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Letzte Änderung für Artikel Oldenburg (Land): 31.01.2006 13:56

Oldenburg (Land)

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Daten im Jahr 1925
Landeshauptstadt : Oldenburg
FlĂ€che : 6427 kmÂČ
Einwohner : 545.172
Bevölkerungsdichte : 85 Einwohner/kmÂČ
Stimmen im Reichsrat : 1
Kfz-Kennzeichen : O I, O II, O III
Karte des Großherzogtums
Exklaven LĂŒbeck und Birkenfeld

Das ehemalige Großherzogtum Oldenburg, nach 1918 Freistaat Oldenburg war ein Land des Deutschen Reiches beziehungsweise der Weimarer Republik mit der Hauptstadt Oldenburg (Oldb.) . Als Oldenburger Land bezeichnet man im engeren Sinne den nördlichen, Ă€lteren Teil des Großherzogtums. Der 1803 hinzu gekommene SĂŒdtteil des Landes wurde Oldenburger MĂŒnsterland genannt. Der Begriff Oldenburger Land kann sich sowohl auf die alte Grafschaft als auch auf das Großherzogtum nach 1815 beziehen. Nicht gebraucht wird er allerdings fĂŒr die weiteren bis 1938 zu Oldenburg gehörenden Gebiete im Landkreis Birkenfeld und in Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerung und FlÀche

5.396 kmÂČ; 582.400 Einwohner (Mai 1939)

Geschichte

Grafschaft Oldenburg

Oldenburg war im Alten Reich eine Grafschaft, die sich rund um die 1108 erstmals erwĂ€hnte Siedlung Oldenburg entwickelte und im Laufe der Geschichte grĂ¶ĂŸere Gebiete hinzugewinnen konnte. Die Oldenburger Grafen stammten wohl aus dem OsnabrĂŒcker Nordland. Anfangs noch Vassallen des sĂ€chsischen WelfenfĂŒrsten Heinrichs des Löwen nutzten sie dessen Entmachtung durch Kaiser Barbarossa zur SelbstĂ€ndigkeit

Nach der Schlacht bei Altenesch erwarben die Oldenburger 1234 das Land der Stedinger , spÀter mehrere friesische Gebiete und zuletzt 1575 durch Erbschaft die Herrschaft Jever. Im 16. Jahrhundert wurde die Grafschaft im Zuge der Reformation lutherisch , mit Ausnahme der reichsunmittelbaren Herrschaft Kniphausen, die reformiert wurde.

GrĂ¶ĂŸere Bedeutung erlangte das Haus Oldenburg, als Graf Dietrich von Oldenburg († 1440) eine Tochter von Gerhard VI. von Schleswig-Holstein heiratete. Dietrichs jĂŒngerer Sohn fĂŒhrte die grĂ€flich-oldenburgische Linie weiter, die 1667 erlosch. Dietrichs Ă€lterer Sohn Christian wurde 1448 als Christian I. zum König von DĂ€nemark und 1460 zum Landesherrn von Schleswig-Holstein gewĂ€hlt. 1667 , nachdem Graf Anton GĂŒnther ohne Erbfolger verstorben war, erbte diese Linie auch Oldenburg, allerdings ohne Jever und Kniphausen (eine Herrschaft mit - ehemaliger - Wasserburg bei Accum, am heutigen Ortsrand von Wilhelmshaven). Die Herrschaft Jever fiel als sogenanntes Kunkellehen an das FĂŒrstentum Anhalt-Zerbst und kam auf diese Weise spĂ€ter in den Besitz der Zarin Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst.

Herzogtum Oldenburg

Durch LĂ€ndertausch gelangte die Grafschaft Oldenburg im Vertrag von Zarskoje Selo 1773 an das Oberhaupt des Hauses Holstein-Gottorp , den spĂ€teren Zaren Paul I. , der das Land vier Tage spĂ€ter seinem Vetter dem FĂŒrstbischof von LĂŒbeck, Friedrich August abtrat, der daraufhin vom Kaiser Joseph II. 1774 / 1777 in den Herzogenstand erhoben wurde. Das Herzogtum bestand somit aus zwei rĂ€umlich getrennten Teilen, Oldenburg und dem FĂŒrstbistum LĂŒbeck (bis zur SĂ€kularisation 1803 , dann FĂŒrstentum LĂŒbeck) mit der Residenzstadt Eutin.

1785 starb Friedrich August, und sein Neffe Peter Friedrich Ludwig ĂŒbernahm fĂŒr den geistesschwachen leiblichen Sohn Peter Friedrich Wilhelm als Coadjutor Nachfolge und AmtsgeschĂ€fte. Unter ihm wurde Oldenburg wieder zur Residenzstadt. Als Peter Friedrich Wilhelm 1823 verstarb nahm Peter Friedrich Ludwig auch den Titel Herzog an. 1803 erlangte Oldenburg im Reichsdeputationshauptschluß im Tausch gegen den Elsflether Weserzoll als EntschĂ€digung das hannoversche Amt Wildeshausen sowie aus fĂŒrstbischöflich-mĂŒnsteraner Besitz die Ämter Vechta und Cloppenburg. Das Bistum LĂŒbeck wurde in ein oldenburgisches ErbfĂŒrstentum umgewandelt.

Obwohl das Land dem Rheinbund beigetreten war, wurde es von NapolĂ©on Bonaparte 1810 zu Frankreich geschlagen. Herzog Peter Friedrich Ludwig lehnte das ihm als Ersatz angebotene FĂŒrstentum Erfurt ab und emigrierte nach Russland, wo Zar Alexanders Schwester Katharina Pawlowna mit seinem Sohn Georg verheiratet wurde.

Großherzogtum Oldenburg

Nach dem Sturz Napoleons kehrte Peter Friedrich Ludwig 1814 in sein Land zurĂŒck. Auf dem Wiener Kongress 1815 folgte die Erhebung zum Großherzogtum , Peter Friedrich Ludwig nahm den Titel aber Zeit seines Lebens nicht an. ZusĂ€tzlich erhielt Oldenburg als weitere Exklave das FĂŒrstentum Birkenfeld an der Nahe, so dass das Staatsgebiet nunmehr drei Teile umfasste. Im Jahre 1818 erhielt Oldenburg die Herrschaft Jever vom russischen Zaren Alexander I. zurĂŒck.

Nach dem Tode Peter Friedrich Ludwigs im Jahre 1829 ĂŒbernahm sein Sohn Paul Friedrich August die Regierung und nahm gleichzeitig auch den Titel Großherzog an. Im Zuge der Deutschen Revolution trat am 28. Februar 1849 das Staatsgrundgesetz, die erste oldenburgische Verfassung, in Kraft. Es wurde bereits 1852 wieder revidiert.

Im Jahre 1853 wurde Nikolaus Friedrich Peter Großherzog von Oldenburg. Unter seiner Regierung wurde 1854 die Herrschaft In- und Kniphausen zurĂŒckerworben. Im gleichen Jahr trat Oldenburg dem Deutschen Zollverein und im Jahr 1867 dem Norddeutschen Bund bei. Im Deutschen Krieg 1866 kĂ€mpften Oldenburger Truppen auf Seiten Preußens gegen Österreich . Ebenfalls nahm das Oldenburger Infanterieregiment 91 am Deutsch-Französischen Krieg 1870 / 1871 teil. Nach 47 Jahren Regierungszeit stirbt Nikolaus Friedrich Peter im Jahr 1900 .

Ihm folgte sein Sohn Friedrich August, der jedoch im Zuge der Novemberrevolution am 11. November 1918 dem öffentlichen Druck nachgeben musste und auf den Thron verzichtete.

Regierende Herzöge und Großherzöge (Gottorp)

Freistaat/Land Oldenburg

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Thronverzicht des Großherzogs Friedrich August wurde Oldenburg zum Freistaat und spĂ€ter als Land Oldenburg weitergefĂŒhrt.

Bei den Landtagswahlen im Mai 1931 bekam die die NSDAP 37,2 % der Stimmen und wurde erstmals in einem Landtag die stĂ€rkste Fraktion. Nach den erneuten Wahlen im Mai 1932 erhielt die NSDAP mit 48,5% erstmals in einem Land die absolute Mehrheit der Sitze. Mit den Stimmen der bĂŒrgerlichen Rechten ( DNVP und Landvolk ) wurde im Juni Carl Röver zum MinisterprĂ€sidenten einer nationalsozialistischen Regierung gewĂ€hlt.

1933 - 1945 war das Land zusammen mit Bremen einem Reichsstatthalter unterstellt, bis 1942 dem vorherigen MinisterprĂ€sidenten Röver, anschließend Paul Wegener .

1937 wurden seine beiden Exklaven Birkenfeld und LĂŒbeck durch das Groß-Hamburg-Gesetz in das Land Preußen ausgegliedert. Der Landesteil Birkenfeld wurde der Rheinprovinz und der Landesteil LĂŒbeck als Eutin der Provinz Schleswig-Holstein (heute ein Teil des Kreises Ostholstein) eingegliedert. Gleichzeitig erhielt Oldenburg von Preußen die ehemals zur Provinz Hannover gehörige Stadt Wilhelmshaven.

MinisterprÀsidenten

Die PrĂ€sident des Landesdirektoriums 1918 – 1919 bzw. MinisterprĂ€sidenten des Freistaates Oldenburg:

  • 11. November 1918 bis 21. Juli 1919 : Bernhard Kuhnt , USPD
  • 21. Juli 1919 bis 17. April 1923 : Theodor Tantzen (* 1877 - † 1947), DDP
  • 17. April 1923 bis 13. Juli 1930 : Eugen von Finckh (* 1860 - † 1930) parteilos
  • 14. November 1930 bis 16. Juni 1932 : Friedrich Cassebohm (* 1872 - † 1951)
  • 16. Juni 1932 bis 5. Mai 1933 : Carl Röver (* 1889 - † 1942), NSDAP
  • 6. Mai 1933 bis April 1945 : Georg Joel (* 1898 - † 1981), NSDAP

Reichsstatthalter

Reichsstatthalter fĂŒr Oldenburg und Bremen mit Sitz in Oldenburg:

  • 6. Mai 1933 bis 15. Mai 1942 : Carl Röver
  • 27. Mai 1942 bis April 1945: Paul Wegener (* 1908 - † 1993)

Verwaltungsbezirk Oldenburg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Oldenburg Teil der britischen Besatzungszone und am 1. November 1946 als "Verwaltungsbezirk Oldenburg" Bestandteil des Landes Niedersachsen, das 1949 ein Land der Bundesrepublik Deutschland wurde. Bis 1978 blieb der Verwaltungsbezirk Oldenburg bestehen und ging am 1. Februar 1978 im neuen Regierungsbezirk Weser-Ems auf. Mit der Auflösung der Regierungsbezirke zum 1. Januar 2005 endete die Geschichte der Stadt Oldenburg (Oldb) als Regierungssitz.

Verwaltungsgliederung des Freistaates Oldenburg

eingerĂŒckt die Ämter, aus denen die Kreise 1933 gebildet wurden

  • Stadtkreis Delmenhorst (seit 1903)
  • Stadtkreis Oldenburg (Oldb.)
  • Stadtkreis Wilhelmshaven (ab 1938, zuvor preußische Provinz Hannover)

Ferner zwei Landesteile:

Weblinks

Wikipedia

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