fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Eschwege: 08.02.2006 19:57

Eschwege

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen der Kreisstadt Eschwege Deutschlandkarte, Position von Eschwege hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : Kassel
Landkreis : Werra-Mei├čner-Kreis
Fl├Ąche : 63,27 km┬▓
Einwohner : 21.004 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 332 Einwohner je km┬▓
Geografische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 11' N, 10┬░ 4' O
51┬░ 11' N, 10┬░ 4' O
H├Âhe : 211 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 37269
Vorwahl : 05651
Kfz-Kennzeichen : ESW
Gemeindeschl├╝ssel : 06 6 36 003
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obermarkt 22
37269 Eschwege
Website: www.eschwege.de

www.werratal-tourismus.de

E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@eschwege-rathaus.de
Politik
B├╝rgermeister : J├╝rgen Zick ( SPD )

Eschwege liegt als Kreisstadt des Werra-Mei├čner-Kreises im Nordosten von Hessen ( Deutschland ).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Mittelstadt liegt in einer recht weitl├Ąufigen Flussniederung der Werra nordwestlich des Schlierbachswaldes und ├Âstlich des Hohen Mei├čners.

Die n├Ąchste hessische Gro├čstadt ist Kassel (ca. 45 km nordwestlich); in Niedersachsen ist dies G├Âttingen (ca. 40 km n├Ârdlich). Das th├╝ringische M├╝hlhausen (ca. 28 km ├Âstlich) ist die n├Ąchste Mittelstadt in Richtung Osten. In Richtung S├╝den ist die n├Ąchste hessische Mittelstadt Bad Hersfeld.

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt Eschwege besteht die Stadt aus den Stadtteilen Albungen, Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederd├╝nzebach, Niederhone, Oberd├╝nzebach und Oberhone.

Geschichte

Eschwege: Blick auf Werrabr├╝cke und "Br├╝ckenhausen"
Eschwege: Blick auf Werrabr├╝cke und "Br├╝ckenhausen"

Seine erste Erw├Ąhnung findet eskinivvach im Jahre 974 . Dieser Name entstammt einer alten germanischen Sprachschicht und bedeutet soviel wie die Siedlung bei den Eschen am Wasser. Sprachgeschichtlich l├Ą├čt sich die Entstehung des Ortes somit auf eine Zeit vor der Eroberung durch die Franken datieren. Das war nach dem Jahr 500 , sp├Ątestens um 700 . Noch in karolingischer Zeit entstand hier ein fr├Ąnkischer K├Ânigshof, der als Grenzbefestigung ├╝ber den Werrafurt nach Th├╝ringen wachte.

Die Ersterw├Ąhnung stammt von Kaiser Ottos II., der in einer Urkunde den K├Ânigshof und die Siedlung seiner Frau Theophano als Erbe hinterl├Ąsst. Ihre Tochter Sophie gr├╝ndet um 1000 auf dem Cyriakusberg ein Kanonissenstift , das dem heiligen Cyriakus geweiht wurde. Im 10. und 11. Jahrhundert gab es hier eine Pfalz der Merowinger . Auf diese Zeit deutet noch der heilige Dionys hin, der bevorzugte Heilige der Merowinger, dem die Altst├Ądterkirche geweiht ist.

Die Marktrechte erhielt der Ort um 1188 und die Stadtrechte folgten vor dem Jahr 1249 . Aus dieser Zeit stammen auch die Grundlagen der bis in die Neuzeit florierenden Tuch- und Ledererzeugung. Ab 1264 geh├Ârte Eschwege unter Heinrich I. von Hessen kurzzeitig zu Hessen. Im Jahre 1385 zog Landgraf Balthasar von Th├╝ringen in die Stadt ein und baute 1386 eine Burg. Im Jahre 1433 fiel die Stadt wieder an die Landgrafschaft Hessen. Die Landgrafen Philipp I., Wilhelm IV. und Moritz bauten die Burg zu einem Schloss aus. Von 1627 bis 1632 war es Altersitz des Landgrafen Moritz und von 1731 bis 1755 Residenz des Landgrafen Christian von Hessen-Rotenburg-Wanfried (einer Nebenlinie des Hauses Hessen-Kassel).

Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wurde Eschwege an Ostern 1637 durch kaiserliche Kroaten unter Feldmarschall G├Âtz gepl├╝ndert und weitgehend von den gelegten Br├Ąnden verw├╝stet.

Die Stadt erhielt im Jahre 1875 einen Bahnanschluss, als die Strecke von Bebra nach Eschwege gebaut wurde. Der Bahnhof Niederhone (ab 1938 Eschwege West) war Kreuzungspunkt der Kanonenbahn mit der Bebraer Bahn.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs , wurde im Januar 1946 in Eschwege auf dem Gel├Ąnde eines Luftwaffenst├╝tzpunktes ein DP-Lager eingerichtet f├╝r j├╝dische so genannte " Displaced Persons ". Das Lager, das zeitweise bis zu 3300 Menschen beherbergte wurde im April 1949 aufgel├Âst.

Religionen

J├╝dische Gemeinde

Bereits im Mittelalter lebten Juden in der Stadt (erster Nachweis 1301). Bei der Verfolgung in der Pestzeit 1348/49 wurde die j├╝dische Gemeinde vernichtet. 1457 wird eine "Judengasse" genannt. 1507 ist vom "vicus iudaicus" die Rede. Die Judengasse befand sich im Stadtzentrum zwischen "Kohlenmarkt" und "Neuer Steinweg". 1580 werden 30 j├╝dische Einwohner in der Stadt genannt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts nahm die Zahl auf 171 j├╝dische Einwohner zu (4,9 % der Gesamtbev├Âlkerung). Die j├╝dischen Familien lebten zun├Ąchst fast ausschlie├člich vom Vieh- und Warenhandel (Textilien). Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche j├╝dische Handels-, Gewerbe- und Industriebetriebe, die eine ├╝beraus gro├če Bedeutung f├╝r das Wirtschaftsleben der Stadt hatten. Auch im ├Âffentlichen Leben zeigte sich eine rege Beteiligung der j├╝dischen Einwohner. Die Gemeinde geh├Ârte zum Rabbinatsbezirk Niederhessen (Kassel), hatte jedoch ein eigenes Kreisrabbinat. Die h├Âchste Zahl j├╝discher Einwohner wurde 1885 mit 549 Personen erreicht. Eine Synagoge wurde 1838 eingeweiht. Ihre Inneneinrichtung wurde beim Novemberpogrom 1938 v├Âllig zerst├Ârt (seit 1954 ist in der ehemaligen Synagoge die neuapostolische Kirche von Eschwege). Nach 1933 ist ein Teil der j├╝dischen Gemeindeglieder (1933: 421 Personen) auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert, ein gr├Â├čerer Teil von ihnen in die USA (80 Personen). 1941-42 wurden die letzten etwa 100 j├╝dischen Einwohner in die Vernichtungslager deportiert. Nach 1945 bestand f├╝r einige Jahre ein Lager f├╝r j├╝dische KZ-├ťberlebende in der Stadt ( DP-Lager unter Aufsicht der UNRRA ), doch sind fast alle Lagerinsassen nach Gr├╝ndung des Staates Israel dorthin ausgewandert. Die wieder in Eschwege lebenden j├╝dischen Bewohner waren jedoch zu wenige, um auf Dauer wieder eine Gemeinde bilden zu k├Ânnen.

Eingemeindungen

1936 wurde Niederhone eingemeindet, im Rahmen der Gebietsreform 1973 wurden die sechs anderen oben genannten Gemeinden in die Stadt eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004
Einwohner 22.094 21.951 21.723 21.625 21.597 21.387 21.086

Politik

Altes Rathaus
Altes Rathaus

Die Stadtverordnetenversammlung Eschwege z├Ąhlt 37 Stadtverordnete. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 18. M├Ąrz 2001 wie folgt dar:

SPD  : 16 Sitze
CDU  : 12 Sitze
FDP  : 4 Sitze
FWG  : 3 Sitze
B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen  : 2 Sitze

Der Magistrat besteht aus 9 Stadtr├Ąten. Davon entfallen 4 Sitze auf die SPD , 2 Sitze auf die CDU , 2 Sitze auf die FDP und ein Sitz auf einen Parteilosen .

B├╝rgermeister

Derzeitiger B├╝rgermeister ist J├╝rgen Zick ( SPD ), er wurde am 15. Juni 2003 mit 60,6% der Stimmen f├╝r weitere sechs Jahre wiedergew├Ąhlt und setzte sich damit gegen zwei Gegenkandidaten durch ( BGM-Direktwahl 2003 ).

Wappen

Blasonierung: Das Wappen der Kreisstadt Eschwege zeigt eine silberne Burg mit zwei spitzbedachten T├╝rmen auf rotem Grund. Zwischen beiden T├╝rmen schwebt ein gr├╝ner Eschenzweig mit drei gefiederten Bl├Ąttern.


Zur Verwendung hat die Kreisstadt Eschwege eine Satzung zum Schutz des Stadtwappens erlassen.

St├Ądtepartnerschaften

  • St.-Mand├ę ( Frankreich , D├ępartement du Val de Marne , seit 1989)
  • M├╝hlhausen (Th├╝ringen, seit 1989)
  • Regen (Bayern, seit 1997; St├Ądtefreundschaft seit 1967)

Patenschaften bestehen zum Tender "Werra" der Bundesmarine, der BP 26 "Eschwege" der Bundespolizei See und der Lufthansa-Maschine D-ACPH "Eschwege"

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

  • Stadtmuseum Eschwege
  • Eschweger Zinnfigurenkabinett

Bauwerke

Eschwege hat noch einen mittelalterlicher Stadtkern mit geschlossener Fachwerkbebauung. Daneben gibt es folgende sehenswerte Bauten.

  • Altst├Ądter- oder Marktkirche
  • Eschweger Landgrafenschloss (1386 erbaut, im 15. und 16 Jahrhundert erweitert)
  • Hochzeitshaus (st├Ądtisches B├╝rgerhaus von 1578)
  • Schulberg (Cyriakusberg) mit dem Karlsturm (letzter erhaltener Bau des Stifts aus dem 11. Jahrhundert)
  • Nikolaiturm (ehemaliger Kirchturm von 1455)
  • Bismarckturm auf dem Leuchtberg (von 1903)
  • Sch├Ąferhalle (Pavillonbau am Westabhang des Leuchtberges)

Parks

  • Werratalsee Eschwege (Naherholungsgebiet)
  • Sophien-Garten
  • Botanischer Garten
  • Leuchtbergpark

Sport

Auf dem Werratalsee liegt eine in Hessen einzigartige Regattastrecke mit 6 Bahnen und 1500m L├Ąnge, wo seit einigen Jahren die Hessenmeisterschaften ausgetragen werden. Es gibt Bestrebungen, diese auf 2000m zu verl├Ąngern, was Eschwege zu einem noch wichtigeren Regattaort machen w├╝rde.

Auf der Reitanlage in unmittelbarer N├Ąhe des Werratalsees werden j├Ąhrlich die Nordhessischen und Hessischen Meisterschaften im Springreiten und Dressureiten ausgetragen.

Der Eschweger TSV ist der gr├Â├čte Sportverein im Kreisgebiet, er besteht aus neun Abteilungen, u.a. werden Handball, Tischtennis, Turnen, Schwimmen und Leichtathletik angeboten.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • Johannisfest im Juli
  • Open Flair Festival
  • Wurschtfest in Eschwege im September
  • Eschweger Puppen-Festtage, 1. Wochenende im November
  • Eschweger Fr├╝hlingsfest
  • Eschweger Sch├╝tzenfest, 1. Wochenende im September
  • Werra-Man (Triathlonveranstaltung)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch die Stadt f├╝hren die Bundesstra├čen B 27, B 249 und B 452. Die Stadt liegt an der RegionalBahn -Linie R7 G├ÂttingenEschwege-WestBebraBad Hersfeld und geh├Ârt dem Nordhessischen Verkehrsverbund an.

Ans├Ąssige Unternehmen

  • Eschweger Klosterbrauerei AKE
  • Stadtwerke Eschwege GmbH
  • Georg Sahm GmbH & Co. KG

Medien

  • Werra Rundschau
  • Marktspiegel
  • Rundfunk Mei├čner

├ľffentliche Einrichtungen

Neben den f├╝r eine Kreisstadt ├╝blichen ├ämtern und Beh├Ârden gibt es folgende Einrichtungen.

  • ARGE - Arbeitsf├Ârderung Werra-Mei├čner
  • AWO Nordhessen - Kreisverband Eschwege e. V
  • espada (Freizeitbad)
  • RKH Regionalverkehr Kurhessen GmbH
  • Staatl. Amt f├╝r Veterin├Ąrwesen und Verbraucherschutz
  • Stadtbibliothek Eschwege
  • T├ťV Staatl. Technische ├ťberwachung Hessen GmbH

Bildung

  • Alexander-von-Humboldt-Schule
  • Anne-Frank-Schule
  • Berufliche Schulen
  • Br├╝der-Grimm-Schule
  • Freie Waldorfschule Werra-Mei├čner
  • Friedrich-Wilhelm-Schule
  • Geschwister-Scholl-Schule
  • Oberstufengymnasium
  • Pestalozzischule f├╝r Lernhilfe
  • Struthschule
  • Bundespolizei - Aus- und Fortbildungszentrum Mitte
  • Volkshochschule
  • Familienbildungsst├Ątte

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • Rolf Hochhuth
  • G. G. Anderson (Schlagers├Ąnger)
  • Otto Heinemann (Vater des ehem. Bundespr├Ąsidenten Gustav Heinemann)
  • Hartmut Holzapfel (Hessischer Kultusminister 1991 - 1999)
  • Paul Westheim (Kunsthistoriker)
  • Die Musikgruppe The Bates gr├╝ndete sich in Eschwege

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Seidenbergers Bahnstation 37276 Meinhard-Schwebda http://www.seidenbergers-bahnstation.de/  0 56 51 / 330 740

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Eschwege aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Eschwege verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de