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Letzte Änderung für Artikel Euskirchen: 20.02.2006 14:39

Euskirchen

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Euskirchen Lage der Stadt Euskirchen in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : K├Âln
Kreis : Euskirchen
Gemeindeart : Kreisstadt
Fl├Ąche : 139,63 km┬▓
Einwohner : 55.120 (31. Dezember 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 395 Einwohner/km┬▓
H├Âhe : 137-412 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 53879-53881
Vorwahlen : 02251, 02255
Geografische Lage :
Koordinaten: 50┬░ 40' 0" n. Br., 6┬░ 46' 60" ├Â. L.
50┬░ 40' 0" n. Br., 6┬░ 46' 60" ├Â. L.
Kfz-Kennzeichen : EU
Amtliche Gemeindekennzahl : 05 3 66 016
Gliederung des Stadtgebiets: 21 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: K├Âlner Stra├če 75
53879 Euskirchen
Website: www.euskirchen.de
E-Mail-Adresse: info@euskirchen.de
Politik
B├╝rgermeister : Dr. Uwe Friedl ( CDU ) seit 1999.

Euskirchen ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Rheinland, Nordrhein-Westfalen ( Deutschland ).

Euskirchen erhielt die Stadtrechte im Jahre 1302 und wurde im Jahre 1827 Kreisstadt des gleichnamigen Kreises . Damit ist sie Zentrum einer eigenen Region. Mit ihren ├╝ber 55.000 Einwohnern ist sie Sitz zahlreicher zentraler Institutionen f├╝r einen Versorgungsbereich von weit ├╝ber 180.000 Menschen.

Die Mischung aus noch erhaltener Historie und ihrem modernen Einkaufsstadt-Charakter macht Euskirchen zu einer "Stadt mit Gesicht". Dies sagt auch das Logo der Stadt aus. Teile der alten Stadtmauer sowie drei der T├╝rme, die fr├╝her zur Stadtbefestigung geh├Ârten, stehen Seite an Seite mit moderner Architektur. Innerhalb des mittelalterlichen Stadtmauerrings erstreckt sich die Fu├čg├Ąngerzone. Zwischen dem Alten Markt und dem Bahnhof l├Ądt Euskirchen zum Bummeln, Einkaufen und Verweilen ein.

Als Wohnort erh├Ąlt die Kreisstadt ihren Reiz durch die vermittelnde Lage zwischen der Metropole K├Âln und den Gro├čst├Ądten Bonn und Aachen einerseits und den gr├╝nen H├Âhenz├╝gen der Eifel andererseits.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Das Stadtgebiet erstreckt sich in Nord-S├╝d-Richtung ├╝ber 15 km, in Ost-West-Richtung ├╝ber 14 km. Die Gesamtfl├Ąche betr├Ągt 139,63 km┬▓ und die Stadtgrenze ist 85 km lang. Euskirchen liegt 50┬░ 40ÔÇ▓0" n├Ârdlicher Breite und 06┬░ 46ÔÇ▓60" ├Âstlicher L├Ąnge. Der niedrigste Punkt liegt 137 Meter ├╝. NN am n├Ârdlichen Rand des Stadtgebietes in der Erftniederung, der h├Âchste Punkt 412 m ├╝. NN im Flamersheimer Wald, s├╝d├Âstlich der Steinbachtalsperre.

Euskirchen liegt n├Ârdlich der Eifel in der Z├╝lpicher B├Ârde als Teil der K├Âlner Bucht an der Erft, ca. 25 km westlich von Bonn und ca. 30 km s├╝dlich von K├Âln. Mitten durch das Stadtzentrum flie├čt der Veybach, teilweise ├╝berdacht.

Fl├╝sse, B├Ąche, Talsperren

Bodenfl├Ąchen

Landwirtschaft: 75,0 km┬▓
Fl├Ąchennutzung
Fl├Ąchennutzung
Wald: 35,8 km┬▓
Geb├Ąude- und Freifl├Ąche: 15,5 km┬▓
Verkehrsfl├Ąche: 9,3 km┬▓
Erholungsfl├Ąche: 1,3 km┬▓
Wasser: 1,2 km┬▓
Betriebsfl├Ąche: 0,6 km┬▓
Sonstiges: 0,5 km┬▓

Stadtgliederung

Die Stadt Euskirchen umfasst neben der Kernstadt mit Altstadt und S├╝dstadt weitere 22 Stadtteile.

Stadtteile von Euskirchen
Stadtteile von Euskirchen
Altstadt Kuchenheim
Billig Niederkastenholz [1]
Dom-Esch Oberwichterich
Elsig Palmersheim [2]
Euenheim Rheder
Euskirchen [3] Roitzheim [4]
Flamersheim [5] Schweinheim
Frauenberg Stotzheim [6]
Gro├čb├╝llesheim S├╝dstadt
Kessenich Weidesheim
Kirchheim Wi├čkirchen
Kleinb├╝llesheim [7] W├╝schheim
Kreuzweingarten

Nachbargemeinden

Geschichte

Funde von Werkzeugen belegen die Existenz von Menschen ca. 3000 bis 2000 v. Chr. auf dem heutigen Stadtgebiet. Keltische Siedlungen sind um 800 bis 500 v. Chr. nachgewiesen. 400 v. Chr. besiedeln Franken das Gebiet, was durch zahlreiche Funde, u.a. drei Friedh├Âfe, nachgewiesen ist. In der R├Âmerzeit um 38 v. Chr. besiedeln Eburonen und Ubier das Flu├čgebiet der Erft und legen ein Stra├čennetz an. In Billig (Belgica victus) entsteht ein Stra├čenknotenpunkt und Handelsmittelpunkt.

500 bis 800 befindet sich in N├Ąhe des heutigen Annaturmplatzes eine fr├Ąnkische Hofsiedling. 870 wird der Name Euskirchen erstmals erw├Ąhnt. Die Siedlungen Disternich, R├╝desheim und Kessenich schlie├čen sich Euskirchen an. Um 1151 wird die Martinskirche erweitert und die Hofeskirche St. Georg entsteht. Um 1270 wird ein Wall und Gr├Ąben angelegt, der Ort wird nach Osten und S├╝dosten zum M├╝hlbach hin durch M├╝ller und Gerber erweitert. 1280 - 1300 wird das Viertel um die Martinskirche ausgebaut.

Euskirchen bekam am 1. August 1302 die Stadtrechte verliehen durch Walram VIII. (1277-1302) von Monschau- Falkenburg . Die Stadt Euskirchen war im Mittelalter ab 1325 von einer 1.450 m langen Stadtmauer mit sieben Wehrt├╝rmen und vier Stadttoren umgeben (siehe Altstadt).

Bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts fuhr eine Schmalspurbahn, die Euskirchener Kreisbahn , mit dem im Volksmund gesprochenen Namen "Flutsch" von Erftstadt-Liblar in Richtung Euskirchen. Noch heute erinnert die Kneipe "In de Flutsch" an die stillgelegte Bahnstrecke.

Politik

Stadtoberh├Ąupter

  • von 1800 bis 1817 : Johann Josef Krauthausen
  • von 1817 bis 1836 : Michael Boener
  • 18. Dezember 1850 bis 25. November 1870: Peter Josef Ruhr
  • 17. Februar 1871 bis 1. August 1874: Karl Wilhelm Steinhauer
  • 1. Oktober 1874 bis 30. September 1904: Carl Otto Selbach
  • 1. Oktober 1904 bis 30. Januar 1910: Dr. Franz Sester
  • 4. Juli 1910 bis 31. Dezember 1943: Gottfried Disse
  • 1. Januar 1944 bis 4. M├Ąrz 1945: Dr. Otto Simons
  • 5. M├Ąrz 1945 bis 16. M├Ąrz 1945: Wilhelm Asselborn
  • 17. M├Ąrz 1945 bis 31. Mai 1945: Dipl.-Ing. Josef Bla├č (1. Amtszeit)
  • 6. Juni 1945 bis 7. Februar 1946: Theodor Jacobs
  • 8. Februar 1946 bis 3. September 1946: Dr. Gerhard Basten
  • 24. September 1947 bis 30. September 1947: Thomas E├čer (CDU)
  • von 1947 bis 1956 : Dipl.-Ing. Josef Bla├č (2. Amtszeit)
  • von 1956 bis 1972 : Jacob Kleinertz
  • von 1972 bis 1980 : Josef Schl├Âsser (CDU)
  • von 1980 bis 1994 : Dr. Wolf Bauer MdB (CDU)
  • von 1994 bis 1999 : Kurt Kuckertz (SPD)
  • von 1999 - (heute): Dr. Uwe Friedl ( CDU ).

Stadtwappen und Logo

Wappen der Stadt Euskirchen

Das Stadtwappen zeigt ein goldenes Stadttor mit offenem Fallgatter und wei Zinnent├╝rmen auf rotem Grund. Links davon befindet sich das Wappen der Herz├Âge von Limburg und der Edelherren von Heinsberg-Falkenburg, ein zweischw├Ąnziger, roter L├Âwe mit goldener Krone auf wei├čem Grund. Rechts ist das Wappen der Herz├Âge von J├╝lich zu sehen, ein schwarzer L├Âwe auf goldenem Grund.

Logo der Stadt Euskirchen

Seit 1974 wird ein Logo verwendet, dass den Schriftzug "Stadt Euskirchen" in moderner Schrift art beinhaltet, sowie ein vierbl├Ąttriges Kleeblatt, dass aus dem Anfangsbuchstaben 'E' zusammengesetzt ist. Sp├Ąter wurde das Logo auch ohne den Schriftzug "Stadt" verwendet und bekam als Untertitel "Stadt zwischen Rhein und Erft".

2002 wurde ein neues Logo eingef├╝hrt. Die Anfangsbuchstaben 'Eu' bilden darin ein Gesicht und unter dem Schriftzug "euskirchen" ist der Slogan "stadt mit gesicht" verewigt.

St├Ądtepartnerschaften

  • Charleville-M├ęzi├Ęres ( Frankreich ), seit 1961
  • zwischen dem Emil Fischer-Gymnasium und dem Lyc├ęe Chanzy
  • zwischen der Marienschule und dem Lyc├ęe S├ęvign├ę
  • j├Ąhrlich wechselnd findet zwischen den beiden St├Ądten ein Sportwettkampf in verschiedenen Disziplinen statt
  • zwischen der Marienschule und Kutztown Area High School

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

siehe auch: Liste deutscher Museen nach Orten, Liste deutscher Museen nach Themen

Kultur

  • City-Forum
  • Stadttheater
  • Limelight Theater
  • comedia
  • Labyrinth

Karneval

Euskirchen ist eine Hochburg des rheinischen Karnevals . Neben dem gro├čen Rosenmontagszug in der Innenstadt gibt es in den Stadtteilen so genannte "Veedelsz├Âch" (Viertels-Karnevalszug).

Die vier gro├čen Karnevalsgesellschaften wechseln sich j├Ąhrlich mit dem Prinzen ab, der vom Festausschu├č Euskirchener Karneval e.V. (FEuKa) gew├Ąhlt wird. Anl├Ąsslich des Millenniums gab es 2000 ein Dreigestirn . Die Narrenzunft stellt j├Ąhrlich den K├╝fer (Kinderprinz). Prinz und K├╝fer werden vom B├╝rgermeister proklamiert.

Die vier gro├čen traditionellen Karnevalsgesellschaften in Euskirchen sind:

  • Prinzengarde Euskirchen 1938 e.V
  • Narrenzunft 1949 e.V.
  • Alt Oeskerche 1953 e.V.
  • KG Erfttal 1958 e.V

Dar├╝ber hinaus gibt es zahlreiche kleinere Karnevalsgesellschaften:

  • Karnevalistische IG der Nordstadt Euskirchen
  • KG Bleibach Frauenberg 1972 e.V.
  • KG Erftm├╝hlenbach Narren 1975 e.V.
  • KG Eueme Tr├Â├Âte e.V.
  • KG Gem├╝tlichkeit Dom-Esch 1890 e.V.
  • KG Gr├╝n-Gold Flamersheim 1972 e.V.
  • KG Hardtburg 1968 e.V.
  • KG R├Âzeme Pannejecke 1972 e.V.
  • KG Palmersheim
  • Interessengemeinschaft S├╝dstadtkarneval 1990

Kirmes

Der allj├Ąhrlich im Oktober stattfindende Simon-Juda-Markt (benannt nach zwei Schutzpatronen der Pfarrkirche St. Martin) z├Ąhlt zu den gr├Â├čten innerst├Ądtischen Jahrm├Ąrkten auf linksrheinischer Seite. Die Veranstaltung erstreckt sich auf 1,6 km vom Alter Markt ├╝ber die Annaturmstra├če, Annaturmplatz, Gr├╝nstra├če, Gr├╝nplatz, Bergerstra├če, Carmanstra├če bis zum Charleviller Platz. Au├čerdem findet im Mai die Donatus-Mai-Kirmes statt.

Bauwerke

Durch den Euskirchener Ortsteil Kreuzweingarten f├╝hrt die R├Âmische Wasserleitung nach K├Âln. Ein Aufschluss der Leitung zeigt eine besonders m├Ąchtige Schicht aus Sinter , der im Mittelalter ├Ąhnlich wie Marmor ein gesch├Ątzter Baustoff war.

Die Sankt Martin Kirche, die an der Kirchstra├če gelegen ist, ist schon im 7. Jahrhundert gebaut worden. Die Herz-Jesu-Kirche ist hingegen aus dem 20. Jahrhundert .

Sehenswert ist der historische Alter Markt im Stadtzentrum, der heute Teil der Fu├čg├Ąngerzone ist. Bis in die 1970er Jahre stand hier noch das Hotel Joisten, das einem modernen B├╝ro- und Gesch├Ąftshaus mit Ladenlokalen und Einkaufspassage weichen musste.

Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung inklusive einiger Stadtt├╝rme sind erhalten geblieben. Auf dem Stadtgebiet befinden sich insgesamt 12 Burgen, die auf der 45 km langen Euskirchener Burgenrunde besichtigt werden k├Ânnen.

  • Burg Flamersheim
  • Burg Gro├čb├╝llesheim
  • Hardtburg
  • Burg Kessenich
  • Kleeburg
  • Burg Kleinb├╝llesheim
  • Burg Niederkastenholz
  • Burg Ringsheim
  • Burg Schweinheim
  • Burg Veynau
  • Obere Burg Kuchenheim
  • Untere Burg Kuchenheim

Die so genannte "Burg Palmersheim" war nie eine Burg sondern ein befestigter Gutshof .

In der S├╝dstadt ist ein altes Kloster mit einer Kirche aus der Zeit von 1965 bis 1967 . In St. Matthias sind die Franziskaner ans├Ąssig.

In Euskirchen stand eine Synagoge , die bei einem Stadtbrand am 19. Mai 1886 abgebrannt, danach wieder aufgebaut worden war. Bei der Reichskristallnacht am 9. November 1938 wurde sie dann abgebrannt. Seit 1981 steht dort ein Gedenkstein, der als Mahnung an das Pogrom fungiert.

Parks

Auelsburg

In den 90er Jahren entstand zwischen Basingstoker Ring und Georgstra├če entlang des Veybachs die Anlange Auelsburg mit einer gro├čen Spielanlage sowie einem Skaterpark.

Disternicher Torwall

Entlang der Stadtmauer mit dem Fresenturm befindet sich mitten in der Innenstadt die Gr├╝nanlage Disternicher Torwall.

Erftanlagen

Bereits 1896 entstanden beidseitig der Erft die Erftanlagen zwischen K├Âlner Stra├če und Erftstra├če, die 1907 bis nach Kessenich verl├Ąngert wurden. In den 70er Jahren wurde die Gr├╝nanlage entlang des Veybachs bis zur Gansweide hin erweitert. Die Erftanlangen sind heute die ausgedehnteste Gr├╝nanlage der Stadt und beinhalten das Hallen- und Freibaad Keltenring, eine Minigolfanlage, einen Reitplatz. Seit 1975 fand dort die Rheinische Woche statt und heute ist der Park Schauplatz unterschiedlicher Veranstaltungen.

Schillerpark und Mitbachanlagen

Ende der 20er Jahre entstand in der S├╝dstadt nahe vom ehemaligen Disternich der Schillerpark. Mit seinem kleinen See und den Mitbachanlagen ist der Park bis heute ein idyllisches Kleinod nahe der Innenstadt.

Stadtpark, Ruhrpark

Am Kreisverkehr Wilhelmstra├če/Alleestra├če zwischen Bahndamm und der ehemaligen Tuchfabrik Schiffmann liegt der Stadt- oder Ruhrpark. Mit seinem Bestand an gro├čen B├Ąumen, einem zentralen Brunnen und seiner Innenstadtlage l├Ąd der Park zum Verweilen ein.

Stadtwald

Der Stadtwald wurde 1900 als Parkanlage mit Wegen und B├Ąnken umgebaut und erhielt 1905 ein zentrales Rondell. 1907 wurde das heutige Stadtwaldrestaurant er├Âffnet. Der Stadtwald, gelegen am s├╝dlichen Rand der S├╝dstadt, unmittelbar am Marienhospital, ist auch ├╝ber 100 Jahre sp├Ąter noch ein beliebter Anlaufpunkt, insbesondere f├╝r sportliche Aktivit├Ąten. Er bietet eine Tennisanlage , einen Trimm-Dich-Pfad und wird allgemein gerne von Joggern und Spazierg├Ąngern genutzt.

Unterhaltung und Freizeit

In Euskirchen sendet der Radiosender Radio Euskirchen unter anderem auf der Frequenz 99,7 MHz im Ultrakurzwellen Bereich teils das Programm der NRW-Lokalradios aus Oberhausen, teils aus Euenheim ausgestrahlte Programmschemata.

Im Stadtkern Euskirchen ist ein Frei-und ein Hallenbad angesiedelt. Dar├╝berhinaus liegt im S├╝den beim Ortsteil Kirchheim die Steinbachtalsperre, die auch einen Teil zum ├Âffentlichen Schwimmen nutzbar macht (Waldschwimmbad).

Entlang der Erft und des Erft-M├╝hlenbaches existiert ein M├╝hlenwanderweg. Hier kann man sehen, wie bedeutsam das kleine Gew├Ąsser fr├╝her f├╝r die Industrie war.

Wirtschaft und Infrastruktur

Industrie und Gewerbe

Euskirchen verf├╝gt ├╝ber eine vielf├Ąltige und ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Dadurch bietet die Stadt viele Arbeitspl├Ątze auch f├╝r ein weites Einzugsgebiet. Euskirchen ist bereits seit 1879 Sitz einer Zuckerfabrik . Als weiterer wichtiger Industriezweig galt bis vor wenigen Jahrzehnten die Tuchherstellung, die sich aber auf Grund der Konkurrenz von internationalen Gro├čfirmen nicht halten konnte.

In den Industrie- und Gewerbegebieten der Stadt haben sich bekannte Industriebetriebe angesiedelt (z.B. Procter & Gamble , Miele). Neuen Wirtschaftsbetrieben k├Ânnen dort ebenfalls noch attraktive M├Âglichkeiten geboten werden. Die zentrale Lage der Stadt und die gute Verkehrsanbindung auf Stra├če und Schiene an das internationale Verkehrsnetz sind hierbei wichtige Faktoren.

Die beiden gr├Â├čten Industrie- und Gewerbegebiete in Euskirchen mit 21.000 Arbeitspl├Ątzen sind:

  • IPAS (Industriepark am Silberberg) mit 4 Mio. qm, wovon 3,6 Mio. qm auf Euskirchener Stadtgebiet liegen
  • EURO-Park (liegt zwischen EUskirchen und ROitzheim) mit 1,5 Mio. qm

Im IPAS im Ortsteil Gro├čb├╝llesheim hat der Konsumg├╝ter konzern Procter & Gamble eine Produktionsst├Ątte sowie ein Lager, von dem aus er die Spedition in die gesamte Welt betreibt. Im EURO-Park haben die deutsche Nestl├ę Purina (Tiernahrung) sowie der T-Versand der Deutschen Telekom ihren Hauptsitz, die Zuckerfabrik Pfeifer & Langen liegt im EURO-Park und dort wurde die Baustoffkette Mobau (Moderner Baubedarf) gegr├╝ndet, die heute in i&M (Interpares Mobau) Bauzentrum aufgegangen ist.

Wirtschaftsbereiche
Land- und Forstwirtschaft , Tierhaltung und Fischerei : 0,7%
Bauwesen : 7,9%
Verarbeitendes Gewerbe : 23,3%
Handel , Gastgewerbe und Verkehrswesen : 27,4%
Sonstige Dienstleistungen : 40,7%

Verkehr

Fernstra├čen

Fernstra├čen und Bahnlinien in Euskirchen
Fernstra├čen und Bahnlinien in Euskirchen

Durch Euskirchen verl├Ąuft die Bundesautobahn 1 (A 1) Richtung K├Âln bzw. Eifel, die durch das Kreuz Bliesheim an die A 61 angeschlossen in die Pfalz f├╝hrt. Nach Bonn ist Euskirchen ├╝ber die B 56 angeschlossen, die in ├Âstlicher Richtung nach D├╝ren f├╝hrt und zwischen Euskirchen und Z├╝lpich als B 56n einen Teil der geplanten Autobahn A 56 darstellt. Die B 51, die heute Teilweise auf der A 1 verl├Ąuft, verbindet Euskirchen nach K├Âln und in die Eifel. Die B 266 von Simmerath in der Eifel nach Linz am Rhein f├╝hrt ebenfalls durch Euskirchen.

Stadtverkehr

Der Stadtkern Euskirchen umschlie├čt eine Ringstra├če, die im Jahre 2004 geschlossen wurde und der Hauptverkehrsknotenpunkt ist. Vierspurige Stra├čen f├╝hren zur B 56 nach Bonn, zur B 51 nach K├Âln und Bad M├╝nstereifel sowie zur A 1. In Bau bzw. Planung befinden sich n├Ârdliche und s├╝dliche Umgehungsstra├čen von der B 56/B 266 westlich von Kuchenheim zur B 56n/A 1 und zur B 266 in Euenheim.

Bahn

Euskirchen liegt an der Bahnstrecke der Eifelbahn von K├Âln — Trier. Weiterhin gibt es eine Verbindung nach Bonn (Voreifelbahn) und nach Bad M├╝nstereifel (Erfttalbahn). Nach D├╝ren liegen Gleise (B├Ârdebahn), auf denen zur Zeit nur G├╝terverkehr f├Ąhrt. Insgesamt sechs Bahnh├Âfe und Haltepunkte liegen im Stadtgebiet: Euskirchen, Zuckerfabrik, Kuchenheim, Stotzheim, Kreuzweingarten und Gro├čb├╝llesheim.

├ľPNV

Euskirchen hat einen Innenstadtbusverkehr mit 20-Minuten-Taktung. Die Stadtverkehr Euskirchen (SVE) war durch die Umstellung von einer 15-Minuten-Taktung kurzzeitig in die Kritik geraten. Das Angebot wird aber von der Bev├Âlkerung insgesamt positiv angenommen. Die Buslinien decken das gesamte Stadtgebiet - mit wenigen Ausnahmen - ab und fahren am Wochenende bis in die Nacht. Anfang des Jahres 2005 wurden in Euskirchen erstmals Gelenkbusse eingef├╝hrt.

Bildung und Forschung

Euskirchen ist Sitz des Fraunhofer-Instituts f├╝r Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT).

Euskirchen hat als Mittelzentrum eine vielf├Ąltige Schullandschaft: elf Grundschulen, drei Hauptschulen, zwei Realschulen (Kaplan-Kellermann-Realschule und Willi-Graf-Realschule), zwei Gymnasien (Marienschule und Emil-Fischer -Gymnasium). Au├čerdem gibt es eine Berufsschule, eine Abendrealschule, ein Abendgymnasium, ein Berufsbildungszentrum, verschiedene Behinderten- und F├Ârderschulen, eine Musikschule, eine Volkshochschule und ein Studienzentrum der Fernuniversit├Ąt Hagen .

Hotels

In Euskirchen wurde gegen├╝ber dem Bahnhof das Park-Hotel gebaut, welches am 28.10.2005 er├Âffnet hat. Das Parkhotel Euskirchen ist Teil der US-Amerikanischen West Paces Hotel Group. Das Hotel hat vier Sterne und ist somit das einzige dieser Art in der Region. Daneben existieren noch das Eifel-Hotel, das Hotel Rothkopf und einige Garni-Hotels.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

  • Johann Peter Schroeder , Landrat des Kreises Euskirchen und Gr├╝nder der Kreiskasse Euskirchen (27.05.1858)
  • Johann Hubert Joseph Freiherr von Ayx , Landrat des Kreises Euskirchen (07.01.1897)
  • Wilhelm Landsberg, Hauptlehrer in Flamersheim (16.06.1967)
  • Carl Otto Selbach , B├╝rgermeister (07.09.1905)
  • Paul von Hindenburg , Generalfeldmarschall (01.10.1917)
  • Thomas E├čer , Vereinsgr├╝nder, Genossenschaftsgr├╝nder, Herausgeber der Euskirchener Volkszeitung, div. politische ├ämter (02.10.1925)
  • Johann Schaefer , Fabrikant (18.12.1953)
  • Carl Koenen , Fabrikant (20.12.1935)
  • Dr. jur Dr. hc Walter Anton Viktor Halstrick , Fabrikant (16.12.1968)
  • Josef Bla├č , B├╝rgermeister (1956-1969)
  • Eduard G├Âring , stellvertretender B├╝rgermeister (29.06.1969)
  • Andr├ę Lebon , Mitbegr├╝nder der St├Ądtepartnerschaft mit Charleville (1981)
  • Willi Maurer , 1. stellvertretender B├╝rgermeister (17.11.1999)
  • Dr. Theo Wattler , Lehrer und Stadtverordneter (17.11.1999)
  • Betty Holmes , Mitbegr├╝nderin der St├Ądtepartnerschaft mit Basingstoke and Deane (26.11.2004)

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • Emil Fischer , * 9. Oktober 1852; ÔÇá 15. Juli 1919 in Berlin, 1902 Nobelpreistr├Ąger f├╝r Chemie
  • Jean Spessart , * 27. M├Ąrz 1886; ÔÇá 14. M├Ąrz 1961, Maler
  • Karl Eschweiler , * 5. August 1886; ÔÇá 30. September 1936 in Braunsberg, Theologe und Philosoph
  • Adolf Fris├ę * 1910; ÔÇá 2003 in Frankfurt am Main, Journalist und Schriftsteller
  • Konrad Schaefer , * 03. M├Ąrz 1915; ÔÇá 27. August 1991, Landschaftsmaler
  • Willi Graf, * 2. Januar 1918; ÔÇá 12. Oktober 1943 in M├╝nchen, Mitglied der Widerstandsgruppe Wei├če Rose
  • Heinz K├╝pper , * 10. November 1930; ÔÇá 18. November 2005 in Mechernich, deutscher Schriftsteller
  • Heinz Flohe , * 28. Januar 1948, ehemaliger deutscher Fu├čballnationalspieler
  • Andreas Izquierdo , * 9. August 1968, deutscher Kriminal- und Drehbuchautor
  • Bettina Wiegmann , * 7. Oktober 1971, ehemalige Fu├čballnationalspielerin
  • Silke Rottenberg , * 25. Januar 1972, Fu├čballnationalspielerin

Sonstige mit der Stadt verbundene Personen

  • Ernst Neumann-Neander , * 3. September 1871 in Kassel; ÔÇá 3. November 1954 in D├╝ren-R├Âlsdorf, Motorradhersteller
  • Hanna-Renate Laurien, * 15. April 1928 in Danzig, Politikerin
  • Dieter Wellershoff , * 16. M├Ąrz 1933 in Dortmund; ÔÇá 16. Juli 2005 in Euskirchen, Generalinspekteur der Bundeswehr
  • Walter Eschweiler , * 20. September 1935, ehemaliger deutscher FIFA- und WM-Schiedsrichter
  • Christel Frese , * 3. August 1944 in Meggen, Sportlerin
  • Katy Karrenbauer , * 31. Dezember 1962 in Duisburg, Schauspielerin

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Eifel 53879 Euskirchen http://www.design-hotel-eifel.de  02251 / 3311
Bei Rothkopf's 53879 Euskirchen http://www.rothkopf.de  02251 / 55611
Zum Alten Brauhaus 53881 Euskirchen http://www.zum-alten-brauhaus.com  02251 / 61611
Alte Dorfsch├Ąnke 53881 Euskirchen   02251 / 52815
Alte Posthalterei 53879 Euskirchen   02251 / 127661
Concordia 53879 Euskirchen   02251 / 2167
Em F├Ąssje 53879 Euskirchen   02251 / 777430
Parkhotel Euskirchen 53879 Euskirchen http://www.parkhotel-euskirchen.de  02251 / 7750
Regent 53879 Euskirchen   02251 / 4466
Zur alten Post 53881 Euskirchen   02255 / 1335
Zweiffel-M├Ąling 53881 Euskirchen http://www.hotel-zweiffel.de  02251 / 6818

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Wikipedia

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