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Letzte Änderung für Artikel Hackenstedt: 16.12.2005 21:49

Hackenstedt

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Hackenstedt ist eine Ortschaft der Gemeinde Holle, im Landkreis Hildesheim.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Hackenstedt liegt in landschaftlich schöner Lage im Harzvorland , an der Kreisstraße K 309 , zwischen der Hildesheimer Börde und dem Wohldenberg . Die NĂ€he zu den Autobahnen A 7 und A 39 sowie zur B 6 und B 444 sorgen fĂŒr eine gute Verkehrsanbindung. Als öffentliche Verkehrsmittel stehen Busverbindungen oder der Bahnhof Derneburg zur VerfĂŒgung.

Wappen

Wappen von Hackenstedt,   Gemeinde Holle
Wappen von Hackenstedt, Gemeinde Holle
Ebenso wie bei dem Derneburger Wappen ist der Abt Arnu des Derneburger Klosters mit dem Hackenstedter Wappen in Verbindung zu bringen. Unter seiner Leitung wurde 1727 an der Stelle der baufĂ€lligen Fachwerkscheune an der SĂŒdseite des Dorfes eine Zehntscheune aus Bruchsteinen gebaut, in die die Hackenstedter ihr Korn-, Brach- und Fleischzehnten abliefern mussten. Diese Scheune schmĂŒckt heute das Hackenstedter Wappen.

Geschichte

Die Bedeutung des Namens Hackenstedt passt auf die Lage des Ortes: Hau oder Hav bezeichnet eine Stelle, wo der Wald ausgehauen ist. Auch heute liegt das abseits gelegene Dorf mit seiner Feldmark noch rings vom Wald eingeschlossen, so dass man nur von Söder aus einen Überblick ĂŒber seine schöne Lage gewinnen kann.

Am sĂŒdlichen Dorfrand begrĂŒĂŸt den Besucher das Wahrzeichen von Hackenstedt, die aus Bruchsteinen erbaute Zehntscheune, die von dem baufreudigen Abt Arnu des Derneburger Klosters 1727 erbaut wurde. Dieses Baudenkmal weist auch gleich auf den Einfluss des benachbarten Klosters hin, dass sich zwischen 1229 und 1481 den Hauptteil der Hackenstedter GĂŒter einverleibte.

Zuvor gehörte der Grundbesitz zum Teil den Wohldenberger Grafen, zum Teil der Familie von Steinberg und von Berkefeld, die ihn vom Hildesheimer Bischof als Lehn bekommen hatten. 1334 verzichteten die Ritter Berthold und Heinrich auf das Patronat der Hackenstedter Kirche und ĂŒbergaben es dem Kloster Derneburg.

Seit 1730 ist die Pfarrei mit Sottrum kombiniert, und aufgrund der VergrĂ¶ĂŸerung der Gemeinde wurde die Kirche 1731 im barocken Stil neu erbaut. Nur der massive Turm mit seinen kleinen Lichtschlitzen stammt noch aus Ă€lterer Zeit.

Die Volksschule von Hackenstedt stammt aus dem Jahr 1719, ein zweites SchulgebĂ€ude von 1803 brannte durch Funkenflug im Jahr 1844 vollstĂ€ndig ab. Im selben Jahr entstand die heutige Schule, die 198 umgebaut und vergrĂ¶ĂŸert wurde. 1924 errichtete die Gemeinde eine Gemeinschaftsschule fĂŒr beide Konfessionen, die mit dem Bau einer Mittelpunktschule aufgelöst und in einen Kindergarten umgewandelt wurde.

Seit 1815 war der Besitzer Derneburgs, der Graf zu MĂŒnster, Grundherr in Hackenstedt. Diese Grundrechte konnten 1840 von den Hackenstedter Bauern mit einem Betrag von 15.300 Talern abgelöst werden. Die anschließende Verkoppelung dauerte von 1854 bis 1865 und konnte erst nach langwierigen Verhandlungen mit den GĂŒtern Söder und Derneburg erfolgreich abgeschlossen werden.

Die erste Wasserleitung in Hackenstedt entstand schon 1911 mit Wasser aus dem Forst, dass den Bedarf des Ortes völlig deckte. 1934 entstand eine Pumpstation im Dorf und 1968 ein HochbehĂ€lter. Der Bau der Neubausiedlungen begann 1953 und in den 70er Jahren erschloss der Landwirt Wilhelm Siebke eigenhĂ€ndig eine große Siedlung, die er spĂ€ter an die Gemeinde verkaufte.

Eine spannende Geschichte ist von dem Landwirt Siebke aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg ĂŒberliefert. Zusammen mit dem Pastor Witte, der gerade von seiner MissionstĂ€tigkeit aus Indien zurĂŒckgekehrt war, und Pastor Dröhmann holte er in einer abenteuerlichen Autofahrt den spĂ€teren Bischof Lilje aus der Gestapohaft in NĂŒrnberg nach Hackenstedt. Danach entstand im alten Pfarrhaus eine Zentralstelle der Leipziger Mission, von der aus Verbindungen ĂŒber ganz Deutschland geknĂŒpft wurden.

Im zweiten Weltkrieg verlor Hackenstedt von 100 eingezogenen Soldaten 42, zu deren Ehren in der Kirche eine Gedenktafel aufgestellt wurde.

Der 1877 gegrĂŒndete MĂ€nnergesangverein und das BlĂ€sercorps Hackenstedt von 1967 haben durch zahlreiche AktivitĂ€ten und Veranstaltungen Hackenstedt auch weit ĂŒber Holles Grenzen hinaus bekannt gemacht.

Heute prĂ€sentiert sich Hackenstedt als ein beschauliches Dorf mit 6 intakten landwirtschaftlichen Höfen, wunderschön gelegen, in dem alle Bewohner das ruhige Landleben zu genießen scheinen.

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hackenstedt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Hackenstedt verfügbar.

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