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Letzte Änderung für Artikel Bahretal: 16.02.2006 10:47

Bahretal

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Wappen Karte
Wappen der Gemeinde Bahretal Deutschlandkarte, Position von Bahretal hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Dresden
Landkreis : SĂ€chsische Schweiz
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 53' 15" N, 13° 54' 0" O
50° 53' 15" N, 13° 54' 0" O
Höhe : zwischen 240 und 370 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 36,48 km²
Einwohner : 2.372 (30. April 2005)
Bevölkerungsdichte : 65 Einwohner je km²
Postleitzahl : 01819 (alt: 8301)
Vorwahl : 03 50 23 (Gersdorf)
03 50 25 (alle anderen Ortsteile)
Kfz-Kennzeichen : PIR
GemeindeschlĂŒssel : 14 2 87 040
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gersdorf Nr. 31
01819 Bahretal
Website:
E-Mail-Adresse: bahretal@gmx.de
Politik
BĂŒrgermeisterin :
(26. MĂ€rz 2000)
Brigitte Kolba ( parteilos )
Gemeinderat :
(13. Juni 2004)
BĂŒrgervereinigung fĂŒr Bahretal - 11 Sitze
PDS - 3 Sitze

Die sĂ€chsische Gemeinde Bahretal (nicht zu verwechseln mit Bahratal, einem Ortsteil von Bad Gottleuba-BerggießhĂŒbel) liegt sĂŒdlich von Pirna. Sie erstreckt sich ĂŒber die Nordabdachung des östlichen Erzgebirges, das so genannte Elbtalschiefergebiet zwischen Gottleuba und Dohna. Sie ist seit dem Jahr 2000 Teil der Verwaltungsgemeinschaft Bad Gottleuba-BerggießhĂŒbel.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde ist durch eine hĂŒgelige Mittelgebirgslandschaft geprĂ€gt. Die Dörfer sind als Reihendörfer in hoch- und spĂ€tmittelalterlichen Rodungsgebieten (Waldhufenflur) entstanden (mit der Ausnahme von Niederseidewitz, das zum Teil ein erweiterter Rundling in einer Blockflur ist) und liegen zwischen 240 und 370 m ĂŒ. NN in den TĂ€lern der Bahre und Seidewitz sowie auf den Höhen dazwischen. Einige markante Erhebungen auf dem Gemeindegebiet sind die Berge SchĂ€rfling (418 m ĂŒ. NN), Herbstberg (442 m ĂŒ. NN), Roter Berg (428 m ĂŒ. NN), MĂŒhlberg (339 m ĂŒ. NN) und Bahreberg (295 m ĂŒ. NN).

Blick ĂŒber Borna nach Gersdorf
Blick ĂŒber Borna nach Gersdorf

Die Gemeinde durchzieht das FlĂŒsschen Bahre , welches als Bahrebach ca. 1,5 km nördlich des Ortes Breitenau (Stadt Bad Gottleuba-BerggießhĂŒbel) bei 505 m ĂŒ. NN entspringt und bei Gersdorf durch drei weiter QuellbĂ€che (Gersdorfer Bach, Wingendorfer Bach und Bornaer Bach) gespeist wird. Zwischen den Ortsteilen Borna-Gersdorf und Friedrichswalde-Ottendorf wurde 1970 ein RĂŒckhaltebecken fertig gestellt, welches im Ergebnis des Hochwassers der osterzgebirgischen FlĂŒsse (Gottleuba, Bahre , Seidewitz, MĂŒglitz ) von 1957 geplant wurde.

Blick ĂŒber Gersdorf nach Friedrichswalde. Ganz im Hintergrund erkennt man das Elbtal zwischen Dresden (links) und Pirna (rechts).
Blick ĂŒber Gersdorf nach Friedrichswalde. Ganz im Hintergrund erkennt man das Elbtal zwischen Dresden (links) und Pirna (rechts).

Durch die Ortsteile Nentmannsdorf und Niederseidewitz fließt auch die Seidewitz, die kurz hinter Zuschendorf die Bahre in sich aufnimmt und in Pirna in Höhe des Senioren- und Pflegeheimes an der Einsteinstraße in die Gottleuba fließt, welche kurz darauf in die Elbe mĂŒndet.

Ortsgliederung

Bahretal besteht aus den Ortsteilen Borna, Friedrichswalde, Gersdorf, Göppersdorf, Nentmannsdorf, Niederseidewitz, Ottendorf und Wingendorf.

Geschichte

Die Entwicklung der Orte im Mittelalter (ca. ab 1300 ) wird wesentlich durch die Familien von BĂŒnau auf Liebstadt und Weesenstein und von Bernstein , von Lindenau und von Carlowitz in Ottendorf geprĂ€gt. Sie wurden hauptsĂ€chlich ĂŒber das Schloss Ottendorf (erbaut im 16./17. Jh.) sowie das Rittergut Gersdorf verwaltet.

Entstehung und Namensgebung

Gersdorf wurde erstmals 1299 als Gerhardisdorf urkundlich erwĂ€hnt. Der Name stammt von einem sog. Lokator (Locator, lateinisch so viel wie Verpachter, Vermieter), der die Besiedlung im Auftrag der zustĂ€ndigen Feudalgewalt (wahrscheinlich aus Liebstadt oder Pirna) organisierte und Siedler anwarb. Ähnliches trifft auf die Ortsnamen von Ottendorf, Friedrichswalde und Göppersdorf zu. In der genannten Urkunde wurde auch der heutige Ortsteil Gabel als „Villa Gabele“ erwĂ€hnt. Der Name stammt vermutlich vom slawischen „Jablonne“ ab. Dies bedeutet soviel wie „Apfelbaumort“.

Der Name Bornas leitet sich vom wendischen „Borne“ ab, was „Lehmbach“ oder „Lehmfeld“ bedeutet. Seine erstmalige ErwĂ€hnung stammt aus dem Jahre 1388 .

1311 wird Friedrichswalde sowie seine Kirche erstmals urkundlich bezeugt. Seine GrĂŒndung geht aber wahrscheinlich schon auf Friedrich von Karaz zurĂŒck, der zwischen 1206 und 1220 mehrfach urkundlich erwĂ€hnt wird.

Wie alle Dörfer der Region wurden auch Göppersdorf und Wingendorf (auch Groß- und Kleingöppersdorf) durch frĂ€nkische und thĂŒringische Bauern besiedelt. Das „große und cleyne“ Gotfridersdorf (wiederum der Name eines Lokators ) wurde erstmals um 1437 urkundlich erwĂ€hnt. Im 16. Jahrhundert erhielt der Ortsname seine heutige Gestalt. Die Waldhufendörfer gehörten bis 1855 zur Herrschaft Liebstadt. 1486 heißt es erstmals „im dorffe zcu Wenigißdorff, kleyne Gopperßdorff genannt“. Über Namensformen wie „Weinigsdorff“, „Wiengendorff“, „Windtorff“ und „Wittichendorff“ erhielt der Ortsteil 1557 seinen heutigen Namen.

Der Name von Nentmannsdorf ist sĂ€chsisch und leitet sich vom Namen Nantwin ( althochdeutsch so viel wie "nantha" = wagemutig oder kĂŒhn, "wini" = Freund ), der wahrscheinlich auch als Heiliger verehrt wurde, ab. Die erste ErwĂ€hnung geht auf 1338 , die des Namens Nentmannsdorf auf 1417 zurĂŒck, die von Niederseidewitz auf das Jahr 1411 . Zu Nentmannsdorf wird auch der Laurich (frĂŒher ein Gasthof) gerechnet. Niederseidewitz setzt sich aus den Teilen Ober- und Niederseidewitz, der EulmĂŒhle und Zwirtzschkau zusammen.

Ottendorf wird 1299 erstmals erwĂ€hnt. Wahrscheinlich fĂ€llt die erste urkundliche ErwĂ€hnung sogar auf 1294 . Die Urkunde zeigt aber (irrtĂŒmlich) 1344 als Datum. Die handelnden Personen verweisen aber auf das Jahr 1294 . Die GrĂŒndung des Ortes geht wahrscheinlich schon auf Otto von Donin zurĂŒck und könnte somit zu Beginn des 13. Jahrhunderts liegen. Der Name variiert in der Folgezeit nur wenig: Othendorff und Ottindorff.

Historische BesitzverhÀltnisse, Gerichts- und Schankwesen sowie Parochie

Borna

In der Entstehungszeit gehört das Dorf wahrscheinlich zunĂ€chst zur Burg Dohna, gelangte aber im Ergebnis der Dohnaischen Fehde zu Weesenstein. 1406 erscheint es in einem Lehnbrief des GĂŒnther von BĂŒnau auf Weesenstein. Einige Jahre spĂ€ter ( 1455 ) wird es im Gesamtlehnbrief derer von BĂŒnau fĂŒr Liebstadt erwĂ€hnt. Dies wird auch in weiteren Lehnbriefen bis 1554 immer wieder bestĂ€tigt. Danach wechseln die Besitzer mehrfach. Der Ort wird als Pfandobjekt eingesetzt oder verkauft. Er gehörte in den Folgejahren den Besitzern (von Bernstein, von BĂŒnau, von Reichenbach, von Meczsch, von Wolffersdorff, von Leyser, von Carlowitz) der umliegenden Schlösser in Liebstadt, Weesenstein, der RittergĂŒter in Gersdorf, Ottendorf, Krebs oder Giesenstein. 1731 befindet es sich sogar im Besitz des Grafen Moritz von Sachsen .
Gesamtansicht von Borna um 1860
Gesamtansicht von Borna um 1860

Seit dem 17. Jahrhundert ist in Borna auch ein Richtergut ( Erb- und Lehngericht ) nachweisbar. Seit 1507 unterlag Borna auch dem LiebstĂ€dter Bier- und Salzzwang (gemĂ€ĂŸ einem Vergleich der StĂ€dte Lauenstein und Liebstadt von 1494 ). Allerdings wird bereits zwei Jahre spĂ€ter mit RĂŒcksicht auf Klagen des Rates zu Pirna angewiesen, dass die zu Liebstadt gehörenden Dörfer ihr Bier auch in Pirna kaufen dĂŒrfen. Der Vergleich von 1494 wird noch bis in das 18. Jahrhundert hinein immer wieder bestĂ€tigt.

Die Kirche wird wie der Ort bereits 1388 in einer Urkunde der Dohnaer Burggrafen erwĂ€hnt. Vermutlich war sie zu dieser Zeit selbstĂ€ndig. SpĂ€ter ( 1495 ) gehört sie zu Pirna und zum Archidiakonat Nisan. Mit der Reformation, hier 1539 eingefĂŒhrt, kommt die Bornaer Kirche zu Liebstadt. Als Pfarrhaus diente das Diakonat in Liebstadt. Allerdings bekam Borna 1894 ein eigenes Standesamt.

Friedrichswalde

Der Ort gehörte, soweit Urkunden vorliegen, zur Herrschaft des Schlosses Weesenstein. 1553 werden Zwistigkeiten wegen des Bierschankes im Ort zwischen Weesenstein und dem Rat zu Pirna beigelegt. 1649 wird der Besitzer des FriedrichswĂ€lder Lehngerichtes salzschankberechtigt. Trotz des Pirnaer Bierzwanges wird um 1699 in Friedrichswalde Weesensteiner Bier ausgeschĂ€nkt. 1816 bekommt das Erblehngericht das Recht zur Einkehr, des Schlachtens, Backens, Handelns, des Branntweinbrennens und –verkaufs sowie des Bierschanks mit beliebigen Bezugsort.

Die Kirche wird wie der Ort 1311 erstmals urkundlich erwÀhnt. Wie Borna gehört sie 1495 zu Pirna und zum Archidiakonat Nisan. Seit 1501 werden Teile von Niederseidewitz nach Friedrichswalde gepfarrt. Von 1640 bis 1644 wird die FriedrichswÀlder Kirche mangels eines Pfarrers von Ottendorf aus verwaltet.

Gersdorf

Rittergut Gersdorf um 1860
Rittergut Gersdorf um 1860
Gersdorf teilt sich bis ins 17. Jahrhundert in Obergersdorf oder Gabel und Niedergersdorf. Dabei diente Niedergersdorf in den ersten urkundlichen ErwĂ€hnungen lediglich der Lagebeschreibung des Dorfes Gabel („in villa Gabele infra Ottendorf et Gerhardisdorf sita“). Beide Dörfer gehörten zu dieser Zeit offensichtlich zur Landgerichtsbarkeit der Dresdner Pflege (Ende 13. und Anfang 14. Jahrhundert unter der Herrschaft von Markgraf Friedrich von Dresden). Im Jahre 1304 werden Gersdorf und Ottendorf ausdrĂŒcklich aus der Belehnung der Burggrafen zu Dohna mit der Dresdner Pflege herausgenommen. Mit EinschrĂ€nkung der burggrĂ€flichen Rechte gehören beide Dörfer aber laut Zinsregister von 1378 schließlich doch zu Dohna. Mit dem Ausgang der Dohnaischen Fehde dĂŒrfte der Besitz der beiden Dörfer wieder an den Markgrafen gefallen sein. In den Folgejahren werden verschiedene Einzelpersonen mit einzelnen GĂŒtern, Personen oder Dingen belehnt (z. B. die Familie von Bernstein auf Ottendorf oder von NebelschĂŒtz). Weiterer Besitz lag offensichtlich auch bei zwei in Niedergersdorf ansĂ€ssigen Adelsfamilien. Eine ist wahrscheinlich die Familie von Körbitz („de Gurbewicz“, „von Gorwicz“), als Besitzer des Vorwerks, welches spĂ€ter zum Rittergut ausgebaut werden wird. Die andere ist wahrscheinlich die Familie von Wurgwitz als Besitzer des Niedervorwerks. 1473 fĂ€llt das Vorwerk durch Verkauf an einen Heintzen von Rottwerndorff unter Mitbelehnung von Hans und Georg von Rottwerndorff. 1578 besitzt die Familie von BĂŒnau auf Liebstadt ganz Gersdorf. 1639 wird Gersdorf an den Obersten Ludwig von Kahlen verkauft, 1657 gehört es Bernhard Adolph von Meczsch, 1734 befindet es sich im Besitz des Grafen Moritz von Sachsen und 1752 im Besitz der Familie von Leyser. Nach Klara Auguste von Ponikau ( 1784 ) wird der Generalleutnant von Leyser Besitzer (noch 1840 nachweisbar), der das Rittergut ausbaut, die Gersdorfer Ruine bauen lĂ€sst und einiges fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes tut (Musterwirtschaft, Edel-SchĂ€ferei, Gartenbau).

Gersdorf hat nie ĂŒber eine eigene Kirche verfĂŒgt und wurde seit alters nach Ottendorf gepfarrt.

Über die Gerichtsbarkeit gibt es bis auf die ErwĂ€hnung eines Richters im Jahre 1788 keinerlei gesicherte Angaben.

Göppersdorf und Wingendorf

Göppersdorf und Wingendorf gehörte zunĂ€chst der Familie von Bernstein zu Ottendorf. 1447 erfolgt der Verkauf an eine Elizabeth von Cziko(w), die allerdings ebenfalls eine Geborene von Bernstein ist. Mitbelehnt werden Ihre BrĂŒder und Vetter. Bereits 1455 erscheinen die Dörfer im Besitz von Liebstadt (Gesamtlehnbrief derer von BĂŒnau). Allerdings verblieb offensichtlich ein Teil von Wingendorf bei der Familie von Bernstein.

Kirchlich gehören die Dörfer ebenfalls zu Liebstadt. Bereits zur Reformationszeit werden beide Orte dahin gepfarrt.

Das Richtergut (Kretschmar) wird gelegentlich im Zusammenhang mit der Nennung eines Richters und seiner Besteuerung (erstmals 1661 ) erwÀhnt. Beide Dörfer gehören mit Ober- und Erbgerichten bis zur Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit durch die Reichsjustizgesetze 1877 zur Gerichtsbarkeit des LiebstÀdter Rittergutes.

Nentmannsdorf

Nentmannsdorf wird in seinen ersten urkundlichen ErwĂ€hnungen ( 1417 ) als zur Herrschaft Wehlen zugehörig bezeichnet. In den Lehnbriefen wird diese Zugehörigkeit noch 1515 bestĂ€tigt. Allerdings gehören die Vasallen von Nentmannsdorf bereits zur Pflege Dohna ( 1445 , 1458 ) bzw. zum Amt Pirna ( 1548 ). SpĂ€ter werden einzelne GĂŒter oder Rechte an verschiedene Besitzer vergeben (von Wurgwitz, Nebelschitz, von Rottwerndorf, von Bernstein und von BĂŒnau). 1586 erhĂ€lt schließlich ein Hans von Lindemann zu Ottendorf das Dorf einschließlich des Kalksteinbergwerks. Es verbleibt in Ottendorf bis zur Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit.

Das Richtergut wird 1472 als zu von Wurgwitz gehörig bezeichnet. 1484 wird Hans von Bernstein „mit eynem halben gericht“ belehnt. Nentmannsdorf unterstand noch 1699 dem Pirnaer Bierzwang, hat sich aber nicht daran gehalten.

Nentmannsdorf wird 1501 und 1548 nach Liebstadt gepfarrt, nach 1617 wahrscheinlich, ab 1634 sicher nach Burkhardswalde.

Seidewitz (Nieder- und Oberseidewitz, Zwirtzschkau)

Die GĂŒter gehören in der Entstehungszeit verschiedenen Besitzern (von Torgaw, von Biberach, von Gorwicz, von Mogelin, von Karlewitz, von Worgewitz). 1501 und 1542 erscheint auch die Familie von BĂŒnau (Weesenstein) als Besitzer. Aber auch unter dieser Herrschaft werden verschiedenen Dienste (z. B. Pflugdienste, Geschirrdienste), Zinsen und Ă€hnliches anderen Orten oder Personen zugewiesen. 1724 werden Nieder- und Oberseidewitz dem BĂŒnauischen Rittergut Meusegast zugeordnet. 1733 gehören sie wieder zu Weesenstein.

1501 werden Niederseidewitz nach Friedrichswalde und Oberseidewitz nach Dohna gepfarrt. 1539 gehören beide Orte zur Parochie Friedrichswalde.

Ottendorf

1304 belehnt Markgraf Friedrich den Burggrafen Otto von Dohna mit der Landgerichtsbarkeit bis zur Lockwitz, behĂ€lt sich aber die Gerichtsbarkeit ĂŒber Ottendorf und Gersdorf ausdrĂŒcklich vor. 1400 verleiht der Landesherr Sitz und Vorwerk an eine Barbara von Sullwitz. 1412 werden schließlich etliche Mitglieder der Familie Karas und von Torgaw mit Ottendorf belehnt. 1445 befindet sich das Dorf im Besitz der Familie von Bernstein. Kurzzeitig verschwinden die Bernsteins aus den Akten, tauchen aber 1529 wieder auf. Wegen hoher Schulden mĂŒssen sie das Gut schließlich einem Schwager (Dedo Rauchhaubt) 1582 verkaufen. Dieser verĂ€ußert es bereits ein Jahr spĂ€ter an Thamme von Sebottendorff zu Rottwerndorff. Schließlich kommt Ottendorf 1586 in den Besitz von Hanns von Lindenau. Die Familie von Lindenau verkauft 1598 an Rudolf von BĂŒnau zu Weesenstein. Nach seinem Tode ( 1661 ) werden Sebastian Hildebrand von Metzsch und Albrecht Christian von Kromsdorf als Besitzer gefĂŒhrt. 1681 taucht erstmals ein von Carlowitz (zunĂ€chst als PĂ€chter) auf. 1682 bis 1709 wird schließlich Georg Heinrich von Carlowitz als Lehns- und Gerichtsherr zu Ottendorf genannt. Ottendorf bleibt bis 1945 im Besitz der Familie von Carlowitz.

Das Richteramt zu Ottendorf war walzend, d. h. der Erbherr konnte einen Einwohner des Ortes damit beauftragen oder es wieder von ihm nehmen.

Das Kirchlehen wird erstmals 1447 erwĂ€hnt. Die Kirche wird 1522 bis 1524 renoviert. 1698 wird das Schiff gewölbt und 1900 findet ein weiterer grĂ¶ĂŸerer Umbau statt. Der noch heute genutzte Friedhof wurde 1885 mit einer Totenhalle angelegt. Zur Kirchgemeinde zĂ€hlten Ottendorf, Gersdorf und Dohma.

Geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung bis 1945

Kalksteinabbau wird in Borna schon seit 1551 betrieben. 1713 lieferte Borna den Marmor fĂŒr den Plattenbelag in der alten Katholischen Hofkirche Dresden . Durch die KalkbrĂŒche erlangten die Bornaer einen gewissen Wohlstand.

Wie in Borna wurde auch in Nentmannsdorf seit 1586 Kalkstein abgebaut (heute wird im Hartsteinwerk Nentmannsdorf im Seidewitztal durch die SĂ€chsische Baustoffunion SBU Dresden Amphibolit und durch ProStein in Friedrichswalde Diabas abgebaut). Der Bergbau verhalf auch den Nentmannsdorfern zu einigem Wohlstand. Der Untertageabbau erlebte um 1878 mit dem Bau der Talstraße von Pirna nach Liebstadt noch einmal einen krĂ€ftigen Aufschwung. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die BrĂŒche aber aus RentabilitĂ€tsgrĂŒnden stillgelegt.

Durch die Lage an der Alten Dresden Teplitzer Poststraße brachten die kriegerischen Auseinandersetzungen und die marodierenden Truppen im 30-jĂ€hrigen und im 7-jĂ€hrigen Krieg sowie besonders wĂ€hrend des Napoleonischen Krieges 1813 (hier lieferten sich Russen und Franzosen auch in den Nentmannsdorfer KalkbrĂŒchen blutige Gefechte), von dem noch die sog. „Napoleonschanze“ bei Herbergen zeugt, Not und Elend ĂŒber die Bewohner der Region.

1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gersdorf gegrĂŒndet. Ihre Feuertaufe musste sie bereits ein Jahr spĂ€ter bestehen. Sie löschte vier brennende WohnhĂ€user in BerggießhĂŒbel und ging als „Retter von BerggießhĂŒbel“ in die dortige Stadtgeschichte ein.

Aber auch in Gersdorf selbst hatte sie große BewĂ€hrungsproben zu bestehen: So z. B. beim Brand des Rittergutes am 19. Juli 1888 , zu dem sie vormittags um 10.45 Uhr alarmiert wurde. Durch den Sturm fielen aber weitere 13 HĂ€user den Flammen zum Opfer.

Das Hochwasser im Jahr 1927 , man wollte gerade das 50-jĂ€hrige FeuerwehrjubilĂ€um begehen, war eine weitere BewĂ€hrungsprobe. Das Fest am 28. August 1927 musste ausfallen. Es wurde am 28. und 29. Februar 1928 nachgeholt. Die SchĂ€den, die das Hochwasser hinterließ, waren immens. Der Pirnaer Anzeiger schrieb ĂŒber „betrĂ€chtliche Wald- und FlurschĂ€den“.

Geschichtlicher Überblick nach 1945

1955 brannte der Turm des Rittergutes Gersdorf ab, so dass die Gesamtansicht des Ortes eine deutliche VerÀnderung erfuhr.

Als grenznahe Gemeinde zu Tschechien waren die Dörfer 1968 durch den Truppenaufmarsch der Roten Armee stark betroffen. Starke PanzerverbĂ€nde blockierten wĂ€hrend des Prager FrĂŒhlings die Straßen der Region.

1970 und 1973 erfolgten erste Zusammenlegungen der Dörfer zu den Gemeinden Friedrichswalde-Ottendorf, Nentmannsdorf-Niederseidewitz und Borna-Gersdorf. Mit der Gemeindegebietsreform von 1994 wurden diese Gemeinden zusammen mit Göppersdorf und dem Ortsteil Wingendorf zur Gemeinde Bahretal zusammengelegt.

2000 haben sich die StĂ€dte Bad Gottleuba-BerggießhĂŒbel und Liebstadt mit der Gemeinde Bahretal zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen mit Bad Gottleuba-BerggießhĂŒbel als erfĂŒllender Gemeinde.

Das Hochwasser vom Sommer 2002 hat auch vor der Gemeinde Bahretal nicht halt gemacht. Da die Gemeinde sich ĂŒber die TĂ€ler der Bahre und Seidewitz erstreckt, war sie auch von den SchĂ€den dieser beiden FlĂŒsse betroffen. Besonderen Schaden nahm die Infrastruktur der Gemeinde, insbesondere Straßen und BrĂŒcken. Allein im Tal der Bahre mussten fĂŒnf BrĂŒcken neu gebaut bzw. saniert werden. Dazu kamen umfangreiche Arbeiten zur Sanierung der FlusslĂ€ufe, ihrer StĂŒtzmauern und der Straßen. Mit der Sanierung der Dorfstraße in Borna wurden diese Arbeiten zum grĂ¶ĂŸten Teil Ende 2004 abgeschlossen. Insgesamt summierten sich die SchĂ€den in der Gemeinde auf ca. 10 Millionen EUR.

Kultur, Sport und Bildung

SehenswĂŒrdigkeiten

Die Gemeinde Bahretal verfĂŒgt ĂŒber drei Kirchen in den Ortsteilen Ottendorf, Friedrichswalde und Borna.

Die Kirche in Ottendorf ist romanischen Ursprungs und damit die Ă€lteste in der Gemeinde. Im 14. Jahrhundert wurde sie gotisch erneuert. Besonders sehenswert sind Fresken im Chorraum mit Abbildungen der Apostel und Evangelisten , die um 1500 entstanden sind, aber erst in letzter Zeit wieder entdeckt wurden. Eng verbunden ist die Geschichte der Kirche mit den Besitzern des Ottendorfer Schlosses. Hans von Lindenau stiftete der Kirche 1591 eine komplette Innenausstattung. Besonders beeindruckend ist der geschnitzte, dreigeschossige Renaissancealtar von Franz Dittrich d. Ä. sowie das Portrait des Stifters, eine Arbeit von Lucas Cranach d. J. SpĂ€ter wurde die Kirche die Grablege der Familie von Carlowitz . Davon zeugen zahlreiche Epitaphien in Chorraum und Kirchenschiff .

Der heutige Kirchenbau in Friedrichswalde geht bis auf das Jahr 1647 zurĂŒck. Im DreißigjĂ€hrigen Krieg mussten der Ort Friedrichswalde und auch die Kirche schwere VerwĂŒstungen hinnehmen.

Aus den TrĂŒmmern erstand die heutige Kirche. Der Turm und der Westgiebel kamen Ende des 19. Jahrhunderts hinzu, und die Innenausstattung wurde dem Zeitgeschmack angepasst und neogotisch erneuert. Zu den Gottesdiensten erklingt eine Orgel der GebrĂŒder Jehmlich , gebaut 1905 .

Die Kirche in Borna wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwĂ€hnt. Damals war sie eine Kapelle fĂŒr die Bergleute. 1752 war sie schließlich so baufĂ€llig, dass sie abgerissen werden musste. Bereits ein Jahr spĂ€ter stand an ihrer Stelle die heutige Kirche mit schlichtem Äußerem, dafĂŒr aber weithin sichtbar auf einem HĂŒgel.

Kirche zu Ottendorf
Kirche zu Ottendorf
Kirche zu Borna
Kirche zu Borna
Kirche von Friedrichswalde
Kirche von Friedrichswalde

Umso bemerkenswerter ist die Innenausstattung mit dem spĂ€tbarocken Ädikula -Kanzelaltar ( 1756 ), ein Werk des Dresdner Hofmarmorierers Andrea Salvatore Aglio . Der Marmor stammt aus den Bornaer BrĂŒchen. Der Altar ist ein Geschenk an die Bornaer - als Gegenleistungen fĂŒr Marmorlieferungen an den Dresdner Hof . Die Orgel stammt vom Dresdner Orgelbauer Jahn und wurde 1858 geweiht. 1981 wurde sie vom Nentmannsdorfer Siegfried Creuz restauriert. 1880 erfuhr die Kirche eine weitere Renovierung im Innern. Ihre drei Bronzeglocken (eine Ă€ltere Glocke trug die Jahreszahl 1563) musste die Kirche in den letzten beiden Weltkriegen jeweils zur Waffenproduktion abgeben. Sie wurden durch Stahlgussglocken ersetzt. 1976 konnte mit den Spenden der 100 Gemeindemitglieder ein neues BronzegelĂ€ut in der Apoldaer Glockengießerei in Auftrag gegeben werden. 2003 feierte die Kirche ihr 250. JubilĂ€um und wurde aus diesem Anlass außen renoviert.


In Nentmannsdorf (Nr. 35a) wurde 1995 von Norbert Creuz (einem gelernten Porzellanmaler) im SeitengebĂ€ude seines Bauernhofes ein Bauernmuseum mit der so genannten „Garagenorgel“ (seit 1978 ) seines Vaters Siegfried Creuz eröffnet. Nach vorheriger Anmeldung kann man auch eine „Hörprobe“ dieses Instruments erleben. Bis 1989 wurde sie auch zu Konzerten gespielt.

Oberhalb von Gersdorf ist die Gersdorfer Ruine (388 m ĂŒ. NN - um das Jahr 1800 ) zu besichtigen. Diese wurde als kĂŒnstliche Ruine errichtet und sollte als Jagdunterkunft dienen. Die Ruine gilt als Ausdruck romantischer NaturschwĂ€rmerei im beginnenden 19. Jahrhundert .

Zuletzt ist vor allem die landschaftliche Lage der Gemeinde mit ihren HĂŒgeln und TĂ€lern hervorzuheben. Hinzu kommen zwischen Gersdorf, Cotta und BerggießhĂŒbel interessante Sandsteinformationen, die so genannten FelsenbrĂŒcken (399 m ĂŒ. NN) und die Zehistaer WĂ€nde.

Die Ruine von Gersdorf - Radierung von Ludwig Richter um 1820
Die Ruine von Gersdorf - Radierung von Ludwig Richter um 1820

Kulturelle Höhepunkte und FreizeitaktivitÀten

Kultureller Höhepunkt ist das Ortsfest in Gersdorf (seit 1968 ). Es findet jĂ€hrlich Anfang August statt. Das Ortsfest hat dabei immer in Verbindung mit dem Vogelschießen der Freiwilligen Feuerwehr stattgefunden. Erstmals wurde dieses Vogelschießen 1885 veranstaltet.

Zu einer Tradition soll „Borna singt und musiziert“ werden. Diese Veranstaltung fand 2003 erstmalig statt.

Eine weitere Tradition wird zurzeit durch die im Ort ansĂ€ssige Pizzeria "Da Silva" etabliert, welche seit 2003 alljĂ€hrlich im September ein großes Pizzawettessen veranstaltet. Der Erlös dieses Wettbewerbes kommt der Stiftung "Ars vivendi saxonia" zugute, der Sieger erhĂ€lt das Pizzablech in Silber .

Weitere Veranstaltungen werden regelmĂ€ĂŸig durch den Heimatverein Borna-Gersdorf e. V. und die Freiwillige Feuerwehr Bahretal (sie entstand aus den Ortswehren Borna-Gersdorf, Göppersdorf-Wingendorf, Friedrichswalde-Ottendorf und Nentmannsdorf-Niederseidewitz) organisiert. Auch die Sportvereine und die in der Gemeinde ansĂ€ssigen Betriebe und Handwerker beteiligen sich regelmĂ€ĂŸig an den kulturellen AktivitĂ€ten in den Ortsteilen.

Gelegentlich bildet auch das Schloss Ottendorf die Kulisse fĂŒr kleinere klassische Konzerte, Lesungen oder Rockkonzerte.

Die Jugend, besonders aus Ottendorf und Friedrichswalde, trifft sich gern im Club am RĂŒckhaltebecken, einer ehemaligen Baubaracke, zum Quatschen, Billard oder Tischtennis spielen oder zum Feiern. Weitere Jugendclubs befinden sich in Borna und Göppersdorf.

In Niederseidewitz bietet „Nr. 3 Management fĂŒr Kultur, Fortbildung und Freizeit“ Urlaub, Reiten und Musik auf einem etwas anderen Bauernhof als spezielles Angebot nicht nur fĂŒr Kinder und Jugendliche an.

Seit dem 01.01. 2000 hat auch der Landesverband Sachsen der Jeunesses Musicales Deutschland die Nr. 3 in Niederseidewitz zu seinem Sitz gewĂ€hlt. Die Jeunesses Musicales Deutschland, Landesverband Sachsen e. V. versteht sich ebenso wie der Bundesverband als Fachverband fĂŒr junge Musiker, veranstaltet mehrere Kurse pro Jahr, fördert den internationalen Austausch von jugendlichen KĂŒnstlern und ist bei "Jugend musiziert" engagiert.

Sport

Seit den 90er Jahren haben sich zwei Sportvereine gebildet, die das sportliche Leben der Gemeinde bestimmen: die Volleyballmannschaften des SV Nentmannsdorf e. V. und die Eishockeymannschaft der Borna-Gersdorfer BĂŒffel ( 1999 ).

Reiten bieten neben dem o. g. „Nr. 3 Management fĂŒr Kultur, Fortbildung und Freizeit“ auch der Pferdehof Löwe in Niederseidewitz und das Fjord-GestĂŒt SĂ€chsische Schweiz in Gersdorf (Gabel) an.

Schule

Schulen gibt es in den Ortsteilen Friedrichswalde ( 1555 ), Gersdorf ( 1842 ), Göppersdorf ( 1806 ), Nentmannsdorf ( 1830 ) und Ottendorf ( 1548 , aber bereits 1419 soll in einem Vertrag der Schulgarten erwÀhnt worden sein). Die noch existierenden SchulgebÀude stammen aus den Jahren 1837 (Nentmannsdorf), 1842 (Gersdorf), 1868 (Göppersdorf) und 1892/93 (Ottendorf).

Bereits in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es eine Konzentration auf die Schule in Gersdorf. Dazu wurde Mitte der 60er Jahre in Gersdorf ein neues SchulgebÀude gebaut. Da dennoch die RaumkapazitÀten nicht reichten und einzelne Unterrichtsstunden in den Nachbargemeinden abgehalten werden mussten sowie die Bausubstanz den Erfordernissen eines modernen Unterrichts nicht mehr stand hielt, wurde in den 80er Jahren eine gÀnzlich neue Schule gebaut. Dieser typische DDR - Plattenbau wurde 1989 eingeweiht.

Mit dem Schulgesetz fĂŒr den Freistaat Sachsen vom 3. Juli 1991 wurden zum Schuljahresbeginn am 1. August 1991 aus der Allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschule ( POS ) Borna-Gersdorf die Grund- und die Mittelschule Gersdorf.

Aber auch die Gemeinde Bahretal ist nicht vom RĂŒckgang der Geburtenrate und damit der SchĂŒlerzahlen verschont geblieben. Somit musste die Grundschule zum 1. August 2001 schließen. Die Beschulung der GrundschĂŒler erfolgt seitdem in der Grundschule in Liebstadt.

Ein Ă€hnliches Schicksal wird auch die Mittelschule ereilen. Nachdem die Stadt Liebstadt seinen Einwohnern empfohlen hat, ihre Kinder in der Mittelschule in Bad Gottleuba anzumelden, wird auch die Mittelschule Bahretal schließen mĂŒssen. Bereits seit 2003 darf in Gersdorf keine neue 5. Klasse mehr eingerichtet werden.

Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaft

Haupterwerbszweige waren und sind die Landwirtschaft und der Bergbau ( Marmor , Kalkstein , Diabas oder „ GrĂŒnstein “, Amphibolit ). Mit der endgĂŒltigen Schließung des Kalkwerkes Borna (von 1965 bis 2000 prĂ€gten die drei Hochöfen das Bild Bornas) im Jahr 2000 ist ein wesentlicher Arbeitgeber in der Region weggefallen. Zu DDR-Zeiten wurden in Nentmannsdorf noch Fotoapparate repariert. SpĂ€ter nutzte das GrundstĂŒck eine PrĂ€zisionssysteme-Firma, die, weil sie nicht erweitern konnte, ins Gewerbegebiet nach Dohna abwanderte. Geblieben sind neben der Landwirtschaft, 2 SteinbrĂŒche in Nentmannsdorf und Friedrichswalde sowie eine Reihe von Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe sowie seit 2003 die österreichische Anlagenbau-Firma Zeta, die Nentmannsdorf als Ausgangspunkt fĂŒr ihre Expansion auf den deutschen Markt nutzen will.

Verkehr

Die Gemeinde durchziehen von Pirna her mehrere Staats- bzw. Kreisstraßen . Die S173 ist dabei eine Hauptmagistrale, die zwar das Gemeindegebiet im Osten nur streift, aber als Zubringerstraße zum GrenzĂŒbergang Bahratal von großer Bedeutung ist.

Weitere Tangenten fĂŒhren in den TĂ€lern der Bahre (K8757) und der Seidewitz (S176) sowie auf der Höhe von Pirna-Zuschendorf nach Herbergen (Stadt Liebstadt – K8760) durch das Gemeindegebiet.

Das Gemeindegebiet liegt an der historischen Alten Dresden Teplitzer Poststraße , die durch die historischen PostmeilensĂ€ulen (eine GanzmeilensĂ€ule von 1729 am Ehrlichtteich in Göppersdorf, eine HalbmeilensĂ€ule von 1729 zwischen Niederseidewitz und Nentmannsdorf (nach einem Verkehrsunfall wurde diese bis zur Fertigstellung der A17 vom Straßenbauamt eingelagert) sowie ein Viertelmeilenstein von 1729 in Niederseidewitz) bekannt ist.

Mit dem Bau der Autobahn A17 erhĂ€lt die Gemeinde Bahretal eine Abfahrt in Höhe der Ortsteile Nentmannsdorf und Friedrichswalde. Nach Fertigstellung (voraussichtlich Ende 2006 ) wird die A17 auf insgesamt 11 km beginnend mit der AutobahnbrĂŒcke ĂŒber das Seidewitztal bis nach Börnersdorf (Stadt Bad Gottleuba-BerggießhĂŒbel) das Gemeindegebiet durchschneiden.

Im Zuge des Autobahnbaus ist auch eine Umfahrung (S170) der Ortsteile Friedrichswalde und Ottendorf in Richtung der S173 geplant (Baubeginn 2005 ).

Die Gemeinde wird durch den öffentlichen Nahverkehr seitens der Verkehrsgesellschaft SĂ€chsische Schweiz mbH mit den Linien von Pirna nach Wingendorf, BerggießhĂŒbel und Bad Gottleuba bzw. nach Liebstadt (zum Teil auch im Zuge des SchĂŒlertransportes) erschlossen. Ende 2004 mussten wegen mangelnder Nachfrage die Verbindungen am Wochenende eingestellt werden.

Der nÀchste Bahnhof befindet sich in Pirna.

Quellen

Weblinks

Bilder der Fotothek der SÀchsischen Landes- und UniversitÀtsbibliothek Dresden

Weitere Bilder

Wikipedia

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