fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Esslingen am Neckar: 11.02.2006 20:43

Esslingen am Neckar

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen von Esslingen Karte von Esslingen am Neckar in Deutschland, Position von Esslingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Region : Stuttgart
Landkreis : Esslingen
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 44' N, 09┬░ 19' O
48┬░ 44' N, 09┬░ 19' O
Niedrigster Punkt : 241 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 46,43 km┬▓
Einwohner : 92.299 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.988 Einwohner/km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 21,4 %
Postleitzahlen : 73701-73734
(alte PLZ: 7300)
Vorwahl : 0711
Kfz-Kennzeichen : ES
Gemeindeschl├╝ssel : 08 1 16 019
Stadtgliederung: Kernstadt und
23 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2
73728 Esslingen
Website: www.esslingen.de
E-Mail-Adresse: stadt.esslingen@esslingen.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Dr. J├╝rgen Zieger ( SPD )

Esslingen am Neckar (bis 1964 amtlich E├člingen am Neckar) ist eine Stadt etwa 14 km s├╝d├Âstlich der Stadtmitte Stuttgarts am Fluss Neckar. Esslingen ist eine Gro├če Kreisstadt und zugleich die gr├Â├čte Mittelstadt Baden-W├╝rttembergs. Sie ist Sitz und gr├Â├čte Stadt des Landkreises Esslingen. F├╝r die umliegenden Gemeinden bildet Esslingen ein Mittelzentrum .

Esslingen ist Station am baden-w├╝rttembergischen Abschnitt der Deutschen Fachwerkstra├če.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Esslingen - Stadtkirche - Burg
Esslingen - Stadtkirche - Burg
Blick auf den von Schiffen befahrenen Neckar von der Pliensaubr├╝cke in Esslingen
Blick auf den von Schiffen befahrenen Neckar von der Pliensaubr├╝cke in Esslingen
Blick auf die Altstadt und Burg aus der Pliensauvorstadt
Blick auf die Altstadt und Burg aus der Pliensauvorstadt
Blick auf die Altstadt von der Burg aus
Blick auf die Altstadt von der Burg aus
Blick auf den Altstadtkern mit altem und neuen Rathaus und Stadtkirche
Blick auf den Altstadtkern mit altem und neuen Rathaus und Stadtkirche

Esslingen am Neckar liegt an an einer Engstelle des Neckartals s├╝d├Âstlich von Stuttgart. Der Fluss durchquert das Stadtgebiet von S├╝dosten nach Nordwesten, wobei die Altstadt n├Ârdlich davon liegt. Aus der Gemeinde Altbach kommend, ber├╝hrt der Neckar zun├Ąchst den Stadtteil Zell und verl├Ąsst das Stadtgebiet zwischen den Stadtteilen Mettingen und Weil in Richtung Stuttgart. Esslingen am Neckar reicht im Osten in die H├Âhe des Schurwaldes, im S├╝den reichen die Ausl├Ąufer bis zur Filderebene.

Esslingen hat eine Gemarkungsfl├Ąche von 4643 Hektar . Davon bestehen 1193 Hektar aus Wald und 112 Hektar aus Gew├Ąssern. Auf 93 Hektar werden Weinreben angebaut. 1662 Hektar sind bebaute Grundst├╝cke, auf denen die etwa 90.000 Einwohner leben, mit Stra├čen, Pl├Ątzen, Wegen und Eisenbahn . Die Stadt erstreckt sich ├╝ber eine H├Âhenlage von 230 Meter im Neckartal bis 498 Meter im Schurwald.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Esslingen am Neckar, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Kernen im Remstal (Rems-Murr-Kreis), Aichwald, Baltmannsweiler, Plochingen, Altbach, Deizisau, Denkendorf und Ostfildern (alle Landkreis Esslingen) sowie Stuttgart ( Stadtkreis ).

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus folgenden 24 Stadtteilen: Berkheim, Br├╝hl, Hegensberg, Hohenkreuz, Innenstadt, Kennenburg , Kimmichsweiler , Krummenacker , Liebersbronn, Mettingen, Neckarhalde, Oberesslingen, Obertal, Pliensauvorstadt, R├╝dern, Serach, Sankt Bernhardt, Sirnau, Sulzgries, W├Ąldenbronn, Weil, Wiflingshausen , Zell, Zollberg.

Raumplanung

Esslingen ist ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Esslingen geh├Âren noch die St├Ądte und Gemeinden im Norden des Landkreises, im Einzelnen: Aichwald, Altbach, Baltmannsweiler, Deizisau, Denkendorf , Hochdorf, Lichtenwald, Neuhausen auf den Fildern, Ostfildern, Plochingen, Reichenbach an der Fils und Wernau.

Geschichte

├ťberblick

Die ersten menschlichen Siedlungsspuren stammen etwa von 1000 v. Chr. . Zum ersten Mal wurde Esslingen 777 urkundlich erw├Ąhnt, als Abt Fulrad von Saint-Denis die Cella nomine Ezelinga dem Reichskloster Saint Denis bei Paris vermachte.

Vom 13. Jahrhundert bis zum 16. Jahrhundert kam es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen der freien Reichsstadt Esslingen und den W├╝rttembergern. Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg von 1618 bis 1648 kam etwa die H├Ąlfte der Bev├Âlkerung durch Hunger und Seuchen um. Der 6. September 1802 besiegelte das Ende der Unabh├Ąngigkeit Esslingens, als die Stadt im Zuge mehrerer Friedensschl├╝sse von w├╝rttembergischem Milit├Ąr in Besitz genommen wurde.

Der Anfang des 19. Jahrhunderts in Esslingen war gepr├Ągt von der Industrialisierung . In der Stadt wurden eine Handschuhindustrie, die Sektkellerei Kessler, das Esslinger Nahrungsmittelgewerbe, eine Textilindustrie und die Metallindustrie gegr├╝ndet. Am 20. November 1845 fuhr die erste Eisenbahn von Cannstatt nach Esslingen.

1933 wurde der Gemeinderat von Esslingen im Zuge der Gleichschaltung von den Nationalsozialisten aufgel├Âst. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen etwa 47.000 Personen zu. Es entstanden Siedlungen in Oberesslingen und auf dem Zollberg, um die Wohnungsnot zu lindern.

1973 wurde Esslingen am Neckar der Sitz des neuen, um den Landkreis N├╝rtingen erweiterten Landkreises Esslingen.

Esslingen am Neckar hat Stadtt├╝rme aus dem Mittelalter, eine "Burg" (eigentlich die Reste der fr├╝heren Stadtbefestigung mit "Dickem Turm") und eine Altstadt mit Jahrhunderte alten Fachwerk- und Steinh├Ąusern, die von einer wechselhaften Geschichte zeugen.

Die Anf├Ąnge (Urgeschichte)

Durch arch├Ąologische Funde wird eine dauernde Besiedlung im heutigen Stadtgebiet von Esslingen seit der Jungsteinzeit belegt. Von 1000 v. Chr. gibt es unter der heutigen Stadtkirche menschliche Siedlungsspuren. Aus der La-T├Ęne-Zeit ist bei Esslingen eine Viereckschanze bekannt. Litauen Litauen

R├Âmerzeit

Im ersten Jahrhundert nach Christus wurde der Esslinger Raum Teil des R├Âmischen Reichs . In dieser Zeit stand auf dem Gebiet von Oberesslingen ein r├Âmischer Gutshof, die n├Ąchsten gr├Â├čeren Siedlungen waren Cannstatt und K├Ângen ( Grinario ).

V├Âlkerwanderungs- und Merowingerzeit

Aus nachr├Âmischer Zeit fehlen im Neckartal um Esslingen bisher fr├╝halemannische Funde, die auf den Fildern durchaus vorhanden sind. Aus R├╝dern stammen einige Funde, die auf ein reiches Grab mit ├Âstlichen Einfl├╝ssen, wie z.B. einem Satz dreifl├╝geliger Pfeilspitzen hinweisen. Der Ortsname auf -ingen deutet auf einen Personenverband, f├╝r den ein Mann namens Hezzilo oder Hetsilo als Grundherr oder Familienoberhaupt eine pr├Ągende Rolle spielte. Dieser Name blieb zusammen mit -ingen der Name des Dorfes und sp├Ąter auch der Stadt.

Im 6. Jahrhundert wurden die Alemannen von den Merowingern unter K├Ânig Chlodwig I. unterworfen und das Gebiet fiel an die Merowinger. Die Alemannen ├╝bernahmen jedoch auch unter fr├Ąnkischer Oberherrschaft Verwaltungsaufgaben und bildeten ein Herzogtum im Frankenreich. Im 8. Jahrhundert versuchten sie wieder eine selbst├Ąndige Herrschaft herzustellen. Der Versuch scheiterte 746 bei Cannstatt . Mit dem anschlie├čenden Blutgericht wurde das Ende des alemannischen Herzogtums markiert.

In einer forschungsgeschichtlich bedeutenden arch├Ąologischen Grabung konnten durch G├╝nter Fehring die Reste der Vitalis-Cella unter der Kirche St. Dionysius ergraben werden. Siedlungsbelege im Umfeld der Cella reichen bis in die sp├Ąte Merowingerzeit. ├älter sind die Reihengr├Ąberfelder in Oberesslingen und Sirnau . Litauen Litauen

Esslingens urkundliche Best├Ątigung und Aufstieg

Die erste urkundliche Erw├Ąhnung Esslingens stammt aus dem Jahr 777 . Abt Fulrad von Saint-Denis vermachte die "Cella nomine Ezelinga", die er vorher von einem alemannischen Adeligen mit dem Namen Hafti bekommen hatte, zusammen mit den Gebeinen des M├Ąrtyrers Vitalis f├╝r den Fall seines Todes dem merowingischen Reichskloster Saint Denis bei Paris . Das Kloster lie├č nach dem Tod des Abtes ( 784 ) die sterblichen ├ťberreste von Vitalis aus Italien ├╝berf├╝hren. Danach entwickelte sich Esslingen zu einem stark besuchten Pilgerort . Um 800 erh├Ąlt Esslingen das Marktrecht wohl um die Einnahmen des Klosters und die Versorgung der Pilger zu sichern.

Etwa von 950 bis 1050 war Esslingen M├╝nzpr├Ągest├Ątte . Aus dieser Zeit existieren nur wenige Aufzeichnungen. Litauen Litauen

Die Staufer an der Macht

Im 12. Jahrhundert war das Gebiet in der Hand der Staufer . Friedrich I. Barbarossa ├╝bertrug im 1181 seinem Stellvertreter in Esslingen politische und rechtliche Aufgaben die das Umland betrafen und machte sp├Ątestens damit Esslingen zur Reichslandstadt .

1213 schenkte Kaiser Friedrich II. die Esslinger Stadtkirche dem Domkapitel Speyer.

Im 13. Jahrhundert wurde in Esslingen mit dem Bau vieler gro├čer Geb├Ąude begonnen. Kl├Âster wurden gebaut, die Br├╝cke ├╝ber den Neckar stammt aus dieser Zeit und die Kirche St. Vitalis wurde ausgebaut. 1229 wurde in einer Schenkung an das Kloster Salem erstmals das Esslinger Stadtrecht und das Amt des Schulthei├č genannt.

Mit dem Reichtum kam auch die Gegenbewegung der Bettelorden in die Stadt. Unter anderen predigten Dominikaner , Franziskaner und Karmeliter Armut, Bu├če und Sorge um das Seelenheil. Sie erhielten gro├če Schenkungen und Nachl├Ąsse in reichem Ausma├č mit denen sie Kl├Âster und Kirchen errichteten.

Stadtarch├Ąologische Untersuchungen haben zum Aufstieg der Stadt in der Stauferzeit wichtige Quellen erschlossen. Litauen Litauen

Streit mit W├╝rttemberg

1246 k├Ąmpfte Esslingen im Gegensatz zu Graf Ulrich I. von W├╝rttemberg in der Schlacht bei Frankfurt auf der Seite der Staufer. Damit begann ein jahrhundertelanger Streit mit den W├╝rttembergern.

1312 unterwarf sich Stuttgart neben anderen St├Ądten W├╝rttembergs dem Reich und der Stadt Esslingen.

1448 bis 1454 f├╝hrten Zollstreitigkeiten mit Graf Ulrich V. von W├╝rttemberg zum gro├čen St├Ądtekrieg der von den W├╝rttembergern gewonnen wurde.

1473 schlossen Esslingen und die Grafen von W├╝rttemberg einen Vertrag, der die Esslinger von Steuern auf ihre in der Grafschaft gelegenen Besitzt├╝mern befreite. Der Vertrag hatte Bestand bis zum Verlust der Reichsunmittelbarkeit.

Bereits 1472 / 73 , kurz nach dem Tod von Johannes Gutenberg , er├Âffnete Conrad Feyner mit der Esslinger Offizin die erste Druckerei von Esslingen.

1519 fanden die letzten K├Ąmpfe zwischen Esslingen und W├╝rttemberg statt und setzten den politischen Ambitionen der Stadt ein Ende.

Reformation

Der erste evangelische Pfarrer wurde in Esslingen 1526 angestellt. Ab 1531 wurde die freie Predigt zugelassen und der Reformator Ambrosius Blarer eingestellt. 1532 wurde in einem Bildersturm die Innenausstattung der Kirchen zerst├Ârt. 1531 trat Esslingen dem Schmalkaldischen Bund der Protestanten bei. Als der darauf folgende Krieg gegen Karl V. verloren war, musste in der Stadt ab 1548 wieder die Lesung der Messe geduldet werden. 1551 wurden in Esslingen jedoch schon wieder evangelische Gottesdienste abgehalten.

Der Drei├čigj├Ąhrige Krieg

Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg von 1618 bis 1648 kam etwa die H├Ąlfte der Bev├Âlkerung durch Hunger und Seuchen um. Finanziell war die Stadt ausgeblutet. Im Westf├Ąlischen Frieden behielt Esslingen seine Selbst├Ąndigkeit.

Der Pf├Ąlzische Erbfolgekrieg

Bereits 1688 folgte mit dem Pf├Ąlzischen Erbfolgekrieg die n├Ąchste Auseinandersetzung. Die Stadt wurde von Truppen des franz├Âsischen Generals M├ęlac besetzt. Daraufhin verloren die B├╝rger ihren Unternehmungsgeist und der Pietismus bekam gro├čen Zulauf.

Esslingen verliert die Unabh├Ąngigkeit

1701 zerst├Ârte ein Stadtbrand gro├če Teile von Esslingen.

Der 6. September 1802 besiegelte das Ende der Unabh├Ąngigkeit Esslingens, als die Stadt im Zuge mehrerer Friedensschl├╝sse von w├╝rttembergischem Milit├Ąr in Besitz genommen wurde. Am 23. November des gleichen Jahres folgte die Zivilinbesitznahme. Esslingen wurde Sitz eines Oberamts .

Industrialisierung

Der Anfang des 19. Jahrhunderts in Esslingen war gepr├Ągt von der Industrialisierung . In der Stadt wurden eine Handschuhindustrie , die Sektkellerei Kessler, das Esslinger Nahrungsmittelgewerbe , eine Textilindustrie und die Metallindustrie gegr├╝ndet.

Bei Beginn des Eisenbahnbaus in W├╝rttemberg wurde Esslingen Endstation des ersten Bauprojekts, der Zentralbahn Ludwigsburg - Stuttgart - Esslingen. Der erste Zug erreichte Esslingen (von Cannstatt aus) am 20. November 1845 . Der Esslinger Zweig der Zentralbahn wurde wenig sp├Ąter in Richtung Ulm ausgebaut, wobei das erste Teilst├╝ck Esslingen - Plochingen am 14. Dezember 1846 eingeweiht wurde. Der Ausbau der Eisenbahn durch das K├Ânigreich W├╝rttemberg f├╝hrte zur Gr├╝ndung der Maschinenfabrik Esslingen .

Durch die Industrialisierung ver├Ąnderte sich Mitte des 19. Jahrhunderts das Verh├Ąltnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer . Die Gegens├Ątze wurden st├Ąrker und f├╝hrten 1848 w├Ąhrend der M├Ąrzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes zur Gr├╝ndung des ersten Arbeitervereins in Esslingen durch August Hochberger.

1865 entstand am linken Neckarufer die Pliensauvorstadt.

1869 wurde in Esslingen der erste gewerkschaftliche Verband der Textilarbeiter in W├╝rttemberg gegr├╝ndet. Die Stadt wurde bis zum Ersten Weltkrieg Hochburg der w├╝rttembergischen Arbeiterbewegung.

1894 wurde das erste Arbeitsamt Deutschlands in Esslingen gebaut.

Nach dem Ersten Weltkrieg

Am 9. November 1918 kam es zu Demonstrationen der Arbeiter. Es wurde ein Arbeiter- und Soldatenrat gew├Ąhlt. 1919 ├╝bernahmen kommunistische Arbeiter die Stadt. Ein Milit├Ąreinsatz der Stuttgarter Regierung kostete 16 Menschenleben und erzwang die R├╝ckkehr zur Ruhe.

1922 bildete sich in Esslingen bereits eine Ortsgruppe der NSDAP .

Vor dem Zweiten Weltkrieg

1933 wurde der Gemeinderat von Esslingen im Zuge der Gleichschaltung von den Nationalsozialisten aufgel├Âst. 1935 wurde Esslingen am Neckar aufgrund der Deutschen Gemeindeordnung zum "Stadtkeis" erkl├Ąrt.

1938 wurde im Zuge der Verwaltungsreform das bisherige Oberamt Esslingen in den Landkreis Esslingen ├╝berf├╝hrt und um einige Gebiete vergr├Â├čert. Vor allem kamen einige Gemeinden auf den Fildern (bisher Amtsoberamt Stuttgart) und im Schurwald (bisher Oberamt Schorndorf ) zum Kreisgebiet.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge im Hepp├Ącher gesch├Ąndet. J├╝dische Mitb├╝rger wurden zur Vernichtung in den Osten deportiert.

1. Januar 1939 . Der St├Ądtische Verkehrsbetrieb Esslingen, ein Eigenbetrieb nach Paragraph 103 der Gemeindeordnung, wird auf Rechnung der Stadt Esslingen gef├╝hrt.

Nachkriegszeit - Esslingen w├Ąchst

Am 22. April 1945 wurde Esslingen von US-amerikanischen Soldaten besetzt. Die Stadt hat den Zweiten Weltkrieg ohne gr├Â├čere Sch├Ąden ├╝berstanden.

Esslingen wurde nach der neuen Gemeindeordnung zur "unmittelbaren Kreisstadt" erkl├Ąrt.

Bis 1947 zogen etwa 47.000 Personen in die Stadt zu. Durch Siedlungen in Oberesslingen und auf dem Zollberg wurde die Wohnungsnot gemildert. In Oberesslingen, Sirnau und Zell entstanden neue Industriegebiete. So wurde das starke Wachstum der Stadt erm├Âglicht.

Da die Stadt bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts mehr als 20.000 Einwohner hatte und auch "unmittelbare Kreisstadt" war, wurde Esslingen am Neckar mit Inkrafttreten der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Gro├čen Kreisstadt erkl├Ąrt.

Als die Arbeitsnachfrage in den 60er und 70er Jahren gro├č war, wurden viele s├╝deurop├Ąische Arbeitnehmer nach Esslingen geholt.

Die Neckarbr├╝cken Esslingens und die Ringstra├čen Ost und Nord wurden in den 60er Jahren gebaut.

Am 1. Januar 1973 wurde Esslingen am Neckar Sitz des vor allem um das Gebiet des bisherigen Landkreises N├╝rtingen vergr├Â├čerten Landkreises Esslingen.

Am 1. Mai 1974 wurde Berkheim eingemeindet. Zuvor hatten B├╝rgermeister Wilhelm Deuschle (Berkheim) und Oberb├╝rgermeister Eberhard Klapproth (Esslingen) den Eingliederungsvertrag unterzeichnet. Damit wurde auch die so genannte unechte Teilortswahl eingef├╝hrt, womit gew├Ąhrleistet wurde, dass immer eine festgelegte Anzahl Berkheimer in den Esslinger Gemeinderat einzog. Im Vertrag wurde auch aufgenommen, dass im Rathaus von Berkheim eine eigene Ortsverwaltung erhalten bleibt.

Am 1. Juli 1974 wurde Zell eingemeindet, wobei sich der Vertrag am Berkheimer Modell orientierte. Esslingen war nach dem Krieg unter den gr├Â├čeren schw├Ąbischen St├Ądten die Stadt mit dem h├Âchsten KPD-Anteil. Auch nach dem Verbot der KPD 1956 war Esslingen Ort intensiver linker T├Ątigkeit.

Esslingen heute

1978 fand in Esslingen zum ersten Mal ein Weihnachtsmarkt statt. 1979 fanden in Esslingen die Heimattage Baden-W├╝rttemberg statt.

1995 stiftete Esslingen den Theodor-Haecker-Preis f├╝r politischen Mut und Aufrichtigkeit.

1997 - Der Esslinger Weihnachtsmarkt ist zum ersten Mal auch Mittelaltermarkt.

Mai 2002 - Als eine der ersten Stadtverwaltungen hat Esslingen einen barrierefreien Internetauftritt .

14. September 2002 . Die Esslinger Bahnhofstra├če wird zur Fu├čg├Ąngerzone und zieht mit Caf├ęs, gro├čen Einkaufszentren, mehreren Lokalen und kleinen L├Ąden Leute aus der ganzen Region an.

15. September 2005 . Das neue Kultur- und Kongresszentrum Neckar Forum mit Hotel wird mit einem Festakt mit Ansprache des Ministerpr├Ąsidenten G├╝nther ├ľttinger er├Âffnet.

Einwohnerentwicklung

Es folgt eine ├ťbersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1867 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Grafik: Bev├Âlkerungsentwicklung seit 1803
Grafik: Bev├Âlkerungsentwicklung seit 1803
Jahr Einwohner
um 1500 ca. 6.000
1803 7.160
1822 8.079
1843 12.094
1861 15.059
1864 15.600
1867 16.600
1. Dezember 1871 ┬╣ 17.941
1. Dezember 1875 ┬╣ 19.600
1. Dezember 1880 ┬╣ 20.758
1. Dezember 1885 ┬╣ 20.865
1. Dezember 1890 ┬╣ 22.234
2. Dezember 1895 ┬╣ 24.000
1. Dezember 1900 ┬╣ 27.325
1. Dezember 1910 ┬╣ 32.216
Jahr Einwohner
1. Dezember 1919 ┬╣ 37.800
16. Juni 1925 ┬╣ 40.562
16. Juni 1933 ┬╣ 43.089
17. Mai 1939 ┬╣ 49.377
13. September 1950 ┬╣ 70.633
6. Juni 1961 ┬╣ 83.236
27. Mai 1970 ┬╣ 87.418
31. Dezember 1975 95.298
30. Juni 1980 90.835
25. Mai 1987 ┬╣ 90.557
31. Dezember 1990 91.685
31. Dezember 1995 90.029
31. Dezember 2000 90.007
1. Juli 2005 92.261

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Eingemeindungen

Viele der heutigen 24 Stadtteile Esslingens geh├Âren schon seit dem 14. Jahrhundert als Filialort zum Stadtgebiet Esslingen, teilweise hatte die Orte jedoch einen eigenen Unter schulthei├č . Lediglich folgende Orte bzw. Gemarkungen wurden im 20. Jahrhundert in die Stadt eingemeindet :

  • 1913 : Oberesslingen und Oberhof
  • 1914 : Hegensberg (bis 1844 zu Oberesslingen geh├Ârig, dann selbst├Ąndige Gemeinde) und Kimmichsweiler
  • 1923 : Br├╝hl (von Stuttgart-Obert├╝rkheim)
  • 1929 : Sirnau (von der Gemeinde Deizisau erworben)
  • 1935 : Weil
  • 1974 : Zell am Neckar und Berkheim

Die Konfessionen

Frauenkirche
Frauenkirche
M├╝nster St. Paul und Kielmeyerhaus
M├╝nster St. Paul und Kielmeyerhaus

Hauptartikel siehe Religionen in Esslingen.

Etwa 39 % (35.100) der Einwohner Esslingens sind evangelisch und rund 27 % (24.300) katholisch. Daneben gibt es unter anderem auch eine griechisch-orthodoxe Gemeinde, Moslems, Juden und viele weitere Gemeinden in der Stadt. Esslingen hat traditionell Pr├Ąsenzen vieler bibeltreuer Bewegungen wie Christadelphia . Als Esslingen im Jahr 777 zum ersten Mal erw├Ąhnt wurde, geh├Ârte die Stadt dem Abt Fulrad von Saint-Denis. Sp├Ąter kamen Bettelorden in die Stadt. Unter anderen predigten Dominikaner , Franziskaner und Karmeliter in Esslingen.

Der erste evangelische Pfarrer wurde in Esslingen 1526 angestellt. Ab 1531 wurde die freie Predigt zugelassen und der Reformator Ambrosius Blarer eingestellt. 1532 wurde in einem Bildersturm die Innenausstattung der Kirchen zerst├Ârt.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1933 wurde die Synagoge im Hepp├Ącher gesch├Ąndet. J├╝dische Mitb├╝rger wurden zur Vernichtung in den Osten deportiert.

Nach mehrj├Ąhrigen Verhandlungen wurde 2004 der Bau einer Moschee genehmigt.

Politik

B├╝rgermeister

An der Spitze der Reichsstadt Esslingen standen teilweise mehrere B├╝rgermeister und der Rat. Die Mitgliederzahl ver├Ąnderte sich mehrmals. Ab 1748 gab es nur noch 2 B├╝rgermeister. In w├╝rttembergischer Zeit trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschulthei├č", seit 1930 B├╝rgermeister und mit der Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt am 1. April 1956 lautet die Amtsbezeichnung Oberb├╝rgermeister . Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gew├Ąhlt (n├Ąchste Wahl 2006 ). Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seit 1. M├Ąrz 1998 hat der Architekt, Stadtplaner, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Dr. J├╝rgen Zieger (SPD) das Amt des Oberb├╝rgermeisters inne und leitet somit die allgemeine Verwaltung (Dezernat I).

Vom Gemeinderat werden drei Beigeordnete als allgemeine Stellvertreter des Oberb├╝rgermeisters gew├Ąhlt. Diese sind im Augenblick als Erster B├╝rgermeister Wilfried Wallbrecht, der den technischen Bereich (Dezernat II) leitet, B├╝rgermeister Bertram Schiebel in der Finanzverwaltung (Dezernat III) und B├╝rgermeister Dr. Markus Raab f├╝r das Ordnungs-, Sozial-, Kultur- und Schulwesen (Dezernat IV).

Stadtoberh├Ąupter von Esslingen seit 1803

  • 1803 - 1833 : Eberhard Friedrich Honold
  • 1833 - 1848 : Erhard Conrad Friedrich Weinland
  • 1848 - 1873 : Amand Erhard von Marchtaler
  • 1873 - 1877 : Robert Fleischhauer
  • 1877 - 1888 : Friedrich Nick
  • 1889 : August Wei├č
  • 1889 - 1892 : Karl Schaller
  • 1892 - 1929 : Max von M├╝lberger
  • 1929 - 1930 : Karl Mayer, Amtsverweser
  • 1930 - 1933 : Dr. Ingo Lang von Langen
  • 1933 - 1945 : Dr. Alfred Klaiber
  • 1945 : Dr. Emil Mackh
  • 1945 - 1948 : Dr. Fritz Landenberger
  • 1948 - 1966 : Dr. Dieter Roser
  • 1966 - 1989 : Eberhard Klapproth
  • 1990 - 1998 : Ulrich Bauer
  • 1998 -heute: Dr. J├╝rgen Zieger (SPD)

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 40 Sitze. Die CDU ist seit 2004 mit 13 Sitzen die st├Ąrkste Partei.

  • Folgende Kandidaten der CDU wurden gew├Ąhlt: Dr. Carl-Eberhard Klapproth, Markus Gr├╝bel, Otto Rapp, Ursula Merkle, Gerhard Deffner, Gerd Mo├čler, Regina Hemminger, Dr. J├Ârn Lingnau, Edward-Errol Jaffke, Ernst Mauz, Thomas Ocker, Dr. Dietgard Walter-Fischer und Heinz Entenmann.
  • Die SPD hat elf Sitze, f├╝r die folgende Personen gew├Ąhlt wurden: Wolfgang Drexler, Andreas Koch, Otto Blumenstock, Klaus Hummel, Richard Kramartschik, Christa M├╝ller, Elke Beaussencourt-Hirsch, Otto Dieringer, Giesela Arnold-Sch├Ąfer, Heidi B├Ąr, Rafael Pasquet
  • FUW acht Sitze: Dr. Dieter Deutschle, Sigrid Beh, J├╝rgen Merz, Brigitte Nann, J├Ârg Zoller, Friedrich Rapp, Wilhelm Berner und Bernhard Heubach.
  • GR├ťNE f├╝nf Sitze: Carmen Tittel, Clarissa De Ponte, Alexander Englmann, Petra Schaback und Markus Hanselmann.
  • REP einen Sitz: Dr. Sigrid D├Ârflinger
  • FDP einen Sitz: Ulrich Fehrlen
  • Fortschrittlich-├ťberparteilich-Rege F├ťR Esslingen einen Sitz: Hans-Georg Pabst

Wahlen 2004

Stimmzettel f├╝r die Wahlen 2004
Stimmzettel 2004
Wahlergebnisse der Gemeinderatswahlen
24. Oktober 1999 13. Juni 2004
Partei 1999 Sitze Partei 2004 Sitze
CDU 34,0 % 15 CDU 31,5 % 13
SPD 31,8 % 14 SPD 25,7 % 11
FUW 17,1 % 7 FUW 18,4 % 8
GR├ťNE 9,6 % 4 GR├ťNE 13,7 % 5
REP 4,8 % 2 REP 4,5 % 1
FDP 2,7 % 1 FDP 3,7 % 1
      F├ťR Esslingen 2,63 % 1
Wahlbeteiligung
49,03 % 49,44 %

Die letzte Wahl zum Gemeinderat (lila Stimmzettel ) fand gleichzeitig mit der Europawahl 2004 (grauer Stimmzettel), der Wahl des Kreistages des Landkreises Esslingen (gr├╝ner Stimmzettel) und der Wahl der Regionalversammlung (orangefarbener Stimmzettel) am 13. Juni 2004 statt. In den Stadtteilen Zell und Berkheim konnte zum letzten Mal auch der Ortschaftsrat gew├Ąhlt werden.

Der Esslinger Gemeinderat hat 40 Sitze. Deshalb hatte jeder Wahlberechtigte 40 Stimmen. Zur Wahl standen folgende 7 Parteien (Personenzahl): CDU (40), SPD (40), FW (40), REP (21), FDP (30), GR├ťNE (40), F├╝r Esslingen (36).

Nach 1999 durften sich zum zweiten Mal auch rund 6.200 nichtdeutsche EU -B├╝rger(innen) in Esslingen am Neckar an den Gemeinderats- und Kreistagswahlen beteiligen. Zum ersten Mal waren auch die B├╝rger(innen) aus den 10 neuen Mitgliedsstaaten der Europ├Ąischen Union Estland , Lettland , Litauen , Malta , Polen , Slowakei , Slowenien , Tschechien , Ungarn und Zypern dabei.

Im Bundestag wird Esslingen als Teil des Wahlkreises Esslingen von Markus Gr├╝bel , Karin Roth und Dr. Antje Vogel-Sperl vertreten.

Wappen

Das Wappen der Stadt Esslingen am Neckar zeigt in Gold einen rot bewehrten, schwarzen Adler mit einem von Gr├╝n und Rot gespaltenen Brustschild, darin die schwarzen Gro├čbuchstaben C und E.

Das Wappentier ist der reichsst├Ądtische Adler . Die Buchstaben CE stehen f├╝r "Civitas Esslingensis". Das Siegel mit dem Wappen wurde erstmals 1219 erw├Ąhnt. Der fr├╝heste noch erhaltene Siegelabdruck ist aus dem Jahr 1232 . Nachdem anfangs nur ein Adler abgebildet war, wurde sp├Ąter zur Unterscheidung von anderen Reichsst├Ądten der Brustschild hinzugef├╝gt. Dessen Farben sind der Tracht der Stadtmiliz entnommen, wie sie seit dem 15. Jahrhundert getragen wurde, wobei diese anf├Ąnglich gr├╝n-braun waren. Aus dem Wappen leiten sich auch die Stadtfarben von Esslingen gr├╝n und rot ab. Die Stadtflagge wurde 1601 festgelegt. Die Buchstaben im Brustschild wurden erst im 17. Jahrhundert aufgenommen.

├ťber das Dienstsiegel hinaus wird der Adler insbesondere auf amtlichen Bekanntmachungen, Stellenausschreibungen, st├Ądtischen Fahnen , Urkunden oder als Abzeichen auf Uniformen (beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehr Esslingen oder dem gemeindlichen Vollzugsdienst) verwendet. Dar├╝ber hinaus werden der Adler und das Logo der Stadt bei st├Ądtischen Druckerzeugnissen und Ver├Âffentlichungen gemeinsam verwendet. Auf st├Ądtischem Gesch├Ąftspapier ist der Adler mit einer Helligkeit von 10 Prozent gro├čformatig hinterlegt.

St├Ądtepartnerschaften

Esslingen am Neckar hat im Augenblick ( Januar 2004 ) 10 Partnerst├Ądte:

  • Eger im Komitat Heves in Nordungarn etwa 130 km nord├Âstlich von Budapest seit 1991
  • Molodetschno - in Wei├črussland seit 1987
  • Neath and Port Talbot County Council in Wales in Gro├čbritannien seit 1958
  • Norrk├Âping in Schweden 170 km s├╝dlich von Stockholm seit 1964
  • Piotrk├│w Trybunalski in der Mitte von Polen seit 1992
  • Schiedam in den Niederlanden sechs Kilometer westlich von Rotterdam seit 1964
  • Sheboygan in Wisconsin 18 km von Milwaukee in den USA seit 1967
  • Udine in Friaul in Italien seit 1959
  • Velenje in Slowenien seit 1970
  • Vienne in Is├Ęre in Frankreich 30 km s├╝dlich von Lyon seit 1958

1971 erhielt Esslingen die Ehrenfahne des Europarates .

Am 7. Januar 2004 erhielt Esslingen die Ehrenplakette des Europarates f├╝r herausragende Leistungen zur F├Ârderung des europ├Ąischen Gedankens im Zusammenhang mit den zehn St├Ądtepartnerschaften. Sie wurde auf dem Neujahrsempfang dem Oberb├╝rgermeister Dr. J├╝rgen Zieger stellvertretend f├╝r die gesamte Esslinger B├╝rgerschaft ├╝berreicht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Unternehmen der Stadt sind haupts├Ąchlich in den Branchen Dienstleistungen, Elektroindustrie, Fahrzeugbau, Maschinenbau, Medien und Verlage und Pneumatik t├Ątig und stellen in Esslingen etwa 56.000 Arbeitspl├Ątze zur Verf├╝gung.

Die Bezirkskammern Esslingen und N├╝rtingen der IHK Region Stuttgart fusionierten am 1. Januar 2005 . Seither hat die Bezirkskammer mit 25.000 Mitgliedern Platz zwei innerhalb der IHK Region Stuttgart eingenommen und ein gr├Â├čeres Mitspracherecht in der Vollversammlung. Ein weiterer Grund f├╝r die Fusion waren Kosteneinsparungen.

Medien

In Esslingen erscheint als Tageszeitung die Esslinger Zeitung .

Beh├Ârden, Gericht und Einrichtungen

Esslingen am Neckar ist Sitz des Landratsamts Esslingen und beherbergt somit die meisten Dienststellen des Kreises. Die Stadt verf├╝gt auch ├╝ber ein Finanzamt , ein Notariat und ein Amtsgericht , das zum Landgerichts - und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh├Ârt. In Esslingen befindet sich auch eine Landesakademie f├╝r Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, die dem Ministerium f├╝r Kultus, Jugend und Sport Baden-W├╝rttemberg untersteht.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Esslingen der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg und des Dekanats Esslingen-N├╝rtingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bekannte Firmen in Esslingen am Neckar

  • Der Automobilkonzern DaimlerChrysler hat in der ehemaligen Maschinenfabrik Esslingen in der Pliensauvorstadt ein Schulungszentrum f├╝r EDV -Anwendungen. In Mettingen hat die Firma eine Graugie├čerei in der Achsteile , Getriebewellen , Pleuel und jedes Jahr 8,7 Millionen Bremsscheiben hergestellt werden. Bis Mitte 2003 wurden etwa 1,75 Millionen Tonnen Stahl vergossen. Das Werk wurde 1912 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht und zwischenzeitlich immer wieder modernisiert.
  • Danfoss Bauer ist ein Hersteller f├╝r Frequenzumrichter und Getriebemotoren .
  • Die Firma Ebersp├Ącher ist haupts├Ąchlich im Bereich Abgastechnik , Fahrzeugheizungen und Glasbau t├Ątig und hat ihren Stammsitz in Esslingen.
  • Festo, ein Hersteller vor allem von Pneumatikprodukten , hat seinen Hauptsitz in Esslingen.
  • Hengstenberg ist im Nahrungsmittelbereich ein bekannter Hersteller vor allem von eingelegten Produkten wie Saure Gurken , Sauerkraut , Gem├╝se und Rotkohl .
  • M├╝ller Weingarten entwickelt und baut vor allem mechanische Gro├čanlagen zur Blechumformung.
  • Panasonic stellt in Esslingen hochwertige Bildr├Âhren her, bekommt aber durch die stetig g├╝nstiger werdende Konkurrenz der Plasmabildschirme und LC-Displays seit Mitte 2003 immer gr├Â├čere Probleme. Am 30.11.2005 wurde bekannt, dass das Werk zum 31.03.2006 aufgel├Âst wird. Betroffen sind rund 620 Mitarbeiter (bereits Anfang 2005 wurden 320 Stellen abgebaut).
  • Die INDEX-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky stellt Drehautomaten her.
  • Die Sektkellerei Kessler , die erste deutsche Sektkellerei (gegr├╝ndet 1826 ).

Verkehr

Etwa zehn Kilometer s├╝dwestlich der Stadt, auf der Gemarkung der Stadt Leinfelden-Echterdingen, befindet sich mit dem Flughafen Stuttgart, der gr├Â├čte und wichtigste Flughafen des Landes Baden-W├╝rttemberg. Eine Maschine der Lufthansa wurde nach Esslingen benannt. An der A 8 von Karlsruhe nach M├╝nchen gibt es kurz nach dem Flughafen die Anschlussstelle Esslingen.

Esslingen liegt auch direkt an der B 10, die von Stuttgart bis G├Âppingen vierspurig ausgebaut ist.

S1 Plochingen ÔÇô Stuttgart ÔÇô Herrenberg, BR 423
S1 Plochingen ÔÇô Stuttgart ÔÇô Herrenberg, BR 423

Die Stadt ist an das Schienennetz der Deutschen Bahn auf den Strecken Stuttgart ÔÇô Ulm und Stuttgart ÔÇô T├╝bingen angeschlossen.

Die Stuttgarter S-Bahn S1 der Baureihe BR 423 , die zwischen Plochingen und Herrenberg pendelt, h├Ąlt in Esslingen an folgenden vier Haltestellen: Mettingen, Esslingen (Neckar), Oberesslingen und Zell. Mit einmaligem Umsteigen auf die S2 oder S3 ist der Flughafen Stuttgart zu erreichen. Eine Verl├Ąngerung der Linie S1 nach Kirchheim unter Teck ist geplant.

Die E├člinger St├Ądtische Stra├čenbahn wurde am 24. Mai 1912 eingeweiht. Am 7. Juli 1944 stellte sie nach 32 Jahren den Betrieb ein und wurde durch Oberleitungsbusse ersetzt.

Die St├Ądtischen Verkehrsbetriebe Esslingen bef├Ârdern heute mit 40 Fahrzeugen j├Ąhrlich etwa 8,5 Millionen Fahrg├Ąste. In Esslingen verkehren auf einer der letzten O-Bus -Linien Deutschlands neun elektrische O-Busse und sieben DUO-Busse .

Am 18. Dezember 1926 wurde die Stra├čenbahn Esslingen - Nellingen - Denkendorf in Betrieb genommen. Sie war die letzte Stra├čenbahn in Deutschland, die vor der gro├čen Stilllegungswelle eine Betriebsgenehmigung erhielt. Seitdem gab es nur noch die Genehmigung von Streckenverl├Ąngerungen.

Diese Stra├čenbahn musste eine f├╝nf Kilometer lange Steilstrecke vom Neckartal zu den Orten auf der ├Âstlichen Filderebene ├╝berwinden. Sie transportierte zun├Ąchst insgesamt 153 Millionen Fahrg├Ąste von Denkendorf und danach von Neuhausen bis Esslingen. 1958 bekam die Bahn zwei moderne Gro├čraumz├╝ge. Sie wurde im Februar 1978 stillgelegt.

Seit 1994 gibt es auch in Esslingen die M├Âglichkeit zum Car-Sharing . Im Moment (Sommer 2004 ) stehen den etwa 160 Mitgliedern der Aktion Gemeinschaftsauto 11 Fahrzeuge auf 8 Stellpl├Ątzen in der Stadt verteilt zur Verf├╝gung.

Zentraler Omnibusbahnhof und S├╝dtangente

fr├╝here Stra├čenbr├╝cke am Pliensauturm, wurde im Sommer 2005 abgerissen
fr├╝here Stra├čenbr├╝cke am Pliensauturm, wurde im Sommer 2005 abgerissen
Bauplan f├╝r die S├╝dtangente am Pliensauturm
Bauplan f├╝r die S├╝dtangente am Pliensauturm

F├╝r die n├Ąchsten Jahre ist ein gr├Â├čerer Umbau im Bereich des Bahnhofes mit Kosten in H├Âhe von insgesamt etwa 7,4 Millionen Euro geplant. Zwischen der Pliensaustra├če und der Bahnhofstra├če wird die so genannte S├╝dtangente gebaut. Vom baden-w├╝rttembergischen Umwelt- und Verkehrsministerium bekommt die Stadt daf├╝r F├Ârdergelder in einer H├Âhe von 4,9 Millionen Euro.

  • 1. Bauabschnitt (2004 - Mai 2007): Voraussetzung f├╝r den Umbau des Bahnhofsvorplatzes.
    • Verlegung von Oberleitungen
    • Verlegung der Neckarstra├če
    • Neuer Steg f├╝r Radfahrer und Fu├čg├Ąnger ├╝ber die Bahngleise und Neckarstra├če bis zum Pliensauturm

Kosten: 4,9 Millionen Euro.

  • 2. Bauabschnitt (ab 2007): Bau der Neckarstra├če hinter dem Bahnhof auf dem Gel├Ąnde des heutigen Gleis 1 bis zur Berliner Stra├če.
  • 3. Bauabschnitt: Weiterf├╝hrung der Neckarstra├če bis zur Schlachthausstra├če. Damit wird der S├╝dtangente ihre volle Funktion gegeben.
  • 4. Bauabschnitt: Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes.

Ver- und Entsorgung

Wasserversorgung

Die Stadtwerke Esslingen versorgen die Esslinger B├╝rger mit Trinkwasser. Das Wasser, das daf├╝r ben├Âtigt wird, stammt zu einem Viertel aus dem Bodensee. Die restliche Wassermenge kommt aus dem Donauried und wird ├╝ber die Landeswasserversorgung Baden-W├╝rttemberg bezogen.

Abfallwirtschaft: Die Entsorgung des Abfalls wird vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises ├╝bernommen.

Hausm├╝ll: Wie viele andere St├Ądte auch, gibt Esslingen zur M├╝llentsorgung f├╝r die B├╝rger einen M├╝llkalender heraus. In Esslingen gibt es f├╝r den Abfall getrennte M├╝lltonnen f├╝r Biom├╝ll , Hausm├╝ll und Papier . Die Biom├╝lltonnen werden alle zwei Wochen geleert. F├╝r Hausm├╝ll kann man zwischen zwei- oder vier-w├Âchentlicher Abfuhr w├Ąhlen. Verpackungen werden im Rahmen des Gr├╝nen Punktes in so genannten gelben S├Ącken gesammelt und alle zwei Wochen abgeholt. Das Papier wird alle vier Wochen abgeholt.
Sperrm├╝ll wird gegen Abgabe eines von zwei Gutscheinen j├Ąhrlich kostenlos abgeholt. Man kann ihn auch selbst direkt zu einer Entsorgungsstation oder Deponie bringen. Bei den Entsorgungsstationen kann man zum Recycling auch seinen Elektronikschrott, Metallschrott und andere wieder verwertbare Stoffe wie Papier und Pappe, Gr├╝nschnitt, Polystyrol ( Gelber Sack ) und Glas kostenlos abgeben.
F├╝r Sonderm├╝ll wie zum Beispiel Leuchtstoffr├Âhren, Lacke und Autopflegemittel gibt es besondere Problemstoffsammlungen.
Daneben gibt es noch Altglas- und Altkleidercontainer . Einige Vereine f├╝hren auch Altpapier- und Altkleidersammlungen durch. Und manches gute St├╝ck kann man auch bei den so genannten Warentauschtagen loswerden.

Gewerbem├╝ll: Abf├Ąlle aus Betrieben in ├Ąhnlicher Menge und Art wie Hausm├╝ll werden hausm├╝ll├Ąhnliche gewerbliche Siedlungsabf├Ąlle zur Beseitigung genannt. F├╝r diese sind so genannte Pflichtm├╝lltonnen vorgeschrieben. F├╝r Verkaufsverpackungen und Sonderm├╝ll haben Betriebe die Auswahl zwischen verschiedenen Anbietern.

├ľffentliche Geb├Ąude der Stadt Esslingen am Neckar

Bildung

In Esslingen gibt es neben Grund- und Hauptschulen , Realschulen , Gymnasien und Sonderschulen auch zwei Fachhochschulen:

die Hochschule f├╝r Technik (FHTE) und
die Hochschule f├╝r Sozialwesen (HFS Esslingen).

Eine Fusion beider Hochschulen zur Hochschule Esslingen findet am 1. Oktober 2006 statt.

In Esslingen befinden sich vier ├Âffentliche Gymnasien:

Georgii-Gymnasium
Schelztor Gymnasium
M├Ârike Gymnasium
Theodor-Heuss Gymnasium

Daneben gibt es ein Staatliches Seminar f├╝r Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) und das Institut f├╝r Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf in der N├Ąhe von Esslingen. Die Technische Akademie Esslingen (TAE) hat ihren Sitz seit 1976 in Ostfildern, unweit von Esslingen.

Das Berufsschulzentrum des Landkreises Esslingen in Esslingen-Zell umfasst drei selbst├Ąndige Schulen: die Friedrich-Ebert-Schule (Gewerbliche Schule), die John-F.-Kennedy-Schule (Kaufm├Ąnnische Schule) und die K├Ąthe-Kollwitz-Schule (Hauswirtschaftliche Schule).

Weitere Bildungseinrichtungen in der Stadt sind die Musikschule , die Volkshochschule und die Freie Waldorfschule .

Siehe auch: ├Âffentliche Geb├Ąude der Stadt Esslingen am Neckar

Freizeit- und Sportanlagen

Eine der gr├Â├čten sportlichen Einrichtungen Esslingens ist das Eberhard-Bauer-Stadion in Weil. Daneben verf├╝gt Esslingen auch ├╝ber eine Kunsteisbahn, mehrere Sporthallen, Sportpl├Ątze und Tennispl├Ątze. Eine gro├če Ansammlung von Sportst├Ątten (Tennis, Reiten, Leichtathletik, Fu├čball, Feldhockey, Radsport, Segelflug, Minigolf, Waldsportpfad, Waldspielplatz) findet sich auf der Schurwaldh├Âhe am n├Ârdlichen Rand der Stadtteile Liebersbronn bzw. Wiflingshausen (im Volksmund "auf dem J├Ągerhaus").

Schwimmen kann man in der Innenstadt im Merkelschen Schwimmbad, im St├Ądtischen Neckarfreibad und im Freibad und Hallenbad in Berkheim, au├čerdem betreibt der Schwimmsportverein Esslingen ein eigenes Freibad auf der Neckarinsel.

Siehe auch:

  • ├Âffentliche Geb├Ąude der Stadt Esslingen am Neckar
  • ESG Esslingen Eissportgemeinschaft Esslingen

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Theater - W├╝rttembergische Landesb├╝hne Esslingen (WLB)

1804 wurde in Esslingen am Ottilienplatz in der ehemaligen Aegidienkapelle die erste feste B├╝hne eingerichtet, auf der wohl zun├Ąchst nur einfache St├╝cke gespielt wurden. Sie hatte noch kein festes Ensemble. Das neue Schauspielhaus gibt es seit 1982 . Neben dem Schauspielhaus in der Strohstra├če gibt es noch das Studio am Blarerplatz f├╝r Kinder- und Jugendtheater und das Theater am Zollberg, das vor allem f├╝r kleinere Studioproduktionen genutzt wird. Gespielt werden zeitgen├Âssische St├╝cke und Klassiker, Musicals und St├╝cke f├╝r Jugendliche und Kinder.

Museen

  • Das Stadtmuseum im Gelben Haus zeigt die Stadtgeschichte vom fr├╝hen Mittelalter bis in die Gegenwart.
  • Das Arch├Ąologische Museum St. Dionys unter der Stadtkirche widmet sich den mittelalterlichen Ausgrabungen der Stadt
  • Das J.F.Schreiber-Museum zeigt die Geschichte des Verlages sowie dessen Produkte.

Ferner gibt es eine Vielzahl von Heimat-, Vereins-und Firmenmuseen.

Bauwerke

Siehe: Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt Esslingen am Neckar.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Die gr├Â├čten Veranstaltungen in Esslingen sind

  • im Fr├╝hjahr:
    • der Rosenmontagsumzug
    • der Esslinger Fr├╝hling mit den Esslinger Gartentagen
    • der Kunst- und Handwerkermarkt
    • das Oldtimer Festival
  • im Sommer:
    • das B├╝rgerfest mit dem Schw├Ârtag (erstes Wochenende im Juli)
    • das Erdbeerfest
    • das Zwiebelfest
    • das Burgfest mit
      • Open Air Kino
      • Open-Air Konzerten
  • im Herbst:
    • das Weinfest
    • der Kunst- und Handwerkermarkt
  • im Winter:
    • der Weihnachts- und Mittelaltermarkt

Vom st├Ądtischen Kulturverein wird in jedem Jahr eine Veranstaltungsreihe organisiert um ein Thema aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu beleuchten:

  • 1999 - Der 50. Jahrestag der Verk├╝ndigung des Grundgesetzes in Deutschland
  • 2002 - Der Verlust der Esslinger Reichsunmittelbarkeit vor 200 Jahren
  • 2003 - 40 Jahre Beatmusik
  • 2004 - Fu├čball (Vor 50 Jahren (Wunder von Bern) und vor 30 Jahren wurde Deutschland Fu├čballweltmeister . Die Fu├čball-Europameisterschaft 2004 findet in Portugal statt.)

B├╝rgerfest und Schw├Ârtag

Der Schw├Ârtag mit dem anschlie├čenden B├╝rgerfest findet jedes Jahr am ersten Wochenende im Juli statt. In den Stra├čen und auf den Pl├Ątzen wird Musik gemacht, Vereine organisieren Vorf├╝hrungen und bieten Speisen und Getr├Ąnke an. Samstags findet der gr├Â├čte Flohmarkt Esslingens mit Hunderten von meist privaten St├Ąnden statt.

Der Schw├Ârtag war von 1392 bis 1801 das wichtigste Ereignis von Esslingen. In einem feierlichen Rechtsakt wurden die Rechte zwischen Gemeinde und Magistrat beschworen. Aus dem Statutenbuch, dem gr├Â├čten ├Âffentlichen Heiligtum der Gemeinde, wurde vorgelesen. B├╝rgermeister, Rat und B├╝rgerschaft gelobten sich gegenseitig Treue und Gehorsam und bekr├Ąftigten das mit einem Schwur. Damit verbunden war immer ein gro├čes Volksfest , das Menschen aus ganz Schwaben anzog.

Esslinger Weihnachts- und Mittelaltermarkt

Schmied
Schmied
Friseur
Friseur
F├Ąrberei
F├Ąrberei
Verkaufsstand
Verkaufsstand

An zahlreichen mittelalterlichen St├Ąnden werden jedes Jahr im Dezember auf dem Marktplatz von H├Ąndlern wie vor vielen hundert Jahren die Waren angepriesen. Die Fachwerkh├Ąuser mit dem alten und dem neuen Rathaus in der Umgebung verleihen dem Spektakel eine einzigartige Atmosph├Ąre. Fackelk├Ârbe s├Ąumen die Wege und spenden W├Ąrme, Licht und Rauch. Ger├╝che von Gl├╝hwein und Gebratenem liegen in der Luft. Es werden alte Handwerkstechniken wie das Drehen von Hanfseilen und das F├Ąrben gezeigt. Axon der Schmied gebraucht Hammer und Amboss . Von mittelalterlichen Spielleuten werden auf der B├╝hne Lieder angestimmt, die von keltischen Harfen, Fl├Âten und Sackpfeifern begleitet werden.

Am 5. Dezember 2003 entstand in Esslingen der gr├Â├čte Lebkuchen , der jemals gebacken wurde. Er war zehn Meter lang und vier Meter breit und wurde auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Die ben├Âtigten Zutaten waren 350 kg Mehl, 180 kg Sirup und acht Kilogramm Gew├╝rze. Mit Marzipan und Zuckerguss brachte das Kunstwerk, welches einen gro├čen Nikolaus nachbildete, 650 kg auf die Waage.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Karl-Pfaff-Denkmal auf der "Maille"
Karl-Pfaff-Denkmal auf der "Maille"

Die Stadt Esslingen am Neckar hat bislang neun Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen (Liste noch nicht vollst├Ąndig):

  • 1841 : Karl Pfaff , Geschichtsschreiber, Lehrer und Rektor am Esslinger P├Ądagogium
  • 1952 : Georg Deuschle, B├╝rgermeister und Stadtpfleger
  • 1996 : Eberhard Klapproth, Oberb├╝rgermeister a.D.

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • Albert Benz , Esslinger Architekt (um 1900 )
  • Caspar Bodmer , Gr├╝nder der Esslinger Handschuhindustrie
  • Matth├Ąus B├Âblinger , ein deutscher Baumeister
  • Wolfgang Drexler, deutscher Politiker ( SPD ), MdL (Baden-W├╝rttemberg) und Mitglied im Gemeinderat von Esslingen
  • Carl Christian Ulrich Deffner , Aufbau einer eigenst├Ąndigen Metallwarenindustrie in Esslingen
  • Andreas Eger , K├╝nstler
  • Conrad Feyner , Gr├╝nder der ersten Esslinger Druckerei
Theodor-Georgii-Denkmal auf der "Maille"
Theodor-Georgii-Denkmal auf der "Maille"
  • Theodor Georgii , Pers├Ânlichkeit der deutschen Turnerbewegung und ab 1850 Herausgeber des Turnblatts f├╝r und aus Schwaben, das ab 1854 zur E├člinger Turnzeitung umbenannt wurde
  • August Hochberger , Gr├╝nder des ersten Esslinger Arbeitervereins
  • Roland Kayn , Komponist
  • Johann Ulrich K├Ânig , Schriftsteller
  • Helmut Krausser , deutscher Schriftsteller, wurde in Esslingen am Neckar geboren
  • Rudolph Lempp , pr├Ągte als Architekt und Stadtbaurat in den 1920er Jahren das Stadtbild von Esslingen am Neckar
  • Eugen Merkel , Leiter der Firma Merkel & Wolf und Gr├╝nder der Esslinger Aktienbank
  • Oskar Merkel , unter seiner F├╝hrung wurde die Firma Merkel & Wolf zum Gro├čbetrieb und die E├člinger Wolle ein verbreitetes Markenzeichen
  • Wilhelm Morlock , erster sozialdemokratischer Gemeinderat
  • Julius Motteler , Arbeiterf├╝hrer
  • Johann David Palm , Verwalter im kaiserlichen Heer im 17. Jahrhundert
  • Franz Palm und Jonathan Palm , waren im Bankgesch├Ąft und als Hofjuweliere t├Ątig
  • Carl Schroeter (1855-1939), Biologe und Alpenbotaniker
  • Michael Stifel (auch Styfel oder Stieffel), ein deutscher Theologe und Mathematiker
  • Robert Vujevi─ç , kroatisch-deutscher Fu├čballprofi
  • Georg Wagner, B├╝rgermeister von Esslingen im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg

Sonstige Pers├Ânlichkeiten der Stadt

  • J├Ârg Amann , Stadtarzt und Autor eines Pestb├╝chleins
  • Albert Dulk , deutscher Freidenker , der sich immer wieder in das sp├Ąter nach ihm benannte Dulkh├Ąuschen in Esslingen zur├╝ckzog
  • Daniel Hauff , Esslinger Ratsadvokat in der Zeit der Esslinger Hexenprozesse
  • Otto Hauser (CDU) , Regierungssprecher und Parlamentarischer Staatssekret├Ąr a.D. Mitglied des deutschen Bundestags a.D.
  • Emil Ke├čler , Gr├╝nder der Maschinenfabrik Esslingen
  • Emil von Ke├čer , Direktor d. Maschinenfabrik Esslingen um 1885, Sohn von Emil Ke├čler (?)
  • Georg Christian Kessler , Gr├╝nder der ersten deutschen Sektkellerei in Esslingen am Neckar
  • Heinz Maier-Leibnitz (1911 - 2000), Physiker
  • Johannes Merkel , Leiter der Firma Merkel & Wolf, sp├Ąter Merkel & Kienlin (Wollene Strickgarne, Kammgarnspinnerei)
  • Karl Oppel , deutscher Schriftsteller, besuchte von 1833 bis 35 das Lehrerseminar in Esslingen am Neckar
  • Johann Heinrich I. Palm , B├╝rger aus Schorndorf, der in die Esslinger Oberschicht einheiratete
  • Giovanni Salucci , entwarf den Pavillon in Weil
  • Heinrich Schickhardt , Baumeister des Herzogtums W├╝rttemberg
  • Jakob Ferdinand Schreiber , Gr├╝nder des Kinderbuchverlags J. F. Schreiber-Verlag
  • Graf Alexander von W├╝rttemberg , war Dichter und geh├Ârte als Oberstleutnant dem in Esslingen am Neckar stationierten 3. W├╝rttembergischen Reiterregiment an
  • Karl Fuchs (1872 - 1968), Maler, bekannt f├╝r seine Kunst des Einfangens von Naturstimmungen, Ansichten der Stadt Esslingen und der Gegend um das Dorf Buoch, sowie Portraits und Landschaftsbilder von Afrika.

Kulinarische Spezialit├Ąten

Die Esslinger Weinberge im Stadtteil Mettingen
Die Esslinger Weinberge im Stadtteil Mettingen
  • Der Esslinger Weinbau hat eine lange Tradition. Bereits 778 gab es in der Gegend Weing├Ąrten. Esslingen exportierte den Wein schon im Mittelalter bis ins Elsass und nach Bayern. Bereits 1901 wurde die erste Genossenschaft der Stadt gegr├╝ndet. 1970 schlossen sich die drei Genossenschaften Esslingen, Sulzgries und Mettingen zu einer zusammen, die heute 167 Mitglieder hat.
Auf einer Fl├Ąche von 80 Hektar werden ├╝ber 20 Rebsorten angebaut. Davon befinden sich etwa 30 Hektar auf den s├╝dlichen Terrassen am Neckar. Die kleinste W├╝rttemberger Einzellage Esslinger-Burg bringt besonders gehegte Weine hervor.
Den Hauptanteil am Esslinger Sortiment bildet mit etwa 70 % der Rotwein. Bis zum Jahrgang 2002 war 30 Jahre lang auf den Flaschen der Reichsadler der Stadt Esslingen zu sehen.
Mit dem Jahrgang 2003 kamen drei neue Weine. Der erste Esslinger Wei├če Burgunder, ein fruchtiger Rotwein aus drei Cabernet -Sorten und ein Samtrot Auslese.
Die Weine aus Esslingen haben Namen wie: Accolon, Dorsa (Cabernet), Dorio (Cabernet), Cubin (Cabernet), Faifegr├Ądler, Glockenspiel, Postmichel, Staffelsteiger und Zweigelt.
  • Der Sekt der ersten deutschen Sektkellerei Kessler , die 1826 von Georg Christian Kessler in Esslingen am Neckar gegr├╝ndet wurde.

Siehe auch: W├╝rttemberg (Weinanbaugebiet) und W├╝rttemberger Weinstra├če.

Literatur

Geschichte

  • Erich Keyser: W├╝rttembergisches St├Ądtebuch; Band IV Teilband Baden-W├╝rttemberg Band 2 aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1961
  • E. Gersbach: ├ältermittelbronzezeitliche Siedlungskeramik von Esslingen am Neckar. Fundber. Bad.-W├╝rtt. 1, 1974, 226-250.
  • R. Christlein: Waffen aus dem v├Âlkerwanderungszeitlichen Grabfund von Esslingen-R├╝dern. Germania 50, 1972, 259-263
  • R. Koch: Katalog Esslingen II. Die merowingischen Funde (Das Gr├Ąberfeld von Sirnau und die Funde von Berkheim, Mettingen und Oberesslingen). Ver├Âff. Staatl. Amt Denkmalpfl. Stuttgart A, 14/2 (Stuttgart 1969).
  • L. Reichardt: Ortsnamenbuch des Kreises Esslingen. Ver├Âff. Komm. gesch. Landeskunde Bad. W├╝rtt. B 98 (Stuttgart 1982).
  • G.P. Fehring/B. Scholkmann/P. Anstett: Die Stadtkirche St. Dionysius in Esslingen. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-W├╝rtt. 13; Stuttgart 1995. ISBN 3-8062-1040-3
  • Das Erbrecht der Reichsstadt Esslingen. ISBN 3-8753-2004-2
  • Christian Ottersbach: Die Esslinger Burg. Der historische Ort Nr. 106, Kai Homilius Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89706-105-8
  • NN: Stadt-Findung. Geschichte - Arch├Ąologie - Bauforschung in Esslingen. Stuttgart, Bamberg 2001
  • W. Bernhardt/H. Koepf: Die Pflegh├Âfe in Esslingen. Sigmaringen 1982
  • Otto Borst , Geschichte der Stadt Esslingen am Neckar. 3. Auflage 1978, BechtleBuch+MagazinVerlag, ISBN 3-7628-0378-1

Allgemeines

  • Amtsgericht Esslingen. Finanzministerium Baden-W├╝rttemberg, Juni 2004
  • Beschreibung des j├Ąhrlichen Schw├Ârtags der Reichsstadt Esslingen. Faksimiledruck, Buchhandlung H.Th.Schmidt Esslingen, ISBN 3-922360-02-9
  • Die Uhr am Alten Rathaus in Esslingen. Stiftung Esslinger Kulturpreis, ISBN 3-8743-7471-8
  • Es war einmal am Pliensauturm in Esslingen am Neckar. Fanfarenzug Blau-Wei├č Esslingen
  • Esslingen am Neckar - Kunsthistorischer Stadtf├╝hrer. 2. Auflage 2001, BechtleBuch+MagazinVerlag, ISBN 3-7628-0564-4
  • Esslingen am Neckar - Offizieller Stadtf├╝hrer. 4. Auflage 1999, BechtleBuch+MagazinVerlag, ISBN 3-7628-0485-0
  • Esslingen am Neckar - Fotos und Texte. Lichtbildnergruppe Esslingen, 1. Auflage 2003, Buchhandlung Stahl Esslingen
  • Esslingen - Junge "Alte Stadt" am Neckar. Kunstverlag Josef Fink, 1. Auflage 2003, ISBN 3-89870-083-6
  • Freizeitkarte Kreis Esslingen. St├Ądteverlag F.v. Wagner & Mitterhuber, ISBN 3-8164-1657-8
  • Ha, woisch no? Geschichten aus dem alten Esslingen. ISBN 3-8313-1379-2
  • Mittelalterliche Fachwerksch├Ątze und b├╝rgerliche Baukunst in Esslingen a.N. aus der Zeit vor 1550. Selbstverlag Siegfried St├Âtzer, 2003
  • Schurwald, E├člingen, Filder. ISBN 3-8062-1344-5
  • Stadtplan Esslingen. St├Ądteverlag F.v. Wagner & Mitterhuber, ISBN 3-8164-7300-8
  • Unterwegs im alten Esslingen. ISBN 3-8613-4695-8

Weblinks

Commons: Esslingen am Neckar ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien
   
Dieser Artikel wurde in die Liste der Lesenswerten Artikel aufgenommen.

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Ringhotel Altbacher Hof mit G├Ąstehaus 73776 Altbach http://www.altbacherhof.de/  07153 / 7070
Am Schelztor 73728 Esslingen am Neckar http://www.hotel-am-schelztor.de/  0711 / 39 69 640
Am Schillerpark 73728 Esslingen am Neckar http://www.hotel-am-schillerpark.de/  0711 / 93 13 30
Rosenau 73730 Esslingen am Neckar http://www.hotel-rosenau.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30711 / 31 54 560
Linde 73734 Esslingen am Neckar http://www.linde-berkheim.de/  0711 / 34 53 05
Traube 73732 Esslingen am Neckar http://www.traube-esslingen.de/  0711 / 37 03 10
J├Ągerhaus 73732 Esslingen am Neckar http://www.jaegerhaus-es.de/  0711 / 37 03 30
Kelter 73733 Esslingen am Neckar http://www.kelter-esslingen.de/  0711 / 91 89 060
Zeller Zehnt 73730 Esslingen am Neckar http://www.zeller-zehnt.de/  0711 / 93 08 100
Classic Congress Hotel 70734 Fellbach http://www.cch-bw.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40711 / 5859-0
Das kleine Ritz Hotel 70736 Fellbach http://www.hermes-hotels.de/  0711 / 5 85 67 70
Alte Kelter 70734 Fellbach http://www.hotel-alte-kelter.de/  0711 / 5 78 82 70
Hirsch 70736 Fellbach http://www.hirsch-fellbach.de/  0711 / 95130
Quality Hotel Schwanen 70794 Filderstadt http://www.filderstadt.qualityhotels.de/  0711 / 7082-0
Schumacher 70794 Filderstadt http://www.garnihotelschumacher.de/  0711 / 7002634-0
Romantik Hotel Zum Ochsen 71394 Kernen im Remstal   07151 / 94 36 20
Zum Schwanen mit G├Ąstehaus 73257 K├Ângen http://www.schwanen-koengen.de/  07024 / 97250
Am Brunnen 73760 Ostfildern http://www.hotelambrunnen.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30711 / 167770
Kemnater Hof 73760 Ostfildern http://www.hotelkemnaterhof.de/  0711 / 4510450
Flair Filderhotel 73760 Ostfildern   0711 / 3401950
Adler 73760 Ostfildern http://www.hoteladler-ostfildern.de/  0711 / 3411424
Hirsch Hotel Gehrung 73760 Ostfildern http://www.hirsch-hotel-gehrung.de/  0711 / 441300
Lamm 73760 Ostfildern http://www.hotelrestaurantlamm.de/  07158 / 17060
Hotel Princess 73207 Plochingen http://www.hotel-princess.de  07153 / 605 - 0
L├Âwen 73240 Wendlingen am Neckar http://www.loewen-wendlingen.de/  07024 / 94 90
Ascot 70794 Filderstadt http://www.ascothotels.de/  0711 / 7090-0
Best Western Stuttgart Airport 70794 Filderstadt http://www.success-hotels.de/  0711 / 77830
Crystal 70794 Filderstadt http://www.hotelcrystal.de/  0711 / 778890
Berkheimer Hof 73734 Esslingen am Neckar http://www.berkheimer-hof.de/  0711 / 34 51 607
G├Ąstehaus Pension Neckarhalde 73733 Esslingen am Neckar   0711 / 93 25 969
Gasthof Traube 70736 Fellbach http://www.traube-fellbach.de/  0711 / 5 18 05 56
Schmidener Eintracht 70736 Fellbach http://www.schmidener-eintracht.de/  0711 / 95 19 52 - 0
B├╝rkle 70736 Fellbach http://www.hotelbuerkle.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30711 / 518585-0
Gr├╝ner Baum 70736 Fellbach   0711 / 515001
Zum Hirschen 70734 Fellbach http://www.zumhirschen-fellbach.de/  0711 / 957937-0
Hirsch 71394 Kernen im Remstal http://www.hirsch-kernen.de/ Kategorie: 2Kategorie: 207151 / 4 42 40
Apartmenthotel Prisma 73207 Plochingen http://www.apartment-hotel-prisma.de  07153 / 830805
Zimmermann 70794 Filderstadt http://www.hotel-zimmermann.de/  0 71 58 / 9 33-0
Alte Post 70736 Fellbach http://www.go2bed.info/  0711 / 95 19 49 0
Gasthaus Krone 73760 Ostfildern   0711 / 4510360
Idler 71394 Kernen im Remstal http://www.z-online.de/hotels/idler/  07151 / 94 91 30
City Hotel 70734 Fellbach http://www.city-hotel-fellbach.de/  071 / 957986 0

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Esslingen am Neckar aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Esslingen am Neckar verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de