fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Wasserwerk Friedrichshagen: 17.01.2006 21:20

Wasserwerk Friedrichshagen

Wechseln zu: Navigation, Suche
Altes Wasserwerk in Berlin Friedrichshagen
Altes Wasserwerk in Berlin Friedrichshagen

Das Wasserwerk Friedrichshagen wurde 1893 in Berlin-Friedrichshagen in Betrieb genommen. Es war das dritte stĂ€dtische Wasserwerk Berlins nach dem 1856 am Stralauer Tor an der Spree und 1877 in Berlin-Tegel am Tegeler See errichteten Werken und galt damals als grĂ¶ĂŸtes und modernstes seiner Art in Europa. Damals wurde ausschließlich aus OberflĂ€chenwasser des MĂŒggelsees Trinkwasser gewonnen. Die TageskapazitĂ€t betrug 86.400 mÂł OberflĂ€chenwasser.

Mit der Inbetriebnahme dieses Werkes konnte das Wasserwerk am Stralauer Tor im Jahre 1894 seinen Betrieb einstellen.

Mit insgesamt sechs MaschinenhÀusern, 34 Langsamsandfiltern, vier Rieselern, zahlreichen NebengebÀuden und vier WohnhÀusern ist das Wasserwerk, welches sich auf einem Areal von 55 ha ausdehnt, heute ein Zeugnis der Industriegeschichte und ein FlÀchendenkmal von europÀischem Rang. Als besonders sehenswert gilt die Maschinenhalle mit den Maschinen aus dem 19. Jahrhundert .

Geschichte

Die Errichtung dieses Wasserwerks und der beiden VorgĂ€nger basiert auf dem im Jahr 1852 zwischen der Preußischen Staatsregierung und den englischen Unternehmern Sir Charles Fox und Thomas Rushell Crampton abgeschlossenen Vertrag ĂŒber die Versorgung Berlins mit fließend Wasser - damals noch durch die in London ansĂ€ssige "Berlin-Water-Works-Company". Bereits vor Ablauf dieses Vertrags im Jahre 1881 , nachdem die Gesellschaftsanteile zum aktuellen Taxpreis an Berlin abgegeben werden sollten, erwarb die Stadt Berlin im Jahre 1873 die Gesellschaftsanteile fĂŒr insgesamt 1,25 Millionen Pfund Sterling und mit dem 2. Januar 1874 trat die Stadt Berlin unter dem OberbĂŒrgermeister Hobrecht in die Verwaltung der nunmehr stĂ€dtischen Wasserwerke ein.

Die EntwĂŒrfe fĂŒr die FabrikgebĂ€ude stammen vom Ingenieur Henry Gill, der ehemals Betriebsdirektor der englischen Gesellschaft und nunmehr Direktor der stĂ€dtischen Wasserwerke war und vom Architekten Richard Schultze. Die Fassaden der GebĂ€ude wurden mit Backsteinen ausgefĂŒhrt.

Im Zeitraum von 1904 bis 1909 wurde das Wasserwerk zur Gewinnung und Aufbereitung von Grundwasser umgebaut. Insbesondere stammt aus dieser Zeit der in den Jahren 1991 - 1995 restaurierte Sammelbrunnen. Von 1925 bis 1927 erfolgte eine teilweise Modernisierung, in deren Folge Teile des Wasserwerks elektrisch betrieben wurden. Außerdem erhöhte sich die TageskapazitĂ€t auf 320.000 mÂł aufbereitetes Wasser.

Im Jahre 1979 wurde eine erste und im Jahre 1983 eine zweite Schnellfilterhalle errichtet. Ebenfalls im Jahr 1983 wurde der Dampfmaschinenbetrieb eingestellt. Seit 1991 ist die Entnahme von OberflÀchenwasser eingestellt und es wird nur noch Grundwasser gefördert.

Im Jahre 2005 fördert das Wasserwerk noch 220.000 m³ Wasser pro Tag. Hierzu dienen insgesamt 170 Vertikalbrunnen, die jeweils 30 bis 40 m tief sind und aus denen mit Hilfe von Unterwassermotorpumpen jeweils 40 bis 200 m³ Wasser pro Stunde gefördert wird.

Museum im Wasserwerk

Seit 1987 befindet sich im Wasserwerk das von den Berliner Wasserbetrieben getragene Museum zur Geschichte des Werkes. Es befindet sich in der Maschinenhalle des Wasserwerkes, das 1893 in Betrieb ging. Es war damals das dritte in Berlin und gleichzeitig das grĂ¶ĂŸte und gehörte zu den technischen Meisterleistungen. Es schöpfte damals das Wasser aus dem MĂŒggelsee und bereitete es als Trinkwasser auf.

Das gesamte Ensemble am MĂŒggelseedamm ist im mĂ€rkisch-gotischen Backsteinstil errichtet. Seit 1987, zur 750-Jahrfeier in Berlin, der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht, ist das Museum im Wasserwerk nicht nur fĂŒr Technik-Interessierte einen Besuch wert. Auf dem 7.000 mÂČ großen GelĂ€nde befinden sich neben den technischen Exponaten der Wasserversorgung auch WohngebĂ€ude, die heute noch als solche genutzt werden. Das Wasserwerk selbst versorgt nach wie vor die Berliner Bezirke mit Trinkwasser, allerdings wird dieses heute aus Grundwasser geschöpft und kommt nicht mehr aus dem MĂŒggelsee.

Neben der stĂ€ndigen Ausstellung und den regelmĂ€ĂŸigen Sonderausstellungen wird das Museum fĂŒr weitere kulturelle Veranstaltungen genutzt. So finden seit der GrĂŒndung des Museums 1987 in der Maschinenhalle eines der ehemaligen SchöpfmaschinenhĂ€user in regelmĂ€ĂŸige AbstĂ€nden Konzerte statt, die durch die hervorragende Akustik und die eigene AtmosphĂ€re des neogotischen Industriebaus besonders beliebt sind.

Weblinks


Koordinaten: 52° 26' 51" N, 13° 38' 31" O

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wasserwerk Friedrichshagen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Wasserwerk Friedrichshagen verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de