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Letzte Änderung für Artikel Olympiastadion Berlin: 19.02.2006 12:57

Olympiastadion Berlin

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Haupteingang des Olympiastadions
Haupteingang des Olympiastadions

Das Berliner Olympiastadion befindet sich am Westrand Charlottenburgs im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Es ist Teil des auf großen Sichtachsen aufgebauten OlympiagelĂ€ndes (ehemals Reichssportfeld), zu dem auch das Sportforum, Olympia-Hockeystadion, Reitstadion, Olympia-Schwimmstadion, WaldbĂŒhne, Maifeld und der Glockenturm gehören.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Luftbild Berliner Olympiastadion nach dem Umbau
Luftbild Berliner Olympiastadion nach dem Umbau

Das Olympiastadion wurde von 1934 – 1936 anlĂ€sslich der Olympischen Sommerspiele 1936 mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern erbaut, nach PlĂ€nen des Architekten Werner March . Erst wollten die Organisatoren der Spiele 1934 in Deutschland das heutige Poststadion, das sich 5 km nördlich des Lehrter Bahnhofs befindet, umbauen, doch als man Adolf Hitler die PlĂ€ne vorlag, beschloss dieser, dass man ein neues Stadion (Deutschlandstadion genannt) bauen sollte.

Am selben Ort befand sich zuvor das Deutsche Stadion, das seinerseits 1913 auf dem GelĂ€nde der Rennbahn Grunewald anlĂ€sslich der fĂŒr 1916 geplanten Olympischen Spiele errichtet wurde. Wegen des Ersten Weltkrieges fanden die Olympischen Spiele 1916 nicht statt.

Entgegen der ursprĂŒnglichen Planung, das Deutsche Stadion fĂŒr die Olympischen Spiele umzubauen, ordnete der damalige Reichskanzler Adolf Hitler wegen des zu erwartenden propagandistischen Effekts fĂŒr das nationalsozialistische Deutschland im Oktober 1933 den Bau eines neuen Großstadions an. Formal orientiert sich das Stadion mit seinen klaren geometrischen Grundformen an antiken SportstĂ€tten. Es ist zur HĂ€lfte ein Erdstadion , das heißt, nur der Oberring befindet sich ĂŒber Erdniveau, weswegen die Wirkung nicht so ĂŒbermĂ€chtig ausfĂ€llt wie zum Beispiel bei der Kongresshalle in NĂŒrnberg. Auch die schmalen Pfeiler geben sich eindeutig als verblendete Stahlkonstruktion zu erkennen und entsprechen damit nur bedingt dem Formenkanon der nationalsozialistischen Architektur. Diese modernen AnsĂ€tze Marchs werden vor allem durch das massive Gesims gebrochen, das dem Stadion schlussendlich doch den von den Machthabern erwĂŒnschten Ausdruck verlieh. Das Olympiastadion wurde gemeinsam mit den Olympischen Sommerspielen 1936 am 1. August 1936 eröffnet.
Berliner Olympiastadion vor dem letzten Umbau
Berliner Olympiastadion vor dem letzten Umbau

Im MĂ€rz 1945 , gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fanden in der NĂ€he des Berliner Olympiastadions Tausende jugendliche Mitglieder der Hitler-Jugend als Teil des Volkssturms den Tod, als sie von AnfĂŒhrern um Arthur Axmann und Carl Diem gegen die von Westen ins eingekreiste Berlin vorrĂŒckenden schwer bewaffneten russischen Panzertruppen als letzte Reserve dazu benutzt wurden, das von Russen eingenommene Sportfeld zurĂŒckzuerobern.

Im Jahre 1974 wurde das Stadion fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 teilĂŒberdacht. In den Jahren 2000 – 2004 wurde das Olympiastadion unter Beibehaltung des Sportbetriebs nach EntwĂŒrfen des ArchitekturbĂŒros Gerkan, Marg und Partner fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 grundlegend umgebaut und modernisiert. Die WettkampfflĂ€che wurde um einige RĂ€nge abgesenkt, um eine dichtere AtmosphĂ€re fĂŒr Fußballspiele zu schaffen. Bei den Umbauarbeiten waren die konservatorischen Belange des Denkmalschutzes zu beachten. Die alten Natursteine wurden einzeln gesandstrahlt, so konnte etwa 70 Prozent der historischen Bausubstanz erhalten werden. Herausragende Kennzeichen des umgebauten Olympiastadions sind das jetzt alle RĂ€nge umfassende Dach und eine blaue Tartanbahn . Die blaue Farbgebung der vormals roten Bahn wurde durch den Denkmalschutz kritisiert. Nach Abschluss der Bauarbeiten fasst das Stadion jetzt 74.500 SitzplĂ€tze.
Innenansicht nach Umbau
Innenansicht nach Umbau

Die offizielle Einweihung des neuen Stadions fand am 31. Juli und 1. August 2004 mit einer großen Konzertveranstaltung statt, bei der unter anderem Nena , Pink und der Dirigent Daniel Barenboim auftraten. Am zweiten Tag eröffneten die Amateure von Hertha BSC gegen den Lokalrivalen 1. FC Union Berlin die Saison der Fußball-Regionalliga Nord, zudem wurde ein Freundschaftsspiel zwischen Hertha BSC und BeƟiktaƟ Istanbul ausgetragen. Am 8. September 2004 wurde das LĂ€nderspiel Deutschland – Brasilien im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Heutige Nutzung

RegelmĂ€ĂŸig trĂ€gt die Fußball-Bundesliga -Mannschaft von Hertha BSC Berlin ihre Heimspiele im Olympiastadion aus, und die jĂ€hrlichen Endspiele um den DFB-Pokal der Damen und Herren werden seit 1985 hier ausgetragen. Auch das American Football Team von Berlin Thunder bestreitet hier seine Heimspiele in der NFL Europe . ZusĂ€tzlich werden Leichtathletik -WettkĂ€mpfe, wie das jĂ€hrliche ISTAF , ausgetragen. Am 4. Dezember 2004 wurde Berlin zum Austragungsort der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 erkoren, die im Olympiastadion ausgetragen werden wird. Gelegentlich wird das Stadion auch fĂŒr Großveranstaltungen ohne sportlichen Charakter, wie etwa Kirchentage oder Konzerte, genutzt.

Fußball-Weltmeisterschaft 2006

Zuschlagsbriefmarke anlÀsslich des Finales im Berliner Olympiastadion der FIFA WM 2006 am 9. Juli 2006
Zuschlagsbriefmarke anlÀsslich des Finales im Berliner Olympiastadion der FIFA WM 2006 am 9. Juli 2006

Das Stadion wird Spielort und der Endspielort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sein. Am 13. Januar 2006 gab die FIFA bekannt, dass die von dem österreichischen KĂŒnstler Andre Heller geplante Eröffnungsfeier zur Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin am 7. Juni abgesagt wird. Die 25 Millionen Euro teure Show sollte der festliche Auftakt zur Weltmeisterschaft in Deutschland sein. Mögliche Probleme mit dem Rasen im Berliner Olympiastadion fĂŒr die folgenden Spiele wurden als Grund genannt. Als sozusagen EntschĂ€digung fĂŒr die Stadt Berlin wird eine Feier auf der Straße des 17. Juni organisiert.

WĂ€hrend der Fussballweltmeisterschaft 2006 finden im Stadion folgende Partien statt:

  • 13. Juni 2006 Gruppe F: Brasilien - Kroatien
  • 15. Juni 2006 Gruppe B: Schweden - Paraguay
  • 20. Juni 2006 Gruppe A: Ecuador - Deutschland
  • 23. Juni 2006 Gruppe H: Ukraine - Tunesien
  • 30. Juni 2006 Viertelfinale: Sieger Spiel 49 - Sieger Spiel 50
  • 9. Juli 2006 Finale: Sieger Spiel 59 - Sieger Spiel 60

Siehe auch

  • Liste von Wahrzeichen bekannter StĂ€dte

Literatur

  • Dan Richter: Olympiastadion Berlin. Menschen und Geschichten ĂŒber die große Runde. ISBN 3926224495

Weblinks

Commons: Olympiastadion Berlin – Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 52° 30' 53" N, 13° 14' 21" O

Wikipedia

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