fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Duderstadt: 11.02.2006 18:06

Duderstadt

Wechseln zu: Navigation, Suche
Duderstadt
Wappen Karte

Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Position von Duderstadt hervorgehoben
Basisdaten
Staat : Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Göttingen
Gliederung des Stadtgebiets: 15 Ortsteile
Fläche : 95,61 km²
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 30' 45" N 10¬į 15' 35" O
51¬į 30' 45" N 10¬į 15' 35" O
H√∂he : 180 m √ľ. NN
Einwohner : 22.833 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 239 Einwohner je km²
Postleitzahl : 37115
Vorwahl : 05527
Kfz-Kennzeichen : G√Ė
Gemeindeschl√ľssel : 03 1 52 007
Adresse der
Stadtverwaltung:
Worbiser Str. 9
37115 Duderstadt
Offizielle Website: www.duderstadt.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@duderstadt.de
Politik
B√ľrgermeister :
Ortsb√ľrgermeister
(Kernstadt):
Wolfgang Nolte ( CDU )

Theo Oeben ( CDU )

Duderstadt ist eine Stadt im Landkreis G√∂ttingen in Niedersachsen, nahe der Landesgrenze zum Freistaat Th√ľringen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Duderstadt liegt im Untereichsfeld im s√ľdlichen Harzvorland . Etwa 10 km s√ľd√∂stlich der Stadt liegt das th√ľringische Ohmgebirge, rund 20 km nord√∂stlich der Harz.

Wappen

Das Duderst√§dter Wappen geht auf ein seit 1255 nachweisbares Stadtsiegel zur√ľck. Es zeigt in rotem Feld √ľbereinander zwei schreitende, herschauende goldene L√∂wen, von der Wappenurkunde Leoparden genannt, mit blauen Zungen. Das Wappen ist dem Siegel des damaligen Landesherrn Albrechts I. von Braunschweig nachgebildet. Auch nach dem √úbergang in Mainzische Landesherrschaft (Mitte des 14. Jahrhunderts ) blieben die L√∂wen das Zeichen der Stadt und die Farben Blau und Gold die Stadtfarben.

Geschichte

Mittelalter

Duderstadt wurde am 16. September 929 erstmals urkundlich erw√§hnt. 974 kam der Ort an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre verwaltete. 1237 wurde Duderstadt als Lehen an den Landgrafen Heinrich Raspe von Th√ľringen gegeben, nur 10 Jahre sp√§ter kam es als Lehen an Otto das Kind, einem Enkel Heinrichs des L√∂wen. Duderstadt blieb etwa ein Jahrhundert unter welfischer Herrschaft. Zu Beginn dieser Zeit, in den Jahren um 1250, ist es zur Stadt geworden. Gef√∂rdert von den Braunschweiger Herz√∂gen erlebte es einen anhaltenden Aufschwung.

Historisches Rathaus (April 2004)
Historisches Rathaus (April 2004)
So wurde die junge Stadt im Sp√§tmittelalter zu einem bedeutenden, wohlhabenden Ort. Dies nicht zuletzt durch seine Lage an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstra√üen: einer Nord-S√ľd-Route, die ‚ÄěN√ľrnberger Stra√üe‚Äú, von Italien zu den Hansest√§dten in Nordeuropa sowie einer West-Ost-Verbindung aus dem belgischen Raum √ľber K√∂ln und Leipzig weiter nach Osteuropa. Die Duderst√§dter Kaufleute betrieben einen weitreichenden Handel; nachgewiesen sind Reisen bis nach Nowgorod .

In den Jahren 1334 bis 1366 traten die welfischen Herz√∂ge der Linie Grubenhagen Duderstadt wegen notorischen Geldmangels schrittweise an die Erzbisch√∂fe von Mainz ab. F√ľr die Stadt begann damit eine Zeit von etwa 450 Jahren Mainzer Herrschaft. Unter den neuen Landesherren setzte sich der Aufstieg der Stadt fort. Sie wuchs √ľber den Ring der Befestigungsanlagen hinaus, ihr wirtschaftliches und politisches Gewicht nahm zu. In den Jahrzehnten um 1400 konnte Duderstadt ein beachtliches Territorium (ca. 115 km2) mit 16 D√∂rfern erwerben.

Durch die Verlagerung der Handelsstra√üen und dem Niedergang der Hanse im 15. Jahrhundert kam es zu Stagnation und schlie√ülich wirtschaftlichem Abschwung. Seit 1450 nahm die Einwohnerzahl sp√ľrbar ab, die Finanzlage wurde schwieriger. Trotz dieser Krise konnte die Stadt noch respektable Leistungen erbringen: ein neuer Befestigungsring entstand, die Kirchen wurden vollendet. Das heutige Stadtbild geh√∂rt fast in seiner Gesamtheit der Zeit an, die vom wirtschaftlichen R√ľckgang gekennzeichnet war. So war die positive Kehrseite dieser Medaille, dass sich Duderstadt bis heute ein √ľberwiegend mittelalterliches Stadtbild aus Fachwerkh√§usern bewahren konnte, wie es in dieser Geschlossenheit nur noch selten zu finden ist.

Das gedrehte Dach des Westerturms ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Drehung beruht auf einem Konstruktionsfehler des Dachstuhls.
Das gedrehte Dach des Westerturms ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Drehung beruht auf einem Konstruktionsfehler des Dachstuhls.

Neuzeit

Bis zum 30j√§hrigen Krieg konnte die Lage insgesamt wohl noch als nicht ung√ľnstig bezeichnet werden. Doch katastrophale Einbr√ľche durch Kriege (insbesondere den 30j√§hrigen Krieg 1618  -  1648 und den Siebenj√§hrigen Krieg 1756  -  1763 ), Krankheitsepedemien und schlie√ülich die zunehmende Abgrenzung der umliegenden Staaten verhinderte eine kontinuierliche Aufw√§rtsentwicklung.

Im 19. Jahrhundert geriet Duderstadt endg√ľltig in eine Randlage. Von 1816 bis 1866 lag die Stadt an der neuen Grenze zwischen Hannover und Preu√üen , die mitten durch das Eichsfeld f√ľhrte. Als mit dem Bau der Eisenbahn die neuen Verkehrslinien entstanden, blieb Duderstadt abseits der Hauptlinien. Erst Jahrzehnte sp√§ter erhielt es Anschluss an das Eisenbahnnetz; durch eine Strecke, die nur lokale Bedeutung hatte.

Ab 1885 bildete die Stadt mit den zur preußischen Provinz Hannover gehörenden Dörfern des Untereichsfeldes den Landkreis Duderstadt.

Mit dem endg√ľltigen Verlust der urspr√ľnglich g√ľnstigen Verkehrslage waren grundlegende Weichenstellungen erfolgt. Die Standortbedingungen waren und blieben f√ľr die Industrie in Duderstadt √§u√üerst ung√ľnstig. Neue Arbeitspl√§tze entstanden in unzureichendem Ma√ü, nur wenige Betriebe konnten sich auf Dauer halten. Die Entstehung von Wandergewerben, Saisonarbeit in anderen St√§dten und starke Abwanderung waren die Folge.

Zur Zeit der Hitlerdiktatur war das Eichsfeld im Gegensatz zur Umgebung nie eine Hochburg des Nationalsozialismus . Noch bei den Reichstagswahlen am 5. M√§rz 1933 erhielt die NSDAP im Kreis Duderstadt nur 26% der Stimmen (Reichsdurchschnitt 44%). Doch hat das Abseitsstehen der Mehrheit der Bev√∂lkerung nicht verhindern k√∂nnen, dass auch hier die Mittel der Diktatur zum Einsatz kamen, Gegner des Regimes verfolgt wurden und nach Deutschland deportierte Ausl√§nder und H√§ftlinge von Konzentrationslagern Zwangsarbeit leisten mussten. Von November 1944 bis April 1945 unterhielt das KZ Buchenwald in Duderstadt ein Au√üenkommando, in dem 755 j√ľdische Ungarinnen Zwangsarbeit leisten mussten. Auch in Duderstadt hat die kleine j√ľdische Gemeinde nicht √ľberlebt.

Nach dem Krieg r√ľckte Duderstadt durch die Schlie√üung der Grenze schlie√ülich in eine extreme Randlage. Es ist trotzdem gelungen, wichtige Industriebetriebe in Duderstadt anzusiedeln. Auch ist die Eingliederung Tausender von Vertriebenen und Fl√ľchtlingen gegl√ľckt.

1973 kam Duderstadt mit fast allen anderen Gemeinden des Landkreises Duderstadt zum neu gebildeten Landkreis Göttingen.

Am 10. November 1989 wurde um 0:35 Uhr der Schlagbaum am Grenz√ľbergang Gerblingerode nach Westen ge√∂ffnet. Bis zum Nachmittag kamen mehr als 6000 DDR -B√ľrger in √ľber 1500 Fahrzeugen nach Duderstadt, bis zum Jahresende wurden es 700.000 Menschen.

Politik

St. Cyriakuskirche - Auf der rechten Seite erkennt man das Rathaus (April 2004)
St. Cyriakuskirche - Auf der rechten Seite erkennt man das Rathaus (April 2004)

Zusammensetzung des Rates der Stadt Duderstadt

  • CDU : 24
  • SPD : 5
  • WDB: 3
  • FDP : 1
  • Gr√ľne : 1
  • B√ľrgermeister: 1
    (Wahlperiode vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2006)

B√ľrgermeister

  • Wolfgang Nolte (CDU)

Mitglied im Niedersächsischen Landtag

  • Lothar Koch (CDU)
    (Landtagswahlkreis 18; umfasst Gebiete aus dem Landkreis Göttingen sowie einen Teil des Landkreises Osterode)

Wirtschaft

  • ans√§ssige Unternehmen: 520
  • soz.vers. Besch√§ftigte: 6578, davon:
    • verarbeitendes Gewerbe, Bau und Energie: 42 %
    • Handel, Verkehr und Nachrichten: 17,2 %
    • sonstige Dienstleistungen: 39,9 %
    • Land und Forst: 0,9 %

Bedeutende Unternehmen:

  • Otto Bock - Weltmarktf√ľhrer in der Prothetik sowie weltweit einer der bedeutendsten Hersteller von PUR Schaumsystemen, Blockweichsch√§umen und PUR Gelen

Verkehr

Duderstadt liegt an der Bundesstra√üe 247 und ist Ausgangspunkt der Bundesstra√üe 446 . Etwa 15 km s√ľdlich von Duderstadt verl√§uft die A 38, rund 30 km westlich die A 7.

Die ehemalige Bahnlinie Wulften - Duderstadt (Inbetriebnahme 1889 (?)) wurde 197? stillgelegt. Die Bahnlinie Duderstadt - Leinefelde (Inbetriebnahme 1897 ) wurde nach dem 2. Weltkrieg auf dem Teilst√ľck Duderstadt - Teistungen eingestellt und in der DDR auf dem Teilst√ľck Teistungen - Leinefelde noch bis 9.6.2001 forgef√ľhrt.

Bildungseinrichtungen

  • Grund- und Hauptschulen
    • Kath. Grundschule St. Elisabeth, Duderstadt
    • Janusz-Korczak-Grundschule, Duderstadt
    • Pestalozzischule (F√∂rderschule), Duderstadt
    • Grundschule Gerblingerode
    • Grundschule Hilkerode
    • Grundschule Langenhagen
    • Grundschule Mingerode
    • Grundschule Nesselr√∂den
    • Grundschule Tiftlingerode
    • Astrid-Lindgren-Schule (Hauptschule), Duderstadt
    • St.-Ursula-Schule (Haupt- und Realschule), Duderstadt
  • Weiterf√ľhrende Schulen
    • St.-Ursula-Schule (Haupt- und Realschule), Duderstadt
    • Heinz-Sielmann-Realschule, Duderstadt
    • Eichsfeld-Gymnasium, Duderstadt
  • Berufs- und Fachschulen
    • Berufsbildende Schulen, Duderstadt
    • Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Hildesheim, Duderstadt
    • Fachschule f√ľr Altenpflege des Malteser Hilfsdienstes, Duderstadt
    • Krankenpflegefachschule Krankenhaus St. Martini, Duderstadt
    • Kreisgewerbeanstalt, Duderstadt
    • Vinzenz-von-Paul-Schule (Fachschule f√ľr Sozialp√§dagogik), Duderstadt

Städtepartnerschaften

Stadtgliederung

Die Stadt Duderstadt umfasst neben Duderstadt noch 14 Anfang der 1970er Jahre eingemeindete Ortsteile (siehe Navigationsleiste unten und Karte der Ortsteile Duderstadts ).

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Duderstadt als ehemalige Gro√üstadt des Mittelalters besitzt eine Altstadt mit 500 Fachwerkh√§usern . Im Rahmen der nieders√§chsischen ¬ĽLandesausstellung Natur im St√§dtebau¬ę  1994 wurde der gesamte Altstadt-Bereich umfangreich saniert. Besonders hervorzuheben sind das historische Rathaus (eines der √§ltesten in Deutschland), die beiden gro√üen Kirchen und der Westerturm, bekannt f√ľr seine gedrehte Spitze.

Persönlichkeiten

Duderstadt im Winter aus Richtung Herbigshagen fotografiert (Dezember 2005)
Duderstadt im Winter aus Richtung Herbigshagen fotografiert (Dezember 2005)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Franz Ignaz Windhausen , (* 20. Januar 1829 in Duderstadt, † 5. April 1904 in Berlin), Ingenieur, Erfinder der Kohlens√§ure-Eis-Maschine u.a.
  • Georg Kardinal von Kopp , (* 24. Juli 1837 in Duderstadt, † 4. M√§rz 1914 ), F√ľrstbischof von Breslau
  • Wilhelm K√§ber, (* 27. Dezember 1896 in Duderstadt, † 19. November 1987 ), deutscher Politiker ( SPD ), MdL (Schleswig-Holstein), Innenminister von Schleswig-Holstein
  • Bernd Windhausen, (* 22. September 1942 in Duderstadt), St√ľrmer in der 1. Fu√üballbundesliga: 1967 bis 1969 beim 1. FC Kaiserslautern, 1969 bis 1971 bei Werder Bremen
  • Wolfgang Windhausen , (* 1949 in Duderstadt), Lyriker und Grafiker
  • Harry B√∂seke (* 7. Januar 1950 in Duderstadt), Schriftsteller
  • Hans Georg N√§der (* 4. September 1961 in Duderstadt), Honorarprofessor, Unternehmer ( Entrepreneur des Jahres 2003), Tr√§ger des nieders√§chsischen Staatspreises 2005, Ehrenringtr√§ger der Stadt Duderstadt

Sonstige mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

  • Karl Hackethal (* 01.07.1901 in Reinholterode, ‚Ć 10.12.1990 in Duderstadt), Oberlandwirtschaftsrat, 1951 bis 1957 Mitglied des Landtages in Niedersachsen, 1957 bis 1961 Mitglied des Bundestages
  • Matthias Gleitze (* 31. Dezember 1902 in Seeburg, ‚Ć 25. Oktober 1989 in Duderstadt), Dr. rer. pol., Oberkreisdirektor des Landkreises Duderstadt von 1948 bis 1967, Ratsherr der Stadt Duderstadt von 1982 bis 1986, Tr√§ger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
  • Heinz Sielmann (* 2. Juni 1917 in Rheydt bei M√∂nchengladbach), Professor, zusammen mit seiner Frau Inge Begr√ľnder der Heinz-Sielmann-Stiftung (Naturerlebniszentrum bei Duderstadt), Ehrenringtr√§ger der Stadt Duderstadt
  • Julius Hackethal (* 6. November 1921 in G√∂ttingen; ‚Ć 17. Oktober 1997 in Bernau am Chiemsee), Chirurg und Autor
  • Louis Hackethal
  • Ulrich Hollmann (* 1937 in Patschkau/Schlesien), Maler und Grafiker

Ehrenb√ľrger der Stadt

  • Georg Kardinal von Kopp, F√ľrstbischof von Breslau
  • Franz Hollenbach, Fabrikant
  • Dr. Ing. e. h. Max N√§der, Fabrikant

Sonstiges

Kulinarische Spezialitäten

Duderstadt bzw. das Eichsfeld sind unter anderem f√ľr folgende Spezialit√§ten bekannt:

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Hotel Restaurant Zum L√∂wen 37115 Duderstadt http://www.hotelzumloewen.de  05527 / 30 72
Hotel Zum Kronprinzen 37115 Duderstadt http://hotelzumkronprinzen.com Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 405527 / 910-0
Hotel-Restaurant Zur Erholung 37115 Duderstadt http://www.zurerholung.de  05529 / 96200
Hotel-Restaurant Zum Holztal 37115 Duderstadt http://www.holztal.de  05529 / 96 36-0
Landgasthaus Rhode 37115 Duderstadt http://www.landgasthaus-rhode.de  05527 / 98100
Hotel - Restaurant Hahletal 37115 Duderstadt http://www.hotel-hahletal.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 305527 / 91 47 0

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Duderstadt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Duderstadt verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de