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Letzte Änderung für Artikel Neufahrn bei Freising: 20.02.2006 01:37

Neufahrn bei Freising

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wappen: Wappenabbildung
Wappen Bild:Http://www.neufahrn.de/wissenswertes/nfwappen2.gif Karte
Deutschlandkarte, Position von Neufahrn b.Freising hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Landkreis : Freising
Fl├Ąche : 45,51 km┬▓
Einwohner : 18.529 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 405 Einwohner je km┬▓
H├Âhe : 464 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 85369-85375
Vorwahl : 08165
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 19' N, 11┬░ 40' O
48┬░ 19' N, 11┬░ 40' O
Kfz-Kennzeichen : FS
Gemeindeschl├╝ssel : 09 1 78 145
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 32
85375 Neufahrn
Offizielle Website: www.neufahrn.de
E-Mail-Adresse: info@neufahrn.de
Politik
B├╝rgermeister : Rainer Schneider (PFW)

Neufahrn ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising mit den Ortsteilen F├╝rholzen, Giggenhausen, Hetzenhausen, Massenhausen und Mintraching/Gr├╝neck. Die Gemeinde liegt ca. 10 km s├╝dlich von Freising und ist knapp 20 km von der bayrischen Landeshauptstadt M├╝nchen entfernt. Neufahrn ist vielen Autofahrern durch das Autobahnkreuz Neufahrn bekannt, bei welchem sich die Autobahnen A 92 und A 9 schneiden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Neufahrn wurde das erste Mal im Jahre 804 mit der Bezeichnung "Nivvivara" urkundlich erw├Ąhnt. Vermutlich handelte es sich damals um eine Ansiedlung einer Sippe aus der heutigen Nachbargemeinde Eching. Bereits vor diesem Datum war die Region um Neufahrn zumindest zeitweise bewohnt. Im S├╝den der heutigen Gemeinde wurden die Reste eines keltischen Bauernhofes aus dem Jahr 250 v. Chr gefunden, ebenso ist der Verlauf einer R├Âmerstra├če durch die Gemeinde mittlerweile wissenschaftlich belegt. Die fr├╝hesten arch├Ąologischen Funde auf der Gemarkung der heutigen Gemeinde Neufahrn stammen aus der Zeit der Kelten, jenem Volksstamm, der im ersten Jahrtausend vor Christus weite Teile Europas besiedelte. Indizien daf├╝r, dass hiesiger Boden in dieser fr├╝hen Zeit bereits bewohnt oder gar bewirtschaftet war, existieren nicht. Aber es gab Handelspfade, von denen einer ├╝ber Neufahrner Grund nach S├╝den, in die Garchinger Heide f├╝hrte. Die R├Âmer haben diese ersten Stra├čen dann in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten benutzt und ausgebaut, um von der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicorum (Augsburg) aus ihre kleinen dezentralen Garnisonen zu versorgen. Erst sp├Ąter, zur Zeit der V├Âlkerwanderung, als verbliebene keltische, r├Âmische und germanische Sippen im sechsten Jahrhundert nach Christus zum Stamm der Bajuwaren verschmolzen, wurden eben diese Handelswege dann f├╝r die Gr├╝ndung des Ortes relevant. Ein gesch├Ąftst├╝chtiger Pferdez├╝chter lie├č sich in der N├Ąhe nieder und gr├╝ndete damit den heutigen Nachbarort im Westen, Eching. Der Mann hie├č Eho. Im indogermanischen Sprachgebrauch stand das Wort f├╝r "Pferd". Urkundlich erw├Ąhnt wird Eching erstmals 773 nach Christus. Offenbar prosperierte Ehos Handel. 804, nur 31 Jahre sp├Ąter, ist in einer Urkunde erstmals der Ort "Niwiwara" bezeugt, das heutige Neufahrn. Nach g├Ąngiger These war die kleine Ansiedlung Eching schnell gewachsen. Das zwang zu weiterer Landnahme. So leuchtet auch der Name ein, denn "Niwiwara" bedeutet soviel wie: bei den sich neu ansiedelnden Familien.

Einerseits waren es also zweifellos die fr├╝hen Handelsstra├čen, denen Neufahrn seine Existenz verdankt. Es kommt allerdings noch ein zweiter Faktor hinzu, der f├╝r die Entwicklung mindestens ebenso nachhaltig von Bedeutung blieb: die Lage auf der Schotterebene , dem "Gfild", im Norden M├╝nchens. Als die Isar ihren Namen "die Rei├čende" noch zu Recht trug, musste jede Ansiedlung vor Hochwasser gesichert sein. Neufahrn markiert den h├Âchsten Punkt einer Schotterzunge, die bis zum Massenhausener Moos reicht. Dort lebte man zwar relativ sicher vor den ├ťberschwemmungen im Fr├╝hjahr, der karge, steinige Boden aber war schwer zu bestellen und warf wenig ab. Die Schotterzunge lenkte einerseits die Verkehrswege, andererseits blieb sie d├╝rr, bis chemische D├╝ngemittel und der Einsatz von Maschinen es den Landwirten leichter machten. Lange Zeit war Neufahrn ein denkbar armes Dorf.

Die Ortschaft links der Isar geh├Ârte bis zum ausgehenden Mittelalter gr├Â├čtenteils zum Kloster Weihenstephan. Dorthin wurden die Abgaben entrichtet. In Kranzberg tagte das herzogliche Hochgericht, dem unter anderem auch Neufahrn unterstand. Wenn eine Jahreszahl genannt werden muss, dann ist es 1466. Das Datum stellt kirchengeschichtlich gesehen f├╝r den Ort einen Meilenstein dar. Der Edle Johann von Frauenberg, ein Verwandter des Massenhausener Adelsgeschlechtes, schenkte dem Klerus damals soviel von seinen Besitzungen, dass ein Priester davon leben konnte. Seither hatte Neufahrn einen eigenen Benefiziaten. Die Religion pr├Ągte in jenen Jahrhunderten das Leben der Menschen noch weit mehr als dies heute der Fall ist. Und so ist es zu erkl├Ąren, dass ein gl├╝cklicher Umstand dem Ort zu Beginn des 16. Jahrhunderts (andere Aufzeichnungen sprechen vom Beginn des 15. Jahrhunderts), zu nennenswertem Ansehen und einem gewissen wirtschaftlichen Aufschwung verhalf. In diese Zeit f├Ąllt die legendenumwobene Auffindung eines romanischen Kreuzes, des sogenannten "Wilgefortiskreuzes", das heute in der Alten Kirche (Hl. Kreuz/St. Wilgefortis) an der Dietersheimer Stra├če aufbewahrt wird. Im Zusammenhang mit der Verehrung der Heiligen K├╝mmernis, einem Kult, der sich von Holland her bis nach S├╝ddeutschland verbreitete, brachte das Kreuz, das als Wilgefortis gedeutet wurde, dem Ort Ruhm ÔÇô und eine Menge Pilger. Dauerhafter Wohlstand war damit allerdings nicht verbunden. Die Lage an den alten R├Âmerstra├čen blieb auch w├Ąhrend des 30-j├Ąhrigen Krieges pr├Ągend f├╝r die weitere Entwicklung. Die Bauern litten schwer unter den fortw├Ąhrenden Tributabgaben an die durchziehenden schwedischen Truppen. Dies geht aus den Aufzeichnungen des Katasteramtes hervor. Dabei war Neufahrn damals ohnehin das Armenhaus in jenem Gebiet, das heute mit dem Landkreis vergleichbar ist. Das blieb auch so, als das Kloster Weihenstephan Mitte des 17. Jahrhunderts seinen Grund an das finanziell besser gestellte Hochstift Freising abtrat, weil es nicht mehr in der Lage war, die ausgepressten H├Âfe wirtschaftlich zu halten. Die Bev├Âlkerungsentwicklung stagnierte. Der Ortskern um St. Wilgefortis, blieb lange nahezu unver├Ąndert. Kriege gab es genug, und immer brachten die Tributzahlungen an durchziehende Heere das kleine Dorf an den Rand des Ruins. H├Âfe, die ├╝ber die Generationen hin vererbt wurden, kennt man in Neufahrn kaum. Mit der S├Ąkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts blieben schlie├člich auch die Pilger aus. Die Kirche hatte nicht mehr genug Geld, um St. Wilgefortis f├╝r die Wallfahrer attraktiv zu halten. Zudem leistete die Aufkl├Ąrung ganze Arbeit, und die Wilgefortis-Verehrung verlor ihre kultische Kraft. Daf├╝r wurde 1802 ├╝ber der Kapelle, in der das romanische Kreuz zun├Ąchst aufbewahrt worden war, die erste Schule gebaut. Sp├Ąter entstand daraus das Mesnerhaus an der Dietersheimer Stra├če.

Neue Impulse bekam der Ort erst wieder, als 1858 die Bahnlinie M├╝nchen-Landshut er├Âffnet wurde. Die Trasse f├╝hrt etwa einen Kilometer vom ehemaligen Ortszentrum um St. Wilgefortis entfernt noch auf der Schotterzunge entlang am Rand des Massenhausener Mooses. Bautechnisch war diese Schienenf├╝hrung sinnvoll. Sie ver├Ąnderte letztlich aber auch in bemerkenswertem Ma├če das Aussehen des Ortes. Das Dorf brauchte eine Anbindung nach Norden, an den Bahnhof. Entlang der Massenhausener Stra├če, der heutigen Bahnhofstra├če, siedelten sich einige H├Âfe und erste kleine Gewerbebetriebe an. Dies war der Beginn einer anhaltenden strukturellen Ver├Ąnderung. Neufahrn wurde in gleichem Ma├če, wie die Bedeutung der Bahnlinie ab der Wende zum 20. Jahrhundert wuchs, immer mehr zum stra├čendorf und die Bahnhofstra├če zur Hauptverkehrsader. 1905, das mu├č man sich dabei vor Augen halten, z├Ąhlte der Ort allerdings noch immer nicht mehr als 866 Einwohner. Von einem wirklich explosiven Bev├Âlkerungswachstum kann erst in der Zeit nach Ende des zweiten Weltkrieges gesprochen werden, als viele, die Heim und Heimat verloren hatten, sich im Norden M├╝nchens eine neue Existenz aufbauten. Der Boden war noch g├╝nstig zu haben, die Verkehrsanbindung mit der Eisenbahn zu den gro├čen Arbeitgebern in der Landeshauptstadt gut. 1946 registrierte Neufahrn 1.564 B├╝rgerinnen und B├╝rger. 1971 waren es bereits 9.883. Erste Gewerbeansiedlungen in nennenswerter Gr├Â├če brachten ab den 40er Jahren endlich auch mehr Geld in die gemeindlichen Kassen. Als schlie├člich AVON Cosmetics, Isar Wellpappe und Hinteregger Bau-Fertigteile in den 60ern sich am Ort niederlie├čen, war der Durchbruch geschafft. Das Industriegebiet f├╝llte sich. Weitere Betriebe zogen nach. Die Infrastruktur konnte ausgebaut werden. Kinderg├Ąrten, Schulen, Sportanlagen, das erste Hallenbad entstanden und verhalfen Neufahrn zu einer Attraktivit├Ąt, die schlie├člich dazu beitrug, den Siedlungsdruck aus M├╝nchen am Ort aufzufangen. Mit dem Bau eines neuen Zentrums zwischen der katholischen Kirche St. Franziskus, dem Rathaus und der evangelischen Auferstehungskirche hat die Gemeinde mit Hilfe privater Investoren zum Millennium dem Ort nicht nur einen attraktiven Marktplatz, sondern auch ein neues Gesicht gegeben.

Die urspr├╝nglich b├Ąuerliche Siedlungsstruktu ├Ąnderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich. Heute ist Neufahrn die zweitgr├Â├čte Kommune des Landkreises. Seit 1996 verf├╝gt Neufahrn ├╝ber ein Gymnasium.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Neufahrn setzt sich aus 2 Teilen zusammen. Der obere Teil besteht aus einem gelben Kreuz auf gr├╝nen Grund und stellt die alte Gemeinde Neufahrn dar (Das Kreuz Symbolisiert das Widerkreuz, welches sich am Altar in der alten Kapelle in Neufahrn befindet, der gr├╝ne Grund symbolisiert die Heidelandschaft ( Gfild ), auf der Neufahrn liegt). Der untere Teil des Wappens zeigt ein schwarzes Zahnrad auf gelbem Grund. Das Zahnrad steht dabei f├╝r die Gewerbeansiedlung in Neufahrn, der gelbe Grund steht symbolisch f├╝r den goldenen Boden, auf dem das Handwerk und Gewerbe steht.

Verkehr

Neufahrn ist durch die S-Bahn-Linie S1 des M├╝nchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) mit der Landeshauptstadt M├╝nchen, der Kreisstadt Freising und dem M├╝nchner Flughafen verbunden. Die S1 ben├Âtigt vom M├╝nchner Hauptbahnhof (Richtung Freising/Flughafen) zum Bahnhof Neufahrn gute 30 Min. Die S1 verkehrt tags├╝ber zwischen M├╝nchen und dem Flughafen im 20-Minuten-Takt. In Neufahrn wird die S1 geteilt. (Freising bzw. M├╝nchner Flughafen)

Bildung

Weblinks

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Wikipedia

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