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Letzte Änderung für Artikel Eiswerder: 18.01.2006 20:37

Eiswerder

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Insel Eiswerder (Mitte)
Insel Eiswerder (Mitte)
Karte Eiswerder 2006
Karte Eiswerder 2006

Eiswerder ist der Name einer Insel in der Havel, n├Ârdlich der Spandauer Zitadelle . Die Insel ist durch zwei Stra├čenbr├╝cken mit dem Ost- und dem Westufer der Havel verbunden. Nord├Âstlich vorgelagert befindet sich die kleine Pionierinsel. Das Gebiet geh├Ârte bis 1910 zum Gutsbezirk Spandau, danach wurde es der Stadt Spandau eingegliedert.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Die 140000 qm gro├če Insel liegt inmitten der hier zum Spandauer See erweiterten Havel. Etwa die H├Ąfte der Insel ist bewaldet. Die im s├╝dlichen Teil der Insel befindlichen Geb├Ąude folgen nicht der Bauflucht der Spandauer Uferbebauung, sondern um 45┬░ hierzu gedreht der Achse der Zitadelle.

Geschichte

Bereits vor 1746 geh├Ârte die Insel dem Amt Spandau. 1746 erhielt der steierm├Ąrkische Emigrant Philipp Schupfer die Insel Eiswerder, um sich dort anzusiedeln. 1817 wurde in der Spandauer Zitadelle ein geheimes Brandraketen - Laboratorium eingerichtet. Es ├╝bersiedelte aber schon 1829 auf den Eiswerder, auf dem seit 1826 der Milit├Ąrfiskus ein k├Ânigliches Feuerwerkslaboratorium errichtet hatte.

Waffenschmiede

Die Insel Eiswerder entwickelte sich im 19. Jahrhundert mit ihren R├╝stungsfabriken zu einem bedeutenden Milit├Ąrstandort . Auf ihr befanden sich eine Pulverfabrik , eine Gesch├╝tzgie├čerei , eine Artilleriewerkstatt , eine Patronenfabrik und eine Munitionsfabrik . Eiswerder erhielt den Beinamen Waffenschmiede des Deutschen Reiches. 1890 siedelte sich am Salzhof, nord├Âstlich der Insel Eiswerder, eine Chemische Fabrik an, die die S├Ąuren f├╝r die Munitionsherstellung produzierte. Die R├╝stungsanlagen wurden 1892 ├╝ber eine 55 Meter lange Eisenbahnbr├╝cke an die Station der Berlin-Lehrter Eisenbahn (heute Hauptbahnhof Spandau) angeschlossen. Zur S├Ąurefabrik am Salzhof f├╝hrte ein Nebengleis . Um die Explosionsgefahr zu mindern, kamen auf diesen Strecken nur feuerlose Dampfspeicherlokomotiven zum Einsatz.

Nutzung nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die verbliebenen Hallen und Fl├Ąchen auf dem Eiswerder als Lagerungs- und Umschlagplatz f├╝r Getreide, auf dem Salzhof hingegen wurden Tanklager errichtet. Von 1953 ÔÇô 1990 lagerte hier der Berliner Senat die erweiterten Senatsreserven. Die Rhenus AG errichtete auf der Insel einen Lokschuppen und eine Wartungsgrube und ├╝bernahm 1988 von hier aus die Betriebsf├╝hrung der Siemens-G├╝terbahn. Der Eiswerder wurde auch zum Standort verschiedener Bootsclubs.

Neueste Entwicklung

1993 nahm der Entwicklungstr├Ąger der Wasserstadt Spandau Umbauten von Lagergeb├Ąuden der preu├čischen Pulverfabriken zur B├╝ronutzung vor. Bald danach etablierten sich hier Gastronomie (Restaurants und Diskothek) und Fernsehstudios . Die Insel Eiswerder bietet ein besonderes Entwicklungspotenzial f├╝r den Wohnungsbau der Zukunft und wurde deshalb in die Entwicklungsma├čnahme Wasserstadt Spandau aufgenommen.

Sollten jedoch zuk├╝nftig entsprechende Investoren -Angebote eher f├╝r einen Ausbau der Insel zu einem Medien - und Eventstandort vorliegen, wird die Insel umgehend aus der Wohnbauma├čnahme entlassen. Der dann m├Âgliche Konflikt zwischen den Nutzungsvarianten "Wohnen" und "Medien" ist abzusehen.

Weblinks

www.max-kaminski.de/eiswerderstart.htm Planungsideen f├╝r Medienstandort Eiswerder


Koordinaten: 52┬░ 33' N, 13┬░ 13' O

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Eiswerder aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Eiswerder verfügbar.

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