichsfeld

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Das Eichsfeld
Das Eichsfeld

Das Eichsfeld ist eine historische Landschaft im sĂŒdöstlichen Niedersachsen und nordwestlichen ThĂŒringen zwischen Harz und Werra.

Das Eichsfeld wird erstmals im Jahre 897 urkundlich erwĂ€hnt. Im Jahr 1022 gibt es eine erste Nachricht ĂŒber Mainzer Besitzungen auf dem Eichsfeld. Im Jahr 1124 erfolgt der Beginn der KlostergrĂŒndungen auf dem Eichsfeld. Zwischen 1022 und 1573 erwirbt das KurfĂŒrstentum Mainz weitere Besitzungen und bildet Verwaltungsstrukturen heraus.

Das nordwestlich von Duderstadt gelegene Untereichsfeld ist zunĂ€chst liudolfingisches Hausgut und ottonisches Reichsgut , kommt im 10. Jahrhundert an das Stift Quedlinburg und fĂ€llt 1247 an Braunschweig-LĂŒneburg , dessen Linie Grubenhagen es 1342 /58 bzw. 1434 an das KurfĂŒrstentum Mainz verpfĂ€ndet.

1524 bricht der Bauernkrieg in der freien Reichsstadt MĂŒhlhausen aus. Pfeiffer zieht gegen das Eichsfeld plĂŒndert und verbrennt Klöster und adelige Höfe. Viele Bewohner wenden sich dem Protestantismus zu. 1575 beginnen die Jesuiten mit der Gegenreformation . Im Verlauf von 50 Jahren wird das Eichsfeld bis auf wenige Dörfer fĂŒr den katholischen Glauben zurĂŒckgewonnen.

1622 beginnt fĂŒr das Eichsfeld der 30-jĂ€hrige Krieg . Die Schweden, die Kaiserlichen, die DĂ€nen, die Hessen und die ThĂŒringer verproviantieren sich, plĂŒndern und brandschatzen.

Im Jahr 1650 tritt der KurfĂŒrst von Mainz tritt wieder in Besitz seines Landes, das zu mehr als einem Drittel verwĂŒstet und dessen Bevölkerung auf ein Viertel zurĂŒckgegangen war.

König Friedrich Wilhelm III. nimmt 1802 das gesamte Eichsfeld fĂŒr die Krone Preußens in Besitz. 1806 bis 1813 ist das Eichsfeld Teil des Königreichs Westfalen, nach dessen Auflösung es wieder an Preußen kommt.

1815 wird das Eichsfeld auf dem Wiener Kongress geteilt. Es entstehen die Kreise Heiligenstadt und Worbis , die nun zur preußischen Provinz Sachsen gehören. Vom Untereichsfeld ergreift das Königreich Hannover Besitz. 1866 kommt es zusammen mit Hannover an Preußen und 1945 zum Bundesland Niedersachsen.

Seine besondere PrĂ€gung erhielt das Eichsfeld durch die jahrhundertelange Insellage als Teil des FĂŒrstbistums Mainz, dies wird auch durch das Mainzer Rad im Wappen deutlich. Dadurch blieb es ĂŒber die Reformation hinweg fast ausschließlich katholisch und fand im gemeinsamen Glauben und Brauchtum die Grundlage seiner IdentitĂ€t. Auch in der DDR -Zeit blieb das kirchliche Leben im Obereichsfeld relativ intakt. Es war die einzige Region in der DDR mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. Auch heute noch liegt die Zahl der regelmĂ€ĂŸigen KirchgĂ€nger ĂŒber dem Bundesdurchschnitt.

Durch das Eichsfeld verlĂ€uft die niederdeutsch - mitteldeutsche Sprachgrenze, die das Gebiet in einen kleineren nördlichen Teil (das Untereichsfeld) sowie einen grĂ¶ĂŸeren sĂŒdlichen Teil (das Obereichsfeld) untergliedert. Das Eichsfeld erstreckt sich heute ĂŒber drei BundeslĂ€nder und fĂŒnf Landkreise. Der grĂ¶ĂŸte Teil des Obereichsfeldes mit den StĂ€dten Heiligenstadt, Leinefelde-Worbis und DingelstĂ€dt gehört zum Land ThĂŒringen, Landkreis Eichsfeld. DarĂŒber hinaus liegen 13 obereichsfeldische Orte im Unstrut-Hainich-Kreis, zwei weitere in Hessen. Einige Orte des Untereichsfeldes liegen in ThĂŒringen (Landkreis Eichsfeld), der Rest des Untereichsfeldes mit dem Zentrum Duderstadt gehört zum Land Niedersachsen, Landkreis Göttingen und der Ort Lindau schließlich zum Landkreis Northeim. Vereinfachend wird heute hĂ€ufig der gesamte thĂŒringische Teil des Eichsfelds als Obereichsfeld bezeichnet.

Kulinarisch bekannt ist das Eichsfeld auch fĂŒr seine Mettwurst („Eichsfelder Feldgieker“ (auch „Feldkieker“), „Stracke“ und „Eichsfelder KĂ€lberblase“), Schmandkuchen und andere SpezialitĂ€ten.

Inoffizielle Hymne des Eichsfeldes ist das Eichsfeldlied.

SehenswĂŒrdigkeiten

Burgen und Schlösser

Baudenkmale

Historisches Rathaus Duderstadt
Historisches Rathaus Duderstadt
  • Duderstadt:
    Rathaus, Westerturm, Mittelalterliche Stadtmauer
  • Heiligenstadt:
    KlausmĂŒhle, Altes Rathaus, Jesuitenkolleg, Kurmainzer Schloss, Mainzer Haus
  • Lengenfeld unterm Stein:
    Kanonenbahnviadukt

Kirchen

Liebfrauenkirche/ Ursulinenkloster in Duderstadt, St. Cyriakus in Duderstadt, Alte Kirche "Maria Magdalena" in Leinefelde, „Eichsfelder Dom“ St. Alban in Effelder , St. Martins-Kirche in Heiligenstadt, St. Marien mit St. Annen-Kapelle in Heiligenstadt, St. Aegidien mit Maria-Hilf-Kapelle in Heiligenstadt, St. Gerhardus mit Redemptoristenkloster in Heiligenstadt, St. Servatius in Duderstadt, St. Maria Geburt Bischofferode, St. Sebastian Bickenriede, St. Johannes der TĂ€ufer JĂŒtzenbach

Seeburger See
Seeburger See

Klöster

Augustinerkloster in Germershausen, Ehemaliges Franziskanerkloster in Worbis , Ehemaliges Zisterzienser-Kloster Reifenstein , Franziskanerkloster Kerbscher Berg (DingelstĂ€dt), Ehemaliges Kloster Zella, Ehemaliges Kloster Gerode (bei Weißenborn-LĂŒderode), Franziskanerkloster HĂŒlfensberg, Ehemaliges Zisterzienserinnenkloster Beuren , Ehemaliges Zisterzienserkloster Anrode (bei Bickenriede)

Sonstige

Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, Seeburger See , Rhumequelle , Heinz-Sielmann-Stiftung (Gut Herbigshagen), BĂ€renpark (Worbis), Bergbaumuseum Bischofferode, Eichsfelder Krippenweg (Die schönsten Kirchenkrippen), Unstrutquelle (Kefferhausen), Landgraben (Grenze zu den ehemaligen Gebieten der Freien und Hansestadt MĂŒhlhausen ) mit einigen noch erhaltenen Warten

Weblinks

Wikipedia

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