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Letzte Änderung für Artikel Vahlberg: 10.02.2006 23:02

Vahlberg

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Vahlberg ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenb├╝ttel (Niedersachsen). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Sch├Âppenstedt.

Drei Ortschaften mit dem Namen Vahlberg liegen an der Asse , einem Gebirgszug im Landkreis Wolfenb├╝ttel. Von diesen ist Klein Vahlberg (Osteren-Vahlberg, L├╝ttgen Vahlberg) die j├╝ngste. Die Namensvettern sind Gro├č Vahlberg und M├Ânchevahlberg. ┬┤Fal┬┤, der Ursprung des Ortsnamens, bedeutet "erdfarben". Die urkundliche ├ťberlieferung von Gro├č Vahlberg aus dem Jahre 1093 hat sich als F├Ąlschung erwiesen. Historisch gesichert sind dagegen die Nachrichten ├╝ber Vahlberg aus dem 13. Jahrhundert, als man schon zwischen Gro├č und Klein Vahlberg unterschied. Gro├č Vahlberg kommt zwischen 1237 und 1248 als "de medio Valeberke" urkundlich vor. Von der Forst- und Landwirtschaft des an der Asse liegenden Dorfes profitierten die Vasallen des Herzogs von Braunschweig, das Aegidienkloster der Stadt Braunschweig und die herzogliche Stiftung der Zisterzienser in Riddagshausen. Der Zehnt war zun├Ąchst im Besitz des Bischofs von Halberstadt, sp├Ąter verf├╝gten ├╝ber ihn herzogliche Vasallen wie die Grafen vom Wohldenberg. Das sp├Ątere Rittergut in Gro├č Vahlberg lie├čen die Herren von Weferling bis 1601 bewirtschaften.

Gro├č Vahlberg

Gro├č Vahlberg
Gro├č Vahlberg

Bedingt durch die strategische Lage am Rande der Asse und wegen des guten Bodens war das Land um Gro├č Vahlberg schon fr├╝h besiedelt. Ein nahe gelegenes Flurst├╝ck hei├čt "Potwiese", was m├Âglicherweise auf das Vorkommen von Urnen hinweist. Man fand am Galgenberg neben Scherben aus dem 7. Jahrhundert auch eine Schnalle und einen Riemenbeschlag aus der Merowingerzeit .

Fal/Val, also erdfarben, m├╝ssen sie gewesen sein, als das Dorf 1242 erstmals urkundlich erw├Ąhnt wurde. Seinerzeit sa├čen die Herren von Weferling auf diesem Fleck, der ihnen 500 Jahre lang als Vorwerk diente. Das Kloster Bursfelde verkaufte dem Blasiusstift in Braunschweig 1281 zwei Hufen in Gro├č Vahlberg. In einer gef├Ąlschten Urkunde liest man die Ortsbezeichnung "In Valeberge". In den Jahren 1237-1248 taucht immer wieder die Schreibweise "de medio Valeberke" auf, 1281 schrieb man "in medio Valeberghe", 1299 "Middelstenvaleberghe", 1315 "in middelsten Valberghe" und 1348 "groten Valeberghe".

Im Jahre 1776 kaufte der Herzoglich Braunschweigische Geheimrat Albrecht Emond Georg von M├╝nchhausen das Lehnsgut, so berichtet Rembert Freiherr von M├╝nchhausen, ein direkter Nachfahre jenes Geheimrats. Und er ist auch verwandt mit dem legend├Ąren Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von M├╝nchhausen (1720-1797). Auf diesen Baron, der als braunschweigischer Offizier diente, gehen bekanntlich die herrlichen, fantasievollen L├╝gengeschichten zur├╝ck, die als "Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande" Weltruhm in der Literatur ernteten. Dann gab es noch den Lyriker B├Ârries von M├╝nchhausen (gestorben 1945) und eine Reihe von Pers├Ânlichkeiten aus dieser Familie am ehemals braunschweigischen Hof. Noch immer bewohnt die Familie M├╝nchhausen das Rittergut, das die Entwicklung des kleinen Ortes gepr├Ągt hat. Doch wie in allen landwirtschaftlich orientierten D├Ârfern ist diese Verbindung nachhaltig zur├╝ckgegangen. Neben dem Gut f├╝nf bewirtschaftete H├Âfe - nach dem Zweiten Weltkrieg waren es noch zw├Âlf. Freifrau Verena von M├╝nchhausen ist heute (2004) stellvertretende B├╝rgermeisterin im Gemeinderat.

Die evangelisch-lutherische Kirche Gro├č Vahlbergs ist ein mittelalterlicher Bau mit romanischem Bergfried -Turm, in dem sich zwei Grabgew├Âlbe der Familien von Weferlingen und von M├╝nchhausen befinden. Die Pfarrkirche wird bereits 1237 erw├Ąhnt. Das einheitliche Kirchenschiff mit Dreiviertelschluss wurde 1737 auf romanischem Fundament errichtet; Renovierungsarbeiten im Jahr 1950 vermochten nicht mehr, den alten Mosaikfu├čboden zu retten, der sarazenische Motive aufgewiesen hatte. Im Inneren der Kirche finden sich die Grabsteine Karls von Weferlingen (1594), Ulrichs von Weferlingen (1611) und seiner Gattin Katharina von Blankenburg. ├ťber dem spitzbogigen Eingang befindet sich das Relief eines b├Ąrtigen Mannes, der mit beiden H├Ąnden einen Stein ├╝ber seinem Kopfe h├Ąlt, es ist vermutlich heidnischen Ursprungs. In Gro├č Vahlberg ist ├╝brigens eines der letzten Patronate Niedersachsens lebendig. Seit mehr als 225 Jahren ├╝ben M├╝nchhausens das Patronat aus; sie zahlen also f├╝r kirchliche Bauma├čnahmen und andere Dinge. Wer den Kopf hebt, erblickt die "Prieche". In ihr sa├čen beim Gottesdienst die Gutsherren bzw. sitzen dort noch immer. Der herrliche Gutspark mit den exotischen B├Ąumen ist heute Landschaftsschutzgebiet. Im "Sch├Ânebusch", einem W├Ąldchen unweit des Dorfes, befindet sich die Gedenkst├Ątte derer von M├╝nchhausen, von der aus eine Sichtachse weit ins Land reicht.

Klein Vahlberg

H├╝gelgrab Galgenberg bei Klein Vahlberg
H├╝gelgrab Galgenberg bei Klein Vahlberg

wird 1344 als Osteren-Vahlberg erstmals erw├Ąhnt und erhielt 1367 den Namen L├╝ttgen-Vahlberg. Das adlige Gericht Klein Vahlberg ist ein altes Lehen der von Schwartzkoppschen Familie. Dazu geh├Âren die D├Ârfer Klein Vahlberg und Wetzleben. Das Dorf hatte neben der Kirche schon sehr fr├╝h eine Schule, die die Gutsherrschaft besetzte. Zum Edelhof geh├Ârten neben den L├Ąndereien eine Fischerei, die Jagd und die Sch├Ąferei. In der Umgebung wurde an den H├Ąngen der Asse Alabaster gebrochen, der zu Gips gebrannt wurde. Der mittelalterliche Turm der Kirche und das neuere Schiff sind nicht b├╝ndig miteinander und ohne ebenerdige Verbindung untereinander. Interessant ist die Gruft der Familie von Schwartzkopf.

Wenn man sich heute dem Ort n├Ąhert, fallen einem die im Norden und S├╝den gelegenen zwei H├╝gel auf, auf denen sich eine Linde bzw. eine Eiche befindet. Hierbei handelt es sich um je ein H├╝gelgrab , unter denen sich F├╝rstengr├Ąber befinden. Die ├Ąlteste Bestattung unter dem Galgenberg stammt aus dem sp├Ąten 3. Jahrtausend vor Christus, weitere Gr├Ąber wurden in der mittleren Bronzezeit (1600-1000 v. Chr.) und im fr├╝hen Mittelalter angelegt. Das F├╝rstengrab wird auf das 7. Jahrhundert gesch├Ątzt.

Im Jahre 1907 untersuchte der Arch├Ąologe F. Fuhse den Galgenberg und legte 1908 einen ausf├╝hrlichen Bericht vor. Die Geschichte des Berges (sehen wir von seiner j├╝ngsten Bedeutung als Hinrichtungsst├Ątte einmal ab) wird dadurch erkl├Ąrbar: urspr├╝nglich existierte hier nur ein kleiner, ├╝ber drei jungsteinzeitlichen Gr├Ąbern angelegter H├╝gel. Sp├Ąter, nach merowingerzeitlichen Bestattungen, wurde der H├╝gel zu seiner heutigen H├Âhe angesch├╝ttet. Das alte Skelettgrab war mit einer Reihe von Beigaben versehen, die leider verschollen sind.

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