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Letzte Änderung für Artikel Heidelberg: 20.02.2006 03:01

Heidelberg

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Wappen Karte
Wappen Heidelbergs Lage der kreisfreien Stadt Heidelberg in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Karlsruhe
Region : Rhein-Neckar-Odenwald
Kreis : Stadtkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 49┬░ 25' N, 08┬░ 42' O
49┬░ 25' N, 08┬░ 42' O
H├Âhe : 116 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 108,83 km┬▓
Einwohner : 143.123 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.315 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 16,6 %
Postleitzahlen : 69001ÔÇô69126 (alt: 6900)
Vorwahl : 06221 (und 06202 im Grenzhof)
Kfz-Kennzeichen : HD
Gemeindeschl├╝ssel : 08 2 21 000
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 10
69117 Heidelberg
Offizielle Website: www.heidelberg.de
Politik
Oberb├╝rgermeisterin : Beate Weber ( SPD )

Heidelberg ist eine Gro├čstadt am Fluss Neckar im Nordwesten von Baden-W├╝rttemberg. Sie ist durch ihre Altstadt, ihr Schloss sowie ihre Universit├Ąt weltbekannt und eines der beliebtesten Ziele ausl├Ąndischer Touristen in Deutschland.

Mit ├╝ber 140.000 Einwohnern ist Heidelberg die f├╝nftgr├Â├čte Stadt Baden-W├╝rttembergs. Sie ist kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des umliegenden Rhein-Neckar-Kreises. Die dicht besiedelte Region, in der Heidelberg liegt, wird als Rhein-Neckar-Dreieck bezeichnet.

Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Stadt findet sich im Portal Heidelberg .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Heidelberger Schloss, Carl Philipp Fohr, 1815
Das Heidelberger Schloss, Carl Philipp Fohr , 1815

Vorgeschichte

1907 wurde in Mauer in der N├Ąhe Heidelbergs der Unterkiefer des Homo heidelbergensis gefunden, der auf ein Alter von etwa 600.000 Jahren gesch├Ątzt wird.

Wo der Neckar in die Rhein-Ebene ├╝bergeht und auf dem Heiligenberg, n├Ârdlich des Neckars, hat man Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit , der Kelten und der R├Âmer gefunden.

Antike

Auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Neuenheim befand sich zu r├Âmischer Zeit eine Siedlung mit Milit├Ąrlager. Zeitweise f├╝hrte eine winterfeste Br├╝cke vor dem Zusammenfluss mit dem Rhein ├╝ber den Neckar. Die auf H├Âhe der Ziegelgasse nachgewiesene Furt war nicht ganzj├Ąhrig benutzbar.

Mittelalter

Seit dem fr├╝hen Mittelalter befand sich auf dem hinteren Gipfel des Heiligenberg das Michaelskloster, eine Probstei des Klosters Lorsch. Die ├Ąlteste schriftliche Erw├Ąhnung Heidelbergs stammt aus dem Jahr 1196 . Viele der umliegenden Gemeinden und Ortsteile sind allerdings erheblich ├Ąlter. Einige von ihnen werden im Lorscher Codex erstmals urkundlich erw├Ąhnt (Handschuhsheim und Neuenheim 765 , Rohrbach 766 , Kirchheim und Wieblingen 767 , Bergheim 769 ) und wurden demnach im 6. bis 8. Jahrhundert besiedelt. N├Ârdlich von Handschuhsheim liegt die W├╝stung Hillenbach, besiedelt zwischen 767 und etwa 1300.

Die Universit├Ąt wurde im Jahr 1386 gegr├╝ndet. Sie ist damit die ├Ąlteste Universit├Ąt auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland .

Seit 1225 (unter Herzog Ludwig I. von Bayern) bis in die fr├╝he Neuzeit war Heidelberg Residenz des Pfalzgrafen bei Rhein , der zu den weltlichen deutschen Kurf├╝rsten z├Ąhlte. Die historische Bezeichnung f├╝r dessen Herrschaftsgebiet war Kurpfalz.

Neuzeit

Der gesprengte Turm des Heidelberger Schlosses, Carl Blechen, um 1830
Der gesprengte Turm des Heidelberger Schlosses, Carl Blechen , um 1830

Von der ersten Phase des Drei├čigj├Ąhrigen Kriegs war auch Heidelberg betroffen: Nachdem Kurf├╝rst Friedrich V. von der Pfalz (" Winterk├Ânig "), 1619 als b├Âhmischer Gegenk├Ânig gew├Ąhlt, 1620 in der Schlacht am Wei├čen Berge geschlagen wurde, eroberte Johann Tserclaes Graf von Tilly als Heerf├╝hrer der Katholischen Liga 1622 Heidelberg und erbeutete die Bibliotheca Palatina . Sie wurde von Herzog Maximilian I. (Bayern) 1623 an Papst Gregor XV. verschenkt und der Bibliotheca Vaticana einverleibt.

Heidelberg wurde erneut am 2. M├Ąrz 1689 (und noch einmal 1693 ) im Zuge des franz├Âsisch-pf├Ąlzischen Erbfolgekriegs erobert und durch die Franzosen unter General M├ęlac verw├╝stet. Dabei wurden die Altsstadt und das Schloss teilweise zerst├Ârt. Letzteres geh├Ârt seither zu den weltweit ber├╝hmtesten romantischen Schlossruinen und ist eine der bekanntesten Sehensw├╝rdigkeiten Deutschlands ├╝berhaupt. In der Altstadt blieb lediglich ein Geb├Ąude, das heutige Hotel Ritter, unversehrt, da es im Besitz eines franz├Âsischst├Ąmmigen Hugenotten war.

Im Jahre 1720 wurde die Residenz des Kurf├╝rsten nach vergeblichen Wiederaufbauversuchen nach Mannheim verlegt. 1763 wird die Kurpf├Ąlzische Akademie gegr├╝ndet.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam Heidelberg mit der gesamten rechtsrheinischen Pfalz an das Kurf├╝rstentum (ab 1806 Gro├čherzogtum) Baden. 1808 wurde die Stadt Sitz des Stadtamtes Heidelberg. Daneben gab es noch ein Ober- und ein Unteramt Heidelberg, welche 1813 zum Landamt Heidelberg vereinigt wurden. Stadtamt und Landamt Heidelberg wurden 1826 zum Oberamt Heidelberg zusammengeschlossen, aus dem 1863 das Bezirksamt Heidelberg hervorging, welches 1924 um die Gemeinden des aufgel├Âsten Bezirksamtes Eberbach erweitert wurde.

1840 wird mit dem Teilst├╝ck Mannheim - Heidelberg der Badischen Hauptbahn die erste Eisenbahnlinie in Baden er├Âffnet. 1846 entsteht in Heidelberg die erste Freiwillige Feuerwehr .

1860 wird das Schloss zum ersten Mal ÔÇ×bengalischÔÇť beleuchtet - Beginn, auch noch heute, jeden Feuerwerks.

Um 1900 kommt es zu Restaurierungen und historisierenden Ausbauten des Schlosses. 1930 Grundsteinlegung f├╝r die Neue Universit├Ąt (H├Ârsaalgeb├Ąude), gespendet von US-B├╝rgern.

Aus den Bezirks├Ąmtern Heidelberg und Wiesloch wurde schlie├člich 1938 der Landkreis Heidelberg gebildet, der bis 1972 bestanden hat. 1939 schied die Stadt Heidelberg aus dem Landkreis Heidelberg aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb aber weiterhin Sitz des Landkreises. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Heidelberg mit dem Landkreis Mannheim zum heutigen Rhein-Neckar-Kreis vereinigt. Er umgibt die Stadt vollst├Ąndig. Heidelberg selbst blieb eine kreisfreie Stadt und wurde zugleich "Kreisstadt" des neuen Landkreises.

Die Zeit des Nationalsozialismus

Mit der Machtergreifung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 begann in Deutschland eine Zeit der organisierten Diskriminierung und Verfolgung von Juden und anderen "nichtarischen" Mitb├╝rgern. Schon zum 1. April jenes Jahres riefen Nationalsozialisten zum Boykott j├╝discher Gesch├Ąfte, Anwaltskanzleien und Arztpraxen auf. Wenige Tage sp├Ąter, am 5. April 1933 , gab Reichskommissar Robert Wagner in vorauseilendem Gehorsam den " badischen Judenerlass " heraus, zwei Tage vor den entsprechenden Reichsgesetzen. Er leitete die Zwangsbeurlaubung aller "nichtarischen" Beamten ein. Obwohl die Medizinische Fakult├Ąt der Universit├Ąt Heidelberg schriftlich gegen die Ausschlie├čung ihrer j├╝discher Kollegen protestierte, wurden am 7. April 1933 alle "Nichtarier" im ├Âffentlichen Dienst gegen ihren Willen in den Ruhestand geschickt. Bis 1940 verlor die Universit├Ąt Heidelberg 59 habilitierte Hochschullehrer aus rassischen oder politischen Gr├╝nden. Dies entspricht rund 29 % des gesamten damaligen Lehrpersonals. Die Ausgrenzung j├╝discher Mitb├╝rger beschr├Ąnkte sich jedoch nicht nur auf die Berufsaus├╝bung: So schloss der Stadtschulrat und NSDAP Kreisleiter Wilhelm Seiler 1935 alle j├╝dischen Kinder vom Unterricht an Volksschulen im Stadtgebiet aus. Mit dem reichsweiten Erlass der N├╝rnberger Gesetze am 15. September 1935 verloren Juden vollends alle politischen Rechte im Deutschen Reich .

Tor des KZ Dachau mit Inschrift "Arbeit macht frei"
Tor des KZ Dachau mit Inschrift "Arbeit macht frei"

Am Abend des 9. November 1938 erreichten die Ausschreitungen gegen Juden einen neuen H├Âhepunkt. In dieser Nacht brannten Heidelberger B├╝rger die Synagogen in Heidelberg und Rohrbach nieder; der orthodoxe Betsaal in der Pl├Âck wurde ebenfalls zerst├Ârt. Am n├Ąchsten Tag begann die systematische Deportation Heidelberger Juden mit der Verschleppung 150 j├╝discher Mitb├╝rger in das Konzentrationslager Dachau . Etwa zwei Jahre sp├Ąter, am 22. Oktober 1940 , fand die " Wagner-B├╝rckel-Aktion " statt. Etwa 280 Juden aus Heidelberg sowie weitere 114 aus den Gemeinden des Landkreises wurden in das Internierungslager Gurs deportiert. Insgesamt 6504 der in Baden , der Pfalz und dem Saarland lebende Juden wurden in dieser ersten Massendeportation verschleppt. Drei Viertel der deportierten Juden kamen im Lager Gurs ums Leben, viele der ├älteren bereits schon im ersten Winter 1940/41.

Nach dem 2. Weltkrieg

Eine typische Seitenstra├če in der Heidelberger Altstadt
Eine typische Seitenstra├če in der Heidelberger Altstadt

Heidelberg ├╝berstand als eine der wenigen deutschen Gro├čst├Ądte den 2. Weltkrieg nahezu unversehrt. Die Stadt wurde Standort der US-Army und hoher Kommandostellen der US-Army und der NATO . Der hohe amerikanische Bev├Âlkerungsanteil trug zu einer neuen V├Âlkerfreundschaft zwischen beiden L├Ąndern bei. Der Radiosender des AFN tat ein ├╝briges.

Bei einem der ersten Terroranschl├Ąge der RAF am 24. Mai 1972 auf das Europahauptquartier der US-Armee wurden drei US-Soldaten get├Âtet und f├╝nf verletzt. Im selben Jahr fanden mit den Sommer-Paralympics 1972 erstmals die Weltfestspiele der Behinderten in Deutschland statt.

Der Durchgangsverkehr wurde aus Bergheim heraus an den Neckar (Iqbal-Ufer) verlegt. Die Stra├čenbahn in der Hauptstra├če wurde mit deren Umwandlung in eine Fu├čg├Ąngerzone eingestellt. Erste Hochh├Ąuser wurden gebaut: Menglerbau, Schwesternhoch├Ąuser, Studentenwohnheim, Print Media, Science-tower der SRH (neue FH-Heidelberg). Verkehrsbauten beeinflussen das Stadtbild nachdr├╝cklich.

Zur Zeit bem├╝ht sich Heidelberg f├╝r das Gesamtbild von Altstadt und Schloss um den Eintrag ins Weltkulturerbe durch die Unesco .

Geographie

Blick vom Philosophenweg auf die Altstadt mit Schloss, Heiliggeistkirche und Alter Br├╝cke
Blick vom Philosophenweg auf die Altstadt mit Schloss, Heiliggeistkirche und Alter Br├╝cke

Heidelberg liegt zum Teil in der Oberrheinischen Tiefebene ├╝berwiegend am linken Ufer des unteren Neckar, vor dessen Ausfluss aus dem Odenwald (siehe auch Portal:Odenwald ) in einer l├Ąnglich, flussaufw├Ąrts sich zuspitzenden Talsohle , umgrenzt vom K├Ânigstuhl (568 m) und Gaisberg (375 m). Der Neckar flie├čt hier von Ost nach West. Am rechten Neckarufer erhebt sich der Heiligenberg (445 m). Der Neckar m├╝ndet etwa 22 km nordwestlich, gemessen vom Ende der Talsohle, in den Rhein. Die im 20 Jahrhundert eingemeindeten Orte reichen ├╝ber das Neckartal in die Bergstra├če hinein, die von Wiesloch im S├╝den ├╝ber Heidelberg bis nach Darmstadt in Hessen f├╝hrt.

Flora und Fauna

Da Heidelberg in einer der w├Ąrmsten Regionen Deutschlands liegt, gedeihen hier f├╝r mitteleurop├Ąische Verh├Ąltnisse einige Besonderheiten, wie etwa Mandel- und Feigenb├Ąume , oder auch ein ├ľlbaum im Freiland (Gaisbergstra├če). Der Balkon der Stadt mit vielen exotischen Gew├Ąchsen ist der Philosophenweg gegen├╝ber der Altstadt. Dort wurde 2000 auch wieder erfolgreich mit dem Weinanbau begonnen.

Au├čerdem gibt es in Heidelberg eine der vitalsten freilebenden Populationen des Halsbandsittichs am R├Âmerkreis sowie eine einzigartige freilebende Population der bestandgef├Ąhrdeten Schwanengans , die man vor allem auf der Neckarinsel vor Bergheim und auf den Neckarwiesen antreffen kann.

Heidelberg liegt im Verlaufe des Europ├Ąischen Fernwanderweges (Mittel schweden - Silkeborg Umbrien ).

Verwaltungsstrukturen, Region

Heidelberg ist Sitz des Landratsamtes des Rhein-Neckar-Kreis innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald. Die Stadt selbst ist kreisfrei innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe. Heidelberg geh├Ârt zum Verdichtungsraum Rhein-Neckar , der neben Teilen von S├╝d-Hessen und der Vorderpfalz in Rheinland-Pfalz, in Baden-W├╝rttemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und s├╝dlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst und bildet mit einer gro├čen Anzahl von weiteren Kommunen den als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum. 2005 wurde das Rhein-Neckar-Dreieck europ├Ąische Metropolregion .

Innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald bildet Heidelberg neben Mannheim ein Oberzentrum , von denen f├╝r ganz Baden-W├╝rttemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Heidelberg ├╝bernimmt f├╝r die umliegenden Gemeinden Bammental, Dossenheim, Eppelheim , Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Leimen, Neckargem├╝nd, Nu├čloch, Sandhausen, Sch├Ânau , Schriesheim, Wiesenbach und Wilhelmsfeld auch die Funktion eines Mittelbereichs im Rahmen der Verwaltungsstrukturen des Landes.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen direkt an die Stadt Heidelberg. Sie werden im Uhrzeigersinn , beginnend n├Ârdlich vom Neckar, genannt und geh├Âren fast alle zum Rhein-Neckar-Kreis: Dossenheim, Schriesheim, Wilhelmsfeld, Sch├Ânau , Neckargem├╝nd, Bammental, Gaiberg, Leimen, Sandhausen, Oftersheim, Plankstadt, Eppelheim , Mannheim (kreisfreie Stadt) und Edingen-Neckarhausen.

Stadtgliederung und Eingemeindungen

Stadtteile Heidelbergs
Stadtteile Heidelbergs

Die Stadt Heidelberg ist in 14 Stadtteile gegliedert, die meist einen eigenen Bezirksbeirat haben, der zu wichtigen den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu h├Âren ist. Die endg├╝ltige Entscheidung ├╝ber eine Ma├čnahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Heidelberg.

Innenstadt

Der ├Ąlteste Stadtteil Heidelbergs ist die Altstadt. Er befindet sich auf der S├╝dseite des Neckars und beinhaltet den historischen Kern der Stadt. Die meisten Sehensw├╝rdigkeiten Heidelbergs, wie das Heidelberger Schloss, befinden sich in der Altstadt. Wegen ihres reichen kulturellen Erbes bewarb sich Heidelberg 2004 um eine Anerkennung der Altstadt als Weltkulturerbe der UNESCO . Ebenfalls zu diesem Stadtteil geh├Âren die weiter au├čerhalb gelegenen Gebiete Vorstadt , die Molkenkur , der Kohlhof sowie der Speyerer Hof .

Der andere Heidelberger Stadtteil, der zusammen mit der Altstadt die Innenstadt bildet, ist das westlich der Altstadt gelegene Bergheim. Das ehemalige Dorf Bergheim ist interessanterweise ├Ąlter als die Altstadt. ├ťberreste menschlicher Besiedlung lassen sich bis in die fr├╝he Steinzeit zur├╝ckverfolgen. Bergheim wurde 769 erstmals im Lorscher Kodex urkundlich erw├Ąhnt. 1392 wurde das Dorf Bergheim aufgel├Âst und die Bewohner in die schnell wachsende Residenzstadt Heidelberg zwangsumgesiedelt.

Zentrum

Unmittelbar s├╝dwestlich der Heidelberger Innenstadt befindet sich die Weststadt, die im S├╝den in die S├╝dstadt ├╝bergeht. Diese Stadtteile entstanden durch das rasche Bev├Âlkerungswachstums Heidelberg w├Ąhrend der Industrialisierung sowie nach dem 2. Weltkriegs. In der S├╝dstadt befindet sich der Heidelberger Bergfriedhof, auf dem zahlreiche ber├╝hmte Pers├Ânlichkeiten beigesetzt sind. Besonders erw├Ąhnenswert ist weiterhin das Mark-Twain-Village der S├╝dstadt, in dem US Soldaten mit ihren Angeh├Ârigen wohnen. In naher Zukunft werden die West- und S├╝dstadt wohl weiter expandieren: Der sich zur Zeit in Gr├╝ndung befindende Stadtteil Bahnstadt schlie├čt sich im S├╝den an diese beiden Stadtteile an.

Ehemals selbst├Ąndige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heidelberg eingegliedert wurden
Jahr Orte Zuwachs in ha
1891 Neuenheim 497
1903 Handschuhsheim 1.546
1920 Wieblingen 966
1920 Kirchheim 1.375
1927 Rohrbach 1.140
1920/35 Grenzhof 445
1. Januar 1975 Ziegelhausen 1.475

S├╝den

Weiter s├╝dlich liegt der Stadtteil Rohrbach mit dem Hasenleiser und dem Bierhelder Hof . Nach S├╝dosten wird Heidelberg durch die beiden noch jungen Stadtteile Boxberg und Emmertsgrund abgeschlossen.

Westen

Der gr├Â├čte und am schnellsten wachsende Stadtteil Heidelbergs ist Kirchheim. Kirchheim bildet den s├╝dwestlichen Teil Heidelbergs und wurde 1920 eingemeindet. Ebenfalls zu Kirchheim gerechnet werden der Kirchheimer Hof , das Patrick-Henry-Village (eine 1947 gegr├╝ndete Siedlung der US-Army), der Pleikartsf├Ârster Hof sowie Neurott .

Am westlichen Rand von Heidelberg befindet sich der Pfaffengrund. Er l├Ąsst sich in ein n├Ârdlich gelegenes Industriegebiet und ein Wohngebiet im S├╝den aufteilen. Der Name Pfaffengrund leitet sich von von dem mittelalterlichen Flurnamen ab, die Gegend selbst wurde bis 1920 als Ackerland verwendet.

Weiter n├Ârdlich liegt Wieblingen mit dem Grenzhof und dem Ochsenkopf . Ebenso wie Kirchheim und der Pfaffengrund wurde Wieblingen 1920 ein Stadtteil Heidelbergs. Urkundklich erw├Ąhnt wurde Wieblingen erstmals im Lorscher Kodex im Jahr 767 .

Norden

Gegen├╝ber der Innenstadt, auf dem n├Ârdlichen Ufer des Neckars, liegt der Stadtteil Neuenheim. Die Entwicklung Neuenheims begann bereits in der vorr├Âmischen Zeit; im Jahre 1891 wurde es eingemeindet. Es ist der erste Stadtteil Heidelbergs, der durch Eingemeindung einer bereits bestehenden Siedlung Teil des Stadtgebiets wurde. Besonders erw├Ąhnenswert ist das Neuenheimer Feld , in dem sich der neue Campus der Ruprecht-Karls-Universit├Ąt befindet.

Weiter n├Ârdlich liegt Handschuhsheim, welches wenige Jahre nach Neuenheim, im Jahre 1903 , eingemeindet wurde. Der Name Handschuhsheim geht vermutlich auf einen Gutsbesitzer im Fr├╝hmittelalter zur├╝ck.

Osten

Im Osten, auf der S├╝dseite des Neckars liegt Schlierbach. Es wurde 1245 erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Die Gegend z├Ąhlt heute zu den gehobenen Wohngegenden Heidelbergs.

Auf der anderen Neckarseite liegt Ziegelhausen mit dem Peterstal. Ziegelhausen wurde einige Jahre vor Schlierbach urkundlich erw├Ąhnt, im Jahre 1220 . Die Gegend wurde vermutlich bereits schon zu r├Âmischer Zeit besiedelt.

Sonstige Gebiete

Zu einigen Stadtteilen geh├Âren noch weitere, kleine, separat gelegene Wohnpl├Ątze und Geh├Âfte. Am Neckar gibt es in Richtung Neckargem├╝nd zwei Campingpl├Ątze.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Heidelberg ├╝berschritt im Zweiten Weltkrieg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro├čstadt wurde. Sie ist eine Stadt mit internationaler Bev├Âlkerung - davon eine der gr├Â├čten US-amerikanischen Gemeinden au├čerhalb Nordamerikas, die allerdings in der Heidelberger Einwohnerstatistik nicht gef├╝hrt wird. Im Juni 2004 z├Ąhlte Heidelberg (ohne Angeh├Ârige der US-Armee und deren Angeh├Ârige) 142.666 Einwohner.

Bis 1870 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Bev├Âlkerungsentwicklung
Bev├Âlkerungsentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand
Jahr Einwohner
um 1439 etwa 5.200
um 1588 etwa 6.300
1717 1.220 Familien
1784 10.754
1810 10.312
1830 13.345
1. Dezember 1871 ┬╣ 19.983
1. Dezember 1890 ┬╣ 31.739
1. Dezember 1900 ┬╣ 43.998
1. Dezember 1910 ┬╣ 56.016
16. Juni 1925 ┬╣ 73.034
Jahr Einwohner
16. Juni 1933 ┬╣ 84.759
17. Mai 1939 ┬╣ 84.273
1946 111.766
13. September 1950 ┬╣ 118.449
6. Juni 1961 ┬╣ 125.300
27. Mai 1970 ┬╣ 129.656
30. Juni 1975 130.000
30. Juni 1980 131.900
30. Juni 1985 133.800
27. Mai 1987 ┬╣ 127.768
30. Juni 1997 130.300

Religionen

Christentum

In Heidelberg wurde schon sehr fr├╝h die Reformation eingef├╝hrt. Anfangs war die Bev├Âlkerung eher Martin Luther zugetan, doch f├╝hrte Kurf├╝rst Ottheinrich 1556 das reformierte Bekenntnis nach Johannes Calvin ein, 1563 entstand der f├╝r alle reformierten Gl├Ąubigen wegweisende ÔÇ×Heidelberger KatechismusÔÇť. ├ťber lange Zeit war Heidelberg somit eine protestantische Stadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt zum Teil rekatholisiert, doch blieb das reformierte beziehungsweise lutherische Bekenntnis vorherrschend. Die katholische F├╝rstenfamilie siedelte zu diesem Zweck ( Gegenreformation ) Jesuiten an. Die Hauptkirche (Heiliggeistkirche) wurde bis 1930 durch eine Mauer zwischen den Konfessionen geteilt.

Allm├Ąhlich machte die katholische Bev├Âlkerung jedoch fast ein Drittel der Gesamtbev├Âlkerung aus.

1821 wurde im Gro├čherzogtum Baden die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgef├╝hrt. Heute geh├Âren die protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche geh├Âren, zum Dekanat Heidelberg innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden .

Die r├Âmisch-katholischen Gemeinden geh├Âren zum Dekanat Heidelberg der Erzdi├Âzese Freiburg .

Judentum

Gegen die j├╝dischen Bewohner der Stadt kam es schon vor der Zeit des Nationalsozialismus gelegentlich, z.B. 1819 zu Ausschreitungen. Mit dem Bergfriedhof wurde auch ein neuer j├╝discher Friedhof angelegt, der auch den Nationalsozialismus ├╝berstanden hat. 1938 wurden die Synagogen und viele Privath├Ąuser zerst├Ârt. Im Rahmen der Wagner-B├╝rckel-Aktion , in der ├╝ber 6000 Juden aus Baden und der Saarpfalz nach Frankreich deportiert wurden, wurden am 22. Oktober 1940 auch 282 Heidelberger Juden in das Internierungslager Gurs verschleppt. Die meisten deportierten Heidelberger wurden danach in Auschwitz ermordet. Seit 1990 gibt es wieder eine Synagoge in der Stadt (einer liberalen Reformgemeinde). Neben der Universit├Ąt und mit ihr verbunden, gibt es eine J├╝dische Hochschule. Sie forscht ├╝ber die Lebensituation j├╝disch gl├Ąubiger Einwohner im Europa der Neuzeit und bildet Rabbiner aus.

Sonstige christliche

Neben diesen Bekenntnissen gibt es eine Vielzahl weiterer Glaubensgemeinschaften bzw. ethisch orientierter Organisationen, z. B. Alt-Katholiken, Baptisten, Br├╝dergemeinde, Freimaurer-Logen, Mormonen, Neuapostolische Kirche.

Politik

Stadtoberh├Ąupter und Gemeinderat

An der Spitze der Stadtverwaltung in Heidelberg stand als herrschaftlicher Beamter ├╝ber lange Zeit der Stadtschulthei├č, der seit 1717 den Titel Stadtdirektor trug. Nach dem ├ťbergang an Baden trug das Stadtoberhaupt zun├Ąchst den Titel Oberb├╝rgermeister, ab 1819 Erster B├╝rgermeister und ab 1875 erneut Oberb├╝rgermeister.

Die B├╝rgermeister von 1701 bis 1884 finden sich auf der Seite Pers├Ânlichkeiten von und zu Heidelberg .

Die Stadtoberh├Ąupter seit 1900 :

  • 1885 - 1913 : Carl Wilckens
  • 1914 - 1928 : Ernst Walz
  • 1928 - April 1945 : Karl Neinhaus
  • April - September 1945: Friedrich Josef Amberger (kommissarisch)
  • 1945 - 1946 : Ernst Walz jun.
  • 1946 - 1952 : Hugo Swart
  • 1952 - 1958 : Karl Neinhaus
  • 1958 - 1966 : Robert Weber
  • 1966 - 1990 : Reinhold Zundel (bis 1980 SPD )
  • 1990 - 2006 : Beate Weber ( SPD )

Die n├Ąchste Oberb├╝rgermeisterwahl, bei der die Amtsinhaberin Beate Weber nicht mehr antreten wird, findet im Herbst 2006 statt.

Der Gemeinderat besteht aus 40 ehrenamtlichen Mitgliedern und dem Oberb├╝rgermeister als Vorsitzenden. Der Rat wird jeweils f├╝r die Dauer von f├╝nf Jahren gew├Ąhlt. Aufgabe des Gemeinderates ist, zusammen mit dem im Rat stimmberechtigten, aber separat gew├Ąhltem Oberb├╝rgermeister ├╝ber alle Angelegenheiten der Stadt zu entscheiden. Der Rat kontrolliert die Stadtverwaltung und ├╝berwacht die Durchsetzung seiner Beschl├╝sse.

Wahlergebnisse der Gemeinderatswahlen
1999 2004 2006 ┬╣
ParteiStimmenSitzeStimmenSitzeSitze
CDU 32,5%1425,9%1110
SPD 22,6%1021,6%910
GAL 14,5%621,4%98
HD'ler13,1%510,6%44
FDP 4,4%26,8%33
FWV 5,1%24,5%23
gen.hd0,5%  3,2%11
Bunte Linke    3,1%11
Andere7,4%12,8%0
Wahlbeteiligung
48,7% 50,5%

┬╣ Zusammensetzung des Gemeinderats nach zwei Fraktionswechseln seit der Wahl 2004.

Sonstige Gremien

Bezirksbeirat

Die Vertretung der 14 Stadtteile und Gemeindebezirke wird durch die Bezirksbeir├Ąte in den Stadtteilen gew├Ąhrleistet. Er soll ein b├╝rgernahes Funktionieren der Stadtverwaltung sicherstellen. Die Mitglieder des jeweiligen Bezirksbeirats dienen als Ansprechpartner f├╝r Probleme direkt vor Ort. Sie werden proportional durch die Fraktionen des Gemeinderats benannt. Sie werden von der Stadtverwaltung bei vielen Fragen informiert und einbezogen, tagt regelm├Ą├čig mindesten dreimal im Jahr. Der Bezirksbeirat hat eine beratende Funktion f├╝r den Gemeinderat der Stadt.

Ausl├Ąnderrat/Migrationsrat

Seit 1989 tagt der Ausl├Ąnderrat/Migrationsrat. Der Ausl├Ąnderrat arbeitet mit allen ausl├Ąndischen und deutsch-ausl├Ąndischen Vereinigungen der Stadt Heidelberg zusammen. Seit 2003 ist er auch f├╝r Migranten zust├Ąndig, was durch sich in der Namenserweiterung widerspiegelt. Der Ausl├Ąnderrat/Migrationsrat vertritt die Interessen ausl├Ąndischer Einwohner gegen├╝ber dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung.

Jugendgemeinderat

Im November 2005 wird zum ersten Mal der Heidelberger Jugendgemeinderat gew├Ąhlt. Er setzt sich aus insgesamt 30 Sch├╝lern Heidelberger Schulen zusammen und wird f├╝r die Dauer von zwei Jahren von allen Heidelberger Sch├╝lern gew├Ąhlt. Mitglieder d├╝rfen zum Wahlzeitpunkt nicht ├Ąlter als 19 Jahren sein. Die Sitze verteilen sich auf die Schultypen wie folgt: 5 Haupt- oder F├Ârdersch├╝ler, 5 Realsch├╝ler, 10 Gymnasiasten sowie 10 Berufssch├╝ler. Der JGR hat beratende Mitglieder im Jugendhilfe-, Kultur-, Sport und Stadtentwicklungsausschuss. Der Jugendgemeinderat l├Âst den bisherigen Jugendrat ab, der 1999 gegr├╝ndet und bislang ausschlie├člich von den Heidelberger Sch├╝lersprecherinnen und -sprechern gew├Ąhlt wurde. Die Initiative zur Weiterentwicklung des Modellprojekts Heidelberger Jugendrat und der Einrichtung eines Jugendgemeinderates ging von den Mitgliedern des Jugendrates selbst aus. Sie strebten damit eine st├Ąrkere Mitarbeit im Gemeinderat und seinen Aussch├╝ssen an.

Dezernate

Die Verwaltung der Stadt ist in Form von vier Dezernaten organisiert, welche f├╝r die Arbeitsbereiche Allgemeine Verwaltung, Bauen und Sport, Soziales, Schule und Kultur und Umwelt und Energie zust├Ąndig sind. Insgesamt 38 ├ämter und Referate sind den Dezernaten zugeordnet. Es wird von jeweils einem/-er B├╝rgermeister/-in geleitet.

Ombudsfrau/-mann

Der inzwischen zweite B├╝rgerbeauftragte ist Hans-Ulrich Tzschaschel. Heidelberg hat als einzige Stadt Deutschlands einen ehrenamtlichen, von der Verwaltung v├Âllig unabh├Ąngigen B├╝rgerbeauftragten ( Ombudsmann ). Der B├╝rgerbeauftragte kann in laufenden Verwaltungsverfahren von der Verwaltung Ausk├╝nfte und Einsicht in Akten und Unterlagen verlangen. In Gerichtsverfahren kann der B├╝rgerbeauftragte nicht eingreifen.

Wappen

Das Wappen der Stadt Heidelberg zeigt in Schwarz auf gr├╝nem Dreiberg schreitend, den rot bewehrten, rot bezungten und rot gekr├Ânten goldenen kurpf├Ąlzischen L├Âwen . Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 von der Stadt angenommen und wird in der heutigen stark stilisierten Form seit 1969 gef├╝hrt. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb.

Der L├Âwe ist das Wappentier der Pfalzgrafen , da Heidelberg lange Residenzstadt der Kurpfalz war. Der Dreiberg spielt wohl auf den Namen der Stadt an und ist insofern ein so genanntes redendes Symbol . Zeitweise war dieser Dreiberg auch nicht im Wappen abgebildet.

Daneben gibt es seit einigen Jahren auch ein modernes Logo f├╝r das st├Ądtische Corporate Design : Im wei├čen Quadrat drei markanten Linien f├╝r Burg, Fluss und Br├╝cke in den Farben Blau und Rot (Entwurf von Erwin Poell).

St├Ądtepartnerschaften

Heidelberg unterh├Ąlt mit folgenden St├Ądten eine St├Ądtepartnerschaft :

  • Montpellier , Frankreich , seit 1961
  • Cambridge , Gro├čbritannien , seit 1965
  • Rehovot , Israel , seit 1983
  • Simferopol , Ukraine , seit 1991
  • Bautzen, Sachsen , seit 1991
  • Kumamoto , Japan , seit 1992

Daneben gibt es in den Stadtteilen und in Vereinen noch einige andere B├Ąnder zu ausl├Ąndischen Orten.

Au├čerdem gibt es in Heidelberg ein Amerika-Haus (DAI, Deutsch-Amerikanisches Institut) und ein Montpellier-Haus in der Altstadt in der Kettengasse (E-Mail). In Montpellier gibt es entsprechend ein Heidelberg-Haus.

Die Stadt als Namenspate

Wegen ihrer historischen Signifikanz dient die Stadt Heidelberg h├Ąufig als Namenspate. So benannte die Lufthansa in ihrer Geschichte bereits vier Flugzeuge nach der Stadt am Neckar: Zuletzt 1990 einen Airbus A320-200 f├╝r 139 Passagiere. Einige Schiffe der Bundesmarine sowie ein ICE -Zug der Deutschen Bahn tragen ebenfalls den Namen Heidelberg.

Wirtschaft und Infrastruktur

Besch├Ąftigte nach Wirtschaftsbereichen

21 % der Besch├Ąftigten arbeiten im produzierenden Gewerbe, 18 % bei Handel, Gastgewerbe, Verkehr und 61 % im Bereich sonstige Dienstleistungen.

Ans├Ąssige Unternehmen

In der Stadt sind mehrere bedeutende Unternehmen ans├Ąssig, u. a. die Heidelberger Druckmaschinen AG (Markenname Heidelberg), die HeidelbergCement (HZAG), der Finanzdienstleister MLP AG, der Wissenschaftsverlag Springer und der Softwaredienstleister SAS Institute. Produzierendes Gewerbe und Dienstleister halten sich dabei die Waage. Als Arbeitgeber von gro├čer Bedeutung sind aber auch der Einzelhandel und das Handwerk. Im Gesundheitssektor sind die Wohlfahrtsverb├Ąnde als Arbeitgeber zu nennen. Der gr├Â├čte Arbeitgeber der Region ist die Universit├Ąt Heidelberg mit einem gro├čen Klinikum.

Verkehr

Durch das westliche Stadtgebiet f├╝hrt die Bundesautobahn A 5 (Frankfurt am Main - Karlsruhe), die im Nordwesten der Stadt die Autobahn A 656 (nach Mannheim) kreuzt. Im S├╝den kreuzt die A 6 von Saarbr├╝cken ├╝ber Mannheim, Heilbronn und N├╝rnberg nach Waidhaus an der deutsch - tschechischen Staatsgrenze .

Ferner durchziehen die Bundesstra├čen B 3 (Frankfurt am Main - Karlsruhe), B 37 Mannheim - Eberbach und B 535 Schwetzingen - Heidelberg die Stadt. Ab 2010 d├╝rfen wegen der Feinstaub -Belastung in Heidelberg nur noch KFZ fahren, die die EURO-2-Norm erf├╝llen.

Heidelberg ist an das Netz der S-Bahn RheinNeckar angeschlossen, die den gesamten Rhein-Neckar-Raum erschlie├čt und Linien bis in die Pfalz und nach S├╝dhessen f├╝hrt. Eine Ankn├╝pfung an das S-Bahn-Netz nach Karlsruhe ist bereits erfolgt.

Im Fernverkehr ist Heidelberg mit den ICE der Linie Stuttgart - K├Âln (L 45, zweist├╝ndlich), Z├╝rich - Frankfurt am Main (L 87, einzelne Z├╝ge) und mit den ICE Stuttgart - Hamburg (L 20, einzelne Z├╝ge)erreichbar, sowie mit ECs/ICs der Linie Salzburg - Frankfurt (L 62, zweist├╝ndlich), Stuttgart - Dortmund (L 60, zweist├╝ndlich) und ICs Karlsruhe - Stralsund (L 26, zweist├╝ndlich)

Den ├Âffentlichen Personennahverkehr ( ├ľPNV ) betreiben mehrere Linien der RNV sowie Buslinien mehrerer Betriebe. Sie alle sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) zu benutzen.

Siehe auch: Nahverkehr in Heidelberg

Medien

In Heidelberg erscheint als Tageszeitung die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ). Sie hat mehrere Lokalausgaben. Die Stadt gibt ein w├Âchentliches Amtsblatt, das Stadtblatt, heraus. Als Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender erscheint heidelberg aktuell.

Heidelberg ist Standort einiger Rundfunk-Sendeanlagen. Neben dem Fernsehturm des SWR auf dem K├Ânigstuhl bei 8┬░ 43' 46" ├Âstlicher L├Ąnge und 49┬░ 24' 16" n├Ârdlicher Breite gibt es auch die direkt benachbarte Sendeanlage der Deutschen Telekom AG und der gegen Erde isolierte, abgespannte Sendemast des AFN im Stadtteil Wieblingen bei 8┬░ 38' 42" ├Âstlicher L├Ąnge und 49┬░ 25' 57" n├Ârdlicher Breite, der zur Verbreitung von AFN-Programmen auf der MW-Frequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,6 MHz dient. Der S├╝ddeutsche Rundfunk (heute S├╝dwestrundfunk) unterhielt lange Jahre ein Regionalstudio, das inzwischen seinen Sitz in Mannheim hat. Ferner gibt es das Rhein-Neckar Fernsehen als lokalen Fernsehsender. Seit Beginn der neunziger Jahre entwickelte sich auch seitens der Studentenschaft reges Interesse, mit eigenen Medien vetreten zu sein. Neben der Studierendenzeitung Ruprecht, sendet auf UKW 105,4 MHz das Campusradio Rhein-Neckar, RadioAktiv . Heidelberger Studenten engagieren sich gemeinsam mit Kommilitonen aus der Nachbarstadt Mannheim, um den Radiobetrieb aufrecht zu erhalten und die Studentenschaft mit Musik und News vom Campus zu versorgen.

Gerichte, Beh├Ârden und Einrichtungen

In Heidelberg gibt es ein Amtsgericht und ein Landgericht , die beide zum OLG -Bezirk Karlsruhe geh├Âren. Ein Arbeitsgericht geh├Ârt zum Landesarbeitsgericht Mannheim.

Als Teil der freiwilligen Gerichtsbarkeit fungiert ein staatliches Notariat .

Die Stadt hat ferner eine Agentur f├╝r Arbeit und ein Finanzamt . Dar├╝ber hinaus ist sie Sitz des Kirchenbezirks Heidelberg der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Heidelberg des Erzbistums Freiburg.

Bildung und Forschung

Universit├Ąt, Hochschulen, Seminar

Siegel der Universit├Ąt Heidelberg

Heidelberg ist weit ├╝ber die Region hinaus bekannt f├╝r seine Bildungseinrichtungen. Die renommierteste von ihnen ist unbestritten die Ruprecht-Karls-Universit├Ąt Heidelberg. Sie wurde 1386 gegr├╝ndet und ist die ├Ąlteste Universit├Ąt auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands . Ihr Campus ist aufgeteilt auf zwei Stadtgebiete sowie mehrere Einzelgeb├Ąude: In zahlreichen historischen Geb├Ąuden in der Altstadt befinden sich die Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Die Naturwissenschaften und Medizin sind zum ├╝berwiegenden Teil auf dem neuen Campus im Neuenheimer Feld angesiedelt.

1904 wurde die P├Ądagogische Hochschule Heidelberg gegr├╝ndet. Nach mehreren Erweiterungen und Umbenennungen wurde sie 1971 schlie├člich eine wissenschaftliche Hochschule mit dem heutigen Namen.

Mit der Hochschule f├╝r Kirchenmusik Heidelberg verf├╝gt Heidelberg ebenfalls ├╝ber ein auf Musik spezialisiertes Institut. Es ├Âffnete seine Tore erstmals 1931 als Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Baden.

1979 wurde die Hochschule f├╝r J├╝dische Studien Heidelberg gegr├╝ndet. Es verf├╝gt ├╝ber 9 Teilbereiche der Religion und Kultur des Judentums .

Erst wenige Jahre alt ist die Fachhochschule Heidelberg. Das private Institut der SRH-Gruppe (Stiftung Rehabilitation Heidelberg) wurde 1992 gegr├╝ndet und ist staatlich anerkannt. Es befindet sich im "Science Tower" im Stadtteil Wieblingen.

Heidelberg hat auch ein Staatliches Seminar f├╝r Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien und Sonderschulen).

Forschung

In Heidelberg gibt es eine Vielzahl von Forschungsinstituten insbesondere f├╝r Biowissenschaften .

Die wichtigste Tr├Ągergesellschaft in der Heidelberger Forschungslandschaft ist die Universit├Ąt Heidelberg . Unter Ihrem Dach befinden sich zahlreiche Institute wie das Biochemie Zentrum Heidelberg (BZH), das Interdisziplin├Ąre Zentrum f├╝r Neurowissenschaften (IZN), das Interdiszipl├Ąre Zentrum f├╝r wissenschaftliches Rechnen (IWR), das S├╝dasien Institut (SAI), das Heidelberg Center for American Studies (HCA), das Heidelberg Center Lateinamerika sowie das Zentrum f├╝r Astronomie Heidelberg (ZAH).

Die wohl bekanntesten Institute sind das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), gegr├╝ndet 1964 und das Zentrum f├╝r Molekulare Biologie Heidelberg (ZMBH), gegr├╝ndet 1983. Beide Institute haben sich der biologischen Grundlagenforschung verschrieben und geh├Âren zu den renomiertesten deutschen Forschungseinrichtugen.

Ebenfalls in Heidelberg ans├Ąssig ist die Zentraleinrichtung des European Molecular Biology Laboratory (EMBL), gegr├╝ndet 1974, Au├čenstellen befinden sich u.a. in Monterotondo (Italien), Hinxton (England), Grenoble (Schweiz) und Hamburg. Es wird von 18 europ├Ąischen Staaten betrieben und geh├Ârt zu den weltweit bekanntesten biologischen Forschungseinrichtungen.

Mit gleich vier Instituten bildet Heidelberg einen regionalen Schwerpunkt der Max-Planck-Gesellschaft. Das Max-Planck-Institut f├╝r ausl├Ąndisches ├Âffentliches Recht und V├Âlkerrecht, das Max-Planck-Institut f├╝r Kernphysik, das Max-Planck-Institut f├╝r Astronomie sowie das Max-Planck-Institut f├╝r medizinische Forschung sind hier angesiedelt.

Weitere Forschungsanstalten sind die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt f├╝r Gartenbau, die Landessternwarte Heidelberg-K├Ânigstuhl, die Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie das European Media Laboratory (EML), ein privates Forschungsinstitut f├╝r angewandte Informatik.

Schulen

Es gibt zahlreiche Grund-, Haupt- und Realschulen (staatlich und privat) sowie Berufs- und Sonderschulen. In Heidelberg finden sich, bedingt durch den gro├čen Akademikeranteil an der Gesamtbev├Âlkerung (der gr├Â├čte Arbeitgeber ist die Universit├Ąt!), eine hohe Zahl von Gymnasien. ├ťber 52 % aller Sch├╝ler der Stadt sind Gymnasiasten.

Schulen besonderer Pr├Ągung sind die Freie Waldorfschule Heidelberg (privat) und die Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH) (staatlich). Die IGH ist eine additive Gesamtschule, die mit zwei weiteren Gesamtschulen im Baden-W├╝rttembergschen Schulgesetz als Schule au├čerordentlicher Pr├Ągung namentliche Erw├Ąhnung findet. An beiden Schulen kann man das Abitur ablegen. Ebenfalls eine besondere Pr├Ągung hat die private Heidelberg International School (HIS) in Wieblingen, die noch im Aufbau von 4. Lebensjahr bis zum Abitur nach der 12. Klasse ist. 2005 war die Klasse 9 erreicht. Die Unterrichtssprache ist Englisch und es wird Schulgeld erhoben. In der N├Ąhe von Heidelberg exisitiert in Heppenheim die freie Odenwaldschule , ein Landerziehungsheim , das als Modellschule seit vielen Jahren von ├╝berregionalem Interesse ist.

Erw├Ąhnenswert ist neben der Volkshochschule auch die Musik- und Singschule der Stadt Heidelberg mit einem interessanten Auff├╝hrungsort, dem Johannes-Brahms-Saal. Au├čerdem gibt es die Hotelfachschule und zahlreiche private berufsbildende Schulen wie das bfw und die F+U-Schulen . Neben diesen Schulen finden sich auch au├čerschulische Bildungseinrichtungen, etwa das Life-Science Lab , ein Sch├╝lerlabor der Helmholtz-Gemeinschaft am Deutschen Krebsforschungszentrum.

Eine Besonderheit in der Bildungslandschaft ist die Akademie f├╝r ├ältere. Dort wird von ├älteren (60 Jahre und ├Ąlter) ein sehr breites Spektrum an Bildungsangebote f├╝r ├ältere gestaltet. Man kann es sich wie eine Art Volkshochschule vorstellen. Neben gro├čen Vortragsveranstaltungen gibt es viele Seminare. Inzwischen blickt die Einrichtung auf ├╝ber 15 Jahre Erfahrung von Integration, Schaffung neuer Netzwerke und einer spannenden Kombination von ehrenamtlichem Engagement und Politikteilhabe zur├╝ck.

Die Liste Heidelberger Schulen bietet eine ├ťbersicht ├╝ber alle Schulen der Stadt Heidelberg.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Sehensw├╝rdigkeiten

Heidelberg ist eine der wenigen deutschen Gro├čst├Ądte mit einer weitgehend erhaltenen barocken Altstadt in mittelalterlichen Proportionen, da diese w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs von Bombardierungen verschont blieb. In der Altstadt, die mit 1,6 km L├Ąnge eine der l├Ąngsten Fu├čg├Ąngerzonen Europas hat, befindet sich auch der Gro├čteil der Sehensw├╝rdigkeiten.

Heidelberger Schloss und Alte Br├╝cke
Heidelberger Schloss und Alte Br├╝cke

Die Wahrzeichen der Stadt

Das Heidelberger Schloss ist das bedeutsamste Wahrzeichen der Stadt und eigentlich eine Ruine - seit seiner Zerst├Ârung wurde es nur teilweise restauriert. Das Schloss ist als ber├╝hmteste Ruine Deutschlands bekannt. Es steht 80 m ├╝ber dem Talgrund am Nordhang des K├Ânigstuhls und dominiert von dort das gesamte Stadtbild. Im Schloss befindet sich auch das Gro├če Fass. Ber├╝hmte Pers├Ânlichkeiten wie Elisabeth Stuart wohnten hier.

Die Alte Br├╝cke ├╝ber den Neckar hei├čt mit korrektem Name eigentlich Carl-Theodor-Br├╝cke. Aufgrund ihres hohen Alters - sie wurde 1248 erstmals urkundlich erw├Ąhnt - hat sich jedoch die Bezeichnung "Alte Br├╝cke" eingeb├╝rgert. Die Br├╝cke wurde Ende des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten gesprengt um die vorr├╝ckenden Alliierten Truppen aufzuhalten. Bereits 1947 war sie jedoch schon vollst├Ąndig rekonstruiert.

Bedeutende Kirchen

Die Heiliggeistkirche ist die bekannteste Kirche Heidelbergs. Sie steht mitten im Zentrum der Stadt, nur unweit des Heidelberger Schlosses. Mit ihrer majest├Ątischen Fassade beherrscht sie zusammen mit dem Schloss die Silhouette der Neckarstadt. Sie diente einst als Aufbewahrungsort der ber├╝hmten Bibliotheca Palatina , doch w├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges wurde die Sammlung von Handschriften und fr├╝hen Drucken von Kurf├╝rst Maximilian I. geraubt und dem Papst als Geschenk ├╝berreicht. Demn├Ąchst soll eine Restauration der Heiliggeistkirche beginnen, bei der unter anderem der Westeingang wieder zum Haupteingang werden soll. Allerdings ist die Heiliggeistkirche nicht die ├Ąlteste Kirche der Heidelberger Altstadt - diese Ehre kommt der Peterskirche zu. Vermutlich wurde die Peterskirche sogar vor der Gr├╝ndung Heidelbergs errichtet. Ihr Alter wird auf etwa 900 Jahre gesch├Ątzt. Im Sp├Ątmittelalter wurde sie zur Universit├Ątskapelle. Sie dient als letzte Ruhest├Ątte f├╝r etwa 150 Professoren und kurf├╝rstliche Hofleute. Unter anderem ist hier auch Marsilius von Inghen begraben, der Gr├╝ndungsrektor der Universit├Ąt Heidelberg . Zum 400. Geburtstag Martin Luthers wurde an der Ostseite 1883 die Luthereiche gepflanzt. Unweit der Heiliggeistkirche und der Peterskirche befindet sich auch die Jesuitenkirche . Sie ist das Wahrzeichen der Gegenreformation in Heidelberg und bildete einst den Mittelpunkt des ehemaligen Jesuitenviertels. Dementsprechend ist die Jesuitenkirche deutlich j├╝nger als die Heiliggeistkirche und die Peterskirche - sie wurde 1749 fertiggestellt.

Siehe auch: Abtei Neuburg, Providenzkirche Heidelberg

Historische Bauwerke

Das Hotel "Zum Ritter"
Das Hotel "Zum Ritter"

Das ├Ąlteste noch erhaltene Geb├Ąude in Heidelberg ist das Hotel "Zum Ritter" . Es wurde 1592 von einer Tuchh├Ąndlerfamilie erbaut. Mit seinem prominenten Standort mitten in der Altstadt gegen├╝ber der Heiliggeistkirche ist es eine der popul├Ąrsten Sehensw├╝rdigkeiten Heidelbergs.

Am ├Âstlichen Rand der Altstadt steht das Karlstor, ein freistehender Torbogen welcher ein Geschenk der B├╝rger Heidelbergs an den Kurf├╝rsten Karl Theodor war. Die Bauarbeiten dauerten sechs Jahre und wurden 1781 abgeschlossen. Das Karlstor ist reich dekoriert, unter anderem befinden sich das Wappen des Kurf├╝rsten sowie Portr├Ąts von ihm und seiner Gemahling auf dem Torbogen.

In der Altstadt befinden sich auch zahlreiche historische Geb├Ąude der Universit├Ąt Heidelberg . Eines der bedeutendsten ist die Universit├Ątsbibliothek. Nicht nur ist die Universit├Ątsbibliothek die zentrale Bibliothek der Universit├Ąt Heidelberg, sie beherbergt dar├╝ber hinaus auch ein Museum mit einer Vielzahl alter Handschriften und Codices welche Teil des enormen Buchbestandes der Universit├Ąt sind. Unter ihnen ragt insbesondere der Codex Manesse heraus, die umfangreichste und ber├╝hmteste deutsche Liederhandschrift des Mittelalters. Die gesamte Bibliothek befindet sich in einem klassizistischen Geb├Ąude aus rotem Sandstein, welches an sich schon eine Besichtigung wert ist.

Siehe auch: Alte Anatomie, Alte Universit├Ąt, Badischer Hof , Friedrichsbau, Gro├čherzogliches Palais , Haus zum Riesen, Heuscheuer , Marstall, Mittermaierhaus , Palais Boisser├ęe , Palais Morass, Rathaus, Sternwarte , Villa Bosch, Wormser Hof

Neuzeitliche Bauwerke

Der Nationalsozialismus und seine Folgen pr├Ągen das Erscheinungsbild der Stadt bis heute durch mehrere Bauwerke. An erster Stelle ist hier die Thingst├Ątte auf dem Heiligenberg zu nennen. Bei der Thingst├Ątte handelt es sich um eine Freilichtb├╝hne im Stil eines griechischen Amphitheaters. Sie wurde vom nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst erbaut und 1935 von Josef Goebbels eingeweiht. Die Thingst├Ątte war vor allem als Propagandaplatform gedacht. Heute dient sie als Freilichtb├╝hne f├╝r kulturelle Auff├╝hrungen aller Art.

Ein weiteres Bauwerk, dessen Entstehung im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus steht, ist die neue Synagoge in der Weststadt. Nachdem die j├╝dischen Gottesh├Ąuser in Heidelberg 1938 von Natonalsozialisten niedergebrannt wurden, gab es bis zur Neugr├╝ndung der j├╝dischen Gemeinde Ende des Krieges 1945 keine festen Gebetsr├Ąume mehr f├╝r j├╝dische B├╝rger. Nach einer Reihe von Umz├╝gen fand die Gemeinde in der 1994 eingeweihten neuen Synagoge ihr heutiges Zuhause.

Bergbahn zum K├Ânigstuhl 1917
Bergbahn zum K├Ânigstuhl 1917

Die Heidelberger Bergbahn f├Ąhrt seit 2005 mit neuen Triebwagen im unteren Teil zur Molkenkur-Aussicht und den historischen Wagen im oberen Streckenabschnitt auf den K├Ânigstuhl. Sie ist eines der beliebtesten Mittel um das Heidelberger Schloss zu erreichen. Die ersten Planungen f├╝r die Bergbahn begannen schon 1873 . Wegen fehlender Geldmittel konnte der erste Streckenabschnitt jedoch erst 1890 er├Âffnet werden. 2004 wurde die obere Bergbahn in das Denkmalbuch des Landes Baden-W├╝rttemberg aufgenommen.

Der Fernsehturm Heidelberg , der Telekom-Fernmeldeturm Heidelberg sowie der Fernmeldeturm der US-Streitkr├Ąfte Heidelberg verdeutlichen, das Heidelberg auch in der Telekommunikation f├╝r die gesamte Region eine wichtige Rolle spielt. Alle drei Sendet├╝rme befinden sich auf dem K├Ânigsstuhl .

Siehe auch: Stadthalle

Historische Orte

Einen der sch├Ânsten Ausblicke auf die idyllische Heidelberger Altstadt hat man vom Philosophenweg. Der Weg f├╝hrt auf den Heiligenberg hinauf, welcher sich auf dem dem Heidelberger Schloss gegen├╝berliegenden Neckarufer befindet. Nach dem eher unscheinbaren Beginn des Weges im Stadtteil Neuenheim erreicht der Besucher schlie├člich das Philosopheng├Ąrtchen. Hier haben bereits schon Dichter wie Joseph von Eichendorff den Ausblick auf Heidelberg genossen und sich zu neuen Werken inspirieren lassen.

Der Bergfriedhof ist eine der romantischsten letzten Ruhest├Ątten Deutschlands. Viele bedeutende Pers├Ânlichkeiten wie der 1. Reichspr├Ąsident Friedrich Ebert oder die Wissenschaftler Carl Bosch und Robert Bunsen liegen hier begraben. Zahlreiche Denkm├Ąler erinnern an die Opfer vergangener Kriege und des Holocaust . Ein Besuch des Bergfriedhofs gleicht einer Reise in die Vergangenheit ganz Deutschlands.

Siehe auch: Karlsplatz , Marktplatz, Synagogenplatz , Universit├Ątsplatz, Valerieweg

Museen

Studentenkarzer
Studenten karzer
  • Antikenmuseum und Abguss-Sammlung des Arch├Ąologischen Instituts
  • Das Deutsche Apothekenmuseum im Heidelberger Schloss
  • Botanischer Garten , der Nachfolger des Hortus palatinus mit einer systematischen Lehrschau , in den Gew├Ąchsh├Ąusern eine breite Sukkulentensammlung und Bereiche, die nach Kontinenten bepflanzt sind.
  • Carl Bosch -Museum
  • Deutsches Verpackungs-Museum
  • Friedrich Ebert -Gedenkst├Ątte
  • Heimatmuseum in Kirchheim. Rohrbach und Ziegelhausen
  • Kurpf├Ąlzisches Museum der Stadt Heidelberg im Palais Morass (1710 ; etwa Mitte der Hauptstra├če; Moderne und Regionalmuseum - mit Windsheimer Riemenschneider -Altar, Emil Nolde Im Hof der Kunstverein)
  • Museum f├╝r sakrale Kunst und Liturgie
  • Museum f├╝r Geologie/Pal├Ąontologie
Autorbild Konrads von Altstetten
Autorbild Konrads von Altstetten
  • Museum Haus Cajeth
  • Die Sammlung Prinzhorn f├╝hrt Ausstellungen und Forschung zu Arbeiten von Patienten psychiatrischer Einrichtungen 1920-1930 durch.
  • Karzer , Studentenmuseum in der Alten Universit├Ąt (R├╝ckseite)
  • Der Codex Manesse eine mittelhochdeutsche Liederhandschrift wird in der Universit├Ątsbibliothek verwahrt. Ein Faksimile wird st├Ąndig dort ausgestellt.
  • Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
  • Gedenkplakette an Jos├ę Protasio Rizal Mercado y Alonzo Realonda, Nationalheld der Philippinen, Bergheimerstr. 5 (ehemals Augenklinik, jetzt DZFA )
  • John Rabe Communication Centre, Ludwig-Krehl-Str.56 (Tel: 47 30 45) ÔÇô der chinesische Buddha
  • Textilsammlung Max Berk (Teil des St├Ądtischen Museums)
  • Universit├Ątsmuseum
  • V├Âlkerkundemuseum v.P.ST
  • Zoologisches Museum und Zoo Heidelberg

Theater

  • Theater der Stadt Heidelberg; (Oper, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater)
  • Freier Theaterverein Heidelberg e.V.
    • betreibt das TiKK - Theater im Kulturhaus Karlstorbahnhof
    • etwa 30 Mitgliedsgruppen mit ├╝ber 100 Schauspielern
  • Romanischer Keller
  • Stephge junges theater Pfaffengrund
  • Taeter-Theater
  • Theatergemeinde Volksb├╝hne Heidelberg e.V.
  • Theaterwerkstatt Heidelberg
  • UnterwegsTheater
  • Zimmertheater Heidelberg

Kino


In Heidelberg gibt es ein Vielzahl an Kinos mit verschiedenen Ausrichtungen. Das Harmonie Lux Kinocenter sowie das Schlosskino - beide in der Heidelberger Altstadt gelegen - haben ein kommerzielles Programm und zeigen vor allem grosse Blockbuster und Hollywood-Produktionen. Eine den Geist Heidelbergs gut veranschaulichende Kuriosit├Ąt ist, dass das Harmonie Lux Kinocenter im historischen Stadthaus der Wormser Bisch├Âfe untergebracht ist.

Das Gloria & Gloriette, die Kamera, das Karlstorkino sowie das Studio Europa bieten ein ├╝berwiegend gehobenes Programm mit vielen k├╝nstlerischen und internationalen Filmen. Das Karlstorkino hat dar├╝ber hinaus regelm├Ą├čig wechselnde Themenschwerpunkte, zu denen fremdsprachige Filme und Dokumentationen gezeigt werden. Besonderse erw├Ąhnenswert ist das j├Ąhrlich in der Gloria & Gloriette stattfindende Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg, w├Ąhrend dem ├╝berwiegend Filme von 'unentdeckten' Regisseuren gezeigt werden.

Orchester und Ch├Âre

  • Philharmonisches Orchester der Stadt Heidelberg
  • Collegium Musicum: Gro├čer Chor, kleiner Chor und Orchester der Universit├Ąt Heidelberg
  • Cappella Palatina Heidelberg; Kirchenmusik an der Jesuitenkirche Heidelberg
  • Heidelberger Motettenchor unter der Leitung von Hans Jochen Braunstein
  • Heidelberger HardChor unter der Leitung von Bernhard Bentgens
  • 1. FC Heidelberg (FC steht f├╝r Frauenchor) unter der Leitung von Bernhard Bentgens
  • Philharmonic Wonder Band - eine Cross-Over-Formation, die Klassiker des Beat und der Neuzeit spielt.
  • Musikfreunde Heidelberg; Orchester unter der Leitung von Ren├ę Schuh
  • Bachchor Heidelberg e.V.; unter der Leitung von Christian Kabitz
  • Mokosan├ę, Afrika-Chor der St├Ądtischen Musik- und Singschule unter der Leitung von Eva Buckman
  • Heidelberger Jazzchor unter der Leitung von Joachim Berenbold
  • Chor der Evangelischen Studierendengemeinde unter der Leitung von Xaver Detzel
  • Heidelberger Sinfoniker * [1]
  • "Die Chornblumen" - Jugendchor der Kreuzkirche Heidelberg-Wieblingen

Senioren- und B├╝rgerzentren

Nach grundlegender Planung bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in zw├Âlf Stadtteilen Senioren- und B├╝rgerzentren eingerichtet. Sie dienen als Ort des Zeitvertreibs genauso wie als Beratungsstelle der Wohlfahrtsverb├Ąnde und der Stadtverwaltung .

Ganz unterschiedliche Programmgestaltung erfolgt durch die ├Ârtlichen ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Die Stadt finanziert nur die Geb├Ąude und einen Teil der hauptamtlichen Mitarbeitenden. Dadurch gibt es fl├Ąchendeckend Anlaufpunkte f├╝r hilfsbed├╝rftige Personen und deren Angeh├Ârige. In einer ├Ąlter werdenden Gesellschaft ein wichtiges Strukturmerkmal st├Ądtischer Sozialarbeit . Vgl. Gerontologie .

Sehensw├╝rdigkeiten im Umland

Schlossgarten Schloss Schwetzingen
Schlossgarten Schloss Schwetzingen

Sehenswert im Umland Heidelbergs sind vor allem die St├Ądte Speyer, Worms, Schwetzingen (insbesondere das Sommerschloss der Kurf├╝rsten mit bemerkenswertem englischen Park), Ladenburg, Bruchsal (mit barockem Schloss, Treppenhaus durch Balthasar Neumann), Mannheim mit der Jugendstilanlage Wasserturm und modernem Technikmuseum, Wiesloch, Eberbach und Erbach .

Ein Erlebnis ist eine Flussfahrt durch das romantische Neckartal in Richtung Heilbronn mit der Feste Dilsberg bei Neckargem├╝nd und vielen weiteren Burgen. Am zweiten Sonntag im August mit dem Schiff nach Koblenz und zur├╝ck zu Rhein in Flammen.

Touristikrouten in der N├Ąhe: Deutsche Weinstra├če(im Westen), Badische Spargelstra├če(nach S├╝dwesten), Kraichgau(nach S├╝dosten), Burgenstra├če(nach Osten) und die Bergstra├če(nach Norden).

F├╝r Bildung sorgt die Spechbacherische Pf├Ąlzisch-Akademie (siehe unter Dialekt). Die Bertha-Benz-Fahrt mit Schnauferln immer in ungeraden Jahren am zweiten Wochenende im August f├Ąhrt durch HD. In Sinsheim Auto- und Technikmuseum (Oldiemuseum).

Sport

Sport hat in Heidelberg einen hohen Stellenwert. Die Stadt unterh├Ąlt seit Jahren ein spezielles Sportf├Ârderprogramm zur Unterst├╝tzung der Vereine. 2006 gab es in Heidelberg 120 Sportvereine, 22 st├Ądtische Sportanlagen und 40 Sport- und Gymnastikhallen. Heidelberg ist au├čerdem eine deutsche Rugby -Hochburg

Einige bedeutende Sportvereine sind:

  • USC Heidelberg, 9 deutsche Basketball -Meisterschaften, zur Zeit 2. Bundesliga
  • TSG Rohrbach , mitgliederst├Ąrkster Sportverein
  • SG Heidelberg-Kirchheim , rangh├Âchster Fu├čballverein
  • SV Nikar Heidelberg , traditionsreicher Schwimmverein mit mehrfachen deutschen Meisterschaften

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Mit seinem idyllischen Erscheinungsbild ist Heidelberg ein popul├Ąrer Ort f├╝r Festlichkeiten aller Art. Die folgenden Veranstaltungen finden regelm├Ą├čig statt:

  • M├Ąrz/April: Heidelberger Fr├╝hling, Musikfestival, Internationaler Ostereiermarkt Heidelberg
  • April: Halbmarathon am letzten Wochenende im April
  • April/Mai: Heidelberger Theatertage
  • Fr├╝hsommer: J├Ąhrliche Verleihung des von der Stadt gestifteten Clemens-Brentano-Preises
  • Mai: Fr├╝hlingsmesse auf dem Messplatz
  • Juli: Theatermarathon an ├Âffentlichen Pl├Ątzen und an den Spielst├Ątten
  • Juli/August: Heidelberger Schlossfestspiele im Schlosshof
  • Juni-September: jeweils am ersten Samstag im Juni und September und am zweiten Samstag im Juli ÔÇô die Heidelberger Schlossbeleuchtung mit Brillantfeuerwerk von der Alten Br├╝cke.
  • September: Heidelberger Herbst in der Altstadt und der ganzen 2 km langen Fu├čg├Ąngerzone
  • Oktober: Herbstmesse
  • Oktober/November: Enjoy Jazz
  • November: Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg
  • November/Dezember: Weihnachtsmarkt in der Altstadt

Heidelberg in der Dichtung

Joseph Viktor von Scheffel verfasste das bekannte Gedicht "Alt-Heidelberg, du feine"
Joseph Viktor von Scheffel verfasste das bekannte Gedicht "Alt-Heidelberg, du feine"

Wohl kaum eine andere deutsche Stadt spielte solch eine dominante Rolle in der Poesie wie Heidelberg. Literarische Gr├Â├čen wie Goethe oder Kurt Tucholsky besch├Ąftigten sich mit Heidelberg in ihren St├╝cken, teils widmeten K├╝nstler komplette Werke der Stadt am Neckar. Zwei der bekanntesten von ihnen sind das Gedicht ÔÇ×Alt-Heidelberg, du feineÔÇť von Joseph Victor von Scheffel , sowie das Operettenlied ÔÇ×Ich hab' mein Herz in Heidelberg verlorenÔÇť, welches 1927 von Friedrich Raimund Vesely komponiert wurde. Weitere Beispiele sind die Ode ÔÇ×Lange lieb ich dich schonÔÇť von Friedrich H├Âlderlin , das ÔÇ×Lied von eines Studenten Ankunft in HeidelbergÔÇť von Clemens Brentano und Wilhelm Meyer-F├Ârsters Theaterst├╝ck ÔÇ×Alt-HeidelbergÔÇť. Und Gottfried Kellers Gedicht auf die ber├╝hmete Heidelberger Alte Br├╝cke d├╝rfte eines der sch├Ânsten Liebesgedichte sein, die ein einzelnes Bauwerk thematisieren.

Zitate aus den erw├Ąhnten und weiteren Liedern und Gedichten mit einem deutlichen und allgemein bekannten Bezug zu Heidelberg sind in einem separaten Artikel ├╝ber Heidelberg in der Dichtung zu finden.

Sprachen, Dialekt

Durch die multikulturelle Zusammensetzung der Bewohner kann man auf der Stra├če viele Sprachen h├Âren. Aber die lokale Mundart ist ÔÇ× Kurpellsisch ÔÇť oder auf Hochdeutsch : der Pf├Ąlzer Dialekt in Kurpf├Ąlzer Auspr├Ągung.

Von Kaiserslautern bis Mosbach wird ein fr├Ąnkischer bzw. rheinfr├Ąnkischer Dialekt in unz├Ąhligen kleinr├Ąumigen Varianten ÔÇ×gebabbeltÔÇť, in der modernen und multikulturellen Stadt Heidelberg allerdings immer weniger. Unvergessen sind Elsbeth Jandas Vortr├Ąge, beispielsweise die Rolle der Liselotte von der Pfalz. Die Eleganz der franz├Âsischen Sprache ist vielleicht noch in der Satzmelodie zu ahnen und manches Lehnwort noch vorhanden.

Pers├Ânlichkeiten

In der Stadt Heidelberg leben, lebten und wirkten viele bekannte Pers├Ânlichkeiten. So ist es nicht ungew├Âhnlich bei einem Bummel durch die Altstadt eine Tafel an einem unscheinbaren Haus zu sehen, welche verk├╝ndet dass hier einst eine ber├╝hmte Pers├Ânlichkeit lebte und arbeitete.

Die bereits geschilderte Rolle Heidelbergs in der Dichtung zeugt von der gro├čen Anziehungskraft der romantischen Neckarstadt auf Dichter und K├╝nstler. Viele ber├╝hmte Poeten wie Clemens Brentano oder Jean Paul lebten zeitweise hier und schrieben ihre Erfahrungen in Gedichten und Theaterst├╝cken nieder.

Die tragende Rolle der Universit├Ąt Heidelberg in der Forschung ist ein weiterer Grund f├╝r die hohe Anzahl bekannter Pers├Ânlichkeiten der Stadt Heidelberg. Viele Nobelpreistr├Ąger wie Georg Wittig (Nobelpreis f├╝r Chemie 1979 ), Walther Bothe (Nobelpreis f├╝r Physik 1954 ) oder Bert Sakmann (Nobelpreis f├╝r Medizin 1991 ) haben hier studiert oder gelehrt. Bahnbrechende Erfindungen wie die Spektroskopie sind in Heidelberg von dort lebenden Gelehrten entwickelt worden.

Die Liste Heidelberger Pers├Ânlichkeiten bietet einen ├ťberblick ├╝ber bekannte Personen, deren Leben mit der Geschichte der Stadt Heidelberg verkn├╝pft ist.

Siehe auch

Literatur

  1. Badisches St├Ądtebuch; Band IV - 2. Teilband aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arb.gem. der historischen Kommissionen St├Ądtetag- St├Ądtebund-Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  2. Das Land Baden-W├╝rttemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B├Ąnden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-W├╝rttemberg; Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe; Stuttgart, 1976, ISBN 3-17-002542-2
  3. Buselmeier, Michael (Hg.). Heidelberg Lesebuch. Stadt-Bilder von 1800 bis heute. Frankfurt a. M.,1986.
  4. Fink, Oliver: Kleine Heidelberger Stadtgeschichte. Regensburg 2005. ISBN 3-7917-1971-8
  5. Heidelberg. Geschichte und Gestalt. Hrsg. von Elmar Mittler. Heidelberg: Universit├Ątsverlag C. Winter, 1996. ISBN 3-9215-2446-6
  6. Heidelberg ... neu entdecken, ISBN 3-8313-1303-2
  7. Scheffel, Joseph Victor von. "Die Burschenschaft und ihre Stellung in der Gegenwart", aus dem Nachlass herausgegeben und eingeleitet von Hansgeorg Schmidt-Bergmann, in: Allmende, eine allemannische Zeitschrift, Bd. 18, 1998. S. 45-52.
  8. Landesvermessungsamt Ba-W├╝: Freizeitkarte Naturpark Neckartal-Odenwald - Mannheim-Heidelberg. F 513. ISBN 3890216064 . Ma├čstab 1:30 000. 2005.
  9. Seeling, Jens. "Heidelberg - Wanderungen durch die Erdgeschichte." Frankfurt, 2005. ISBN 3-938973-00-5 .

Weblinks

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