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Letzte Änderung für Artikel Simmern/ Hunsrück: 03.02.2006 11:11

Simmern/ Hunsrück

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Lage von Simmern/ Hunsrück in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis : Rhein-Hunsrück-Kreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 49° 59′ n. Br., 07° 31′ ö. L.
49° 59′ n. Br., 07° 31′ ö. L.
Höhe : ca. 400 m ü. NN
Fläche : 12 km²
Einwohner : 7.958 (31. Dez. 2002)
Bevölkerungsdichte : 650 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 55469
Vorwahl : 06761
Kfz-Kennzeichen : SIM
Gemeindeschlüssel : 07 1 40 144
Adresse der
Stadtverwaltung:
Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Website: Homepage der Verbandsgemeinde
Politik
Bürgermeister : Manfred Faust ( parteilos )

Simmern ist eine Stadt im der Mitte von Rheinland-Pfalz.

Die Stadt Simmern/Hunsrück ist Mittelzentrum und Kreisstadt des Rhein-Hunsrück-Kreises sowie der Verbandsgemeinde Simmern.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Stadtfläche beträgt 1196 ha, die Stadt liegt genau auf dem 50. Breitengrad. Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde ist Manfred Faust.

Simmern liegt an der Bundesstraße 50 in der Nähe der Bundesautobahn 61. Außerdem verfügt die Stadt über einen Bahnhof an der Bahnlinie Bingen -Hermeskeil. Die Strecke ist allerdings stillgelegt und Simmern nur noch mit dem Bus erreichbar. Jedoch soll sie auf Grund des boomenden Flughafen Frankfurt-Hahn in den nächsten Jahren wieder reaktiviert werden und dann den Flughafen mit dem Rhein-Main-Gebiet verbinden.

Bildung

An Bildungseinrichtungen existieren zwei Grundschulen (die Kurt-Schöllhammer-Grundschule sowie die Rottmannschule), eine regionale Schule mit Haupt- und Realschulabschluss und das staatliche, mathematisch-naturwissenschaftliche Herzog-Johann-Gymnasium, sowie berufsbildende Schulen mit einem Wirtschaftsgymnasium, mehrere Fach- und Fachoberschulen und eine Schule für Lernbehinderte.

Institutionen

Neben der Stadt- und Kreisverwaltung verfügt die Stadt auch über eine Reihe weiterer Dienststellen (Amtsgericht, Finanz-, Gesundheits- und Katasteramt, Post, Außenstelle der Industrie- und Handelskammer Koblenz, Kreishandwerkerschaft). Außerdem ist sie Standort eines Technologie- und Gründerzentrums. Auch ein Kino ("Pro-Winz-Kino") ist vorhanden. Neben dem VfR 1921 Simmern verfügt die Stadt über eine ganze Bandbreite anderer Vereine.

Wirtschaft

Zu den größten Arbeitgebern der Stadt zählen die ZF Boge Elastmetall GmbH (600 Beschäftigte), die CompAir Drucklufttechnik GmbH (500), die Pfefferkorn & Co GmbH (Sektstopfenhersteller), die Massa GmbH (Fertighausbau), die Hunsrück-Klinik und die DHL mit einer Logistikzentrale. Daneben gibt es mehrere Verbrauchermärkte und eine Vielzahl kleinerer Dienstleister.

Freizeit

Simmern verfügt über ein Freizeitbad und ein Naturfreibad, die Indoor-Kindererlebniswelt "Dschungeldorf" http://www.dschungeldorf.de und ein Kino.

Die Stadt liegt am Schinderhannes-Radweg und am Soonwald-Radweg. Diese führen von Emmelshausen über Kastellaun und Simmern zum Soonwald, die Gesamtlänge beträgt 54 km.

Sehenswürdigkeiten

  • Barocke katholische St. Josefskirche aus dem 18. Jh. mit sehenswerten Deckenfresken !
  • Spätgotische evangelische Stephanskirche, erbaut 1486 bis 1510 , mit Grabmälern der Herzöge von Pfalz-Simmern und historischer Orgel von 1776 aus der Werkstatt der Hunsrücker Orgelbauer Familie Stumm .
  • Kulturzentrum im Neuen Schloss mit Hunsrückmuseum, Friedrich-Karl-Ströher-Ausstellung (Hunsrück-Maler) und Stadtbücherei
  • Schinderhannesturm im Zentrum der Stadt. Im Schinderhannesturm waren zu verschiedenen Zeiten die Räuber Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, und Johann Peter Petri , genannt Schwarzer Peter, gefangen, beide konnten aber ausbrechen.

Geschichte

Mittelalter und frühe Neuzeit

Die Stadt wurde 847 erstmalig urkundlich erwähnt, war aber bereits in der Römerzeit besiedelt und lag an der wichtigen Heerstraße Bingen -Trier. Simmern gehörte zunächst dem Nahegaugrafen, der den Ort an ein Mainzer Kloster verschenkte; später wurde er Besitz des Raugrafen und war damit Teil des Territoriums des Erzbistums Trier. Von dessen Erzbischof Balduin erhielt Simmern 1330 das Stadtrecht. Die Wochen- und Jahrmärkte der Stadt zogen Händler des gesamten Hunsrücks an und sorgten für ein Aufblühen von Handel und Gewerbe. Mit dem Stadtrecht verbunden war die Befestigung mit einer wehrhaften Doppelmauer, die mit einer Reihe von Türmen und Toren versehen wurde. Noch im 14. Jahrhundert wurde Simmern an die Pfalzgrafen aus dem Hause Wittelsbach weiterverkauft. Die pfälzischen Wittelsbacher waren seit 1356 Kurfürsten waren und spalteten sich 1410 nach dem Tod Ruprechts III., der auch die deutsche Königskrone innehatte, in mehrere Linien auf, darunter die Linie Pfalz-Simmern, die ihre Residenz in der Stadt nahmen. Zu nennen sind die Herzöge Ludwig III., Friedrich I., Johann I. und vor allem Johann II . Dieser regierte in Simmern von 1509 - 1557 , war humanistisch und künstlerisch gebildet, ließ eine erste Druckerei in der Stadt errichten und förderte insbesondere die Bildhauerkunst. Er führte in seinem Land auch die Reformation ein, was zu Spannungen mit den umgebenden Erzbistümern Trier und Mainz führte. Ihm folgte Kurfürst Friedrich III., der zum Calvinismus wechselt und eine führende Rolle in der Reichspolitik spielte. Im Jahre 1559 folgte die Linie Pfalz-Simmern der erlöschenen Hauptlinie der Pfalz mit der Kurwürde in Heidelberg nach. Die Söhne Friedrichs III. Georg und Richard bildeten die kurzlebige Linie der Pfalzgrafen von Simmern-Sponheim, deren Besitz nach Richards Tod 1598 wieder an das Kurfürstentum unter Friedrich IV. zurückfiel.

Kriege um die Pfalz

Friedrichs IV. Sohn Friedrich V. trug mit seiner Kandidatur für den böhmischen Königsthron als "Winterkönig" mit dazu bei, dass der Dreißigjährige Krieg eskalierte und schnell auch seine Besitzungen in der Rheinpfalz erfasste. Diese waren inzwischen mit Begründung der jüngeren Linie Pfalz-Simmern durch seinen Bruder Ludwig Philipp 1611 erneut geteilt worden, doch fällt auch diese mit dem Tod von dessen Sohn Ludwig Heinrich 1673 wieder an die Hauptlinie unter Karl I. Ludwig zurück, der im Westfälischen Frieden die Kurwürde zurückerlangte. Dank seiner Befestigungen konnte die Stadt Simmern die Kriegswirren relativ unbeschädigt überstehen, doch kam es durch den Tod des Sohnes Karls I., Karl II. zu neuen Wirren, da mit ihm die Linie der pfälzischen Wittelsbacher ausstarb und Frankreich Besitzrechte anmeldete, da Liselotte von der Pfalz, Schwester Karls II. und in den Augen der Franzosen erbberechtigt, mit Philipp I. von Orléans verheiratet war, dem Sohn Ludwigs XIV. ; da aber auch die wittelsbacher Linie Pfalz-Neuburg Ansprüche auf das Simmerner Erbe erhob, brach 1688 der Pfälzer Erbfolgekrieg aus, in dessen Verlauf die Franzosen weite Gebiete der Pfalz verwüsteten. Die Stadt Simmern selbst war kurz zuvor von zahlreichen Hugenotten , die der religiösen Verfolgung in Frankreich entflohen, regelrecht überflutet worden. Am 17. September 1689 schließlich eroberten die französischen Truppen die Stadt, die sie fast vollständig in Trümmern legten. Das Residenzschloss wurde, ebenso wie das in Heidelberg, zur Ruine, lediglich Stefanskirche, der Pulverturm, dem späteren Schinderhannesturm und eine Hand voll Häuser überstanden die Katastrophe. Immerhin blieb die Pfalz infolge des Friedens von Rijswijk wittelsbachisch. Im 18. Jahrhundert war Simmern dann aber nur noch Sitz eines pfälzischen Oberamts, da die Kurfürsten in Mannheim residierten.

18. bis 20. Jahrhundert

Nach der französischen Revolution eroberten die Franzosen erneut die Pfalz, die von ihnen annektiert wurde. Simmern wurde ein Kanton im Département Rhin-et-Moselle . Der Besatzungsmacht stellte sich bald Johannes Bückler , genannt Schinderhannes, entgegen, der mit seiner Räuberbande im Hunsrück aktiv wurde und 1799 kurzzeitig im heutigen Schinderhannes-Turm in Simmern inhaftiert war, von wo ihm aber die Flucht gelang. 1804 weilte Kaiser Napoleon in der Stadt, die mittlerweile auch eine demokratische Stadtverwaltung erhalten hatte. 1815 kam Simmern dann an Preußen.

Die Situation der Stadt, die im Hunsrück doch etwas abseits der Zentren der Industrialisierung lag, war im 19. Jahrhundert nicht leicht, zumal es 1845 auch noch zu Kartoffelfäule und Missernten kam, woraufhin viele Bewohner der Stadt nach Amerika auswanderten.

Im ersten Weltkrieg war Simmern wichtiger Stützpunkt der Etappe der Westfront. In der Zwischenkriegszeit litt die Stadt, die zudem bis 1930 erneut französisch besetzt war, unter der wirtschaftlichen Situation jener Zeit. Im Zweiten Weltkrieg kam es dann erneut zu Verwüstungen, zumal es in unmittelbarer Nähe eines Militärflughafens (dem heutigen Flughafen Frankfurt-Hahn lag. 1945 wurde Simmern von US-amerikanischen Truppen befreit, wurde dann mit der Pfalz der französischen Besatzungszone zugeschlagen und gehört seit 1946 dem Land Rheinland-Pfalz an. Die USA nutzte den Flugplatz Hahn bis zur Wende als Air-Force-Stützpunkt, der mit dem Abzug der Amerikaner schließlich für die zivile Luftfahrt freigegeben wurde.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1868: Peter Joseph Rottmann , Mundartdichter

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • 1800: Johannes Bückler , Räuber
  • 1804: Napoléon Bonaparte , Kaiser von Frankreich

Weblinks

Wikipedia

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