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Letzte Änderung für Artikel Lilienthal: 18.02.2006 10:07

Lilienthal

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Lilienthal Deutschlandkarte, Position von Lilienthal hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Osterholz
Fl├Ąche : 72,03 km┬▓
Einwohner : 18.214 (31. Dezember 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 253 Einwohner je km┬▓
H├Âhe : bis 12m ├╝. NN
Postleitzahl : 28865
(alt: W-2804)
Vorwahl : 04298
Geografische Lage :
Koordinaten: 53┬░ 8' N, 08┬░ 55' O
53┬░ 8' N, 08┬░ 55' O
Kfz-Kennzeichen : OHZ
Konfession : 55% Evangelisch
7% Katholisch
38% Sonstige
Adresse der Gemeinde: Klosterstr. 16
28865 Lilienthal
Website: www.lilienthal.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@lilienthal.de
Politik
B├╝rgermeister : Willy Hollatz ( Gr├╝ne )

Die Gemeinde Lilienthal geh├Ârt zum Landkreis Osterholz, Niedersachsen und grenzt an Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort Lilienthal geht auf eine Klostergr├╝ndung des Bremer Erzbischofs Gerhard II. zur├╝ck. Unter dem Namen Vallis Liliorum begann 1232 der Bau des Nonnenklosters, das dem Zisterzienserorden angegliedert und 1264 geweiht wurde. Um 1400 erlebte das Kloster seine Bl├╝tezeit. Nach der Reformation wurde es ein evangelisches Damenstift, das sich unter kl├Ąglichen Bedingungen noch bis zum Ende des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges halten konnte. 1650 erfolgte die S├Ąkularisierung ; auf dem ehemaligen Grundbesitz des Klosters, der aufgeteilt wurde, entwickelte sich die Ortschaft Lilienthal.

Inzwischen war nach den Bestimmungen des Friedensvertrages von M├╝nster und Osnabr├╝ck das ehemalige Erzbistum Bremen-Verden, das Land zwischen Weser und Elbe, an Schweden gefallen. K├Ânigin Christine belehnte einen verdienten schwedischen Heerf├╝hrer, den Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege, mit der neu geschaffenen Herrschaft Osterholz, in der die ├ämter Lilienthal und Osterholz zusammengeschlossen waren. Nach dem fr├╝hen Tod des Landgrafen ├╝bernahm 1655 seine Frau Eleonora die Regierung mit Sitz in Osterholz und m├╝hte sich tatkr├Ąftig um eine Verbesserung der wirtschaftlichen und sanit├Ąren Lage der Landbev├Âlkerung. Nach ihrem Tod 1692 fiel das Lehen an die schwedische Krone zur├╝ck. Lilienthal blieb bis 1712 schwedisch ÔÇô daher die schwedischen Farben des Wappens Ôłĺ, kam dann an D├Ąnemark und 1719 unter die Herrschaft des K├Ânigreichs Hannover. Lilienthal wurde Sitz eines hannoverschen Amtes.

1740 wurden die Klosteranlagen abgerissen.

1782 bezog der Amtmann Johann Hieronymus Schr├Âter den Amtshof. Neben der Verwaltungst├Ątigkeit nahm seine Neigung zur Astronomie einen Gro├čteil seiner Zeit in Anspruch. Er errichtete in Lilienthal im Garten seines Amtshauses eine Sternwarte . Die Sternwarte Lilienthal wurde in den folgenden Jahren zu dem am besten ausger├╝steten Observatorium der Welt. Hier befand sich ein u.a. "Riesenteleskop" mit 50 cm ├ľffnung und 8,25 m Brennweite. Durch das Teleskop erlangte Lilienthal Ber├╝hmtheit und wurde von Astronomen , hohen Staatsbeamten und Milit├Ąrs aller Armeen besucht. Schr├Âter stand in brieflichem Kontakt zu allen bedeutenden Astronomen seiner Zeit. Zusammen mit Wilhelm Olbers und anderen Gelehrten gr├╝ndete er 1800 in Lilienthal die Astronomische Gesellschaft . Nach Schr├Âters Tod im Jahre 1816 verfiel die Sternwarte. 1850 wurden die letzten ├ťberbleibsel abgerissen. Ein Gro├čteil der Instrumente war zuvor an die Universit├Ąt G├Âttingen gegangen.

Der Befreiungskrieg 1813 traf Lilienthal hart. Nach einem Zwischenfall w├Ąhrend des R├╝ckzugs setzte ein franz├Âsischer Truppenteil den gesamten Ort Lilienthal in Brand. Nur die Kirche, einige wenige H├Ąuser und die Sternwarte blieben von den Flammen verschont.

Nach dem Wiederaufbau wuchs die Gemeinde stetig. 1939 hatte sie 3.100 Einwohner, 1974 deren 12.500. Durch die Eingemeindung der Nachbard├Ârfer im gleichen Jahr wuchs die Einwohnerzahl auf nahezu 17.000.

1866 verlor das K├Ânigreich Hannover seine Selbst├Ąndigkeit. Lilienthal wurde preu├čisch , das Amt Lilienthal wurde aufgel├Âst und mit dem Amt Osterholz zum Landkreis Osterholz vereinigt.

Kirchen

Evangelische Kirchen

Evangelische Kirchengemeinde St. Marien mit einer Filialkirche im Ortsteil Trupe. Sehenwert ist die kleine Kirche aus der Romanik in St. J├╝rgen (Ortsteil von Lilienthal.

Katholische Kirche

R├Âmisch-katholische Kirchengemeinde Guter Hirt

Im Jahre 782 wurde das Gebiet der unteren Weserregion vom hl. Willehad , dem sp├Ąteren Bischof von Bremen, missioniert. In den folgenden Jahrhunderten wurden in der Geest Kirchen und Kapellen errichtet, unter anderem auch in Osterholz und in Scharmbeck sowie im St.J├╝rgensland und in Trupe (beide Kapellen bestehen noch).1232 wurde in Lilienthal ein Kloster gestiftet und mit Nonnen des Zisterzienserordens besetzt. Bis zur Reformation , die im Kloster Lilienthal erst 1604 vollzogen wurde, wurde die seelsorgerische Betreuung von dort geleistet. Es folgten 200 schwierige Jahre, erst 1807 konnten Katholiken in Bremen wieder das B├╝rgerrecht erwerben und 1823 wurde wieder eine katholische Kirche in Bremen eingeweiht (St. Johann). Ab 1862 wurden bis 1945 periodisch Gottesdienste in einer Privatwohnung in Lilienthal abgehalten, "missioniert" wurde von der Pfarrvikarie Hemelingen (Land). Der eigentliche Beginn der jetzigen Gemeinde Guter Hirt in den heutigen Grenzen datiert aus dem Jahre 1946 , als die Pfarrvikarie Worpswede gebildet wurde. In Grasberg, Worpswede und Lilienthal wurden regelm├Ą├čig Gottesdienste gefeiert, und am 26. November 1961 wurde die Kirche in Lilienthal vom Bischof von Hildesheim eingesegnet. Seitdem ist Lilienthal das Zentrum der Gemeinde. nach R. Kipper: Katholische Kirchengemeinde Guter Hirt, Lilienthal 1996

Freikirchen

Evangelisch-Freikirchliche Philippusgemeinde ( Baptisten )

Die Wurzeln dieser Lilienthaler Freikirche reichen in die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts zur├╝ck. Noch vor seiner Zeit als Baptist evangelisierte Johann Gerhard Oncken an der Seite des Bremer Erweckungspredigers Friedrich Mallet in Lilienthal und dem angrenzenden Teufelsmoor . Aus dieser Missionsarbeit entwickelten sich freikirchlich gepr├Ągte Hauskreise u.a. in Seebergen und Fischerhude. Nachdem 1845 in Bremen die erste Baptistengemeinde gegr├╝ndet worden war, kn├╝pften die Bremer Prediger dieser Freikirche alsbald an die Onckensche Missionsarbeit an und gr├╝ndeten im Lilienthaler Umland Zweiggemeinden der Bremer Freikirche. Dies geschah unter zum Teil heftigen Verfolgungen der hann├Âverschen und kirchlichen Beh├Ârden. In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg erlebte die evangelisch-freikirchliche Gemeindearbeit durch den Zuzug von Fl├╝chtlingen aus Ostpreu├čen einen starken Aufschwung, der aber Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wieder abflachte. Von den zahlreichen Tochtergemeinden rund um Lileinthal ├╝berlebte nur die Gemeindestation Fischerhude. In den Jahren 1990 bis 1994 wagte die Bremer Muttergemeinde einen Neuanfang in dieser Region. Eine Gemeindegr├╝ndungsinitiative entstand. Im Fr├╝hjahr 1994 konnte ein ├Ąlteres Wohnhaus am Konventshof erworben werden, das durch mehrere An- und Umbauten zum Gemeindezentrum umfunktioniert wurde. Die Philippusgemeinde ist heute selbst├Ąndige Baptistengemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Sie geh├Ârt zum Landesverband Baptisten im Nordwesten. nach: Karl S├Âhlke, Gregor Helms u.a.: 150 Jahre Baptisten in Bremen und umzu, Bremen 1996


Freie Christengemeinde ( Pfingstgemeinde )


Evangelische freie Gemeinde Das gute Buch

Schulen

  • Christoph-Torn├ęe-Schule
  • Ganztagsschule Lilienthal Haupt- und Realschule
  • Grundschule Falkenberg
  • Grundschule Frankenburg
  • Grundschule Seebergen
  • Grundschule Trupermoor
  • Grundschule Worphausen
  • Gymnasium Lilienthal
  • Schroeterschule (Grundschule)

Ortschaften

Zu Lilienthal geh├Âren heute die fr├╝her selbstst├Ąndigen Ortsteile Butendiek, Falkenberg, Feldhausen, Heidberg, Klostermoor, Lilienthal, Seebergen, St. J├╝rgen (mit seinen 10 Ortsteilen Frankenburg, H├Âftdeich, Kleinmoor, Mittelbauer, Moorhausen, Niederende, Oberende, St. J├╝rgen, Vierhausen, W├╝hrden), Trupe, Truperdeich, Trupermoor und Worphausen (mit seinen D├Ârfern L├╝ningsee (1763), L├╝ninghausen (1764), Westerwede (1764), Moorende (1778), Mooringen (1778), Schr├Âtersdorf (1805) und Neu Mooringen (1808), die vom k├Âniglichen Moorkolonisator J├╝rgen Christian Findorff gegr├╝ndet wurden).

Partnerschaften

Die Gemeinde Lilienthal unterh├Ąlt seit 1970 eine partnerschaftliche Beziehung zu der niederl├Ąndischen Gemeinde . Im Jahre 1993 kam die franz├Âsische Gemeinde Emerainville nahe Paris hinzu.

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lilienthal aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Lilienthal verfügbar.

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