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Letzte Änderung für Artikel Bahnhof Berlin Westkreuz: 30.01.2006 04:11

Bahnhof Berlin Westkreuz

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Ringbahnsteig
Ringbahnsteig
Einziger Ein- und Ausgang des Bahnhofes
Einziger Ein- und Ausgang des Bahnhofes
Der s├╝dliche Stadtbahnsteig im Jahr 2004, auf der linken Seite ist die Sanierung des n├Ârdlichen Bahnsteiges zu sehen
Der s├╝dliche Stadtbahnsteig im Jahr 2004, auf der linken Seite ist die Sanierung des n├Ârdlichen Bahnsteiges zu sehen

Der Berliner S-Bahnhof Berlin Westkreuz liegt im Westteil der Stadt und stellt neben dem Bahnhof Ostkreuz die Verbindung zwischen Stadtbahn und Ringbahn dar.

Vom Bahnhof Westkreuz kann man mit verschiedenen S-Bahnlininen ├╝ber die Wetzlarer Bahn nach Wannsee, ├╝ber die Spandauer Vorortbahn zum Olympiastadion und nach Spandau, ├╝ber die Ringbahn nach Gesundbrunnen und den S├╝den Berlins sowie ├╝ber die Stadtbahn in die Innenstadt gelangen.

Im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis wird Berlin-Westkreuz als BWKR mit den Varianten BWKRR (Ringbahn) und BWKRV (Stadtbahn, ehemals Vorortbahn) gef├╝hrt [1] .

Geschichte

Der Bahnhof ist als Turmbahnhof konstruiert und bietet dadurch sehr kurze Umsteigewege in alle Richtungen. Er ging am 10. Dezember 1928 unter dem Namen Ausstellung in Betrieb, bekam jedoch schon 1932 seinen heutigen Namen. Sein Empfangsgeb├Ąude mit integriertem Turm stellwerk wurde von Richard Brademann gestaltet und aus statischen Gr├╝nden im Nordwest-Winkel des Bahnhofskreuzes platziert.

Der Bahnsteig der Ringbahn liegt vollst├Ąndig in einer 161 x 22 Meter gro├čen Halle, darunter liegen die beiden Bahnsteige der Stadtbahn, die auf fast der ganzen L├Ąnge ├╝berdacht sind.

Es gab von Anfang an Probleme mit dem Untergrund, der hier aus einer sandgef├╝llten eiszeitlichen Schmelzwasserrinne besteht. Schon beim Bau traten Setzungssch├Ąden auf, unter anderem neigte sich der Stellwerksturm. Auch die Ringbahnhalle sackte ab, es gab bis zu 50 cm Setzungsdifferenzen. Daher musste im Lauf der Zeit immer wieder nachgearbeitet werden. 1968 begann die Reichsbahn mit dem bis dahin gr├Â├čten Reparaturvorhaben: Die Ringbahnhalle wurde hydraulisch angehoben, neue Fundamente wurden gesetzt, eine Tiefgr├╝ndung versucht. Diese Arbeiten zogen sich bis 1976 hin.

Die Betriebseinstellung der S-Bahn nach dem Reichsbahner-Streik im Jahre 1980 betraf auch den Bahnhof Westkreuz. Auf der Stadtbahn gab es nur noch einen Minimalverkehr, der Betrieb auf der Ringbahn war komplett eingestellt worden. Auch 1984 nach der Betriebs├╝bernahme durch die BVG ├Ąnderte sich daran zun├Ąchst nichts.

Erst 1989 begann der Berliner Senat mit dem Wiederaufbau der Ringbahn. Er stellte einen besonders gro├čen Sanierungsbedarf beim Bahnhof Westkreuz fest. So mussten 1993 Empfangsgeb├Ąude und Stellwerk abgerissen werden; der Stellwerksturm hatte mit 30 cm einen gef├Ąhrlichen ├ťberhang bekommen. Der Bahnhof wurde mit Fahrtreppen und Aufz├╝gen ausgestattet.

Am 17. Dezember 1993 wurde der erste Teilabschnitt der Ringbahn in Betrieb genommen, damit hatte das Westkreuz nach 13 Jahren wieder seine alte Funktion erhalten.

Im Rahmen der Generalsanierung der Stadtbahn wurden in Westkreuz seit 2004 neben den Gleisanlagen auch die beiden Stadtbahnsteige grundlegend ├╝berarbeitet, hierdurch kam es seitdem zu zahlreichen Betriebsunterbrechungen und -einschr├Ąnkungen. Die Arbeiten sollen bis zur Fu├čball-WM 2006 abgeschlossen sein.

Das Westkreuz liegt in einer nur sehr d├╝nn besiedelten Gegend an der Grenze zwischen Charlottenburg und Wilmersdorf. Der Weg zum Messegel├Ąnde ist relativ lang, dieses wird durch die Bahnh├Âfe Messe-S├╝d (ehemals Eichkamp) und Messe-Nord (ehemals Witzleben) sowie durch U-Bahn und Bus wesentlich besser erschlossen. Daher dient Westkreuz ├╝berwiegend dem Umsteigen.

Eine gewisse Kuriosit├Ąt war der h├Âlzerne Behelfsbahnsteig an den G├╝tergleisen der Ringbahn, der vom 27. Juni 1994 bis zum 31. Mai 1997 dieselgetriebenen Nahverkehrsz├╝gen aus dem westlichen Umland als Endpunkt diente.


Koordinaten: 52┬░ 30' 4" N, 13┬░ 17' 2" O

Wikipedia

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