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Letzte Änderung für Artikel Dahme (Fluss): 22.01.2006 14:56

Dahme (Fluss)

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Die Dahme ist ein etwa 95 km langer Nebenfluss der Spree, der s√ľd√∂stlich von Berlin im Bundesland Brandenburg flie√üt.

Die Dahme entspringt bei dem gleichnamigen Ort Dahme , ber√ľhrt oder durchflie√üt in n√∂rdlicher Richtung die gr√∂√üeren St√§dte Gol√üen, M√§rkisch-Buchholz sowie K√∂nigs Wusterhausen und m√ľndet in Berlin-K√∂penick kurz hinter der Schlossinsel in die Spree. Der Name Dahme ist abgeleitet vom wendischen Begriff Dembrowa = Eiche.

Berlin-Köpenick, Dahme und Schlossinsel
Berlin-Köpenick, Dahme und Schlossinsel

Verlauf, Naturparks und Umflutkanal

Vom m√§rkischen St√§dtchen Dahme nimmt der Fluss seinen Lauf zuerst nach Osten und bildet zwischen Liebsdorf und Falkenhain die √∂stliche Grenze zum Naturpark Niederlausitzer Landr√ľcken. √úber Gol√üen, Rietzneuendorf und Briesen schl√§ngelt sich die Dahme als kleines naturbelassenes Flie√ü weiter nach Norden und flie√üt vorbei am westlichsten Spreewaldrand stellenweise durch sumpfige Erlenw√§lder . Bei Briesen tritt sie ein in den Naturpark Dahme-Heideseen, der von mehr als einhundert Seen und ausgedehnten Waldgebieten gepr√§gt wird.

Ab M√§rkisch-Buchholz verwandelt sich das kleine Flie√ü in einen breiten Fluss, der auf 41 km L√§nge schiffbar ist, denn hier wird √ľber den Spree-Dahme-Umflutkanal Wasser zugef√ľhrt, das der Spree entzogen wurde, um den Spreewald besser vor Hochwasser zu sch√ľtzen. Das Wasser str√∂mt weiter nach Prieros und weitet sich hier √§hnlich wie die Havel im Berlin-Potsdamer Raum zu einer Seenkette. √úber Dolgenbrodt, den Kr√ľpelsee, K√∂nigs Wusterhausen, Zeuthen und den Zeuthener See , Eichwalde und den Langen See gelangt die Dahme nach Berlin-K√∂penick und gibt hier der Spree das geborgte Wasser zur√ľck.

Fontane und die Dahme

Im Rahmen seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg hat Theodor Fontane Mitte des 19. Jahrhunderts an Bord der Sphinx eine Bootexpedition mit dem Ziel unternommen, bis zu den See- und Quellgebieten der «wendischen Spree¬Ľ vorzudringen. Schon die Idee zu dieser Expedition versetzte Fontane in eine Aufregung, als ob es sich um ein Vordringen bis zu den See- und Quellgebieten des Nils gehandelt h√§tte.

Fontane hinterlässt folgende Charakterisierung des Flusses:

Zusammenfluss von Dahme und Spree in Berlin-Köpenick
Zusammenfluss von Dahme und Spree in Berlin-Köpenick

An der Br√ľcke zu C√∂penick treffen zwei Fl√ľsse beinahe rechtwinklig zusammen: die «eigentliche¬Ľ Spree und die «wendische¬Ľ Spree, letztere auch «die Dahme¬Ľ gehei√üen. Die wendische Spree, mehr noch als die eigentliche, bildet eine gro√üe Anzahl pr√§chtiger Seefl√§chen, die durch einen d√ľnnen Wasserfaden verbunden sind. Ein Befahren dieses Flusses bewegt sich also in Gegens√§tzen, und w√§hrend eben noch haffartige Breiten passiert wurden, auf denen eine Seeschlacht geschlagen werden k√∂nnte, dr√§ngt sich das Boot eine Viertelstunde sp√§ter durch so schmale Defil√©s, da√ü die Ruderstangen nach rechts und links hin die Ufer ber√ľhren. Und wie die Breite, so wechselt auch die Tiefe. An einer Stelle Erdtrichter und Krater, wo die Leine des Senkbleis den Dienst versagt, und gleich daneben Pfuhle und T√ľmpel, wo auch das flachgehendste Boot durch den Sumpfgrund f√§hrt. So diese Wasserstra√üe.

Bei Prieros fuhren Fontane und seine Reisegefährten nicht mehr weiter dahmeaufwärts sondern folgten der Seenkette, die heute "Teupitzer Gewässer" heißt. Nach insgesamt zwei Reisetagen erreichten sie bei Teupitz das Ende der schiffbaren Gewässer.

Jaxa von Köpenick

Zwar hatte die Dahme nicht ganz die historische Bedeutung der Nuthe mit ihren Nutheburgen , spielte aber dennoch eine Rolle bei der Gr√ľndung der Mark Brandenburg. Auf der heutigen Schlossinsel in Berlin-K√∂penick am Zusammenfluss von Dahme und Spree bestand f√ľr l√§ngere Zeit eine Slawenburg , die mehrfach zerst√∂rt und wieder aufgebaut wurde. Mitte des 12. Jahrhunderts war diese Burg Machtzentrum des Stammes der Sprewanen unter ihrem F√ľrsten Jaxa von K√∂penick. Jaxa leistete Albrecht dem B√§ren, dem Gr√ľnder der Mark Brandenburg, erheblichen Widerstand und konnte erst am 11. Juni 1157 , dem Gr√ľndungstag der Mark, entscheidend geschlagen werden. Der Legende nach hat er auf der Flucht vor Albrecht die Havel durchschwommen und aus Dankbarkeit f√ľr die gelungene Flucht bei Schildhorn, heute Berlin, sein Schild an einem Baum h√§ngen lassen. Eine hohe Denkmalss√§ule mit einem Schild erinnert an dieser Stelle an den Slawenf√ľrsten von K√∂penick.

Quelle

Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teil 4. Spreeland. An Bord der Sphinx. Zitiert nach der Ausgabe 1998, Frankfurt/M, Berlin.

Siehe auch

Weblinks


Koordinaten: 52¬į25'00 N 13¬į35'00 O

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