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Letzte Änderung für Artikel Bad Muskau: 09.02.2006 13:43

Bad Muskau

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Wappen Karte
Stadtwappen der Stadt Bad Muskau 2004 Deutschlandkarte, Position von Bad Muskau hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Dresden
Landkreis : Niederschlesischer</br>Oberlausitzkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 32' 60" N, 14┬░ 43' 0" O
51┬░ 32' 60" N, 14┬░ 43' 0" O
H├Âhe : 110 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 15,35 km┬▓
Einwohner : 4.045 (31. Mai 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 264 Einwohner/km┬▓
Postleitzahl : 02953
Vorwahl : 035771
Kfz-Kennzeichen : NOL
Gemeindeschl├╝ssel : 14 2 84 010
Gliederung des Stadtgebiets: 3 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Berliner Stra├če 47
02953 Bad Muskau
Website: www.badmuskau.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@badmuskau.de
Politik
B├╝rgermeister : Andreas B├Ąnder

Bad Muskau (fr├╝her Muskau, sorbisch: Mu┼żakow, soviel wie ÔÇ× Wilder Mann ÔÇť) ist eine Stadt im Niederschlesischen Oberlausitzkreis, Bundesland Sachsen, (Deutschland). Bad Muskau ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bad Muskau.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt an der Nei├če und teilt sich mit der am ├Âstlichen Flussufer gelegenen polnischen Nachbargemeinde ┼ü─Öknica (Lugknitz) den weltber├╝hmten Landschaftspark des F├╝rsten Hermann von P├╝ckler-Muskau ├╝ber verschiedene Grenzbr├╝cken hinweg. Bad Muskau besitzt eine Sole -Quelle und eine einzigartige Vitriol -Quelle. Am s├╝dlichen Stadtrand beginnt die Muskauer Heide und das Revier der W├Âlfe in der Oberlausitz.

Wappen

In Gr├╝n ein naturfarbener " Wilder Mann " mit gr├╝nem Bl├Ątterkranz und H├╝ftschurz, in der Rechten ein gesenktes Schwert mit goldenem Griff und silberner Klinge, in der Linken eine rote Hirschstange haltend. [Das heraldisch unzul├Ąssige Hell- neben einem Dunkelgr├╝n lassen eine verderbte Siegelumsetzung des 19. Jh. vermuten; die Stadt zeigte ab den 1970er Jahren auf ihren Briefk├Âpfen einen goldenen Schildgrund.]

Die Hirschstange stammt aus dem Wappen der von Biebersteins , die Muskau 1452 das Stadtrecht erteilten. Diese Darstellung stammt aus Siegeln aus dem 15. Jahrhundert .

Geschichte

Muskau wurde als g├╝nstig an der Nei├če gelegener Handels- und Manufakturplatz im 13. Jahrhundert im Zuge der deutschen Kolonialisation gegr├╝ndet. Die erste urkundliche Erw├Ąhnung erfolgte 1249 . Einen stark abgenommenen Teil der Bev├Âlkerung stellen bis heute die Sorben. Das Sorbische ist - theoretisch, jedoch nicht faktisch zweite Amtssprache. Der Stadtname stammt aus dem sorbischen Muzakow, ├╝bersetzt etwa "M├Ąnnerstadt".

Die Standesherrschaft Muskau war die gr├Â├čte des Hl. R├Âmischen Reiches Deutscher Nation und geh├Ârte bis 1815 zum Markgraftum Oberlausitz des Kurf├╝rstentums (dann K├Ânigreichs) Sachsen. Im Jahre 1815 kamen, als Ergebnis des Wiener Kongresses, der die politische Ordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen (1813-1815) neu regelte, der n├Ârdliche und der ├Âstliche Teil der Oberlausitz zu Preu├čen und trug fortan die amtliche Bezeichnung Preu├čische Oberlausitz. Verwaltungsm├Ą├čig wurde dieses Gebiet in die bis 1945 bestehende Provinz Niederschlesien integriert. Trotzdem hat es im Alten Reich nie eine schlesische Lausitz gegeben und die Oberlausitzer wurden dialektal zu keinem Zeitpunkt Niederschlesier, auch wenn das der Name des Landkreises suggeriert (Kuratorium einige Oberlausitz).

Standesherren waren bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die Reichsgrafen Callenberg, bis 1845 Graf (sp├Ąter gef├╝rstet) Hermann von P├╝ckler-Muskau, dann (nach einem Spekulantenintermezzo) Prinz Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau und danach bis 1945 die Grafen Arnim .

Ihre Einwohner waren mit wenig Ausnahmen Lassiten im Stand der " Erbuntert├Ąnigkeit ", was erst unter preu├čischer Herrschaft beendet wurde. Im 18. Jahrhundert war Muskauer T├Âpferware weit verbreitet. Im 19. Jahrhundert wurden um die Stadt herum Braunkohle und die seltenen Alaun -Vorkommen des Muskauer Faltenbogens abgebaut. Auf dem R├╝ckzug der napoleonischen Armee aus Russland brachten w├╝rttembergische K├╝rassiere eine Flecktyphusepidemie nach Muskau, durch die 1811/12 etwa ein F├╝nftel der Bev├Âlkerung starb.

1939 wurde das Dorf Lugknitz eingemeindet. Infolge der Grenzziehung entlang der Nei├če wurde aus den ├Âstlich der Nei├če liegenden Stadtteilen die Gemeinde ┼ü─Öknica neu gebildet, zu deren ehemaligen Fluren noch Teile von Muskau, insbesondere der gr├Â├čte Teil des F├╝rst-P├╝ckler-Parkes hinzukamen, w├Ąhrend die links der Nei├če gelegenen Lugknitzer Fluren bei Muskau verblieben.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Artilleriefeuer der ├╝ber die Nei├če dr├Ąngenden Sowjetarmee stark zerst├Ârt, ist heute jedoch weitgehend wieder aufgebaut. An die Endphase des Krieges erinnert noch heute ein sowjetisches Ehrenmal.

1962 wurde Muskau mit dem Bau eines Kurheims die Zusatzbezeichnung "Bad" verliehen.

St├Ądtepartnerschaften

  • ┼ü─Öknica ( Polen )

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt besteht Bad Muskau aus den Stadtteilen Berg und K├Âbeln (im 18. Jh. Gobelin, sorb. Kobjelin, das F├╝rst P├╝ckler wegen seines Parks von jenseits der Nei├če umgesetzt hat).

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Sehensw├╝rdigkeiten in Bad Muskau sind unter anderen:

Parkanlagen

Bauwerke

  • Kirchruine (des ehemaligen Kirchspiels Berg, restauriert) aus dem 13. Jahrhundert
  • Renaissance-Schloss ("Altes Schloss"), 16. Jh, Gastst├Ątte (siehe auch Schloss Muskau) Bild:P4024367 (Small).JPG
  • F├╝rst-P├╝ckler-Schloss 19. Jh, aufw├Ąndig restauriert
  • St.-Andreas-Kirche (vormals "Wendische Kirche")
  • Historische Gasse "Schmelze"
  • Historisches Kurhotel "Stadt Berlin" (2004 in Restaurierung)
  • Holzbau des Sanatoriums Herrmannsbad, 19. Jh
  • Innenhof " Marstall ", 19. Jh, Gastst├Ątte
  • Historisches Botanisches Winterhaus P├╝cklers
  • Das selbsterbaute Haus von Leopold Schefer
  • Sowjetisches Offizierskasino, 1948
  • Turmvilla und Villa Caroline, Jugend- und Kulturprojekt im Park
  • Waldeisenbahn Muskau ( 600mm Spurweite - Personenverkehr )
Neues Schlo├č Bad Muskau, P├╝ckler-Park
Neues Schlo├č Bad Muskau, P├╝ckler-Park

Male

  • Hungerstein (Erinnerung an die gro├če Hungersnot in den 1770er Jahren)
  • Auf dem Friedhof die Grabsteine von Leopold Schefer und Machbuba
  • Sowjetisches Ehrenmal, 1945
  • Kriegerdenkmal Koebeln

Pers├Ânlichkeiten

Mit Muskau verbunden

  • Der Reichsgraf Kurt Reinicke von Callenberg begr├╝ndete die Muskauer Dynastie der Callenberger, die zeit ihres Bestehens den Anspruch aufrecht erhielt, dass die Standesherrschaft Muskau ein urspr├╝nglich reichsunmittelbares, sodann kurs├Ąchsisches Lehen sei, also kein Territorium des Markgraftums Oberlausitz.
  • Der bedeutendste deutsche Gartenk├╝nstler, der Schriftsteller F├╝rst Hermann von P├╝ckler-Muskau, war 1811-45 Standesherr von Muskau.
  • Die von zahlreichen, auch lokalen Geschichten umwobene ├äthiopierin Machbuba lebte 1839-40 in Muskau. Hier findet sich heute noch ihr Grabstein.
  • Der Dichter und Komponist Leopold Schefer (1784-1862) wohnte und arbeitete hier - abgesehen von seinen Reisen bis Asien und Nordafrika - sein Leben lang, w├Ąhrend der napoleonischen Kriege 1811-15 sogar als Generalinspektor der Standesherrschaft Muskau.
  • Der erste Parkinspektor P├╝cklers, Jacob Heinrich Rehder , wirkte hier und trug ma├čgeblich zur Verwirklichung von dessen Ideen bei.
  • Der Autor des " Jungen Deutschlands " und sp├Ąter ber├╝hmte Theaterleiter Heinrich Laube sa├č 1837-38 als verurteilter Burschenschafter (dank der Intervention des F├╝rsten Hermann von P├╝ckler-Muskau) auf Schloss Muskau eine sehr kommode " Festungshaft "-Zeit ab und wurde w├Ąhrend der M├Ąrzrevolution 1848 von den Muskauern sogar als Abgeordneter f├╝r die Paulskirche nominiert (was er um eines anderen Wahlkreises willen ausschlug).
  • Der Landschaftsarchitekt Eduard Petzold war in Muskau Parkdirektor des Prinzen Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau und legte hier ein damals ber├╝hmtes (heute untergegangenes) Arboretum an.
  • Der Germanist, Turnsch├╝ler von Friedrich Ludwig Jahn und Burschenschafter Hans Ferdinand Ma├čmann starb am 03. August 1874 in Muskau.

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

nach Geburtsjahr geordnet

Literatur ├╝ber Bad Muskau

Eine befriedigende gr├Â├čere Monografie ├╝ber Bad Muskau heute steht noch aus. Biografien (v. Arnim, Der letzte Callenberger), Parkf├╝hrer u. dergl. mussten oft daf├╝r eintreten. ├ťber das historische Muskau um 1770 unterrichtet Leske und ├╝ber die Zeit von 1770 bis 1820 informieren ausf├╝hrlich Bettina und Lars Clausen in ihrer 2-b├Ąndigen Soziobiografie ├╝ber Schefer (Zu allem f├Ąhig, Frankfurt a.M. 1985). ├ťber die Zeit danach bis 1845 l├Ąsst sich Etliches aus den Werken ├╝ber den F├╝rsten P├╝ckler (siehe dort) und ├╝ber den Park zusammen klauben, wobei allerdings die Gemeinde Muskau oft zu kurz kommt. ├ťber die Arnimzeit sind die Schriften von v. Arnim und Boehlcke n├╝tzlich.

Weblinks

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Am Schlo├čbrunnen 02953 Muskau, Bad http://www.schlossbrunnen.de/  035771 / 5230
F├╝rst P├╝ckler Hotel 02957 Krauschwitz http://www.fuerst-pueckler-hotel.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4035771 / 57-0

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