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Letzte Änderung für Artikel Holle: 31.01.2006 11:17

Holle

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Holle ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen ( Deutschland ). Die Gemeinde hatte 2003 eine Bevölkerung von 7.600 Einwohnern und erstreckt sich auf einer FlÀche von etwa 61 Quadratkilometern.

Inhaltsverzeichnis

Lage von Holle

Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften Derneburg, Grasdorf , Hackenstedt, Heersum, Henneckenrode, Holle, Luttrum, Sillium, Söder und Sottrum. GrĂ¶ĂŸte Ortschaft ist Holle vor Sottrum, Grasdorf und Sillium.

Holle liegt verkehrsgĂŒnstig an den Bundesautobahnen A 7 und A 39. Die Bundesfernstraßen der B 6 , B 243 und die B 444 fĂŒhren durch die Gemeinde. In der Ortschaft Derneburg besteht mit dem Bahnhof ein Anschluss an die Bahnlinie Hildesheim-Bad Harzburg.

Die FlusstĂ€ler der Innerste und Nette und große Waldgebiete bestimmen das landschaftliche Bild der Gemeinde Holle, die sich als eine Art grĂŒne Lunge unweit der GroßrĂ€ume Hannover/Hildesheim und Braunschweig/Salzgitter befindet. Als Gemeinde der Schlösser und Burgen hat Holle viele historische KulturgĂŒter zu bieten.

Wappen

Wappen von Holle, Gemeinde Holle
Wappen von Holle, Gemeinde Holle
Das Holler Wappen erinnert an die alte Siedlungsgeschichte des Ortes und an seine frĂŒhe ĂŒberregionale Bedeutung als GerichtsstĂ€tte. Im Mittelpunkt ist die Holler Scheibenfibel abgebildet, die als Grabbeilage bei Ausgrabungen 1936 auf dem Holler Kirchberg gefunden wurde. Die Scheibenfibel, eine Nadel zum Halten von Kleidungsstöcken, ist aus einem reich verzierten Kupferblech von 50 mm Durchmesser gearbeitet, in das drei rote GlasplĂ€ttchen und drei weiße Perlmuttscheibchen eingelegt sind. Sie stammt aus der Zeit der Merowinger um 600 n.Chr. Die Darstellung der Eiche geht auf einen alten Urkundentext von 1186 zurĂŒck, in dem vom Grafen Burchard von Wohldenberg die Rede ist, der "unter der Eiche bei Holle" das Grafengericht abhielt. Die AusĂŒbung dieser grĂ€flichen Pflicht fand traditionsgemĂ€ĂŸ an althergebrachten ThingplĂ€tzen statt, BeratungsplĂ€tze aus germanischer Zeit. Holle war zu der Zeit die Malstatt der "Niederen Go" des Ambergaus, d.h. Gerichtsplatz der Grafen vom Wohldenberg. Das Rittergeschlecht derer von Holle wurde durch die Grafen vom Wohldenberg abgelöst.

Geschichte

Das an zwei uralten Handelsstraßen von LĂŒneburg nach NĂŒrnberg und von Hildesheim nach Goslar gelegene Holle muss aber schon zu germanischer Zeit eine wichtige Bedeutung gehabt haben, wie Ausgrabungsfunde vom Holler Kirchberg bewiesen haben. Holle wird urkundlich erstmals 1146 erwĂ€hnt. Die Ritterfamilie von Holle, der zahlreiche Besitzungen in Holle und Umgebung gehörten, erscheint gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Ihr Machteinfluss schwand zunehmend zugunsten der Grafen vom Wohldenberg, die fĂŒr kurze Zeit zu den mĂ€chtigsten Herrschern im nördlichen Harzvorland zĂ€hlten. Aus dieser Zeit stammt auch der berĂŒhmte Berthold von Holle , der erste SĂ€nger aus dieser Gegend, der in deutscher, d.h. höfischer Sprache dichtete und um 1260 die Dichtung "Crane" (Kranich) schuf, in der er die ritterlichen Tugenden der Liebe und Treue und die Abenteuer in fernen LĂ€ndern besingt.

Mit Verlegung des Augustiner -Klosters von Holle nach Derneburg entwickelte sich das Derneburger Kloster Anfang des 13. Jahrhunderts zum grĂ¶ĂŸten Grundbesitzer in der Grafschaft Holle. 1275 verkauften die Grafen vom Wohldenberg ihre Grafschaft mit der Burg an Bischof Otto I. von Hildesheim. Mit diesem Besitz und den zahlreichen Erwerbungen des Klosters Derneburg wurde die Kirche zum einflussreichsten Herrscher in Holle und den benachbarten Dörfern. Die Grafschaft Holle bildete fortan als Untere Go neben weiteren Ambergaudörfern das Amt Wohldenberg innerhalb des Hochstiftes Hildesheim.

Mit der von Bischof Johann IV. verlorenen Hildesheimer Stiftsfehde fiel das Amt Wohldenberg und damit auch Holle 1523 an das Herzogtum WolfenbĂŒttel . In der Folge ĂŒbernahmen die Bewohner dieses Amtes den lutherischen Glauben. Nach dem 30jĂ€hrigen Religionskrieg von 1618-48 kamen die Holler Dörfer wieder zum Bistum Hildesheim zurĂŒck.

Holles ĂŒberregionale Bedeutung kam 1728 noch einmal zum Ausdruck, als dem Ort das Privileg zum Abhalten von JahrmĂ€rkten verliehen wurde. Der Holler Thie bekam den Namen Markt oder Marktplatz. Hier fanden im FrĂŒhjahr der Krammarkt und im Herbst der Viehmarkt bis in das Jahr 1930 statt, zu denen aus ĂŒber 20 Dörfern der Umgebung die Landleute zum Einkaufen nach Holle kamen.

Der ursprĂŒnglich lĂ€ndliche Charakter von Holle Ă€nderte sich nach dem 2. Weltkrieg nachhaltig. Zwischen 1950 und 1980 entstanden in Holle große Baugebiete zwischen dem alten Dorf und der Schule, die auch heute noch erweitert werden. Auch der Autobahnbau von 1958 bis 1960 mit dem Zubringer nach Salzgitter/Braunschweig brachte wesentliche VerĂ€nderungen mit sich.

Als 1974 im Rahmen der niedersĂ€chsischen Gebietsreform die Einheitsgemeinde Holle entstand, konnte sich die Verbindung der einzelnen Dörfer auf eine jahrhundertealte gemeinsame Geschichte stĂŒtzen. Zu der ehemaligen Grafschaft Holle gehörten im Altertum die Dörfer Astenbeck, Cantelsem, Derneburg, Grasdorf, Hackenstedt, Heersum, Henneckenrode, Holle, Luttrum, Söder und Sottrum sowie die Dörfer Binder, Wartjenstedt, Burgdorf, Hohenassel und Nordassel.

Die Geschichte der Gemeinde Holle kann in dem 1982 eröffneten Heimatmuseum, einem der Àltesten und schönsten HÀuser in Holle, anschaulich verfolgt werden.

Heimatmuseum Holle

 Heimatmuseum Holle
Heimatmuseum Holle
1981 wurde unter der Leitung des damaligen Gemeindeheimatpflegers Egon Perkuhn ein Arbeitskreis gegrĂŒndet, der sich mit dem Aufbau eines Heimatmuseums befasste. Die Gemeinde Holle stellte dazu geeignete RĂ€ume im GebĂ€ude der Bertholdstraße 16 in Holle zur VerfĂŒgung.

Ausgehend von einer kleinen Schulsammlung, die Wilhelm Geigele in den 60er Jahren zusammengetragen hatte, wurde innerhalb kurzer Zeit der Bestand auf weit ĂŒber 700 Exponate erweitert, so dass anlĂ€sslich der Eröffnung des Museums am 23. Oktober 1982 bereits 3 RĂ€ume zur Besichtigung freigegeben werden konnten. Bereits am 28. August 1983 wurden 2 weitere RĂ€ume anlĂ€sslich der 850-Jahrfeier Grasdorf freigegeben.

Am 27. Oktober 1984 erfolgte die Erweiterung des Museums auf 10 RĂ€ume. Nach einer grĂŒndlichen Restaurierung des Hauses mit einem Bauvolumen von 250.000 DM konnte am 26. Mai 1989 das Heimatmuseum in neuem Glanz eröffnet werden. 270 Facharbeiterstunden und 295 Helferstunden vom Arbeitskreis Museum waren nötig, um die Innenarbeiten abzuschließen.

Das Heimatmuseum bekam am 3. Januar 1998 die leer stehende Wohnung im Haus von der Gemeinde Holle zur VerfĂŒgung gestellt. Der Umbau und die Gestaltung der RĂ€ume wurde maßgebend durch unseren 2. Vorsitzenden Herrn Emmel durchgefĂŒhrt. 20 RĂ€ume auf 500 Quadratmetern einschließlich des Dachgeschosses können nun den Besuchern gezeigt werden.

SehenswĂŒrdigkeiten der Gemeinde

Holle, die Gemeinde der Schlösser und Burgen hat viele historische SehenswĂŒrdigkeiten zu bieten. Besuchen Sie Burg Wohldenberg mit dem alten Burgfried. Oder schauen Sie sich das Schloss Derneburg , das Barockschloss Söder oder das Renaissanceschloss Henneckenrode an. Wunderschöne Kirchen finden Sie mit der Annenkirche in Luttrum oder der St. Andreas Kirche in Sottrum. Das Kulturzentrum und AusflugscafĂ© " Das Glashaus " und der Rundwanderweg " Laves-Kulturpfad " sind kulturhistorische Besonderheiten. Der Freizeitpark Sottrum ist ein beliebter Ort fĂŒr Eltern und Kinder.

Die Postleitzahl ist 31188, die Telefonvorwahl 0 50 62. Die GemeindeschlĂŒsselzahl lautet 03 2 54 022.

Weblinks


Andere Bedeutungen:

  • Frau Holle ist eine Figur in den deutschen MĂ€rchen der BrĂŒder Grimm.
  • Berthold von Holle ist ein MinnesĂ€nger (um 1260) des 13. Jahrhunderts gewesen. Er stammte aus Holle.

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Holle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Holle verfügbar.

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