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Letzte Änderung für Artikel Frankenthal (Pfalz): 05.02.2006 19:49

Frankenthal (Pfalz)

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Frankenthal Bild:Lage der kreisfreien Stadt Frankenthal (Pfalz) in Deutschland.PNG
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Fläche : 43,78 km²
Einwohner : 47.357 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.082 Einwohner je km²
Postleitzahl : 67227
Vorwahl : 06233
Geografische Lage : 49¬į 32' n. Br.
8¬į 21' √∂. L.
H√∂he : 96 m √ľ. NN
Topografische Karte : TK25 Bl. 6416 Mannheim-Nordwest
Kfz-Kennzeichen : FT
Gemeindeschl√ľssel : 07 3 11 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2 - 7
67227 Frankenthal (Pfalz)
Website : www.frankenthal.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@frankenthal.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Theo Wieder ( CDU )
Erkenbertruine im Stadtzentrum
Erkenbertruine im Stadtzentrum
Erkenbertmuseum
Erkenbertmuseum

Die kreisfreie Stadt Frankenthal (Pfalz) liegt im Nordosten der Pfalz zwischen den Städten Worms und Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz, Deutschland . Sie gehört zu den traditionsreichsten Städten im Rhein-Neckar-Raum und entwickelte sich im Bannkreis der alten Kulturzentren Worms, Heidelberg und Speyer.

Frankenthal gehört zum "Verdichtungsraum Rhein-Neckar" und bildet mit einer großen Anzahl von benachbarten Kommunen den als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eckpunkte

772 Erste urkundliche Erwähnung als Franconodal
1119 Gr√ľndung des Augustiner-Chorherrenstifts
1562 Niederlassung von 58 calvinistischen Fl√ľchtlingsfamilien in Frankenthal
Abschluss einer "Capitulation" hier√ľber mit Kurf√ľrst Friedrich III.
1577 Verleihung der Stadtrechte
1718 Beginn der Stadtbefestigung unter Kurf√ľrst Karl III. Philipp
1755 Gr√ľndung der Porzellanmanufaktur (Frankenthaler Porzellan)
1772 - 81 Bau eines Kanals zum Rhein (1955 zugesch√ľttet)
1919 Eingemeindung von Flomersheim, Mörsch und Studernheim
1943 Bei einem Bombenangriff Zerstörung der Innenstadt zu etwa 90 %
1969 Eingemeindung von Eppstein

Entwicklung

In einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahr 772 wird die Gemeinde, die urspr√ľnglich Franconodal hie√ü und eine fr√§nkische Gr√ľndung aus dem sp√§ten 5. Jahrhundert ist, erstmals erw√§hnt. Bis ins 12. Jahrhundert bleibt der Ort allerdings abseits des gro√üen Geschehens.

Erst die Gr√ľndung eines Augustiner-Chorherrenstifts durch den Wormser Adligen Erkenbert im Jahre 1119 und eines Frauenstifts durch seine Gattin Richlindis sechs Jahre sp√§ter f√ľhrt zu einer grundlegenden Ver√§nderung des d√∂rflichen Lebens. Vor allem das Chorherrenstift entwickelt sich sehr schnell zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum, das in die gesamte Region ausstrahlt. Frankenthal erlebt seine erste Bl√ľtezeit. Von besonderer Bedeutung ist das Skriptorium des Klosters, in dem zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Handschriften entstehen.

W√§hrend das Frauenstift bereits im 15. Jahrhundert geschlossen wird, besteht das Chorherrenstift bis ins 16. Jahrhundert . 1562 wird es allerdings durch Kurf√ľrst Friedrich III. aufgehoben und einer Gruppe fl√§mischer Fl√ľchtlinge zur Verf√ľgung gestellt, die ihre Heimat wegen ihres reformierten Glaubens hatten verlassen m√ľssen. Die kleine Gemeinde, unter deren Mitgliedern sich zahlreiche Maler , Gold- und Silberschmiede , Gobelinwirker , Textilfabrikanten und Kaufleute befinden, prosperiert schnell und wird bereits im Jahre 1577 zur Stadt erhoben.

Doch dieser Aufschwung hält nicht allzu lange an. Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts zur stärksten linksrheinischen Festung der Kurpfalz ausgebaut, gerät Frankenthal schnell in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges und wird im September 1689 von französischen Truppen in Brand gesteckt und fast völlig zerstört.

Dem Niedergang aber folgt bald neuer Aufschwung. Im 18. Jahrhundert wird Frankenthal dritte Hauptstadt der Kurpfalz und avanciert zum Experimentierfeld staatlich- merkantilistischer Wirtschaftsf√∂rderung. √úber 20 Manufakturen entstehen in der Stadt. Sie stellen vor allem Galanteriewaren her. Unter ihnen befindet sich aber auch eine Glockengie√üerei, auf die die heutigen metallverarbeitenden Betriebe der Stadt zur√ľckgehen. Besondere Bedeutung erlangt auch die 1755 errichtete Porzellanmanufaktur , die zwar nur 45 Jahre Bestand hat, deren Produkte aber noch heute weltweiten Ruf genie√üen und als wertvolle Antiquit√§ten gehandelt werden. Ein Kanal , 1781 vollendet, verbindet Frankenthal mit dem nahen Rhein.

Die Wirren der Franz√∂sischen Revolution bereiten auch dieser dritten Bl√ľtezeit ein j√§hes Ende. Von 1798 bis 1815 befindet sich Frankenthal unter franz√∂sischer Verwaltung und ist Kantonshauptstadt im D√©partement Mont Tonnerre . Nach dem Wiener Kongress wird die Pfalz bayerisch, Frankenthal aber bleibt lange Zeit ein "unbedeutendes Landst√§dtchen", wie ein zeitgen√∂ssischer Beobachter notiert.

Erst mit der Industriellen Revolution stellt sich neuer Aufschwung ein. Durch die Gr√ľndung der Firmen KKK, Albert, KSB und Bettinger & Balcke in den Jahren 1859 - 1899 wird die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum der metallverarbeitenden Industrie. Die in Frankenthal hergestellten Pumpen, Turbinenkessel und Druckmaschinen genie√üen weltweiten Ruf. Auch die Zahl der Einwohner steigt rapide an: 1850 sind es 4.767, f√ľnfzig Jahre sp√§ter 16.899, heute etwa 50.000.

Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete und längst zu eng gewordene Stadtmauer wird um die Wende zum 20. Jahrhundert bis auf geringe Reste beseitigt, die Innenstadt dicht bebaut. 1919 werden die drei nahe der Stadt liegenden Dörfer Flomersheim, Mörsch und Studernheim eingemeindet. Neubaugebiete und neue Industrien entstehen.

Am 23. September 1943 wird Frankenthal durch Bomben stark zerst√∂rt und verliert einen Gro√üteil seiner √§lteren Bebauung. Die Stadt kann in den 1950er und 1960er Jahren aber sehr schnell wieder an ihre wirtschaftlichen und urbanen Traditionen ankn√ľpfen.

Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wird Eppstein im Jahre 1969 eingemeindet.

Frankenthal, so schwärmte der Dichter August von Platen im Jahre 1815 , sei ein "gar so schöngebautes Städtchen", eines der schönsten in der ganzen Pfalz. Ob dies heute noch stimmt, darf bezweifelt werden, ist die Stadt doch nach dem Krieg wie viele Städte in typischer Nachkriegsarchitektur aufgebaut worden.

Frankenthal heute

siehe die Selbstdarstellung auf der Homepage der Stadt Frankenthal

Sehensw√ľrdigkeiten

  • Auf der Gemarkung der Stadt liegt der tiefste Punkt der Pfalz (87,3 m). Dieser befindet sich nur wenige hundert Meter vom Rhein entfernt auf einem Kartoffelacker des Klosgartenhofes, eines landwirtschaftlichen Betriebes im nord√∂stlichen Vorort M√∂rsch an der Grenze zum Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide.

Wappen

Beschreibung: In Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, der in der erhobenen rechten Tatze einen goldenen Reichsapfel und mit der linken einen roten Schild trägt. Im Schild ist ein dreieckiger, mit der Spitze nach oben gekehrter goldener Eckstein zu sehen.
Begr√ľndung: Der Wappenschild mit dem Eckstein soll der jungen Stadt Frankenthal 1570 von Kurf√ľrst Friedrich III. von der Pfalz verliehen worden sein. Die Deutung ist umstritten und schwankt zwischen Dreiherrenstein und stilisierter Pflugschar, letzteres unter Berufung auf das √§lteste Grundbuch Frankenthals von 1597 . Wahrscheinlicher ist eine theologische Deutung: Gem√§√ü dem Leitwort der reformierten Glaubensfl√ľchtlinge "Christus is de enige Sthen, darup syne Gemeente rust" oder gem√§√ü der Devise "Gott ist unser Eckstein". Ferner wird es nachtr√§glich als Hinweis auf die drei Frankenthaler Kirchengemeinden, die niederl√§ndische, die wallonische und die deutsch- reformierte , gedeutet.

Politik

Verwaltungsgliederung

Die Stadt Frankenthal besteht aus der Stadt Frankenthal und vier Ortsbezirken

Frankenthal-Stadt: 1.427,7 ha / 39.539 Einwohner
Frankenthal-Eppstein : 719,2 ha / 2.740 Einwohner
Frankenthal-Flomersheim: 481,5 ha / 2.828 Einwohner
Frankenthal-Mörsch : 1.327,1 ha / 3.412 Einwohner
Frankenthal- Studernheim : 422,9 ha / 1.491 Einwohner

Gesamt: 4.378,4 ha, Einwohnerzahl: Stand 31. Mai 2002

Stadtrat

Wahlergebnis der Wahl zum Stadtrat am 13. Juni 2004 :

  1. CDU 50,8% (+3,9) - 23 Sitze (+1)
  2. SPD 25,6% (-10,9) - 11 Sitze (-6)
  3. FWG 8,5% (+2,2) - 4 Sitze (+1)
  4. GR√ú 6,1% (+1,5) - 2 Sitze (=)
  5. REP 4,7% (+2,1) - 2 Sitze (+2)
  6. FDP 4,3% (+1,6) - 2 Sitze (+2)

Liste der Oberb√ľrgermeister

  • Theo Wieder (CDU): 2000 - heute
  • Peter Popitz (SPD): 1990 - 1999
  • Jochen Riebel (CDU): 1984 - 1989
  • G√ľnter Kahlberg (CDU): 1972 - 1983
  • Berno Zei√üler (SPD): 1964 - 1972
  • Dr. J√ľrgen Hahn (SPD): 1959 - 1964
  • Dr.Dr.h.c. Emil Kraus: 1949 - 1959
  • Adam Kroll (CDU): 1949
  • Karl Breyer (SPD): 1947 - 1948
  • Karl Zimmermann (SPD): 1946 - 1947
  • Dr. Hermann Strasser: 1921 - 1933; 1945

Wirtschaft

  • Maschinenbau
    • KSB
    • KKK
    • KBA
  • Kunststoff - und Lederindustrie
    • Sternjakob (Scout)
  • Getr√§nkeindustrie

Persönlichkeiten

  • Paul Bertololy (* 12. Februar 1892 in Frankenthal; ‚Ć 28. November 1972 in Lembach (Elsass) war ein Arzt und Schriftsteller .
  • Albert Bo√ület (* 23. Januar 1880 in Frankenthal; ‚Ć 29. Oktober 1957 in W√ľrzburg) war ein Architekt und vor allem als Kirchenbaumeister t√§tig.
  • Stephan Cosacchi (* 5. Juli 1903 in Budapest ( Ungarn ); ‚Ć 1986 in Frankenthal) war ein ungarisch-deutscher Komponist , Pianist und Dirigent . Nach ihm ist der Stephan-Cosacchi-Platz benannt.
  • Arnold Fanck (* 8. M√§rz 1889 in Frankenthal; ‚Ć 29. September 1974 in Freiburg im Breisgau war ein deutscher Regisseur und Pionier des Bergfilms.
  • Werner Holz (* 1. November 1948 in Gr√ľnstadt (Pfalz); ‚Ć 8. August 1991 in Ludwigshafen am Rhein) war ein Maler und Grafiker.
  • Philipp Karcher (* 1. August 1837 in Kaiserslautern; ‚Ć 10. Januar 1894 in Frankenthal) war ein Unternehmer , dessen soziale Innovationen eng mit der Stadt verkn√ľpft sind. Seine B√ľste steht vor dem restaurierten Hauptgeb√§ude der Zuckerfabrik, in deren N√§he auch die Philipp-Karcher-Stra√üe zu finden ist.
  • Ludwig Marum (* 5. November 1882 in Frankenthal; ‚Ć 29. M√§rz 1934 im KZ Kislau bei Bruchsal) war ein Rechtsanwalt , Politiker und Opfer des NS-Regimes.
  • Johannes Mehring (* 4. Juli 1815 in Kleinniedesheim; ‚Ć 24. November 1878 in Frankenthal) war ein Erfinder auf dem Gebiet der Imkerei . Nach ihm ist die Johannes-Mehring-Stra√üe benannt.
  • Adolf Metzner (* 25. April 1910 in Frankenthal; ‚Ć 4. M√§rz 1978 in Hamburg) war ein Leichtathlet und Sportmediziner . Nach ihm ist der Adolf-Metzner-Park benannt.
  • August von Parseval (* 5. Februar 1861 in Frankenthal; ‚Ć 22. Februar 1942 in Berlin) war ein Konstrukteur von Luftschiffen . Nach ihm ist der Parsevalplatz benannt.
  • Oskar Perron (* 7. Mai 1880 in Frankenthal; ‚Ć 22. Februar 1975 ) war ein Mathematiker .
  • Georg Vierling (* 5. September 1820 in Frankenthal; ‚Ć 1. Juni 1901 in Wiesbaden) war ein deutscher Komponist . Nach ihm ist die Vierlingstra√üe benannt.

Bilder

Weblinks

Wikipedia

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