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Letzte Änderung für Artikel Reichsdeputationshauptschluss: 03.02.2006 21:37

Reichsdeputationshauptschluss

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Der Reichsdeputationshauptschluss war ein Beschluss der letzten Sitzung des Immerw├Ąhrenden Reichstags am 25. Februar 1803 in Regensburg. Ihm lag ein im Juni 1802 zwischen Frankreich und ├ľsterreich vereinbarter Entsch├Ądigungsplan zugrunde, der auf dem Friedensvertrag von Lun├ęville fu├čte. Der Hauptschluss war das letzte gro├če Gesetz des Heiligen R├Âmischen Reiches Deutscher Nation .

Die franz├Âsischen Revolutionskriege hatten die franz├Âsische Ostgrenze bis zum Rhein hin verschoben und damit zahlreiche deutsche F├╝rsten um ihre linksrheinischen Besitzungen gebracht. Im Reichsdeputationshauptschluss wurde festgesetzt, dass diese durch kirchliche ( S├Ąkularisation ) und weltliche Reichsst├Ąnde ( Mediatisierung ) abgefunden werden sollten. Dazu wurden die geistlichen F├╝rstent├╝mer (mit Ausnahme von Mainz, dessen Territorium verbunden mit der W├╝rde eines Kurerzkanzlers auf Regensburg ├╝bertragen wurde) und die freien Reichsst├Ądte (mit Ausnahme von Augsburg, L├╝beck, N├╝rnberg, Frankfurt am Main, Bremen und Hamburg) aufgel├Âst und den benachbarten gro├čen F├╝rstent├╝mern zugeschlagen. Von der S├Ąkularisation ausgenommen blieben zun├Ąchst auch der Deutsche Orden und der Malteserorden . Zugleich erhielten die F├╝rsten von Salzburg, W├╝rttemberg, Baden und Hessen-Kassel die Kurw├╝rde der erloschenen Kurf├╝rstent├╝mer K├Âln, Trier und Pfalz.

Der Reichsdeputationshauptschluss wurde im M├Ąrz 1803 einstimmig vom Reichstag ratifiziert; der Kaiser schloss sich im April - wenn auch unter Vorbehalt - diesem Votum an.

Die S├Ąkularisation und die anschlie├čende Mediatisierung ver├Ąnderten das Deutsche Reich v├Âllig. Der Kaiser verlor mit den geistlichen F├╝rsten und Reichsst├Ądten seine Hauptst├╝tzen im Reich. Der bisher katholisch dominierte Reichsf├╝rstenrat wurde mehrheitlich evangelisch. Nachdem auch die Reichsritterschaft und viele kleine F├╝rstent├╝mer bis 1806 ihre Selbst├Ąndigkeit verloren hatten, reduzierte sich die Zahl der Territorien von einigen hundert auf etwa vierunddrei├čig. F├╝rstent├╝mer wie Baden, Bayern oder W├╝rttemberg konnten dadurch gro├če Gebietsgewinne verbuchen, waren im Gegenzug jedoch zur Loyalit├Ąt gegen├╝ber Napoleon verpflichtet.

Grenzen und Herrschaftsgebiete wurden bereinigt und schlie├člich f├╝hrten sie zum Zusammenbruch des fein austarierten Herrschaftssystems des Heiligen R├Âmischen Reiches Deutscher Nation: 1806 legte Kaiser Franz II. seine Krone nieder.

Weblinks

Siehe auch

Wiktionary: Reichsdeputationshauptschluss ÔÇô Wortherkunft, Synonyme und ├ťbersetzungen
  • Geschichte Deutschlands
  • Reichsdeputation

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