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Letzte Änderung für Artikel Neckarsulm: 19.02.2006 22:09

Neckarsulm

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Wappen Karte
Wappen Neckarsulms Deutschlandkarte, Position von Neckarsulm hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Regionalverband : Heilbronn-Franken
Landkreis : Heilbronn
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 49¬į 11' N, 09¬į 14' O
49¬į 11' N, 09¬į 14' O
H√∂he : 180 m √ľ. NN
Fläche : 24,94 km²
Einwohner : 27.296 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 1.094 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 22,5 %
Postleitzahlen : 74148-74172
(alt: 7107)
Vorwahl : 07132
Kfz-Kennzeichen : HN
Gemeindeschl√ľssel : 08 1 25 065
Stadtgliederung: Kernstadt und
3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstr. 18
74172 Neckarsulm
Website: www.neckarsulm.de
E-Mail-Adresse: info-stadt@neckarsulm.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Volker Blust
Lage der Stadt Neckarsulm
im Landkreis Heilbronn

Neckarsulm ist eine Stadt im Norden des Bundeslandes Baden-W√ľrttemberg etwa 6 km n√∂rdlich von Heilbronn. Ihren Namen hat sie von ihrer Lage an der M√ľndung der Sulm in den Neckar. Neckarsulm ist die gr√∂√üte Stadt des Landkreises Heilbronn und ein Mittelzentrum . Seit 1. Januar 1973 ist Neckarsulm Gro√üe Kreisstadt .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Neckarsulm liegt am nordwestlichen Randgebiet der schw√§bisch-fr√§nkischen Waldberge unweit des Scheuerbergs und des Stiftsbergs an der Einm√ľndung des Weinsberger Tales in das Tal des Neckars. Die Altstadt liegt s√ľdlich der Sulm, die in den L√∂wensteiner Bergen entspringt und hier in den Neckar m√ľndet.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Neckarsulm (im Uhrzeigersinn , beginnend im Nordwesten): Bad Wimpfen, Untereisesheim, Bad Friedrichshall, Oedheim, Neuenstadt am Kocher, Eberstadt und Erlenbach (alle zum Landkreis Heilbronn gehörend) sowie Heilbronn (Stadtkreis). Mit den Gemeinden Erlenbach und Untereisesheim ist Neckarsulm eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Kernstadt Neckarsulms: von rechts Stadtpfarrkirche St. Dionysius, Deutschordensschloss, Große Kelter, Rathaus, Klosterkirche ganz links
Kernstadt Neckarsulms: von rechts Stadtpfarrkirche St. Dionysius, Deutschordensschloss, Große Kelter, Rathaus, Klosterkirche ganz links

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Neckarsulms besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Amorbach, Dahenfeld und Obereisesheim. In den durch die Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Stadtteilen Dahenfeld und Obereisesheim gibt es jeweils einen bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Diese Gremien sind zu wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.

In der Kernstadt unterscheidet man teilweise noch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen jedoch meist nicht festgelegt sind. Hierzu geh√∂rt z.B. Neuberg, S√ľdstadt.

Raumplanung

Neckarsulm bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Heilbronn-Franken, in der Heilbronn als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Neckarsulm geh√∂ren die St√§dte und Gemeinden im Nordosten des Landkreises Heilbronn, und zwar neben Neckarsulm noch Bad Friedrichshall, Erlenbach, Gundelsheim, Hardthausen am Kocher, Jagsthausen, Langenbrettach, M√∂ckm√ľhl, Neudenau, Neuenstadt am Kocher, Oedheim, Offenau, Roigheim, Untereisesheim und Widdern.

Geschichte

Stadtgeschichte

Stadtstein mit Eckdaten der Stadtgeschichte
Stadtstein mit Eckdaten der Stadtgeschichte

Erste urkundliche Erwähnung, Geschichte im Mittelalter

Den fr√ľhesten schriftlichen Nachweis √ľber die Existenz des von den Franken gegr√ľndeten Neckarsulm haben wir aus dem Jahre 771 : In diesem Jahr ist der Ort villa sulmana in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erw√§hnt.

Archäologische Funde deuten jedoch auf mehrere Siedlungskerne im Bereich der heutigen Stadt bereits in der Mitte des 6. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung ( Jungsteinzeit ) hin.

Zun√§chst im Besitz der Staufer , kam der Ort noch vor 1200 als Lehen an die Herren von Weinsberg , die auch die Burganlage auf dem Scheuerberg errichteten. Um 1212 hielt ein Engelhard von Weinsberg unter Ulmen von Sulm Gericht. Auch die Anf√§nge des Stadtschlosses reichen ins 13. Jahrhundert, m√∂glicherweise bis ins 12. Jahrhundert zur√ľck.

Anfang des 14. Jahrhunderts erhielt der Ort Stadt- und Marktrecht , ebenfalls aus dieser Zeit stammt wohl die Stadtmauer mit mindestens zehn T√ľrmen.

1335 verkauften die Herren von Weinsberg unter anderem Neckarsulm an das Erzstift Mainz, welches den Ort jedoch Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1483 an die Herren von Sickingen verpf√§ndete. Um etwa 1400 errichteten die Mainzer Herren eine M√ľnzst√§tte . Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kapelle im Gewann Steinach ‚Äď der Vorg√§ngerbau der Frauenkirche (sp√§ter Wallfahrtskirche ) beim alten Friedhof ‚Äď erbaut.

Deutschordensritter an einer Hauswand in der Kolping-Straße
Deutschordensritter an einer Hauswand in der Kolping-Straße
Löwenbrunnen und Große Kelter (hinten rechts)
Löwenbrunnen und Große Kelter (hinten rechts)

Neckarsulm unter der Herrschaft des Deutschen Ordens

1484 schließlich kam die Stadt durch Tausch vom Erzstift Mainz an den Deutschen Ritterorden , dessen Herrschaft sie dann bis Anfang des 19. Jahrhunderts unterstand. Im selben Jahr wurde der Löwenbrunnen auf dem Marktplatz erstmals errichtet.

Im Bauernkrieg 1525 zerst√∂rten aufgebrachte Bauern ‚Äď vor allem wegen ihrer unertr√§glichen Lebensbedingungen ‚Äď den Verwaltungssitz des Deutschordensamtmanns, die Burg auf dem Scheuerberg. Diese ist danach nicht mehr aufgebaut worden ‚Äď der Verwaltungssitz des Deutschordens wurde in das damals ebenfalls zerst√∂rte, aber dann wieder hergestellte Stadtschloss verlegt. Als Strafe daf√ľr, dass Neckarsulm den Bauern Unterst√ľtzung gew√§hrt hatte, wurde die Stadtbefestigung geschleift , aber im Laufe des 16. Jahrhunderts wieder errichtet.

Ab 1538 fanden im Stadtschloss verschiedene Ordensversammlungen statt, in denen wichtige Ordensfragen geregelt wurden. In dieser Zeit wurden auch das Rathaus ( 1544 ), die Gro√üe Kelter ( 1567 ) und der Vorg√§ngerbau der heutigen Stadtpfarrkirche ( 1575 ) gebaut. Die Stadt wurde 1552 zeitweise durch Herzog Christoph von W√ľrttemberg besetzt.

W√§hrend des Drei√üigj√§hrigen Krieges ( 1618 ‚Äď 1648 ) musste die Bev√∂lkerung mehrfach wechselnde milit√§rische Besatzungen und eine Pestepidemie mit √ľber 500 Toten √ľber sich ergehen lassen. In diese Zeit f√§llt auch die Schlacht bei Wimpfen ( 1622 ). Erst 1649 ziehen die letzten Truppen ab.

Im Laufe des 17. Jahrhundert setzt sich f√ľr die bisher stets ‚ÄěSulm‚Äú bzw. ‚ÄěSulmana‚Äú genannte Stadt allm√§hlich der uns heute gel√§ufige Name "Neckarsulm" durch. Vor den Toren s√ľdlich der Stadt entstanden in den Jahren 1660 ‚Äď 1666 die Klosterkirche und das Kapuzinerkloster , in dem heute das Polizeirevier untergebracht ist. 1668 wurde die Wallfahrtskirche auf dem Steinach erweitert.

Anfang des 18. Jahrhunderts hatte Neckarsulm im Zuge der Erbfolgekriege erneut unter Besetzungen zu leiden. In dieses Jahrhundert fiel auch der Bau der neuen Stadtkirche St. Dionysius ( 1706 - 1710 ), des Kirchturms der Stadtkirche ( 1757 ) und des heutigen alten Rathauses ( 1782 ). Der Baumeister des Kirchturms und des Rathauses war Franz Häffele ( 1701 - 1785 ), der auch zahlreiche Kirchen in der Umgebung, so zum Beispiel die Kirche St. Remigius im späteren Stadtteil Dahenfeld, gebaut hat.

Nach den napoleonischen Kriegen kam Neckarsulm aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses 1805 / 1806 an das K√∂nigreich W√ľrttemberg und war von da an w√ľrttembergische Oberamtsstadt . Noch heute k√ľnden das Stadtwappen mit dem schwarzen Kreuz auf wei√üem Grund und die Stadtfarben schwarz-wei√ü von der √ľber 300 Jahre dauernden Zugeh√∂rigkeit zum Deutschen Orden.

Weinbau und Industrialisierung (19. bis Mitte 20. Jahrhundert)

Weinhänge am Neckarsulmer Hausberg (Scheuerberg)
Weinhänge am Neckarsulmer Hausberg (Scheuerberg)

Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung der Stadt allmählich zu. Um der wachsenden Stadt Raum zu geben, wurde die Stadtbefestigung nach und nach entfernt, so 1816 das obere (Heilbronner) Tor und 1846 das untere (Kochendorfer) Tor. 1847 wurde das Oberamtsgerichts im Klostergarten gebaut. Dort befinden sich heute das Notariat , das Grundbuchamt und das Stadt archiv .

War Neckarsulm bisher eine eher l√§ndliche, von Landwirtschaft und Weinbau gepr√§gte Stadt gewesen ‚Äď 1834 wurde hier der Weinbauverein und 1855 die √§lteste Weinbaugenossenschaft des Landes gegr√ľndet ‚Äď entwickelte sie sich, auch beg√ľnstigt durch den 1866 erfolgten Anschluss an die Eisenbahnstrecke Heilbronn-Jagstfeld und die g√ľnstige Lage am Neckar, am Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr zur Industriestadt. Dazu trug auch die Anlegung des Neckarhafens ( 1870 ), die Er√∂ffnung der Schiffswerft von Franz Bauhardt ( 1873 ) und die Kettendampfschifffahrt auf dem Neckar (ab 1877 ) bei. So wurden in Neckarsulm zwischen 1880 und 1900 22 eiserne Fluss-Schiffe gebaut.

Den gr√∂√üten Anteil an der Industrialisierung hatte aber die 1880 von Riedlingen an der Donau nach Neckarsulm verlegte Strickmaschinenfabrik von Christian Schmidt ( 1844 - 1884 ). Aus ihr entstanden die Neckarsulmer Fahrradwerke, unter deren sp√§terem weltbekannten Firmennamen NSU Fahrr√§der , Motorr√§der und Autos produziert wurden. Die Firma NSU ging sp√§ter in den heutigen Audi-Werken auf und wird f√ľr l√§ngere Zeit den entscheidenden Wirtschaftsfaktor f√ľr Neckarsulm bilden.

Als weitere Firmen folgten die Holzhandlung Knapp, das Dampf s√§gewerk Hespeler und die Werkzeugfabrik Baldauf ( 1898 ) sowie Anfang des 20. Jahrhunderts die Firmen Spohn ( Juteverarbeitung , 1903 ) und die Deutschen √Ėlfeuerungswerke aus Heilbronn, die sp√§tere Firma Kolbenschmidt ( 1917 ). Im Kriegsjahr 1917 wurde die ‚ÄěHeimst√§ttengenossenschaft Neckarsulm‚Äú gegr√ľndet, um finanziell tragbare Eigenheime und Mietwohnungen zu bauen. Die ersten Bauten wurden im selben Jahr auf der Viktorsh√∂he errichtet.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt an das Telefon- und Gasnetz angeschlossen, und es wurden Hauswasserleitungen eingerichtet. Seit 1913 wurde die Stadt mit Elektrizit√§t versorgt, und 1925 wurde der Abschnitt Neckarsulm‚ÄďKochendorf des Neckarkanals eingeweiht.

Durch den Zuzug ausw√§rtiger Arbeiter ver√§nderte sich die Struktur der bis dahin traditionell katholisch gepr√§gten Stadt ‚Äď eine Ortsgruppe der SPD entstand 1898 ‚Äď und die protestantische Gemeinde wuchs seit der Mitte des Jahrhunderts stetig an.

1938 wird das Oberamt Neckarsulm aufgelöst und dessen Gebiet dem Landkreis Heilbronn eingegliedert.

Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg

W√§hrend des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges erlangte die Stadt durch den Standort einer Kaserne und der kriegswichtigen Industriebetriebe Karl Schmidt ( 1876 - 1954 ) (heute Kolbenschmidt) und NSU Bedeutung. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerst√∂rte ein amerikanischer Bombenangriff am 1. M√§rz 1945 die Innenstadt weitgehend. Der Wiederaufbau erstreckte sich bis in die 1950er Jahre. Zum Teil wurden historische Geb√§ude wieder aufgebaut (wie zum Beispiel die Stadtkirche, das Deutschordensschloss und das Rathaus), an anderen Stellen ‚Äď so beispielsweise im Bereich des Marktplatzes und im n√∂rdlichen Teil der Marktstra√üe (Judengasse) ‚Äď entstand durch den Verzicht auf den Wiederaufbau der H√§user ein neues Stadtbild.

Ab 1. Mai 1953 wurde im Amorbacher Feld, nordöstlich der Altstadt an der Landstraße nach Neuenstadt am Kocher, eine Bundesmustersiedlung gebaut. Dieser neue Stadtteil Amorbach, der vor allem Vertriebenen eine neue Heimat bot, wurde am 24. September 1955 eingeweiht. Auch um die Kernstadt selbst entstanden weitere Wohngebiete, so etwa Neuberg (ab 1960 ), Ahornweg (ab 1966 ) und Linkental (ab 1958 ).

Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre schlossen sich am 1. Mai 1971 die Gemeinde Dahenfeld und am 1. Mai 1972 die Gemeinde Obereisesheim der Stadt Neckarsulm an. Dadurch √ľberschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt , was die baden-w√ľrttembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Erster Oberb√ľrgermeister von Neckarsulm war Dr. Erhard Klotz .

In den Jahren 1973 - 1976 erfolgte die Hochwasserfreimachung der Sulm, bei der eine 2,5 km lange Dole nördlich der Stadt unter den Fahrzeugwerken und dem Kanal in den Neckar gebaut wurde. Diese Maßnahme trug unter anderem zum Erhalt der etwa 12.000 Arbeitsplätze der Audi-Werke bei, denn durch die Energiekrise und die Krise der Autowirtschaft drohte 1975 die Schließung des Audi-NSU Werkes, die aber abgewendet werden konnte. In diese Zeit fiel auch die Einweihung des Deutschordensplatzes und des Parkwohnheimes St. Vinzenz im Stadtpark, beides nördlich der Altstadt.

Gebäude der Fa. Kolbenschmidt
Gebäude der Fa. Kolbenschmidt

Seit 1976 wurden die Wohngebiete vor allem durch Baut√§tigkeit in den Stadtteilen S√ľdstadt, Obereisesheim und Dahenfeld (Im Grund) und auf dem Neuberg (Erweiterung III und IV) vergr√∂√üert. Das Gemeinschafts- und Veranstaltungszentrum Ballei wurde 1979 eingeweiht. 1981 erfolgte der Umbau des ehemaligen NSU-Kasinos (westlich der Altstadt, in der N√§he des Christian-Schmidt-Platzes) f√ľr kulturelle Zwecke. Dort fanden die Stadtb√ľcherei , die Volkshochschule und ein Jugendzentrum eine Unterkunft. Das alte Rathaus (von 1782 im Rokokostil ) wurde 1983 ‚Äď 1985 durch einen modernen Anbau erweitert. Im Jahre 1990 wurde unter anderem mit der Erschlie√üung des Gewerbegebiets S√ľd und der Bebauung n√∂rdlich der Ballei begonnen. Dabei wurde die Ziegelh√ľtte zur Sozialstation umgebaut und die Musikschule neu gebaut. Im selben Jahr wurde auch das Freizeit- und Spa√übad AQUAtoll er√∂ffnet.

In der Zeit der Wirtschaftskrise 1992 - 1996 gingen vor allem bei Audi und Kolbenschmidt Tausende von Arbeitsplätzen verloren.

1994 wurde die Bebauung des Gebiets n√∂rdlich der Ballei mit der Einweihung der Musikschule abgeschlossen. Zur Vorbereitung des neuen Gewerbegebiets Stiftsbergstra√üe wurden die Kasernen ‚Äď 1992 hatten die letzten US-Soldaten die Kaserne verlassen ‚Äď zum Teil abgebrochen. Der Ausbau des Stadtteils Amorbach II erfolgte 1991 - 1997 . Voraussetzung war eine Erweiterung der Gemarkungsfl√§che in Richtung Osten, welche durch den Tausch von ca. 50ha Fl√§che mit Oedheim erreicht werden konnte ‚Äď die Gemeinde Oedheim erhielt daf√ľr ein gleich gro√ües Gebiet der Dahenfelder Markung, sowie 13 Mio. DM. In Amorbach II wurden verst√§rkt Solarenergie -Anlagen eingesetzt, so zum Beispiel in der biosolaren Wohnanlage Eugen-Bolz-Stra√üe sowie beim Bau eines Langzeit-Erdsondenw√§rmespeichers .

Neues Audi-Forum (Kundendienst- Zentrum), 1. Juni 2005 eröffnet
Neues Audi-Forum (Kundendienst- Zentrum), 1. Juni 2005 eröffnet

Die Erschlie√üung des gemeinsamen Gewerbegebietes Stra√üen√§cker (zusammen mit Erlenbach) begann 1995 . Weitere neue Gewerbegebiete wurden erschlossen: der sogenannte Trendpark ( 1995 ) mit dem Bau des 1997 ‚Äď 1999 entstandenen ‚Äěgl√§sernen B√ľroturms‚Äú der Firmen TDS AG und dsb AG und das Gewerbegebiet Stiftsbergstra√üe ( 1995 ) mit dem Neubau der Firma Lidl & Schwarz (heute Lidl Stiftung & Co. KG). 1997 wurde das moderne Kino Europlex s√ľdlich der Altstadt er√∂ffnet und die S√ľd tangente gebaut. Im Stadtteil Amorbach wurde 2000 mit der Erschlie√üung des 2. Bauabschnitts im Gebiet Amorbach II begonnen.

Zahlreiche Firmen hatten sich 2001 - 2005 in den neuen Gewerbegebieten Trendpark, Stiftsbergstra√üe und Stra√üen√§cker niedergelassen. Im 2001 angelegten Gewerbegebiet Trendpark S√ľd lie√ü sich 2004 die Firma Bechtle AG nieder. Das 1998 beschlossene Revitalisierungs- Konzept f√ľr die Innenstadt wurde insbesondere mit folgenden Schritten umgesetzt: die Rathauserweiterung ( 2002 ), der Neubau der Stadtb√ľcherei (heute Mediathek genannt ‚Äď die Neu-Er√∂ffnung war im Juli 2004 ), die Neugestaltung der Markstra√üe als Fu√üg√§ngerzone ( 2004 / 2005 - die Einweihung war am 30. April 2005) und die Freilegung von Fachwerk - Fassaden . Im September 2005 wurde der Neubau der Volkshochschule (mit Parkhaus) an der Seestra√üe er√∂ffnet.

Mit rund 27.500 Einwohnern ist Neckarsulm heute als gr√∂√üte Stadt im Landkreis Heilbronn eine wirtschaftlich bedeutende Stadt, die neben den Firmen Audi AG, Kolbenschmidt Pierburg AG, Lidl Stiftung & Co. KG, TDS AG und Bechtle AG zahlreiche Mittel- und Kleinbetriebe beherbergt und sich als Standort f√ľr zukunftstr√§chtige Produktionsbereiche und Dienstleistungen versteht.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden nach Neckarsulm eingegliedert.

  • 1. Mai 1971 : Dahenfeld
  • 1. Mai 1972 : Obereisesheim

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Sch√§tzungen, Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1527 ca. 1.000
1635 ca. 1.400
1756 1.544
1810 2.050
1849 2.576
1. Dezember 1871 2.576
1. Dezember 1880 ¬Ļ 2.845
1. Dezember 1890 ¬Ļ 3.011
1. Dezember 1900 ¬Ļ 3.707
1. Dezember 1910 ¬Ļ 5.170
16. Juni 1925 ¬Ļ 6.692
16. Juni 1933 ¬Ļ 7.035
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 ¬Ļ 8.593
Dezember 1945 7.559
13. September 1950 ¬Ļ 9.319
6. Juni 1961 ¬Ļ 15.299
27. Mai 1970 ¬Ļ 18.517
31. Dezember 1975 20.112
31. Dezember 1980 21.871
27. Mai 1987 ¬Ļ 21.534
31. Dezember 1990 22.690
31. Dezember 1995 25.788
31. Dezember 2000 27.408
30. Juni 2004 27.366

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Pieta in der Stadtpfarrkirche St. Dionysius
Pieta in der Stadtpfarrkirche St. Dionysius

Religionen

Das Gebiet der Stadt Neckarsulm geh√∂rte urspr√ľnglich zum Erzbistum Mainz . 1453 gelangte es an das Bistum W√ľrzburg. Die Reformation konnte sich nicht durchsetzen, infolgedessen war Neckarsulm √ľber Jahrhunderte eine √ľberwiegend katholische Stadt. Nach dem √úbergang an W√ľrttemberg 1805 war die Pfarrgemeinde ab 1814 Teil des Generalvikariats Ellwangen, bevor sie 1821 /27 der neu gegr√ľndeten Di√∂zese Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) zugeordnet wurde. Neckarsulm wurde Sitz eines Dekanats . Die heutigen Pfarrgemeinden im Neckarsulmer Stadtgebiet sind in der Kernstadt die Stadtpfarrgemeinde St. Dionysius und die Pfarrgemeinde St. Johannes (seit 1973 ) sowie in den Stadtteilen die Pfarrgemeinde St. Remigius Dahenfeld und die Pfarrgemeinde (seit 1960 ) Pax Christi Amorbach. In Obereisesheim gibt es seit 1972 eine katholische Kirche (Christuskirche). Die Gemeindeglieder geh√∂ren jedoch zur Pfarrgemeinde St. Dionysius Neckarsulm.

Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Neckarsulm. Anfangs konnten sie in der Schlosskapelle ihre Gottesdienste feiern. 1888 wurde die evangelische Stadtkirche erbaut. Die Gemeinde ist von Anfang an Glied der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg . Im Stadtteil Amorbach wurde 1955 die Heiliggeistkirche als zweite evangelische Kirche im damaligen Stadtgebiet erbaut. Es folgte dann noch die Martin-Luther-Kirche. Diese drei Kirchengemeinden geh√∂ren zum Dekanat Neuenstadt, zu dessen Kirchengemeinde auch die evangelischen Gemeindeglieder des Stadtteils Dahenfeld geh√∂ren. Obereisesheim hingegen wurde infolge der Zugeh√∂rigkeit zum Herzogtum W√ľrttemberg schon fr√ľh evangelisch. Die Kirchengemeinde geh√∂rte urspr√ľnglich zum Klosteramt Lichtenstern und kam 1807 an das Oberamt bzw. Dekanat Heilbronn, zu dem sie heute noch geh√∂rt.

Neben den beiden gro√üen Kirchen sind in Neckarsulm auch eine neuapostolische Gemeinde und die Zeugen Jehovas vertreten. Weiterhin gab es hier auch eine J√ľdische Gemeinde.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Neckarsulm hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 29 Mitglieder, die den Titel Stadtr√§tin/Stadtrat f√ľhren. Sie geh√∂ren folgenden Parteien an:

  • CDU 15 Sitze
  • SPD 9 Sitze
  • Gr√ľne 2 Sitze
  • FW 3 Sitze

B√ľrgermeister

Die Stadt Neckarsulm unterstand bis 1484 den V√∂gten, dann dem Deutschorden. Diese setzten Amtsleute ein, an deren Spitze der Stadtschulthei√ü stand. Im 19. Jahrhundert wurde die w√ľrttembergische St√§dteverfassung eingef√ľhrt. Heute gibt es einen vom Volk auf 8 Jahren gew√§hlten B√ľrgermeister, der seit 1. Januar 1973 , als Neckarsulm zur Gro√üen Kreisstadt erhoben wurde, die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister tr√§gt.

Neckarsulmer Rathaus: Vorn der alte Teil (1782), links die Erweiterung (1985)
Neckarsulmer Rathaus: Vorn der alte Teil (1782), links die Erweiterung (1985)

B√ľrgermeister bzw. Oberb√ľrgermeister (Liste noch nicht komplett)

  • 1798 - 1803 : Martin Scharpff
  • 1803 - 1845 : Franz Josef Alexander Heinrich Becker
  • 1845 - 1865 : ?
  • 1865 - 1878 : Josef Pecoroni
  • 1878 - 1885 : Johann Nepomuk Kirner
  • 1885 - 1911 : Bernhard Rettenmaier
  • 1911 - 1913 : Heinrich Soller
  • 1913 - 1941 : Johannes H√§u√üler
  • 1942 - 1945 : Oskar Volk
  • 1945 - 1946 : Hermann Greiner
  • 1946 - 1949 : Johannes H√§u√üler
  • 1949 - 1955 : Dr. Erwin W√∂rner
  • 1955 - 1967 : Dr. Hans Hoffmann
  • 1967 - 1992 : Dr. Erhard Klotz
  • 1992 -heute: Volker Blust
Wappen des Deutschmeisters Georg Hund von Wenkheim an der Großen Kelter
Wappen des Deutschmeisters Georg Hund von Wenkheim an der Großen Kelter

Wappen

Das Wappen der Stadt Neckarsulm zeigt in Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz mit Tatzenenden (Deutschordenskreuz), belegt mit einem goldenen Lilienkreuz, das Ordenskreuz oben begleitet von zwei roten Ringen, das Lilienkreuz unten beheftet mit einem roten Ring. Die Stadtfarben sind Schwarz-Weiß.

Das Deutschordenskreuz tritt seit 1528 in den Siegeln der Stadt auf, nachdem zuvor das mainzische Rad abgebildet war. Die Ringe sind wohl vom neippergschen Wappen abgeleitet. Hochmeister Reinhard von Neipperg d√ľrfte die √Ąnderung des Wappens eingef√ľhrt haben. Die Ringe wurden zeitweilig auch als Rosen abgebildet, doch legte die Stadt die heutige Form mit dem Lilienkreuz 1955 fest. Danach verlieh die baden-w√ľrttembergische Landesregierung das Wappen, die zugeh√∂rige Stadtflagge wurde vom Innenministerium im Jahre 1963 verliehen, zuvor waren die Stadtfarben Schwarz-Blau.

Städtepartnerschaften

Neckarsulm unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Städten:

  • Carmaux ( Frankreich ), seit 1958
  • Bordighera ( Italien ), seit 1963
  • Grenchen ( Schweiz ), seit 1988
  • Zschopau (Bundesland Sachsen), seit 1990
  • Budakeszi ( Ungarn ), seit 1993

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

BALLEI Neckarsulm
BALLEI Neckarsulm

Theater

Im Veranstaltungszentrum BALLEI, das eine Gro√üsporthalle, einen Kultursaal, Bowlingbahnen und ein Restaurant beinhaltet, finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, darunter auch Theaterdarbietungen statt. Der Begriff Ballei soll hier an die √ľber 300-j√§hrige Herrschaft des Deutschen Ordens erinnern.

Museen

Das Deutsche Zweiradmuseum im ehemaligen Deutschordensschloss aus dem 12. Jahrhundert , dem Wahrzeichen der Stadt, ist ganzjährig geöffnet und zeigt Objekte von den Anfängen des Fahrrades bis zu Rennmaschinen. Schwerpunkt ist dabei die Marke NSU , aus der später Audi wurde. Unter den Exponaten befindet sich auch eine motorisierte Schubkarre .

Das Heimatmuseum Neckarsulm war bisher provisorisch in der Wandelhalle des NSU-Kasinos untergebracht. Da das NSU-Kasino im Oktober 2005 abgerissen wurde, wird dieses Museum zur Zeit in der Urbanstra√üe direkt neben der Mediathek und gegen√ľber dem Deutschordensschloss wieder aufgebaut. Es soll dort in einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1545 auf 400 Quadratmetern und drei Etagen eingerichtet werden. Die Stadtgeschichte soll nach einem Konzept der Stuttgarter Agentur Reinecke New Media mit multimedialen Mitteln lebendig und interessant erz√§hlt werden. Die Stadt Neckarsulm investiert dabei insgesamt rund 2 Millionen Euro in den Aufbau und die Einrichtung des Heimatmuseums, welches bis sp√§testens Dezember 2006 fertig gestellt sein soll.

Bauwerke

Historische Altstadt

Die historische Altstadt wurde durch einen Bombenangriff am 1. M√§rz 1945 vor allem im n√∂rdlichen Teil fast v√∂llig zerst√∂rt. Ein Teil der Geb√§ude, wie zum Beispiel viele Fachwerkh√§user oder der Geb√§udekomplex des ‚ÄěAmorbacher Hofs‚Äú wurden nicht wieder aufgebaut. Verschiedene Gassen verschwanden aus dem Stadtbild (Judengasse) und der Bereich um den Marktplatz wurde vollkommen neu gestaltet. Dem Willen der Neckarsulmer zum Wiederaufbau historisch wertvoller Geb√§ude ist es zu verdanken, dass einige davon heute fast originalgetreu zu besichtigen sind.

Westliche Stadtmauer (nahe dem Deutschordensschloss)
Westliche Stadtmauer (nahe dem Deutschordensschloss )
Deutschordensschloss, heute Zweiradmuseum
Deutschordensschloss , heute Zweiradmuseum
kath. Stadtpfarrkirche St. Dionysius
kath. Stadtpfarrkirche St. Dionysius

Mauern und T√ľrme

Die Neckarsulmer Altstadt wurde durch Mauern gesch√ľtzt, die ungef√§hr ein Rechteck mit den Abmessungen 350 Meter (in Ost-West-Richtung) mal 250 Meter (Nord-S√ľd-Richtung) bilden. Dieses Rechteck wird durch die Marktstra√üe, die in Nord-S√ľd-Richtung verl√§uft, in zwei etwa gleichgro√üe Gebiete geteilt. Von den T√ľrmen der Stadtbefestigung sind heute noch f√ľnf erhalten, einer davon nur teilweise. Diese T√ľrme stehen an den Ecken der Stadtmauern: an der s√ľd√∂stlichen der sogenannte Cent- oder Diebesturm, an der s√ľdwestlichen der Bergfried des Deutschordensschlosses und unweit davon ein weiterer Rundturm genau hinter der ehemaligen Schlosskapelle. Weitere T√ľrme sind an der nordwestlichen (nur teilweise) und nord√∂stlichen Ecke erhalten. Auch Teile der Stadtmauern sind noch vorhanden, so an der S√ľdseite der Altstadt zwischen Centturm und Marktstra√üe und an der Westseite fast vollst√§ndig, wo nur ein gr√∂√üeres St√ľck auf H√∂he der Grabenstra√üe fehlt. Weiterhin ist ein l√§ngeres St√ľck der n√∂rdlichen Stadtmauer √∂stlich der Marktstra√üe ab dem nestor Hotel bis zum nord√∂stliche Eckturm erhalten.

Das Deutschordensschloss

Das Deutschordensschloss geh√∂rt zu den √§ltesten Geb√§uden der Stadt Neckarsulm. Ein Vorg√§ngerbau existierte wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert . Das Deutschordensschloss wurde ma√ügeblich durch den Deutschen Orden umgebaut und erweitert. Im Deutschordensschloss befindet sich seit 1956 das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum. Weiterhin geh√∂ren zu diesem Geb√§ude-Komplex die ehemalige Schlosskapelle (heute Trauzimmer des Standesamtes der Stadt Neckarsulm und daneben die Gastst√§tte ‚ÄěMuseums-Stuben‚Äú) und die ehemalige Schlosskelter (heute Weing√§rtnergenossenschaft Neckarsulm-Gundelsheim eG).

Stadtpfarrkirche St. Dionysius

Neben dem Deutschordensschloss ist die katholische Stadtpfarrkirche St. Dionysius zu erw√§hnen. Die Barockkirche wurde zwischen 1706 und 1710 erbaut. Baumeister war m√∂glicherweise Johann Wolfgang Fichtmayer . 1757 erhielt die Kirche einen Kirchturm, dessen Baumeister Franz H√§ffele war. Die heute vorhandenen barocken Alt√§re wurden zwischen 1937 und 1939 von den Ellwanger Bildhauern Reinhard Geiselhart und Josef Wolfsteiner geschaffen. Interessant ist das Gem√§lde ‚ÄěMadonna vom Siege‚Äú im linken Seitenaltar, dem Marienaltar, das vom Italiener Giovanni Battista Crespi (genannt Il Cerano) etwa aus dem Jahre 1581 stammt. Der rechte Seitenaltar zeigt ein Josefsbild , das von einem Ritter des deutschen Ordens gestiftet wurde. Ein weiteres bedeutendes Kunstwerk in der Stadtpfarrkirche ist eine sp√§tgotische Pieta rechts des Eingangs (Ostwand). Diese stammt aus der Zeit um 1500 und ist wohl von der Schule des Bildschnitzers J√∂rg Syrlin d. √Ą. beeinflusst. Die Figuren am Portal wurden von dem Neckarsulmer Bildhauer Johann Jakob Holbusch ( 1656 - 1728 ) geschaffen. So der Heiland √ľber dem Portal und die Apostel Petrus und Paulus , die neben dem Eingang angebracht sind. √úber dem Eingang, auf dem Giebel, stehen zwei Vasen und die Figur des Kirchenpatrons St. Dionysius , der urspr√ľnglich ebenfalls von Holbusch stammte. Die alte Figur wurde 1978 durch eine neue ersetzt, die vom Gundelsheimer Bildhauer Ludwig Herold geschaffen wurde.

Rathaus und Marktplatz

Das Rathaus Neckarsulm wurde 1781 / 1782 von Franz Häffele erbaut und besitzt eine Rokoko -Fassade. Zwischen 1983 und 1985 wurde ein Erweiterungsbau entlang der Rathausstraße angebaut.

In der Mitte des Marktplatzes steht der Löwenbrunnen, der 1984 neu aufgebaut wurde. Der Vorgängerbau stand direkt auf der Marktstraße und wurde zu Beginn der Deutschordenszeit 1484 errichtet, 1910 erneuert und 1945 zerstört.

Große Kelter

Am Marktplatz dem Rathaus diagonal gegen√ľber steht die Gro√üe Kelter, die 1567 erbaut wurde. In dieser wurde bis 1930 noch Wein gekeltert. Seit 1984 beherbergt das Geb√§ude eine Sparkasse. Interessant ist hier das Wappen des Hoch- und Deutschmeisters Georg Hund von Wenkheim √ľber der Eingangst√ľr.

Kapuzinerkloster

Eingang der Klosterkirche
Eingang der Klosterkirche
"Madonna vom Scheuerberg" in der Klosterkirche
"Madonna vom Scheuerberg" in der Klosterkirche

Das Kapuziner - Kloster liegt vor der s√ľdlichen Stadtmauer in der N√§he der Marktstra√üe . Es wurde zwischen 1660 und 1666 gebaut. Die Klosterkirche wurde 1664 fertig gestellt und nach der S√§kularisierung von 1811 bis 1892 als st√§dtisches R√ľst- und Tr√∂delhaus genutzt. Als kunsthistorisch bedeutsam ist eine gotische Madonnenfigur anzusehen, die vermutlich vom Scheuerberg stammt. Erw√§hnenswert sind weiterhin die Werke des Neckarsulmer Bildhauers Johann Matth√§us Zartmann ( 1830 - 1896 ), so die Mensa des Hochaltars und die Marmorfiguren des hl. Antonius von Padua (links vom Altar) und der hl. Klara (rechts neben dem Altar). Ebenso wurde die Figur des guten Hirten √ľber dem Eingang (an der Westfassade) von ihm geschaffen. In einer Seitenkapelle befindet sich ein Marienaltar. Diesen hat 1896 der Oedheimer Altarbauer Alois Binnig ( 1843 - 1902 ) geliefert. Die Plastik der Maria als Himmelsk√∂nigin stammt aus dem Atelier Theodor Schnell und Sohn aus Ravensburg. Die Seitenalt√§re von 1900 sind dem hl. Josef (links) und der hl. Anna (rechts) gewidmet. √úber dem Hochaltar befindet sich ein Buntglasfenster, das die Vogelpredigt des hl. Franziskus darstellt. Dieses wurde 1961 durch die Karlsruher Glaswerkst√§tten nach einem Entwurf von Franz Dewald aus Gr√∂tzingen gefertigt. Die Klostergeb√§ude wurden ab 1811 als Amtsgef√§ngnis und seit 1980 als Polizeistation genutzt.

Frauenkirche

Frauenkirche Neckarsulm
Frauenkirche Neckarsulm

N√∂rdlich der Altstadt ist die Frauenkirche ‚ÄěUnsere Liebe Frau auf dem Steinach‚Äú zu finden. Deren Vorg√§ngerbau d√ľrfte Ende des 15. Jahrhunderts errichtet worden sein. 1668 erfolgte eine Erweiterung, in dem ein Chor mit einem kleinen Turm angebaut wurde. Der Hochaltar mit der hl. Elisabeth (links) und dem hl. Georg (rechts) wurde 1682 geschaffen und 1901 restauriert. Dabei wurde er im oberen Teil mit einem Glasgem√§lde der Heiligen Dreifaltigkeit erg√§nzt. An den W√§nden des Chorraumes stehen links die Figur der hl. Klara von Assisi und rechts die des hl. Dominikus . Die Herkunft dieser Figuren ist unklar. Sie k√∂nnten aus den ehemaligen Kl√∂stern der Klarissen in Heilbronn und der Dominikaner in Bad Wimpfen stammen. Bei der Orgel, die 1895 in der Werkstatt Carl Sch√§fer in Heilbronn hergestellt wurde, handelt es sich um eines der wenigen erhaltenen Exemplare aus dieser Werkstatt. Die Empore wurde 1986 erneuert und zeigt eine Skulptur der Heiligen Familie . Im G√§rtchen s√ľdlich der Kirche sind die Sandsteinplastiken des hl. Johannes Nepomuk , welche vom Neckarsulmer Bildhauer Joseph Kilian Holbusch ( 1712 - 1779 ) stammt und die des hl. Wendelin aufgestellt. Desweiteren befindet sich √ľber dem Seitenportal in einem Giebelbogen die Figur einer Pieta . Im 18. Jahrhundert war die Kirche Ziel der Wallfahrer von Rhein und Mosel.

Weitere Kirchen

Weitere Kirchen in der Kernstadt sind die katholische Kirche St. Johannes auf dem Neuberg (erbaut 1973 ), die evangelische Stadtpfarrkirche in der Binswanger Straße (erbaut 1888 ) und die Martin-Luther-Kirche im Stadtteil Neuberg (eingeweiht 1984 ).

Fachwerkhaus Löwengasse 1
Fachwerkhaus Löwengasse 1
Fachwerkhaus Marktstra√üe 13 (R√ľckseite)
Fachwerkhaus Marktstra√üe 13 (R√ľckseite)

Fachwerkhäuser

Neckarsulm hatte vor 1945 viele, zum Teil recht stattliche Fachwerkhäuser , wie auch alte Fotos belegen. Der größte Teil wurde beim Bombenangriff am 1. März 1945 zerstört.

Im Jahre 1998 wurde ein Revitalisierungskonzept f√ľr die Innenstadt erarbeitet, in dessen Rahmen unter anderem noch erhaltene Fachwerkh√§user renoviert werden sollten. In diesem sogenannten ‚ÄěCity-Outfit-Programm‚Äú waren unter dem Motto ‚ÄěHerausgeputzt f√ľr unsere sch√∂ne Innenstadt‚Äú Fassadenfreilegungen und die Wiederherstellung von stadtbildpr√§genden Putz- und Sandsteinfassaden geplant. Dazu legte die Stadt Neckarsulm ab 1999 ein F√∂rderprogramm auf, um die Privatbesitzer der H√§user bei deren Renovierung finanziell zu unterst√ľtzen. Im Jahre 2000 begann die Umsetzung des Programms mit den beiden ersten H√§usern Marktstra√üe 23 und 21 direkt gegen√ľber dem Rathaus. Bis Anfang 2006 wurden die Fassaden von insgesamt 19 H√§usern in der Neckarsulmer Innenstadt und die des Gasthauses ‚ÄěLinde‚Äú im Stadtteil Obereisesheim renoviert und saniert. Diese H√§user befinden sich zum Beispiel auf der Marktstra√üe, so die H√§user Nr. 16 (R√ľckseite, neben dem Rathaus), 15, 13 (R√ľckseite), 8, 9 und 6 und im Bereich zwischen Marktstra√üe und Deutschordensschloss. Dort in der L√∂wengasse 1 und 3, in der Schlossgasse 1 und 8 sowie in der Schindlerstra√üe 2 (Innenhof). Es wurden dabei recht sehenswerte Blickpunkte geschaffen, die erahnen lassen, wie die Neckarsulmer Innenstadt vor 1945 ausgesehen haben mag.

Weitere Sehensw√ľrdigkeiten

Der Stadtteil Dahenfeld besitzt eine altes Fachwerkrathaus aus dem Jahr 1750 . Die katholische Kirche St. Remigius wurde ab 1738 im sp√§tbarocken Stil von Franz H√§ffele erbaut und am 24. Oktober 1748 eingeweiht. Nahe der Kirche sind auch die beiden √§ltesten Geb√§ude des Dorfs zu finden. Das Geb√§ude Eberst√§dter Stra√üe 11 d√ľrfte im Jahr 1518 entstanden sein, das Fachwerkhaus in der Eberst√§dter Stra√üe 8 im Jahr 1602 . Der Stadtteil Obereisesheim besitzt eine im Kern gotische evangelische Kirche, die Mauritiuskirche. Diese wurde jedoch 1601 v√∂llig ver√§ndert. Die katholische Christuskirche wurde 1972 erbaut. Im Stadtteil Amorbach gibt es die katholische Kirche Pax Christi und die evangelische Heiliggeistkiche (beide 1955 erbaut). Au√üerhalb der Stadt erinnert der Herzog-Magnus-Gedenkstein an die Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622 .

Kino Europlex Neckarsulm
Kino Europlex Neckarsulm

Kinos

F√ľr Filmfreunde gibt es in Neckarsulm zwei Kinos: ein kleines, das Kinostar Scala & Scala-Keller in der Altstadt, welches zwei Kinos√§le mit etwa 180 Pl√§tzen hat und seit 1997 das Europlex mit sieben Leinw√§nden und ca. 1800 Sitzen, das s√ľdlich der Altstadt im Gewerbegebiet S√ľd liegt. Die Kinos√§le im Europlex sind vollklimatisiert und die Vorf√ľhrungen erfolgen unter anderem in drei S√§len mit Soundsystemen nach dem THX-Standard .

Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten

In und um Neckarsulm gibt es reichhaltige Freizeitmöglichkeiten, von denen hier folgende genannt sein sollen:

Spaß- und Freizeitbad AQUAtoll
Spaß- und Freizeitbad AQUAtoll

Wasserratten werden von dem 1990 in fortschrittlicher Stahlglas- Architektur gebauten Spa√ü- und Freizeitbad AQUAtoll begeistert sein. Dieses liegt s√ľdlich des Scheuerberges und wirbt mit dem Spruch: ‚ÄěEin Tag Urlaub unter Palmen‚Äú, der das ganze Jahr √ľber unabh√§ngig vom Wetter m√∂glich ist. Dort wird Spa√ü und Action vor allem im Wildwasserfluss und der Black-Hole-Rutsche geboten. Ruhiger geht es in den Whirlpools und im Solebecken (Innen- und Au√üenbereich) zu. Und Sauna -Fans k√∂nnen in der Saunalandschaft mit Blockhaus- und Erdsauna, Dampfbad, Kneippbecken und Solarien entspannen.

Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sich auf ein gut ausgebautes Radwegenetz freuen. Auf diesen kann man sch√∂ne Radtouren in einer landschaftlich reizvollen Gegend unternehmen. Zum Beispiel auf dem Neckarradweg, der von Villingen-Schwenningen bis nach Heidelberg f√ľhrt oder auch auf dem 350 Km langem Kocher-Jagst-Radweg. Dar√ľber hinaus ist eine Radwanderung auf dem 45 Km langen Rundweg ‚Äě√Ėko-Regio-Tour Unteres Kochertal‚Äú zu empfehlen. Dabei gibt es an den Tour-Punkten viel Wissenswertes √ľber die Region, den √∂kologischen Landbau, √ľber die lokale Geschichte und vieles andere mehr zu erfahren.

Der Weinbau hat in Neckarsulm eine √ľber mehrere Jahrhunderte lange Tradition. Wer mehr √ľber den Weinbau wissen m√∂chte, sollte den etwa 1,5 Km langen Weinlehrpfad am s√ľdlichen Scheuerberg entlang wandern. Der Weinlehrpfad August-Herold -Weg wurde nach dem in Neckarsulm geborenen bedeutenden Rebenz√ľchter benannt. An Hand von Informationstafeln erf√§hrt man vieles √ľber die Geschichte des Weinbaus, die verschiedenen Rebsorten und die Anbautechniken.

Im Dahenfelder Forst zwischen den Stadtteilen Amorbach und Dahenfeld gibt es noch einen ca. 3 Km langen √∂kologischen Waldlehrpfad und dar√ľber hinaus bietet auch der Wald westlich von Obereisesheim ideale Wander- und Erholungsbedingungen.

Als weitere Freizeit- und Sportm√∂glichkeiten gibt es unter anderem: Sportpl√§tze, Tennisanlagen, Inlineranlagen, das Bowlingzentrum in der Ballei, die Freizeitanlage Schweinshag mit Grillplatz, Besenwirtschaften mit ‚ÄěViertele & Vesper‚Äú, Planwagen-Touren des Bioland-Betriebes Lang, Schifffahrt auf dem Neckar mit der Personenschifffahrt Stumpf OHG und das Freibad Ernst-Freyer-Bad.

Regelmäßige Veranstaltungen

Nachdem es seit 1974 getrennte Kelterfeste von Sportverein und S√§ngerbund gab, wurde ab 1980 ein gemeinsames Fest, das sogenannte Ganzhornfest durchgef√ľhrt. Zur Organisation des Festes wurde 1979 eigens ein Kulturausschuss gegr√ľndet.

Bei diesem Volksfest, das jeweils an drei Tagen am ersten Wochenende im September gefeiert wird, werden von rund 50 Vereinen an St√§nden Essen und Getr√§nke serviert. Die Vereine haben eine M√∂glichkeit, einen Querschnitt ihrer Arbeit der Allgemeinheit vorzustellen. Ch√∂re , Musikkapellen , Tanz- und Sportgruppen treten auf und in manchen Jahren wurden Sonderveranstaltungen durchgef√ľhrt: So zum Beispiel ein Tischtennisturnier , Kindertheater, ein Ganzhornlauf rund um das Rathaus und auch ein Gedichtwettbewerb. In einzelnen Jahren traten die ausl√§ndischen Partnergemeinden auf.

Die Weing√§rtnergenossenschaft Neckarsulm-Gundelsheim bietet zu Ehren Ganzhorns hervorragende Weine mit seinem Namen und Bildnis an. Der jeweilige Oberb√ľrgermeister er√∂ffnet das Fest und in guten Jahren wurden bis zu 50.000 Besucher gez√§hlt. Durch die Namensgebung des Festes wollte Neckarsulm einerseits an den Dichter des bekannten Volksliedes ‚ÄěIm sch√∂nsten Wiesengrunde‚Äú Wilhelm Ganzhorn erinnern. Andererseits passt seine gesellige und festfreudige Art und auch der Weinliebhaber Ganzhorn sehr gut zum Charakter des Festes. Das Fest findet bei der Bev√∂lkerung guten Anklang und erfreut sich gro√üer Beliebtheit.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft allgemein

Wichtigster Arbeitgeber der Stadt Neckarsulm heute ist der Automobilhersteller Audi, der hier knapp 13.700 Mitarbeiter besch√§ftigt und im Durchschnitt j√§hrlich 250 bis 300 Millionen Euro in den Standort Neckarsulm investiert. Au√üerdem hat die Schwarz-Gruppe hier ihren Sitz, zu der die beiden Handelsketten Kaufland und Lidl geh√∂ren. Ein weiteres gro√ües ans√§ssiges Unternehmen ist der Autozulieferer Kolbenschmidt . Eine sehr positive Folge dieser gro√üen Unternehmen ist das gute Verh√§ltnis von Einwohnern und Arbeitspl√§tzen. Es betr√§gt hier 27.500 zu 29.440 (Stand: 30. Juni 2004). Auch die Gewerbesteuer -Einnahmen Neckarsulms sind erfreulich hoch. Zwar zahlte Audi in den letzten Jahren wegen der Konzernverflechtung mit der Volkswagen AG kaum noch, daf√ľr wirkte sich der wirtschaftliche Erfolg von Kaufland und Lidl in h√∂heren Steuerzahlungen aus.

Die gute wirtschaftliche Situation der Stadt Neckarsulm soll noch an zwei weiteren √∂konomischen Kennzahlen verdeutlicht werden. Diese wurden vom Statistischen Landesamt in einer Pressemitteilung (Stand: 30. Juni 2004) ver√∂ffentlicht. Die Stadt Neckarsulm hat den h√∂chsten Besch√§ftigungssatz in Baden-W√ľrttemberg. 2004 kamen in Neckarsulm 1079 sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte auf 1000 Einwohner. Neckarsulm liegt damit weit √ľber dem Durchschnitt (zum Vergleich: Landkreis Heilbronn 301, Bundesland Baden-W√ľrttemberg 349 jeweils in sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte auf 1000 Einwohner). Eine weitere Kennzahl, die das oben Gesagte belegt, ist die Steuerkraftmesszahl ( Gewerbesteuer plus Grundsteuer A und B plus Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ). Die Steuerkraftmesszahl betr√§gt in Neckarsulm 1414 Euro pro Einwohner, im Landkreis Heilbronn 644 und im Bundesland Baden-W√ľrttemberg 619 jeweils Euro pro Einwohner.

Geb√§ude der Fa. TDS AG mit B√ľro-Turm
Geb√§ude der Fa. TDS AG mit B√ľro-Turm

Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsf√∂rderung wird im innovativen Standort Neckarsulm Gro√ü geschrieben. Beispielhaft seien dazu der Trendpark mit ca. 10 Hektar Fl√§che genannt, der nord√∂stlich der Autobahn - Anschlussstelle Heilbronn-Neckarsulm liegt und der Trendpark S√ľd mit ca. 26 Hektar s√ľd√∂stlich davon. Nicht ohne Grund haben sich im Trendpark bekannte Firmen, wie zum Beispiel die TDS Informationstechnologie AG, die Unternehmensgruppe Beck und die Intel -Tochtergesellschaft ICP vortex angesiedelt. Weithin sichtbares Zeichen ist der B√ľroturm der Fa. TDS AG mit seinen 20 Stockwerken. Im Trendpark S√ľd hat eine gro√ües IT-Systemhaus Deutschlands, die Firma Bechtle AG, seine Unternehmenszentrale gebaut. Das Gesamtkonzept der Wirtschaftf√∂rderung beinhaltet einen niedrigen Gewerbesteuerhebesatz, g√ľnstige Grundst√ľckspreise und schnelle und unb√ľrokratische Entscheidungswege in der Stadtverwaltung. Ein entscheidender Faktor d√ľrfte auch die sehr gute verkehrsm√§√üige Anbindung der genannten Gewerbegebiete sein.

Weinbau

Der Neckarsulmer Scheuerberg von S√ľden gesehen
Der Neckarsulmer Scheuerberg von S√ľden gesehen
Weingärtnergenossenschaft Neckarsulm-Gundelsheim eG
Weingärtnergenossenschaft Neckarsulm-Gundelsheim eG

Der Weinbau hat in Neckarsulm eine Jahrhunderte alte Tradition. Bereits im 8. Jahrhundert gab es am unteren Neckar ausgedehnte Weinbaufl√§chen. Aus dem 10. Jahrhundert ist bekannt, dass es am mittleren Neckar ein fast geschlossenes Weinbaugebiet gab. Um etwa 1335 hatten mehrere Kl√∂ster in Neckarsulm Grundbesitz, so zum Beispiel die Abtei Amorbach im Odenwald, das Benediktinerkloster Comburg, das Zisterzienserkloster Sch√∂ntal, das Klarissenkloster Heilbronn, das Ritterstift St. Peter in Wimpfen und das Dominikanerkloster Wimpfen. Diese Kl√∂ster haben durch Wald rodungen gro√üe Weinbaugebiete am Neckar geschaffen. Wein galt bei den M√∂nchen und deren strengen Fastenordnung als Nahrung. Bereits am Ende des 13. Jahrhunderts haben sich am S√ľdhang des Scheuerberges und am Hungerberg Weing√§rten befunden.

Das Kloster Amorbach lag am Nordhang des Odenwaldes und damit f√ľr den Weinbau ung√ľnstig. Deshalb hatte der Weinbau in Neckarsulm f√ľr dieses Kloster eine besondere Bedeutung. Das Kloster Amorbach bezog gr√∂√üere Mengen Weines durch den Wein zehnten . Nachdem der Deutsche Orden die Herrschaft √ľber Neckarsulm im Jahre 1484 √ľbernommen hatte, besa√ü er 1554 mindestens zwei Keltern . Das geht aus dem √§ltesten erhaltenen Urbar hervor. Bei diesen Keltern handelte es sich um die damalige alte und die neue Kelter. √úber den Standort der alten Kelter ist heute nichts mehr bekannt. Die neue bzw. die sp√§tere kleine Kelter stand in der Rathausstra√üe √∂stlich des Rathauses an der Stelle der Neckarsulmer M√ľnzst√§tte, die noch aus Mainzischer Zeit um 1400 stammte. Im Jahre 1567 errichtete der Hoch- und Deutschmeister Georg Hund von Wenkheim die gro√üe Kelter, die heute noch am Marktplatz steht. Diese hatte fr√ľher noch an der Westseite einen Anbau, der im Zweiten Weltkrieg zerst√∂rt wurde.

Aus Archivalien , zum Beispiel aus Amtsrechnungen des Deutschen Ordens, gehen Weinerl√∂se und weiter Details des Weinhandels aus dieser Zeit hervor. So betrugen in der zweiten H√§lfte des 18. Jahrhunderts die Erl√∂se aus dem Weinverkauf fast 50 % der gesamten Einnahmen. Nach dem √úbergang Neckarsulms an das K√∂nigreich W√ľrttemberg 1805/1806 besa√ü der Ort vier Keltern: die Schlosskelter, die gro√üe Kelter, die kleine Kelter und die Amorbacher Hofkelter.

Am 28. Oktober 1834 gr√ľndeten der Weing√§rtner Wilhelm Fischer und der Stadtpfleger Fleiner mit sechs weiteren Neckarsulmern einen Weing√§rtnerverein. Dieser hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Weinbau durch Beschaffung und Austeilung von geeigneten Reben in den daf√ľr geeigneten Lagen zu f√∂rdern. Damals gab es ca. 178 Hektar Weinberge. Im Jahre 1855 ging aus diesem Weing√§rtnerverein die Weing√§rtnergesellschaft hervor. Sie ist damit die √§lteste heute noch bestehende Weing√§rtnergenossenschaft Deutschlands. Ziel dieser Genossenschaft war die gemeinschaftliche Kelterung und Vermarktung ihrer Erzeugnisse. Der Grundgedanke dabei war, dass man sich nicht l√§nger dem Preisdiktat der Weinaufk√§ufer unterwerfen wollte, die die Preise f√ľr den Wein oft willk√ľrlich festsetzten. Wichtig war auch der Qualit√§tsgedanke und dass gute Bezahlung nur f√ľr entsprechend guten Wein gefordert werden konnte. In der Weing√§rtnergenossenschaft schlossen sich im Jahre 1855 130 Mitglieder zusammen und im Jahr 1862 waren es bereits 300 Mitglieder.

Im Jahre 1965 traten die Mehrzahl der Gundelsheimer Weing√§rtner der Neckarsulmer Genossenschaft bei. Otto Linsenmaier stellte 1984 zum 150j√§hrigen Jubil√§um des Weinbauvereins in einem Vortrag fest: Den Weltruf Neckarsulms h√§tten nicht R√§der und Motoren, sondern der Neckarsulmer Wein begr√ľndet.

Verkehr

Die Stadt Neckarsulm ist √ľber die sogenannte S√ľdtangente, also die B 27 (Heilbronn‚ÄďMosbach) mit der Anschlussstelle Heilbronn-Neckarsulm an die Bundesautobahn A 6 (N√ľrnberg-Heilbronn-Mannheim) unmittelbar an das deutsche Fernstra√üennetz angebunden. Von dieser Anschlussstelle ist es nicht weit bis zum Weinsberger Kreuz und damit zur A 81 (Stuttgart-W√ľrzburg). Zus√§tzlich zur S√ľdtangente f√ľhrt die K2000 (Heilbronner Austra√üe √ľber Gottlieb-Daimler und NSU-Stra√üe nach Bad Friedrichshall Kochendorf) den Verkehr westlich an der Stadt vorbei, so dass der Auto-Verkehr direkt durch Neckarsulm drastisch reduziert wurde.

Der Bahnhof von Neckarsulm liegt an der Bahnstrecke Stuttgart-W√ľrzburg (Frankenbahn), Heidelberg und Mannheim werden √ľber die Neckar- und die Elsenztalbahnen erreicht. Den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) bedienen mehrere Buslinien, die in den Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr integriert sind. Eine Erweiterung des Heilbronner Stadtbahnnetzes bis nach Neckarsulm bis zum Jahr 2010 ist geplant.

Medien

√úber das lokale Geschehen der Stadt berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe NM, Nord-Mitte.

Im Stadtteil Obereisesheim betreibt der S√ľdwestrundfunk bei 49¬į 11' 28" N, 9¬į 11' 47" O als Bestandteil seines Gleichwellennetzes einen Mittelwellensender auf der Frequenz 711 kHz, der als Sendeantenne einen 74 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Sendemast verwendet [1] . √úber die Frequenz wird das H√∂rfunkprogramm SWR cont.ra verbreitet.

√Ėffentliche Einrichtungen

Mediathek Neckarsulm
Mediathek Neckarsulm
Volkshochschule Neckarsulm
Volkshochschule Neckarsulm

Neckarsulm besitzt eine Stadb√ľcherei, die am 21. Mai 1921 in der damaligen Gewerbeschule in der Binswanger Stra√üe er√∂ffnet wurde. Nach mehreren Umz√ľgen wurde sie unter dem Namen Mediathek ab 24. Juli 2004 in einem modernen Geb√§ude in der Kernstadt (Urbanstra√üe gegen√ľber dem Deutschordensschloss ) untergebracht. Sie besteht aus zwei Geb√§uden mit den Arbeitstiteln beim Bau: "Banane" (von der Urbanstra√üe aus gesehen links) und "B√ľcherkiste" (rechts), die durch zwei verglaste G√§nge miteinander verbunden sind. Die Mediathek besitzt einen Medienbestand (Juli 2004) von ca. 40.000 Einheiten (B√ľcher, Zeitschriften, CDs, DVDs, Videos u.a.), der bis 2007 auf etwa 50.000 Einheiten erweitert werden soll. Au√üerdem ist sie unter anderem mit einem Veranstaltungsraum f√ľr Vortr√§ge und andere Veranstaltungen ausgestattet und hat acht √∂ffentliche Internet-PCs, an denen jeder kostenlos im Internet surfen kann.

Eine √∂ffentliche Bildungseinrichtung f√ľr Jedermann ist die Neckarsulmer Volkshochschule , die bereits seit 1924 besteht. Am 10. September 2005 wurde die VHS in einem neuen Geb√§ude n√∂rdlich der Kernstadt (Seestra√üe nahe der Frauenkirche und der Ballei) wiederer√∂ffnet. Dort bietet sie auf drei Etagen zahlreiche Kurse unter anderem √ľber Computer, Fremdsprachen oder Kreatives Schaffen an.

Weiterhin gibt es in Neckarsulm ein Notariat.

Musikschule Neckarsulm
Musikschule Neckarsulm

Bildung

Neckarsulm hat ein Gymnasium ( Albert-Schweitzer -Gymnasium), eine Realschule (Hermann-Greiner-Realschule), eine F√∂rderschule (Pestalozzischule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Amorbachschule, Johannes-H√§u√üler-Schule und Wilhelm-Maier-Schule Obereisesheim) sowie die Neuberg-Grundschule und eine weitere Grundschule im Stadtteil Dahenfeld. Der Landkreis Heilbronn ist Tr√§ger der Astrid-Lindgren -Schule f√ľr Geistig- und K√∂rperbehinderte mit Schulkindergarten f√ľr Geistig- und K√∂rperbehinderte sowie der Christian-Schmidt-Schule (Gewerbliche Schule). Des Weiteren besitzt Neckarsulm eine Musikschule , die weit √ľber die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Die Katholische Fachschule f√ľr Sozialp√§dagogik, eine private Einrichtung, rundet das schulische Angebot in Neckarsulm ab.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Neckarsulm hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • 1888 : Franz Str√§√üle, Oberlehrer und Jugendbuchautor
  • 1894 : Franz Joseph Maucher, Pfarrer
  • 1910 : Gottlob Banzhaf, Kommerzienrat, Direktor der Neckarsulmer Strickmaschinen-Fabrik
  • 1930 : Prof. Dr. Ernst Bauer, Gymnasialprofessor
  • 1949 : Johannes H√§u√üler, B√ľrgermeister
  • 1950 : Richard Spohn, Gemeinderat und Direktor der Gebr√ľder Spohn GmbH
  • 1956 : Hermann Greiner, Gesch√§ftsf√ľhrer der Heimst√§ttengenossenschaft
  • 1989 : Karl Volk, Gesch√§ftsf√ľhrer der AUDI-Betriebskrankenkasse und Gemeinderat
Gedenk-Plakette f√ľr Ganzhorn am ehem. Oberamtsgericht
Gedenk-Plakette f√ľr Ganzhorn am ehem. Oberamtsgericht

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1770 , 24. Oktober , Heinrich Merckle , ‚Ć 7. Oktober 1821 in Neckarsulm, Landtagsabgeordneter
  • 1766 , 3. November , Franz Simon Molitor , ‚Ć 21. Februar 1848 in Wien, Musiker
  • 1902 , 7. August , August Herold , ‚Ć 8. Januar 1973 in Neckarsulm; Rebenz√ľchter

B√ľrger

  • Ferner lebte in Neckarsulm der Dichter Wilhelm Ganzhorn , * 14. Januar 1818 in B√∂blingen, ‚Ć 9. September 1880 in Cannstatt . Er war in Neckarsulm von 1859 bis 1878 Oberamtsrichter.

Sonstiges / Wissenswertes

NSU als Synonym f√ľr Neckarsulm
NSU als Synonym f√ľr Neckarsulm

Der Stadtname Neckarsulm leitet sich von den beiden Fl√ľssen Neckar und Sulm her und wird deswegen ‚ÄěNeckar-sulm‚Äú ausgesprochen, mit unmerklicher Pause vor ‚Äě-sulm‚Äú, und nicht etwa ‚ÄěNeckars-ulm‚Äú, wie es oft von Unkundigen zu h√∂ren ist, die Neckarsulm f√ľr einen am Neckar gelegenen Ableger der Stadt Ulm zu halten scheinen.

Der Begriff NSU wird oft synonym f√ľr Neckarsulm verwendet, obwohl er eigentlich auf die NSU -Werke zur√ľckgeht und urspr√ľnglich vom Namen des Unternehmens Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik abgeleitet wurde. Er hat sich aber so eingeb√ľrgert, dass er heute als K√ľrzel f√ľr den Stadtnamen zum Beispiel auf Stra√üenschildern und in Anzeigen erscheint.

Literatur

  • F. J. Maucher: Neckarsulms Geschichte, Verlag Liebel, Waldsee 1901
  • Erich Keyser (Hrsg.): W√ľrttembergisches St√§dtebuch. Band IV Teilband Baden-W√ľrttemberg Band 2 aus Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1961
  • Anton Heyler: Neckarsulm im Auf und Ab eines halben Jahrhunderts. Chronik 1900 - 1950, Verlag Otto Welker, Neckarsulm 1955
  • Gustav Fischer u.a.: 1200 Jahre Obereisesheim. Beitr√§ge zur Ortsgeschichte., Hrsg. Gemeinde Obereisesheim, Verlag H. Walter, Ludwigsburg 1967
  • Brigitte Scheffler-Kador: Neckarsulm - das Bild einer Stadt, Verlag -tz publicity GmbH, Heilbronn 1971
  • Pater Adalbert Ehrenfried: Stifte und Orden in Neckarsulm, Eigenverlag, Zell am Harmersbach 1974
  • Anton Heyler: Neckarsulm in alten Bildern, Verlag Gronenberg, Gummersbach 1981, ISBN 3-88265-074-5
  • Dr. Alois Seiler, Dorothea Bader, Pater Dr. Bernhard Demel: Neckarsulm und der Deutsche Orden 1484-1805-1984 (Katalog zu einer Ausstellung), Hrsg. Stadt Neckarsulm, S√ľddeutsche Verlagsanstalt, Ludwigsburg 1984
  • Anton Heyler: Chronik der Stadt Neckarsulm 1951 bis 1976, Hrsg. Stadt Neckarsulm, Neckarsulm 1989
  • August Vogt: Neckarsulm - Historischer Stadtf√ľhrer, Hrsg. Heimatverein Neckarsulm e.V. und die Stadt Neckarsulm, 2. Auflage, Otto Welker GmbH, Neckarsulm 1990
  • Autorenteam (Redaktion: Barbara Griesinger): Neckarsulm. Die Geschichte einer Stadt, Hrsg. Stadt Neckarsulm, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-0883-2
  • August Vogt: Villa Sulmana Neckarsulm - Bilder einer Stadtentwicklung, Hrsg. Heimatverein Neckarsulm e.V., Otto Welker GmbH, Neckarsulm 1999
  • Barbara L√∂slein / Martin Bauer: Dahenfeld, Hrsg. Stadt Neckarsulm, Stadtarchiv Neckarsulm 2002, ISBN 3-9808419-0-1
  • Autorenteam, Hrsg. Kirchengemeinden Neckarsulm: Die Kirchen von Neckarsulm, 1. Auflage, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2004, ISBN 3-89870-164-6
  • Barbara L√∂slein, Dr. Bernd Liebig: Chronik der Stadt Neckarsulm 1977 bis 2000, Hrsg. Stadt Neckarsulm (Stadtarchiv), Neckarsulm 2005, ISBN 3-98084-191-X

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