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Letzte Änderung für Artikel Hornburg: 28.01.2006 20:58

Hornburg

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Wappen Karte
Hornburger Stadtwappen Deutschlandkarte, Position von Hornburg hervorgehoben
Basisdaten
Staat : Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Wolfenb√ľttel
Samtgemeinde: Schladen
Fläche : 22 km²
Geografische Lage :
Koordinaten: 52¬į 1' N, 10¬į 37' O
52¬į 1' N, 10¬į 37' O
H√∂he : 145 m √ľ. NN
Einwohner : 2.723 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 124 Einwohner/km²
Postleitzahl : 38315
Telefonvorwahl : 05334
Kfz-Kennzeichen : WF
Gemeindeschl√ľssel : 03 1 58 020
Website: www.hornburg.de
E-Mail-Adresse: stadtdirektor@hornburg.de
Politik
Gemeindedirektor : Andreas Memmert

Die Stadt Hornburg ist eine Kleinstadt im Landkreis Wolfenb√ľttel (Niedersachsen). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Schladen und hat zurzeit 2.723 Einwohner.

Die Hauptwirtschaftszweige sind der Tourismus , die Landwirtschaft und die papierverarbeitende Industrie. Hornburg ist die Geburtsstadt des zweiten deutschen Papstes Klemens II. ( 1046 - 1047 ) und besitzt eine historische Altstadt.

Hornburg, das am Fluss Ilse liegt, ist eine Fachwerkstadt und staatlich anerkannter Erholungsort. Das mehr als tausendjährige Rothenburg des Nordens gilt als eine der schönsten Kleinstädte Norddeutschlands, ein Ruf, den sich der Ort jetzt allerdings gern mit seiner nur zehn Kilometer entfernten, im Landkreis Halberstadt gelegenen Partnerstadt Osterwieck teilt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Historisches Wappen am Dammtor von 1552
Historisches Wappen am Dammtor von 1552

Die namensgebende Hornburg wurde 994 erstmals in einer Urkunde im Zusammenhang mit Markt- M√ľnz- und Zollrechten der Stadt Quedlinburg erw√§hnt. Auf einem Kalksteinplateau am "Gro√üen Bruch" gelegen, war die Burg die n√∂rdliche Grenzfeste der Halberst√§dter Bisch√∂fe. Von hier aus zog Barbarossa 1181 in die Schlacht gegen Heinrich den L√∂wen. Im Drei√üigj√§hrigen Krieg wurde die Burg Angriffsziel kaiserlicher und schwedischer Truppen und wurde 1645 vom schwedischen General K√∂nigsmarck zerst√∂rt. Nach einem gro√üen Brand 1512 wurden auch 120 H√§user der umliegenden Siedlung zerst√∂rt. Vom Halberst√§dter Bischof 1528 erstmals als Stadt bezeichnet, erhielt es 24 Jahre sp√§ter Marktrechte .

Seine Bl√ľtezeit erlebte Hornburg im 16. Jahrhundert , als es durch Hopfenanbau zu betr√§chtlichem Wohlstand kam. Diese f√ľr das Brauwesen wichtige Pflanze gedieh hier durch die g√ľnstigen klimatischen Bedingungen - wenig Regen und viel Sonnenschein - besonders gut. Hornburg war im Mittelalter von einer Mauer umgeben, durch die f√ľnf Tore f√ľhrten. Das Dammtor von 1552 (Bild) zeugt noch heute davon; an ihm ist Hornburgs Wappen mit Adam und Eva angebracht. Wer immer in der Sicherheit von Stadtmauer leben wollte, musste den Erwerb eines Grundst√ľcks nachweisen, ein B√ľrgergeld von 4 Talern zahlen und einen ledernen L√∂scheimer besitzen.

Hornburg lag bis zur Wiedervereinigung unmittelbar an der Grenze zur DDR . Diese Randlage hat der Stadt einige Nachteile gebracht, die erst durch Aktivitäten neueren Datums wenigstens teilweise wieder behoben werden konnten.

Fachwerk

Fachwerkhäuser in Hornburg
Fachwerkhäuser in Hornburg

Dieser gro√üen √Ąra verdankt Hornburg seine reich verzierten Renaissance - Fachwerkh√§user mit den √ľberkragenden Stockwerken und Schmuckbalken, die mit ausgemalten F√§cherrosetten, F√§cherfriesen und Spruchb√§ndern reich verziert sind. Hier gibt es bauliche Beziehungen zu Halberstadt und Einbeck. Das wohl sch√∂nste Fachwerkhaus der Altstadt, in dem heute das Schuhhaus Apelroth untergebracht ist, liegt am Marktplatz; es wurde 1609 als Ratsapotheke erbaut. Die Neue Stra√üe mit ihren niedrigen Haust√ľren l√§sst ahnen, wie klein die Menschen fr√ľher waren. man sollte sich jedoch nicht t√§uschen: ein Grund hierf√ľr war die Erh√∂hung des Stra√üenniveaus zur Verhinderung von √úberflutungssch√§den. Durch die Hagenstra√üe flie√üt der Fluss Ilse; die hier 1604 erbaute Hagenm√ľhle ist die einzige erhaltene Wasserm√ľhle im Landkreis Wolfenb√ľttel.

Ein schlimmer Verlust f√ľr die Fachwerkstadt Hornburg entstand, als 1972 durch Brandstiftung eines der sch√∂nsten und gr√∂√üten Fachwerkh√§user, das Neidhammelhaus, vernichtet wurde. Die wertvolle Schmuckfassade war stehengeblieben, musste aber wegen Einsturzgefahr abgerissen werden. Dies bedeutete einen empfindlichen Einschnitt in das st√§dtebauliche Gef√ľge des Stadt- und Stra√üenbildes an der Wasserstra√üe in der Nachbarschaft zur Kirche. 1996 wurde die bis dahin eingelagerte, denkmalgesch√ľtzte Fassade vor einen Neubau gesetzt und konnte so an Ort und Stelle erhalten bleiben. Erbaut wurde das Neidhammelhaus 1563 von dem damaligen Stadtk√§mmerer Valentin Mitgau. Sein Familienwappen, ein von einem Pfeil durchbohrtes Herz, ziert einen der zehn St√§nderbalken im ersten Stock. Nach den Ratsakten aus dem Jahre 1594 war "der Neidhammel" das h√∂chst besteuerte Haus in Hornburg.

Sehenswertes / Wissenswertes

Orgel der Hornburger Kirche Beatae Mariae Virginis
Orgel der Hornburger Kirche Beatae Mariae Virginis

Beatae Mariae Virginis von 1616 gilt als eine der sch√∂nsten evangelischen Kirchen im n√∂rdlichen Harzvorland. Sie ist der erste protestantische Hallenkirchenbau im Bereich der Braunschweigischen Landeskirche, noch vor ihrer gleichnamigen Schwester in Wolfenb√ľttel. Die barocke Orgel z√§hlt zu den bedeutendsten Norddeutschlands . Das Handwerksmuseum am Montelabbateplatz beherbergt Handwerksstuben und Bilder der Stadtgeschichte; ein Raum ist dem wohl bekanntesten Hornburger, Papst Klemens II. , gewidmet. Das dem Museum angeschlossenen Biedermeierhaus unterhalb der Burgmauer beherbergt eine vollst√§ndig eingerichtete Kleinb√ľrgerwohnung aus der Zeit um 1900 .

Hornburg
Hornburg

√úber den D√§chern der Stadt sieht man das Wahrzeichen Hornburgs, die Burg : ockergelb gestrichen und √ľber einen steilen Weg mit der Innenstadt verbunden. Wer etwas dar√ľber erfahren m√∂chte, der muss sich allerdings au√üerhalb der Mauern informieren, denn hier hei√üt es "Betreten verboten". Nach ihrer Zerst√∂rung 1645 lag das Gel√§nde bis 1922 brach, erst dann wurde es von Georg L√ľdecke nach einem Stich von Merian teilweise auf den Grundmauern rekonstruiert. Nach den Pl√§nen des Architekten Bodo Ebhard entstand ein Geb√§ude, das au√üen wie eine mittelalterliche Burg, innen aber wie eine feudale Villa anmutet. 100 der 800 Quadratmeter Wohnfl√§che nehmen Treppenaufg√§nge ein.

Ehemalige Synagoge

Unweit der Marienkirche, am Damm, stand hinter dem 1569 erbauten Renaissance-Wohnhaus Nr. 20 die barocke Hornburger Synagoge , deren vollständige Inneneinrichtung heute im "Ausstellungszentrum Hinter Aegidien", Lessingplatz 2 in Braunschweig zu besichtigen ist.

Das Wohnhaus selbst war von 1763 bis 1810 Judenschule. 1766 in der zweiten Reihe errichtet, galt die Synagoge als Beispiel eines speziell f√ľr diesen Zweck errichteten Bauwerks - eine Rarit√§t im Norddeutschland des 18. Jahrhunderts . Der kubische Fachwerkbau mit Mansardwalmdach war auf quadratischem Grundriss mit 9 Metern Seitenl√§nge errichtet worden. Auf der Westseite trug ein Anbau zwei separate T√ľren, eine zum Vorraum der M√§nnersynagoge, die andere Treppe der Frauen-Empore.

Als direktes Vorbild gilt die durch Bankier Lehmann 1712 errichtete Synagoge zu Halberstadt - eine der gr√∂√üten und reichsten ihrer Zeit, deren ausladendes Mansarddach die niedrigeren H√§user des j√ľdischen Viertels √ľberragte (eine Forderung des Talmud ). Die Hornburger Synagoge erschien bis ins Detail als etwas schlichter gehaltene Verkleinerung dieses Geb√§udes. 1924 wurde das bauf√§llige, seit 1882 nicht mehr von einem Minjan (‚ÄěMinjan" = Mindestzahl von zehn erwachsenen j√ľdischen Personen, die eine Betgemeinde bilden) genutzte Geb√§ude abgetragen.

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